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Fehler im Technics SU-V660

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kruger2
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Jan 2021, 13:14
Hallo, liebe Freunde !

ein neues Problem hat sich aufgetan,als ich einen VerstärkerTechnics SU-V660 erwarb.Nach mehrmaligen Einschaltversuchen,ging er schließlich an.War wohl eingeschlafen.Dann kam das Problem.Das gelbe Licht ging an und kurz danach das Rote.Erst einmal ohne Last.Nach Anschluss der Lautsprecher und einer Tonquelle(Plattenspieler) funktionierte das Gerät sauber,aber nach dem Ausschalten und wiedereinschalten nach kurzer Zeit,ging nur die gelbe Lampe an(Voltage Control),während die rote Lampe(Current Drive), stumm blieb.Könnte das eine kalte Lötstelle im Bereich der IC sein oder das Lautsprecherrelais selbst sein,das die Schutzschaltung auslöst.
Vielleich gibt es hier Leute,die sich mit diesem Problem auskennen und mir helfen könnten ??

Danke für Eure Hilfe !

Liebe Grüße
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#2 erstellt: 15. Jan 2021, 13:38
Hallo Arno

Wenn die rote "current drive" LED nicht leuchtet, ist die Schutzschaltung des Gerätes aktiv und das LS-Relais schaltet nicht.

Gründe dafür kommen viele Infrage.
Einige davon sind:

- Kurzschluss am Lautsprecherausgang
- zu niederohmige Lautsprecher angeschlossen
- DC Offset am Lautsprecherausgang zu hoch
- kalte/defekte Lötstellen
- defekte Elkos
- defekte Endstufen Transistoren

Als erstes würde ich einmal die Lautsprecher vom Gerät trennen und anschliessend nochmals testen, ob das Relais wieder durchschaltet.

Da du das Gerät nach mehrmaligen Einschaltversuchen einmal zum laufen gebracht hast, tippe ich auf einen sporadisch auftretenden Fehler.
Also kalte Lötstellen oder defekte Elkos.

Falls du ein Messgerät rumliegen hast und es einmal hinkriegst, dass das LS-Relais durchschaltet (Current Drive LED leuchet), dann kannst du einmal den DC-Offset der Lautsprecherausgänge prüfen.

Dazu, Messgerät auf mv DC stellen und an den rechten Lautsprecherausgang Kanal A anschliessen. Nicht vergessen den "Speaker Schalter A" auf on zu stellen.

Messwert sollte idealerweise zwischen 0 und +/- 30mV liegen.

Das gleiche kannst du dann mit dem linken Kanal machen.

Service-Manual zum Gerät habe ich zu Verfügung. Falls du es haben willst, einfach kurz deine Mailadresse per PM durchgeben.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 15. Jan 2021, 13:42 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Jan 2021, 14:16
Hallo Manuel,

Danke für Deine Antwort !
habe das DC-Offset gemessen.Am linken Lautsprecherausgang A liegen 5,2mV an und am rechten Kanal liegen 0,02mV an.Das komische ist ja,das Gerät kann man jetzt im kalten Zustand anschalten und die Current Drive geht auch dann etwas später an.Aber wenn ich ein Gerät angeschlossen,nebst Lautsprechern und es dann spielen lasse,funktioniert alles,wenn ich aber danach das Gerät ausschalte und kurze Zeit später wieder anschalte, geht die rote Lampe nicht mehr an,erst wenn der Verstärker etwa 15 Minuten ausgeschaltet war. Und das ist jetzt immer so.
LG
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#4 erstellt: 15. Jan 2021, 15:52
Hallo Arno


Am linken Lautsprecherausgang A liegen 5,2mV an und am rechten Kanal liegen 0,02mV an

Okay, soweit alles im grünen Bereich.


Das komische ist ja,das Gerät kann man jetzt im kalten Zustand anschalten und die Current Drive geht auch dann etwas später an.Aber wenn ich ein Gerät angeschlossen,nebst Lautsprechern und es dann spielen lasse,funktioniert alles,wenn ich aber danach das Gerät ausschalte und kurze Zeit später wieder anschalte, geht die rote Lampe nicht mehr an,erst wenn der Verstärker etwa 15 Minuten ausgeschaltet war. Und das ist jetzt immer so.


Wie lange dauert es denn, bis die Current Drive LED aufleuchtet, nachdem das Gerät eingeschaltet wird.
Normalerweise sollte diese nach ca. 5 Sekunden Durchschalten.

Nun, das klingt für mich immer noch nach einer kalten Lötstelle oder einem defekten Elko.

Wie sieht es bei dir den aus bezüglich Kentnissen im Umgang mit Elektrizität und löten?

Bevor man hier den Gehäusedeckel öffnet, sollte man sich schon bewusst sein, dass im innern des Gerätes lebensgefähliche Spannungen vorherschen können, dies auch nach ziehen des Netzsteckers.

Die grossen Siebelkos sind noch aufgeladen und sollten vor dem Arbeiten am Gerät entladen werden..
Sofern keine Entladewiderstände (10Ohm 10Watt) vorhanden sind, kann das Gerät notfalls auch ca. 30 Minuten mit gezogenem Netzstecker stehen gelassen werden. Bis dahin sollte die Spannung auf ungefährliche Werte gesunken sein.

Zur sicherheit am besten einmal nachmessen.

Grundsätzlich ginge es darum, die Lötstellen zu kontrollieren. Vorallem bei Bauteilen, welche sich im Betrieb stark erwärmen, können die Lötstellen im laufe der Jahre schlecht werden.

