Sansui Stereo Receiver 551 110V auf 220 umstellen?

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comja
Stammgast
#1 erstellt: 13. Feb 2026, 10:35
Hallo Frunde der alten Technik,

Sansui Stereo Receiver 551 110V auf 220 umschalten?

ich habe einen Sansui im Blickwinkel der angeblich aus den USA stammt und einen Aufkleber mit 117V hinten drauf hat.
Habe das Service Manual überflogen, so wie ich das sehe kann man ohne weiteres auf 220V umschalten (Votage Selector)
dann nur noch die Sicherung von 2A auf 1,5 A tauschen...

Sollte man da sonst noch was beachten?
Grüße Jaro
gst
Inventar
#2 erstellt: 13. Feb 2026, 13:14
Intern doch mal messen, weil 220V sind nicht 230V. Bei uns messe ich die meiste Zeit 237V.


[Beitrag von gst am 13. Feb 2026, 13:15 bearbeitet]
comja
Stammgast
#3 erstellt: 13. Feb 2026, 17:17
Servus @gst,
stimmt, da hast recht , ich muss das Teil mal aufmachen wenn ich es geholt habe (bei der Sicherung steht schon mal bis 240 V also denke ich dass da auch ne Umstellung auf 230 geht.
Gerade hat der Verküfer signalisiert dass ich den Zuschlag bekomme.

Grüße Jaro
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 13. Feb 2026, 18:29

bei der Sicherung steht schon mal bis 240 V also denke ich dass da auch ne Umstellung auf 230 geht.


Wenn er sich auf 240 V stellen lässt dann bitte auch auf 240 V stellen.
230 V-Stellungen waren eher unüblich. Gängig waren die Stufen 220 und 240 V.
comja
Stammgast
#5 erstellt: 02. Mai 2026, 10:16
Hallo HIFI Freunde

Leider habe ich mit dem neuwertigen 551 etwas "pechgehabt"

da ich mich zuvor dem Plattenspieler Sansui FR 1080 http://www.hifi-foru..._id=185&thread=20472

zugewandt habe und auch dort keine möglich Umschaltung vorgefunden habe , stehe ich nun bei diesem schönen Verstärker vor dem gleichen Problem.

Habe die Abdeckung vom Trafo auch abgenommen um zu sehen ob man dort was umlöten kann, aber auch Fehlanzeige.



https://up.picr.de/50841059dp.jpg

https://up.picr.de/50841060fq.jpg

https://up.picr.de/50841061an.jpg

https://up.picr.de/50841062yl.jpg


Momentan bin ich etwas ratlos..
beim Plattenspieler mit wenig Watt und ausreichend Platz in der Zarge kann man natürlich ein Transformator unterbringen. Hier evtl. innen an der Rückwand, der Transformator müsste müsste flach sein und doch etwas Leistung mitbringen.
Vielleicht habt ihr da ne Idee.

Ich könnte auch externen Umwandler nutzen aber diese Idee gefällt mir nicht sonderlich..
https://www.kleinanz.../3371824863-168-1922

zunächst habe ich ein externes Gerät bestellt um überhaupt zu schauen ob beide Geräte funktionieren.


https://up.picr.de/50841201cd.png


[Beitrag von comja am 02. Mai 2026, 10:51 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 02. Mai 2026, 11:06
Ist es überhaupt nötig?

Ab 1987 wurde in Deutschland von 220 auf 230 V umgestellt.
Der zulässige Toleranzbereich bei den jetzigen 230 V beträgt 10 %, also zwischen 207 und 253 V.
Bei den damaligen 220 V lag sie also zwischen 198 und 242 V.
Wenn du nun an deiner Steckdose (wie bei mir zu hause) nur um 230 V messen kannst, dann kannst du den Sansui auch so belassen und betreiben wie er ist.
comja
Stammgast
#7 erstellt: 02. Mai 2026, 16:27

Wenn du nun an deiner Steckdose (wie bei mir zu hause) nur um 230 V messen kannst, dann kannst du den Sansui auch so belassen und betreiben wie er ist.


Grüße Dich Rabia_sorda
Der Verstärker als auch der erwähnte Plattenspieler sind für 117 Volt ausgelegt , stmmen wohl beide aus dem gleichen Ausland. Ein Betrieb im 230V Deutschland ist also nicht möglich.

Aber der andere Beitrag vom Plattenspieler offenbarte gute Ansätze der Helfenden User (auch Dir Danke)

Grüße Jaro
Rabia_sorda
Inventar
#8 erstellt: 02. Mai 2026, 17:04

Der Verstärker ... für 117 Volt ausgelegt


Oh, in der Tat überlesen.
comja
Stammgast
#9 erstellt: 02. Mai 2026, 18:26
ich habe zumindest bei dem Sansui 551 mit der Möglichkeit der Umstellung innen gerechnet, weil im SM auch auf bestimmte Spannungen 110, 117, 220, 240 ja hingewisen wurde. (siehe oben im Bild)

Auch hatte ich mal bei einem Pioneer aus ähnlicher Zeit umlöten können. Ja ich war tatsächlich überrascht dass es hier nicht vorgesehen war.
Aber alles halb so schlimm, der Verstärker ist wie neu also wird nun nach Lösung gesucht.
Hier kann man paar Euros investieren um so ein schönes Gerät noch zu betreiben.

Von aussen wie neu und innen kein Staub null nichts und ich glaube der ist über 40 Jahre wo in der Kiste gewesen so wi der Plattenspieler auch.

viele Grüße
Jaro
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 02. Mai 2026, 19:57

ich habe zumindest bei dem Sansui 551 mit der Möglichkeit der Umstellung innen gerechnet, weil im SM auch auf bestimmte Spannungen 110, 117, 220, 240 ja hingewisen wurde


Viele SM beziehen sich auf SÄMTLICHE, damals erhältlichen Geräte der Serie und daher gibt es dann oftmals auch den Hinweis dazu. Dies betrifft hauptsächlich Geräte aus dem USA-/Kanada-Bereich und diese ließen sich hin und wieder auf 220/240 V umstellen.
Nur wenn die Geräte ab Werk schon mit 220 V für den europäischen Markt produziert wurden dann kann man evtl. nichts mehr ändern.
Schaue daher mal oben im SM welche Länder angegeben sind.
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 02. Mai 2026, 20:22
Es gibt zwei Versionen des Sansui 551, einmal die CSA- und dann noch die EU-Variante. Beide Varianten unterscheiden sich durch den Transformator. Während die EU-Variante mehrere Anzapfungen hat (so dass durch einen Codierstecker verschiedene Spannungen eingestellt werden können), ist der Transformator der CSA-Variante nur für eine Versorgungsspannung vorgesehen.


