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Ist «Besser» gleich «besser»?

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Poe05
Stammgast
#1 erstellt: 04. Jan 2019, 17:06
Die Woche hatte ich einen echten AHA-Effekt. Und ich wollte bei Euch nachfragen, ob Ihr dies auch schon so erlebt habt.

Ich habe meinen neuen Elear gehört und dabei immer wieder mit meinem LCD-3 verglichen:
- Räumlichkeit: beim Elear besser
- Bass: Da kommt der Elear nicht an den LCD-3
- Mitten: Naja, ausgeglichen
- Hochton: Beim LCD-3 angenehmer
- Auflösung: Hm – beim LCD-3 vielleicht besser
Insgesamt ist die Tonalität beim LCD-3 besser, die Räumlichkeit beim Elear.

So habe ich eine Stunde immer wieder verglichen.

Dann wollte ich den HD650 einmal gegenhören:
Räumlichkeit: Schuhkarton
Bass: Geht nicht so tief und deutlich angehoben
Mitten: Ok
Hochton: Sehr angenehm
Auflösung: kein Vergleich mit den anderen beiden

Aber wen interessiert das eigentlich?
Da kommt Musik raus. MUSIK!!!

Die nächsten 150 Minuten gehörten dann dem HD650, mit dem ich mich durch meine Musiksammlung gehört habe.

Ausgerechnet der «Kleine» hat den anderen beiden die Show gestohlen!
Wozu dann also die «guten» Hörer, wenn es doch mit dem vermeintlich «schlechten» mehr Spass macht Musik zu hören?
sealpin
Inventar
#2 erstellt: 04. Jan 2019, 17:18
Tagesform abhängig?

Ich höre auch ab und zu mal mit meinem V-Moda Und finde den dann prima...aber bei längerem Hören komme ich immer auf meine „besseren“ KH zirück...derzeit gemieße ich meinne neuen Focal Clear
Poe05
Stammgast
#3 erstellt: 04. Jan 2019, 18:18
Vielleicht.

Allerdings hatte ich den Effekt schon mal bei den DAPs.
Ich hatte mir einen AK70 angeschafft. Die Qualität, die Bedienung und auch der Klang waren deutlich besser als bei meinem X3.2
Dafür schmeisse ich meinen Fiio einfach in die Tasche. Den AK habe ich behandelt wie ein rohes Ei.
Daher habe ich den AK70 dann auch wieder verkauft...

Der HD650 ist auch einfach bequemer als die anderen beiden...
Lowlevel25
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Jan 2019, 18:39
Das ist bei mir ähnlich. Ich baue mir hier keine Altäre für Gerätschaften, sondern benutze sie um Musik zu hören. Im Studio geht es mitunter etwas ruppiger zu. Meine Kopfhörer müssen bequem und robust sein. Alles über 400 gr bzw. Querträger aufn Kopf geht nicht. Verstärker werden ab- und aufgebaut, schnell neu verkabelt etc. etc. Da wäre ein schickes Äußeres mit BlingBling schnell unansehnlich.

Aber he, es ist ja für jeden etwas dabei!

Für mich ist die Musik das "bessere"
Schlappen.
Inventar
#5 erstellt: 04. Jan 2019, 19:01
Der HD650 hat einfach eine tonale Abstimmung, die sehr vielen gefällt. Sie ist sehr langzeittauglich, und das auf hohem Niveau.

Nicht umsonst werden vermeintliche Über-Hörer wie Focal Elear/Clear oder Audeze LCD2/3 von ihrer Grundabstimmung her eben mit einem Sennheiser HD650 verglichen.

In Einzeldisziplinen mögen Focal und Audeze besser sein. Aber ich behaupte mal, je länger man Musik über Kopfhörer hört, desto mehr geraten diese in den Hintergrund, bzw. verlieren ihre Wichtigkeit.
Was bleibt, ist die grundsätzliche, tonale Abstimmung.

Wenn diese erst mal "passt", kann man sich immer mehr gewissen Details (in der Musik-Wiedergabe) zuwenden, die sich einem nach und nach offenbaren.
Und dann merkt man auch, dass der HD650 durchaus "Auflösung" kann, und zwar sehr gut.

Dazu kommt, dass der Senn vergleichsweise günstig ist, dazu leicht und bequem und man kann ihn auch mal in die Ecke pfeffern, ohne Angst zu haben, dass was kaputt geht.
Das sind alles zusätzliche positive Aspekte, die bei der Gesamtbeurteilung eine Rolle spielen.

Ich hab mir ja nicht umsonst vor paar Wochen bei Massdrop noch mal einen HD-6XX bestellt. Alte Liebe rostet nicht.
Leider scheint das Ding aber beim Zoll fest zu hängen.

Der HD650 ist beileibe kein "perfekter" Kopfhörer. Der Bass ist vergleichsweise langsam und er könnte etwas mehr Tiefbass haben.
Dem Hochton mangelt es an Brillianz. Er wirkt obenrum etwas matt.
Zudem verzerrt der Senn auch etwas mehr, als z.B. ein Nighthawk.
Dennoch bietet er in der Summe seiner Eigenschaften ein Paket, dass in dieser Preisklasse (und auch darüber) schwer zu schlagen ist.


