DIY Wandlautsprecher á la FT11

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habedere
Stammgast
#1 erstellt: 16. Sep 2015, 13:00
Guten Tag die Damen und Herren,
ich möchte mir gerne meine ersten Lautsprecher selber bauen.
Und zwar Wandlautsprecher Rear-High für einen Yamaha 3010.

Habe bisher nur die FT11 bzw. hier gefunden, welche annähernd meinen gewünschten Proportionen entspricht.
Allerdings möchte ich diese auch gerne etwas abändern, da sie doch noch etwas zu dick sind mit knapp 15cm.
Ich habe gelesen dass es bei geschlossenen LS nur auf das Gesamtvolumen angkommt, ohne dass der LS großartig beeinflusst wird.
Kann ich also die Dicke etwas reduzieren wenn ich mir das Volumen über die andern Seiten wieder hole?

Wenn ich mit den LS zufrieden bin, möchte ich noch ein Paar für die Terasse fertigen...

Bin natürlich auch sehr für andere Vorschläge offen!

Aktuell habe ich folgende LS in Verwendung:
Nubert nuBOX 2x511 2x311 CS411 2xDS301 AW991


[Beitrag von habedere am 16. Sep 2015, 13:02 bearbeitet]
chancenvergeber
Stammgast
#2 erstellt: 16. Sep 2015, 22:07
Hallo,

die Schallwandbreite hat Einfluss auf den Frequenzgang - Baffle Step.
Wie dünn willst du denn werden?

Gruß
chancenvergeber
herr_der_ringe
Inventar
#3 erstellt: 16. Sep 2015, 23:50
nicht nur, wenn du einen für freie aufstellung konzipierten LS als
Wandlautsprecher
verwendest, breitet sich der bass nicht mehr kugelförmig aus, sondern nur noch im halbkreis, was eine weitere klanglich nachteilige beeinflussung des frequenzgangs nach sich zieht...

sollte der von dir genannte aufstellungs"ort" stimmen, so seien dir für wandaufhängung konzipierte LS nahegelegt beispiel; es gibt aber noch einige andere mehr.
habedere
Stammgast
#4 erstellt: 18. Sep 2015, 07:31
Hmmm ich denke ihr erkennt meine Unwissenheit
Wollte auf ca 10-12 cm runter. Habe noch nicht nachgerechnet
um viel sich das Gehäuse dann verlängert bzw. verbreitert.

Die Wallstreet hatte ich auch schon gesehen, allerdings sagen mir diese
optisch garnicht zu, da diese zu breit für die eingebauten Chaissis sind.

Allerdings stimmt mich folgendes Zitat noch etwas negativ:

Daher ist es ratsam, die Front so breit und hoch wie nur möglich zu machen und auf große Tiefe zu verzichten


Ist denn die Bassausbreitung für Rearlautsprecher, die zum Einen in rund 2m Höhe hängen und zum Anderen teils Eckennah sind, überhaupt so wichtig?
Subwoofer kommt zusäztlich zum Einsatz.

Da ist doch Hopfen und Malz sowiso schon verloren
NHDsilkwood
Inventar
#5 erstellt: 18. Sep 2015, 08:20
Ich weiss zwar auch nicht viel, doch eins weiss ich. Je tiefer der Woofer getrennt werden kann, um so später kann man ihn orten. Einen Satellitenlautsprecher vom Tiefbass zu befreien, ist ohnehin förderlich für die Wiedergabe. Und die perfekte Lösung ist die Mitte...
Die breite Schallwand stützt im Tief-Mittelton Bereich (BaffleStep).
So weit mir bekannt ist, reicht rund eine Handbreit hinter dem Tiefmitteltöner aus.
Selbst wenn du die Möglichkeit hast, ohne Rückwand aufzubauen, bleibt bei deinem Vorschlag eine Länge von ungefähr 1,5m.
Was sagt die Dame des Hauses dazu?
Ist es da nicht sinnvoller, einen breiteren Bausatz ins Auge zu fassen und mit der 1st Lady ein Brainstorming anzuberaumen,
wie das Teil an der Wand entsprechend getarnt/versteckt werden kann?
Zum Beispiel als BIld getarnt, oder als Teil eines dekorativen Regals...
Kannst du vielleicht direkt in die Ecken? Dann kannst du bestimmt mehr auf die Hörzone ausrichten und die Front sogar tapezieren.
Wenn man die Lady gleich mit einbezieht, verhindert man gleich grösseren Ärger und Mann erreicht einen Kompromiss.
Sonst bleibt Mann ja meist mit seinen Wünschen auf der Strecke...
herr_der_ringe
Inventar
#6 erstellt: 18. Sep 2015, 08:59
einen LS in eine ecke zu verfrachten ist nochmals...spannender, da hier unerwünschte reflektionen sowie eine nochmalige grundtonanhebung hinzukommen werden.