(Seite 17)

Ich würde einen Stellspartransformator vorschalten, dahinter eine Steckdosenleiste, an der dann der Receiver und der Plattenspieler angeschlossen wird.

Irgendein billigen Schaltwandler würde ich nicht verwenden, da vermutlich da nicht einmal ein Sinus rauskommt und was der an hochfrequente Störungen abgibt, ist auch fraglich.

Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 02. Mai 2026, 20:23 bearbeitet]
DB
Inventar
#12 erstellt: 02. Mai 2026, 20:36

comja (Beitrag #5) schrieb:
Momentan bin ich etwas ratlos..

Verzage nicht, denn es existiert Abhilfe: Trafo ausbauen, in eine Wickelei gehen und Eratz mit 230 V Primärspannung bestellen.


MfG
DB
BassTrap
Inventar
#13 erstellt: 03. Mai 2026, 03:47

Uwe_Mettmann (Beitrag #11) schrieb:
Es gibt zwei Versionen des Sansui 551, einmal die CSA- und dann noch die EU-Variante. Beide Varianten unterscheiden sich durch den Transformator. Während die EU-Variante mehrere Anzapfungen hat (so dass durch einen Codierstecker verschiedene Spannungen eingestellt werden können), ist der Transformator der CSA-Variante nur für eine Versorgungsspannung vorgesehen.


(Seite 17)

Dort lese ich drei Versionen heraus:
- EU Model (European Union), 220V, https://cdn.wallapop...jpg?pictureSize=W640
- CSA Model (Canadian Standards Association), 117V, https://img.canuckau...redible-receiver.jpg
- LA Model (Latin America, International), 110V, 117V, 220V, 240V, https://dh.lnwfile.com/_/dh/_raw/qa/uy/el.jpg


comja (Beitrag #7) schrieb:
stmmen wohl beide aus dem gleichen Ausland.

Die kommen alle aus Japan, sind für den nordamerikanischen Markt angepasst.


[Beitrag von BassTrap am 03. Mai 2026, 03:48 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#14 erstellt: 03. Mai 2026, 08:10

BassTrap (Beitrag #13) schrieb:

Dort lese ich drei Versionen heraus:
- EU Model (European Union), 220V, https://cdn.wallapop...jpg?pictureSize=W640
- CSA Model (Canadian Standards Association), 117V, https://img.canuckau...redible-receiver.jpg
- LA Model (Latin America, International), 110V, 117V, 220V, 240V, https://dh.lnwfile.com/_/dh/_raw/qa/uy/el.jpg

Stimmt, ist auch in der Service Manual so. LA-Model habe ich übersehen, .

Gruß

Uwe
comja
Stammgast
#15 erstellt: 03. Mai 2026, 09:15
Erstmal vielen Dank an alle Helfer!

und für die vielen Antworten, interessant auch all diese Versionen. Also CSA Version. habe ich erwischt.
Der Verkäufer ( Wohnungsauflöungsspezialist) hat mir die komplette Anlage mit interessanten Boxen verkauft aus dem Grunde dass er die Anlage nicht anschließen kann.

Wird schon..das glaube ich auch..

Grüße und eine schönen Sonntag
Jaro
FarmerG_
Stammgast
#16 erstellt: 08. Mai 2026, 08:26

DB (Beitrag #12) schrieb:

comja (Beitrag #5) schrieb:
Momentan bin ich etwas ratlos..

Verzage nicht, denn es existiert Abhilfe: Trafo ausbauen, in eine Wickelei gehen und Eratz mit 230 V Primärspannung bestellen.


MfG
DB


Und dann auch den primärseitigen VDR und Kondensator gegen Varianten mit doppelter Spannung bzw. Spannungsfestigkeit tauschen.
comja
Stammgast
#17 erstellt: 09. Mai 2026, 07:13
Nachtrag:

ich betreibe den Sansui 551 nun erfolgreich mit einem externem 500 W Netzteil.
Doch ein schweres Metall Gehäuse Teil, wirkt natürlich unhandlich und klobig. Aber lässt sich auch an der Wand hängend anbringen.
Und hat auch einen Ein und Ausschalter. Also ok..nicht die schönste Lösung aber funktionell.
Ich mache das Netzteil bei Gelegenheit mal auf, um zu sehen was da so an Trafo verbaut worden ist. Ich denke das wird nichts besonderes sein.

Habe die Ausgangs Spannung im Leerlauf gemessen = 117 Volt

https://up.picr.de/50865322sg.jpg

https://up.picr.de/50865323im.jpg

habe auch den Sansui FR 1080 Plattenspieler am Verstärker Stromanschluss angeschlossen und es funktioniert alles tadellos.

Für den Plattenspieler habe ich ein kleineres 100 W Netzteil zum testen bestellt, sollte sich diese Kombination mal trennen.
Aber so wie das nun Aussieht bin ich zunächst zufrieden weil alles sehr gut funktioniert. Neuer Riemen im Dreher und das Auflagegewicht eingestellt macht sich diese Kombination echt gut..
Kein Rauschen oder Brummen es läuft alle bestens.. ja man merkt auch dass der Verstärker "neu" ist.

https://up.picr.de/50865349vp.jpg

Danke und Grüße an Euch allen die mir hier mit Rat zur Seite stehen.
Schönes Wochenende.
Jaro
VielDoof
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 09. Mai 2026, 08:07
Hi, dann feiere das Ganze mal mit Jim B.
8erberg
Inventar
#19 erstellt: 09. Mai 2026, 08:22
Hallo

Naja, der Plattenspieler hat einen Synchronmotor und damit wohl wahrscheinlich auch ein 60 Hz Pulley... Sollte man hören können das die Musik zu "langsam" läuft.

