Mast - Kathrein CAS90 Windlast so in Ordnung

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Jugger111
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 22. Apr 2015, 09:25
Moin zusammen !

Bedingt durch eine PV-Anlage, musste eine SAT-Anlagen-Mastposition geändert werden.

Neue Vorraussetzungen:


An einem neu installierten 60mm Kathrein ZAS04 Antennenmast http://www.amazon.de...gelegt/dp/B00008AOHP soll eine Kathrein CAS 90 http://www.amazon.de...%A4hig/dp/B00008AOH1 montiert werden.

Der Antennenmast wurde Unterdach mit mehreren dickwandigen massiven Schellen, aus dem Amateurfunkbereich, mit etlichen langen Schlüsselschrauben an Eichenbalken befestigt. Da wackelt nix....bombenfest...sozusagen überdimensionierte Befestigungen.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Part :
Die letzte Schelle (letzter Einspannpunkt) sitzt bei 1m ab Rohrende - die CAS 90 wird bei 2,70m ab Rohrende befestigt(Oberkante Schelle CAS90). Also 1,70m ab letztem Mastschellen-Einspannpunkt.

Geht das so in Ordnung windlastseits ?
Bitte anhand von Berechnungsformeln erklären.
Danke

Gruß
Jugger111
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 22. Apr 2015, 09:41
Jugger111
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 22. Apr 2015, 10:14
Nebenbei noch erwähnt....


Es ist im Moment eine Kathrein CAS075 montiert.
LNB: UAS484
MS: http://www.durasat.d...ehmer-msrp-508a.html


Das bisherige Kathrein LCD90, das im Außenbereich schon etwas porös wurde, wird ersetzt durch:
4x5m Kathrein LCD 115 vom LNB bis zum Multischalter
jeweils 12m LCD 115 vom Multischalter bis zum TV.


Habe die CAS90 noch aus alten (Multifeed)Hotbird-Zeiten übrig.
Empfangen werden soll nur noch Astra 19,2.

Die CAS 90 würde ich nur wegen der besseren Schlechtwetterreserve montieren.
Bei starken Stürmen wäre die CAS90 gegenüber der CAS075 im Nachteil(kleinerer Öffnungswinkel) .
Am dicken ZAS04-Mast wohl weniger ? Darum gehts mir halt...

Als TV mit eingeb. und genutzten Twinreceiver, habe ich einen Samsung UE55H7090 + 2 Humax-Receiver an den anderen Standorten im Haus.

Die internen Samsung-Receiver sollen angebl. bei starken Pegeln rumzicken. Zumindest las ich das von TV-Produkten bis 2011. Ist der 7090 nicht so empfindlich?

Im Moment habe ich bei den meisten Sendern SQ 100 Empfangssignal 80, Bitfehlerrate 0.
Einzig N24, Anixe muss ich noch in den Griff bekommen. SQ 90, Empfangssignal 85, Bitfehlerrate 210.
Vielleicht schafft die CAS90 Abhilfe ?

WDR Bonn im hohen Frequenzbereich, kommt mit SQ 75, Empfangssignal 55 ohne Bitfehlerrate an.


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 10:17 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#4 erstellt: 22. Apr 2015, 11:28

Jugger111 (Beitrag #1) schrieb:
Die letzte Schelle (letzter Einspannpunkt) sitzt bei 1m ab Rohrende - die CAS 90 wird bei 2,70m ab Rohrende befestigt(Oberkante Schelle CAS90). Also 1,70m ab letztem Mastschellen-Einspannpunkt.

Geht das so in Ordnung windlastseits ?

Für das Zusammenspiel von Mastrohr und Antenne ist das am oberen Einspannpunkt max. zu erwartende Biegemoment maßgeblich. Dieses errechnet sich als Produkt aus Einspannlänge (= Distanz oberer Einspannpunkt zu Mitte des Reflektors) und der Windlast der Antenne. Doppelte Einspannlänge = doppeltes Biegemoment.

Die Windlast wiederum hängt von den Windgeschwindigkeiten ab. In den technischen Angaben spiegelt sich das durch die Annahme eines Staudruckes wieder. Die Standardangabe für die Windlast basiert auf einem angenommenen Staudruck von 800 N/m², der bei einer Windgeschwindigkeit von 130 km/h erreicht wird. Hierfür gibt KATHREIN die Windlast der CAS 90 mit 730 N an. Multipliziert man das mit etwa 1 m Einspannlänge, ergibt das ein Biegemoment von 730 Nm. Da das max. zulässige Biegemoment des Mastrohres ZAS 04 mit 2350 Nm deutlich höher liegt, bleibt die zu erwartende Belastung des Mastrohres deutlich unterhalb dessen, was das Mastrohr verkraftet. Auch größere Windgeschwindigkeiten wären unkritisch (150 km/h: Windlast etwa 990 Nm).

Wie solide das Rohr befestigt ist, kann ich nicht beurteilen. Ginge man mit der Antenne noch höher hinaus, stellt vor der Belastbarkeit des Mastrohres die der tragenden Konstruktion eine Grenze dar. Für Biegemomente > 1650 Nm ist ein Nachweis über die statische Belastbarkeit des Bauwerks nötig.




Jugger111 (Beitrag #3) schrieb:
Es ist im Moment eine Kathrein CAS075 montiert.
LNB: UAS484
[...]
Habe die CAS90 noch aus alten (Multifeed)Hotbird-Zeiten übrig.
Empfangen werden soll nur noch Astra 19,2.

Die CAS 90 würde ich nur wegen der besseren Schlechtwetterreserve montieren.

Die Reserven einer optimal justierten CAS 75, die übrigens etwas größer als die CAS 80 ist, sollten reichen. Wenn es mit der CAS 75 unterhalb von Unwettern Empfangsbeeinträchtigungen gibt, liegt das nicht systemisch an einer zu kleinen Antenne.


Als TV mit eingeb. und genutzten Twinreceiver, habe ich einen Samsung UE55H7090 + 2 Humax-Receiver an den anderen Standorten im Haus.

Die internen Samsung-Receiver sollen angebl. bei starken Pegeln rumzicken. Zumindest las ich das von TV-Produkten bis 2011. Ist der 7090 nicht so empfindlich?

