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Classé CAP2100 / Accuphase E308 / T&A V10 - Hörbericht

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Autor
Beitrag
Guenniguenzbert
Inventar
#1 erstellt: 16. Dez 2007, 10:39
Hallo

Da ich in letzter Zeit (vor allem durch Umbaumaßnahmen wegen
neuem Plasma) akustisch mit meiner Mehrkanallösung unzufrieden
wurde, wollte ich mal hören, was Verstärker der High-End-Klasse
klanglich so drauf haben.

Mein derzeitiges Setup:
B&W 803S/805S/HTM3S und ASW825 angesteuert durch
Denon AVR 2805 -> Pre Out -> Behringer DEQ2496 (Raumentzerrung)
-> Rotel RMB 1075


1. Beim Händler:

Ich war kürzlich in München, um mich selbst von den klanglichen
Eigenschaften hochpreisiger, als High-End angepriesener Verstärker
der Luxusklasse zu überzeugen.
Ich hörte
- Accuphase E308
- T&A V10 (Röhre)
- Classé CAP2100
an B&W 803S

Um es kurz zu machen:
Der Accuphase hat basstechnisch alles im Griff.
Nein, zu milde ausgedrückt:
Wenn es ein Gerät gibt, das den Bass meiner eher elektronischen
Musik im Griff hat, dann der Accu.
Ein Trommelschlag war ein Trommelschlag ohne Nachbrummen,
ohne lange nachzuhallen. Also *klick* Trommel da und *klack*
Trommel wech. So was von exakt. Und staubtrocken.

Die T&A hat untenherum alles verschwammt, die Classé hat in
diesem Hörraum im Bass ziemlich aufgedickt.
Das hat sich vor allem darin geäußert, dass eine im Raum befindliche
Stehlampe vernehmlich mit dem Bass mitgeklirrt hat. Beim Spiel
des Classé musste man die Lampe mit der Hand festhalten und
beruhigen, was beim Accuphase mit keiner von mir gehörten
Lautstärke passiert ist.


Der Händler meinte zwar, dass sich dieser Eindruck in meinen
eigenen vier Wänden umdrehen kann, weil ja Classé mit B&W und
schlagmichtot.
Fakt ist: nie (auch nicht mit einer 20.000€ Burmester-Endstufe,
zugegeben bei einem anderen Händler)
hat mich der Bass mehr beeindruckt als beim E308.


2. In den eigenen vier Wänden:

Von den ursprünglich drei Kandidaten musste der T&A, trotz
wirklich gelungener Optik (sieht doch lecker aus, das Teil)
ausscheiden. Bassmässig nicht das, was ich mir vorstellte.

Blieben also noch der Classe CAP2100 sowie der Accuphase E308
als Kandidaten für eine Hörsession in der eigenen Wohnung übrig.

Der Testaufbau:


Im Detail:


Eins vorneweg:
Der Classé ist designmäßig genau das, was ich mir vorstelle.
Highlights:
- Touchscreen mit Farbeinstellung (4 Farben)
- individuelles Benennen der Eingänge
- Zuweisung eines beliebigen Eingangs als "ext.Pre" für die
Einbindung ins Surround-System
- Vollsymmetrischer Schaltungsaufbau
- Stabile Klemmen, die sowohl für Gabelkabelschuhe als auch
für Litzen oder Bananas zu verwenden sind

Dazu kommt, dass ich vorhabe mir irgendwann den neuen T&A Music-Player
zu kaufen (ein tolles Gerät), welches in Sachen Design eher
zum Classé als zum Accu passen würde.