Peter
Uwe_Mettmann
Inventar
#20 erstellt: 09. Mai 2026, 09:24
Da das kein normaler Trafo ist, sondern ein Schaltwandler nehme ich mal an, das am Ausgang die Frequenz 60 Hz ist. Ich vermute allerdings, dass aus dem Wandler kein Sinus rauskommt. Es funktioniert ja, also OK.

Allerding würde ich sicherheitshalber den Sansui eine Stunde laufen lassen, dann den Wandler und den Sansui vom Strom nehmen (Stecker ziehen) und den Trafo anfassen, ob er übermäßig warm wird.

Gruß

Uwe
DB
Inventar
#21 erstellt: 09. Mai 2026, 09:40
Wollte ich auch gerade schreiben. Selbst ein Spartrafo für 500VA ist größer als die Schachtel.
Ich würde so eine Störbombe nicht verwenden. Vor allem, weil das Problem der Isolation der Netzleitung damit immer noch nicht gelöst ist.


[Beitrag von DB am 09. Mai 2026, 09:42 bearbeitet]
BassTrap
Inventar
#22 erstellt: 09. Mai 2026, 15:04

Uwe_Mettmann (Beitrag #20) schrieb:
Da das kein normaler Trafo ist, sondern ein Schaltwandler nehme ich mal an, das am Ausgang die Frequenz 60 Hz ist.

Bei der 1000VA-Version steht: "Dieser Transformator wandelt nur die Spannung und nicht die Frequenz um."
Rabia_sorda
Inventar
#23 erstellt: 09. Mai 2026, 21:05

Bei der 1000VA-Version steht


Bei einem angegebenen Gewicht von 2,3 kg würde ich eher nicht auf nur eine Schachtel mit interner Elektronik tippen.

Aber die Anzeige ist sowieso etwas merkwürdig.
Erst wird geschrieben "Geeignet für elektronische Geräte mit einer Nennleistung unter 500 W" und in den technischen Daten wiederum wird 1000 W Nennleistung angegeben.
BassTrap
Inventar
#24 erstellt: 09. Mai 2026, 22:29
Da ist halt alles auf möglichst billig getrimmt, auch das Angebot. Zusätzlich zu den 2,3kg ist auch 1,57kg angegeben. Copy&Paste und nur ein bischen angepaßt.
comja
Stammgast
#25 erstellt: 10. Mai 2026, 09:34
VIELEN DANK für die zahlreichen Antworten die viel Licht in diese Komplexität bringen.


Allerdings würde ich sicherheitshalber den Sansui eine Stunde laufen lassen, dann den Wandler und den Sansui vom Strom nehmen (Stecker ziehen) und den Trafo anfassen, ob er übermäßig warm wird.


Der Sansui ist mehr oder weniger die zwei Tage durchgelaufen und ja der Trafo ist warm geworden, mein Infrarot Wärmemessgerät hat knapp unter 38 Grad gemessen.

Mein Pioneer Verstärker SX 777 wird da deutlich wärmer der bringt deutlich über 40 Grad , klarerweise nicht nur das dort verbaute Netzteil sondern eher die Endstufe strahlt jede Menge Hitze ab. Hatte zuletzt oberhalb des 777 ein Tapedeck stehen Kenwood KX 790 stehen und machte mir schon Sorgen weil das Tapedeck schon an der Oberseite recht warm geworden ist. Leider hatte der Kenwood auch nur wenig Bodenabstand. Nun habe ich dem Kenwood Tapedeck so 2cm hohe Standfüße verpasst und schon ist alles besser.


aber kommen wir zum wichtigen Thema China Trafo:


"Dieser Transformator wandelt nur die Spannung und nicht die Frequenz um."


da normalerweise laut https://www.netzfrequenz.info/aktuelle-netzfrequenz-full die Frequenz bei 50,000 sein sollte (heute etwas mehr 50,020) und die Angabe stimmen sollte, dann wäre ja alles in Ordnung. Mein Oszilloskop ist so ein Batterie Ding, also kann ich hier die Netzfrequenz nicht ohne weiteres Wissen messen. Aber ich schaue mal alle meine digitalen Messgeräte an, ob eins davon die Frequenz Messung machen kann.

Dass der Plattenspieler angeschlossen am 551 hier langsamer laufen würde, ist mir nicht aufgefallen. Ich messe die Umdrehungen immer manuell, mein Handy gibt diese Funktion nicht her.
Also Stoppuhr und und ein Bleistift auf dem Teller reichen mir da auf und dann kann ich ja bis 33 Zählen.
Wie gesagt ist mir bei einigen Schallplatten im Test nicht aufgefallen, werde dem aber noch nachgehen.



Netzspannung in Deutschland: Spannung 230 Volt / 50 Hertz
Netzspannung USA: Spannung 120 Volt / 60 Hertz



Ein Wechselstrommotor, der für den Betrieb bei 230 V / 50 Hz konzipiert ist, ändert sein Betriebsverhalten bei veränderter Frequenz. Er läuft bei einer Frequenz von unter 50 Hz langsamer und bei einer Frequenz von mehr als 50 Hz schneller. Die Änderung der Frequenz führt hier zu einer proportionalen Änderung der Drehzahl des Motors. Eine um 10 Prozent niedrigere Frequenz führt somit zu einer um 10 Prozent niedrigeren Motordrehzahl, während eine um 10 Prozent höhere Frequenz zu einer um 10 Prozent höhere Drehzahl führt.


Wenn der Dreher tatsächlich für Kanada ausgelegt worden ist, was ja 99 % anzunehmen ist dürfte er ja nur mit mit 60 Hertz richtig funktionieren. Soweit scheint er ja am Anschluss des 551 zunächst nicht auffällig richtig zu funzen.

