Hifi Music World Gelsenkirchen: Besuchsbericht

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Scan_Speaker
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 13. Nov 2006, 21:31

boarder schrieb:

Scan_Speaker schrieb:
Hi Boarder,

danke für Deine nette Antwort.
Wenn auch Deine Zuspieler das gleiche Niveau besitzen wie die Cento, bist Du ja erst mal gefeit vor Angriffen des Hifi-Virus. Glück gehabt ;-)

Gruß

Sebastian


Joa, das passt alles schon ganz gut. Hier mein Baubericht der Cento falls es Dich interessiert:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-6173.html




Also jetzt bekomme ich richtig Lust aufs Bauen. Die Box wäre für meinen kleinen Hörraum ideal. Und der Impedanzgang ist ja wohl irre, man könnte ihn auf den ersten Blick mit einem Frequenzschrieb verwechseln, so glatt ist er! Er klebt an der 4 Ohm Grenze und steigt erst ab 2500 Hertz ganz sanft auf 9 Ohm an. Wäre ideal für meinen V40, der arbeitslos in der Ecke steht. (Natürlich hat der Timmermanns auch diesen kleinen Anstieg noch linearisiert :-)
HerrBolsch
Inventar
#52 erstellt: 13. Nov 2006, 23:15

Ich hab mich nicht getraut, nach normaler Musik wie AC/DC, Queen, REM etc. zu fragen, die einen Lautsprecher auch mal fordern. Vielleicht hätte man einige der LS damit auch kaputt gemacht....


Och. Als ich am Freitag um viertel vor eins bei Capaciti und Hifi Academi reinspazierte, wurde ich gleich gefragt, ob ich das mitgebracht hätte.

"Joa, aber das jetzt vielleicht nicht sooo geeignet..."

"Egal, der Lautsprecher muß ja alles wiedergeben können. Je abgedrehter desto besser."

"Also, DANN..."

Sein Kommentar zur Mezmerize von System Of A Down war

"Na, die Aufnahme zieht aber etwas obenrum." Recht hat er. Es klang trotzdem sehr gut. Ich kann den Elektrostaten (jedenfalls den großen) somit volle "Alltagstauglichkeit" bescheinigen. Und den beiden Herren ein dickes Fell.

Gruß, Hauke
dupree
Stammgast
#53 erstellt: 13. Nov 2006, 23:17

Murray schrieb:

Der Gradient kostet knappe 28 Euro pro Stück, also 168 Euro, dazu noch die DT-300 inkl. WG für knappe 35, wird also tatsächlich etwas knapp... Der Theo hats halt so gesagt, muss man mal schauen, was der komplette Bausatz kostet.


Als ich in der Vorführung war führte Pico das Wort, und er sagte etwas von um die 300,- EUR, dann aber auch incl. allem bis zur letzten Schraube, excl. Finish selbstverständlich.

Grüße

Thorsten
Toni100000
Stammgast
#54 erstellt: 14. Nov 2006, 07:15
Ich denke, dass die mangelnde??? Pegelfestigkeit von Timmermanns Optimum auf die sehr flachen Filter im Mittel-und Hochtonbereich zurück zu führen sind. 6 dB Flankensteilheit - elektrisch gesehen - sind für einen HT dieser Bauart zu flach, vor allem wenn man bedenkt, wie tief er bei diesem Konzept angekoppelt wurde. Eine Flankensteilheit von mindestens 12 dB wären angebracht gewesen. Ebenso der Tiefpass der Mitteltöner. Eine vorschriftsmäßige D´Appolitto Anordnung ist in diesem Konzept nicht durchführbar, weil die dafür vorgesehenen Mindestabstände der Chassis bei weitem überschritten werden.

Vielleicht kann Timmermanns die Weichenschaltung dieser Box aufgrund der "leisen" Kritik der Messebesucher noch einmal modifizieren.

Sollte ich den MT-HT Teil der Optimum bauen, werde ich auf alle Fälle mit steileren Filtern experimentieren. Vielleicht auch vollaktiv. Wenn´s klappt.


[Beitrag von Toni100000 am 14. Nov 2006, 09:28 bearbeitet]
BananaJoe
Stammgast
#55 erstellt: 14. Nov 2006, 09:39

Murray schrieb:
packt mal ordentliche Musik ins Abspielgerät, gregorianische Triangelmusik und afrikanische Leidensgesänge gehören nicht ins übliche Musikprogramm, und hätte ich noch einmal die "Hell freezes over" gehört, wäre blut aus meinen Ohren gelaufen. Ich hab mich nicht getraut, nach normaler Musik wie AC/DC, Queen, REM etc. zu fragen, die einen Lautsprecher auch mal fordern. Vielleicht hätte man einige der LS damit auch kaputt gemacht....


Ja, das stört mich auch immer... allerdings hört sich solche Musik wohl auf jeden Lautsprecher gut an... wenn man dann mal was "richtiges" hört, oder was was man kennt- in meinen Fall waren es Hotel California Live- macht sich dann schnell oft Enttäuschung breit, bzw. weiß man das die Lautsprecher von zuhause doch nicht so schlecht sind.

Gruß
HiFi-Selbstbau
Inventar
#56 erstellt: 14. Nov 2006, 10:08
Hallo Forum,

danke für die positiven Meinungen zur TAKE:SEVEN

Wer im Internet etwas herumsucht, bekommt den Bausatz für 220 Euro bis 250 Euro je nach Qualität der Bauteile der Frequenzweiche. Vor der Messe hatten wir den Gradient noch für 23 Euro/Stk gefunden, jetzt nicht mehr :?. Wir raten allerdings stark von der Veränderung der Bauteilequalität ab, da die Bauteile so wie sie sind im Weichen-Layout implementiert sind. Picos Preis, ist der Preis inkklusive Holz und allem Zubehör. Die Box kommt also fertig auf etwa 600,- Euro das Paar. Der komplette Baubericht wird in Kürze für unsere Abonnenten verfügbar sein, Verhandlungen mit Strassacker werden aufgenommen um dem Bausatz auch anderen zugänglich zu machen, da das Interesse sehr groß war.


[Beitrag von HiFi-Selbstbau am 14. Nov 2006, 10:43 bearbeitet]
mdh
Hat sich gelöscht
#57 erstellt: 14. Nov 2006, 10:13

HiFi-Selbstbau schrieb:
Der komplette Baubericht wird in Kürze für unsere Abonnenten verfügbar sein, Verhandlungen mit Strassacker werden aufgenommen um dem Bausatz auch anderen zugänglich zu machen, da das Interesse sehr groß war.


Hi,

Du könntest die Pläne auch einfach hier posten, dann wäre der Zugang für alle gesichert, und ohne bei Strassacker bestellen zu müssen...

grüsse, martin
tiki
Inventar
#58 erstellt: 14. Nov 2006, 10:22
Hallo,

sehr flachen Filter im Mittel-und Hochtonbereich...6 dB Flankensteilheit - elektrisch gesehen

Wow, passiv und (wie?) tief getrennt, da wird es natürlich erklärlich. Aber Starkstromleitungen hinten dran. Finde ich nachträglich noch ziemlich ungeschickt, so etwas heute noch ernsthaft anzubieten.
Das hat allerdings gar nichts mit Pegel zu tun, die Interferenzen treten immer auf.
Die vertikale Bündelung der MTM-Anordnung mit dem kurzen Linienstrahler zwängt einen genau wie bei der Fostexgeschichte in nur eine Sitzposition, der HT-"Beam" war knalleng. Bloß nicht im Sessel zusammensinken. Schade um die Entwicklungszeit, die hätte man für modernere Konzepte sinnvoller verbraten können.
In diesem Budget hätte eine Aktivierung enthalten sein müssen, das sehe ich ebenso.
HiFi-Selbstbau
Inventar
#59 erstellt: 14. Nov 2006, 10:55
@martin(mdh)

Nette Idee. Machen wir es so, Du zahlst die Märzmiete für unsere Geschäftsräume und wir machen den Bausatz öffentlich. Finden wir sehr fair Dein Angebot und kommt dem Forum zugute, KLASSE.

Bee
Inventar
#60 erstellt: 14. Nov 2006, 11:00

Cantare schrieb:

....Dass manch Schallplatte etwas abgenutzt war will ich gar nicht bestreiten. Im nächsten Jahr nutzen wir nur CD´s, dann kann es dadurch schon mal nicht zu Irritationen und Fehleinschätzungen kommen.
....
Also dann, alles ist Schei.e !?!