[Beitrag von Schlappen. am 04. Jan 2019, 19:19 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#6 erstellt: 04. Jan 2019, 20:59
Ich habe als „passt immer - irgendwie“ Kopfhörer den HD600. Klar, vom Tragekomfort ist der echt eine Benchmark, aber da ich viel elektronische Musik höre fehlt mir dann meist doch der Punch im Oberbbass, der tiefe Basskeller und meist auch ein wenig „sparkling“ im Hochton.
RunWithOne
Inventar
#7 erstellt: 04. Jan 2019, 21:20
Trotzdem erstaunlich, wie schnell du deine Urteile fällst. Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten, keine Frage. Aber ich lasse mir deutlich mehr Zeit. Hörer die mir in der ersten Stunde oder bei bestimmten Songs gefallen haben, waren mir dann doch nix zum dauerhaften Musik hören. Auch umgedreht hat es schon funktioniert.
Ein Altar braucht kein Gerät, solange man damit kein Wurftraining macht, auch kein AK. Wahrscheinlich würde das solide gebaute Gerät den täglichen Wurf in die Tasche länger überstehen, als so manch anderer DAP.
sealpin
Inventar
#8 erstellt: 04. Jan 2019, 21:45
Meinst Du mich? Falls ja, ich fälle keine schnellen Urteile. Alle „wichtigen“ KH sind noch mein eigen. Ich habe nur temporäre Favoriten.
Poe05
Stammgast
#9 erstellt: 04. Jan 2019, 23:01

RunWithOne (Beitrag #7) schrieb:
Trotzdem erstaunlich, wie schnell du deine Urteile fällst.


Wie meinst Du das?

Ich habe keine Aussage über die Qualität der Kopfhörer getroffen.
Wobei, dass ein LCD-3 deutlich besser aufspielt als ein HD650 steht (für mich) ausser Frage.

Die Aussage, die ich gemacht habe ist, dass mir die Erkenntnis kam, dass ein technisch besser Hörer
nicht zwangsläufig zu mehr Freude beim Musikhören führt.


[Beitrag von Poe05 am 04. Jan 2019, 23:06 bearbeitet]
derSchallhoerer
Stammgast
#10 erstellt: 04. Jan 2019, 23:13
Ich empfand den HD650 von der Räumlichkeit besser als den Elear. Der hatte irgendwie so gar keine Bühne. Die vom HD650 ist zwar relativ schmal, aber für mich nachvollziehbar. Dadurch klingen vor allem Live Aufnahmen in kleineren Venues sehr "echt". Der Elear klang für mich wie ein Kopfhörer, der nicht wusste das es so etwas wie eine Bühnendarstellung gibt. Als hätte man das einfach vergessen.


[Beitrag von derSchallhoerer am 04. Jan 2019, 23:13 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#11 erstellt: 05. Jan 2019, 10:26

Poe05 (Beitrag #9) schrieb:

Die Aussage, die ich gemacht habe ist, dass mir die Erkenntnis kam, dass ein technisch besser Hörer
nicht zwangsläufig zu mehr Freude beim Musikhören führt.

Und das lässt sich sehr gut nachvollziehen.
ZeeeM
Inventar
#12 erstellt: 05. Jan 2019, 11:22
@derSchallhoerer ... auch mein Eindruck
Randysch
Inventar
#13 erstellt: 05. Jan 2019, 11:57

Schlappen. (Beitrag #5) schrieb:
Was bleibt, ist die grundsätzliche, tonale Abstimmung.

Das Zitat ist zwar etwas aus dem Kontext gerissen, ich persönlich finde mich trotzdem in dieser Aussage wieder.
Zuerst muss bei mir diese Abstimmung passen, nicht irgendwelche nach ewigem hin und her gehörte bessere Auflösung. Ich helfe manchmal leicht mit EQ nach möchte meinen Hörer jedoch nicht total hinbiegen bzw. möchte ihn auch ohne EQ genießen können.
Danach achte ich auf Dinge wie Komfort, wie ist der Hörer anzutreiben, benötige ich geschlossene oder darf es ein offener sein, Verarbeitungsqualität etc.
Für mich ist es auch nicht der höhere Preis welcher einen KH "besser" macht bzw. die Suche nach Microdetails, sondern das Zusammenspiel der genannten Aspekte. Tonal wäre ich auch schon beim Focal Spirit Pro im KH Himmel gewesen, jedoch hat der Komfort nicht so gut gepasst.

@Poe05 um auf deinen Aspekt des Musik hören einzugehen. Ich nutze derzeit zwei KH aus unterschiedlichen Preisklassen. Den einen zum "emotionalen" und den den anderen eher zum analytischen Musik hören. Dies hat für mich auch wieder nichts mit besser/ schlechter zu tun. Ich liebe es einfach Musik in meiner bevorzugten Abstimmung zu genießen und diese trifft bei mir zu 80% der teurere/ halbwegs neutrale Hörer, den anderen benötige ich allerdings für die fehlenden 20% Ich fühle mich aber auch ausreichend versorgt mit den Beiden, benötige nicht mehr und sie hängen an einer KH-Halterung an meinem Lieblingsplatz bereit. Was möchte man mehr

Mal kurz speziell nach das Thema DAPs, da ich mich derzeit damit etwas tiefer beschäftige. Bisher nutze ich nur Hörer welche auch super von meinem Smartphone oder vom Mac aus betrieben werden können, auch der Sound passt für mich. Interessant bleibt ein DAP für mich trotzdem weil ich z.B. physische Knöpfe mag und mich etwas von der Smartphone Nutzung separieren möchte. "Teurer/ besser" kommt dabei nur zum Tragen da ich Spotify nutze und entsprechende DAPs halt wieder mehr kosten

Man(n) sagt ja immer Männer handeln mehr aus dem Kopf heraus und nicht aus dem Herzen
Ich persönlich höre auch einfach am liebsten Musik und meine bevorzugte Abstimmung unterstreicht dies für mich.
Stoneprophet
Stammgast
#14 erstellt: 05. Jan 2019, 12:31

Poe05 (Beitrag #1) schrieb:
Ausgerechnet der «Kleine» hat den anderen beiden die Show gestohlen!
Wozu dann also die «guten» Hörer, wenn es doch mit dem vermeintlich «schlechten» mehr Spass macht Musik zu hören?