Der Accuphase sieht eher klassisch aus, mit seinem champagnerfarbenen
Gehäuse.
Highlights:
- tolle Haptik
- VU-Meter
- Taste für "ext.Pre" für die Einbindung ins Surround-System
(leider nicht fernbedienbar)
- Symmetrische Eingänge
- Klangregelung (abschaltbar)


Nun zum Hörerlebnis:


Gehört wurde ausschließlich meine Lieblingsmusik (elektronisch, teilweise mit Gesang).
CD-Auswahl:
- Balance 07 - Chris Fortier
- Balance 10 - Jimmy van M
- Balance 11 - Lee Burridge
- Underworld - Oblivion with Bells
- Trentemoller - The last ressort

Als erstes kam der Accuphase zum Zuge.

...und hierbei schon das erste "aha"-Erlebnis:
Bässe knochentrocken, die Anschläge kurz, kaum Nachhall
im Bassbereich. Die Höhen brillant, und damit meine ich,
dass obenherum alles richtig geklingelt hat.
Eine Detailtiefe, wie ich es selten vorher hören durfte.

Dann der Classé:
Keine Spur mehr von aufgedicktem Bass. Erstaunlich, wie sich
das vom Händler-Hörraum unterscheidet.
Allerdings kamen Bassschläge nicht mehr so trocken und kurz
wie beim Accuphase. Untenrum war alles in bisschen schwammiger.
Nicht, dass etwas gefehlt hätte: Jedes Bass-Detail war vernehmbar.

Aber wenn ich es mal so ausdrücken darf:
Man stelle sich einen Volleyball vor, der auf den Boden aufprallt.
Ein Accuphase-Ball war voll aufgepumpt, beim Ball von Classé
fehlte ein wenig Luft.

Die Höhen eher gedämpft, von der vorherigen Brillanz war nichts
mehr zu vernehmen.


Shoot-Out:

Was am Accuphase auffällt:
- Brillanz
- trockene Bässe
- deckt die Feinheiten der Aufnahme schonungslos auf

Was am Classé auffällt:
- eher undifferenzierte Bässe
- Brillanz fehlt ein wenig
- Alles in Allem ausgewogenes, gut durchhörbares Klangbild.


Vorläufiges Ergebnis:

Hört man mit dem Accuphase, so ist jedes noch so kleine Detail
der Aufnahme hörbar. Der Hochtonbereich ist dermaßen brillant,
dass es bei längeren Hörsessions schon fast anstrengend werden kann.

Der Classé macht alles ein wenig weicher, durchhörbarer, sanfter.
Ihm zuzuhören kann auch nach Stunden niemals anstrengend sein.

Eine wirklich schwierige Entscheidung.
Derzeit ist es so, dass ich eigentlich lieber über den Accu
höre, allerdings mit etwas reduzierten Höhen.
Anzumerken ist, dass der Accuphase nagelneu ist (ich durfte auspacken )
und somit noch nicht richtig eingespielt. Ob sich da wohl
noch was ändert?

Ich werde berichten, wie ich mich letztendlich entschieden habe.

Danke fürs "zuhören",

Gruß
Günni
tcfighter
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Dez 2007, 11:49
Das Einspielen dauert bestimmt ein paar Monate, das wird dann alles entspannter, vor allem im Hochtonbereich. Passende Strippen brauchst Du für den Accuphase natürlich auch. Was hast Du denn derzeit dran?
ochse
Stammgast
#3 erstellt: 16. Dez 2007, 11:55
Hallo Günni,

sehr interessanter Bericht! Mich würde auch das Einspielresultat interessieren, denn der E308 ist verwand mit meinem gliebten E307, an dem ich ähnliche Eigenschaften schätze, wie Du beim E308. Allerdings benutze ich ihn derzeit "nur" als VV an meinen aktivierten N804en (ohne S).
Den Classe hatte ich auch schonmal erwogen , speziell wegen seines (gegenüber dem Accu) höheren Bedienungskomforts. Aber vernünftigerweise habe ich Umstiegspläne wegen der z.Zt. erreichten akustischen Qualitätsstufe zurückgestellt.