Andreas




Hallo Andi,

nich' ärgern lassen, die ewigen Nörgler gehen nie aus.
Und daß manche unserer jüngeren post-analog Freunde es auf die Boxen schieben, wenn bei Hosenbeinflatterpegel der Tonarm der Plattenfräse in Wallung versetzt wird und rückkoppelt, ist halt den etwa 20 Jahren CD-Kultur anzukreiden.
Die Abstellmaßnahme hast Du Dir für's nächste Jahr ja schon vorgenommen....
Apropos vorgenommen, ich hab' mir vorgenommen nächstes mal zu übernachten, damit ich abends mal mit gehen kann. Will mittags um 11 auch mal so schei.e aussehen wie Du.
Da freu' ich mich jetzt schon drauf....
tiki
Inventar
#61 erstellt: 14. Nov 2006, 11:28
Hallo Andreas,

Die Hörner können gar nicht mechanisch überlastet gewesen sein, weil bei 1,8kHz mit 18dB getrennt worden ist. Darüber lacht ein 1" Druckkammertreiber...

Wie jetzt? Hörner nicht überlastbar? Das wäre (nicht nur) mir neu. Die Trennfrequenz ist da erstmal völlig schnuppe.

Dass manch Schallplatte etwas abgenutzt war will ich gar nicht bestreiten. Im nächsten Jahr nutzen wir nur CD´s, dann kann es dadurch schon mal nicht zu Irritationen und Fehleinschätzungen kommen.

Schlimm genug, das wäre doch sicher innerhalb Minuten abstellbar gewesen, wenn man denn einen CD-Spieler mithat und nicht nur auf "die reine Lehre" schwört.
Allerdings kommen mir doch erhebliche Zweifel, daß der Hochtöner im Horn mit dem meterweit dahinter stehenden Plattenspieler interagiert haben soll. Das klingt außerdem nach meiner Erfahrung sehr anders.

Fakt ist, daß die Hochtöner zeitweise elend zerrten, pegelabhängig und nicht erst bei irren Lautstärken. Da meßt lieber nochmal HD und IMD über Pegel und Frequenz.
Alternativ könnt Ihr ja nächstes Mal mit Limiter fahren, aber ob so ein Riesenaufbau damit noch glaubwürdig ist?
Übrigens haben wir trotz Diskussion die mehrfach übereinandergelegten Impedanzschriebe zur Demonstration der verringerten Membranresonanzen nicht verstanden, würdest Du die bitte erläutern?

Vielen Dank im Voraus!
Toni100000
Stammgast
#62 erstellt: 14. Nov 2006, 11:35
Dieses Problem der Bündelung ist wohl bei jedem Linienstrahler vorhanden und eine grundlegende Schwachstelle dieser Treiberbauart, die sich aber durch die Höhenanpassung-Ausrichtung - Hochtöner - Ohr des Hörers - hervorragend umschiffen lässt. Gerade beim Selbstbau lassen sich diese Voraussetzungen wunderbar und mit Leichtigkeit umsetzen. Bei diesem Hochwirkungsgradlautsprecher wie der Optimum, gibt es nur eine Alternative und die heisst Horn, weil herkömmliche HT-Kalotten den erforderlichen Grundschalldruck nicht bereit stellen können. Ob Hörner die bessere Wahl sind, bleibt dahingestellt. Die Dynamik eines solchen Systems ist fazinierend und lässt einem die Musik fast "liveartig" erleben.

In der Regel sitzt der Hörer an seinem angestammten "Hörplatz" und geniesst seine von ihm bevorzugte Musik. Ein Herumlaufen vor den Boxen oder ein grundsätzlicher Sitzplatzwechsel während der Hörsitzung findet nicht statt. Auch hat der Privatmann keine Konzerthalle zu beschallen, in der sich mehrere Leute an verschiedenen Positionen aufhalten. Wichtig ist der Klang an seinem Platz, nicht drei Meter ausserhalb der Achse, wo sich niemand ernsthaft dem Musikgenuss hingeben würde.

Also wo siehst du den Fehler, bzw. wen stört er?
funny1968
Hat sich gelöscht
#63 erstellt: 14. Nov 2006, 11:42
Bei der ganzen Klangbetrachtung bitte nicht außer Acht lassen, daß bei Hifi-Selbstbau der gesamte Verstärker mit DAC nur 1/3 dessen kostet, was der Hoerwege DA Wandler von HobbyHifi verschingt. Was die Perraux-"Schweißanlage" von HobbyHifi kostet, weiß ich leider nicht.
Schiffbauer
Stammgast
#64 erstellt: 14. Nov 2006, 11:46
@ScanSpeaker
Der Christian war da. Aber natürlich nur in Begleitung eines Fotografen der Ihn ins rechte Licht rückt.

Hier mal meine Messe Highlights:

1. Trio von HiFi-Selbstbau
2. Manger-System
3. CenterMainFast von AcousticArt im Heimkino
4. Ciare Sub von BPA
5. ThielKoax von AcousticArt

Vielen Dank an meine Mitfahrer. Jungs der Tag hat echt Spaß gemacht.

Gruß Dirk
Granuba
Inventar
#65 erstellt: 14. Nov 2006, 11:48

funny1968 schrieb:
Bei der ganzen Klangbetrachtung bitte nicht außer Acht lassen, daß bei Hifi-Selbstbau der gesamte Verstärker mit DAC nur 1/3 dessen kostet, was der Hoerwege DA Wandler von HobbyHifi verschingt. Was die Perraux-"Schweißanlage" von HobbyHifi kostet, weiß ich leider nicht.


Diesen in meinen Augen unwichtigen Faktor lasse ich meistens außer Acht, damir z.B. in meiner HiFilaufbahn noch kein CD-Player vor die Lauscher gekommen ist, der wirklich heruashörbar war. Beim Verstärker gilt ähnliches.

Harry
mdh
Hat sich gelöscht
#66 erstellt: 14. Nov 2006, 11:58

HiFi-Selbstbau schrieb:
@martin(mdh)

Nette Idee. Machen wir es so, Du zahlst die Märzmiete für unsere Geschäftsräume und wir machen den Bausatz öffentlich. Finden wir sehr fair Dein Angebot und kommt dem Forum zugute, KLASSE.

:hail


Ich mache dir keine Angebote sondern Vorschläge, wenn du mir die Miete für mein Büro zahlst, kann ich dir den Unterschied erläutern

Ne, aber mal im ernst, ich hatte glaub ich vor Jahren schonmal per email das gleiche gefragt - ich als chronischer Nichtabonennt von irgendwas, der auch gerne selbst bestimmt bei wenn er kauft (und schon garnicht die Katze im Sack kaufen würde incl. Chassis und Weichenteilen), fände es gut wenn die Pläne (vom mir aus gegen eine Schutzgebühr) zum Download verfügbar wären - ist doch heutzutage kein technisches Problem mehr.

grüsse, M.
funny1968
Hat sich gelöscht
#67 erstellt: 14. Nov 2006, 12:04

Murray schrieb:

funny1968 schrieb:
Bei der ganzen Klangbetrachtung bitte nicht außer Acht lassen, daß bei Hifi-Selbstbau der gesamte Verstärker mit DAC nur 1/3 dessen kostet, was der Hoerwege DA Wandler von HobbyHifi verschingt. Was die Perraux-"Schweißanlage" von HobbyHifi kostet, weiß ich leider nicht.


Diesen in meinen Augen unwichtigen Faktor lasse ich meistens außer Acht, damir z.B. in meiner HiFilaufbahn noch kein CD-Player vor die Lauscher gekommen ist, der wirklich heruashörbar war. Beim Verstärker gilt ähnliches.

Harry


Naja. Für 90% der am Markt erhältlichen Geräte mach das zutreffen.

Tip für Hifi-Selbstbau: Bringt doch Euren Meridian wieder mit (wie im Vorjahr).

Der Pearraux ist m.E. einer der wenigen Hersteller, die gut klingende Hochleistungsverstärker herstellen.
Granuba
Inventar
#68 erstellt: 14. Nov 2006, 12:06

Naja. Für 90% der am Markt erhältlichen Geräte mach das zutreffen.