Dazu kann ich dir nur sagen. Höre mit dem was dir am besten gefällt, nicht mit dem was andere meinen, was dir am besten zu gefallen hat.

Bei Audio bist nur du das Maß der Dinge, für das was dir gefällt. Wenn jetzt jemand sagt er hört einen Unterschied bei Silberkabeln, kann ich auch nur sagen, habe deinen Spaß damit. Wenn es dir Spaß macht, alles richtig gemacht. Meine Meinung dazu spielt dann keine Rolle.


[Beitrag von Stoneprophet am 05. Jan 2019, 12:32 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#15 erstellt: 05. Jan 2019, 12:51

Randysch (Beitrag #13) schrieb:
Tonal wäre ich auch schon beim Focal Spirit Pro im KH Himmel gewesen, jedoch hat der Komfort nicht so gut gepasst.

Das ist wohl wahr. Focal Spirit Pro und Classic sind furchtbar unbequeme Teile. Das liegt auch u.a. darin, dass die Polster für einen On-Ear zu groß und für einen Over-Ear zu klein sind.

btw. der Sennheiser Momentum hat aber das gleiche Problem.


[Beitrag von Schlappen. am 05. Jan 2019, 12:52 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#16 erstellt: 05. Jan 2019, 13:37
Kopfhörer sind wie Schuhe, die müssen einfach passen.

Ich komme mit On-Ear nicht klar, liegt sicherlich an meinen etwas abstehenden Ohren.
Auch enge KH, wie z.B. Audiotechnica MSR-7 oder V-Moda M100 kann ich nicht lange tragen.
Da sind die HD600 schon sehr angenehm und leicht.

Bei meinem Sundara hatte ich dazu das Problem, dass dessen Kopfband auf einer kleinen Stelle auf dem Oberkopf auflag (hab da eine leichte Erhebung) und dass nach ca. 30-40 Minuten diese Stelle „einschlief“ - nervig. Also musste ich das Kopfband pimpen (mit Polstern vom DH600 ).

„Besser“ ist also auch bei mir immer die Summe vieler Eigenschaften, wobei der Klang nur einer von vielen ist.
Je nach Stimmung und Laune bin ich mehr oder weniger bereit schlechteren Tragekomfort für besseren Klang zu akzeptieren.

Durch die aktuellen technischen Mittel (DSP) ist es heute leichter möglich, bequeme KH mit etwas „schlechterem“ Klang so hinzubiegen, dass sie gut klingen.
Aktuell gibt es TrueFi auch für mein IchFon

Über die Zeit habe ich div. KH bei mir gesammelt, die ich alle ab und zu mal wieder höre, wobei „besser“ bei mir definitiv Stimmungs- und Tagesform abhängig ist.
Stoneprophet
Stammgast
#17 erstellt: 05. Jan 2019, 13:42

sealpin (Beitrag #16) schrieb:
Ich komme mit On-Ear nicht klar


Ist für mich auch ein Räzel, wie man sich so etwas freiwillig antun kann. Zu Hause = Over Ear und Unterwegs Inear Monitore IEM
On Ears ertrage ich keine 10 Minuten und das ohne abstehende Ohren.

Wenn ein KH unbequem ist, insbesondere die Polster ist das sofort ein Ausschlusskriterium, egal wie gut der KH klingen mag. Was bringt mir bester Klang wenn ich den KH nicht entspannt auf dem Kopf haben kann.
Blechdackel
Stammgast
#18 erstellt: 05. Jan 2019, 14:17
Meine zwischenzeitliche Bilanz zu dem Thema:

Ich habe mittlerweile 14 Kopfhörer, für die ich insgesamt und über einem Zeitraum seit 1991 vielleicht um die 1000 € ausgegeben habe.
Es sind einige günstige und gebrauchte Gelegenheiten dabei und es reicht vom 40 Mark-Sennheiser den ich damals als Azubi gekauft habe, bis zum vor drei Jahren, für 399 € neu gekauften Beyer T 90. Und ich muss zugeben ich habe diesen immer noch gar nicht gegen meine Nr. 2, den German Maestro GMP 400 verglichen, weil Kopfhörervergleiche oft sehr mühsam und zäh bis jetzt verliefen. Entweder die Unterschiede fallen sofort auf, oder es dauert und dauert einen ganzen Abend lang, bis auf einmal der Moment kommt, da ist etwas anders.

Auch werde ich mein bewährtes Midclass-Hifi nicht durch Computer-Hifi ersetzen. Da macht es nichts das der alte Telefunken RA 200 jetzt öfter seinen Lautstärkepoti rechtskanalig in den ersten zwei Minuten nur zögerlich öffnet. Poti ersetzen und gut ist. Mit fast 35 Jahren darf man auch einmal ein Zipperlein haben, in dem Alter wurde Computerequipment schon dreimal entsorgt und ersetzt.
Zuspieler sind wackere Helden der gehobenen Mittelklasse/angehende Oberklasse wie Marantz CD 42 mk II, Philips CD 824, Fine Arts by Grundig CD 3 und Dual 601. High End überlasse ich anderen.
Ein Vergleich zu einem für günstige 35 € bei Ebay erlegten Amity HPA 1 V zum Telefunken verlief nicht so das über den Amity auf einmal alles besser war, es waren minimale Verbesserungen oder hier und da mal klang etwas anders oder klarer, öfter war einfach Gleichstand.
Sogar der Impedanzbuckel des T 90 im Oberbassbereich wirkt sich nicht zwingend hörbar aus. Den hört man eher noch an meinem Receiver aus der Fine Arts Serie.

