Arcam SR250, der Durchbruch

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bugatti66
Stammgast
#1 erstellt: 16. Nov 2016, 21:06
Hallo,
wie in meinem Profil zu lesen, beschäftige ich mich seit über 3 Jahren mit Verstärkerklang.
Wenn man Beiträge hier im Forum darüber liest, wird immer wieder auch die Rolle der Audio/ Stereo-Zeitschriften angekreidet.
Es werden z.B. Klangpunkte oder Klangniveaus auch an Verstärkern verteilt.
Ich habe mir heute das Stereo-HIFI-Jahrbuch 1/17 gekauft.
Dort sind im Bereich Vollverstärker, Geräte ab
380€ NAD C316 mit Klang-Niveau 36% über
1600€ Pioneer A-70DA Klang-Niveau 75% über
6150€ Accuphase E370 mit Klang-Niveau 96% bis
24000€ AAVIK U-300 mit Klang-Niveau 100% zu finden.
Es sieht so aus, als wenn der Preis auch das Klang-Niveau bestimmen würde.

Bis man bis zum Ende des Kapitels kommt, dort gibt es den

Arcam SR 250 für 3500€ mit Klang-Niveau 100%


Da wäre ich doch verrückt, wenn ich noch was anderes kaufen würde?

Ich habe hier im Forum schon über verschiedene Vorführungen des Arcam SR250 berichtet.
( http://www.hifi-foru...8&postID=16229#16229
http://www.hifi-foru...d=375&postID=761#761 )
Leider konnte mich das Hörerlebnis noch nicht überzeugen, so viel Geld auszugeben.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Arcam mit Dirac gemacht?


[Beitrag von bugatti66 am 16. Nov 2016, 21:17 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 17. Nov 2016, 12:25
Du kannst ja mal hier ein wenig lesen: http://www.hifi-foru...m_id=275&thread=1458
Das sind im Prinzip SR250 mit mehr Endstufen.

Oder hier generell zu Dirac-Live: http://www.hifi-foru...m_id=100&thread=1886

Letztlich wirst du sowieso zuhause in deinem Raum ausprobieren müssen, was Dirac für dich tun kann. Das kannst du weitgehend auch ohne Arcam mittels Testversion auf dem PC probieren. Allzu sehr wird sich das vermutlich nicht vom SR250 unterscheiden, jedenfalls wird dir das mehr Aufschluss geben als Händlervorführungen oder Erfahrungsberichte.

Aber bitte vorher Bescheid geben, ich wäre auch gerne dabei.
BassTrombone
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Nov 2016, 18:34
nur zur Aufklärung, STEREO sagt immer wieder, dass die Klangprozente der unterschiedlichen Kategorien miteinander NICHT vergleichbar seien.

Es sei vielmer so zu interpretieren, dass 100%ige Geräte, das Maximum der JEWEILIGEN Kategorie darstellten.

Der Arcam ist also der klanglich beste AVR den Stereo bisher getestet hat.

Der Accuphase mit 96% liegt NUR 4% unter dem klanglich besten Vollverstärker.

Querchecks zwischen den Kategorien finden nicht statt, daher kann zumindest laut STEREO keine Aussage über die klangliche Güte der AVR gegenüber den VV gemacht werden.


[Beitrag von BassTrombone am 18. Nov 2016, 18:35 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#4 erstellt: 18. Nov 2016, 18:55
Sicher, weil ja auch jeder weiß, dass ein AVR zwei Kanäle niemals so gut verstärken kann wie ein Stereoverstärker...

Deswegen sind das ganz andere "Klangprozente" (ich könnte mich krümeln über diesen Blödsinn).


[Beitrag von Dadof3 am 18. Nov 2016, 18:56 bearbeitet]
bugatti66
Stammgast
#5 erstellt: 18. Nov 2016, 19:49

BassTrombone (Beitrag #3) schrieb:
nur zur Aufklärung, STEREO sagt immer wieder, dass die Klangprozente der unterschiedlichen Kategorien miteinander NICHT vergleichbar seien.
Es sei vielmer so zu interpretieren, dass 100%ige Geräte, das Maximum der JEWEILIGEN Kategorie darstellten.
Der Arcam ist also der klanglich beste AVR den Stereo bisher getestet hat.
Der Accuphase mit 96% liegt NUR 4% unter dem klanglich besten Vollverstärker.
Querchecks zwischen den Kategorien finden nicht statt, daher kann zumindest laut STEREO keine Aussage über die klangliche Güte der AVR gegenüber den VV gemacht werden.


Es gibt gar keine Kategorie AVR im Stereo-HiFi-Jahrbuch!
Es gibt nur Phonoverstärker, Vorverstärker, Vollverstärker und Endverstärker.
Der Arcam SR250 ist kein AVR, er ist ein Stereo-Vollverstärker und steht auch unter der Kategorie Vollverstärker.
Er wird zwar nicht mit Endverstärkern verglichen, aber mit anderen Vollverstärkern wie z.B. den Accuphase E-370.
Dadof3
Inventar
#6 erstellt: 18. Nov 2016, 20:05
Da der SR250 Videosignale verarbeiten kann, würde ich ihn schon als AVR bezeichnen. Ein AVR mit nur zwei Kanälen eben.

Arcam selbst bezeichnet ihn auch als "Stereo AV Receiver".
BassTrombone
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 18. Nov 2016, 20:57


Es gibt gar keine Kategorie AVR im Stereo-HiFi-Jahrbuch!
Es gibt nur Phonoverstärker, Vorverstärker, Vollverstärker und Endverstärker.
Der Arcam SR250 ist kein AVR, er ist ein Stereo-Vollverstärker und steht auch unter der Kategorie Vollverstärker.


Stimmt, es gibt AUCH keine AVR Kategorie in den normalem STEREO-Heften Testspiegeln, jedoch die Kategorie "Stereo-Receiver", und da ist der Arcam mit 100% auf Platz1, an Platz 2 mit 75% ein Aura Vita. Es bleibt also so, dass (so sinnlos das auch ist), dass der Arcam nicht mit der Kategorie VV vergleichbar ist (bitte nach Stereo Lesart !!! Bitte nicht denken, ich find das gut und verteidige das)

Nun kenn ich das angesprochene Jahrbuch nicht, entweder ist den Dödeln von Stereo ein Fehler unterlaufen, den Arcam einfach bei den VV falsch im Jahrbuch bei den einzuordnen oder irgendwo steht ein Komemntar, dass er nur die 100% bei den Stereoreceivern hat und nicht bei den VV ??