Ja, die restlichen 10% sind gesoundet....

Harry
Cantare
Stammgast
#69 erstellt: 14. Nov 2006, 12:49
Hallo Timo,

kann es sein daß du mich verwechselst!?
Bei Fragen zur HP Membran wende dich bitte an den deutschen Vertrieb, welcher den Workshop gemacht hat.

Die Hörner haben definitiv NICHT gezerrt. Ich werde den Klirrfaktor gerne noch einmal für dich messen!
Es war der Plattenspieler. Der Tonabnehmer war nicht perfekt ausgerichtet und zusammen mit den in der Luft herumschwirrenden Fasern vom Fußboden, die auf dem Vinyl landeten, kam es zu gelegentlich wahrnehmbaren Verzerrungen. Einmal den Tonabnehmer von den elektrostatisch aufgeladenen Fasern berfreit spielte es wieder tadellos! Dafür gibt es Zeugen.
Weißt du denn noch was du bei uns gehört hast?
War es vielleicht die ca. 40 Jahre alte Blues Aufnahme von Muddy Waters auf Vinyl???

Andreas
tiki
Inventar
#70 erstellt: 14. Nov 2006, 13:12
Hallo,
eine Verwechslung ist leicht möglich, die Namenschilder las ich nicht, verzeih bitte.
Diese Fusselerklärung kann und will ich natürlich nicht widerlegen. (Vielleicht nicht genannt werden wollende) Mitlauscher hatten just denselben Eindruck, der uns zum Verlassen der kurzen Sitzung bewog. Mein oller Billigdreher hat eine klappbare Polystyrolabdeckung, einen hervorragenden Fusselschutz.
Die Aufnahme schien nicht so alt, ich weiß aber nicht mehr, welche, jedoch könnte es u.U. natürlich sein, daß hohe Pegel auf dieser Scheibe bereits "vorverzerrt" waren. Muß man darauf bei so einer Vorführung wirklich gefaßt sein? Das war doch keine "Gastscheibe", oder? Also bitte!
Champs
Ist häufiger hier
#71 erstellt: 14. Nov 2006, 13:30
Ähh, wollte Euch nicht stören, deshalb nur kurz:
Klang&Ton war komplett vertreten. Sowohl Christian Gather, Holger Barske als Thomas Schmitt (diesen bitte nicht mit einem Fotografen verwechseln).
So, weitermachen.

Cheers
Bee
Inventar
#72 erstellt: 14. Nov 2006, 13:44

tiki schrieb:

Die Aufnahme schien nicht so alt, ich weiß aber nicht mehr, welche, jedoch könnte es u.U. natürlich sein, daß hohe Pegel auf dieser Scheibe bereits "vorverzerrt" waren. Muß man darauf bei so einer Vorführung wirklich gefaßt sein? Das war doch keine "Gastscheibe", oder? Also bitte! :D



Die mitgebrachte CD in die Höhe halten und lustig in der Luft herumwedeln hätte das geklärt.
Hätt'st nichtmal was sagen müssen, das wäre auch so verständlich gewesen.


Könnte es sein daß Ihr schräg hinter mir gesessen habt?
Ich hab' da ein paar Leute was von Verzerren grummeln hören, dann waren sie weg. Kurz danach hat Andi auf CD gewechselt, von Verzerrungen bei hohen Pegeln konnte dann keine Rede mehr sein. Hat aber gut die Haare gefönt.....
Cantare
Stammgast
#73 erstellt: 14. Nov 2006, 13:53
Die Geschichte mit dem Plattenspieler war vielleicht etwas zu gewagt, muss ich gestehen.
Aber wie soll man es jedem Recht machen
Es gab ganz offensichtlich einen haufen Leute, geschätzt oberhalb 40, die bei den Blues und Jazz LP´s eine Riesenfreude hatten.
Ich hätte natürlich permanent "Stimela", Sara K., die Manger CD und Nils Lofgren abspielen können...
Mein Ziel war es eigentlich eine relaxte Stimmung zu erzeugen, Krach und spektakuläre Musik gab es woanders zu genüge.
Dem Einen war es dumpf, dem Anderen zu hell, dem Nächsten zu basslastig, der Übernächste wollte den FW800 spüren und Membranhub sehen... Wenn ich ein Resumé ziehe klangen sie doch ausgewogen, so wie der Messschrieb aussieht.

Andreas
tiki
Inventar
#74 erstellt: 14. Nov 2006, 14:24
Na son Mist, war CD doch möglich! Haben wir nicht geahnt, weil mehrfach am Plattenspieler gefummelt wurde.
Ja, "die Schrägen hinter Dir" werden wir wohl gewesen sein, so viele Meckerköppe waren ja nicht anwesend. Schön, daß man uns unser tatsächliches Alter nicht ansieht.
Leider bin ich vor lauter Quatschen auch gar nicht dazu gekommen, die Chassis ordentlich zu betatschen, wo ich doch der erklärte Antriebsfetischist bin.
Wir kontrollieren nächstes Jahr wieder und wehe!
markusred
Inventar
#75 erstellt: 14. Nov 2006, 15:04

Cantare schrieb:
Die Geschichte mit dem Plattenspieler war vielleicht etwas zu gewagt, muss ich gestehen.
Aber wie soll man es jedem Recht machen
...
Mein Ziel war es eigentlich eine relaxte Stimmung zu erzeugen, Krach und spektakuläre Musik gab es woanders zu genüge.
Dem Einen war es dumpf, dem Anderen zu hell, dem Nächsten zu basslastig, der Übernächste wollte den FW800 spüren und Membranhub sehen... Wenn ich ein Resumé ziehe klangen sie doch ausgewogen, so wie der Messschrieb aussieht.

Andreas

Hi Andreas,
lass dich nicht verunsichern. Dieses Mal fande ich es mit den Riesentrümmern tatsächlich nicht sehr gelungen gemessen am finanziellen Aufwand. Na und? Dafür hast Du dich getraut, ne alte AC/CD auf den Plattenteller zu legen und nicht nur Plingplang von einer Vorführ-CD. Die vor mir sitzenden älteren Zuhörer haben jedenfalls mitgewippt.

Bei einem Treffen bei Klang&Ton hattest Du ne 2-Wege Box als Basshorn, die Erstaunen hervorrief. Bei der letzten letzten Messe in Gelsenkirchen hättest Du die zierliche Box mit dem Bändchen sicherlich dutzende Male auf der Stelle verkaufen können, wäre der Hochtöner dummerweise nicht in der Produktion ausgelaufen. Da hättest Du mit einem Ersatzhochtöner vielleicht etwas mehr auf Zack sein sollen. Baust Du für die nächste Messe wieder ne interessante Kiste, dann is doch jut

Achso Nachtrag:
welche Chassis waren in den Türmen verbaut, etwa die F200A? Und welcher Treiber?


[Beitrag von markusred am 14. Nov 2006, 15:07 bearbeitet]
strgaltdel
Stammgast
#76 erstellt: 14. Nov 2006, 16:34
Hallo,

meine unbedeutenden Eindrücke:

Zunächst war ich positiv überrascht, wieviele Hobbyisten es Sa morgen zur Messe getrieben hatte.
Das merkte man schon an der Parksituation (-;

Die Messe empfand ich schon als recht überschaubar, schade, dass nicht mehr Aussteller in Gelsenkirchen waren, am Raumangebot hat es wohl eher nicht gelegen.

Sehr positive Eindrücke hinterliessen auf mich:

- die Trio (neutral, hohe Auflösung, dynamisch)
- capiciti ESLs an Hifiakademie Elektronik (noch mehr Dynamik)
- im Widerspruch zu anderen Meinungen hier, die Fostex Türme. (imho ausgewogen, musikalisch)


Entgegen meiner bisherigen Erfahrung machten sogar die Mangers Freude am Hören, deutlich mehr, als ich bisher von Ihnen wahrgenommen hatte. Insgesamt eine realistische Darbietung, Vocals meiner Meinung nach sehr authentisch.
Trotzdem fehlt mir an den Dingern irgendwie immer noch etwas, Pepp?
Wohl wie immer eine Frage der eigenen Empfindung.
Bei entsprechendem Geschmack imho auch empfehlenswert.

In den HH Raum bin ich gar nicht erst rein, da war es mir immer erheblich zu voll.