Bitte berichte weiter!
Gruss,
Winfried
Wotanstahl
Inventar
#4 erstellt: 16. Dez 2007, 12:16
Morgen Guenniguenzbert,

versuch doch auch mal den MARK LEVINSON No.383:



Der müsste als gebrauchtes SUN-Audio Gerät auch in Dein Preis bzw. Beuteschema passen.

Das gibt es keine Klangbeschreibung zu diesem Amp, er spielt halt das was auf der Quelle ist,
ohne einen eigenen Sound dazuzufügen oder was zu verbreien oder sonst was.

Ich bin sehr zufrieden und werde mir demnächt noch eine Wandler und Laufwerk Kombi dieser Marke zulegen.

Gruss Wotan
Guenniguenzbert
Inventar
#5 erstellt: 16. Dez 2007, 12:42

tcfighter schrieb:
Das Einspielen dauert bestimmt ein paar Monate, das wird dann alles entspannter, vor allem im Hochtonbereich. Passende Strippen brauchst Du für den Accuphase natürlich auch. Was hast Du denn derzeit dran?


Hi,
da ich als Naturwissenschaftler nicht an Kabelklang glaube,
kann ich Dir nur sagen, dass die Cinch-Strippen alle von
ordentlicher Qualität sind. Keine Beipackstrippen.
Cinch-XLR- sowie Öhlbach Cinch-Cinch-Leitung sind im Einsatz.

Hab auch doppelt verkabelt, einmal
CD -> Behringer A/D-Wandlung)-> XLR-Cinch -> Accuphase (Line)
und
CD -> optisch -> Denon AVR -> pre Out -> Accuphase (ext. Pre)
und die Lautstärken abgeglichen.
Beim Umschalten konnte ich nur mit sehr viel Mühe und auch
Wohlwollen einen klitzekleinen Unterschied erkennen.

Der Vorverstärker hat wohl doch keinen so großen Einfluss
auf den Klang, wobei ich noch keinen High-endigen VV an meiner
Kette gehört hab (außer einem damals sehr exclusiven Onkyo Integra).


Danke für die Info bezüglich Einspielzeit. Sowas in der Art
habe ich mir schon gedacht, wobei ich mich nur wieder frage,
was denn eingespielt wird? Die Elektronik oder das eigene Gehör...



@Wotanstahl:
Auch wenn ich es mir leisten könnte, der Accu bzw. Classé
wird teilweise finanziert. Und ob das bei einem gebrauchen Mark Levinson
auch möglich wäre?


Danke für eure Beiträge,

Gruß
Günni
tcfighter
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Dez 2007, 18:43

Guenniguenzbert schrieb:

tcfighter schrieb:
Das Einspielen dauert bestimmt ein paar Monate, das wird dann alles entspannter, vor allem im Hochtonbereich. Passende Strippen brauchst Du für den Accuphase natürlich auch. Was hast Du denn derzeit dran?


Hi,
da ich als Naturwissenschaftler nicht an Kabelklang glaube,
kann ich Dir nur sagen, dass die Cinch-Strippen alle von
ordentlicher Qualität sind. Keine Beipackstrippen.
Cinch-XLR- sowie Öhlbach Cinch-Cinch-Leitung sind im Einsatz.

Hab auch doppelt verkabelt, einmal
CD -> Behringer A/D-Wandlung)-> XLR-Cinch -> Accuphase (Line)
und
CD -> optisch -> Denon AVR -> pre Out -> Accuphase (ext. Pre)
und die Lautstärken abgeglichen.
Beim Umschalten konnte ich nur mit sehr viel Mühe und auch
Wohlwollen einen klitzekleinen Unterschied erkennen.

Der Vorverstärker hat wohl doch keinen so großen Einfluss
auf den Klang, wobei ich noch keinen High-endigen VV an meiner
Kette gehört hab (außer einem damals sehr exclusiven Onkyo Integra).


