standlautsprecher optisch aufwerten

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quadrophonus
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Dez 2003, 21:21
hallo ihr da draussen,

ich hab ein paar tolle lautsprecher und die haben auch schon ein furnier drauf und sind lackiert. jetzt die frage: ich habe ein unglaublich schönes furnier gefunden und möchte die boxen gerne damit optisch aufwerten. kann ich da das furnier einfach drüberkleben oder sollte ich erst das gehäuse abschleifen oder empfiehlt sich die ganze aktion gar nicht?
ich habe angst um jede kleinste qualitätseinbusse.



vielen dank für eure antworten.

-quadrophonus-
Bass-Oldie
Inventar
#2 erstellt: 17. Dez 2003, 22:16
Hi,
vielleicht solltest du diese Anfrage eher in einem Schreiner Forum posten

Rein akustisch werden 1-2 mm Furnier nichts ändern. Eigentlich sollte der Holzkörper der Boxen schwingungsmäßig eh' "tot" sein. Also macht ein bißchen Holz mehr nichts aus.

Sagt's mir, wenn ich da falsch liege

Gruß,
Axel
quadrophonus
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 17. Dez 2003, 22:45
ja mit dem schreinerforum hast du vielleicht gar nicht so unrecht

schwingungsmässig *schaaawinng* sind die holzkörper tot und das ist auch gut so.
mir geht es eigentlich auch mehr darum ob das dann auch so halten wird und so weiter.
man hat halt so seine bedenken...
ich möchte halt nicht meine teuren guten lautsprecher einfach mal schnell einkleistert und dann merken: tja junge, da hast du mal ordentlich scheisse gebaut.

grüsse

-quadrophonus-
Bass-Oldie
Inventar
#4 erstellt: 18. Dez 2003, 00:49
Stimmt, da wäre ich auch sehr vorsichtig mit.
Hast du keine Schreinerei in deiner Nähe, die du mal befragen kannst?
Die müßten da echt am besten wissen, wie bzw. ob das geht.

Gruß,
Axel
cr
Inventar
#5 erstellt: 18. Dez 2003, 02:12
Selber Furnier aufkleben wird eine gewaltige Pfuscherei. Ein Kleber, der das Furnier mit dem Lack verbindet, wird nicht das Problem sein (zB Pattex). Es ist aber viel Arbeit und schwierig, es wirklich perfekt hinzubekommen.
Ich habe früher schon mal fallweise kleinere Gehäuse- und Holzteile furniert. Lustig wars nie. Besonders das Kantenschleifen ist mühsam, wenns schön werden soll.
MBU
Inventar
#6 erstellt: 18. Dez 2003, 02:22
Hallo quadrophonus,

auf Lack hält mit Holzleim aufgebrachtes Furnier in der Regel nicht. Du müßtest also zumindestens den Lack an- bzw. abschleifen. Das kann man mit dem Schwingschleifer und 180-er Schmirgel machen, aber Vorsicht - Du bist blitzschnell "durch". Ungeübte Schwingschleifer-User schleifen dabei auch gleich die Kanten und Ecken etwas zu weit runter. Was glaubst Du, warum ich meine Boxen immer mit abgerundeten Kanten baue? Nicht nur, weil mir das besser gefällt ... Sicherer, aber deutlich arbeitsintensiver wäre der Schliff von Hand mit einem Schleifklotz.

Da Du wohl nicht über eine Furnierpresse verfügst und die Boxen den Druck evtl. auch nicht aushalten würden bleibt zum Aufbringen des Furniers nur die Bügeleisenmethode. Sehr schön ist die Vorgehensweise im Klang & Ton Ausgabe 3/2003 beschrieben. Ich gebe das mal kurz wieder:
Dabei werden die zu furnierende Fläche und das Furnierstück gleichmäßig mit Holzleim eingewalzt (weiche Schaustoffwalze). Das Ganze lässt man trocknen, bis der Leim glasig wird. Dann wird das Furnier aufgebügelt, wobei das Bügeleisen zwischen Wolle und Seide eingestellt ist. Die Hitze des Bügeleisens löst den Holzleim wieder an. Die Furnierreihenfolge ist: Seiten, Rückwand, Deckel und Front.