Wird im Jahrbuch der Arcam denn auch textuel mit anderen VV vergleichen oder steht er nur als eigene Spalte mitten zwischen den anderen Spalten der anderen VV ?


[Beitrag von BassTrombone am 18. Nov 2016, 21:03 bearbeitet]
bugatti66
Stammgast
#8 erstellt: 18. Nov 2016, 22:58
Die aufgeführten Kategorien kann man auch im Inhaltsverzeichnis sehen, diese sind:
..
Tonabnehmer/Phono-Pres
Vollverstärker
Endverstärker
Komplettanlagen
..
Stereo-Receiver ist nicht dabei. Der Arcam steht bei Vollverstärker.
Vielleicht will die Zeitung das auch gar nicht so ganz genau definieren.
Text gibt es nicht viel. Keine Vergleiche. Nur ein Hinweis auf Ausgabe 9/16.
Die müßte man sich dann besorgen.

Außerdem hat ein Cyrus Lyric auch 100% Klang-Niveau.(sieht aber wie ein Küchenradio aus/ ich hoffe das ist nicht auch eine extra Kategorie )
Beim Arcam ist noch ein Label am Bild mit Aufschrift: "Receiver"

Ich persönlich glaube ja nicht an Verstärkerklang.
Das bedeutet, der NAD, der Yamaha, der ReVox, der Accuphase haben für mich alle 96%.
Aus irgend einem Grund waren die Vorführungen des Arcam bisher für mich keine 96%
Zum Unterschied zu Mindaudio, aber das lag wohl mehr an der Kompetenz des Vorführers, dem ich 99% geben würde.

Hinzufügen möchte ich noch, dass die Kategorie Komplettanlagen auch nur 4 Geräte umfasst, und trotzdem getrennt gekennzeichnet ist. Darunter befindet sich auch ein Naim Mu-So mit 59% Klang-Niveau.


[Beitrag von bugatti66 am 18. Nov 2016, 23:05 bearbeitet]
ingo74
Inventar
#9 erstellt: 18. Nov 2016, 23:11
Warum lässt du dir nicht Dirac von Pico vorführen..?
bugatti66
Stammgast
#10 erstellt: 18. Nov 2016, 23:35
Offtopic,
ist eigentlich nicht so gut, wenn ich in meinem eigenen Thread off Topic bin, aber trotzdem:
In einer Diskussion mit KSTR über Trinaural, gab ich zu bedenken, dass ich keine 3 gleichen Lautsprecher habe.
Er meinte, man müsse 2 unterschiedliche Lautsprecher zu einem Stereopaar zusammenstellen,
und wenn die dann eine Stereobühne aufbauen würden, könnte man die auch mischen.
Weitergedacht . . .
Wenn zwei unterschiedliche Lautsprecher keine Stereobühne aufbauen,
kann denn Dirac den linken und rechten Kanal so verbiegen, dass sich trotzdem eine Stereobühne aufbaut?

Denn wäre ich, und sicher auch andere, restlos von Dirac überzeugt.
bugatti66
Stammgast
#11 erstellt: 19. Nov 2016, 10:00
Zurück zu den Verstärkerklangprozenten.
Es könnte natürlich sein, dass da mit den Kategorien doch mal was dran war.
Es gibt bei den Lautsprechern auch eine zusätzliche Kategorie, die nicht aufgeführt ist, nämlich SUB-SAT-System. Da ist nur ein Gerät enthalten, das hat 70%. Der ist aber farblich anders makiert als die Lautsprecher der restlichen Kategorie.
Bei den Vollverstärkern und Stereo-Receivern hat alles eine Farbe.

Denn fragt man sich, warum ein Gerät überhaupt 100% erlangt?
Ich habe ja Mindaudio auch nur 99% gegeben.
100% heißt doch: Es kann nichts besseres mehr geben!

Wie kann man jetzt sicher sein, dass nicht doch ein Hersteller einen 100%-Vorverstärker mit einem 100% Endverstärker und einen 100% Netzwerkspieler in ein Gehäuse packt, und somit einen besseren 100% Stereo-Receiver baut, als der Arcam?
(Da ja z.B. 75% Klang beim AVR nicht gleich 75% Klang bei anderen Geräten gleich kommt?
Theoretisch könnte ein 75% Endverstärker besser als ein 93% Vollverstärker sein (nach dieser, obigen Definition))
P.S.: Aber es könnte auch anders herum sein: Geräte mit Dirac haben immer einen besseren Klang als ohne Korrektursystem?

Aber was ist mit den 100 Prozenten?
Damit hat sich die Stereo in eine Sackgasse manöveriert. bzw. bestätigt, dass die Mehrheit aller Verstärker gleich klingt. Q.E.D.


[Beitrag von bugatti66 am 19. Nov 2016, 10:08 bearbeitet]
BassTrombone
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 19. Nov 2016, 10:19

Aber was ist mit den 100 Prozenten?
Damit hat sich die Stereo in eine Sackgasse manöveriert. bzw. bestätigt, dass die Mehrheit aller Verstärker gleich klingt. Q.E.D.


Stereo geht so vor.......Wenn ein neuer Spitzenreiter mit 100% ermittelt wird, der besser ist als der Vorherige mit 100%, dann werden alle anderen darunterliegenden Geräte entsprechend abgewertet. Der ehemals 100%ige hat dann z.b. nur noch 97%

Eine Sackgasse sehe ich da nicht. Die 100 % bei Stereo bedeuten nichts anderes, als das es nur AKTUELL das beste Gerät der jeweiligen Kategorie ist, was Stereo BISHER getestet hat.


[Beitrag von BassTrombone am 19. Nov 2016, 10:20 bearbeitet]
Plankton
Inventar
#13 erstellt: 19. Nov 2016, 10:21
Ist doch ganz einfach: Falls eine neues Produkt mit Chance auf gute Anzeigenschaltung erscheint ,wird einfach eine "Überreferenz" eingeführt.
Wenn das nicht mehr reicht kommt die "Ultrareferenz" dann die "Hyperreferenz" usw.. Es sind doch nur nur kostenpflichtige Anzeigenblättchen.
Dadof3
Inventar
#14 erstellt: 19. Nov 2016, 10:25
Alleine schon der Glaube, in einer Gerätekategorie, bei der in Blindtests keinerlei Unterschiede festzustellen sind, und bei der es auch keine relevanten Unterschiede in Messungen gibt, irgendwie geartete objektive "Klangprozente" vergeben zu können, zeigt doch bereits die Absurdität des Prinzips.