Danke für die Info bezüglich Einspielzeit. Sowas in der Art
habe ich mir schon gedacht, wobei ich mich nur wieder frage,
was denn eingespielt wird? Die Elektronik oder das eigene Gehör...



@Wotanstahl:
Auch wenn ich es mir leisten könnte, der Accu bzw. Classé
wird teilweise finanziert. Und ob das bei einem gebrauchen Mark Levinson
auch möglich wäre?


Danke für eure Beiträge,

Gruß
Günni

Du sollst nicht glauben, sondern versuchen und Hörtests durchführen. Deine Haltung ist häufig bei naturwissenschaftlich gebildeten Leuten, ein Freund von mir ist Elektroingenieur, seit Jahren verweigert er sich einem Hörtest beharrlich- alles Einbildung, so seine Meinung. Machst Du den Test mit Musikern, hören die aber sofort deutliche Unterschiede zwischen Kabeln oder anderem "Voodoo- Zubehör". Vorsicht vor dubiosen Geschäftemachern ist sicherlich angebracht, aber man muß sich auch seine kindliche Neugier bewahren. Open minded nennt man wohlheute im Neudeutschem sowas...
ochse
Stammgast
#7 erstellt: 16. Dez 2007, 19:50

tcfighter schrieb:

Du sollst nicht glauben, sondern versuchen und Hörtests durchführen. Deine Haltung ist häufig bei naturwissenschaftlich gebildeten Leuten, ein Freund von mir ist Elektroingenieur, seit Jahren verweigert er sich einem Hörtest beharrlich- alles Einbildung, so seine Meinung. Machst Du den Test mit Musikern, hören die aber sofort deutliche Unterschiede zwischen Kabeln oder anderem "Voodoo- Zubehör". Vorsicht vor dubiosen Geschäftemachern ist sicherlich angebracht, aber man muß sich auch seine kindliche Neugier bewahren. Open minded nennt man wohlheute im Neudeutschem sowas...


Mit dieser Pauschalisierung de "Naturwissenschaftler" bin ich (höflich ausgedrückt) überhaupt nicht einverstanden!

Ich bin selbst Elektronik Ing., aber gerade deswegen neugierig und Tests (speziell blind oder doppel-blind ) stehe ich sehr offen gegenüber!

Allerdings habe ich (und andere, die mittesteten, u.a. auch Musiker) wohl eher Holzohren, denn bei vielen Tests (z.B. Kabel, DA Wandler, ...) waren bisher die klanglichen Ergebnisse so tief im subtilen, dass keine Kaufentscheidungen fielen.

Substantielle Veränderungen, wie z.B. Aktivierung meiner passiven Lautsprecher, ergaben da schon deutlich klare und problemlos nachvollziehbare Ergebnisse; zugegeben, bei signifikantem Aufwand...

Gruss,
Winfried


[Beitrag von ochse am 16. Dez 2007, 19:51 bearbeitet]
Guenniguenzbert
Inventar
#8 erstellt: 16. Dez 2007, 20:42
Hi,

bitte lasst dies hier nicht schon wieder in einen Kabelthread
ausarten.
Hier gehts um die Unterschiede von Vollverstärkern, die im
Gegensatz zu irgendwelchen subtilen Unterschieden in Leitungskapazitäten
durchaus signifikant wahrnehmbar sind.

Gruß
Günni
Haeshahn
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 16. Dez 2007, 21:39
308Hallo zusammen
War auch auf langer Suche nach einem passenden Vollverstärker für meine B&W 803 S.Bei Jazz und Klassik hat mir der Classe´cap 2100 gegenüber dem 308 in allen für mich wichtigen Kriterien(Auflösung,Präzision,Räumlichkeit)überzeugt.Er klingt auch nach stundenlangem hören nicht nervig oder lästig.Was mich am Classe´stört ist ein leises Trafobrummen.Hörbar bis ca.1m vom Verstärker.Ob das normal ist?.Werde mal nach Wehnachten meinen Händler kontaktieren.
Grüße an alle.
ginawild
Stammgast
#10 erstellt: 17. Dez 2007, 17:19
Ich habe Vorstufen und Endstufen Kombi von Classe(SSP 300 und CA5100).