Diese Klangspielereien a la EQ locken mich auch nicht.
Wahrscheinlich könnte ich in meine Sammlung auch noch einen HD 650 nehmen und es würde mir nichts ausmachen, den T 90 und den HD 650 direkt hintereinander zu nutzen. Ich habe aber noch nie einen HD 650 gehört und kenne nur die Beschreibungen, aber so tolerant wie mein Gehör ist, würde es mich nicht verwundern.

Letztendlich bringt es mehr gutes Quellenmaterial zu kaufen; in meinem Fall gut produzierte CD und Schallplatten.
milio
Stammgast
#19 erstellt: 05. Jan 2019, 19:39

Blechdackel (Beitrag #18) schrieb:
Letztendlich bringt es mehr gutes Quellenmaterial zu kaufen; in meinem Fall gut produzierte CD und Schallplatten.

Sehr wichtiger Aspekt, sehe ich genau so.

Weiter oben (bei Poe05) ging es um FiiO X3.2 versus AK70 bzw. die Unterschiede bei Kopfhörern:
Hier ging es mir schon immer so, dass die klanglichen Unterschiede zwischen verschiedenen Playern auch bei sehr unterschiedlichen Preisen oft kaum merkbar, jedenfalls selten entscheidend, waren. Die alte Regel, naja, eher ein kleiner Anstoss zur Vernunft, mehr Geld in die Hörer als in die Player zu investieren, kommt ja nicht von ungefähr. Bei einigen Astell&Kern-Besitzern ist das aber eher umgekehrt.

Bezogen auf Haptik und Verarbeitung sind bei den Playern aber schon häufig grosse Unterschiede, das mag für viele eine wichtige Rolle spielen.
Stoneprophet
Stammgast
#20 erstellt: 05. Jan 2019, 20:03
Naja bei mobielen Playern sollte man sich eher auf die benötigten Funktionen konzentrieren und ihn eher nach seinem persönlichen Nutzungsverhalten auswählen. Gerade Akkulaufzeit ist ein Thema und natürlich auch ob er die genutzten KH antreiben kann.
Poe05
Stammgast
#21 erstellt: 05. Jan 2019, 21:17
Stimmt wohl. Bevor ich meinen X3 hatte, habe ich mir auch den grösseren Bruder X5 angehört. Nachdem ich keinen Unterschied gehört habe, wurde es dann auch wieder der kleinere...
Aber naja, vielleich habe ich auch nur nicht lange genug damit gehört.

Ich habe zwar mein ganzes Quellmatieral von CD auf FLAC gezogen. Allerdings kann ich auch keinen Unterschied zu mp3 hören. Zumindest nicht bei besserer Qualität.

Nur einmal musste ich 128er mp3 über grösse Lautsprecher ertragen. DAS war fürchterlich.


[Beitrag von Poe05 am 05. Jan 2019, 21:19 bearbeitet]
entertain_me
Stammgast
#22 erstellt: 05. Jan 2019, 23:22

Poe05 (Beitrag #21) schrieb:
Bevor ich meinen X3 hatte,


Fiio X3 oder gibt es da noch andere?
Womit wurde der Kopfhörervergleich oben den durchgeführt?
Poe05
Stammgast
#23 erstellt: 06. Jan 2019, 01:07
Ja, in diesem Fall der Fiio X3 2.Gen gegen den Fiio X5 2.Gen.
Getestet damals mit meinem Shure SE846.
Stoneprophet
Stammgast
#24 erstellt: 06. Jan 2019, 12:27

Poe05 (Beitrag #21) schrieb:
Ich habe zwar mein ganzes Quellmatieral von CD auf FLAC gezogen. Allerdings kann ich auch keinen Unterschied zu mp3 hören. Zumindest nicht bei besserer Qualität.

Nur einmal musste ich 128er mp3 über grösse Lautsprecher ertragen. DAS war fürchterlich. :X


Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer selbst 128er von 360er zu unterscheiden, auf den Blindtest Seiten. Ich glaube das es viel entscheidender ist, wie die Datei geripped wurde und welche Qualität das Ausgangsmaterial hat. Gerade beim Rippen kann man wohl einiges falsch machen.
entertain_me
Stammgast
#25 erstellt: 06. Jan 2019, 13:04

Poe05 (Beitrag #23) schrieb:
Ja, in diesem Fall der Fiio X3 2.Gen gegen den Fiio X5 2.Gen.
....


Ah, X3 2. habe ich auch, X5 kenne ich nicht. Steht ja auch im Profil, wie ich rst später entdeckt habe.

Womit hast du die grossen Kopfhörer oben verglichen?
Poe05
Stammgast
#26 erstellt: 07. Jan 2019, 11:18
Die Kopfhörer hängen hier an einem Objective O2.
Schlappen.
Inventar
#27 erstellt: 08. Jan 2019, 21:54
Ja, der HD650 bzw. HD6XX ist schon richtig gut.

Und ja, er ist tatsächlich noch etwas besser, als der 58X Jubilee.
Ich wollte es ja erst nicht wahrhaben. Aber ich hatte damals auch keinen Direktvergleich.
Jetzt hab ich ihn.


[Beitrag von Schlappen. am 08. Jan 2019, 22:02 bearbeitet]
kawa80
Stammgast
#28 erstellt: 24. Jan 2019, 22:20
Willkommen im Club.
Vieles highendiges ausprobiert.
Alle waren/ sind toll Audeze, Hifiman, Fostex, Sennheiser HD 8xx

Aber das Gesamtpaket stimmt einfach beim HD 650 .
Also bei mir war es auch back to the roots


[Beitrag von kawa80 am 24. Jan 2019, 22:21 bearbeitet]
MPosti
Stammgast
#29 erstellt: 26. Jan 2019, 00:57

Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer selbst 128er von 360er zu unterscheiden, auf den Blindtest Seiten. Ich glaube das es viel entscheidender ist, wie die Datei geripped wurde und welche Qualität das Ausgangsmaterial hat. Gerade beim Rippen kann man wohl einiges falsch machen.