Darüber zu sinnieren ist völlig vergeudete Zeit.
BassTrombone
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 19. Nov 2016, 10:25

Ist doch ganz einfach: Falls eine neues Produkt mit Chance auf gute Anzeigenschaltung erscheint ,wird einfach eine "Überreferenz" eingeführt.
Wenn das nicht mehr reicht kommt die "Ultrareferenz" dann die "Hyperreferenz" usw.. Es sind doch nur nur kostenpflichtige Anzeigenblättchen


Genau so isses !!!!

Ich hab Herrn Böde auf einer Messe mal mit einem Accuphase Vertriebler streiten gehört, der sich beschwerte, dass der damals neue Accupahse DP78 SACD Speiler nur 98% bekamm und nicht 100 !!
bugatti66
Stammgast
#16 erstellt: 20. Nov 2016, 11:09
Na gut, trotzdem gehts weiter.

Komisch ist, dass in der Ausgabe 2017 kein Accuphase E-4xx mehr drin ist.
Denn hab ich noch die Ausgabe 2013, da ist ein Accuphase E-460 mit "nur" 95 Klangprozenten.
Der Accuphase E-370 hat in 2017 96 Klangprozente.
Um das vergleichen zu können, müßte man jetzt wissen, ob es einen neuen 100%-Verstärker gab, der zur Abwertung der alten 100%-Verstärker geführt hätte. Schauen wir uns den ASR-Emitter an, so hat der 100% in 2013 und auch in 2017 ; und der Dartzeel CTH-8550 auch.
Außerdem ist mir noch aufgefallen, dass es wohl einen Klangsprung von Accuphase E-250 84% 2013 (4880€) zu E-260 91% 2017 (5000€) gab.
Im Text ist die geniale AAVA-Lautstärke-Regelungstechnik erwähnt, die aber schon beim E-250 vorhanden war. Was denn wohl zu dem Klangsprung verholfen hat bleibt unergründlich. Vielleicht doch die Beschwerde der Accuphase-Leute?
ingo74
Inventar
#17 erstellt: 20. Nov 2016, 11:20
Was ist das Ziel dieses Threads bzw was willst du erreichen..?
Wird mir nicht ganz klar...

Ansonsten zu den 100% - man kann es auch so verstehen, dass der "Tester" 100%ig zufrieden war mit dem Arcam
bugatti66
Stammgast
#18 erstellt: 20. Nov 2016, 12:17
Ziel war, ob die Stereo mit der Vergabe von 100% an den Arcam, einen Durchbruch zur bisher weit verbreiteten Meinung gegenüber (schlechteren) Klang bei AVR und deren Abwandlungen, und Geräten mit DSP, eingeläutet hat?
ingo74
Inventar
#19 erstellt: 20. Nov 2016, 12:41
Glaub ich nicht. Lobeshymnen auf gutes Korrektursysteme gab es immer mal wieder zwischen durch, aber der geneigte Hi-Ender kauft lieber Kabel und die Industrie verdient damit auch mehr
bugatti66
Stammgast
#20 erstellt: 27. Nov 2016, 08:28

BassTrombone (Beitrag #7) schrieb:
. gibt . . Kategorie in den normalem STEREO-Heften Testspiegeln, jedoch die Kategorie "Stereo-Receiver", und da ist der Arcam mit 100% auf Platz1, an Platz 2 mit 75% ein Aura Vita. Es bleibt also so, dass (so sinnlos das auch ist), dass der Arcam nicht mit der Kategorie VV vergleichbar ist (bitte nach Stereo Lesart !!! Bitte nicht denken, ich find das gut und verteidige das)


Ich habe noch ein bisschen weiter gedacht.
Wenn diese Regel in Stein gemeißelt wäre, ( Der beste jeder Kategorie hat immer 100%) müßte ja eigentlich, bevor der Arcam getestet wurde,
der damals Beste in der Kategorie Stereo-Receiver auch 100% gehabt haben?

Leider habe ich keine Stereo, wo das so wäre. Ich habe z.B. Ausgabe 2014/8, dort habe ich aber gar keine Kategorie Stereo-Receiver gefunden.
Hat jemand die Ausgabe 8/16 der Stereo?
QW_8793
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 27. Nov 2016, 17:34

bugatti66 (Beitrag #20) schrieb:
Wenn diese Regel in Stein gemeißelt wäre, ( Der beste jeder Kategorie hat immer 100%)........Hat jemand die Ausgabe 8/16 der Stereo?


Ja das ist ganz sicher so in Stein gemeißelt bei den Hifi-Magazinen! Du kannst die getesteten Geräte definitiv nur innerhalb deren Gerätegattung miteinander klanglich vergleichen, nur darauf beziehen sich die vergebenen Prozentpunkte nämlich! Und das ist bei allen Hifi-Testmagazinen schon immer so gewesen, und dort auch schon zig mal so erwähnt worden in der Vergangenheit. Die 100 % bei dem Arcam SR 250, haben also nur bei AV-Receivern eine vergleichbare Aussagekraft, was den Klang anbetrifft.

Gemessen an Vollverstärkern kannst du beim Arcam SR 250, sicherlich ca. 20 - 30 % beim Klang abziehen. Also bekäme der bei den Vollverstärkern höchstens 80 %. Zwischen Vollverstärkern und Vor- Endstufenkombinationen z. B., war der Unterschied immer so 20 %. Also würde der beste Vollverstärker bei den Vor- Endkombis, nur schlappe 80 % bekommen. Vom Arcam wollen wir da mal erst gar nicht reden.

Was steht denn in STEREO 8/2016 so interessantes drin deiner Meinung nach, ich habe die Ausgabe nämlich.
bugatti66
Stammgast
#22 erstellt: 27. Nov 2016, 17:40
Die Frage war: Welches Gerät in der Kategorie Stereo-Receiver 100% hatte?

Oder ob es diese Kategorie gar nicht gibt,
oder ob es gar kein Gerät mit 100% gibt?

Die nächste Frage wäre, wieviel % dieses Gerät dann ein Monat später hat, als der Arcam mit drin ist.


[Beitrag von bugatti66 am 27. Nov 2016, 18:15 bearbeitet]
QW_8793
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 27. Nov 2016, 20:30

bugatti66 (Beitrag #1) schrieb:
Bis man bis zum Ende des Kapitels kommt, dort gibt es den Arcam SR 250 für 3500€ mit Klang-Niveau 100% Da wäre ich doch verrückt, wenn ich noch was anderes kaufen würde?