ALLERDINGS finde ich eine fundierte, vergleichende Beurteilung auf der Messe kaum möglich.
Nicht jede Box ist für die vorhande Raumgrösse entwickelt.
Hört man "nur zu" wird einem zudem unterschiedlichste Musikthematik vorgeführt.
Wirklich an bestimmten Konstrukten Interessierte sollten sich dann schon eine CD mitnehmen und entsprechende Titel auflegen lassen.
Oder man plant demnächst mal einen offiziellen "Messesampler" ein.
Zudem spielt die unterschiedliche Raumakustik, der Füllungsgrad mit Zuhörern etc. ja auch eine nicht unerhebliche Rolle, aber wem sage ich das hier......


Ach ja, und da waren noch die Gehäuse von Theisges & Mohlitz...
eine entsprechende CNC, einer Furnierpresse, Lackierkabine usw. bräuchte man eigentlich schon im Keller....
einfach schön, was die so machen


Schade, dass nicht noch mehr namhafte Firmen als Aussteller gewonnen werden konnten.
Vom letzten Jahr habe ich z.B. Phio Audio vermisst.
Ein Hersteller wie Visaton, gar nicht so weit entfernt, waere mit Sicherheit ebenfalls eine Bereicherung, und da gibt es noch ein paar mehr, die imho ganz gut ins Konzept passen würden.

Insgesamt jedenfalls eine gelungene Veranstaltung mit Wachtumspotential.


Grüße
udo
hreith
Inventar
#77 erstellt: 14. Nov 2006, 17:38
Soweit mir bekannt ist, waren alle Räume ausgebucht.
Die aus Sicht der Besucher freien Räume sind Server- und Technikräume und können darum nicht angemietet werden. Die Messe hat also in diesen Räumen ihre Maximalgröße erreicht. Man könnte jetzt natürlich den Schritt wie die HighEnd machen und auf Messehallen ausweichen. Ich denke, das jeder froh ist, wenn das nicht passiert. Selbst wenn dann der ein oder andere eben keinen Platz mehr findet.

Ich fand die Vielfalt begeisternd. Und zwar sowohl bei den angebotenen Produkten als auch bei der Musik.
Ich hätte nie erwartet, dass da Leute mit Blasmusik, Ramstein oder Prodigy kommen und es auf einem Elektrostaten krachen lassen wollen - einfach Klasse.
markusred
Inventar
#78 erstellt: 14. Nov 2006, 19:09
Großes Kompliment für eure Elektrostaten. Im Mittelhochton große Klasse und glockenklar. Als Bassergänzung hätte ich mir allerdings minimal mehr Wucht (= mehr Membranfläche) und mehr Knackiges gewünscht. Die Peerlesse (?) waren mir persönlich zu weich.

Es war ein deutlicher Unterschied, ob man in der letzten Reihe stand oder sich leicht bückte. Auch im Stand klangen die Boxen gut. Wenn man sich bückte, merkte man jedoch erst, was einem entgangen ist.
Granuba
Inventar
#79 erstellt: 14. Nov 2006, 19:21

markusred schrieb:
Großes Kompliment für eure Elektrostaten. Im Mittelhochton große Klasse und glockenklar. Als Bassergänzung hätte ich mir allerdings minimal mehr Wucht (= mehr Membranfläche) und mehr Knackiges gewünscht. Die Peerlesse (?) waren mir persönlich zu weich.

Es war ein deutlicher Unterschied, ob man in der letzten Reihe stand oder sich leicht bückte. Auch im Stand klangen die Boxen gut. Wenn man sich bückte, merkte man jedoch erst, was einem entgangen ist.


Dito, für mich neben der Trio die "rundesten" Musikmöbel.

Harry
xlupex
Inventar
#80 erstellt: 14. Nov 2006, 20:06
Möchte ich gerne nochmal wiederholen. Im Fostexaum war die einzige Situation wo ich wirklich nur der Musik zugehört habe. Relaxt. Und ich kann Blues etc. nicht leiden. Aber die Auswahl war wirklich abseitig vom Mainstream. Neugierde genügte. Für mich spannend.
Bee
Inventar
#81 erstellt: 14. Nov 2006, 20:40

Cantare schrieb:
Die Geschichte mit dem Plattenspieler war vielleicht etwas zu gewagt, muss ich gestehen.
Aber wie soll man es jedem Recht machen



Gar nicht.
Kannst höchstens öfter wechseln damit das die Leute mitkriegen. Oder nach mitgebrachter Musik fragen.

Bei der Gelegenheit, würde mich ja mal interessieren, wie sich unter solchen Bedingungen so ein Discotekendreher wie der SL1210 schlagen würde. Die sind ja eigentlich für hohe Umgebungspegel optimiert, und genug Dampf war ja da.
Ob's was bringen würde??

Bei mir rühert sich da nix, zu leise hier....

Beton, es kommt darauf an, was man daraus macht...


[Beitrag von Bee am 14. Nov 2006, 20:45 bearbeitet]
hreith
Inventar
#82 erstellt: 14. Nov 2006, 20:54
Danke für die Blumen

die ESL sollten eigentlich in der Gattung HiFi-Lautsprecher angesiedelt sein. Auf der Messe ist es aber schon fast zu einer Beschallungsaufgabe geworden. Ich habe in meinem Wohnzimmer nie so viele Leute, die alle gleichzeitig optimal Musik hören wollen.
Auf den "Stehplätzen" ganz hinten hat auch der Grundton etwas gefehlt. Der war weiter vorne deutlich besser. Auch messtechnisch hat man in jeder Reihe natürlich ein etwas anderes Ergebnis bekommen. Michael hat wohl teilweise darauf hingewiesen, dass es dann zuhause mit der Ausrichtung auf eine eher kleine Hörzone noch deutlich besser werden würde. Da die Teile auch schon bei mit zu Gast waren, kann ich das bestätigen.
Ansonsten könnte man sowas auch leicht über das Filtermodul beiziehen.

Im Bass arbeiten 2xSLS10 in zusammen 40 Liter. Passiv oder mit üblichen SubModulen wäre das völlig unmöglich. Da die SLS10 ja nur um die 60..70.- kosten, ist es für mich schon ganz erstaunlich, was die Dinger dafür leisten (wenn man sie richtig tritt). Sicher wäre es noch besser und auch noch lauter gegangen - aber nicht für 120.- pro Box.
Die TIW von Visaton hätten es z.B noch besser gekonnt - aber eben nicht für den Preis.

Sogar der doch recht kritische Walter Fuchs war da. Er hat schon einige Modelle von Martin Logan aktiviert und kennt unterschiedliche Panels sehr genau. Wenn er am Ende sagt, dass wären die besten Panels, die er je gehört habe - dann kann man sich schon was darauf einbilden. Naja, und wenn ihm die Panels gefallen haben, dann war die Elektronik wohl auch nicht übel
elefant!no
Hat sich gelöscht
#83 erstellt: 15. Nov 2006, 01:15

HiFi-Selbstbau schrieb:
@martin(mdh)

Nette Idee. Machen wir es so, Du zahlst die Märzmiete für unsere Geschäftsräume und wir machen den Bausatz öffentlich. Finden wir sehr fair Dein Angebot und kommt dem Forum zugute, KLASSE.

:hail

Einer Firma, die den Anschein erweckt, daß sie die Märzmiete nicht bezahlen kann, wenn sie mal einen Bauvorschlag öffentlich macht, kann es nicht besonders gutgehen. Wirkt sehr vertrauenserweckend auf einen Abonnenten, der sein Geld in die Firma investieren soll...
Granuba
Inventar
#84 erstellt: 15. Nov 2006, 01:42

elefant!no schrieb:

HiFi-Selbstbau schrieb:
@martin(mdh)

Nette Idee. Machen wir es so, Du zahlst die Märzmiete für unsere Geschäftsräume und wir machen den Bausatz öffentlich. Finden wir sehr fair Dein Angebot und kommt dem Forum zugute, KLASSE.

:hail

Einer Firma, die den Anschein erweckt, daß sie die Märzmiete nicht bezahlen kann, wenn sie mal einen Bauvorschlag öffentlich macht, kann es nicht besonders gutgehen. Wirkt sehr vertrauenserweckend auf einen Abonnenten, der sein Geld in die Firma investieren soll... :prost


Na! Es ist nun mal eine Zeitung wie jede andere Selbstbauzeitung auch, für die ich meinen zweimonatlichen Obolus abdrücke. Oder kennst du einen hauptberuflichen Entwickler, der seine Ergebnisse gratis der Allgemeinheit zur Verfügung stellt?