Bei TVs von SAMSUNG scheint so ziemlich alles möglich zu sein: Früher total überempfindlich gegenüber höheren Pegeln, dann teilweise Berichte darüber, dass ausgerechnet für einen SAMSUNG im Gerätepark ein Verstärker nötig war. Selbst habe ich einen einfacheren SAMSUNG, aber auch mit zwei Tunern, der sich – für mich einigermaßen überraschend – weder durch zu hohe, noch durch zu niedrige Pegel beeindrucken ließ > Qualität Samsung interne DVB-S Receiver, #5.
Volterra
Inventar
#5 erstellt: 22. Apr 2015, 12:14

Jugger111 (Beitrag #3) schrieb:
Nebenbei noch erwähnt....
Im Moment habe ich bei den meisten Sendern SQ 100 Empfangssignal 80, Bitfehlerrate 0.
Einzig N24, Anixe muss ich noch in den Griff bekommen. SQ 90, Empfangssignal 85, Bitfehlerrate 210.
Vielleicht schafft die CAS90 Abhilfe ?
WDR Bonn im hohen Frequenzbereich, kommt mit SQ 75, Empfangssignal 55 ohne Bitfehlerrate an.

Hier werkelt eine 85er Gibertini SE,
Astra wird schielend ca. 4,5cm westlich von Mitte Feedarm angepeilt.

Anixe und N24 (SD) zeigt mein Sony-Flachmann unter SQ und SIG mit 100% an
Beide HD Kanäle werden unter SQ mit 78% und unter SIG mit 100% angezeigt.

WDR Bonn SD und HD wird unter SIG und SQ mit 100% angezeigt.
Jugger111
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 22. Apr 2015, 13:31

raceroad (Beitrag #4) schrieb:

Wie solide das Rohr befestigt ist, kann ich nicht beurteilen. Ginge man mit der Antenne noch höher hinaus, stellt vor der Belastbarkeit des Mastrohres die der tragenden Konstruktion eine Grenze dar. Für Biegemomente > 1650 Nm ist ein Nachweis über die statische Belastbarkeit des Bauwerks nötig.










Die unteren beiden Mast--Befestigungen sind schwere dickwandige Rotorplattformen, die für Rotoren im Amateurfunkbereich gedacht sind, Die oberen beiden Mastschellen sind ebenso schwere Ausführungen.
Alles mit dicken langen Schlüsselschrauben im massiven tadellosen Eichenbalken verschraubt.
Die Balken sind deswegen schwarz, weil ganz früher im Spitzboden geräuchert wurde(oft bei Fachwerkbauten). ...falls Skepsis diesbezügl. bestehen sollte

Erdung folgt....


Bin gerade damit fertig geworden, die Stammleitungen zum Samsung UE55H7090 von LCD90 und einem Nonamekabel auf LCD115 umzurüsten.



Hat 2-4 Signalpunkte gebracht :-), lt. der Samsung SQ- und S-Stärke-Anzeige.

Nachtrag: Die Humax-Receiver zeigen alle Sender mit SQ100% SS100% an.... Schummelanzeige...

Nachtrag2: Die CAS075 wurde letzte Woche mit einem Profimessgerät(Name weiß ich nicht mehr) überprüft - Ergebnis:16,1dB - Messpunkt direkt am LNB...
...was eigentlich vollkommen reichen sollte :-)

Mich wurmt jetzt nur noch die Bitfehlerrate 210 bei N24 und Anixe HD, respektive das etwas poröse LCD90 im Außenbereich.

Habe noch einen weiteren UAS484, den ich seinerzeit für das Multifeedsystem benutzt hatte.
Desweiteren werde ich den LNB etwas verdrehen.

Brauche jetzt nur noch ein Gerät mit BER-Anzeige.... Den fetten Samsung unterm Dach aufbauen, wäre die letzte Möglichkeit.


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 14:57 bearbeitet]
Volterra
Inventar
#7 erstellt: 22. Apr 2015, 14:13

Nachtrag2: Die CAS075 wurde mit einem Profimessgerät(Name weiß ich nicht mehr) überprüft - Ergebnis:16,1dB - Messpunkt direkt am LNB...
Alles ist gut und besser geht es nicht.
Jugger111
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Apr 2015, 14:49

Volterra (Beitrag #7) schrieb:

Nachtrag2: Die CAS075 wurde mit einem Profimessgerät(Name weiß ich nicht mehr) überprüft - Ergebnis:16,1dB - Messpunkt direkt am LNB...
Alles ist gut und besser geht es nicht. :prost


Schade - hast du keinen Grund für meine CAS90?


Die Bitfehlerrate bei N24 ...
Artefakte bei N24: Vielleicht 1x für 1sec in einer Woche. Stört eigentlich nicht - ich will es aber perfekt haben.
Nachtrag: Betrifft den ganzen Transponder 10773Mhz ...QVC,N24 usw

So wie ich das sehe, kann es nur noch am Receiver vom Samsung TV(tauber Empfänger/ mangelnde Bandbreite?) liegen - am LNB wohl eher weniger . Ich werde aber trotzdem mein anderes UAS484 testen.
Verkabele schon mal jenes sauber mit dem LCD115 +Schrumpfschläuche.


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 15:18 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#9 erstellt: 22. Apr 2015, 15:02

Jugger111 (Beitrag #6) schrieb:
Nachtrag2: Die CAS075 wurde letzte Woche mit einem Profimessgerät(Name weiß ich nicht mehr) überprüft - Ergebnis:16,1dB - Messpunkt direkt am LNB...

Vmtl. sind mit 16,1 db ein Wert für das C/N gemenit, MER liegt niedriger. Außerdem: War das ein Wert für TP 107 / 12545 MHz (mit der SD-Version von N24)? Oder geht es um N24 HD?

Vor allem aber sagt nur ein Wert für die Signalqualität direkt am LNB wenig darüber aus, wie gut das Signal nach dem Multischalter ist. Liefert beispielsweise entweder das LNB für H-high einen niedrigeren Pegel, oder kommt wegen eines schlechteren Kabels für H-high ein Signal mit deutlich niedrigerem Pegel am Multischalter an, verschlechtert das Übersprechen auch in einem guten Schalter das Signal.

Wie verhält sich denn der Samsung direkt am H-high-Kabel? Ginge es um die HD-Version von N24, müsste man am Kabel H-low testen.



Jugger111 (Beitrag #8) schrieb:
Verkabele schon mal jenes sauber mit dem LCD115 +Schrumpfschläuchen.

Was sollen dnen Schrumpfschläuche? Wenn man das perfekt machen will, muss man wasserdichte Kompressionsstecker nehmen, ersatzweise auch Self-Install-Stecker in W-Ausführung samt speziellem Dichtring.


[Beitrag von raceroad am 22. Apr 2015, 15:05 bearbeitet]
Jugger111
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Apr 2015, 15:22

raceroad (Beitrag #9) schrieb:

Wie verhält sich denn der Samsung direkt am H-high-Kabel? Ginge es um die HD-Version von N24, müsste man am Kabel H-low testen.
Ist der ganze Transponder 10773Mhz , mit der Bitfehlerrate- N24 HD, QVC HD etc.
Werde gleich mal direkt durchschalten, um den Dureline-Multiswitch auszuschließen(alle Ausgänge vom Switch habe ich schon probiert). Habe zur Not noch einen Techniswitch 11/8g.