Ich habe keinerlei Trafo Brummen an Endstufe sowie Vorstufe.Aber je nach Haus ist da ja wohl möglich und ich denke das das normal ist.


Würde dir für deinen Test auch einen vernünftigen CD Player empfehlen das macht auch noch sehr viel aus,habe jetzt nicht geachtet was da bei dir war,auch die Kabel haben sein übriges damals getan,als ich vom Kimber auf was höher Wertiges umgestiegen bin.

Hatte mal den CDP 100 und jetzt den 102 und vom Charakter,tut sich da schon was auf.Wobei mir bei vielen der 102 besser gefällt,weil er ehrlicher ist und bisher gut passt,allerding verschönigt er nix und das macht bei schlechter Aufnahme alles nicht besser.

Klanglich sage ich mal nix,aber es spielt alles super an meiner 803S
Guenniguenzbert
Inventar
#11 erstellt: 18. Dez 2007, 19:05
Hi,

so, die Welt hat einen neuen Accuphase-Besitzer

Der knackige Bass und die Tatsache, dass wirklich nichts von
der Aufnahme geschönt wird (dies aber durch Reduzieren der
Hochtonanteile in Grenzen herbeizuführen ist) gaben den Ausschlag.

Schade, dass der Accu nicht den Normmaßen von ~43cm Breite entspricht.
Jetzt kann ich mein Lowboard neu planen...

Ein Problem habe ich jetzt bei der Einbindung (ext.Pre) in
mein Heimkino-System dennoch entdeckt: Brummen.
Über die Stereo-Kette ist alles normal.

Ein Abziehen des Antennenkabels bringt wesentliche Besserung,
werde wohl einen Mantelstromfilter kaufen.
Aber ein kleiner Restbrumm bleibt dennoch bestehen.

Werd mich dann mal auf die systematische Suche nach dem Übeltäter
begeben... bis dann

Gruß
Günni

P.S:
Ich habe vor, nach dem irgendwann bevorstehenden Kauf des
T+A Music-Player auch ausgiebig Cinch-Kabel zu testen.
Kann man im Gegensatz zu LS-Kabeln ja direkt umschalten,
bin dann mal gespannt...
lawoftrust
Stammgast
#12 erstellt: 20. Dez 2007, 16:17
@ginawild

da ich mich momentan auch für Classé interessiere, überlege ich, ob ich zum CAP 2100 den CDP 102 oder 202 nehmen soll. Hast du beide mal vergleich oder den 102 mit den DVDP von Classé?

Grüße

lawoftrust


[Beitrag von lawoftrust am 20. Dez 2007, 16:18 bearbeitet]
ginawild
Stammgast
#13 erstellt: 20. Dez 2007, 16:48
Sorry ich habe damals nur den CDP 100 und 102 im vergleich hören können,weil ich beide zu Hause hatte.

Habe auch den CDP 202 einzeln gehört an CP 700 und CA 2200 und B&W 800 D und das war schon eine sehr nette komstallation.

Den CDP 300 habe ich auch gehört.

Allerding noch nicht den CDP 502.
komandirskie
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 25. Dez 2007, 13:09
Hallo Günni,

da wir jetzt beide stolze Besitzter eines Accuphase Teils sind noch ein paar Anmerkungen zu deinem Bericht.