Das sieht dann im schlimmsten Falle in etwa so aus: "Quelle: Wikipedia"
220px-Gebrochene_loetstellen

Diese sollten dann nachgelötet werden.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 15. Jan 2021, 15:55 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Jan 2021, 18:17
Danke Manuel,

ich habe schon Vorkenntnisse im Bereich Elektronik und Löten.Bin Dipl.-Ing.(FH) im Bereich mathematische Optimierung.Bin schon Rentner.Habe mich aber auch nebenher mit Elektronik beschäftigt und PC`s und Notebooks repariert.Bei diesem Gerät ist es nicht so einfach,es zu zerlegen,es hat auch unten keine Klappe ,die man abschrauben kann,muss ich alles erst probieren,ohne etwas zu zerstören.Wie ist es mit den Platinen,sollte man diese auch gleich säubern,wenn man schon bei ist und mit welchem Mittel ? Dann kann man ja auch besser die Teile erkennen.Ach so,die rote Lampe braucht etwas länger,etwa so 9 Sekunden.

LG.
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#6 erstellt: 15. Jan 2021, 19:19
Hallo Arno

Oh, ich ziehe meinen Hut vor dir.
Bin gelernter Automatiker (Steuerungstechniker) und habe gerade die Ausbildung zum Seilbahnfachmann begonnen.

Soviel zu mir, zurück zum Thema


Ach so,die rote Lampe braucht etwas länger,etwa so 9 Sekunden

Soviel ich das in Erinnerung habe, sollte diese nach 3-5 Sekunden schalten, also stimmt da etwas nicht ganz...

Wagen wir mal einen Blick ins Gerät.
Quelle: Technics SU-V660
Technics SU-V660

Beim V660 befindet sich ein grossteil der Verstärker-Schaltung im IC SVI3205 (schwarzer Klotz auf dem Kühlkörper)
Sofern die Elektronik in diesem Bauteil beschädigt ist, wird es schwierig mit der Reparatur...

Aber wir müssen ja jetzt nicht gleich vom schlimmsten ausgehen, also weiter im Text.

Sofern es auf der Rückseite des Gerätes kein Wartungsblech gibt, welches man demontieren kann, muss die Platine ausgebaut werden.
Das ist nicht immer einfach, da hierfür das Gerät praktisch komplett demontiert werden muss...

Um an die Lötstellen der Haupt-Platine ran zu kommen gibt es im Service-Manual eine Anleitung.
V660 main pcb

Das SM kann ich dir sonst auch per Mail zusenden, dazu bitte deine Mailadresse per PM angeben.

Bezüglich der Platinenreinigung bevorzuge ich einen einfachen Pinsel.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 15. Jan 2021, 19:20 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 16. Jan 2021, 23:40
Hallo Manuel,
Danke für die Blumen,gebe ich gern zurück.Schon auch für Deinen Mut zur Weiterbildung.
Möchte Dir auch Danken für die Hilfe bei meinem "kleinen" Problem.Beim letzten Einschalten war die rote Lampe schneller an.Ich werde mal Morgen anfangen das Teil zu zerlegen,nach den Unterlagen.Es muss schon jemand vor mir die Platinenseite geöffnet haben,da auch andere Schrauben darin sind und ebenfalls eine fehlt,an den großen Kondensatoren.Außerdem hätte ich noch eine Frage an Dich,wie es sich verhält,das ich zwar das MM-System abspielen kann mit dem Plattenspieler, aber wenn ich meine anderen Plattenspieler mit dem MC-System an den Verstärker anschließe, fäng es an,über die Lautsprecher zu Brummen an,je höher ich den Pegel der Lautstärke stelle.Ich habe schon den dritten Verstärker mit diesem Problem.

LG
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#8 erstellt: 17. Jan 2021, 22:50
Hallo Arno

Danke für die Blumen,gebe ich gern zurück.Schon auch für Deinen Mut zur Weiterbildung.


Bitte, gerne.
In der heutigen Zeit, wo sich die technik so rasch entwickelt, kommt man fast nicht um eine Weiterbildung herum, daher habe ich mich auch entschieden, diesen Weg jetzt zu gehen.

Zurück zu deinem Verstärker.


Außerdem hätte ich noch eine Frage an Dich,wie es sich verhält,das ich zwar das MM-System abspielen kann mit dem Plattenspieler, aber wenn ich meine anderen Plattenspieler mit dem MC-System an den Verstärker anschließe, fäng es an,über die Lautsprecher zu Brummen an,je höher ich den Pegel der Lautstärke stelle.Ich habe schon den dritten Verstärker mit diesem Problem.


Dein Verstärker hat einen Schalter, wo das Plattenspielersystem zwischen MM und MC umgeschaltet werden kann.
Hast du den auf MC umgeschaltet, als du dies getestet hast?

Zudem befindet sich auf der Rückseite des Verstärkers eine Schraube, welche mit GND angeschrieben ist. Sofern der Plattenspieler nebst den Anschlusskabeln (Links + Rechts) auch noch eine Litze oder Draht hat, muss diese mit dem GND Anschluss des Verstärkers verbunden werden, damit es nicht brummt.


Beim letzten Einschalten war die rote Lampe schneller an.Ich werde mal Morgen anfangen das Teil zu zerlegen

Wie bereits gesagt, wird es sich hier um einen sporadisch auftretenden Fehler handeln.

Daher stehen die chancen gut, dass es an einer kalten Lötstelle oder einem defekten Elko liegt.

Bei einem so alten Gerät muss man leider damit rechnen, dass sich daran schon jemand zu schaffen gemacht hat, muss aber nicht immer schlecht sein.

Viel erfolg und falls Fragen auftauchen, weisst du ja wo du dich melden kannst.