Gerade probiert....
Nachtrag: Direkt vom LNB zum Samsung durchgeschaltet sinkt die Bitfehlerrate vom 10773Transponder von 210 auf 126, SQ von 90 auf 94, Signalstärke 80.


raceroad (Beitrag #9) schrieb:

Was sollen dnen Schrumpfschläuche?

Alles gut! Der Schrumpfschlauch hat nichts mit Abdichten zu tun, sondern nur rein optische Gründe.
Die Kathrein-EMK01 F-Stecker, die ich hier habe, gehen sehr stramm auf das LCD115. Um den etwas überstehenden Schirm kümmert sich der Schlumpfschlauch. Zudem gibt der Schlauch eine zusätzliche Festigkeit, falls man öfter mit den Steckern fummeln muss. Zusätzlich habe ich mehrfarbige Schrumpfschläuche, um die Stammleitungen unterscheiden zu können(das LCD115 ist schwarz). Eigentlich ist der Schlauch nur für die Unterdach-Verdrahtung gedacht, ich habe ihn aber trotzdem auch für die F-Stecker im LNB verwendet. Das UAS484 ist eh rappeldicht. Alles gut!


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 15:45 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#11 erstellt: 22. Apr 2015, 15:42

Jugger111 (Beitrag #10) schrieb:
Ist der ganze Transponder 10773Mhz , mit der Bitfehlerrate- N24,QVC etc.

Und auf welchen Transponder beziehen sich die 16,1 db?

Wenn die Ausrichtung der CAS 75 für einen von Osten her beeinflussbaren Transponder optimiert wurde, kann für die von Westen beeinflussbaren Transonder die Signalqualität deutlich niedriger liegen. Was zeigt der Samsung denn für

- mdr HD (10891 MHz h)
- Servus TV HD (11303 MHz h)
- ZDF SD (11954 MHz h) und
- RTL SD (12188 MHz h)

an?
Jugger111
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 22. Apr 2015, 16:00

raceroad (Beitrag #11) schrieb:

Jugger111 (Beitrag #10) schrieb:
Ist der ganze Transponder 10773Mhz , mit der Bitfehlerrate- N24,QVC etc.

Und auf welchen Transponder beziehen sich die 16,1 db?

Wenn die Ausrichtung der CAS 75 für einen von Osten her beeinflussbaren Transponder optimiert wurde, kann für die von Westen beeinflussbaren Transonder die Signalqualität deutlich niedriger liegen. Was zeigt der Samsung denn für

- mdr HD (10891 MHz h)
- Servus TV HD (11303 MHz h)
- ZDF SD (11954 MHz h) und
- RTL SD (12188 MHz h)

an?

Vielen Dank für deine Mühe!
Auf welchen TranspPonder sich die 16,1dB beziehen weiß ich leider nicht mehr.

So....hier nun die Werte:

- mdr HD (10891 MHz h)
Bitfehlerrate 0/ SStärke 82 / SQ 100

- Servus TV HD (11303 MHz h)
Bitfehlerrate 0/SS 78/SQ 100

- ZDF SD (11954 MHz h) und
Bitfehlerrate 0/SS 90/ SQ 77

- RTL SD (12188 MHz h)
Bitfehlerrate 0/SS 85/ SQ 77


Ich wollte jetzt beim erneuten Justieren erst N24HD ohne Fehler einkurbeln, dann die ÖR(ARD/ZDF),SAT HD,RTL HD gegenvergleichen..


Hast du einen anderen Spezi-Vorschlag?
Danke dafür schon mal...


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 16:12 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#13 erstellt: 22. Apr 2015, 16:15

Jugger111 (Beitrag #12) schrieb:
Auf welchen TranspPonder sich die 16,1dB beziehen weiß ich leider nicht mehr.

Die Werte liefern aber keinen Hinweis auf eine Antennenausrichtung, die eine Störung von Westen als möglich erscheinen lassen. Sieht insgesamt noch gut aus. Die Bitfehler / Artefakte für 10773 MHz müssen eine andere Ursache haben.

Auf den ersten Blick mögen die niedrigeren Qualitätswerte für die SD-Transponder seltsam erscheinen. Etwas Luft nach oben mag es noch geben, aber hier scheint auch eine Eigenheit des Samsung eine Rolle zu spielen: Meiner zeigt für die DVB-S2-Transponder fast immer 100% SQ an, aber z.B. für RTL SD (DVB-S-Transponder) auch nur 90%.
Jugger111
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 22. Apr 2015, 16:29

raceroad (Beitrag #13) schrieb:

Jugger111 (Beitrag #12) schrieb:
Auf welchen TranspPonder sich die 16,1dB beziehen weiß ich leider nicht mehr.

Die Werte liefern aber keinen Hinweis auf eine Antennenausrichtung, die eine Störung von Westen als möglich erscheinen lassen. Sieht insgesamt noch gut aus. Die Bitfehler / Artefakte für 10773 MHz müssen eine andere Ursache haben.

Auf den ersten Blick mögen die niedrigeren Qualitätswerte für die SD-Transponder seltsam erscheinen. Etwas Luft nach oben mag es noch geben, aber hier scheint auch eine Eigenheit des Samsung eine Rolle zu spielen: Meiner zeigt für die DVB-S2-Transponder fast immer 100% SQ an, aber z.B. für RTL SD (DVB-S-Transponder) auch nur 90%.


Ok, dachte ich mir. Als hier nur die Humaxe mit ihren 100/100% ohne Bitfehlerratenanzeige werkelten, war alles ganz easy. Kann aber auch sein, dass ich auf N24HD 1x wöchentlich,monatlich für 1sec Artefakte hatte..So genau weiß ich das nicht mehr.

Habe nun eine Idee....

Der Samsung UE55H7090 und mein Notebook funktionieren mit der Software Smartview 2.0 via Netzwerk.
Werde den Samsung TV, um den sich quasi alles dreht auf N24 einstellen, mit der Menueanzeige SQ/SS/Bitfehlerrate und mir das Bild auf dem Notebook, beim Einstellen auf dem Dach ansehen.


