Erfahrungsbericht DALI Zensor 5 vs. Bowers & Wilkins 684 S2

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cmoebitz
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Jan 2017, 09:45
Hallo liebe Community,

In einem anderen Thread habe ich mich hier zur Lautsprecherwahl inspirieren lassen und möchte nun an dieser Stelle meine Erkenntnisse mit der Community teilen.

Hier nochmal zusammenfassend: Verglichen wurden 2 Paar Front-LS für Musik und Kino-Betrieb (wobei wir (meine Frau und ich) hier insbesondere Musik in 2.0 Stereo getestet haben).

Getestet wurden:

  1. DALI Zensor 5 (Amazon Paarpreis 870 €)
  2. Bowers & Wilkins 684 S2 (HiFi-Geschäft vor Ort, Paarpreis 1035 €)

Als AVR kam ein Denon AVR-X1100W zum Einsatz.

Randbedingungen: Die Aufstellung ist nicht ganz Optimal. Die LS stehen ca. 1,8 auseinander und sind 2,70 vom Sofa entfernt. Ferner habe ich beide Lautsprecher ohne Spikes betrieben, um sie leichter auf dem Parkettboden verschieben zu können. Die DALI habe ich also auf dem Fuß und die B&W auf Fuß+mitgelieferten Gumminoppen betrieben. In Ermangelung eines Bi-Amping Kabels habe ich beide LS im Single-Wire-Betrieb angeschlossen. (Die B&W können auch BiAmp).

Getestet haben wir jeweils dezentral im Raum stehend sowie auf der Couch und direkt vor dem Tisch auf dem Boden im Stereodreieck. Die B&Ws habe ich von einem örtlichen Händler als Leihgabe abgeholt - sie waren also eingespielt. Die DALIs habe ich als Neuware bestellt und dementsprechend erst mal 30h eingespielt - da geht sicher auch mehr Einspielzeit, jedoch hatte ich die B&W nicht so lange als Leihgabe bekommen.

Testmusik:

Da war so ziemlich alles dabei. Quelle war jeweils Spotify Premium über Spotify Connect. Getestet haben wir in mehreren Kategorien:

  1. Rockigere Nummern wie Blink182, Emigrate, Muse, Eisbrecher, A life Divided u.v.m.
  2. Vocals (tief und hoch) wie Philip Poisell, Adele, VanCanto, Casper, Rammstein, Marteria, Disturbed, Helene Fischer u.v.m.
  3. Mittelalter-Folk/Rock wie In Extremo, Versengold, Omnia, Saltatio Mortis u.v.m.
  4. Instrumentales wie John Murphy, Shpongle, Pink Floyd u.v.m.
  5. Klassik, Orchestral, wie z.B. Beethovens 9., Vivaldis 4 Jahreszeiten, Camille Saint Saens Karneval der Tiere
  6. Klassik, Choral, wie z.B. Thomas Luis Vittoria
  7. Klassik, Orgel, wie z.B. Bach, Widor


Alles in allem also eine recht umfangreiche Liste, die aber eben auch unseren Hörgewohnheiten enspricht Wir habe jeweils ein Lied gehört und dann umgestöpselt (teilweise auch mehrmals, um einzelne Szenen nochmal anzuspielen). Eingemessen haben wir jeweils nichts sondern die Lautsprecher so betrieben, wie sie vom Hersteller vorgesehen sind. Die Lautstärke war jeweils auf Zimmerlautstärke bzw manchmal auch als Hintergrund eingestellt. Den sprichwörtlichen Kitt aus den Wänden haben wir nicht gedrückt.

Tests:
Bei einem ersten Test nach wenigen Stunden einspielen war es zunächst auffallen, wie hölzern die rund 400 € günstigeren DALIs waren. Ich habe sie daher dann also am 31.12. (wir hatten Freunde zu Besuch) mal ordentlich über den ganzen Tag einspielen lassen (bei Zimmerlautstärke - keine dröhnende Partymucke). Wir haben dann am 1.1. den großen Vergleich gemacht.

Ich will jetzt nicht auf jedes einzelne Stück eingehen und all unsere Notizen abtippen, jedoch mal die Quintessenz herausarbeiten. Zunächst beeindruckt hat mich, wie viel die DALIs durch das Einspielen an Klang gewonnen haben (für alte Hasen sicher nichts neues, für mich als HiFi-Neuling, wenn auch lange schon Interessiertem eine interessante Erfahrung).