Harry
xlupex
Inventar
#85 erstellt: 15. Nov 2006, 07:12
Ne Firma die evtl. die Märzmiete nicht zahlen kann finde ich Vertrauenserweckender als ne Firma die im dicken SLK angerollt kommt.
HiFi-Selbstbau
Inventar
#86 erstellt: 15. Nov 2006, 09:10
Guten Morgen zusammen,

wie es einem aus der Tastatur kommt, wird es herumgedreht und wiedergegeben.

@elefant!no

Sorry, aber da bohrst Du mit einem ganz dicken Bohrer in einem ganz dünnen Brett. Unser Statement sollte nur andeuten das wir Bauvoschläge nicht einfach verschenken können weil die Logistik dahinter schließlich bezahlt werden will. Als wir 2002 mit der Messe angefangen haben hat man uns noch ausgelacht. Viele der sogenannten "Großen" haben noch nicht mal unsere Mails beantwortet. Jetzt, 4 Jahre später, wissen wir das wir auf dem richtigen Weg sind und genau so weiter machen können wie bisher. Dazu gehört eben auch eine vernünftige Kalkulation und die beinhaltet nun mal das man nicht alles verschenken kann.

@hreith, alle

Du hast es erfasst. In der zweiten Etage gibt es nur noch Zimmer der Größe 12 m². Die drei 50 m² Räume auf der ersten Etage die noch frei wären, sind mit Netzwerktechnologie vollgestopft die man für uns nicht abbaut. Man bedenke das Montagsmorgens der ganz normale Betrieb im Lichthof startet. Da können die nicht die ganze Nacht Netzwerke zusammenbauen, das wäre unbezahlbar.

@xlupex
Wir sind auf einem guten, sicheren Weg und SLKs wird es bei uns nicht geben. Was immer wieder gerne vergessen wird, es gibt auch Gewerbliche die das tatsächlich aus Spaß an der Freude machen und zu denen zählen wir uns.
Frank_HB
Hat sich gelöscht
#87 erstellt: 15. Nov 2006, 10:13
An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön an das Orga-Team. Die Messe hat bestimmt nicht nur mir sehr viel Spaß gemacht. Gibt es eigentlich schon einen Überblick über die Besucherzahlen?
validator
Hat sich gelöscht
#88 erstellt: 15. Nov 2006, 11:14

Frank_HB schrieb:
Gibt es eigentlich schon einen Überblick über die Besucherzahlen?


Hallo,

laut Judith (= Theo's Frau und die "Kassiererin") waren am Freitag >300, Samstag >700 und Sonntag >400 Leute da - also insg. rund 1500 Besucher. Zum Vergleich: vor zwei Jahren in Wetzlar waren es an allen drei Tagen 300!

Das kleine Pflänzchen Selbstbau-Messe wächst also die High-End hat ja auch mal klein angefangen aber dahin wollen wir ja gar nicht, oder?

Gruss
Vali
elefant!no
Hat sich gelöscht
#89 erstellt: 15. Nov 2006, 11:14
Hai,

Murray schrieb:

Na! Es ist nun mal eine Zeitung wie jede andere Selbstbauzeitung auch, für die ich meinen zweimonatlichen Obolus abdrücke. Oder kennst du einen hauptberuflichen Entwickler, der seine Ergebnisse gratis der Allgemeinheit zur Verfügung stellt?

Hasdu falsch verstanden. Ich finde es für die Allgemeinheit sehr begrüßenswert, daß Theo seine Erkenntnisse nur noch einem beschränkten Publikum zugänglich macht, das durch Bezahlung schon hinsichtlich Loyalität vorselektiert ist. Was ich in Hobbyforen bestimmt nicht mehr lesen möchte, sind Anwaltsdrohungen gegen User und Betreiber. Auch wenn mich der letzte Streich von Hifi-Selbstbau im Nachbarforum aufs Köstlichste amüsiert hat.

Gruß,
Peter
mdh
Hat sich gelöscht
#90 erstellt: 15. Nov 2006, 11:58

elefant!no schrieb:
Ich finde es für die Allgemeinheit sehr begrüßenswert, daß Theo seine Erkenntnisse nur noch einem beschränkten Publikum zugänglich macht, das durch Bezahlung schon hinsichtlich Loyalität vorselektiert ist.





elefant!no schrieb:

Was ich in Hobbyforen bestimmt nicht mehr lesen möchte, sind Anwaltsdrohungen gegen User und Betreiber. Auch wenn mich der letzte Streich von Hifi-Selbstbau im Nachbarforum aufs Köstlichste amüsiert hat.


Hatte ich ja völlig vergessen.
Na, das erinnert ja ein sehr an die (auch belustigenden aber nicht wirklich amüsanten) Versuche der Musikindustrie, ihre Urheberrechte auf biegen und brechen durchzusetzen.

Hier wie dort fehlt es IMHO an der Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung und noch so einiges mehr - gehört aber hier jetzt nicht her, von daher, ab dafür.

ciao, mdh


[Beitrag von mdh am 15. Nov 2006, 11:59 bearbeitet]
kboe
Inventar
#91 erstellt: 15. Nov 2006, 15:47
ohne nochmal auf jede einzelne vorgeführte box eingehen zu wollen hier mein fazit:
ich hab mit recht vielen leuten über die gehörten lautsprecher diskutiert und für mich war das ergebnis mehr als nur erstaunlich: sachen, die für mich einfach nicht geklungen haben, wurden von anderen in den höchsten tönen gelobt. da ich weder mich noch viele andere für komplette greenhorns halte kann die erkenntnis nur lauten, daß es DEN perfekten LS nie wird geben können. zu verschieden sind die geschmäcker. gebaut wird nur was MIR gefällt und mögen mich andere auch belächeln oder auslachen. das ist mir piepschnurzegal!
zum thema bauplan von hifi-selbstbau:
ich drück alle 2 monate 10€ ab für HH und K&T. da reg ich mich auch nicht auf, weils was kostet. das online-abo ist sogar ein bissl günstiger. information kostet halt. wenn ihr jemanden habt, der euch mitlesen läßt, ist das sicher genauso legitim, wie ein heft zu verborgen aber ein bissl leben lassen sollte man die entwickler schon!

mein favorit wäre übrigens eine trio mit waveguide oder eine take:seven mit der ke25sc

schönen gruß
kboe


[Beitrag von kboe am 15. Nov 2006, 15:49 bearbeitet]
georgy
Inventar
#92 erstellt: 15. Nov 2006, 16:08
Richtig hören und beurteilen kann man Boxen auf solchen Messen eh nicht, dazu ist dort zuviel Betrieb.
Dass Boxen von diversen Leuten unterschiedlich beurteilt werden ist logisch, da spielt eben immer der persönliche Geschmack eine Rolle und auch ob alle am gleichen Platz gesessen/gestanden haben, was aber eher selten vorkommt.
P.Krips
Inventar
#93 erstellt: 15. Nov 2006, 16:42
Hallo,


elefant!no schrieb:
Ich finde es für die Allgemeinheit sehr begrüßenswert, daß Theo seine Erkenntnisse nur noch einem beschränkten Publikum zugänglich macht,


.. der (Satz) ist echt gut,

Gruß
Peter Krips
ax3
Inventar
#94 erstellt: 15. Nov 2006, 19:44

hreith schrieb:

Sogar der doch recht kritische Walter Fuchs war da.Wenn er am Ende sagt, dass wären die besten Panels, die er je gehört habe - dann kann man sich schon was darauf einbilden. Naja, und wenn ihm die Panels gefallen haben, dann war die Elektronik wohl auch nicht übel :)


Von welchen Panels redet ihr?
Capaciti?

Welches davon genau?
Das 150er, das 80er?
Calipro, Modul, Element?

Nach euren überaus positiven Berichten, würde ich mir die auch gerne mal anhören.