Habe nun von dir einen alten aufschlussreichen #Beitrag zu N24 und Transponderstörungen gelesen, ausgelöst durch einen anderen Satelliten. http://www.hifi-foru...d=14288&postID=14#14
Ich unterstelle der CAS075, die eventuell zusätzlich ungünstig auf 10773Mhz ausgerichtet ist, nun mal einfach diese Möglichkeit, wenn es auch wegen ihrer Größe und bereits kleinen Öffnungswinkel unwahrscheinlich erscheinen sollte. Eine CAS90 mit noch kleinerem Öffnungswinkel+ mehr Eingangspegel, dürfte das "Nachbartransponderproblem" explizit beim Samsung lösen.
Werde nun, gerade wegen den Eigenarten des Samsungs, die CAS90 anstatt der CAS075 montieren. Ich habe das Teil ja auf dem Dachboden rumliegen.


[Beitrag von Jugger111 am 22. Apr 2015, 17:01 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#15 erstellt: 22. Apr 2015, 17:26
Da hast Du aber einen ziemlich alten Thread ausgegraben. Seinerzeit hatte ich den damals bereits aktiven, aber noch nicht so leistungsstarken Sat auf 16°, also näher dran, noch nicht auf dem Schirm.

Sollte jetzt, obgleich eine CAS 75 schon deutlich unempfindlicher als eine Selfsat ist, eine Einstreuung von Westen für schlechtere Werte sorgen, dann käme das von Eutelsat 16°. Auf den reagieren insbesondere die Transponder mit mdr HD und Servus TV HD empfindlich – daher hatte ich nach denen gefragt. Hierfür meldet der Samsung aber maximale Signalqualität. Wenn man in die Werte von oben unbedingt mehr hereininterpretieren wollte, dann könnte man die nur mäßigen 77% für ZDF/RTL SD, also weniger als die angezeigten 90% meines Samsung, als Indiz für eine eher etwas zu weit nach Osten gedrehte Antenne werten, denn dann stört 23,5° diese Transponder aus dem Highband (> Für Pro7 SD / 12545 MHz sollte der Wert dann wieder etwas höher sein, denn Astra 23,5° ist auf dieser Frequenz frei.).

Aber ohne Empfangsbeeinträchtigung im Highband sehe ich keinen Handlungsbedarf!
Jugger111
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 23. Apr 2015, 11:09
Habe mal einen alten Humax PR-HD 1000 an die Anlage gehängt. Der hat nicht die 100/100% Schummelanzeige, wie meine anderen Humaxe.

Hier zeigt er mir genau gegenteiliges an - und zwar hat der 10773 Transponder(N24 HD etc) Signalstärke 68%, SQ100% , die anderen Transponder weniger SS 64%, aber auch SQ100.

Heißt nun im Klartext - der Samsung Receiver hat seine Eigenarten.
Jugger111
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 24. Apr 2015, 11:09
Der Transponder 10773(N24HD etc) ist doch schwächer als die meisten anderen.

Habe nun ein semiprof. Satlink WS 6908 Messgerät hier. Signalstärke 80, Signalqualität 30 bei N24HD ...
Am Nachmittag/Abend geht es auf das Dach.
Habe mir die wichtigsten Transpondersignalwerte notiert. Erstmal wird
der 10773Mhz(N24HD etc) bearbeitet, dann mit anderen Transpondern verglichen. Wahrscheinlich würde ein minimaler Dreh der alten Anlage schon ausreichen.Das werde ich auch erstmal testweise vorm Schüssel und LNB-Wechsel probieren, respektive messen.

Die CAS90 samt UAS484, liegt bereits mit LCD 115 verdrahtet auf dem Dachboden.
Volterra
Inventar
#18 erstellt: 24. Apr 2015, 14:27

Der Transponder 10773(N24HD etc) ist doch schwächer als die meisten anderen..

Das ist unbestritten.

Habe nun ein semiprof. Satlink WS 6908 Messgerät hier. Signalstärke 80, Signalqualität 30 bei N24HD..

Hier wäre von Interesse. wenn die SQ des Arte HD Tp genannt würde.

Heute wird der N24 HD Transponder hier nur mit 60% SQ angezeigt.
Ein erfahrener Helfer hat deshalb meine 85er Schüssel abwechseld nach Osten / Westen / nach oben und unten gedrückt,
während ich vor dem Sony die Werte verglichen habe.

Egal in welche Richtung - jede noch so sanfte Bewegung der Schüssel verschlechterte die N24HD SQ Werte.
Genau das habe ich erwartet, da ein 3500€ teures Profimessgerät vor Jahren den SD Pro7 Tp (H/h Band)
mit fast 15dB angezeigt hatte, obwohl Astra1 nicht im Fokus angepeilt wird.

Am Nachmittag/Abend geht es auf das Dach.

Auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt....
Die von dir zuvor genannten 16,1dB sind derart gut, dass es auch bei N24 HD nie und nimmer zu jedweden Empfangs - Problem kommen darf.
Ob da die CAS90 in Bezug auf - Artefakte bei N24:
Vielleicht 1x für 1sec in einer Woche
so was beseitigt, ist fraglich


Habe mal einen alten Humax PR-HD 1000 an die Anlage gehängt. Der hat nicht die 100/100% Schummelanzeige, wie meine anderen Humaxe.
Hier zeigt er mir genau gegenteiliges an - und zwar hat der 10773 Transponder(N24 HD etc) Signalstärke 68%, SQ100%....

Der SIG Wert der Receiver ist nicht relevant und die SQ Anzeige des Humax HD1000 (Schätzeisen) kann niemals stimmen.
Ich habe heute mal ein feuchtes Tuch über das LNB gelegt:
Die SQ ging von 60 runter auf 20 - aber ungestörter N24HD Empfang war dennoch gegeben.
Jugger111
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 24. Apr 2015, 15:29

Volterra (Beitrag #18) schrieb:

Hier wäre von Interesse. wenn die SQ des Arte HD Tp genannt würde.

TP 11494Mhz Signalstärke 84 Signalqualität 32 (also ähnlich dem N24HD TP).

Auf dem Samsung TV sind es dort SS 83 SQ 100% :-)
Volterra
Inventar
#20 erstellt: 24. Apr 2015, 16:35

Jugger111 (Beitrag #19) schrieb:

Volterra (Beitrag #18) schrieb:

Hier wäre von Interesse. wenn die SQ des Arte HD Tp genannt würde.

TP 11494Mhz Signalstärke 84 Signalqualität 32 (also ähnlich dem N24HD TP).
Auf dem Samsung TV sind es dort SS 83 SQ 100% :-)

Unglaublich....
Dein "Messgerät" würde ich zurück geben.

Ich habe alle (dutzende) Justierungen mit einer Nokia Dbox2 unter Neutrino Software (Image) gemacht.
SatFind
Wenn der SNR Wert (SQ) des starken Pro7 SD Transponders mit über 60000 angezeigt wird, ist die Justierung beendet.
Bei Fokus-Anpeilung sind es dann via 85er Schüssel ca. SNR 62000, was ca. 15/16dB (C/N / SQ) entspricht.