Was am Accuphase auffällt:
- Brillanz
- trockene Bässe
- deckt die Feinheiten der Aufnahme schonungslos auf


Ich kann deiner Wahrnehmung nur beipflichten. Der Accuphase ist schonungslos und daher auch immer am Rande des Abgrunds. Durch die hohe Auflösung und Durchsichtigkeit kann bei einigen CDs dafür sorgen das sie künftig im Regal bleiben

Aber bei CDs die gut bis sehr gut abgemischt wurden ist er wirklich der Überflieger. Ich habe das gleiche Empfinden gehabt. Wenn ein Impuls kommt dann ist es auch ein Impuls und nicht ein undifferenziertes Gewummer. Das hat mich wirklich völlig überzeugt. Beim Schlagzeug oder einem E-Bass ist der Unterschied schon frappant!

Ich möchte noch hinzufügen das bei LPs der Effekt der Durchsichtigkeitwesentlich erst richtig gut rauskommt. Platten die einen Schleier hatten kommen nun völlig klar und differenziert rüber. Ich habe die Optionsplatine für MM/ MC eingebaut.

Wenn ich das vom Classè lese fällt mir der Mc ein, die haben dann wohl ein ähnliches Klagbild, ich habe aber leider den Classé nicht selber gehört.

Zum Thema Kabel: Ich bin auch nicht an Voodoo interessiert muss aber sagen das ich beim tauschen der LS Kabel auf meine Black & White 1202 definitiv weniger "Zischgeräusche" bei diversen Stimmen hatte. Das Kabel habe ich aber schon zu der Rotel Kombi gekauft. Ich habe am Accu keine anderen Kabel im Vergleich ausprobiert.

Das Einspielen hat bei mir ca. 4 Wochen gedauert, danach hat sich der Klang nicht mehr geändert.


Schöne Festtage und Spaß mit dem Accu!

Tom a.k.a Komandirskie
ginawild
Stammgast
#15 erstellt: 25. Dez 2007, 14:26
Ich würde Mc und Classé nicht vergleichen.In hinsicht auf Gleichheit oder Ähnlichkeit.


[Beitrag von ginawild am 25. Dez 2007, 14:27 bearbeitet]
Guenniguenzbert
Inventar
#16 erstellt: 25. Dez 2007, 17:58
Hi, Tom!


komandirskie schrieb:


Ich kann deiner Wahrnehmung nur beipflichten. Der Accuphase ist schonungslos und daher auch immer am Rande des Abgrunds. Durch die hohe Auflösung und Durchsichtigkeit kann bei einigen CDs dafür sorgen das sie künftig im Regal bleiben


Geht mir jetzt vor allem bei MP3´s so.
Hab ich in meiner Pre-Accuphase-Phase (welch Wortungetüm )
noch bei 192Kbps-Tracks gedacht, dass es unkomprimiert nicht viel
besser gehen würde, so bin ich jetzt eines Besseren belehrt worden.

Wollt mich eh mal wieder gemütlich nach neuen CDs umsehen...



komandirskie schrieb:

Aber bei CDs die gut bis sehr gut abgemischt wurden ist er wirklich der Überflieger.


Genau so isses.




Noch ne Frage zu Classé:
Woher kommts, dass von dieser Marke nur spärlich Testberichte
zu finden sind? Audio z.B. hat noch kein Gerät von Classé
getestet.

Gruß
Günni
ginawild
Stammgast
#17 erstellt: 26. Dez 2007, 14:15
Geh mal auf die HP engl und deutsch ein paar Test´s wirst du da finden.
till285
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 30. Dez 2007, 14:49

Guenniguenzbert schrieb:
Hi,

so, die Welt hat einen neuen Accuphase-Besitzer

Der knackige Bass und die Tatsache, dass wirklich nichts von
der Aufnahme geschönt wird (dies aber durch Reduzieren der
Hochtonanteile in Grenzen herbeizuführen ist) gaben den Ausschlag.

Schade, dass der Accu nicht den Normmaßen von ~43cm Breite entspricht.
Jetzt kann ich mein Lowboard neu planen...

Ein Problem habe ich jetzt bei der Einbindung (ext.Pre) in
mein Heimkino-System dennoch entdeckt: Brummen.
Über die Stereo-Kette ist alles normal.