Sehe ich auch so. Ich selbst habe beim Rippen schon so oft versagt...
Poe05
Stammgast
#30 erstellt: 27. Jan 2019, 01:55
Irgendwie scheint mir, der HD650 ist der grösste der grossen Drei.
Kann dann das Hören mit ihm ein Rückschritt sein?
maibuN
Stammgast
#31 erstellt: 07. Feb 2019, 04:10
Ich finde, teilweise tust du dem HD650 mit deiner objektiven Beurteilung etwas Unrecht. Bühne und Auflösung sind für mich in Ordnung. Beim Bass stimme ich zu, da hat er Schwächen, der müsste tiefer / linearer und schneller sein.

Dass der technisch bessere Hörer nicht zwingend auch mehr Spaß macht, kann ich bestätigen. Mit dem HD650 ist man in diesem Punkt sehr gut bedient.


[Beitrag von maibuN am 07. Feb 2019, 04:11 bearbeitet]
Poe05
Stammgast
#32 erstellt: 07. Feb 2019, 15:33
Nö, alle meine Beurteilungen sind hochgradig subjektiv.

Dass ich dem HD650 unrecht tue, mag ich so nicht stehen lassen. Der Auslöser
für meinen ersten Post war ja gerade, dass der HD650 an dem Abend gegen
(objektiv) bessere Kopfhörer "gewonnen" hat.
Don_Tomaso
Inventar
#33 erstellt: 07. Feb 2019, 22:41
Ich glaube, es läuft letztlich auf “was gefällt mir besser?“ hinaus. Das Hören mit dem HD650 ist einfach sehr angenehm, bei mir hat er u.a. den AKG 812 Pro ausgestochen. Klar, “der löst besser auf“, aber der war mir zu anstrengend. Ich hatte damals viele KH hier und der “alte Langweiler“ durfte bleiben.
maibuN
Stammgast
#34 erstellt: 09. Feb 2019, 23:00

Poe05 (Beitrag #32) schrieb:
Nö, alle meine Beurteilungen sind hochgradig subjektiv.

Dass ich dem HD650 unrecht tue, mag ich so nicht stehen lassen. Der Auslöser
für meinen ersten Post war ja gerade, dass der HD650 an dem Abend gegen
(objektiv) bessere Kopfhörer "gewonnen" hat.


Es hat sich ein bisschen so gelesen, als würdest du behaupten, der HD650 sei eigentlich nicht so gut und du dich daher wunderst, warum du ihn subjektiv besser findest obwohl er eigentlich "schlechter" sei. Aber der HD650 ist auch objektiv sehr gut und braucht sich nicht gegen LCD3 und Elear zu verstecken


[Beitrag von maibuN am 09. Feb 2019, 23:01 bearbeitet]
Senderson
Stammgast
#35 erstellt: 10. Feb 2019, 14:11
der HD650 ist vom Frequenzgang her ein tonal korrekter Hörer, der bei vielen den Sweetspot findet. Der Bass rollt halt ab und ist halt generell eher ein ehrlicher Kopfhörer und keine Spaßkanone. Das ist eigentlich auch nichts Neues. Weder übertreibt er es, noch lässt er Dinge weg (bis auf die Frequenzen unter 70 Hertz). Ist son bisschen wie bei nem Stagediver 2 In-Ear, er macht irgendwie nix falsch aber damit für immer glücklich zu werden, das reicht dann scheinbar doch nicht?!

Um dann (und dann auch nur in einigen Kategorien) "mehr" oder "besser" zu bekommen muss man dann gleich richtig tief in die Tasche greifen und bei einem normal denkenden Mensch stellt sich da automatisch die Frage nach dem Sinn. Das ist der Moment wo man für sich selber zugeben muss dass man halt doch n bisschen "crazy" ist. Das liegt auch daran, dass es für das eigene Ego total unbefriedigend ist am sogenannten "Ich habe fertig" Punkt anzukommen, das darf jaaaaa nicht passieren^^. Ergo suchen wir weiter und weiter, verkaufen Kopfhörer nur um sich dann später doch wieder das gleiche Modell zu kaufen

Grade wenn man im Bereich der Kopfhörer 300-500€ wandert wird das oftmals überdeutlich. Man macht es sich zur Aufgabe auf Teufel komm raus ein wirklich spürbares Upgrade zu finden und stellt dann fest dass der alte Kopfhörer einen genauso zufriedenstellen kann. Das war wohl der Moment wo du dir gesagt hast "da kommt MUSIK raus". Musik kommt auch aus meinem Teufel Real Z raus, den ich für 33€ gebraucht vorletzte Woche auf ebay gekauft hab und nachdem ich den komplett durch hab mit dem parametrischen EQ kommt da auch "MUSIK raus". Und das reicht auch vollkommen , fehlen tut einem da nix. Ja es gibt ein mehr, aber gibt dir dieses "mehr", dieses "besser" jetzt soooo viel? Und für wie lang?

Auch ist das ganze Thema "besser" meistens total falsch interpretiert. Da reicht es bei vielen "EQ-Hassern" schon aus, dass ein Hörer vom Frequenzgang her....z.B...eben zugunsten des Tiefbasses spielt, und zack heißt es "oh der ist ja soviel besser im Tiefbass als Hörer X,Y,Z", damit hat das überhaupt nichts mit den technischen Qualitäten des Kopfhörers zu tun, sondern weil der eben so abgestimmt ist wie er abgestimmt ist.