Nein, du bist ursprünglich in deinem ersten Beitrag davon ausgegangen, dass du mit dem Arcam SR 250 klanglich den Verstärker Olymp erreichen könntest. Dem ist aber nicht so. Weil du hier die Vollverstärker mit dem AV-Receiver direkt verglichen hattest - was aber so nicht geht. Dein Fragezeichen am Satzende - fettdruck - untermauert hier ja deine eigene Unsicherheit recht deutlich!

Bei den High Endern spielen die AV-Receiver-Kisten ohnehin keine Rolle, die Ausnahme bestätigt da bestenfalls die Regel. Und STEREO führt nur die wichtigsten Gerätegattungen in der Bestenliste auf. Kauf dir lieber einen vernünftigen Vollverstärker.
bugatti66
Stammgast
#24 erstellt: 27. Nov 2016, 21:00
BassTrombone hat mir doch schon alles erklärt, jetzt wollte ich nur nochmal wissen, was im Testspiegel der STEREO 8/2016 steht?
Gab es überhaupt eine Kategorie Stereo-Receiver?
Oder gab es gar kein Gerät mit 100% in dieser Kategorie?
Oder welches Gerät in der Kategorie Stereo-Receiver hatte 100%?


[Beitrag von bugatti66 am 27. Nov 2016, 21:20 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#25 erstellt: 27. Nov 2016, 22:34

QW_8793 (Beitrag #21) schrieb:
Gemessen an Vollverstärkern kannst du beim Arcam SR 250, sicherlich ca. 20 - 30 % beim Klang abziehen. Also bekäme der bei den Vollverstärkern höchstens 80 %.

Mal abgesehen davon, dass der SR250 ein Vollverstärker ist:

Bei bugatti66 bin ich mir ja einigermaßen sicher, dass er diese Diskussion der reinen Satire wegen führt, aber bei dir frage ich mich wirklich, ob du dieses Punktesystem vielleicht ernst nimmst. (?)
ingo74
Inventar
#26 erstellt: 27. Nov 2016, 22:34
Ich weiß gar nicht, wo dein Problem ist. Bei Audiovision hat der Arcam AVR550 ähnlich abgeschlossen:
Tonqualität 60/60
Frequenzgangabweichung 2/2
Hörtest 30/30 bzw 10/10
Einmessautomatik 3/3

Besser gehts doch nicht bzgl Klang
QW_8793
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 27. Nov 2016, 23:51

Dadof3 (Beitrag #25) schrieb:
Bei bugatti66 bin ich mir ja einigermaßen sicher, dass er diese Diskussion der reinen Satire wegen führt, aber bei dir frage ich mich wirklich, ob du dieses Punktesystem vielleicht ernst nimmst. (?)


Es ging hier lediglich darum, @bugatti66 den Testspiegel der Hifi-Magazine zu erklären - er selber hat hier nämlich offensichtlich keinerlei Durchblick. Und nach Satire sieht das ganze bei ihm nun wirklich nicht aus. Seinen Beitrag zum Potenzialausgleich im Accuphase Thread, fand ich da übrigens eindeutig lustiger. War aber auch keine beabsichtigte Satire. Und ich glaube grundsätzlich nur das, was ich selber gehört und gesehen habe. Und an die Ernsthaftigkeit von @bugatti66 in diesem Thread natürlich auch.
bugatti66
Stammgast
#28 erstellt: 28. Nov 2016, 19:56
Aaahh,
jetzt hab ich's, nicht nur die 100%-Grenze kann flexibel angepasst werden, sondern die Grenze zum schlechten Klang scheint auch nicht definiert zu sein.
Daher, was ich für einen Unterschied zwischen 93% und 96% halte, wird einfach mit einer Art Lupenfunktion "vergrößert" und auf 36% bis 100% abgebildet.

Ja, Dadof3 hat schon Recht, ich selber glaube, dass die Mehrzahl der Verstärker nicht unterschiedlich klingen.
Aber so richtig ironisch sollte der Thread nicht werden, ich dachte schon, dass in der Redaktion der Stereo ein Umdenken statt gefunden hatte.

Schade, dass keiner meine Fragen bzgl. des Testspiegels beantwortet. Macht nix, ich kann mir ja die Ausgaben selber kaufen.

Und was soll bei dem Potenz -uups- Potentialausgleich ironisch sein?

Manche User scheinen mich nicht zu verstehen, andere drücken nicht auf die Links, da kann ich aber keine Rücksicht drauf nehmen.

In einem anderen Thread hatte einer anscheinend noch nie das Wort Dämpfungsglied gehört, und machte Witze über Dampfkochtopf

P.S. Hab gerade in die Ausgabe 12/2016 geschaut, da gibt es gar keine Kategorie Stereo-Receiver oder AVR im Testspiegel.


[Beitrag von bugatti66 am 29. Nov 2016, 12:58 bearbeitet]
buayadarat
Inventar
#29 erstellt: 29. Aug 2017, 10:22
Ich hänge mich mal hier rein, ich bin gerade im Web über den SR250 gestolpert. Ist das jetzt der perfekte Stereo-Vollverstärker, wenn man auch Fernseher, BlueRay-Spieler und ähnliches ranhängen will? Oder ist das mit dem "Stereo-AV-Verstärker" nur ein schön klingendes Marketing?

Wenn ich das richtig verstehe, gibt es zwei Unterschiede zu einem normalen Vollverstärker mit DAC:

1. Dirac-Einmessung
2. Mehrere HDMI-Eingänge

Erste Frage: Gibt es noch andere Unterschiede?

Zu den Vor- und Nachteilen von Punkt 1 gibt es schon mehrere Diskussionen. Unterdessen gibt es ja schon mehrere andere Geräte mit ähnlichen Systemen.

Zu Punkt 2 und somit zweite Frage: Bietet es irgendwelche Vorteile, einen Fernseher über HDMI anzuschliessen, gegenüber anderen digitalen Strippen? Oder funktioniert sogar Dirac nur so?
Dadof3
Inventar
#30 erstellt: 30. Aug 2017, 03:06

buayadarat (Beitrag #29) schrieb:
Ich hänge mich mal hier rein, ich bin gerade im Web über den SR250 gestolpert. Ist das jetzt der perfekte Stereo-Vollverstärker, wenn man auch Fernseher, BlueRay-Spieler und ähnliches ranhängen will?

Kann so ein Gerät perfekt sein? Jeder hat andere Vorstellungen von einem perfekten Gerät.
Ich sehe zum Beispiel den Arcam AVR390 als in fast jeder Hinsicht überlegen und noch dazu 1000 € billiger an.


Oder ist das mit dem "Stereo-AV-Verstärker" nur ein schön klingendes Marketing?