Ein Abziehen des Antennenkabels bringt wesentliche Besserung,
werde wohl einen Mantelstromfilter kaufen.
Aber ein kleiner Restbrumm bleibt dennoch bestehen.

Werd mich dann mal auf die systematische Suche nach dem Übeltäter
begeben... bis dann

Gruß
Günni

P.S:
Ich habe vor, nach dem irgendwann bevorstehenden Kauf des
T+A Music-Player auch ausgiebig Cinch-Kabel zu testen.
Kann man im Gegensatz zu LS-Kabeln ja direkt umschalten,
bin dann mal gespannt...



darf ich fragen, wie du das Problem mit der Brummschleife gelöst hast ?-.
Guenniguenzbert
Inventar
#19 erstellt: 30. Dez 2007, 17:00

till285 schrieb:

darf ich fragen, wie du das Problem mit der Brummschleife gelöst hast ?-.



Hi,

Wie bereits früher bemerkt, war eines der Probleme der
Antennenanschluss.
Lösung hierzu: Potentialausgleich zwischen PE (Steckdose)
und Abschirmung der Antennendose.
Resultat:
Nur noch leichtes Brummen, das sich auch nicht ändert, wenn
die Antenne abgekoppelt ist.

(Die "normale" Behebung wäre hier der oft zitierte Mantelstromfilter,
meine Lösung ist die Billigheimer-Variante)

Restbrummen:
Der Übeltäter ist mein Denon AVR. Egal ob via ext.Pre oder
über Cinch-Eingänge mit aufgedrehtem Poti am Accuphase ist
ein Brummen zu vernehmen.

Abhilfe hierzu: Da der Denon ein Schutzklasse II-Gerät (also
ohne Schutzleiteranschluss) ist, habe ich den Denon kurzerhand
mittels selbstgebasteltem Schuko-Erdungsstecker und separater
Erdleitung am FM-Antennenanschluss geerdet.

Resultat: Brummen fast gänzlich verschwunden, nur wenn man
mit dem Ohr auf ca. 10cm zum Hochtöner geht, ist noch was zu
vernehmen.

Für die Einbindung in die Surround-Anlage mehr als ausreichend.

Gruß
Günni
doebe
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 18. Feb 2008, 22:44
Hi, bin gerade über deinen Bericht gestolpert.

Habe auch einen E308 und betreibe damit Canton REF6.

Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass man die teilweise "zu brillianten" Höhen durch veränderte LS-Kabel deutlich entschärfen kann. Ich kann dir ebenfalls das Monitor 1202 wärmstens empfehlen. Ich hatte vorher ein Kimber 8tc dranhängen. Die Höhen wurden noch spitzer. Das Monitor passt super. Ein guter Händler wird es Dir sicher ausleihen so gehst Du kein Risiko ein. Kaufen würde ich allerdings nicht die Orginalkonfektionierung mit den Adaptern (viel zu teuer). Es gibt wesentlich günstigere Angebote. (z.B. von "Die Nadel").

Zurückgenommene Höhen am Accuphase-Regler haben deutlich nachvollziehbare Klangeinbußen zur Folge.

Gruß Doebe
Guenniguenzbert
Inventar
#21 erstellt: 19. Feb 2008, 20:28
Hallo Doebe,

danke für Deinen Beitrag. Aber nachdem sich nun mein Gehörsinn
auf den Accuphase eingespielt hat fühle ich (derzeit) keine
Notwendigkeit, irgend etwas am Klang zu verändern.

Und was mit Cinchkabeln noch einigermaßen nachvollziehbar sein mag
(schnelles Umstecken bzw. umschalten), ist mir mit LS-Kabeln,
bei welchen der Umklemmvorgang schon um die 5 Minuten dauern mag,
völlig unvorstellbar. Selbst wenn es einen Unterschied gibt, es
sind Nuancen, die ich nach 5 Minuten nicht mehr aus dem Gedächtnis
vergleichen kann. War beim Amp-Vergleichen schon teilweise schwierig.