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Jan 2021, 14:47
Hallo Manuel,

das mit dem Plattenspieler habe ich alles so getan,wie beschrieben,leider kommt das Brummen bei höherer Lautstärke wohl aus einem anderen Grund,den ich nicht kenne. Wenn ich es an meinen Sansui AU-D33 anschließe,kommt das MC und auch das MM-System problemlos auf wirklich höhere Lautstärkewerte,ohne diesen überschwelligen Brummton.

Zurück zum Verstärker.
Habe alles zerlegt,um andie Platine ranzukommen.Sieh aus,das am IC auch schon mal gelötet wurde oder sogar gewechselt.Ich habe jetzt 3 Lötstellen gefunden zu nachlöten,das ich getan habe.2 davon waren an den großen Elkos.Habe alles wieder zusammengebaut.Nach dem ersten Einschalten nur die gelbe Leuchte.Nach dem 2.Einschalten kam die rote Leuchte nach 10 bis 12 Sekunden. Meiner Meinung nach könnte das an einem Elko liegen ? Was meinst Du ? Und wie bekomme ich das raus.

LG
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#10 erstellt: 19. Jan 2021, 17:20
Hallo Arno

Zum Plattenspieler-Problem
Grundsätzlich sind Plattenspielersysteme und vorallem deren Signalkabel sehr empfindlich gegen Störspannungen.
Das Signal von Tonabnehmer muss stark verstärkt werden, somit werden auch kleinste Störspannungen stark verstärkt.

Somit hängt das Brummen stark vom Gesamtsystem ab.
Plattenspieler —— Signalleitungen ———- Verstärker.

Sofern alles korrekt angeschlossen ist und es trotzdem brummt liegt es üblicherweise am Gesamtsystem...
Die Signalleitungen zwischen Plattenspieler und Amp sollten möglichst getrennt von Netzkabel und Trafos verlegt werden.
Evtl. müssen die Elkos im Phono-Verstärker erneuert werden...

Zum IC. Hier stellt sich als erstes die Frage, ob es sich hier noch um das Original-Bauteil handelt oder ob es evtl. bereits ersetzt worden ist.
Die im Netz angebotenen Ersatz-IC sind meistens billige Nachbaueten und haben nicht mehr viel mit dem Original zu tun.
Sie brennen üblicherweise schnell wieder durch...

Kannst du mal ein gutes Foto vom IC machen. Der weisse Aufdruck sollte dabei gut ersichtlich sein.

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 21. Jan 2021, 12:24
Hallo Manuel, P1030579P1030580P1030581

zu dem Plattenspielern und den Verstärkern.
Ich nehme ja auch an,das dieses Brummen bei der Erhöhung der Lautstärke mehr vom Netzteil kommt,das würde bedeuten,die Masseverbindung wäre nicht in Ordnung.Aber warum geht es dann bei dem einen Verstärker(Sansui) und bei den anderen dreien nicht ? Vielleicht doch die Elkos? Was ist bei MC anders,wenn auf MM-Anschluss alles funktioniert ?

Okay,nun zu dem Technics SU-V660.
Ich habe jetzt noch ein paar Bilder vom Gerät gemacht.Kannst Du mal sehen,was vielleicht anders ist.Nach der Verklebung mit der Wärmeleitpaste sieht es so aus,als wäre der IC gewechselt worden,meiner Meinung nach.Ach so,heute ging nach dem Anschlten nur noch die gelbe Lampe.Das Relais schaltet nicht mehr durch auf die rote Lampe,zur Freigabe der Lautsprecher. P1030578

LG
Arno
kruger2
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 21. Jan 2021, 12:29
Hallo Manuel,
habe hier noch ein Bild,auf welchem die Nummern des IC zu sehen sind.Sorry,habe ich nicht gleich darauf geachtet.


P1030577
ZeeeM
Inventar
#13 erstellt: 21. Jan 2021, 12:34
Altgerätesamler
Inventar
#14 erstellt: 21. Jan 2021, 23:13
Hallo Arno

Das in deinem V660 eingebaute IC (BC Power Module) ist leider kein Originalbauteil und ich kenne diese Firma nicht.
Die im Internet üblicherweise angeboteten Ersatzbausteine sind schlechte "China" nachbauten und funktionieren leider oft nicht wie gewünscht.

Das Originalbauteil sieht so aus: SVI 3205 Quelle: google
Es wurde dazumal von der Firma Sanyo Hergestellt.

Electronic-Service Berlin vertreibt auch heute noch Ersatzteile von Sanyo.
Falls es noch Original-Ersatzteile gibt, dann kann dir evtl. Herr Alexander Petzold weiterhelfen.

Electronic Service Berlin

Er hat mir dazumal ein STK8050 für einen Technics SU-V4A geliefert, welches bis heute einwandfrei funktioniert.

Evtl. hat ja jemand hier im Forum Erfahrung mit diesen BC Power Modulen, aber mein Bauchgefühl sagt, das diese leider nicht viel mit dem Original zu tun haben und dein Amp aus diesem Grund nicht richtig funktioniert. Von dem her würde ich dir empfehlen, einmal bei Herrn Alexander Petzold anzufragen, ob er noch ein "SVI 3205" Baustein auf Lager hat.


Zum Plattenspielerbrummen.

Nunja, Plattenspieler sind nun nicht ganz mein Fachgebiet.
Unterschied zwischen MM und MC wird hier erläutert und Diskutiert.

Zu deiner Beruhigung, bei mir Brummt der Plattenspieler auch leicht und das Brummen wird auch lauter, je höher der LS-Regler steht.
Kenne dies aber auch nicht anderst. Der Phono-Verstärker ist sehr empflindlich, da er das schwache Signal des Plattenspieler-Tonabnehmers verstärken muss. Somit ist das Brummen auch abhängig von der Qualität des Phono-Verstärkers und wie gut dieser vom Netz-Trafo im Gerät abgeschirmt ist.