Bis unter SNR 40000 bleibt der Empfang stabil und draußen muss die Welt untergehen, damit es Totalausfall gibt.

Die D-Box kann leider HD Kanäle nicht empfangen / anzeigen.
Aber die starken HD Transponder zeigen die 4 Sony Flachmänner mit 95 oder 100%.

Übrigens:
Wenn ich den Spaun MS umgehe und das 4m lange L/h LNB-Ausgangs Kabel direkt an die diversen Receiver zu Testzwecken anschließe,
ändert sich der SQ Wert nicht nennenswert - gegenüber 30m Kabel hinter dem MS.

Nur der SIG Pegel fällt dabei etwas ab.
Aber SIG ist ja nicht wirklich relevant.
raceroad
Inventar
#21 erstellt: 24. Apr 2015, 19:43

Jugger111 (Beitrag #17) schrieb:
Der Transponder 10773(N24HD etc) ist doch schwächer als die meisten anderen.

Ein wenig, aber nicht so, dass der Empfang kritisch wäre. Mein Receiver, der im Gegensatz zu einer D-Box auch DVB-S2 kann und dessen Anzeigen allgemein als aussagekräftig gelten, bewertet den Empfang mit SNR 14,7 db / 91% (Werte für den Empfang über einen "normalen" MS, mit Unicable etwas besser):

Xtrend / 10773

Ein Sony 26EX325 gibt die Signalqualität mit 80% an, während mein Samsung SQ 94% anzeigt. Receiveranzeigen sind halt nur bedingt aussagekräftig, vor allem aber nicht 1:1 miteinander vergleichbar.


Habe nun ein semiprof. Satlink WS 6908 Messgerät hier. Signalstärke 80, Signalqualität 30 bei N24HD ...

Auch ein semiprofessionelles Messgeräte sollte absolute Messdaten angeben, die sich vergleichen lassen, nicht irgendwelche Prozentangaben. Früher hat man sich am C/N (Träger-Rauschverhältnis) orientiert, moderne Messgeräte geben oft nur noch das MER (Modulationsfehlerverhältnis) an. Ich habe nicht direkt am LNB, aber an der LNB-Zuführung 10773 MHz mit dem Nachbartransponder 10803 MHz verglichen (11494 MHz mit u.a. Das Erste HD kommt über den starken PE-Beam von 1N und spielt eine Liga höher.). Im Spektrum sieht man die geringere Leitung von TP 10773 MHz im Vergleich zu seinen Nachbarn.

10773 Spektrum

Auch das MER fällt ab, aber nicht auf kritische Werte:

Vergleich 10773 / 10803

Anmerkung: MER liegt immer niedriger als C/N.
Jugger111
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 24. Apr 2015, 22:27
So, Anlage fertig - Kunde(meiner einer) hochzufrieden.
Das geliehene WS6809 hatte einen tiefentladenen Li-On Akku, der nur mit NT-Pufferung funktionierte.
Bis ich darauf kam, war schon nach Errichtung der CAS90, eine 1/2h vergangen.
Hatte mir vorher den TP 10773 manuell ins Messgerät eingekurbeln müssen.
Wenn man sich mit dem MG befasst hat, kann man auch die HD+ TP sehr gut abchecken.
In meiner früheren Montagezeit mit s..teurem Analog-Kathrein-Messkoffer(MK33 müsste es gewesen sein), hätte ich das auch nicht besser hinbekommen. Das WS 6809 reagiert etwas träge, die 1...2...3 Punkte Unterschied beim Qualitätssignal kann man aber mit Übung gut einschätzen. Ich war zwischendurch auch mal neugierigerweise am Samsung-TV und habe verifiziert, was sich da tut . Wie immer, mehrmals die Inbus und die Riesen Flügelschrauben der Kathrein-SATAN gelöst, um das Maximum zu ermitteln(Hauptkeule), anschließendes Wackeln am Mastrohr inklusive("Sturmsimulation").

Nun nochmal was verändert wurde:

-LCD115 vs LCD90

-CAS90 vs CAS075


Was nun nur noch zählt, sind die Werte am Samsung UE55H7090:

Alle Sender = BFR 0 !!! - zusammen mit dem Austausch des etwas porösen LCD90, die "Hauptgewinne" des Tages.

TP 10773Mhz (N24 HD etc) : SS 90% SQ 100%
TP 11494Mhz (Das Erste HD etc): SS 93% SQ 100%
TP 11361Mhz (ZDF HDetc): SS 92% SQ 100%
TP 10832Mhz (RTLHD etc): SS 89% SQ 100%
TP 11464Mhz (SAT1 HD etc): SS 88% SQ 100%

"Schräglage" passt.....


Alles gut

Nachtrag : DBox 1 fliegt hier auch noch rum, ....das waren noch Zeiten., später dann mit den gepatchten Humax und Hyundai-Receivern :-) .


[Beitrag von Jugger111 am 24. Apr 2015, 22:51 bearbeitet]
Jugger111
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 25. Apr 2015, 10:51
Hier nochmal kurz Pegel-Werte (gemessen direkt am Jultec-Eco-Multischalter ):




Nachtrag:

Pegel-Werte (gemessen direkt am LNB UAS484 an CAS90):



[Beitrag von Jugger111 am 25. Apr 2015, 11:59 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#24 erstellt: 25. Apr 2015, 12:58

Jugger111 (Beitrag #23) schrieb:
Nachtrag:

Pegel-Werte (gemessen direkt am LNB UAS484 an CAS90):

84 db(µV) an einer großen CAS 90 sind für einen 1N-Transponder realistisch; ein S/N von 28 db ist Phantasie.


Hier nochmal kurz Pegel-Werte (gemessen direkt am Jultec-Eco-Multischalter ):

Fand ich znächst seltsam: Zu einem Jultec passt der höhere Pegelwert als direkt am LNB nicht, aber der DUR-line MSRP 508A ist mit 1..5 db Verstärkung anders ausgelegt.
Jugger111
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 25. Apr 2015, 14:29

raceroad (Beitrag #24) schrieb:

ein S/N von 28 db ist Phantasie.

Eben drum - deswegen waren mir von Anfang an die Pegelwerte des Schätzeisens egal. Die Prozentanzeige vom Messgerät, aber noch mehr die Signalanzeige, am eigenbrödlerischen Samsung-Receiver, um den es ja geht, zählte für mich von Anfang an.
Dipol
Inventar
#26 erstellt: 25. Apr 2015, 23:31

Jugger111 (Beitrag #1) schrieb:
Die letzte Schelle (letzter Einspannpunkt) sitzt bei 1m ab Rohrende - die CAS 90 wird bei 2,70m ab Rohrende befestigt(Oberkante Schelle CAS90). Also 1,70m ab letztem Mastschellen-Einspannpunkt.