Rockige Musik:
Die DALIs überzeugen gerade bei rockigeren Nummern durch einen schönen, satten Bass. Ehrlich gesagt sogar erstaunlich satt für so kleine Treiber. Im Bassbereich konnten die B&W hingegen nicht so wirklich satt aufspielen. Wir haben bei den B&W etwas Pegelkorrektur betrieben und den Bass um 2 dB angehoben. Bei einigen Stücken geht auch bis zu 6 dB, jedoch hört sich der Klang meist ab 4 dB nicht mehr wirklich rund an. Auf dauer sollten die B&W daher durch einen Sub unterstützt werden. Umgekehrt waren die Bässe der DALI jedoch auch noch 3 Räume weiter zu hören - da waren die B&W gerade für Mehrfamilienhäuser um einiges zivilisierter und nachbarsfreundlicher. Alles in allem klangen die DALIs hier auch zunächst etwas klarer, was sich jedoch später noch als Nachteil herausstellen soll. Der Punkt für Rockiges geht jedoch an dieser Stelle aufgrund des satten "Punch" mit knapper Führung an die DALIs.

Vocals:
Bei tiefen Stimmen waren bei beiden Paaren kaum Unterschiede festzustellen. Bei Sängerinnen kam dann jedoch erstmals die deutlich audiophileren Qualitäten der B&Ws zum tragen. Sängerinnen wie Adele oder Helene Fischer erklangen in unseren Tests auf den B&Ws über das komplette Spektrum ausgewogen und mit gleichbleibender Lautstärke. Bei den DALIs gab es über das Frequenzspektrum mehr Abweichungen, wodurch sie etwas unruhig wirkten. Gerade in den hohen Stimmlagen neigten die DALIs dann sogar etwas zum krächzen (bei Helene). Das, was bei den rockigeren Nummern als (zuvor beschrieben) "etwas klarer" herauskam, entpuppte sich hier als ein leichtes Übersteuern der Hochtöner, wodurch der sonst tiefe Klang wohl etwas Kristallglanz erhalten soll. Auch in punkto Details waren die B&W an dieser Stelle überlegen. Bei Sängern wie Ed Sheeran oder Philip Poisell hört man teilweise das schließen und öffnen der Lippen und ist viel mehr im Geschehen. Der Punkt geht hier also an die B&W-Lautsprecher.

Klassik:
Wie schon zuvor bemerkt, haben auch hier die B&Ws mit mehr Detailreichtum aufgespielt. Über das gesamte Spektrum sind die Klänge sehr ausgewogen und angenehm samtig-Gerade bei Beethovens 9. Ode an die Freude war dies sehr zu spüren. Die DALIs waren hier im allgemeinen wieder etwas ruppiger und bettelten quasi darum, wieder etwas knackigeres aufzulegen. Das haben wir dann mit Widors Toccata aus der 5. Symphonie (Orgel) gemacht. Belohnt wurde dies durch ein angenehmes Dröhnen gerade der tiefen Begleitflöten - toll! Auch die B&W ließen sich hier jedoch durch eine kleine Pegelkorrektur von +2 in den Bässen zu einem mindestens ebenbürtigen Hörgenuss bewegen (durch mehr Auflösung in den übrigen Frequenzen).

Optik/Haptik/Verarbeitung:
Dieses Kapitel ist zunächst noch etwas zu kurz gekommen. Wir haben beide Lautsprecher in der Ausführung "weiß" getestet. Beide Paare sind in etwa gleich Breit. Die B&Ws sind dabei rund 15-20 cm höher, dafür aber in der tiefe rund 5-7 cm weniger. Der Höhrpunkt ist damit ebenfalls höher und eher auf Ohrenhöhe. Die Verarbeitung ist in beiden fallen sehr ordentlich, wobei der Aluminiumfuß der DALIs leider auch ohne Spikes einige scharfe, parkettunfreundliche Schaten an der Unterseite hat. Die Schraubkontakte wirken bei den B&W hochwertiger, zumal die sehr ordentlichen Bananas (Stückpreis 11€) in den Anschlüssen des einen DALIs geschlackert haben. Bei B&W saß alles bombenfest. Hier also Vorsprung für die B&W.

Während die B&Ws komplett aus furniertem Holz gefertigt sind, haben die DALIs einen Fuß aus Aluminium und eine Frontplatte aus glänzendem Kunststoff, was meiner Meinung nach nicht so schön wirkt zumal unser Sideboard ebenfalls aus weiß furniertem Holz besteht.

