Mehrfachabstimmung bei Bassreflexgehäusen

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milchiknilchi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Okt 2005, 12:20
Hallo allerseits,
habe neulich eine Idee bezüglich Bassreflexgehäusen gehabt und wollte mal hören was ihr davon haltet.

Und zwar könnte man ja ein BR-Gehäuse auf verschiedene Resonanzfrequenzen tunen indem man unterschiedlich lange BR-Rohre verwendet. Habe mir das Ersatzschaltbild eines BR-Systems angeschaut und nichts gefunden was dagegen spricht. Ich hätte lediglich statt dem einen Serienresonanzkreis der das BR-Gehäuse repräsentiert mehrere parallelgeschaltete Serienresonanzkreise die das Gehäuse mit mehreren Abstimmfrequenzen beschreiben.
Die Wirkung des ganzen stelle ich mir ungefähr so vor:
an jedem BR-Kanal habe ich eine Schallabstrahlung, die ihr Maximum bei der jeweilegen Abstimmfrequenz hat. Die einzelnen Schallanteile der Rohre plus der direkt abgestrahlte Schall des Chassis summieren sich (konstruktiv oder destruktiv, je nach Phasenbeziehung). => ich erhalte einen "verbogenen" Frequenzgang.

Was das ganze bringen soll?
Vielleicht wäre es möglich mit solch einer Massnahme den Frequenzgang unter ca 300 Hz zu linearisieren.

Könnt ihr euch das vorstellen oder einen Denkfehler an meiner Überlegung finden?
Hat das schon mal jemand ausprobiert oder gibt es bereits einen Thread dazu den ich nicht gefunden habe?
Habe es selber noch nicht ausprobiert, werde es allerdings tun sobald ich mal Zeit dazu habe.

Freu mich auf eure Antworten
milchiknilchi
markusred
Inventar
#2 erstellt: 25. Okt 2005, 12:28
Hallo Milchiknilchi,

leider ein Denkfehler. Aber selbst ein angesehenes Boxenbau-Heftchen schrieb schon von "verschmierter" Abstimmung - peinlich.

Die Luftmasse schwingt auf einer Resonanz, egal wieviele unterschiedlich lange Rohre.

Dein Ansatz hat aber einen anderen Vorteil und ist durchaus sinnvoll:

Wenn du mehrere (gleichlange) Abwasserrohre einbaust, kannst Du je nach Geschmack/Aufstellung/Musikrichtung eines oder mehrere Rohre mit den passenden Stopfen verschließen und so die Abstimmfrequenz variieren.
Cyburgs
Stammgast
#3 erstellt: 25. Okt 2005, 12:34
@milchiknilchi:
Klingt gut, geht aber leider nicht. Einen Helmholtzresonator kannst Du Dir vorstellen als Masse-Feder System. Und auch wenn Du eine Kugel mit zwei unterschiedlichen Federn aufhängst, schwingt sie trotzdem nur mit einer Frequenz, der Resonanzfrequenz.

Aber mach Dir nichts draus, auch bekanntere Köpfe sind in diese Falle getappt, da war doch irgendwann mal was mit "Resonanzfrequenzverschmierung"?

Bei Hörnern funktioniert die Verzweigung in unterschiedliche Hornverläufe interessanterweise schon.

Schöne Grüße, Berndt
ja?
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 25. Okt 2005, 12:45

Cyburgs schrieb:
@milchiknilchi:
Klingt gut, geht aber leider nicht. Einen Helmholtzresonator kannst Du Dir vorstellen als Masse-Feder System. Und auch wenn Du eine Kugel mit zwei unterschiedlichen Federn aufhängst, schwingt sie trotzdem nur mit einer Frequenz, der Resonanzfrequenz.

Aber mach Dir nichts draus, auch bekanntere Köpfe sind in diese Falle getappt, da war doch irgendwann mal was mit "Resonanzfrequenzverschmierung"?

Bei Hörnern funktioniert die Verzweigung in unterschiedliche Hornverläufe interessanterweise schon.

Schöne Grüße, Berndt


Hallo,

es "klingt" vieleicht gemein, aber warum hinter dem Berg halten? Den Verantwortlichen ist zu der Zeit in dem bekannten "Chaotenforum" vorgelegt worden, warum das so nicht gehen kann (DESHALB heisst es auch Chaotenforum). Von einer Korrektur im nächsten Heft - Pustekuchen. Die Fachmänners des "bekannten Magazins" haben die Sachen nachweislich gelesen, sogar geantwortet.

Es handelte sich um das Fachmagazin "Klang&Ton" mit Scheffredaktör Heinz Schmitt betreffend eine Konstruktion des Herrn Fuchs (SAC-Verstärker, wenn ich nicht irre) mit Manger'schem M/HT.

Soviel zur inhaltlichen Qualität der Bastelheftchen, auch wenn es um ein paar tausend Euro geht ... .

Richtig ist:
Zwei Längen L1 und L2, effektive Länge Leff = 1 / ( 1/L1 + 1/L2), wobei bei L1 und L2 die sogenannten "Mündungskorrekturen" schon drin sind.


ciao



[Beitrag von ja? am 25. Okt 2005, 12:46 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#5 erstellt: 25. Okt 2005, 14:12
Was möglich wäre: Zwei Volumen auf unterschiedliche Frequenzen abgestimmt, siehe z.B. Cyburgs Sticks.

Harry
milchiknilchi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Okt 2005, 21:39
Vielen Dank für die Antworten

Schade eigentlich, dass das nicht geht.

Mich würde aber auch noch interessieren wie der Effekt genau ist wenn ich zwei verschieden lange BR-Rohre verwende.
Ergibt sich einfach eine neue "effektive" Rohrlänge ohne dass sich zB. die Bandbreite des von den BR-Rohren abgestrahlten (Summen-) Schalls ändert?

Gruß
lionking
Stammgast
#7 erstellt: 25. Okt 2005, 22:08
wäre es dann nicht möglich mehrere br gehäuse an einen treiber anzukoppeln?

oder man baut gleich mehrere br-boxen
Cyburgs
Stammgast
#8 erstellt: 26. Okt 2005, 04:10
@milchiknilchi:
Es ergibt sich einfach eine neue Resonanzfrequenz, ohne Änderung der Bandbreite.

@Lionking & @murray:

Werden die beiden BR-Abstimmungen quasi seriell geschaltet, wie in einer Doppelbassreflexbox, sieht die Sache schon anders aus. Das mechanische Pendant ist eine Masse, die auf zwei hintereinandergehängten Federn aufgehängt sind. Dabei wird das Schwingungsverhalten ziemlich komplex. Die Voraussage des Verhaltens einer Doppelbassreflexbox ist deshalb mit Taschenrechnermethoden kaum in den Griff zu bekommen, zum Glück gibt es Simulationsprogramme, einige gute auch gratis, die bei der Konstruktion helfen.

Schöne Grüße, Berndt
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