Klar kann man durch aufwendige Messungen außerhalb der Frequenzgangmessungen schon das Attribut " technisch besser" vergeben, aber wie stark macht sich das beim Musikgenuss dann auch wirklich immer bemerkbar?
Schlappen.
Inventar
#36 erstellt: 11. Feb 2019, 16:45

Senderson (Beitrag #35) schrieb:

Um dann (und dann auch nur in einigen Kategorien) "mehr" oder "besser" zu bekommen muss man dann gleich richtig tief in die Tasche greifen .

Muss man da wirklich sehr viel tiefer in die Tasche greifen.? Ich glaube nicht.
Ich glaube, bei vielen Kunden machen solche Punkte wie "Image, Optik, Haptik, Materialqualität, Preis...) schon alleine so viel aus, dass sie den Hörer "klanglich besser" finden, ohne dass er es (objektiv gesehen) ist.

Andererseits, wenn man nur von bestimmten Punkten wie Materialqualität ausgeht, dann stimmt das natürlich, was Du sagst.
Wenn man Edelstahl, Edelholz, Aluminium, Titan, Carbon, Nappaleder, usw. haben will, dann muss man in der Tat sehr viel tiefer in die Tasche greifen.

Aber nicht, was den Klang angeht.
Ich denke, es ist heutzutage ohne weiteres möglich, für 300 Euro einen KH zu konstruieren, der wirklich fast allen High-End Hörern im vierstelligen Preisbereich klanglich das Wasser reichen oder sogar überbieten kann.
Das ist keine Frage des Arbeits/Produktionsaufwandes, sondern des Know Hows.


[Beitrag von Schlappen. am 11. Feb 2019, 16:53 bearbeitet]
Poe05
Stammgast
#37 erstellt: 11. Feb 2019, 20:24
Und des Marketings
Exploding_Head
Inventar
#38 erstellt: 11. Feb 2019, 21:21

Senderson (Beitrag #35) schrieb:
Da reicht es bei vielen "EQ-Hassern" schon aus...


Bin auch ein solcher, denn wenn man nur mit EQ einen KH zum Wohlklang bringt, dann passt das dann vielleicht bei der einen Aufnahme, bei einer anderen dagegen überhaupt nicht. Ich hab weder die Zeit und die Lust, mich jedesmal vorher mit der Einjustierung der EQ-Parameter zu beschäftigen - ich bevorzuge KH, die mit allen möglichen Aufnahmen gut klar kommen, ohne dass man selbst noch per EQ eingreifen muss.

Im übrigen haben die wenigsten meiner Audioquellen die Möglichkeit, per EQ einzugreifen. Auf der einen Seite preidigen die Puristen möglichst kurze Signalwege ohne Schnickschnack, auf der anderen brauchen sie dann einen EQ.


[Beitrag von Exploding_Head am 11. Feb 2019, 21:23 bearbeitet]
ThePapabear
Stammgast
#39 erstellt: 11. Feb 2019, 21:38

Exploding_Head (Beitrag #38) schrieb:

Bin auch ein solcher, denn wenn man nur mit EQ einen KH zum Wohlklang bringt, dann passt das dann vielleicht bei der einen Aufnahme, bei einer anderen dagegen überhaupt nicht. Ich hab weder die Zeit und die Lust, mich jedesmal vorher mit der Einjustierung der EQ-Parameter zu beschäftigen - ich bevorzuge KH, die mit allen möglichen Aufnahmen gut klar kommen, ohne dass man selbst noch per EQ eingreifen muss.


Mit Verlaub, aber das hinkt "etwas". Was macht ein per EQ-Parameter "neutral" gemachter Kopfhörer anders bei den verschiedenen Stücken als dein erwähnter einer Kopfhörer? Genau, nichts eigentlich. Wenn der klanglich angepasste Kopfhörer bei jedem Stück (oder Genre) verändert werden müsste, müsste das auch bei deinem bevorzugten KH passieren, da der ja auch nicht pro Genre/Musikstück plötzlich anders klingt.....
Ob das nun machbar ist, hängt natürlich davon ab, welche Quelle ich als "Konsument" nutze, nicht aber, davon welches Genre oder wie viel verschiedene Genre ich hören mag.
sealpin
Inventar
#40 erstellt: 11. Feb 2019, 22:08
Ich nutze durchaus EQ, konkret Sonarworks TrueFi, für meine div. KH, und die klingen nach Anwendung dieser Softwäre deutlich ähnlicher als ohne, aber bei weitem nicht gleich. Und natürlich muss man nicht den EQ musikabhängig anpassen...aber man könnte wenn man wollte. Nutzt man keinen EQ ist man auf den Klang des KH begrenzt.

Aus praktischen Gründen, weil Sonarworks nicht auf allen meinen Abspielgeräten verfügbar ist, versuche ich KH zu finden, die mir auch ohne EQ Einsatz sehr gut gefallen ... und den passenden KH habe ich für mich wohl gefunden
maibuN
Stammgast
#41 erstellt: 11. Feb 2019, 22:45
[quote="Schlappen. (Beitrag #36)"][quote="Senderson (Beitrag #35)"]
Um dann (und dann auch nur in einigen Kategorien) "mehr" oder "besser" zu bekommen muss man dann gleich richtig tief in die Tasche greifen .[/quote]
Muss man da wirklich sehr viel tiefer in die Tasche greifen.? Ich glaube nicht.
Ich glaube, bei vielen Kunden machen solche Punkte wie "Image, Optik, Haptik, Materialqualität, Preis...) schon alleine so viel aus, dass sie den Hörer "klanglich besser" finden, ohne dass er es (objektiv gesehen) ist.