Und ja ich habe tatsächlich ein Multimessgerät dass die Frequenz messen kann.

Also habe ich noch mal die Frequenz nachgemessen:

1) der externe Trafo liefert eine Frequenz von 50 Hertz
2) bei den 2 verbauten Anschlüsse am 551 kommt 113 V bei 50 Hertz.

https://up.picr.de/50868888wb.jpg

https://up.picr.de/50868889lo.jpg

Nun habe ich mich mit dem Dreher beschäftigt und tatsächlich habe ich Geschwindigkeits- Unterschiede.

Im 33 Betrieb: die 33 Umdrehungen schafft er in 57 Sekunden = ist also schneller +5%
im 45 Betrieb: die 45 Umdrehungen braucht er 1 Minute und 5 Sekunden = langsamer, -9%

Dass im 33 Betrieb die Platte schneller gewesen wäre ist mir nicht aufgefallen, war ja auch Pop Musik.. warum er da nicht langsamer ist???
im 45 Betrieb ist er aber schon deutlich langsamer.. das hört man.

Fazit:

Also dem Verstärker an sich scheint die weniger Frequenz vom Ext. Trafo scheinbar nichts auszumachen (scheinbar) da müsst Ihr mir noch Input geben . Aber so lange sich der Verstärker meines Wissens nicht dreht

Der Plattenspieler ist momentan nicht wirklich zu betreiben. Hier müsste man den Motor tauschen..

Hier gibt es einen Wandler der auch die Frequenz ändert und bis 20W geht:
https://spannungswandler.us/Spannungs-und-Frequenzwandler

allerdings zu teuer , da der Plattenspieler jetzz auch kein extrem wertvolles Gerät ist.

oder so was ? 12 Volt auf 110V mit 60 Herz Ausgang mit 200 Watt?
https://de.aliexpress.com/item/1005006770226300.html

https://up.picr.de/50869107st.png

Wäre sogar ein Vorteil, da ich meine ausgebaute Gartenhütte mit 12 Volt Betrieb, habe da so eine Insellösung verwirklicht. Viele Geräte wie TVs, Satreceiver, Diesel Heizung laufen ja mit 12 Volt..

Mal sehen was Euch einfällt.
Grüße und schönen Sonntag
Jaro


[Beitrag von comja am 10. Mai 2026, 10:22 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#26 erstellt: 10. Mai 2026, 10:29

Dass der Plattenspieler angeschlossen am 551 hier langsamer laufen würde, ist mir nicht aufgefallen. Ich messe die Umdrehungen immer manuell, mein Handy gibt diese Funktion nicht her.
Also Stoppuhr und und ein Bleistift auf dem Teller reichen mir da auf und dann kann ich ja bis 33 Zählen.
Wie gesagt ist mir bei einigen Schallplatten im Test nicht aufgefallen, werde dem aber noch nachgehen.


Die einfachste und uralteste Variante ist eine Stroboskop-Scheibe.
Die habe ich mir vor etwa 30 Jahren schon mal bei einem örtlichen RFT-Laden kopieren und ausdrucken lassen, dann auf Pappe geklebt.
Heutzutage kann man sie einfach aus dem WWW beziehen.

Der obere Link macht einen guten Eindruck:

stroboskop plattenspieler pdf

Achte beim Ausdruck unbedingt auf das korrekte Format!

Leider gibt es in deinem PS aber keine justierbare elektronische Drehzahlreglung und dies wäre also ausschließlich mit einem 50 Hz-Motor-Pulley zu ändern.


Also dem Verstärker an sich scheint die weniger Frequenz vom Ext. Trafo scheinbar nichts auszumachen ...


Ein 60 Hz-Transformator kann generell mit 50 Hz betrieben werden, jedoch mit wichtigen Einschränkungen. Die niedrigere Frequenz führt zu einer höheren magnetischen Sättigung im Eisenkern, was eine Reduzierung der Eingangsspannung um ca. 15 bis 20 % erfordert, um Überhitzung und Schäden durch eine Sättigung zu vermeiden.
DB
Inventar
#27 erstellt: 10. Mai 2026, 12:01
Kleine Anregung noch: ein Bekannter hatte früher (vor 40 Jahren, DDR) auf der Arbeit eine NTSC-Videomaschine. Die brauchte auch 117 V und 60 Hz vom Netz. Er löste es so: ein Sinusgenerator steuerte die Eingange von zwei MEG V941 an. Deren Ausgänge waren jeweils auf 50 V Ausgangsspannung geklemmt und in Reihe geschaltet. Ging gut und dank der Möglichkeit des Batteriebetriebes der V941 auch autark.

Ich schreibe das, um zu zeigen, daß man den Aufwand durchaus noch steigern kann, verbunden mit der Frage, weshalb man sich ohne Not Geräte antut, die mit von den hiesigen völlig abweichenden Netzspannungsparametern zu betreiben sind?
Ich meine, völlig konsequent wäre doch gewesen, direkt aus Japan zu importieren. Da passen dann wenigstens weder Netzspannung (100 V / 60 H) noch Empfangsbereich des Receivers.
comja
Stammgast
#28 erstellt: 10. Mai 2026, 19:08

diesen Aufwand betreibt...weshalb man sich ohne Not Geräte antut, die mit von den hiesigen völlig abweichenden Netzspannungsparametern zu betreiben sind?


@db
Danke für Deine Anregung...
ja sicherlich hast Du vollkommen recht, diese Situation der Vorbesitzer kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich kann nur Vermutungen anstellen, dass die Vorbesitzer wo in Kanada die Geräte neu gekauft haben und diese nach Deutschland importiert haben um danach festzustellen, dass man diese hier nicht betreiben kann, deshalb auch der neuwertige Zustand. Dann landeten diese Geräte in einer Kiste die wohl Jahrzehnte wo in dem Haus von den "von uns Gegangenen" gelagert worden sind.