bei einsatz eines sub ist es völlig unwichtig, daß die LS in frequenzbereiche reichen, welche sowieso vom subwoofer abgedeckt haben. generell bin ich mit nick jedoch im einklang, den sub so tief wie möglich zu trennen. wenngleich bis ~120hz noch tolerierbar: oberhalb 80hz würde >ich< nur trennen, wenn garnicht anders möglich. (bei einem kumpel habe ich einen sub bei 120hz-einstellung schon geortet...obwohl ich nicht gewusst hatte, daß dieser in diesem moment in betrieb war.)
der dayton aus der verlinkten wall würde in 6ltr CB bzw. 3ltr GHP ein f³ von 85hz haben. dürfte sich direkt an der wand jedoch noch etwas nach unten verlagern.

zum thema wand-LS: schau dir mal diesen bausatz mit seinen abgeschrägten seiten an. weiters zur integration eines LS im wohnraum die beiträge ab hier
NHDsilkwood
Inventar
#7 erstellt: 18. Sep 2015, 09:21
Zur Anhebung des Grundtons kann ich nichts sagen, doch wegen der Reflexionen würde ich mir nicht unmittelbar den Kopf zerbrechen.
http://hifi-heimkino-basics.blogspot.de/ zu 1. Reflexionen:
Problematischer ist wohl eher, wenn es nicht 5 gleiche Lautsprecher sind.
habedere
Stammgast
#8 erstellt: 25. Sep 2015, 12:58
Danke schon mal für die Antworten...
Bzgl. WAF - ähhh eigentlich soll da garkein Lautsprecher mehr hin
Von dem her möchte ich natürlich eben Wandlautsprecher und keine normalen, die zu weit in den Raum rein ragen.
Aufstellung ähnlich hier dargestellt.
Ich mach euch mal bei Gelegenheit ein Foto...
Black-Devil
Gesperrt
#9 erstellt: 25. Sep 2015, 14:45
Bei den Rear High geht es ja auch nicht darum, dass sie perfekt an den Subwoofer angekoppelt werden können. Wenn die erst ab 150hz vollen Pegel machen ist das imho auch egal - die normalen Rears können ja tief genug.

Wenn du normal breite LS an die Wand hängst, bekommst du ohnehin einen sehr welligen Frequenzgang im Grundton:

Toole-Figure-12.8
Toole-Figure-12.9

Hier sieht man das sehr schön.

Außerdem ist eine Box mit der Chassisanordnung der FT11 für diese Zwecke völlig ungeeignet, da es hier in der vertikalen Abstrahlung einen tiefen Einbruch im Mittelton gibt.
Optimal wäre eine kleine Box, die schon ab 200Hz langsam abfällt. Die Anbringung an der Wand verstärkt, wie oben zu sehen, ja ab hier ohnehin den Pegel.

Ich würde daher einen Bauvorschlag mit einem Koax nehmen und diesen einfach in ein geschlossenes Gehäuse stecken. So wie hier. Fosti ist auch hier im Forum unterwegs.
ropf
Stammgast
#10 erstellt: 25. Sep 2015, 15:13
WAF-technisch (trägt nur 5cm auf) wäre die Visaton Portrait einen Blick wert. Gibt auch eine Variante mit B80 Breitbänder statt Hochton/Tiefton Kombi.
habedere
Stammgast
#11 erstellt: 27. Sep 2015, 00:16
Hmm Frage zu der Koax Variante.
Kann ich mir da selber ein Gehäuse schnitzen, Hauptsache geschlossen und 3 Liter Volumen?!
Taugen die denn was?
Habe aktuell nur meine Nubert zum vergleich..