Andererseits, wenn man nur von bestimmten Punkten wie Materialqualität ausgeht, dann stimmt das natürlich, was Du sagst.
Wenn man Edelstahl, Edelholz, Aluminium, Titan, Carbon, Nappaleder, usw. haben will, dann muss man in der Tat sehr viel tiefer in die Tasche greifen.

Aber nicht, was den Klang angeht.
Ich denke, es ist heutzutage ohne weiteres möglich, für 300 Euro einen KH zu konstruieren, der wirklich fast allen High-End Hörern im vierstelligen Preisbereich klanglich das Wasser reichen oder sogar überbieten kann.
Das ist keine Frage des Arbeits/Produktionsaufwandes, sondern des Know Hows.[/quote]


Mag theoretisch richtig sein, aber was bringt es, wenn das keiner so macht und keiner etwas Derartiges anbietet?
Die Edelmaterialien muss man in der Praxis leider mitbezahlen, wenn man den besseren Klang möchte, da mir kein Hörer bekannt ist, der nur den Klang zum fairen Preis anbietet, von daher hat er mit seiner Aussage recht, dass man tief in die Tasche greifen muss (oder man bleibt beim HD650).


[Beitrag von maibuN am 11. Feb 2019, 22:48 bearbeitet]
Senderson
Stammgast
#42 erstellt: 12. Feb 2019, 13:31
Also ich sags offen, bei dem Thema sind schon bisschen die Emotionen dabei bei mir, merk ich , liegt vor allem auch daran dass ich hier durch einen User erfahren durfte was passiert wenn man einen Kopfhörer softwaretechnisch vom Frequenz und Phasengang her zu einem anderen Kopfhörer komplett identisch macht....


Ich sehe das "Problem" eher darin, dass sich nie jemand hingestellt hat oder hinstellen wird und sagt : "dieser Hörer ist aufgrund dieser und dieser technischen Eigenschaft klanglich besser als [...]". Die Unterschiede werden messtechnisch zwar festgestellt, sie werden aber nie in den großen Konsens namens "besserer Klang" eingebettet. Und selbst wenn dieser jemand das tun würde, bin ich mir ganz sicher dass seine Aussage in einem Blindtest komplett auseinander genommen werden könnte. Trotzdem versuchen die Hersteller natürlich durch immer neue Bezeichnungen, die blinde Kundschaft zum Kaufen zu animieren: "jetzt mit neuem Berillium bliblablub dynamischem Treiber mit überragend geringen Verzerrungen, der dieses und jenes kann" etc....

Wo fängt man da auch an beim Thema "besser"? Schaut man sich beispielsweise nun die Messwerte eines neuen Knowles BA Treibers im Vergleich zu älteren Modellen an? Sagt man dieser Kopfhörer ist in den Mitten besser weil die Mitten ´klarer´ sind? Dann kommt der nächste daher und sagt "Ja Moment, das ist doch vom Frequenzgang her auch sonnenklar".

In der Tat machen sich viele Herrschaften die Mühe Kopfhörer (und Lautsprecher) bezüglich vielen Parametern durchzumessen, gar keine Frage. Aber warum ist mir dann seltsamerweise noch nie jemand untergekommen, der damit komplett d´accord ging. Mir ist noch nie (Hersteller und profitgeile Webseitenbetreiber außen vor gelassen) jemand untergekommen, der für jeden Kopfhörer mit besseren Messwerten (mir egal was...Wasserfalldiagramme, distortion etc..) automatisch auch besseren Klang hat folgen lassen. Die Head-Fi Leutchen, die nichts anderes sind als eine Gruppe gehirngewaschener Schäfchen jetzt bitte nicht aufrufen.

Dann sagt jemand "ja, dieser Bass ist aber viel punktueller und viel definierter wie der Bass von dem anderen Kopfhörer", dann kommt der nächste daher und sagt "Ja Moment mal, der fehlt ja total der Druck in den ganz tiefen Registern".

Dann wieder jemand: "oh, der spielt aber deutlich räumlicher, viel viel besser" und der nächste sagt "ich mags aber lieber etwas intimer und näher am Geschehen"
----------------------------
dieses "besser" wird sich niemals standardisieren und es wird sich niemals in Einklang mit den persönlichen klanglichen Neigungen bringen lassen.


[Beitrag von Senderson am 12. Feb 2019, 13:37 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#43 erstellt: 12. Feb 2019, 15:50
Klar, wenn jemand sagt: "Kopfhörer X klingt "besser", als ... " bedeutet das im Prinzips nichts anderes als: "Gefällt mir persönlich besser, weil..."

Man könnte aber als "Qualtätskriterium" nehmen, inwieweit es ein KH schafft, bei der Wiedergabe möglichst nahe am Original zu sein, also an das, was der Produzent bei Aufnahme des Albums eingespielt hat.
Jedoch wird es hier auch keine völlig einheitlichen Meinungen geben, dass jedes Ohr anders wahrnimmt.


[Beitrag von Schlappen. am 12. Feb 2019, 15:51 bearbeitet]
Exploding_Head
Inventar
#44 erstellt: 12. Feb 2019, 16:25

ThePapabear (Beitrag #39) schrieb:

Mit Verlaub, aber das hinkt "etwas". Was macht ein per EQ-Parameter "neutral" gemachter Kopfhörer anders bei den verschiedenen Stücken als dein erwähnter einer Kopfhörer? Genau, nichts eigentlich.