Nun zu mir, ich kaufte diese 2 Geräte mitsamt der Boxen um ca. 100 € nach dem ich zumindest in das SM gschwind reinschaute und der voreiligen Meinung war, dass ich diese Geräte ohne Weiteres "umswitchen" kann wie bereits andere Verstärker vorher. Mein Halbwissen wurde mir zumindest hier zum Verhängnis.
Ich sehe das aber nun nicht unbedingt als ein Desaster, sondern man wächst in die Problematik ein und vermehrt sein Wissen.
Also im Endeffekt : ja ich habe Problem aber ohne Probleme kann ich mein Wissen nicht mehren. Also alles kein Ding und schon bin ich auch froh dass sich hier gute Lehrer im Forum tummeln und versuchen zu helfen.


Ein 60 Hz-Transformator kann generell mit 50 Hz betrieben werden, jedoch mit wichtigen Einschränkungen. Die niedrigere Frequenz führt zu einer höheren magnetischen Sättigung im Eisenkern, was eine Reduzierung der Eingangsspannung um ca. 15 bis 20 % erfordert, um Überhitzung und Schäden durch eine Sättigung zu vermeiden.


@rabia_sorda
Danke auch für diese Erklärung , habe ich es richtig verstanden, dass eben bei 50Hz man hier anstatt 117 V Einspeisung dann eher bei unter 100 V besser dran wäre um welche Schäden zu vermeiden. Entstehen diese Schäden nur im 551 Trafo oder eben auch aussehalb des Trafos...im Gerät ???
Jetzt mal ne hypothetische Frage ? meinst Du dass Sansui da ausser des Trafos auch noch andere Bauteile verwendet hat, die dieser Gefahr ausgesetzt sein könnten, oder hat Sansui die Bauteile ausserhalb des Trafos schon so konzipiert hat, dass sie den beiden anderen Frequenzen standhalten können.
Hierzu müsste man sicher zwei Service Manual vergleichen, einmal die 50 Hz Version und eine 60 Hz Version.

Grüße und danke Euch und schönen Sonntag Abend.
Jaro
Rabia_sorda
Inventar
#29 erstellt: 10. Mai 2026, 19:25

... habe ich es richtig verstanden, dass eben bei 50Hz man hier anstatt 117 V Einspeisung dann eher bei unter 100 V besser dran wäre um welche Schäden zu vermeiden.


Würde ich erstmal so annehmen.


Entstehen diese Schäden nur im 551 Trafo oder eben auch aussehalb des Trafos...im Gerät ???


Hier sollte der (ganz evtl. auftretende) Schaden "eigentlich" nur den Trafo betreffen.
Wobei man aber durch eine starke Hitzeentwicklung des Trafos nicht auch einen (teil-)Wicklungsschluss ausschließen sollte, der dann u.U. die Sekundärspannung(en) erhöht und somit weitere Bauteile mitnimmt.


Jetzt mal ne hypothetische Frage ? meinst Du dass Sansui da ausser des Trafos auch noch andere Bauteile verwendet hat, die dieser Gefahr ausgesetzt sein könnten ...


Denke ich nicht.


... , oder hat Sansui die Bauteile ausserhalb des Trafos schon so konzipiert hat, dass sie den beiden anderen Frequenzen standhalten können.


Das wusste Sansui wohl nur selbst.
Aber damals hatte man noch etwas "überdimensionierte" und "robustere" Bauteile (z.B. der Trafo) verwendet, weil sie damals noch nicht so "auf Kante genäht" waren wie heutzutage.


Hierzu müsste man sicher zwei Service Manual vergleichen, einmal die 50 Hz Version und eine 60 Hz Version.


Das wäre zwar durchaus angebracht, nur versprechen kann man sich wahrscheinlich nichts.
Die Trafos werden darin höchstens mit verschiedenen Part.-No. angegeben und was würde es uns dann sagen(?) - genau, rein gar nichts.
8erberg
Inventar
#30 erstellt: 11. Mai 2026, 07:28
Hallo,

ein 50 Hz Pulley für den Plattenspieler wäre kein Thema wenn du einen Bekannten hast der dir so ein Ding auf der Drehbank herstellen kann.

Es gibt in Japan zwar überall die gleiche Spannung aber auf den Hauptinseln unterscheidet sich die Netzfrequenz (Grund: die haben eine Insel mit deutschen Generatoren ausgestattet, die andere zuerstit US-Generatoren)

Peter
comja
Stammgast
#31 erstellt: 11. Mai 2026, 11:18
[quote]Verzage nicht, denn es existiert Abhilfe: Trafo ausbauen, in eine Wickelei gehen und Ersatz mit 230 V Primärspannung bestellen.[/quote]

@db
Diese Argument interessiert auch nochmal..weil ich mit das folgende Video angeschaut hatte.
https://www.youtube.com/watch?v=nmLqMOfTjpg

sehr interessant, weil ich tatsächlich nicht viel mit Trafos beschäftigte.

Einmal hab eich einen Spulenmagneten auf der Nähmachine gewickelt..

[img]https://up.picr.de/50873863ok.jpg[/img]

[img]https://up.picr.de/50873864ub.jpg[/img]

[img]https://up.picr.de/50873865xt.jpg[/img]

[img]https://up.picr.de/50873866bs.jpg[/img]

nicht die schönste Arbeit aber hat funktioniert.

Ok dann man jetzt eben einen 110 V Trafo neu wickeln könnte dass kann ich nachvollziehen man wickelt einfach das doppelte an Draht auf den Kern..so zumindest stelle ich mir das vor. man könnte ja die 110 aufm Trafo belassen und zusätzlich weiter wickeln....

[b]aber wie bekommt man das mit den 60 Hz hin...wenn aus der Steckdose 50 Hz rauskommen? das ist mir unklar. [/b]
habe zwar im Inet diesen interessanten Beitrag gefunden, aber offensichtlich bin noch ein Greenhorn um die Gschichte zu verstehen.
https://www.physikerboard.de/topic,38869,-spannung-und-frequenz-am-transformator.html

Im Beitrag geht es dort um eine definiere Fläche, die anscheinend dann für die primäre Frequenz zuständig ist. Mir ist momentan im verlinkten Beitrag zu viel an Formeln, mir würde eine Erklärung auf "deutsch" für Newbies reichen..