Einen klaren Abzug gibt es meiner Meinung nach im Vergleich für beiden tiefmittentreiber der DALIs, die eine Haselnussbraune holzverstärkte Membran haben. Dieses matte Braun passt irgendwie so gar nicht zu dem glänzenden Kunststoff, selbst obwohl die Lautsprecher neben einem antiken Holzschrank mit ebengleicher Holzfarbe stehen. Möglicherweise ist es in der Ausführung Schwarz oder Braun (Gehäuse) etwas gefälliger. Der Hochtöner hat eine Schwarze Kunststoffmembran, die optisch jeder weder was her macht noch hässlich ist. Über die Einfassung in dem Alu-Ring kann man sich streiten. Rund um den Hochtöner ist dabei noch ein Schriftzug aufgestempelt, der Leider bei einer DALI-Box an der linken Kanze etwas blass ist (Qualitätssicherung?). Anmerkend ist hier noch zu sagen, dass die Hochtöner wohl durch Kinderhände recht leicht eingedrückt sind (für wen das von Interesse ist :). Als Schutz gibt es bei Dali eine halbhohe schwarze Bespannung vor die Treiber, die es jetzt aber nicht wirklich schöner macht.

Die Tiefmittentreiber der B&W machen hingegen richtig was her. Sie sind aus Kevlar geflochten und haben einen leicht glänzenden Messington. Der Hochtöner ist (kindergerecht) hinter einem silbernen Drahtkäfig eingeschlossen und so vor Kinderhänden geschützt. Rein optisch (die Box nimmt immerhin etwas optischen Raum in der Einrichtung ein) machen die B&W also deutlich mehr her. Optional kann man noch eine graue Bespannung anbringen, die wir noch nicht getestet haben.

Fazit:
Insgesamt lässt sich sagen, dass beide Boxen sehr ordentlich sind. Sowohl die 670 € der DALIs als auch die 1035€ der Bowers & Wilkins sind angemessen.

Gerade, wer die Boxen in 2.0 betreiben möchte und eher rockigere Nummern abhört, wird wohl eher mit den DALIs seine Freude haben durch das quirlige Aufspielen und den doch sehr ordentlichen Punch-leider in den Höhen jedoch recht schnell übersteuert.

Die Bowers&Wilkins überzeugen hingegen durch einen samtigeren Klang und eine wunderbare Bühne mit ausgewogenem Frequenzspektrum. Allgemein hat man das Gefühl, dass die B&Ws die Musik mehr so wiedergeben, wie sie der Tontechniker auch haben wollte ohne große Verfälschungen. Gerade im audiophilen Bereich können die B&W dabei durch die größeren Details schön aufspielen.

Unsere Entscheidung:
Unsere Entscheidung war alles, nur nicht einfach. Es war ein hartes Kopf an Kopf-Rennen und oft war man verblüfft, dass der klangliche Abstand bei einem preislichen Abstand von immerhin 400€ (rund 50% teurer) so gering war. Letztendlich haben wir die Kosten als eine Anschaffung fürs Leben und damit als Abschreibung über viele Jahre etwas in den Hintergrund gerückt und uns aufgrund der deutlich audiophileren Qualitäten für die B&Ws entschieden. Kurzum können die B&Ws das, was sie sollen, nämlich das breite Frequenzspektrum, einfach besser. Auf kurz oder Lang werden sich die Boxen aber sicher gerne im Bassbereich durch einen angmessenen Subwoofer unterstützen lassen, der bei den DALIs nicht direkt nötig ist. An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass die wir die B&Ws lediglich im Single-Wire Betrieb betrieben haben. Für die finale Aufstellung (Am Wochenende ist es so weit) werde ich noch ein ordentliches BiAmping-Kabel konfektionieren und dann nochmals berichten. Möglicherweise lässt sich aus dem Basstreiber dann noch etwas mehr herausholen. Auch die Optik gefiel uns ja bei den B&W deutlich besser.

Ich hoffe, ich konnte hier einen kleinen Überblick über den Vergleich geben. Bei Fragen werde ich gerne noch den einen oder anderen Punkt ergänzen.

Viele Grüße,

cmoe


[Beitrag von cmoebitz am 03. Jan 2017, 09:47 bearbeitet]
Fuchs#14
Inventar
#2 erstellt: 03. Jan 2017, 09:51
Schöner Bericht, allerdings hab ich mit dem einspielen so meine Zweifel. Bei mir steht seit 3 Monaten auch ein paar Zensor5 und habe da nichts bemerken können.