Der Sansui ist also entweder besser Abgeschirmt oder weniger Stör/Brummempflindlich.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 21. Jan 2021, 23:28 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 22. Jan 2021, 15:31
Lieber Manuel,
Danke für Deine Hinweise !
Das mit dem Plattespielern kann auch an den verschiedenen Eingangsimpedanzen liegen.Werde ich herausbekommen.
Ich habe hier noch ein Angebot über ein einderes IC aus einem V808,soll funktionieren,ist geprüft.
Screenshot_2021-01-21 Technics BC Power Modul SVI 3205 B aus Verstärker SU-A808
Auch werde ich mich mal mit dem ESB in Verbindung setzen.

LG
Arno
kruger2
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 22. Jan 2021, 22:00
Hallo Manuel,

ich habe heute den Herrn Pätzold vom ESB angerufen.Hat sogar im Lager nachgesehen und mir gesagt,das er keinen passenden IC SVI3205 mehr hat.
Daraufhin habe ich bei AliBabaExpress nachgesehen und einen SVI3205 ,wie Du ihn mir gezeigt hast,mit 18 Anschlüssen gekauft. Hat 30,-Euro inkl.Versand gekostet. Ein Versuch kann nicht schaden,dachte ich. Ob von Panasonic oder Sanyo. Herr Pätzold sagte,das Teil wäre Ursprünglich von Panasonic.

LG
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#17 erstellt: 22. Jan 2021, 23:40
Hallo Arno


ich habe heute den Herrn Pätzold vom ESB angerufen.Hat sogar im Lager nachgesehen und mir gesagt,das er keinen passenden IC SVI3205 mehr hat. Ob von Panasonic oder Sanyo. Herr Pätzold sagte,das Teil wäre Ursprünglich von Panasonic.


Schade, ein Versuch war es allemal Wert.
Im April 2012 hat Panasonic die Firma Sanyo und deren Ersatzteile übernommen. Evtl. könnte man bei Panasonic direkt noch anfragen, ob Sie noch passenden ersatz haben. Wird aber eher schwierig werden, denke ich.


Daraufhin habe ich bei AliBabaExpress nachgesehen und einen SVI3205 ,wie Du ihn mir gezeigt hast,mit 18 Anschlüssen gekauft. Hat 30,-Euro inkl.Versand gekostet


Achherje, das sind genau die "billig nachbau" Bausteine welche ich bereits angesprochen habe. Diese lösen sich in den meisten Fällen nach ein paar Minuten Betrieb in rauch auf.

Glaube mir, ich musste diese Erfahrung selbst machen. Habe einen JVC JA-S44 Verstärker versucht zu reparieren mit Bausteinen von Alibaba. Das geht definitiv in die Hose.

Also, am besten belassen wir den aktuell eingebauten Baustein einmal dort wo er ist und versuchen den Fehler etwas einzugrenzen.
Sofern die Schutzschaltung aktiv ist (rote Current drive leuchtet nicht) messen wir einmal vor dem Lautsprecherrelais den DC-Offset, damit wir den Fehler auf einen Kanal einschränken können.

Messgerät auf mV DC stellen und von Widerstand R519 gegen Masse messen (rote Markierung auf Bild). => Linker Kanal
Messgerät auf mv DC stellen und von Widerstand R520 gegen Masse messen (grüne Markierung auf Bild) => Rechter Kanal

Messwert: idealerweise 0-50mV DC

Hier einmal ein Ausschnitt aus dem SM:
Technics V660 Main Amp

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 22. Jan 2021, 23:48 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 23. Jan 2021, 00:09
Hallo Manuel,

na Prima,wollte ich wieder schnell sein.Ich kann ihn ja wieder zurück geben oder dann reklamieren und mein Geld über Paypal zurückholen.
Ich werde erst mal nach Deiner Anleitung vorgehen.Danke !!!!

LG
Arno

PS.: kann ja mal Panasonic anschreiben
Rabia_sorda
Inventar
#19 erstellt: 23. Jan 2021, 00:51
Hallo


das mit dem Plattenspieler habe ich alles so getan,wie beschrieben,leider kommt das Brummen bei höherer Lautstärke wohl aus einem anderen Grund,den ich nicht kenne.


Wenn es mit Kopfhörern nicht brummt dann wird es sich dabei einfach um eine Mikrofonie handeln.


PS.: kann ja mal Panasonic anschreiben


Panasonic (Matsushita) hatte nach der Aufgabe von Technics alles verschrottet und daher wird es von ihnen keine originalen (eigentlich gar keine) Ersatzteile für alte Technics-Geräte geben, sowie auch keine weiteren technischen Auskünfte.


Im April 2012 hat Panasonic die Firma Sanyo und deren Ersatzteile übernommen.


Evtl interessant:
Toshio Iue


[Beitrag von Rabia_sorda am 23. Jan 2021, 01:20 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 23. Jan 2021, 16:12
Hallo Rabia,

Danke für Deine Hinweise und Erläuterungen !
Jetzt kenne ich die Firma Sanyo,Panasonic,Matsushita und den Werdegang von Iue und die Familienbeziehungen,nebst seinem Stammbaum.
Man lernt ja bekanntlich nie aus !
Bringt uns aber im Prinzip nicht weiter,weil nachgefertigte, billige Chinaware den Markt überschwemmt.
Wenn sie dann wenigstens noch lange genug,wenn überhaupt funktionieren täte.
Wir werden ja sehen.

Grüße
Arno
Rabia_sorda
Inventar
#21 erstellt: 23. Jan 2021, 18:38
Nach kalten Lötstellen hast du anscheinend schon geschaut.