Wo kann man das?
hreith
Inventar
#95 erstellt: 15. Nov 2006, 20:16
Hi ax3,

da liefen gerade die Modul150. Das sind die großen Panels mit den 2xSLS10 im Bass.
Schaue doch mal auf
http://www.capaciti-diy.com
Allerdings hat der Michael durch mein ständiges Gemeckere bis auf die letzte Minute noch am Klang feilen müssen. Er hatte also noch keine Zeit, die Sachen auf seiner website schön zu beschreiben.
Toni100000
Stammgast
#96 erstellt: 15. Nov 2006, 20:23
Wenn das Walter Fuchs sagt, dann ist die Aussage etwas wert. Ich hatte schon ein paar Mal die Gelegenheit, mit diesem HiEnd-Urgestein zu plaudern. Ein Meister seines Faches und unbedingt glaubhaft. Harte Schale, weicher Kern, ein richtiger Ruhrpotter, mit viel Herz und musikalischem Sachverstand.

Seine Cantabile sind heute noch ein unerfüllter Traum von mir, den ich mir aber auch jetzt im gehobenen Mannesalter nicht leisten kann, obwohl er sie auf Bestellung noch baut. In verbesserter und aktualisierter Bauweise natürlich. Vollaktiv mit Aufstellung und Einmessung in den Hörraum durch ihn persönlich.

Ich werde sehen, dass ich die von euch so hochgelobten Lautsprecher einmal in meiner Nähe hören kann. Im Raum München vielleicht.
Ezeqiel
Inventar
#97 erstellt: 15. Nov 2006, 22:51
Wenn man hier ganz runter scrollt, findet man etwas über die Cantabile. Mehr über sie ist im Netz beim ersten flüchtigen Suchen leider rar. Das hier ist erstmal beeindruckend . . .

Gruss,
Ezeqiel


[Beitrag von Ezeqiel am 15. Nov 2006, 22:55 bearbeitet]
hreith
Inventar
#98 erstellt: 15. Nov 2006, 23:38
Man bedenke, dass die Cantabile vor über 10 Jahren wohl umgerechten etwa 25.000 gekostet hat, wärend die obige DIY-ESL-Kombi mit kanpp über 3.000 bezahlt ist.
Cyburgs
Stammgast
#99 erstellt: 17. Nov 2006, 00:48
Liebe Kollegen,

hier ist die Zusammenfassung meiner persönlichen Erlebnisse und Eindrücke der Messe in Gelsenkirchen 2006. Ich lege Wert darauf, dass dies meiner rein subjektiven Wahrnehmung entspricht, und ich habe auch auf dieser Messe wieder ein Erlebnis gehabt, wo mein eigenes Erleben entwaffnend inkonsistent war, Näheres weiter unten. Ich finde solche Messeberichte dennoch extrem spannend und lehrreich und lese alle, die ich in die Finger kriege, weil man besonders bei unterschiedlichen Wahrnehmungen sehr viel über die eigene Wahrnehmung lernen kann.
Wer den nun folgenden Wust nicht lesen will, hier eine kurze Zusammenfassung:

Die drei Tage waren geil. Obergeil.

Nun ins Detail:

Boxenbaustelle: Thorsten Weber war wie üblich sehr freundlich und nett und es machte viel Spass mit ihm zu plaudern. Meiner Meinung nach waren die hinteren Zimmer von der Akustik her deutlich bevorzugt, der Schalldruckklau war eher in den größeren Sälen unterwegs. Zu den gehörten Boxen:

- Die CSS FR125S waren für mich eines der drei persönlichen Highlights der Messe. Die (zugegebenermaßen eigenwillig designten) Keksdosen mit großer Passivmembran hinten klangen extrem fein und ausgewogen, gingen überraschend weit runter, und bildeten einen natürlichen Raum ohne übertriebene Effekte ab, große Klasse. Könnt ich ewig hören.
- Die AN10, die ich ja schon vorher aus kboes "ersten Selbstgebauten" kannte, hinterließen bei mir einen gemischten Eindruck. Erstens finde ich persönlich, dass kboes Entzerrung besser abgestimmt ist (kboe und Thorsten wollen sich deswegen auch kurzschließen) und zweitens war der Raum meiner Meinung nach zu klein dafür. Die wirklich extreme Abbildungsfähigkeit des AN10 kam nur in der letzten Reihe am mittleren Sitzplatz zur Geltung, dort saugte der AN10 einen aber richtig in das Hörgeschehen ein. Ich finde den AN10 einen großartigen Lautsprecher, der dort aber nicht ganz zur vollen Wirkung kam.

- CSS WR und Dayton Hochtöner: Auch diese Box lieferte eine ausgezeichnete Vorstellung, doch war der FR125S allein noch eine Spur homogener. Trotzdem Hut ab vor der 10 Euro Kalotte, die ließ so manches viel Teureres problemlos stehen.

LSV Achenbach: Ich habe von Dieter vorher noch keine Konstruktionen gehört und war deshalb sehr gespannt. Beiden Lautsprechern war gemeinsam, dass sie nicht extrem tief abgestimmt waren, was in diesen Räumen sicher vorteilhaft war. Es bewahrheitete sich wieder einmal, dass man die Lautsprecher nicht tiefer abstimmen soll als der Raum verträgt. Wummerbass war deshalb beiden fremd.

- Point P: Es war begeisternd, welche Pegel die relativ kleine Box ganz locker in den Raum stellte. Ob Stimela oder Bregovic, die Box blieb cool. Was mir besonders bei Stimela auffiel, war die schöne Durchzeichnung der verschiedenen Nuancen von Hugos Gesang. Würde ich gezwungen, wenigstens einen Kritikpunkt zu nennen, würde ich eine leichte Härte im Hochton anmosern, die mir aber nur bei einem einzigen Stück auffiel, und da auch nur direkt nach dem Umschalten vom anderen Paar. Es kann also auch an der Aufnahme liegen. Und die blauen Ständer wollten optisch irgendwie nicht zum Preis der Box passen, hehe. Die Ohrenputzsession mit Bregovic am Sonntag nachmittag war ein beeindruckendes Erlebnis und zeigte auch, dass Mörderpegel nicht unangenehm sein muß.
- Die "Akzent": Klangen etwas runder als die PHY Coaxe, ohne jetzt wirklich unpräziser zu wirken. Auch diese Box hatte mit hochdynamischer Musik große Freude. Bei Stimela schenkten sich die beiden Lautsprecherpaare wenig, auch die Rote löste sehr gut auf. Dieser Lautsprecher gehörte meiner Meinung nach zu den besten auf der Messe.

HiFi-Selbstbau: Die Vorführungen bei Theo und Pico waren extrem informativ und spannend.

Besonders in Erinnerung ist mir die Hörsitzung am Samstag abend gegen halb sechs, wo eine wie üblich seriöse Session mithilfe eines etwas unernsten Publikums in eine total unterhaltsame Stimmung abglitt. So: "Ich werd jetzt noch was Audiophiles auflegen". - "Kömma nicht statt dessen was Schönes hören?"
Der Abend endete mit Manowar und Toy Dolls. Dabei zeigte sich auch dass den beiden Vortragenden jedweder Bierernst fremd war. War sehr spassig.

- Trio: Das zweite von drei Messehighlights für mich. An dieser Box stimmte meiner Meinung nach alles, sie hatte mit keiner Musik Probleme, konnte laut, konnte leise, bildete ohne vordergründige Effekte einen schönen Raum ab. Gibt nicht viel mehr dazu zu sagen. Absoluter Traum.
- Take7: Auch ein beeindruckender Lautsprecher, bei dem klanglich in vielerlei Hinsicht einiges an die Trio erinnerte. Mir persönlich war er dann aber doch ein wenig zu direkt, besonders Schlagzeug sprang mich schon bei relativ geringen Pegeln an. Am ärgsten fand ich das fiese Hackgeräusch bei Roger Waters, das war mental schon sehr hart.
- Die "two and one": Mein persönliches Sorgenkind. Ich war schon im Vorfeld sehr neugierig auf diesen Lautsprecher, da ich viel Positives von der letzten Messe gehört habe. In der Hörsession am Freitag war die Enttäuschung bei mir groß, die Box klang bei der Hochpegelvorführung hohl und saftlos, obwohl die beiden BG20 schon so pumpten, dass Pico ein paar Mal mit der Hand kontrollierte, ob sie eh noch drinbleiben würden. Am Samstag untersuchten Pico und kboe eine von letzterem aufgestellte Theorie am Objekt "two an one" und was wir da zu hören bekamen war Klang vom Feinsten. Eine schön aufgelöste Bühne, feiner Klang von oben bis unten. Ich habe den B200 schon ein paar Mal in verschiedenen Gehäusen gehört, aber so schlecht wie auf dieser Messe und auch so gut wie bei dieser Messe habe ich ihn noch nie gehört. Ich muß lernen, mit dieser Tatsache umzugehen, hehe. Den Grund für die freitägliche Enttäuschung sehe ich retrospektiv eventuell durch zu große Abhörlautstärke, die BG20 waren wahrscheinlich dabei schon am Ende. Auch andere Vorführer unterschätzten meines Erachtens die Schallabsorbierung der großen Vorführräume und muteten den Boxen zuviel zu im Versuch, Pegel wie im gewohnten Abhörraum zu machen. Also ist mein Fazit zu der "two and one" sehr positiv.