Ich halte das für eine technisch zutreffende Beschreibung, die ich auch selbst verwenden würde.


Wenn ich das richtig verstehe, gibt es zwei Unterschiede zu einem normalen Vollverstärker mit DAC:

1. Dirac-Einmessung
2. Mehrere HDMI-Eingänge

Erste Frage: Gibt es noch andere Unterschiede?

Ich würde da min noch die Videosignalverarbeitung und vor allem die aktive Frequenzweiche für Subwoofer sehen, welche man in normalen Stereoverstärkern fast nie findet, auch wenn sie einen Subwooferausgang haben.


.Zu Punkt 2 und somit zweite Frage: Bietet es irgendwelche Vorteile, einen Fernseher über HDMI anzuschliessen, gegenüber anderen digitalen Strippen? Oder funktioniert sogar Dirac nur so?

Dirac funktioniert unabhängig davon. Der Vorteil ist, dass man mit einem Gerät die Quelle für Video und Ton gleichzeitig umschalten kann. HDMI bietet zudem eine höhere Bandbreite als SPDIF.
buayadarat
Inventar
#31 erstellt: 30. Aug 2017, 08:10
Supradyn, danke, ich versuche das zu verstehen.


Dadof3 (Beitrag #30) schrieb:

Ich würde da min noch die Videosignalverarbeitung und vor allem die aktive Frequenzweiche für Subwoofer sehen, welche man in normalen Stereoverstärkern fast nie findet, auch wenn sie einen Subwooferausgang haben.


Okay, die aktive Frequenzweiche verstehe ich, aber was passiert da mit der Videosignalverarbeitung. Ich hänge da also meinen Fernseher ran. Geht dann das Bild vom Fernseher in den Verstärker und wieder zurück zum Fernseher? Oder hänge ich auch das Fernsehkabel an den Verstärker anstatt den Fernseher? Was wird dabei am Bild verändert?


Dadof3 (Beitrag #30) schrieb:
Der Vorteil ist, dass man mit einem Gerät die Quelle für Video und Ton gleichzeitig umschalten kann. HDMI bietet zudem eine höhere Bandbreite als SPDIF.


Wenn ich jetzt umschalte, schalte ich den TV aus, den BlueRay-Spieler ein, und beim Verstärker wechsle ich die Quelle. Was ändert sich an dieser Folge?
Ach so, nein, so stimmt es, wenn ich von TV auf CD wechsle, wenn ich BlueRay will, lasse ich den Fernseher natürlich eingeschaltet und ändere dort die Quelle. So kommen wir der Sache schon näher. Muss ich dann beim Fernseher die Quelle gar nicht mehr umschalten, weil dann alles über den gleichen HDMI-Eingang kommt?
Aber wie wechsle ich dann beim TV die Sender? Bei Einstellung HDMI-Eingang steht ja die Senderauswahl gar nicht zur Verfügung. Wechsle ich die dann auch über den Verstärker? Hat der auch einen TV-Tuner drin und der Fernseher gilt dann nur noch als Bildschirm?

Und was bietet die höhere Bandbreite? Besseren Klang?

Fragen über Fragen.....
Hörbert
Moderator
#32 erstellt: 30. Aug 2017, 09:02
Hallo!


.........Und was bietet die höhere Bandbreite? Besseren Klang?........


Nein, "besseren Klang" sicherlich nur in einigen wenigen Ausnahmefällen. aber du kannst das Sinal von SACD, BR-Audio oder auch DVD-A digital zum Verstärker schicken, -einen echten Vorteil hättest du dabei allerdings erst bei einem Mehrkanalgerät.


..... Muss ich dann beim Fernseher die Quelle gar nicht mehr umschalten, weil dann alles über den gleichen HDMI-Eingang kommt?............


Die Umschaltung reduziert sich auf insgesamt drei Varianten, Antenne/Kabel, Lan/Inet und eben HDMI-in vom Verstärker genau wie bei einem AVR.

Zudem hast du die Möglichkeit deinen Verstärker zusammen mit dem TV abzuschalten und dein Versterker geht beim Aktivieren des TV´s gleich auch mit an und wechselt den Eingang hin zu TV. Das alles dürfte selbstverständlich auch abschaltbar sein.

MFG Günther
Dadof3
Inventar
#33 erstellt: 30. Aug 2017, 13:11

buayadarat (Beitrag #31) schrieb:
Okay, die aktive Frequenzweiche verstehe ich, aber was passiert da mit der Videosignalverarbeitung. Ich hänge da also meinen Fernseher ran. Geht dann das Bild vom Fernseher in den Verstärker und wieder zurück zum Fernseher? Oder hänge ich auch das Fernsehkabel an den Verstärker anstatt den Fernseher? Was wird dabei am Bild verändert?

Nein, das vom TV-Tuner erzeugte Bild geht nicht durch den AVR. Dabei hätte das sogar gewisse Vorteile, weil man nämlich auch das Bildschirmmenü (OSD) des AVR über das Bild legen könnte - im Moment musst dazu den Fernseher immer auf den HDMI-Eingang umschalten, an dem der AVR hängt. Braucht man aber nicht im täglichen Betrieb, daher verschmerzbar.
Am Bild wird normalerweise nichts verändert (außer eben bei Bedarf das OSD drüber zu legen). Es gibt eingebaute Upscaler usw, weiß gar nicht, ob der Arcam die hat, aber die sind im Allgemeinen auch völlig unnütz und sollten daher ausgeschaltet bleiben.

Der Vorteil ist einfach die einfachere Quellenwahl, denn das:

Muss ich dann beim Fernseher die Quelle gar nicht mehr umschalten, weil dann alles über den gleichen HDMI-Eingang kommt?

... ist genau richtig, mit einer Ausnahme: Der eingebaute TV-Tuner. Da der das Bild nicht zum AVR schickt, muss da immer die Quelle am TV umgeschaltet werden. Einfacher ist das mit externen TV-Tunern (die aber möglicherweise wieder eine separate Fernbedienung brauchen, wenn man keine Logitech Harmony o.ä. einsetzt, was ich übrigens sehr empfehlen kann).



Aber wie wechsle ich dann beim TV die Sender? Bei Einstellung HDMI-Eingang steht ja die Senderauswahl gar nicht zur Verfügung.

Genau, deswegen musst du beim eingebauten TV-Tuner auf diesen umschalten, und kannst dann dort auch die Sender wechseln.

Wechsle ich die dann auch über den Verstärker? Hat der auch einen TV-Tuner drin und der Fernseher gilt dann nur noch als Bildschirm?