Hast du denn schon den DC-Offset geprüft, wie es von Manuel schon vorgeschlagen wurde?
Im "Voltage control Amp" sollte der "Idle (ICQ adj)" gemessen und evtl neu abgeglichen werden (R451/452).
Dazu bitte die im SM vorgegebenen Schritte und Werte einhalten.


Meiner Meinung nach könnte das an einem Elko liegen ?


Ich würde zunächst einmal die Elkos im "Voltage control Amp" und im Bereich der Relaisansteuerung überprüfen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 23. Jan 2021, 18:46 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 23. Jan 2021, 22:49
ja,die kalten Lötstellen habe ich versucht nachzulöten.DC offset habe ich schon am Anfang an den Lautsprecherausgängen gemessen.
Was ich noch heute gemacht habe,war eine Reinigung der Platinen mit Bremsenreiniger.Nach dem Trocknen habe ich alles noch mal angeschlossen und jetzt ging immer auch die rote Leuchte nach ca.8 sek.an.Habe es auch unter Last versucht mit Plattenspieler- und Tuneranschluss,blieb bis jetzt stabil.Ein Problem war noch,das Relais fiel mal am linken und mal am rechten Kanal ab.Ich nehme an,das ich mal das Relais wechseln müsste.Dann hat noch das Balance- Poti einen kleinen Fehler,macht ab und zu Geräusche.

Also weiter beobachten und dann handeln.

LG
Arno
-Houdini-
Stammgast
#23 erstellt: 24. Jan 2021, 00:26
Hallo!

kruger2 (Beitrag #22) schrieb:
Ein Problem war noch,das Relais fiel mal am linken und mal am rechten Kanal ab.Ich nehme an,das ich mal das Relais wechseln müsste.

Vielleicht reicht es schon, die Kontakte zu säubern. Die "Haube" des Relais sollte sich leicht abnehmen lassen, dann kannst Du die Kontakte mit einem in Kontaktspray getränkten Papierstreifen reinigen (z.B. Oszillin T6). Ein paar mal durchziehen und fertig.

Dann hat noch das Balance- Poti einen kleinen Fehler,macht ab und zu Geräusche.

Auch das deutet auf Kontaktprobleme durch Verunreinigung hin. Hier wäre es empfehlenswert, das Poti vor der Reinigung auszulöten und zu zerlegen, was etwas fummelig ist.


[Beitrag von -Houdini- am 24. Jan 2021, 00:27 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#24 erstellt: 24. Jan 2021, 00:37
Die Reinigung kann eigentlich nur bei Potis eine Wirkung gezeigt haben, denn andere Bauteile sind ja "dicht".
Hier kämen dann R451/452 in Frage, wobei sie hier dann besser mal erneuert werden sollten, aber danach muss zwingend der Bias ("Idle (ICQ adj)") neu abgeglichen werden (dazu explizit der SM-Beschreibung folgen!).
Dazu dann bitte keine billigen China-Potis, sondern nur hochwertige Marken-Potis (Alps, Piher, Vishay/Dale, ...) verbauen! Noch besser wäre aber der Einsatz von Trimmer-/Spindel-Potentiometern.
Altgerätesamler
Inventar
#25 erstellt: 24. Jan 2021, 10:50
Hallo zusammen

Da hat sich ja einiges getan.


.DC offset habe ich schon am Anfang an den Lautsprecherausgängen gemessen.


Sobald die "Current Drive" LED auch nach 8 Sekunden nicht aufleuchtet, wird auch das LS-Schutzrelais nicht angesteuert und das hat natürlich einen Grund.
Einer davon könnte ein in diesem Moment zu hoher DC-Offset sein. Sprich die Reinigung des Relais hat in diesem Augenblick nichts mit dem eigentlichen Fehler zu tun.

Daher habe ich dich auch gebeten, diesen am Widerstand R519 und R520 nochmals zu prüfen, sofern die "Current Drive" LED nicht leuchtet.
Der DC-Offset kann in diesem Fall nicht an den LS-Anschlüssen geprüft werden, da das Relais ja nicht gschalten hat.

Soviel dazu.

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 24. Jan 2021, 12:22
Danke Houdini und Sorbia für Ihre Anteilnahme,Hinweisen und Ratschlägen !!!!

Hallo Manuel,

gut,das Du dich meldest,da ich das DC-Offst noch nicht messen konnte an den Widerständen.Das Relais spricht bis jetzt immer an,auch nach ca.8 sek.kommt die Current Drive.Das prüfen der LS-Anschlüsse,wenn das Relais geschalten hat ist mir schon klar,da diese sonst abgeschalten sind und kein Strom fließt.
Danke !!! Bis jetzt geht es immer an.

LG
Arno
kruger2
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 24. Jan 2021, 16:27
Jetzt funktioniert es nicht mehr, Current Drive gibt die LS-Anschlüsse nicht frei. Beim DC-Offset an den Widerständen R519 und R520 jeweils 0,002 und 0,003 mV gemessen.
Altgerätesamler
Inventar
#28 erstellt: 25. Jan 2021, 19:26
Hallo Arno

Tut mir leid, ich werde in nächster Zeit nicht mehr so oft zeit finden, hier zu schreiben, da ich gerade die Ausbildung zum Seilbahnfachmann begonnen habe und diese sehr Zeitaufwändig ist...

Schauen wir uns kurz das Blockschaltbild vom IC SVI3205 an.

Block Diagramm Technics SU-V660

Wie wir sehen können, befindet sich die gesamte Schutzschaltung bestehend aus AC det, DC det, Short det sowie Mute det in diesem IC.
Sofern damit etwas nicht i.O ist, können wir also nicht viel dagegen tun.