Eine Höhe von 1,70 m über dem oberen Befestigungspunkt ist - sofern man damit nicht unbedingt einer Verschattung ausweichen muss - für eine Sat.-Antenne purer Unfug. Warum nicht tiefer?

Bei den KATHREIN-Herstellerangaben der max. zulässigen Biegemomente von 2350 (1517) Nm für Montagehöhe bis 20 m und 2300 (1467) Nm für > 20 Höhe, hat sich mit jeweils 833 Nm Differenz für das Masteigenmoment ein Fehler eingeschlichen.

Für 60 mm Durchmesser und 1/6 Einspannlänge von 3 m = 2,50 freie Länge errechnet sich nach IEC 60728-11 bei 800 Pascal nur ein Masteigenmoment von 180 Nm, siehe ASTRO-Katalog Seite 81.

In der ASTRO-Tabelle stecken an anderer Stelle zwei Fehler drin, die trotz mehrfacher Hinweise seit Jahren von Katalog zu Katalog verschleppt werden. Fehlermeldung an den KATHREIN-Bereichsleiter geht per E-Mail raus, da erfolgt die Berichtigung hoffentlich schneller.


[Beitrag von Dipol am 25. Apr 2015, 23:35 bearbeitet]
Jugger111
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 26. Apr 2015, 09:14

Dipol (Beitrag #26) schrieb:

Eine Höhe von 1,70 m über dem oberen Befestigungspunkt ist - sofern man damit nicht unbedingt einer Verschattung ausweichen muss - für eine Sat.-Antenne purer Unfug. Warum nicht tiefer?
Wir sind hier schon weiter . Letzendlich sind es knausenderweise 1,50-1,55m geworden, über dem oberen Befestigungspunkt.Alles ist gut so wie es ist ! Wenn du aufmerksam gelesen hättest, würdest du feststellen, dass es kein Unfug ist. Im Gegenteil- die von mir gewählte robuste Befestigungs und Einspannmethode mit dem schweren robusten Material ist vielen TV-Technikern fremd.
Werde es aber nochmal ausführlicher schildern, dann wirst auch du sehen, dass es kein "Unfug" ist!. Die Schüssel musste auf das "Norddach" umziehen, weil das ganze "Süddach" mit einer PV-Anlage zugepflastert ist. Wenn der Mast noch mehr zum First gewandert wäre(weniger Mastrohr ab Dachaustritt), dann gäbe es eine Verschattung auf der PV-Anlage. Diese Umbauten wurden in der Vergangenheit bei PV-Anlagen-Kunden sehr oft durchgeführt, falls an der Südfassade kein Platz mehr war, respektive wegen optischen Gründen diese Möglichkeit nicht gewählt wurde. Dort handelte es sich aber meist um windlastunempfindliche einfach zu handelnde 60cm Fingerhüte.


Wollte mit meiner ursprünglichen Frage in erster Linie die Praktiker ansprechen, die ähnliche Norddach-Umbauten mit größeren Schüsseln und einfachen Mastmontagen vollzogen haben. In meinen früheren Amateurfunk-Zeiten(dem für mich langweilig gewordenen Hobby gehe ich schon lange nicht mehr nach), hätte ich mit Aufdach-Gittermast&co sicherlich alles handeln können.


Dipol (Beitrag #26) schrieb:

In der ASTRO-Tabelle stecken an anderer Stelle zwei Fehler drin, die trotz mehrfacher Hinweise seit Jahren von Katalog zu Katalog verschleppt werden.
Roger that....
Kannte diese "Verschleppung in den Katalogen" noch aus meinen BK-Montagezeiten, von daher war ich mir vom Sinn meiner Praxisanfrage, trotz "Kathreinkatalogwerte" durchaus bewusst.



Praxis bringt immer mehr als 1000 Zahlen in "Heftchen", die mitunter auch falsch übernommen wurden(siehe Werte in Kathrein/Astro-Katalogen):
P.S. Mein durchaus wüster "Aufdach Rüttel und Wackeltest"(Sturmsimulation), vorgestern beim Neuaufbau der CAS90 am Mast samt Überprüfung mit Messgerät, bestätigte die Positions-Stabilität, ansonsten hätte ich wieder die CAS075 montiert. Von daher kann ich ganz entspannt für Nachahmer, die ähnliche ungünstige Dachsituationen vorfinden, meine Variante mit dem 60mm ZAS04-Mast und CAS90 praxisnah empfehlen.
Abreißen würde die Anlage auch nicht mit einem stabilen 42er Mastrohr - das war mir von Anfang an klar.

P.S 2: Die CAS90 war bis vor der PV-Installation natürlich auf dem Süddach befestigt(Multifeed Hotbird/Astra) - und das natürlich so tief wie möglich ab Ziegelaustritt.


[Beitrag von Jugger111 am 26. Apr 2015, 11:02 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#28 erstellt: 28. Apr 2015, 00:19

Jugger111 (Beitrag #27) schrieb:
Abreißen würde die Anlage auch nicht mit einem stabilen 42er Mastrohr - das war mir von Anfang an klar.


Bei einer CAS 90, die mit der Reflektormitte 1,5 m über dem oberen Befestigungspunkt steht, erledigt das der erste Sturm.

Es gibt keinen handelsüblichen Antennenmast mit 42 mm Durchmesser und 2 mm Wandstärke der für eine Windlast von (730 N * 1,5 m) + 32 Nm für das Masteigenmoment = 1.127 Nm ausgelegt ist.


[Beitrag von Dipol am 28. Apr 2015, 00:20 bearbeitet]
Jugger111
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 28. Apr 2015, 02:29

Dipol (Beitrag #28) schrieb:

Bei einer CAS 90, die mit der Reflektormitte 1,5 m über dem oberen Befestigungspunkt steht, erledigt das der erste Sturm.

Es gibt keinen handelsüblichen Antennenmast mit 42 mm Durchmesser und 2 mm Wandstärke der für eine Windlast von (730 N * 1,5 m) + 32 Nm für das Masteigenmoment = 1.127 Nm ausgelegt ist.
Ok, handelsüblich beziehst du auf den "TV-Katalogbereich". Das wäre korrekt.
Stabil bezog sich aber auf "dickwandige sozusagen verz. Wasserrohrgüte", respektive Materialgüte die im Amateurfunkbereich Usus ist(...4...5mm WS) -, natürlich nicht auf 2mm Strohhalm-Wandstärke. .
Solch ein dickwandiger,schwerer 48/42mm Schiebe-Teleskopmast erschreckt so leicht nix - selbst jahrelang mit div. windlastträchtigen Kreuzyagi-Antennen in Gebrauch gehabt.