Gerade beim Hochton kann doch schon jede kleine Veränderung der
Sitzposition schon mehr Unterschiede im Klang bewirken, als es
ein anderes Cinch/LS-Kabel (ausgenommen die mit einer "Black-Box" dran) vermag.

Trotzdem Danke für die Anregung, und weiterhin viel Spaß mit Deinem Accu

Gruß
Günni
Wotanstahl
Inventar
#22 erstellt: 20. Feb 2008, 09:16
Hi Guenniguenzbert,

ich möchte das hier nicht einer Kabeldiskussion den Anfang machen.

Aber ich habe gerade einen LS-Kabel wechsel vollzogen.

Es gibt tatsächlich 2 Kabeltypen extreme.

Das KIMBER 8TC ist für eher müde muffelige Ketten oder Röhrenamps ideal,
es bringt eine Menge Klarheit, Präzision und Hohton kick in die Wiedergabe.

Das MONSTER LS 2,4S ist das genaue Gegenteil,
mächtig schub untenrum, leichter loudness Effekt, sehr detailierter aber niemals nervender Hochton.

Es stimmt das eis hunderte Kabel gibt die sich nicht unterscheiden aber der Wechsel dieser beiden Vertretern
ist gut nachvollziehbar.

Gut man könnte auch die Klangregler benuzten,
aber die Kabel wirken sich bei längeren Hörsitzungen echt anders aus.

Klar gewöhnt man sich an den Sound, was aber eigendlich unserem angeblich schlechten Gehörgedächniss wiederspricht.

Gruss Wotan
Jazzy
Inventar
#23 erstellt: 20. Feb 2008, 21:18
Ich benutze das Kimber 8TC,von Hochton-Kick kann keine Rede sein.Eher würde ich sagen,ziemlich neutral,jedenfalls nicht warm oder so.Aber eben auch keine zischelnden Höhen oder Überbetonungen.Langzeittauglich,würde ich sagen.Es ist für einigermaßen neutrale Wiedergabe gut,IMHO.Wenn ein Kabel Hochton schluckt,ist es auch verlustbehafteter als das Kimber.
Wotanstahl
Inventar
#24 erstellt: 22. Feb 2008, 09:24
Hallo Jazzy,

es mag sein das das KIMBER den Bass etwas schlanker überträgt, es dadurch etwas lauter im Mittel/Hochtonbereich wirkt.

Der angenehmer Klang ist von MONSTER so gewollt, es ist deshalb auch nur bedingt für Röhrenamps zu empfehlen.

Gruss Wotan
lawoftrust
Stammgast
#25 erstellt: 22. Feb 2008, 10:52
Kann man das zweifelsohne interessante Kabelthema bitte in einem speraten Thread diskutieren. Hier ist es wohl fehl am Platz.
anon123
Administrator
#26 erstellt: 23. Feb 2008, 12:53
Hallo Freunde des guten Klangs,

Moderation hier.

Dem hier schliesse ich mich an:

Kann man das zweifelsohne interessante Kabelthema bitte in einem speraten Thread diskutieren. Hier ist es wohl fehl am Platz.

Solange das nicht wirklich etwas mit dem Thema dieses Threads zu tun hat, bitte ich Euch, diese Diskussion in den geeigneten Forenbereichen zu führen.

Danke und beste Grüße von der freundlichen Moderation.
webmiles0706
Neuling
#27 erstellt: 23. Nov 2012, 11:27
Da es hier um den Classe CAP 2100 geht, wollte ich jedem die Gelegenheit geben günstig einen gebrauchten Classé CAP 2100 zur erstehen und zu testen. Bei Ebay wird gerade einer verkauft.


http://www.ebay.de/itm/140890285783
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