Das IC schaltet also das Relais sowie die "Current Drive LED" nur wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- AC (Wechselspannung) vom Trafo anliegt
- keine Gleichspannung am Lautsprecherausgang vorliegt
- kein Kurzschluss am LS-Ausgang vorliegt
- und die Mute detect frei schaltet (Was dieses Mute detect genau überwacht kann ich leider anhand des Schemas nicht erkennen). Evtl. wird hier geprüft, ob ein Input Signal anliegt, kann aber auch etwas anderes sein.

Du siehst, es ist nicht ganz einfach, hier den Fehler zu finden.

Am besten du kontrollierst einmal die im SM angegebenen Spannungen für das IC SVI3205 (Seite 17/18 im SM)
Achtung, bitte mit den Mess-Spitzen keinen Kurzschluss verursachen, sonst killst du damit womöglich das IC!

Pin 1: -53.1VDC
Pin 2: -62VDC
Pin 3: 0VDC
Pin 4: +54.3VDC
Pin 5: -54.3VDC
Pin 6: 0VDC
Pin 7: -15.6VDC
Pin 8: 0 VDC
Pin 9: -4.4VDC
Pin 10: -16VDC
Pin 11 - 17: 0VDC
Pin 18: Sollte nach 4 Sekunden nach "Power On" ca. -14VDC zu messen sein

SVI3205 Messpunkte 1

SVI3205 Messpunkte

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 26. Jan 2021, 13:29
Hallo Manuel,

ich habe jetzt gemessen:
1 - 58,7
2 - 62,5
3 0,00
4 59,6
5 59,4
6 - 0,02
7 - 24,1
8 - 47,7
9 - 4,42
10 - 24,9
11 - 0,01
12 3,8
13 2,5
14 - 0,01
15 2,5
16 4,1
17 - 0,03
18 -22 bei roter Lampe aus, sind es - 58,0
das bei 8 irritiert mich !
das sieht nicht so gut aus !

LG
Arno
ZeeeM
Inventar
#30 erstellt: 26. Jan 2021, 13:36
D 601 putt?
kruger2
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 26. Jan 2021, 13:55
Hi,
Danke für den Tip !

LG
Arno
Altgerätesamler
Inventar
#32 erstellt: 26. Jan 2021, 19:12
Hallo Arno

Schauen wir uns das einmal im Schema genauer an.

V660 Power Supply

Orange Eingezeichnet sieht man von Trafo T1 kommend die Leitung, welche zur "Voltage Control" LED führt.
Leider erkennt man den Spannungswert nicht richtig. Es scheinen 97V AC zu sein.

Diese Leitung speisst gleichzeitig (grün eingezeichnet) via R529 120kOhm (nicht auf dem Bild ersichtlich) dann den Pin 8 vom IC SVI 3205

Somit können 0V, welche im Schema an Pin 8 angegeben sind, meiner Meinung nach nicht stimmen, denn sobald das Gerät eingeschaltet wird, wird via Trafo eine Spannung an Pin 8 angelegt. Daher leuchtet ja auch gleichzeitig die "Voltage Control" LED auf.

Oder anders gesagt: An Pin 8 muss/sollte eine AC-Spannung messbar sein, wobei die DC-Spannung 0V DC Betragen müsste??

Anregungen von anderen Forenuser sind erwünscht.

Also geht die Suche weiter. Die von "ZeeeM" angegebene Diode D601 kannst du einmal prüfen. (Gerät ausschalten und im Dioden-Prüfmodus prüfen)
Messgerät sollte etwas um 0.5 anzeigen. Denke aber nicht, dass diese defekt ist, sonst würde womöglich die DC-Voltage Control LED nicht mehr richtig aufleuchten.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 26. Jan 2021, 19:17 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#33 erstellt: 26. Jan 2021, 19:52

Altgerätesamler (Beitrag #32) schrieb:


Orange Eingezeichnet sieht man von Trafo T1 kommend die Leitung, welche zur "Voltage Control" LED führt.
Leider erkennt man den Spannungswert nicht richtig. Es scheinen 97V AC zu sein.



Das müßten 9,7 Vac sein (bestimmt Druckfehler), sonst würde C601 explodieren, über D601 wird auch noch der LED Volume Indicator versorgt.

Gruß Uwe
Altgerätesamler
Inventar
#34 erstellt: 26. Jan 2021, 21:58
Hallo Uwe

Danke für den Einwand.
9.7V AC machen mehr Sinn.

@Arno

Prüfe dies doch nochmals mit dem Messgerät nach.
Achtung, Messgerät auf AC (wechselspannung) stellen.

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 26. Jan 2021, 22:15
Hallo

ich komme überall nicht richtig ran und kann die Bezeichnungen nicht richtig lesen,um die bezeichneten Bauteile zu finden,zum Messen.Habe jetzt alles wieder zerlegt.Kann man so auch Strom anlegen und richtig messen.Außerdem leuchtet die Current Drive jetzt gar nicht mehr.Ich bin mir nicht bewusst,irgendetwas kurzgeschlossen zu haben.
Danke Euch sehr für Eure Hilfe und Bemühungen.

LG
Arno
Uwe_1965
Inventar
#36 erstellt: 26. Jan 2021, 23:02
Zum Messen bitte wieder zusammenbauen, wäre meine Empfehlung.

Siehst Du die Metall-Brücke [J] rechts neben dem Gleichrichter mit dem Kühlkörper, die Stelle kannst Du als GND/Mittelabgriff nehmen, also den Minus vom MM da dran machen. Dann unterhalb von dem GL ist der Widerstand R601, da auf der Seite die zum GL reicht bitte MM auf AC stellen und die Spannung messen.