[Beitrag von Jugger111 am 28. Apr 2015, 10:51 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#30 erstellt: 28. Apr 2015, 11:26

Jugger111 (Beitrag #29) schrieb:

Stabil bezog sich aber auf "dickwandige sozusagen verz. Wasserrohrgüte", respektive Materialgüte die im Amateurfunkbereich Usus ist(...4...5mm WS) -, natürlich nicht auf 2mm Strohhalm-Wandstärke.

Niemand erwartet von einem ehemaligen OM, dass er die Normen kennt.

DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06 schrieb:

12.4 Mastkonstruktion

Für Standrohre verwendeter Stahl muss eine gewährleistete Streckgrenze haben, und die maximale Werkstoffbeanspruchung darf 90 % der Streckgrenze nicht überschreiten (0,9 B0,2), so dass der Mast bei Überlastung nicht abbricht, sondern sich nur verbiegt.

Kein Wasserrohr erfüllt diese Bedingung, weshalb die in alten nationalen VDE 0855 Teil 1 explizit verboten waren.

Siehe auch Artikel von Detlev Schmegel, DH0HUP, in der Funkamateur 9-08 oder hier. Der enthält zwar diverse veraltete Normbezüge ist aber unverändert informativ.


[Beitrag von Dipol am 28. Apr 2015, 11:27 bearbeitet]
Jugger111
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 29. Apr 2015, 11:28

Dipol (Beitrag #30) schrieb:

Kein Wasserrohr erfüllt diese Bedingung
Hatte erwartet, dass langjährige Mitglieder eines Forums " " verstehen.
Ich schrieb "dickwandige sozusagen verz. Wasserrohrgüte"- eigentlich nur, um bildlich einen Vergleich des Afu-Mastrohr-Standards zur TV-Zbh-Industrie aufzuzeigen, im Bezug auf die üblichen dort verwendeten mickrigen Wandstärken(meist 2mm)
Ansonsten vielen Dank für die links .


raceroad (Beitrag #5) schrieb:
  • Hänge ich einen 10 db Inline-Verstärker dazwischen und komme so (nachgemessen) an der Empfängeranschlussleitung auf 84,5 db(µV), quittiert das der Samsung, obwohl der Pegel deutlich über der Normobergrenze von 77 db(µV) liegt, locker mit S 99 / Q 100 und liefert nach wie vor ein einwandfreies Bild.

  • So sieht es mit meinem Samsung UE55H7090 ebenso aus. S 99-100 / Q 100 z.B. bei Phoenix HD, 85db(µV), einwandfreies Bild mit meiner jetzigen überdimensionierten Astra-Anlage. Dieses Verhalten kommt mir nun zu Gute , für die weiter entfernten Receiver-Anschlüsse im Haus, die nun satter versorgt werden.


    Nachtrag:
    Schade, gerade gesehen, dass man erst 180 Tage Forenmitglied sein muss, um im Foren-Verkaufsbereich aktiv sein zu dürfen.
    Dabei hätte ich einiges anzubieten, z.B.
    1 Stück Technisat Gigaswitch 11/8G ...div. Kathrein Artikel, u.a. CAS075,LNB.


    [Beitrag von Jugger111 am 29. Apr 2015, 18:28 bearbeitet]
    Dipol
    Inventar
    #32 erstellt: 29. Apr 2015, 21:52

    Jugger111 (Beitrag #31) schrieb:
    Ich schrieb "dickwandige sozusagen verz. Wasserrohrgüte"- eigentlich nur, um bildlich einen Vergleich des Afu-Mastrohr-Standards zur TV-Zbh-Industrie aufzuzeigen, im Bezug auf die üblichen dort verwendeten mickrigen Wandstärken(meist 2mm)

    Deutlich mickriger als übliche 2 mm Wandstärke sind 42 mm Mastdurchmesser für eine CAS 90.

    Da ich als Veteran der Antennen- und Fernsehtechnik noch wissbegierig bin, erbitte ich einen Link wo man so ein 42er-Rohr mit normkompatibler Streckgrenze und ausreichendem Biegemoment beziehen kann.
    Jugger111
    Ist häufiger hier
    #33 erstellt: 30. Apr 2015, 08:38

    Dipol (Beitrag #32) schrieb:

    Da ich als Veteran der Antennen- und Fernsehtechnik noch wissbegierig bin, erbitte ich einen Link wo man so ein 42er-Rohr mit normkompatibler Streckgrenze und ausreichendem Biegemoment beziehen kann.
    Hatte seinerzeit meinen verz. Schiebemast (48/42mm - 4/5mm Wandstärke) bei KONNI-Antennentechnik, auf der Messe in Friedrichshafen geordert. Jedes Jahr zur HAM-Radio nach Friedrichshafen - das waren noch Zeiten. Mittlerweile ist bei KONNI aber nichts mehr vom ursprünglichen HAM-Spirit(Sortiment..) zu sehen.
    Da kriegste nun auch Mastrohre mit mickrigen 2mm WS . Bei 60mm Mastrohren, hat der neue Besitzer jedenfalls 3,5mm aufzuweisen, vs den üblichen 3mm WS(mein ZAS04 z.B.).
    Der Afu-Markt hat eh gelitten, wegen wachsenden Internetaktivitäten der Jugend und dem daraus resultierenden Nachwuchsmangel.
    Dipol
    Inventar
    #34 erstellt: 30. Apr 2015, 13:09
    Nachdem du an meiner Frage vorbei fabulierst, bringe ich den STR 40 mit 5 mm Wandstärke ins Spiel.

    An den kann man die CAS 90 jedenfalls nicht befestigen, er ist mit € 82,50 teuerer als ZAS 04 und wo die max. zulässigen Biegemomente liegen darf jeder der meint dass solche Dünnmasten sinnvoll sind mit Detlev Schmegels Tool ausrechnen.
    raceroad
    Inventar
    #35 erstellt: 30. Apr 2015, 14:15

    Jugger111 (Beitrag #33) schrieb:
    Hatte seinerzeit meinen verz. Schiebemast (48/42mm - 4/5mm Wandstärke) bei KONNI-Antennentechnik, auf der Messe in Friedrichshafen geordert.

    Ich kenne es nur so, dass sich die Angaben auf den Rohraußendurchmesser beziehen. Bei 4 mm Wandstärke hätte das 48er Außenrohr des Schiebenmastes einen Innendurchmesser von 40 mm. Wie passt da das 42er Innenrohr hinein?