hier ein Bild

IMG_20150922_155822

Leider sind die bereits vorhandenen Anschlüsse asymmetrisch zum Rest bzw TV
Black-Devil
Gesperrt
#12 erstellt: 27. Sep 2015, 07:37
Der Koax ist schon ok - vor allem aber funktioniert er unter Winkel besser als viele andere LS - und das ist imho deutlich wichtiger als hochwertigere Chassis.
Und es dürfen ruhig mehr als 3L sein.
habedere
Stammgast
#13 erstellt: 28. Sep 2015, 07:45
Nene die 3 Liter wären mir sowiso recht - um so kleiner, um so besser (WAF und aufstellungstechnisch gesehen).
Da ich die Form der geschlossenen LS verändern kann, hätte ich evtl Schräge LS geplant.
habedere
Stammgast
#14 erstellt: 28. Sep 2015, 13:15
Kurze Frage noch: Die Lautsprecher sollten den selben Aufbau haben, damit sie gleich klingen oder?

Zum Beispiel mit 3,4 Liter
Screenshot - 28_09


[Beitrag von habedere am 28. Sep 2015, 20:19 bearbeitet]
Black-Devil
Gesperrt
#15 erstellt: 28. Sep 2015, 20:25
Passt.
habedere
Stammgast
#16 erstellt: 29. Sep 2015, 22:02
gut
Da ich aber den Winkel zur Hörachse mit der Bauform anpassen kann, bin ich ja nicht unbedingt auf einen Coax angewiesen.
Gibt es noch weitere Alternativen für meine geplante Bauform?


Könnte ich die HX10 auf einer überdachten Terasse verwenden?


[Beitrag von habedere am 29. Sep 2015, 22:14 bearbeitet]
habedere
Stammgast
#17 erstellt: 31. Dez 2015, 00:03
Nochmal kurz Rückfrage zur Verwendung der HX10.
Ich möchte evtl 1 Stück für Sourround-back + 2x für Esszimmer/Küche und 2x Terasse.
Die LS außerhalb des Heimkinos sollen praktisch im Vollbereich ohne Subwoofer laufen - ist der Koax dann immer noch empfehlenswert?

mfg
Viper780
Inventar
#18 erstellt: 31. Dez 2015, 13:03
Vollbereich wird bei den meisten Koax etwas langweilig da sie nicht recht tief können. Beim HX10 müsstest auf 7-10l gehen um unter 100Hz zu kommen und das macht auch noch nicht spaß. Auch ist er nicht Wetterbeständig.

Also weder für Küche und vorallem nicht für draußen wird der reichen
herr_der_ringe
Inventar
#19 erstellt: 31. Dez 2015, 14:07
@TE: drückmich

@daniel: kein spass bei einer F3 von 60hz aus nem 8ltr-gehäuse
weiter ist hier ein bauvorschlag mit dem hx10 versteckt...

nicht wetterbeständig ist korrekt. man kann die chassis zwar draussen belassen, sofern überdacht. man sollte dann allerdings trotzdem keine allzulange lebensdauer erwarten...


[Beitrag von herr_der_ringe am 31. Dez 2015, 14:10 bearbeitet]
Viper780
Inventar
#20 erstellt: 31. Dez 2015, 15:03
60Hz geht schon
Ich hab nur mal Boxsim und den Thread von Fosti im Visaton forum angesehen und bin da mit einfachen Mitteln bei ~8l nicht viel unter 100Hz gekommen.
Gerade draußen wird man aber Pegel brauchen und etwas mehr Tiefgang (das total Offene Ende und der viele Raum schlucken da extrem)

Würde hier also in richtung 2-3 Weger gehen vorallem wenn der Platz vorhanden ist und man größer bauen kann.
Wenns um Lebensdauer geht evtl bei PA schauen oder gar den ganzen Marinetauglichen Chassis eine chance geben
habedere
Stammgast
#21 erstellt: 08. Feb 2016, 21:30
Hallo,
vll werde ich mir für draußen dann ein Pärchen CT248 bauen...

Der erste HX10 wird wahrscheinlich am Wochenende eintreffen.
Werde dann mal aus ein paar OSB Reststücken kleinen "Prototypen" bauen.