Die Spannungen sind allgemein sehr hoch, eigentlich dürfte die höchste Spannung +/-54,3 V dc sein, gibt es auf der Rückseite einen Spannungswahlschalter, weil ich sehe keinen , wenn ja bitte Photomachen. wenn nein, dann würde ich mutmaßen, das es sehr schlecht ist, weil die höchste pos. Spannung die Du gemessen war +58,7 V und die neg. Spannung war -62,5 V, die Spannungsfestigkeit der Siebelkos ist bei 63V

Gruß Uwe

kleines OT: ich hatte ja auch mal einen kleinen Technix in der Mangel klick und der IC sah genau soaus wie der der auch hier eingebaut war und der war definitiv Original. Wer den Thread kennt, zur Info, er läuft ganz aktuell immer noch


[Beitrag von Uwe_1965 am 26. Jan 2021, 23:15 bearbeitet]
Altgerätesamler
Inventar
#37 erstellt: 27. Jan 2021, 09:24
Hallo zusammen

Gemäss Schema sollte ein "Voltage Selector" vorhanden sein
Voltage Selector

@Arno
Sofern bei dir dieser Selector vorhanden ist. Üblicherweise hinten unter einem Blech versteckt, könntest du diesen bei ausgezogenem Netzstecker einmal auf 240V umstellen, dann sollten deine gemessenen Spannungen tiefer sein.

Evtl. steht der noch auf 220V.


kleines OT: ich hatte ja auch mal einen kleinen Technix in der Mangel klick und der IC sah genau soaus wie der der auch hier eingebaut war und der war definitiv Original. Wer den Thread kennt, zur Info, er läuft ganz aktuell immer noch


Kann durchaus sein, dass es sich hier auch um ein Original-Teil handelt. Bin mir bei Technics gewohnt, dass die IC's schwarz sind, muss aber nicht bei jedem Gerät so gewesen sein.

Lg. Manuel
kruger2
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 27. Jan 2021, 16:39
Hallo liebe Freunde,

habe hier erst noch einmal ein paar Bilder gemacht,bevor ich das Teil wieder zusammenbaue.Dann werde ich wieder die Messpunkte durchgehen.
Meine Frage wäre,wie muss der Spannungsauswähler stehen ? Demensprechend wohl der Pfeil ?

P1030604

Dann ist da noch das Detail,wie die Platine von unten aussieht. Meiner Meinung nach ist dort auch schon ein neuer IC eingelötet worden.

P1030598

LG
Arno
Uwe_1965
Inventar
#39 erstellt: 27. Jan 2021, 17:17
Gute Frage, habe das SM gerade nicht bei der Hand, es war aber auch nicht so dolle gut beschrieben, auf welcher Zahl steht er dann jetzt, auf 3 ?
Uwe_1965
Inventar
#40 erstellt: 27. Jan 2021, 18:05
So habe mir das noch malangeschaut, das ist kein "Voltage Selector" von s.14 im Manual, wie oben von Manual gepostet, sondern das ist die "AC in" Platine von S.13 im Manual (Version EG area) mit der Drosselspule L1. Sieht man auch an den Lötpunkten auf Deinem Bild.

Vielleicht sollte man sich mal das Kabelgewirr am Trafo anschauen, ob man durch umlöten den Trafo umstellen kann.

Bild aus #11

Bild Technix V660-1

oder der Voltage Selector versteckt sich woanderster


[Beitrag von Uwe_1965 am 27. Jan 2021, 18:11 bearbeitet]
Altgerätesamler
Inventar
#41 erstellt: 27. Jan 2021, 18:36
Hallo zusammen

Der Voltage-Selector wurde nicht bei allen Geräten eingebaut.
Falls vorhanden, müsste dieser von der Rückseite her zugänglich sein.

Siehe Bild:

Voltage Selector V660

Es könnte sich also auch um ein reines 220VAC Gerät handeln und da die Netzspannung neu ca. 10V höher ist, werden auch die Sekundär-Spannungen des Trafos und die DC-Spannungen höher sein.

Sofern man das Gerät nicht auf 230/240VAC umstellen kann, sollte der Ruhestrom kontrolliert und ggf. justiert werden.

Ruhestromeinstellung V660

Wichtig beim Ruhestrom-Justieren:
Den Ruhestrom mit "eingängigen" Potis einzustellen ist nicht ganz einfach, da eine kleine drehbewegung am Poti bereits eine grosse Spannungs-Änderung bzw. Stromänderung nachsich zieht. Daher nur ganz vorsichtig an den Potis drehen.

Messgerät auf mV DC stellen und am im Schema angegebenen TP451 anschliessen.
Danach Gerät einschalten. Ruhestrom steigt dann langsam an. Wert sollte nach ein paar Sekunden um 25mV sein.

Bevor du was justierst, am besten uns die Werte kurz bekannt geben.

Falls der Ruhestrom nicht korrekt ist, kann dieser mit dem Poti VR451 bzw. VR552 eingestellt werden.
Ja, es mag verwirrend klingen, aber wir messen an den Testpunkten nicht den Strom, sondern den Spannungsabfall in mV DC über den Emitterwiderständen. Dieser ergibt dann den Ruhestrom.

Kleines Beispiel am Rande.
Gehen wir von einem Emitterwiderstand von 0.33Ohm aus. (Gängiger Wert) und wir messen einen Spannungsabfall von 25mV ergibt dies nach dem Ohmschen Gesetz: 25mV / 0.33Ohm = 75mA (Ruhestrom)

Sofern der Ruhestrom verändert wurde, muss nach ca. 10-15 Minuten der Wert nochmals nachgeprüft und ggf. nachjustiert werden!

ACHTUNG! Ich kann es nicht oft genug sagen. Keine hektischen Bewegungen am Poti machen. Ein zu hoher Ruhestrom zerstört den Baustein innerhalb von Sekunden!!!!