Ich würde an deiner Stelle mal die Saxx Cx70 dagegen antreten lassen.
JULOR
Inventar
#3 erstellt: 03. Jan 2017, 11:37
Schöner und ausführlicher Bericht.


werde ich noch ein ordentliches BiAmping-Kabel konfektionieren und dann nochmals berichten

Ich denke, das kannst du dir sparen. Lies mal hier: http://av-wiki.de/bi-wiring_und_bi-amping

Falls du es trotzdem versucht, bin ich gespannt auf deinen Eindruck.
cmoebitz
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 03. Jan 2017, 12:15
Vielen Dank.

Zumindest mein Händler vor Ort ist von BiAmping recht überzeugt. Versuchen kann man es ja mal. Habe schon mit einem Bekannten vereinbart, dass wir Biamp und Singlewire demnächst mal in einer ausführlichen Session abhören werden.

@Fuchs: Vielleicht habe ich die Zensors etwas zu negativ dargestellt. die Zensor sind sehr ordentliche Lautsprecher. Im Vergleich fehlt es Ihnen dann aber eben an Tiefgang. Ich habe eben auch nochmal die betreffenden Stücke direkt im Dreieck sitzend getestet (die Zensors stehen noch hier) und muss sagen, dass die BW zumindest in der Erinnerungen in der Tat einen Tick klarer sind.

Aber anderes Zimmer, anderes Ohr, anderer Mensch... Wie das denn so ist

Über BiAmping werde ich dann mal berichten

Grüße
Fuchs#14
Inventar
#5 erstellt: 03. Jan 2017, 12:20

Zumindest mein Händler vor Ort ist von BiAmping recht überzeugt.

Klar, der will dir die Kabel schließlich verkaufen

Das dir die B&W besser gefallen als die DALI bezweifel ich ja gar nicht, ich kenne die B&W nicht. Es ging mir nur darum das das Einspielen genau wie Bi-Amping (an einer Endstufe!) und Bi-Wiring größtenteils Vodoo ist.
SPS-M-K
Stammgast
#6 erstellt: 03. Jan 2017, 12:24

Fuchs#14 (Beitrag #2) schrieb:
Schöner Bericht, allerdings hab ich mit dem einspielen so meine Zweifel. Bei mir steht seit 3 Monaten auch ein paar Zensor5 und habe da nichts bemerken können.


Ich würde an deiner Stelle mal die Saxx Cx70 dagegen antreten lassen.


arbeitet saxx auch nur mit 13mm mdf ?
rein aus interesse.
Fuchs#14
Inventar
#7 erstellt: 03. Jan 2017, 12:25
Das musst du mal Saxx fragen, ich habe die nicht zerlegt
SPS-M-K
Stammgast
#8 erstellt: 03. Jan 2017, 12:45

Fuchs#14 (Beitrag #7) schrieb:
Das musst du mal Saxx fragen, ich habe die nicht zerlegt ;)


hätte ja sein können, rein optisch sprechen mich die saxx mehr an als die zensor.
leider klingen dali auch nach 13 mm mdf rein subjektiv natürlich.
ausnahme die zensor 3.


[Beitrag von SPS-M-K am 03. Jan 2017, 12:46 bearbeitet]
JULOR
Inventar
#9 erstellt: 03. Jan 2017, 13:00
Wieviel mm braucht es denn, deiner Meinung nach? Es gibt sicher auch noch andere Kriterien beim Lautsprecherbau.
Fuchs#14
Inventar
#10 erstellt: 03. Jan 2017, 13:05
Ich besorge mir mal ein Paar CX70 und dann https://www.youtube.com/watch?v=Clx9meG5Hp4
cmoebitz
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 04. Jan 2017, 09:38
Zum Thema BiAmping: Meinem Händler ist bewusst, dass ich mir die Kabel selber konfektionieren werde, daher hat er nix davon, es zu empfehlen.

Zum Thema Einspielen: Ich hatte Deine Aussage erst dahin gedeutet, dass ich ihnen noch mehr Zeit zum Einspielen hätte geben sollen. Generell habe ich den Einfluss des Einspielens auf jeden Fall bemerkt. Ich habe das selber vorher für Vodoo gehalten und war daher sehr überrascht, als sie auf einmal vollkommen anders klangen. Einen Einfluss hat es imho auf jeden Fall - zumindest bei diesen LS.