Nein. Du kannst aber wie erwähnt einen externen TV-Tuner einschalten.


Und was bietet die höhere Bandbreite? Besseren Klang?

Das kommt darauf an, ob man an den besseren Klang von hochauflösenden Daten glaubt. Aus objektiv-sachlicher Sicht heraus spricht bei Stereosignalen nichts dafür, aber es gibt ja trotzdem Leute, die Stein und Bein schwören, da riesige Unterschiede zu hören.

Bei Mehrkanalton gibt es schon eher die theoretische Möglichkeit wegen der übertragenen Metadaten und verlustfreier Komprimierung der HD-Formate von dts und Dolby, aber solange du sowieso nur Stereo hörst, ist das nicht so fürchterlich relevant. Schaden kann es aber nicht, und ich würde HDMI (fast) immer bevorzugen.
buayadarat
Inventar
#34 erstellt: 30. Aug 2017, 13:32
Danke euch beiden. Muss mir das nochmals in Ruhe durchlesen, bin noch nicht sicher, ob ich alles verstanden habe.

Etwas fällt mir gerade noch auf, ganz abgesehen, dass ich oberhalb von CD-Qualität keine Unterschiede hören kann: Habe ich richtig verstanden, dass mit der "normalen" Digitalstrippe hochauflösende Dateien wie SACD gar nicht übertragen werden?
Hörbert
Moderator
#35 erstellt: 30. Aug 2017, 13:49
Hallo!


......Habe ich richtig verstanden, dass mit der "normalen" Digitalstrippe hochauflösende Dateien wie SACD gar nicht übertragen werden?...........


Korrekt, das verhindert zum einen der in die Hochbitfiles "eingebaute Copyschutz und zum anderen sind diese Verbindungen laut Spezifikation nur bis 24/96 (DVD-V) ausgelegt.

Im Gegensatz zu diesen alten Schnittstellen die im E-/A-Modus (klassisches Schnittstellenmodell) arbeiten ist HDMI eine direkte Busverbindung bei der zwei Datenbusse zu einem zusammengeschaltet werden, hier gibt es keinerlei Takt- oder Jitterproblematik.

Dazu kommt die Bidirektionale Steuerungsfunktion.

MFG Günther
buayadarat
Inventar
#36 erstellt: 30. Aug 2017, 14:01
Heisst das, dass all die Goldohren, die viel Geld für SACDs ausgeben in Wirklichkeit nur CD-Qualität hören?
Und wie steht es, wenn sie den im Spieler eingebauten DAC verwenden?

Diese Frage ist bei mir gerade aktuell, weil ich mir zum ersten Mal auch eine SACD bestellt habe, allerdings nur aus dem Grund, dass es die normale CD nirgends mehr gibt. und zweitens noch, dass ich wenigstens eine SACD besitze, wenn ich schon solch einen Spieler habe.


[Beitrag von buayadarat am 30. Aug 2017, 14:03 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#37 erstellt: 30. Aug 2017, 14:24
Hallo!


.......Und wie steht es, wenn sie den im Spieler eingebauten DAC verwenden?.........


Das geht natürlich, dafür ist das Gerät ja konzipiert, falls die Kiste allerdings keine HDMI-Schnittstelle hat aber auch der einzige Weg wie man die "ungeheueren" Vorteile der SACD auch genießen kann.

Selbst wenn das Gerät analoge 5-Kanal-Ausgänge hat werden die hier vorliegenden Signale im AVR gleich wieder Digital gewandelt und als völlig normale 24/48 Daten weiterverarbeitet. DSD-Ade.

Bei Stereo-Signalen hat DSD ohnehin m.E. sowieso kaum einen Nutzen, nicht nur das hier der Mehrkanal-Vorteil wegfällt sondern dazu kommt auch das es gar keine Aufnahmen gibt die eventuelle Dynamikvorteile nutzen würden.


..... weil ich mir zum ersten Mal auch eine SACD bestellt habe, allerdings nur aus dem Grund, dass es die normale CD nirgends mehr gibt. .............


Ja so etwas kenne ich zu genüge eionen guten Teil der Musik die ich höre gibt es gar nicht erst auf einem andern Medium, deswegen hatte ich schon etliche SACD´s bei mir in der Sammlung bevor ich mich dann zu einem Multi-BDP (Yamaha BD-1020 ) durchgerungen habe, das ist jetzt einige Jahre her und ich habe die Investion nie bereut. Ebensowenig wie den noch etwas später erfolgten Umstieg auf Mehrkanaltechnik.

MFG Günther
buayadarat
Inventar
#38 erstellt: 31. Aug 2017, 10:42
Okay, so insgesamt sehe ich da schon Vorteile gegenüber einem traditionellen Vollverstärker, vorallem die Einmessung und die Subwoofer-Steuerung. Beim HDMI-Eingang würde mir auch einer genügen (Multiformatspieler). Ich kann mir gar nicht vorstellen, was man dort sonst noch anschliessen könnte.

Bisher haben wir Stereofonisten ja immer etwas neidisch zu den Surroundern rübergeblickt, weil die für weniger Geld wahre Funktionsmonster bekommen haben, im Vergleich zu unseren spartanischen Teilen, die nicht mal über eine brauchbare Loudness-Funktion verfügen...

A propos Loudness-Funktion: Ich nehme an, dieses Arcam-Gerät verfügt über sowas. Oder nicht?

Jetzt gibt es sowas multifunktionelles also auch für uns, allerdings nur gegen Preisaufschlag (wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil Arcam davon ausgeht, dass wir eher bereit sind, viel zu bezahlen als die Filmfreaks). So kommt das Teil für mich einem idealen Vollverstärker doch schon recht nahe, aber mit zwei grossen Nachteilen, dem Preis und der Grösse des Teiles; bei mir würde das im Moment gar nicht in die Kommode reinpassen.

Zum Abschluss noch folgende Frage: Gibt es noch ähnliche Produkte oder ist das bisher der Einzige dieser Art?

Und jetzt doch noch mal was zu den normalen Digitalstrippen: Wie sieht es denn mit hochauflösenden Streamern aus? Können die das Signal in hoher Auflösung auch nur im eingebauten DAC entschlüsseln und analog weiterleiten oder geht das auch über einen externen DAC?
stoffgiraffe
Stammgast
#39 erstellt: 31. Aug 2017, 11:11
Mit HDMI gäbe es noch einen Lyngdorf 2170

ohne HDMI zB. (wenn auch einfacher gehalten) einen Yamaha R-N803D

Hörbert
Moderator
#40 erstellt: 31. Aug 2017, 12:10
Halölo!