Grüße Jaro


[Beitrag von comja am 11. Mai 2026, 11:19 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#32 erstellt: 11. Mai 2026, 11:30

Im Beitrag geht es dort um eine definiere Fläche, die anscheinend dann für die primäre Frequenz zuständig ist. Mir ist momentan im verlinkten Beitrag zu viel an Formeln, mir würde eine Erklärung auf "deutsch" für Newbies reichen.


Transformatoren für 50 Hz und 60 Hz unterscheiden sich primär durch die Auslegung ihres Eisenkerns und die magnetische Flussdichte. Ein 50-Hz-Transformator hat oft einen ca. 20% größeren Kern, um die höhere magnetische Flussdichte zu bewältigen. 50-Hz-Trafos können meist problemlos bei 60 Hz betrieben werden (kühler), während 60-Hz-Trafos bei 50 Hz sättigen und heiß werden können.

Nun etwas klarer?


. man könnte ja die 110 aufm Trafo belassen und zusätzlich weiter wickeln


Kannst du dir darauf nun selbst die Antwort geben, ob es sinvoll ist oder doch nicht?
gst
Inventar
#33 erstellt: 11. Mai 2026, 15:05
Ich halte das für eine Totgeburt, den 110V-Trafo irgendwie die 230V anzugewöhnen.
Wieviel Sekundär-Abschlüsse hat der der eingebaute Trafo? Dann könnte man sehen, ob es irgendwo in einer Bastelkiste eine preiswerte Ablösung gibt.
Rabia_sorda
Inventar
#34 erstellt: 11. Mai 2026, 15:46
Hi Gerd,


Wieviel Sekundär-Abschlüsse hat der der eingebaute Trafo?


Haha....eigentlich nur "zwei" (also symmetrisch (U -0- U) ) woran alles betrieben wird.
Es gibt zwar zusätzlich noch eine Nebenwicklung aber die ist nur für die 4 Glühlampen der Skalenbeleuchtung zuständig (= belanglos) und die kann man somit zur Not auch irgendwie an die andere Wicklung hängen. Muss man halt die höhere Spannung "verbraten" (wegen der höheren Stromaufnahme evtl. besser auf LED wechseln).

Interessant ist, dass die symmetrischen (Haupt-)Sekundärwicklungen nur über 2 Dioden, anstelle von 4 Dioden gleichgerichtet wird und daraus eine asymmetrische Gleichspannung mit 52 Vdc resultiert.

Edit 1:
Hier noch das SM für alle Modelle:

SANSUI 551 AM-FM STEREO RECEIVER


[Beitrag von Rabia_sorda am 11. Mai 2026, 16:16 bearbeitet]
DB
Inventar
#35 erstellt: 11. Mai 2026, 16:03
52V Gleichspannung, steht im SM ganz unten rechts im Schaltplan.
Ich würde den Trafo in eine Wickelei schaffen, schon allein um Unklarheiten wegen der Kerngröße auszuschließen. Oder vorher die Größe ausmessen und dann fragen.
BassTrap
Inventar
#36 erstellt: 11. Mai 2026, 16:03

Rabia_sorda (Beitrag #34) schrieb:
Da der Pufferelko mit 63 V angegeben wird, sollte die Spannung vermutlich an knappe 60 Vdc kratzen.

Der hängt auf S. 17 an einer 52V-Leitung. Auf S. 3 sind es 55V. Vor F04, also am Trafo, ist 39V angegeben!?
Rabia_sorda
Inventar
#37 erstellt: 11. Mai 2026, 16:04

52V Gleichspannung, steht im SM ganz unten rechts im Schaltplan.


Jo, zeitgleich auch endeckt
gst
Inventar
#38 erstellt: 11. Mai 2026, 16:04
Der Sansui möchte sekundär 52V DC haben. Da wären 2x 20V AC ungefähr passend, oder auch 35-40V mit Brückengleichrichter. Oder hat du eine bessere Idee, Karsten?

Edit: auf einmal alle zugleich!


[Beitrag von gst am 11. Mai 2026, 16:05 bearbeitet]
DB
Inventar
#39 erstellt: 11. Mai 2026, 16:10
Mit 2x 36 V wäre man richtig. Wenn man auf Originalität pfeift, nimmt man 1x (30 ... 36) V und einen Brückengleichrichter.
Das Problem ist, daß viele Trafos eine höhere als die angegebene Spannung liefern, wenn die Belastung gering ist.
Rabia_sorda
Inventar
#40 erstellt: 11. Mai 2026, 16:18
Machen kann man ja viel
Aber ganz ehrlich ..... wenn das Ding mit dem China-Wandler nun funktioniert dann würde ich mir den "Mist" nicht antun wollen.
comja
Stammgast
#41 erstellt: 11. Mai 2026, 16:47
Großartiges Danke an Alle!
ja man lernt halt auch nie aus.. deshalb sind solche Threads auch so spannend und interessant.
Ja bisher läuft der 551 mit dem China Trafo allerdings ohne den 1080 Dreher.

Beim Dreher versuche ich das mit dem https://spannungswandler.us/Spannungs-und-FrequenzwandlerCeptics Adapter für Japan, da werden schon welche "ausgepackten" auch um 20 $ angeboten oder am besten mit dem 50 Hz Pulley,

Vielleicht kann es mir bei LIEBHERR jemand in der Werkstatt gschwind drehen.

Ich schaue bei Gelegenheit nach ob es einfach ist das Pulley 60 Hz abzubauen und dann müsste man die Durchmesser für 50 Hz berechnen.

Ja ich berichte weiter, bis Bald und Euch allen schöne Tage.
und ja @ Rabia_Sorda mit dem Weiterwickeln wird es nichts, das habe ich kapiert. Danke für die einfache Erklärung..

Grüße Jaro


[Beitrag von comja am 12. Mai 2026, 09:14 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#42 erstellt: 11. Mai 2026, 17:34

Habe den China Trafo noch etwas aufgepimmpt , weil ich gerade noch ein 3 Phasen Kabel mit Stecker da hatte.