    Mir erschließt sich der Sinn von dickwandigen Rohren nicht. Aus einem andere Bereich: Fahrradrahmen aus Aluminium sahen früher auf den ersten Blick nicht anders als Stahlrahmen aus, auch wenn mehr Materialvolumen im Rahmen steckte. Dann haben sich ein paar schlaue Leute wohl gedacht: Ist doch Unsinn, niemand würde auf die Idee kommen, einen Rahmen aus Volldraht zu bauen. Ergo wurden die Wandstärken deutlich reduziert, dafür aber die Rohrdurchmesser merklich angehoben. Und schon war der "Cola-Dosen-Rahmen" geboren. Auch wenn ein Fahrradrahmen sonst nur wenig mit einem Antennenmast zu tun hat, gilt auch für ein Mastrohr, dass man mit dem größeren Durchmesser bei gleichbleibendem Materialeinsatz die größere Stabilität erreicht.
    Jugger111
    Ist häufiger hier
    #36 erstellt: 30. Apr 2015, 21:39

    Dipol (Beitrag #34) schrieb:
    Nachdem du an meiner Frage vorbei fabulierst
    Wie bitte? Wenn du den OM von KONNI-Antennentechnik und seine damaligen robusten Produkte und Materialien nicht kennst - dafür können wir hier leider nichts.
    Nun dann - aber für dieses, mit Verlaub voreingenommenes Verhalten was du nun mehr ans Tageslicht bringst, habe ich kein Verständnis mehr. Die Diskussion bringt nix mehr, weil du ja anscheinend eh alles besser weißt. Schönen Abend noch, beim wissbegierigen korrigieren von Forenmitgliedern.
    *EOD*


    raceroad (Beitrag #35) schrieb:
    gilt auch für ein Mastrohr, dass man mit dem größeren Durchmesser bei gleichbleibendem Materialeinsatz die größere Stabilität erreicht.

    Da gebe ich dir vollkommen Recht.
    Aber im von mir genannten Fall handelt es sich um Materialmehraufwand - und frag mich bitte nicht nach der genauen Legierung meines Konni-Mastes. Jedenfalls ist jener seinerzeit von stets skeptischen, "Dauernörgel-Funkamateuren" zu Recht in den Himmel gelobt worden. Bei diesen dickwandigen Masten waren aufgestockte Antennenverbunde am Rotor Trumpf, der sich("..unabgespannt...Aufdach...") auf dem schlanken Schiebemast befand... und dann halt bei gleichzeitigem stabilen Verhalten des ganzen Systemes. Darum ging es mir damals beim Kauf auch, da ich hier keinen Platz für Aufdach-Abspannungen hatte, respektive ein wüster Gittermast auf`m Dach nicht in Frage kam.
    Der Mast hat jahrelang, mit aufgestockten Antennen, wüste Stürme erlebt - und nix ging kaputt....
    KONNI hatte damals auch spezielle Alulegierungen und Konstruktionen bei den Gittermasten..... war bekannt dafür...

    Es geht schlichtweg, wie du schon ebenso erwähntest ("...gleichbleibendem Materialeinsatz...") nur um den Kosten-Nutzen-Faktor - um nix anderes. Bei den handelsüblichen TV-Mastrohren, mit meist geringeren Aufbauhöhen, kommt es halt auf den Kosten-Nutzfaktor und Wettbewerbsvorteile beim Kunden an, währenddessen im Amateurfunkbereich auch schweineteure Konstruktionen in Kauf genommen wurden/werden.


    .......
    Um wieder auf das eigentliche Thema meines Neuaufbaus mit CAS90 zurückzukommen -
    heute gab es den ersten sehr heftigen Regenschauer. Alles kein Problem, durchgehendes Topbild auf allen Sendern ohne Fehler, ein paar wenige "Signal-Anzeigepunkte" am Samsung weniger, das war`s.


    [Beitrag von Jugger111 am 30. Apr 2015, 22:59 bearbeitet]
    Dipol
    Inventar
    #37 erstellt: 03. Mai 2015, 12:34

    Jugger111 (Beitrag #36) schrieb:

    Dipol (Beitrag #34) schrieb:
    Nachdem du an meiner Frage vorbei fabulierst
    Wie bitte? Wenn du den OM von KONNI-Antennentechnik und seine damaligen robusten Produkte und Materialien nicht kennst - dafür können wir hier leider nichts.

    Wir = Pluralis Majestatis?

    Ich wirke übrigens als Antennenprofi schon etwas länger als du im Hi-Fi-Forum mit und KONNI-Antennen ist mir längstens bekannt. Die bieten auch heute noch Masten bis zu 2 m Länge und bis zu 3,5 mm Wandstärke an. Aber wo man die laut dir angeblich besseren 3 m langen 42 mm-Dickwandmasten heute beziehen kann, weiß ich noch immer nicht.
    Von UKW-Berichte kam auf meine E-Mail-Anfrage nach den Mastdaten (Max. Biegemoment und Streckgrenze) bislang auch keine Antwort.

    Eine Nachrechnung der KATHREIN-Angaben hat Erstaunliches ergeben. Die Bescheibung bezieht sich auf eine Mindesteinspannlänge von 1/6 gemäß DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1). Der Tabelle liegen aber mehr oder weniger abweichende Einspannlängen zugrunde.

    Bei ZAS 04 wurde mit einem krassen Angstzuschlag von 35 cm mit 85 cm statt 50 cm Einspannlänge gerechnet, bei ZAS 03, ZAS 05 und ZAS 06 ergibt die Nachrechnung, dass die Mindesteinspannlängen um 5, 6 bzw. 2 cm unterschritten wurden.


    EDIT: Gerade bei UKW-Berichte angerufen. Man will die Daten von Biegemoment und Steckgrenze beim Großhändler erfragen und dann mitteilen.


    [Beitrag von Dipol am 04. Mai 2015, 10:51 bearbeitet]
    Dipol
    Inventar
    #38 erstellt: 07. Mai 2015, 15:42
    Konni-Antennen hat fix reagiert und 3 Datenblätter von Herstellern aus Macedonien, Türkei und Indien geschickt.

    Aus indischer Fertigung hat Konni-Antennen einen Dünnmasten mit 33,7 mm Durchmesser mit 2,9 und 3,2 mm Wandstärke bei min. 195 N/mm² [MPA] im Programm. Der mazedonische Mast mit 42,4 x 2,00 mm hat min. 330 N/mm² [MPA].

    Wer will kann mit dem Tool von OM Detlev Schmegel Vergleiche zu handelsüblichen 48 mm Antennenmasten mit 2 mm Wandstärke anstellen und selbst beurteilen wie sinnvoll Dünnmasten sind.
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