.........wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil Arcam davon ausgeht, dass wir eher bereit sind, viel zu bezahlen als die Filmfreaks.........


Das liegt eher an den kleinen Stückzahlen die davon hergestellt werden.

Leider ist ja die Stereo-Puristen-Gemeinde schrecklich konservativ, -respektive ist der unkonservative Teil schon seit einiger Zeit einfach ins Mehrkanallager abgewandert und hat so dem reinen Stereogeschäft einen Teil der Kaufkraft zusätzlich entzogen.

Eine der Folgen davon ist halt der hohe Preis der Geräte, -eine andere die träge Akzeptanz von Innovationen.

Es gab nie einen und gibt auch heute keinen Grund nicht einfach einen AVR als Stereo-Verstärker zu gebrauchen.

@stoffgiraffe

Ja, Lyngdorf war hier quasi der Pionier lange bevor die großen Firmen anfingen den Markt für sich zu entdecken.

Leider kostet so ein TDAI-2170 schon in der Grundversion mehr als ein Top-Bolide von Yamaha oder Denon die schon im "Vollausbau" geliefert werden.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 31. Aug 2017, 12:11 bearbeitet]
buayadarat
Inventar
#41 erstellt: 31. Aug 2017, 12:26

Hörbert (Beitrag #40) schrieb:

Es gab nie einen und gibt auch heute keinen Grund nicht einfach einen AVR als Stereo-Verstärker zu gebrauchen.


Doch, die Baugrösse und die Optik. Für Klangpuristen ist das beides egal, aber es gibt dann noch die Designfreaks wie mich.
Hörbert
Moderator
#42 erstellt: 31. Aug 2017, 13:03
Hallo!


......Doch, die Baugrösse und die Optik. .......


???

das musst du mir näher erläutern, ich sehe zwischen einem dicken Stereo-Vollverstärker und einem AVR keinen wesentlichen Unterschied, -es sei denn in der Tiefe- aber das lässt sich doch gut Kaschieren

Was stört dich also?

Die zwei großen Knöpfe? Das Display?(lässt sich abschalten) oder die Klappe mit den darunter liegenden Zusatzelementen?

MFG Günther
Dadof3
Inventar
#43 erstellt: 31. Aug 2017, 13:47

buayadarat (Beitrag #38) schrieb:
A propos Loudness-Funktion: Ich nehme an, dieses Arcam-Gerät verfügt über sowas. Oder nicht?

Nein. Zumindest, wenn es nicht irgendwann per Firmware nachgeliefert wurde. Ich halte das auch für einen Fauxpas.


Jetzt gibt es sowas multifunktionelles also auch für uns, allerdings nur gegen Preisaufschlag (wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil Arcam davon ausgeht, dass wir eher bereit sind, viel zu bezahlen als die Filmfreaks). So kommt das Teil für mich einem idealen Vollverstärker doch schon recht nahe, aber mit zwei grossen Nachteilen, dem Preis und der Grösse des Teiles; bei mir würde das im Moment gar nicht in die Kommode reinpassen.

Beim Preis habe ich ja bereits den Gegenvorschlag AVR390 gemacht. Der ist meines Wissens genauso groß, bietet mehr und kostet 1000 € weniger.


Zum Abschluss noch folgende Frage: Gibt es noch ähnliche Produkte oder ist das bisher der Einzige dieser Art?

Wenn es dir vor allem um Dirac geht, könntest du auch einen beliebigen auftrennbaren Verstärker oder Vor- und Endstufe nehmen und mit einem miniDSP DDRC22 oder DDRC24 kombinieren.


Und jetzt doch noch mal was zu den normalen Digitalstrippen: Wie sieht es denn mit hochauflösenden Streamern aus? Können die das Signal in hoher Auflösung auch nur im eingebauten DAC entschlüsseln und analog weiterleiten oder geht das auch über einen externen DAC?

Das geht grundsätzlich auch mit einem externen DAC.


Hörbert (Beitrag #40) schrieb:
Leider ist ja die Stereo-Puristen-Gemeinde schrecklich konservativ, -respektive ist der unkonservative Teil schon seit einiger Zeit einfach ins Mehrkanallager abgewandert und hat so dem reinen Stereogeschäft einen Teil der Kaufkraft zusätzlich entzogen.

Das ist der Teufelskreis: Die Aufgeklärten, die sich für Raumkorrektur interessieren, wissen meistens, dass man mit einem AVR mindestens ebenso gut Musik hören kann und kaufen den, weil entsprechend ausgestattete Stereogeräte teurer sind.
Die puristischen Stereofreaks lehnen solches Teufelszeug von vornherein ab und kaufen es auch nicht. Deswegen erreichen die Stereos mit Raumkorrektur keine großen Stückzahlen und bleiben relativ teuer, obwohl sie eigentlich biliger sein könnten als Mehrkanalgeräte.


Es gab nie einen und gibt auch heute keinen Grund nicht einfach einen AVR als Stereo-Verstärker zu gebrauchen.

Na ja, ein paar fallen mir das schon ein: http://www.av-wiki.d...rker_und_av-receiver

Nur der Klang ist halt kein Grund, obwohl genau das die meisten Stereofans glauben.


Hörbert (Beitrag #42) schrieb:
das musst du mir näher erläutern, ich sehe zwischen einem dicken Stereo-Vollverstärker und einem AVR keinen wesentlichen Unterschied, -es sei denn in der Tiefe- aber das lässt sich doch gut Kaschieren

Nun ja, es gibt sicher große und kleine Mehrkanal-AVR und große und kleine Stereos, aber kompakte AVR findet man praktisch nur im Einsteigersegment.

Das dicke Netzteil und die großen Kühlkörper für die mittlerweile mindestens sieben und bis zu elf Endstufen brauchen einfach viel mehr Platz als bei zwei Endstufen.
Hörbert
Moderator
#44 erstellt: 31. Aug 2017, 15:30
Hallo!

Ehrlich gesagt denke ich bei solchen Debatten immer wieder einmal an die Umstellung von Mono auf Stereo die in den 50ger Jahren angefangen hat und irgendwann in den frühen 70gern dann zum Abschluss kam.

Da gab es vermutlich ähnliches und auch die gegenseitige Argumentation dürfte nicht viel anders gewesen sein.

MFG Günther
buayadarat
Inventar
#45 erstellt: 31. Aug 2017, 23:48

Hörbert (Beitrag #42) schrieb:
Hallo!


......Doch, die Baugrösse und die Optik. .......