Jean Audio:

- Jeanni: Leider konnte ich die Jeanni nur einmal kurz hören, und da nicht in optimaler Hörposition, was ich aber hörte war sehr beeindruckend. Lonzo kannte keine Gnade und gab Stoff, es war erstaunlich, wie laut und klar diese zierliche Box ging, Hut ab. Mancherorts war es dann aber schon ein wenig zuviel für den TIW200. Was diese Box aber in einem normalen Hörzimmer in den Raum zu stellen vermögen würde, ist sicher jenseits von dem was man eigentlich braucht. Der Klang war präzise und ausgewogen vom Hochton bis zum Bass hinunter, auch bei hohen Lautstärken, zur Räumlichkeit kann ich aus obengenannten Gründen nichts sagen.

Capacity:

- Ich hörte die abgebildete Version. Die Panele beeindruckten mich sehr, die Räumlichkeit war sehr gut, auch in die Tiefe, allerdings erschienen mir die Musikinstrumente und besonders die Stimmen ein wenig zu groß. Ich konnte die natürliche Größe und die virtuelle Entfernung der Stimme mental nicht in Deckung bringen. Allerdings saß ich sehr weit vorne, vielleicht war es weiter hinten besser. Weiters waren sie für meinen Geschmack eine Spur zu betont in den Höhen/Mitten, nicht viel, aber ein bisschen.

Hobby-Hifi: Das erste Mal Timmi live erleben, das war schon was. Ich hatte das Glück schon am Freitag da zu sein, da war der Saal zwar auch voll, aber man mußte sich wenigstens nicht anstellen. Die Vorführung war professionell im positivsten Sinn des Wortes. Alles funktionierte, die Vorstellung lief wie am Schnürchen, es wurde Vorbereitetes gespielt und auch Hörerwünsche, Timmi, seine Frau und seine Mitarbeiter beantworteten Fragen bestimmt, kompetent und freundlich. Eine Szene wird mir noch lange in Erinnerung bleiben: Samstags früh, die Vorführung lief bereits, Timmi war noch nicht da, plötzlich geht die Tür auf, er kommt herein mit einem dicken Strick vom Typ Kalb-Anleiner-extragrob, bindet ihn freundlich ins Publikum lächelnd an eine vor den Boxen liegende Türschnalle und spannt ihn quer zwischen Boxen und Zuhörer, wo ihn ein Mitarbeiter am Tisch befestigte. Das alles wortlos, lächelnd, bei laufender Vorstellung und vollbesetztem Hörraum. Freunde skuriller Szenen wie ich konnten dabei gut kichern.
- Boxenvergleich mit Umschalten: Wenn jemand während eines laufenden Musikstückes nahtlos von einer Box zur nächsten umschaltet, muß er von seinen Boxen wirklich überzeugt sein, da man jede kleinste Nuance Unterschied dadurch hören kann. Einen hörbaren Ausreißer würde ein solcher Test unbarmherzig entlarven. Und er weiss was er tut, denn diesen Ausreißer gab es nicht. Die Boxen klangen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Größe und Bestückung so etwas von ähnlich, erst nach ein paar Schaltdurchgängen konnte ich mit Bestimmtheit Unterschiede festmachen. Mir gefiel die Cento am besten, die Topas plus war mir eine Spur zu dumpf, die Cumulus hatte einen schönen Hornbass, trug sie mir im Kickbass eine Spur zu sehr auf, der kleine Monitor klang zwar absolut beeindruckend, allerdings hatte ich das Gefühl, dass er verständlicherweise manchmal schon am Limit war. Die anderen lagen irgendwo in der Mitte. Diese Unterschiede waren aber, wie gesagt, marginal, alle spielten auf sehr hohem Niveau und trugen klanglich die selbe Handschrift. Zur Räumlichkeit kann ich nur wenig sagen, ich saß weit hinten und viele Köpfe waren vor mir.

- Optimum: Was für Riesenkübel! Ich machte mich auf die akustische Klaustrophobie gefasst, die mich manchmal beschleicht, wenn ich mit viel zu großen Boxen in einem zu kleinen Raum bin. Und Überraschung! Die Optimum konnten leise genausogut wie laut. Der Klang löste sich schön von den Boxen, die beiden Kübeln standen so da wie wenn sie eigentlich nicht dazugehören würden. Ich stand diesmal zum Glück ganz hinten in der Mitte. Tonal war sie eine typische Timmibox, in eine ähnliche Richung wie die anderen im Boxenvergleich. Ich bat einmal Death von Bregovic von meiner CD hören zu dürfen, Timmi fragte mich ob laut oder leise, ich sagte leise, es würde von selbst laut. Als dann der harte Bassdrumschlag mitten ins Leise krachte, beobachtete ich mit Vergnügen den ganzen Saal zusammenzucken. Keine Box auf der Messe brachte diesen Schlag so brutal und gleichzeitig so selbstverständlich und locker, ich war hin und weg. Noch dazu klang die Box auch bei lyrischen Stellen so gut, so daß ich die Optimum zu meinem dritten Highlight dieser Messe erkor.

Stein Music: Ich stand vor den Schallwänden und dachte OMG. Ich pflanzte sie mental in mein Wohnzimmer aber sie passten nicht einmal mental. Macht nix. Ich hab selbst einen CH250 zu Hause, zur Zeit uneingebaut, nur kurz in einer Schallwand getestet. Ich war gespannt.

- Und was Holger Stein da vorspielte war extrem beeindruckend! Viele der Unarten des Originalchassis waren weg, die Monster konnten sogar schönen Bass, Stimmen klangen sehr fein, alle klang irgendwie stimmig und rund. Gefühlsmäßig würde ich dennoch einen flachen Mittensperrkreis vermissen und zweitens ist der mögliche Schalldruck mit dem bisschen Hub dann auch zu begrenzt. Aber trotzdem Hut ab, mir würde auf Anhieb kaum ein anderer Breitbänder einfallen, der ohne Korrektur so klingt.

BPA und akustik art: Ich hatte das Vergnügen, lang und erbaulich mit Thorsten Fischer und Nick Baur zu quatschen, allerdings kostete das dann auch wieder Zeit zum Hören. Die beiden Modelle, die ich aber unbedingt und vorsätzlich hören wollte, schaffte ich dann auch, sogar in guter Hörposition.
- L8: Der Prototyp voriges Jahr war mir nicht so prickelnd in Erinnerung, deshalb war die Spannung groß, nun einmal ein optimal verbautes und eingespieltes Serienmodell zu hören. Und er hat auf jeden Fall einen Riesenschritt gemacht. Wichtig war an der richtigen Position zu sitzen, dann passte auch der Hochton. Obwohl Nick eine sperrkreislose Verbauung wählte, würde ich aber dennoch über eine Entzerrungsschaltung nachdenken, das würde nicht nur die ganz leicht vorlauten Mitten zurücknehmen, sondern dem Hochton auch noch ein Glitzerkrönchen aufsetzen. Alles in allem aber eine gelungene Vorstellung. Ach ich vergaß, die Räumlichkeit war eines großen Breitbänders würdig und erstklassig. Und das Bassabteil passte super dazu.
- Vettern Fast: Ich kenne ja die CT211 von kboe drum war der Vergleich spannend. Über die Basswiedergabe möchte ich keinen Vergleich anstellen, denn dazu waren der Vorführraum und kboes Hörzimmer zu unterschiedlich. Der Bass der Vettern Fast gefiel mir dennoch besser, vielleicht lag es auch daran, dass der Omnes eventuell ein wenig mehr Wirkungsgrad bringt als der W3. Oder es war nur der Raum. Vom Breitbänder her fand ich den Omnes besser, er klang runder und löste in den Höhen feiner auf. Ich denke, dass dies ein großer Wurf ist, der mit allen Musikrichtungen seine Freude hat. Und die Chassis sehen auch noch richtig gut aus.