Muss ich etwas spezielles beachten, z.B. Dämmung?! Bei den kleinen Teilen wohl nicht oder?

mfg

PS: für die Küche möchte ich mit einem SMSL Tera® TRA160 160W x 2 erweitern - für Vorschläge und Anregungen bin ich offen


[Beitrag von habedere am 08. Feb 2016, 21:34 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#22 erstellt: 08. Feb 2016, 23:55

Muss ich etwas spezielles beachten, z.B. Dämmung?! Bei den kleinen Teilen wohl nicht oder?

welcher bauvorschlag?
dämmen würde ich immer, aber art und weise ist auch hier abhängig vom gehäuse (ergo vom bauvorschlag bzw. einsatzzweck).
habedere
Stammgast
#23 erstellt: 09. Feb 2016, 08:51
Ähh kein Bauvorschlag - nur Marke Eigenbau mit dem Koax.
Dachte evtl an eine Form ähnlich dem obigen Post, oder einfach nur rechteckig für die flache Wand.
herr_der_ringe
Inventar
#24 erstellt: 10. Feb 2016, 22:02
wände bekleiden, orientier dich da an dem öffentlichen bassreflex-bauvorschlag.
habedere
Stammgast
#25 erstellt: 22. Feb 2016, 14:50
Soo falls es jemanden interessiert:

Habe am WE mal einen Prototypen gebastelt aus OSB mit rund 6,3 Liter.
(Ohne Dämmung, Chassis auf dem Gehäuse aufgesetzt, verschraubt)

War wohl ein Fehler das Ding gleich am Anfang mit einem alten (mind. 30 Jahre) 3-Weger im Vergleich zu setzten
War natürlich dementsprechend enttäuscht. Es klang als hätte ich einen Kopfhörer voll aufgedreht und vor mich hingelegt

Als mir dass dann bewusst wurde, habe ich einen kleineren Kontrahenten geholt. Und siehe da - jetzt kam die Sache schon realistischer rüber...
Wobei ich mir bei der zwei-stündigen Testphase eingebildet habe, der Koax spielt immer besser. Gibt es bei den Koax auch eine "Einspielzeit"?!

Als ich den Bass geziehlt erhöht habe, war schon etwas davon zu hören, aber "freiwillig" kam da nicht viel...

Ich denke als Surround-Back reicht er definitiv aus. Für die Terasse wohl auch - mehr dazu weiter unten.
Aber für Küche und Esszimmer?! Hmm... so wie ich meine Frau kenne werden die wohl zu wenig dampf haben. Über die geplanten CT248 mache ich mir allerdings etwas sorgen, da diese oben an der Decke im Eck plaziert werden müssten.
(Siehe auf dem Foto weiter unten - oben links beim Anschluss und der andere in der Küche über/neben einem Hängeschrank).

Als nächster Schritt sind mir allerdings die LS für die Terasse wichtiger.

Hier hätte ich mir evtl vorgestell die beiden LS in einer Dreickecksform zu fertigen - ähnlich dem oben dargestellten Entwurf.
Allerdings mit Kathetenlängen von 150mm (das wäre die Höhe des Balken der Überdachung) und mit einer Gesamtbreite von rund 500mm um auf ca. 6l zu kommen. Optisch vll nicht gerade der Brüller...





Hat jemand noch einen Vorschlag?
Es muss nicht unbedingt ein Koax sein, allerdings gefällt mir daran, dass ich die Abmaße verändern kann wie ich möchte...

mfg
habedere
Stammgast
#26 erstellt: 09. Apr 2016, 17:06
Passt schon für die ersten LS
IMG_20160409_140247
herr_der_ringe
Inventar
#27 erstellt: 10. Apr 2016, 13:56
sieht soweit doch gut aus

bist klanglich zufrieden mit deinem werk?
habedere
Stammgast
#28 erstellt: 10. Apr 2016, 16:06
Ja bin ich.
Vor allem weil man bei geringerer Lautstärke noch alles absolut top versteht, egal wo man sitzt.
Partylautstärke hab ich noch nicht wirklich probiert - allerdings habe ich da nicht die größten Erwartungen; )
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