???

das musst du mir näher erläutern, ich sehe zwischen einem dicken Stereo-Vollverstärker und einem AVR keinen wesentlichen Unterschied, -es sei denn in der Tiefe- aber das lässt sich doch gut Kaschieren


Ich meine ja nicht die "dicken" Vollverstärker. Hier mal ein paar Zahlen zum Vergleich, Volumen von drei Vollverstärkern, die ich so auf die Schnelle rausgesucht habe:

NAD C368: 16.965dm³
NAD D7050: 4.460dm³
Pro-Ject S2: 0.476dm³

Und jetzt ein typischer AVR:

NAD T777: 31.798dm³

Bei diesen Beispielen hat der AVR das doppelte bis 66-fache Volumen der Vollverstärker. Natürlich kannst du mir jetzt auch einen Vollverstärker finden, der noch grösser ist. Auch wenn ich von Audio wenig Ahnung habe, sehe ich da Grössenunterschiede.
Für jemanden, der ein kleines Gerät sucht, der wird eher bei den Vollverstärkern fündig. Und wer ein spezielles Design sucht, ebenfalls, die AVR sehen sich sehr ähnlich.


Dadof3 (Beitrag #43) schrieb:


Und jetzt doch noch mal was zu den normalen Digitalstrippen: Wie sieht es denn mit hochauflösenden Streamern aus? Können die das Signal in hoher Auflösung auch nur im eingebauten DAC entschlüsseln und analog weiterleiten oder geht das auch über einen externen DAC?

Das geht grundsätzlich auch mit einem externen DAC.


Da habe ich wohl wieder etwas falsch verstanden. Habt ihr mir nicht weiter oben erklärt, dass solche dicken Datenströme (wie bei einer SACD) nicht durch die normalen Digitalkabel passen, sondern nur HDMI?


[Beitrag von buayadarat am 31. Aug 2017, 23:49 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#46 erstellt: 01. Sep 2017, 05:22
Hallo!


......Ich meine ja nicht die "dicken" Vollverstärker. ........


Verstanden.


........Und wer ein spezielles Design sucht...........


Dito.


......Da habe ich wohl wieder etwas falsch verstanden. Habt ihr mir nicht weiter oben erklärt, dass solche dicken Datenströme (wie bei einer SACD) nicht durch die normalen Digitalkabel passen, sondern nur HDMI?..............


Ein Sonderfall wäre hier halt ein USB-DAC und Hochbitmaterial über eine NAS.

Aber in einer "puren" Zweikanal-Kette, wohlmöglich sogar noch ohne Rechneranbindung mit vollanalogem Zentralverstärker bei der Digitaler Datenverkehr ausschließlich über S/PDIF stattfindet ist wie ich schon geschrieben habe auf eine Datenrate von 24-Bit/96-KHz beschränkt, -daran beißt keine Maus einen Faden ab-.

Formate wie PCM 24/192 und DSD sind hier ausschließlich als analoge von den Geräte eigenen Wandler verarbeitete Signale verfügbar. Dabei ist es ganz gleich was der Wandler eigentlich könnte oder was die Schnittstelle verkraften würde, die Ausgabegeräte spielen nicht mit und schalten die S/PDIF-Schnittstellen stumm.

MFG Günther
Dadof3
Inventar
#47 erstellt: 01. Sep 2017, 06:26



Dadof3 (Beitrag #43) schrieb:


Und jetzt doch noch mal was zu den normalen Digitalstrippen: Wie sieht es denn mit hochauflösenden Streamern aus? Können die das Signal in hoher Auflösung auch nur im eingebauten DAC entschlüsseln und analog weiterleiten oder geht das auch über einen externen DAC?

Das geht grundsätzlich auch mit einem externen DAC.


Da habe ich wohl wieder etwas falsch verstanden. Habt ihr mir nicht weiter oben erklärt, dass solche dicken Datenströme (wie bei einer SACD) nicht durch die normalen Digitalkabel passen, sondern nur HDMI?


Da wird es etwas komplizierter. SPDIF wurde ursprünglich auf den CD-Standard spezifiziert, aber die physikalisch mögliche Bandbreite reicht auch noch recht problemlos für Stereo 24 bit / 96 kHz, und es haben sich auch Quasi-Standards etabliert, die herstellerübergreifend ganz gut funktionieren. Sogar 24 bit / 192 kHz schaffen einige Geräte, wozu auch immer dieser Unsinn gut sein soll.

Was nicht geht, sind die verlustfreien Mehrkanalformate wie Dolby True HD oder DTS Master Audio. Die sind mit ihren acht Spuren einfach zu "dick" für SPDIF.

Die Beschränkungen bei den SACD-Spielern haben andere Ursachen: Der Standard wurde zu einer Zeit geschaffen, in der die Musikwirtschaft noch glaubte, ihre Umsätze über Kopierschutzverfahren retten zu können, und deswegen verbietet das Lizenzmodell, Geräte zu bauen, die den Datenstrom digital ohne HDCP auszugeben, und HDCP funktioniert nun mal nur mit HDMI.

Ein kleiner Hinweis noch zum Wording:

buayadarat (Beitrag #45) schrieb:
Ich meine ja nicht die "dicken" Vollverstärker. Hier mal ein paar Zahlen zum Vergleich, Volumen von drei Vollverstärkern,
(...)
Bei diesen Beispielen hat der AVR das doppelte bis 66-fache Volumen der Vollverstärker. Natürlich kannst du mir jetzt auch einen Vollverstärker finden, der noch grösser ist.

Alle hier bislang genannten Geräte sind Vollverstärker (= Kombination von Vorstufe und Leistungsendstufe), auch die AVR.


[Beitrag von Dadof3 am 01. Sep 2017, 06:27 bearbeitet]
buayadarat
Inventar
#48 erstellt: 01. Sep 2017, 08:09
Okay, danke!

Ich bin übrigens im Moment gar nicht auf der Suche nach etwas neuem, bin einfach zufällig auf dieses Arcam-Modell gestossen, welches bei mir einen Fragenkatalog ausgelöst hat. Jetzt verstehe ich ein paar Dinge besser als vorher

Und bald sollte bei mir meine erste (und wahrscheinlich auch letzte) SACD eintrudeln, die ich vor einem Monat bestellt habe (scheinbar ist auch die in meinem Dorf nicht so einfach zu bekommen) und kann dann Hugh Masekela in höchster Auflösung über den schnöden, billigen, eingebauten DAC in meinem Oppo 103EU lauschen....
Hörbert
Moderator
#49 erstellt: 01. Sep 2017, 08:29
Hallo!

Na dann viel Spaß dabei.

MFG Günther
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