Dein Ernst jetzt?!
War das Ding zuvor nicht 2-adrig ausgelegt?
Wenn du nun selbst einen PE hinzugefügt hast, wie sieht es jetzt mit dem VDE-Schutz aus?
Was passiert nun bei einem Köperschluss?
Hast du nun Messungen nach der VDE dazu durchgeführt?
Hast du dir darüber Gedanken gemacht?


Nur mal einen (DEN) Extremfall angedeutet:
Du bist dadurch nun zum "Hersteller" des Gerätes geworden und bei einem Schadensfall (Brand, Tot) wird keine Versicherung aufkommen.

Auf den ersten Blick sehe ich an deiner Änderung schon 3 bis 4 VDE-Fehler, wobei der Chinese da selbst schon fahrlässige Installationen vorgenommen hat und du da nichts für kannst.

Edit:
Passt gerade gut hier hin:

Selbstbau und Sicherheit


Beim Dreher versuche ich das mit dem https://spannungswandler.us/Spannungs-und-FrequenzwandlerCeptics Adapter für Japan


Das Ding wird definitiv eine EM-Schleuder sein.


Ich schaue bei Gelegenheit nach ob es einfach ist das Pulley 60 Hz abzubauen und dann müsste man die Durchmesser für 50 Hz berechnen.


Hast du den PS denn schon mit der Strobe-Scheibe geprüft, ob er überhaupt eine falsche Geschwindigkeit besitzt oder sie überhaupt nennenswert abweicht?


[Beitrag von Rabia_sorda am 11. Mai 2026, 17:47 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#43 erstellt: 12. Mai 2026, 07:48
Hallo Jaro,

nachdem ich dieses Foto gesehen habe, muss ich ganz deutlich sagen, das Teil sicherheitstechnischer Kernschrott (schon vor deinem Umbau). Das Gehäuse ist nicht mit dem Schutzleiter verbunden (vor deinem Umbau auch nicht möglich) und die alternativ möglichen Anforderungen der doppelten Isolierung werden auch nicht erfüllt. Weiterhin ist keine Sicherung zu sehen, und ob im Trafo eine Übertemperatursicherung eingebaut hat, ist mehr als fraglich.

Das Teil kann also lebensgefährlich werden und du darfst es so keinesfalls weiter betreiben. Wenn jemand durch diesen Schrott zu Schaden kommt oder gar stirbt, bist du dafür verantwortlich, denn durch meinen Beitrag hier bist du auf die mangelhafte el. Sicherheit dieses Schrotts aufmerksam gemacht worden. Wenn dann noch dieser Beitrag bekannt wird, kannst du, wenn etwas passiert, auch rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, und falls eine Versicherung zahlt, wird sie den Betrag oder ein Teil davon dir in Regress stellen.

Wo hast du diesen Müll eigentlich gekauft?

Als Schadenbegrenzung kannst du alle Gehäuseteile mit dem Schutzleiter verbinden und eine Sicherung vor den Transformator schalten. Dann sind wenigstens die größten Gefahrenquellen beseitigt.


Gruß

Uwe
comja
Stammgast
#44 erstellt: 12. Mai 2026, 09:13
Danke Euch Beiden vielmals für die aufgelisteten Sicherheitsmängel das ist auch wichtig für die Leser die hier sich mit dem Thema evtl. befassen.

Natürlich erfüllt das China Teil in keinster Weise die Deutsche Industrie Norm DIN IEC 100 sowohl bei Klasse I oder Klasse II Geräten. Das war mir schon vor dem Kauf klar. Der Trafo hat 17 € (inkl. Versand) gekostet und diente als Test um hier überhaupt die Funktion des 551 zu ermöglichen. Als Endlösung sicher nicht, nach dem sich auch herausgestellt hatte, dass 50Hz herauskommen. Und ermorden will ich natürlich auch niemanden.

Um die Situation etwas aufzuklären:

Nach dem ich das Gerät den China Trafo (Metallgehäuse) in Betrieb nahm , fiel mir schon das extrem dünne stromführende Kabel auf. Solche Kabel sieht man eher an 12 Volt Adaptern.
Habe das Dünne nachgemessen, hatte unter 0,5 Quadrat , also mir kam es gar leicht erwärmt vor. Unterm Schreibstich lag das zumindest 0,75 q .. 3 polige Kabel mit Stecker also lieber das Kabel verwenden als das dünne. Zum testen reicht es zunächst aller mal.
Klar habe ich gesehen dass innen keine richtige Zugsicherung dran ist, müsste ich im Fundus allerdings wo haben. Auch der Umstand mit dem Schutzleiter / Metall Gehäuse Anbindung ist mir klar. Die Sicherung zum Trafo wollte ich aus einem alten Schrottgerät ausbauen und das Trafo Gehäuse aufbohren und die Sicherung quasi von außen tauschbar machen. Bin halt auch noch nicht dazu gekommen, weil ich in der Zwischenzeit an eine WEGA JPS Anlage dran bin.

Also die Idee das Gerät etwas an die Sicherheit anzupassen waren schon in meinem Kopf..
Dennoch danke ich auch für den Link vom Rabia_Sorda.
https://www.mikrocon...u_und_Sicherheit.pdf

hier das alte Kabel.

https://up.picr.de/50877328oh.jpg

https://up.picr.de/50877329kg.jpg

Ok da ich möglicherweise mit den Bilden eine Gefahr bei Lesern auslösen könnte , lösche ich jetzt die Links zu den Bildern und ändere den Beitrag ab.

@Rabia_sorda

ich hatte noch so eine Stroboskop Scheibe von einem DUAL Dreher hier, ich melde mich wenn der Dreher wieder getestet wird.
Aus meiner Erfahrung ist diese Scheibe gut, wenn man eben den Dreher mit Pitch einstellen kann, wenn keine Einstellung möglich ist, sehe ich meine Messung der Umdrehungen pro Minute als besser an. Der Dreher ist nach meinen Messungen bei 33 etwas zu schnell und bei 45 zu langsam. Ich führe diese Messungen immer 3 mal durch um eben Fehler zu vermeiden.

danke Euch nochmal
Jaro


[Beitrag von comja am 12. Mai 2026, 10:04 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#45 erstellt: 12. Mai 2026, 09:49

comja (Beitrag #44) schrieb:
Natürlich erfüllt das China Teil in keinster Weise die Deutsche Industrie Norm DIN IEC 100 sowohl bei Klasse I oder Klasse II Geräten. Das war mir schon vor dem Kauf klar.