Dazu noch einen Ratschlag: Probiere das Ganze an einem Testgehäuse aus. Eine Kiste aus MDF ist schnell verleimt und daran kann man seine Fertigkeit üben, denn der erste Versuch geht in aller Regel schief.
wolfi
Inventar
#7 erstellt: 18. Dez 2003, 10:27
Hallo,
nach den Regeln der Kunst sollte das Ganze eigentlich nicht funktionieren. Ich gehe davon aus, dass die Furniermaserung z.B. von oben nach unten verläuft. Bringt man darauf nochmals Furnier in gleicher Laufrichtung auf, werden u.U. Zugkräfte so groß, dass nach einiger Zeit Risse entstehen. Am sinnvollsten erscheint es mir, sich die Arbeit zu sparen und gleich ein neues Gehäuse zu bauen.
cr
Inventar
#8 erstellt: 18. Dez 2003, 13:49
Pattex (Dose; auf beide Teile dünn auftragen und antrocknen lassen) ist zum Furnieren jedenfalls gut geeignet).
Alle Sachen, die ich so furniert habe, halten ohne Probleme wie Verwerfungen etc.
wolfi
Inventar
#9 erstellt: 18. Dez 2003, 15:32
Hallo cr,
hat das bei Dir auch mit Furnier auf Furnier geklappt ( gleicher Maserungsverlauf ) ?
quadrophonus
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 19. Dez 2003, 00:28
@bass-oldie: anscheinend war meine frage doch gar nicht so falsch platziert auf diesem forum, das ist doch fast besser als in einer schreinerei hier

@all: vielen dank für die viele information, nachdem es keine selbstgebauten und sehr hochwertige lautsprecher sind, lasse ich das mit furnier wohl doch eher sein, ich werd es doch mal lieber an alten selbstgebauten gehäusen austesten. da werde ich dann aber sicherlich nochmal auf die tipps zurückkommen

grüsse

-quadrophonus-
Bass-Oldie
Inventar
#11 erstellt: 19. Dez 2003, 01:31
Herzlichen Glückwunsch.
Aber ein Besuch bei dem Schreiner kann das Ergebnis der Umfrage nur abrunden.
Heißt ja nicht, dass du da was kaufen sollst. Manchmal bekommt man aber auch Praxistips wenn man vor Ort ist und das Material direkt anfassen kann. Das geht mir in diesen virtuellen Foren etwas ab.
Jetzt bist du ja ganz gut gewappnet.

Ciao,
viel Spaß mit den neuen Gehäusen.

Axel
Alter_Schädel
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 19. Dez 2003, 09:26
Hi
@quadrophonus

gute Entscheidung, so meine ich wenigstens.
Ich sag Dir auch warum.
Du müsstest die LS zumindest von allen äußerer Einbauten befreien und das Innenleben vor Schleif und Lackstaub bewaren.
Das Überfurnieren ist für einen Schreiner kein Problem, solange es sich um ebene Flächen handelt. Den Druck würden die Gehäuse aushalten, wenn man vorübergehend ein paar anständige Aussteifungen einpasst.
Ein Problem beim Pressen dürfte die Größe der LS sein?
Um ein anspechendes Ergebnis zu erreichen musst Du aber einigen Aufwand betreiben. Je nach Größe der Furnierblätter muß man diese zusammenfügen und verkleben. Die Blätter werden geschoben oder gestürzt und nach dem Furnieren natürlich noch geschliffen evtl. gewässert, gebeizt und lackiert.

nobby
cr
Inventar
#13 erstellt: 19. Dez 2003, 21:07
Furnier auf Furnier müßte schon gehen, denn die Maserung ist sehr fein, und der Pattex ist sowieso eine Schicht dazwischen, die alles verkleistert.
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