Manger: Auch dort war ich nur eher kurz drinnen, leider nicht in guter Hörposition, aber die Lautsprecher klangen richtig gut, vielleicht etwas nobler und weniger anspringend als viele andere rüdere Kollegen auf der Messe, aber dafür schwer erklärbar auf eine Weise, die die körperliche Anwesenheit eines Interpreten im Raum suggeriert. Das ist nun natürlich audiofieler Quirl, den ich hier verzapfe, aber anders ist dieses Gefühl nicht zu beschreiben. Mit diesem Chassis muß ich mich noch einmal genauer befassen.

Magnepanstudio:

- Unsere erste Hörsession auf der Messe, es liefen gerade die großen Panels, ich war nicht begeistert, der Bass war mir zumindest an meiner Hörposition viel zu stark und deckte alles andere zu, deshalb kann ich über die anderen Qualitäten wenig sagen. Da sie viele andere recht positiv erlebten, war es möglicherweise wirklich die Hörposition, Dipole sind da recht ungnädig.

Fostex: Ein bistudeppert 80er Bass in einer bistudeppert riesigen Schallwand, die auch die durchsichtigen Flügel optisch nicht wirklich kleiner machen konnte. Das lockte mich natürlich wie viele andere in den Fostex-Raum, klar.

- Beim ersten Besuch des Hörraums spielten die kleinen Boxen mit dem Aktivbass, der Name ist mir entfallen. Sie klangen eher hell abgestimmt, dafür aber sehr präzis und dynamisch. Der Aktivbass wollte mir dazu aber nicht gefallen, da er meinem Geschmack nach ein wenig zu laut eingestellt war und sich keine runde Klangfarbe ergeben wollte.

- Am Samstag dann war es soweit: Gemma 80er hören! Mir gefiel der Klang der Hörner sehr gut, sie spielten hochdynamisch und frisch. Noch spielte die 80er Badewanne nicht, sondern eine Wuchtbrumme in Würfelform, meiner Meinung nach aber viel zu laut eingestellt (zumindest an meiner Sitzposition). Ich blieb sitzen und hoffte auf den Megadödel, (der übrigens aus der Nähe viel schöner aussieht als auf den Bildern der Fostex-Homepage, massiver Gußkorb, segmentierte Membran), allerdings mochte er sich dann ebenfalls nicht in den Gesamtklang integrieren, sondern ließ die Luft vor Tiefstbass flimmern. Wenn sich eine 80er Membran sichtbar bewegt, da ist was los in der Bude! Der Auftritt war gelungen, aber mir fehlte etwas im Bereich, den man üblicherweise als Bass bezeichnet (also zwischen 40 und 80 Hz etwa), der Tiefstbass war hingegen zuviel und untermalte damit so ziemlich alles, was über die Hörner kam, mit einem sinistren Grollen.

Theisges & Mohlitz: Nachdem ich voriges Jahr schon ihre perfekten Gehäuse bewundern durfte und mich dabei so richtig für meine Spanplattenverhaue schämte, war ich über die neuen Eigenkonstruktionen sehr überrascht.

- Die Regalbox mit den beiden Excels und dem Thiel klang über jeden Tadel erhaben, Abbildung und Klangfarben passten perfekt. Obwohl wir nicht sehr laut hörten, zeigte die Box an dynamischen Stellen, dass auch eine schöne Pegelfestigkeit vorhanden ist, so locker steckte sie das weg.

- Wenn man Profitischler ist, kann man auch ohne Weiteres eine Box an der Schallwand mit Ebenholz furnieren und die Seitenwände knallorange lackieren, man weiss aus Erfahrung, dass das gut aussieht. Ein Amateur wie ich würde sich das nie trauen. Dabei kam die Box optisch überhaupt nicht retro rüber, wie meine Beschreibung klingt, sondern hochmodern und stylisch. Ich muß gestehen, wenig über den Klang sagen zu können, da ich mich einfach nicht mehr an Details erinnere (wir waren am Freitag frühnachmittags drinnen), ich weiss nur mehr, dass sie mir klanglich gut gefiel.

Feirtag Acoustic: Zuerst standen da Unmengen von wunderbaren, höchstwertig gefertigten Lautsprechergehäusen in satten Farben rum, das Material sah auf den ersten Blick wie Keramik aus, auf den zweiten Blick sah man das es MDF war, meist durchgefärbt, Auf Nachfrage erfuhr man dass der Aussteller Helmut Feirtag eine Tischlerei betreibt und diese Gehäuse selber fertigt. Man versuchte bekannte Bauvorschläge zu finden und erfuhr auf Nachfrage, dass dies alles Unikate sind. Dann erfuhr man auf Nachfrage, dass der Großteil von Helmut Feirtag selbst entwickelt wurde. Helmut ließ sich mit den Informationen Zeit. Die verwendeten Chassis waren meist von Eton, aber auch ein Tangband W3-871S und ein AN10 mit Unterstützung durch einen Hochtöner war dabei (was natürlich bei kboe soooolche Kabeln verursachte und angeregte Diskussion mit Helmut auslöste, bezüglich Hochtöner oder nicht). Während des weiteren Messeverlaufs lernte ich Helmut als sehr netten, freundlichen Menschen kennen, dessen trockener, bayrischer Humor mit meinem ziemlich gut korrellierte. War eine echt gute Zeit. Leider konnten wir keine Box von ihm hören, aber Helmut versprach das tunlichst auf der nächsten Messe nachzuholen.


Und ein Hifi-Forentreffen gabs obendrauf am Samstag um 14 Uhr. Ich habe mir oben erlaubt, das Foto von Neutz zu stehlen, es ein wenig aufzuhellen und ein Pfeilchen zu machen, um zu zeigen, dass ich wirklich da war
Es war sehr schön, Euch alle einmal kennenzulernen. In dieses platzte dann auch Udo Wohlgemuth, was mich extrem freute. Und dann kamen noch Kaspie und Carawu aus dem Audiodiskussionsforum dazu und dann wurde in verschiedenen Runden gequatscht, gelacht und gefachsimpelt, als würden sich alle schon ewig kennen. Bei mir dauerte das bis halb fünf, glaube ich, aber das war mir irgendwie sehr wichtig.

Ich hatte überhaupt eine sehr gut Zeit dort, wir beiden Ösis wurden von den Profis extrem herzlich aufgenommen und abends nach dem Essen wurde Strom geredet bis halb zwei. Ein paar Bier machen die Zusammenhänge ja viiiiel leichter verständlich, hehe.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Pico, Theo und Judith für die herzliche Gastfreundschaft und den informativen Gedankenaustausch, auch bei Dieter Achenbach (ach ja, ich versprach, die besprochene CD heißt EDERLEZI von Goran Bregovic, das gehörte Stück daraus DEATH), bei Thorsten Weber, bei Georg Huppert und bei Helmut Feirtag, für die gemütlichen Abende.

So, jetzt bin ich natürlich wieder der letzte mit dem Messereport, aber dafür ist er etwas länger geworden

Ich freu mich schon auf nächstes Jahr, gibts schon einen Termin?

Schöne Grüße, Berndt


[Beitrag von Cyburgs am 17. Nov 2006, 18:23 bearbeitet]
Toni100000
Stammgast
#100 erstellt: 17. Nov 2006, 08:21
Vielen Dank für die wunderbare Beschreibung und die tollen Fotos.

Endlich einmal jemand, dem Timmermanns Optimum gefällt.
Dann steht dem Bau der Mittel-Hochtonabteilung nichts mehr im Wege.

Die Össis haben halt doch den besseren Musikgeschmack.


[Beitrag von Toni100000 am 17. Nov 2006, 08:22 bearbeitet]
Cantare
Stammgast
#101 erstellt: 17. Nov 2006, 09:31
Hallo Berndt,

das Projekt hieß "2FAST".
Am 2. Messetag hatten wir den Basspegel optimal an die Raumakustik angepasst.
Wir haben übrigens doch Klavier-Stücke gespielt, und zwar u. a. das ganz gemeine "Midnight Sugar".

Andreas
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