Grüße

Cmoe
Fuchs#14
Inventar
#12 erstellt: 04. Jan 2017, 09:42
cmoebitz
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 04. Jan 2017, 14:52
Hm das mit dem Bi-Amping hatte ich auch schon gelesen. Der Händler sagt an der Stelle halt, dass die Auflösung nochmal etwas besser würde sowie ggf. auch der Bass stärker werden kann (nachdem ich bereits den Kauf der Boxen bestätigt habe). Grundsätzlich leuchtet mir dieses ein, da eben mehr Saft für die Lautsprecher zur Verfügung steht.

In der von Dir (Fuchs) verlinkten Seite wird dazu gesagt, dass dies eben nur theoretisch wirkt, da das Netzteil halt irgendwann dicht macht und nicht mehr liefern kann. Unter meiner Annahme, dass die Einzelnen Endstufen des DENON AVR-X1000W nicht jede alleine für sich in der Lage sind, das Netzteil auszulasten sollte man dann Stereo-Betrieb des 7.2-AVRs annehmen können dass, 4 Endstufen doch mehr leisten als 2 oder irre ich da?

Grüße

Cmoe
Fuchs#14
Inventar
#14 erstellt: 04. Jan 2017, 14:58
Nein.
Sagen wir mal das Netzteil kann 1000 Watt liefern: Was ist besser 2x500 oder 4x 250?
Bi Amping würde nur was bringen wenn du 2 externe Endstufen mit z.B jeweils 1000 einsetzten würdest

Das einzige was in der Theorie helfen kann: ca 80% der Leistung verbraucht der Bass, wenn dieser dann unsauber wird weil die Leistung einbricht ist der Hochton noch nicht betroffen. Dazu musst du aber schon hohe Pegel fahren.
JULOR
Inventar
#15 erstellt: 04. Jan 2017, 15:06
Bi-Amping kann dann (theoretisch) etwas ausmachen, wenn man getrennte Endstufen mit getrennten Netzteilen verwendet, also aus dem Pre-Out des AVRs eine weitere externe Endstufe ansteuert. Aber auch das ist umstritten, da trotzdem alle Signale die Frequenzweiche der LS durchlaufen müssen und sich somit eigentlich gar nichts ändert.

Mehr Saft haben die LS auch nicht. Sie holen nur den Saft, den du über die Lautstärkeregelung abrufst. Bei Zimmerlautstärke sind das weniger als 10W. Daran ändert auch Bi-Amping nichts. Also bringt das nur bei Ausbelastung der Endstufen mehr Reserven.

Die B&W sind ja trotzdem gute Lautsprecher, nur sollte ein Bi-Amping-Terminal kein Kaufgrund sein. Den bieten auch die Canton GLE.Dali oder Dynaudio verzichten dagegen zum großen Teil darauf.

Du kannst es ja ausprobieren, Kabel kosten ja nicht die Welt, wenn man nicht auch noch den "Kabelklang" verbessern will.

EDIT

Fuchs#14 schrieb:
Das einzige was in der Theorie helfen kann: ca 80% der Leistung verbraucht der Bass, wenn dieser dann unsauber wird weil die Leistung einbricht ist der Hochton noch nicht betroffen.

Völlig richtig. Von daher ist es dann sinnvoll, im AVR die LS bei 80Hz zu trennen und den Bass an einen kräftigen Sub umzuleiten. So werden Lautsprecher und AVR-Endstufen entlastet.


[Beitrag von JULOR am 04. Jan 2017, 15:11 bearbeitet]
HeimkinoMaxi
Inventar
#16 erstellt: 16. Jan 2017, 10:25

Fuchs#14 (Beitrag #2) schrieb:
Schöner Bericht, allerdings hab ich mit dem einspielen so meine Zweifel. Bei mir steht seit 3 Monaten auch ein paar Zensor5 und habe da nichts bemerken können.


Ich würde an deiner Stelle mal die Saxx Cx70 dagegen antreten lassen.


Ich hab bei meinen Zensoren schon Unterschiede nach ca 50h und nochmals nach ca 100h gehört. Es wird weicher und der Bass satter. Könnte aber daran liegen dass man sich mehr an den Klang gewöhnt

Ein Vergleich mit Saxx oder mal Saxx generell hören steht bei mir auch noch aus. Wäre mal spannend
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