Hallo Jaro,

dann kauft man aber so etwas nicht, oder man prüft das Teil für den kurzen Test, ob es „momentan“ sicher ist. Macht man dies nicht, kann so etwas passieren: kick mich

Basierend auf diese meiner Erfahrung verstehst du vielleicht, warum ich so angepisst reagiere, wenn jemand so ein Mist macht oder wissentlich sicherheitskritische Kernschrott betreibt.

Was ich jetzt nicht nachvollziehen kann, wenn du wusstest, dass das Teil nicht sicher ist, also Schutzklasse I und auch II nicht entspricht, warum hast du es bei deinem Umbau nicht in Ordnung gebracht? Die Gehäuseteile mit dem Schutzleiter zu verbinden, wäre doch ein Leichtes gewesen. Sorry, verstehe ich nicht, dass du es in einem ebenso unsicheren Zustand weiterbetreibst. Den Schutzleiter nur auf den 110 V Ausgang durchzuschleifen bringt null, da der Sansui ein Netzkabel ohne Schutzleiter hat (oder sehe ich das falsch?).

Noch einmal die Frage, wo hast du das Teil gekauft. Dort sollte, nein man muss es, melden, dass das Teil gefährlich ist. Bitte übernehme diesen Part, damit nicht tatsächlich noch jemand zu Schaden kommt.


Gruß

Uwe
comja
Stammgast
#46 erstellt: 12. Mai 2026, 10:26
Hallo Uwe, ja klar verstehe ich deinen "Ange***heit" , ich reagiere als IT-ler öfters auch so wenn Kollegen da Mist bauen.
Kein Ding also. Verständlich.

Auch rabia_Sorda hat sich ja dementsprechend "hart" geäussert.
Und wenn es die Lage erfordert, dann muss man eben scharfen Klartext schreiben. Das ist richtig. Dem ist also nichts auszusetzen.

Das gefährliche Teil kommt aus Alienxpress und ich denke nicht, dass man dort in China mit dem Hinweis auf Gefährlichkeit was bewirkt.
ich habe mal zumindest im Bild jetzt verdeutlicht an die Leser hier:

BITTE DIESES TEIL NICHT KAUFEN


https://up.picr.de/50877502ls.png


Was ich jetzt nicht nachvollziehen kann, wenn du wusstest, dass das Teil nicht sicher ist, also Schutzklasse I und auch II nicht entspricht, warum hast du es bei deinem Umbau nicht in Ordnung gebracht?


Wie gesagt, das bessere Kabel lag schon unterm Tisch und der Lötkolben war gerade heiß, die anderen Sachen wollte ich nach dem Ausbau der Sicherungsvorrichtung vom Schrottgerät machen. Manchmal geht halt nicht alles auf einmal, zur Zeit mache ich auch 3 Projekte

1) Akkuzellentausch 36V vom Rasen Mäher
2) LED Stripes tauschen beim Samsung LED TV , Das Schlafzimmer Bett ist nun belegt.
3) Sony TA - F 606 ES schaltet nach 5 Minuten ab.. also hier ist also auch das Gerät schon offen.

Grüße Jaro
comja
Stammgast
#47 erstellt: 22. Mai 2026, 06:39
Update:

ich habe mich entschlossen die neuwertigen SANSUI Geräte nicht an das deutsche Netz "anzupassen"
Ein HIFI Museums Leiter möchte die Geräte im Museum aufstellen, ich denke das wird auch der richtige Platz für diese schönen Sansuis sein.

Viele Dank an alle die hier versucht haben zu helfen
Grüße Jaro
8erberg
Inventar
#48 erstellt: 22. Mai 2026, 09:44
Hallo,

das hört sich nach einer äusserst guten Idee an...

Peter
blackjack2002
Inventar
#49 erstellt: 23. Mai 2026, 09:58
Ich finde die "Lösung" hervorragend. Es wäre auch äussert schade, in den Geräten herumzubasteln. Und auch nicht gerade ungefährlich .

Ich bin gerade selber an einem ev. Ankauf von 110V Geräte interessiert. Gibt es hochwertige Spannungswandler (Volt und Hertz), die man vernünftig vorschalten kann (2-3 Anschlüsse) und diesen dann irgendwo im Rack verstecken kann. Also kein Chinaböller welcher heiss wird, bzw. soll dieser auch "sicher" sein. Habt ihr da ev. Hersteller für mich? Bei mir wird es wahrscheinlich ein größerer, älterer Amp, welcher noch keine Volt Umschaltung hat.

Viele Grüße, Werner
8erberg
Inventar
#50 erstellt: 23. Mai 2026, 18:48
Hallo

Grundsätzlich: die Netzfrequenz ist nur beim Einsatz von Synchronmotoren (Tonband/Cassettenlaufwerke) wirklich interessant.

Die japanischen Hersteller hatten weil das Problem in Nippon selber (eine Hauptinsel 50 Hz, die andere 60 Hz) schnell auf Gleichstrommotoren gesetzt.

Wichtig bei den Wandlern das die Spannungen passen. In Japan selber sind 100 Volt üblich, in USA/Kanada 120 Volt und in Europa 230 Volt.

Leistung: sollte mindestens den "Verbrauch" der Geräte entsprechen, das sagt das Etikett bzw die Anleitung


https://ibb.co/LzsB9WhH

Lieber reichlich rechnen... Aufpassen wenn es 100 V Geräte sind können 120 Volt zu viel sein!!!

Peter
blackjack2002
Inventar
#51 erstellt: 23. Mai 2026, 20:53
Danke für die Info. Ich werde da gut auf das Typenschild achten.
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