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 27. Jan 2021, 18:45 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#42 erstellt: 27. Jan 2021, 20:05

Dann ist da noch das Detail,wie die Platine von unten aussieht. Meiner Meinung nach ist dort auch schon ein neuer IC eingelötet worden.


Da hatte schon wer Hand angelegt.
Die Lötstellen der Transistoren im "Voltage Control Amp" sehen fürchterlich aus und auch am SVI und am IC wurde mal gelötet. Evtl wurden mal Neuteile eingesetzt oder es sind noch die alten Teile die nur zum Messen ausgelötet wurden .... oder weiß der Geier.
Die eine Brücke wurde auch "professionell" isoliert

Vor dem SVI ..... fehlt dort ein Bauteil?
Altgerätesamler
Inventar
#43 erstellt: 27. Jan 2021, 20:20
@ Rabia_sorda

Da scheint tatsächlich ein Bauteil zu fehlen.
Und zu den Lötstellen gibt es nicht mehr viel mehr dazu zu sagen.

Hier nochmals das Bild...
Rote Markierung => Fehlendes Bauteil?
Gelbe Markierung => Bitte altes Lot entfernen und Lötstellen neu verzinnen.

p1030598_1075231

By the way: Wie macht Ihr dass, das die Bilder in Grossansicht angezeigt werden können?


[Beitrag von Altgerätesamler am 27. Jan 2021, 20:23 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#44 erstellt: 27. Jan 2021, 20:56
Danke, das Ihr Euch schon mal über die Lötungen ausgelassen habt

Vielleicht zu dem IC SVIxxxx, ich habe jetzt doch nochmals den anderen IC aus dem von mir verlinkten genauer angeschaut


kruger2 (Beitrag #12) schrieb:


P1030577


und das war der Deckel von meinem

IC aus 502

sieht doch schon etwas anderstewr aus


[Beitrag von Uwe_1965 am 27. Jan 2021, 20:59 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#45 erstellt: 27. Jan 2021, 21:21
Uwe, dein SVI scheint da eher ein Nachbau/Fake zu sein 🤐😀, denn ich kenne sie nicht mit weissen Aufdruck, sondern nur mit schwarzen.
In meinem SE-A1000 sind die beiden, und die sind definitiv original, auch mit schwarzen Aufdruck auf grauem Plaste- Gehäuse.
Weiss habe ich noch nie gesehen.


Wie macht Ihr dass, das die Bilder in Grossansicht angezeigt werden können?


Beim hochladen den Haken auf "groß" setzen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 27. Jan 2021, 21:25 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#46 erstellt: 27. Jan 2021, 21:29
Karsten, der SU-X502 (Baujahr laut HifiEngine 91/92) von damals wurde von dem Herrn Anfang der 90er in England neu gekauft und das Teil wurde nie aufgemacht, bis es kaputt war und auf meinem Tisch gelandet ist, da wurde in den 30 Jahren nichts dran gemacht
Der V660 ist von 89/90
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 27. Jan 2021, 21:42 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#47 erstellt: 27. Jan 2021, 21:37
Meine Ironie kam nicht so gut rüber .... 🤷

Aber dennoch sah ich noch nie weisse Aufdrücke auf den Dingern.


[Beitrag von Rabia_sorda am 27. Jan 2021, 21:37 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#48 erstellt: 27. Jan 2021, 21:43
OT Der Aufdruck ist nicht Weiß, sondern Silber, kommt wohl auf dem Bild nicht so gut rüber. und dieses SVI Modul kam wohl auch von Sanyo

Was machen wir dann jetzt mit V660 und seinen hohen DC Spannungen ?
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 27. Jan 2021, 21:46 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 27. Jan 2021, 23:26
Hallo liebe Leute,

habe jetzt alles gelesen.So schnell wie Eure Vorschläge kommen,bin ich nicht,muss erst mal alles Geschriebene von Euch in der richtigen Reihenfolge abarbeiten.Wollte heute Abend das Teil wieder zusammenbauen,muss aber nun erst die Lötstellen bearbeiten.Dann die Volts regulieren und dann den Widerstand 601 und die Diode 601 messen.Ich habe auch nicht immer Zeit,alles gleich zu tun.Jedenfalls seid Ihr eine prima Hilfe !! Danke !!
Zu den offenen Lötstellen,habe noch mal nachgesehen,dort ist kein Bauteil vorgesehen.ich habe noch von einem Kumpel ein IC bekommen,ausgebaut aus einem funktionellen Teil,weil das Gehäuse kaputt war.
Hier das Bild:

P1030599

Noch ein Bild vom Innenraum:

P1030596


LG
Arno
Uwe_1965
Inventar
#50 erstellt: 28. Jan 2021, 00:08
Hi Arno,

könntest Du uns al einen Gefallen tun, trenne mal bitte die Kabel an dem Kabelbinder auf. Die 4 Kabel die zu LS Buchsen gehen, mal nach rechts legen, die kommen von der LS Wahlschalter Platine.


kruger2 (Beitrag #11) schrieb:
P1030579


Die Kabel die zum Trafo auch mal extra legen und mache dann mal ein Bild, am besten auch eines schräg von links auf die Anschlußpins vom Trafo.

Den SVI den lassen wir erstmal draußen, wir wollen erstmal die DC Spannungen runter bekommen, wäre meine erste Prämisse.
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 28. Jan 2021, 00:12 bearbeitet]
kruger2
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 28. Jan 2021, 13:00
Hi Uwe,

hier das Bild mit dem Trafo.

P1030605

Und außerdem musste ich feststellen,das an den beiden Elko`s,wie bereits gesagt doch eine Leerstelle ist.Es fehlt die Diode D 504.

P1030607

Nun muss ich erst einmal sehen,ob ich solch eine Diode noch habe und einlöten.

LG
Arno
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