Der Kopfhörter vielleicht nichts - aber der User, der - wenn er einmal mit der EQ-Spielerei angefangen hat - halt immer nach dem bisschen "gehts nicht doch noch ein klein wenig besser?" sucht. Statt einfach nur entspannt Musik zu hören. Hatte mit meinen ersten Cowon und IE (UE super.fi 3 und Shure SE310) auch zuerst das Bedürfnis, immer nur mit EQ optimal anpassen zu wollen - die Musik geriet dabei fast in Vergessenheit. Inzwischen hab ich mir gute Allrounder zugelegt, die bei allem Material auch ohne EQ ordentlich klingen und lass vom EQ komplett die Finger, einzig beim Custom Studio verstell ich manchmal den Bass von 2 auf 3 oder umgekehrt - 1 und 4 kommen praktisch nie zum Einsatz.


[Beitrag von Exploding_Head am 12. Feb 2019, 16:27 bearbeitet]
Senderson
Stammgast
#45 erstellt: 12. Feb 2019, 20:57
da hat Exloding Head natürlich nicht Unrecht. Sich ständig verkünsteln zu wollen wird nicht glücklich machen. Früher habe ich noch versucht die EQ´s genretechnisch zu erstellen, die Erkenntis kam aber recht schnell, dass auch das nicht hinhaut. Seitdem fahre ich (falls es nicht komplett passt und das hat es bisher nie, nur "nah dran") einen einzigen EQ für einen bestimmten Kopfhörer

Ich bin aber generell über die Tatsache dankbar eine Möglichkeit der Klanganpassung zu haben, ohne diese jetzt auf Teufel komm raus auch nutzen zu müssen. Meine neueste Errungenschaft, der Ibasso IT04 ist ein Fall wo das meiste passt, aber ein zwei Dinge dann einfach für meinen Geschmack noch Verbesserungsbedarf haben, und da finde ich es einfach klasse wenn ich diese Kleinigkeiten ausmerzen kann.

muss aber auch dazu sagen dass Klanggefallen kein statisches Thema ist. Genausowenig wie das Thema Frauengeschmack, man mag mit 20 vielleicht diesen Typus Frau gemocht haben und mit 40 siehts dann wieder ganz anders aus. Oder beim Essen, als Teenager hab ich Tomaten gehasst jetzt liebe ich sie.....

Man wird auch immer mal wieder für sich feststellen, dass ein Kopfhörer der vor zig Jahren absolut begeistert hat jetzt diesen Reiz nicht mehr ausübt, an dessen Stelle tritt dann ein Kopfhörer mit (leicht..) veränderter Signatur.

Absolute Kehrtwendungen wird es vermutlich nicht geben (außer bei mir , ein Beyer DT1990 Liebhaber wird zum Audeze LCD-2 Liebhaber), aber die Möglichkeit adaptiv in das ganze Geschehen dann doch eingreifen zu können! (nicht müssen..) finde ich ne feine Sache...
Exploding_Head
Inventar
#46 erstellt: 12. Feb 2019, 21:09
Man sollte auch nicht vergessen, dass man vor noch nicht allzu langer Zeit von denjenigen, die sich für HiFi mehr als allgemein üblich interessierten (will heissen, sich zB diese komischen Hefte gekauft haben), nur bei der Erwähnung des Terminus "Equalisation" gesteinigt worden wäre. Aber das ist ein anders Thema...
Blechdackel
Stammgast
#47 erstellt: 12. Feb 2019, 21:37
Equalizer waren bei ernsthaften Hifisten oder gar HighEndern(bei denen sicher auch heute noch) verpönt, bezog sich aber oft auf die Mittelklasse-Komponenten, mit ihren mechanischen Schiebereglern. Ich persönlich bin wenn ich all das über Equalizing lese, froh über meine konventionelle Hifi-Technik, da gibt es nur Höhen-, Mitten- und Tiefenregler und ich weiß gar nicht mal in welchem Frequenzbereich die regeln, weil ich sie einfach ständig in der 0-Stellung lasse. Ich komme mit sehr vielen Klangsignaturen zurecht und wähle so wie es mir gerade steht einen meiner Hörer aus.

Heiko
Schlappen.
Inventar
#48 erstellt: 13. Feb 2019, 11:46
Ich muss sagen, dass ich mich in den letzten 7, 8 Jahren vom "Musikhörer" leider Gottes zum "Analysten" entwickelt habe.
Natürlich auch mit Hilfe von Internet-Foren und dem dazu gehörigen Antesten und Vergleichen von haufenweise Kopfhörern.
Die Folge war, dass ich immer mehr das sogen. Haar in der Suppe gesucht habe und deshalb auch nie wirklich zufrieden war.

Mittlerweile entwickle ich mich wieder zurück... hin zum Musikhörer.
Das heißt, ich bin viel glücklicher und brauche auch keinen EQ mehr.

Vor 10 Jahren habe ich auch mit Genuss Musik gehört. Damals interessierte mich ein EQ absolut Null.
Ich war damals mit einem AKG K701 absolut glücklich und zufrieden. Wäre im Traum nicht darauf gekommen, dass der zu wenig Bass und Grundton hat oder obenrum "quäkig" klingt.
Bis ich anfing, in Internet-Foren zu lesen... das war der Anfang vom Ende.

Natürlich klingt meine Zebrano-Lilly in allen Belangen besser als ein AKG K701.
Aber empfinde ich deswegen mehr Genuss beim Hören.?
Ganz klares Nein.
Gefühle haben nun mal nichts mit "Qualität" zu tun.


[Beitrag von Schlappen. am 13. Feb 2019, 11:49 bearbeitet]
derSchallhoerer
Stammgast
#49 erstellt: 13. Feb 2019, 13:07

Schlappen. (Beitrag #48) schrieb:

Gefühle haben nun mal nichts mit "Qualität" zu tun.

Das stimmt. Das kann mein absolut abgenutzter Koss Porta Pro beweisen. Der bekommt im Vergleich zu meinen "technisch überlegenen" Kopfhörern (HD800, HE1000 usw) auch die meiste Spielzeit. Einfach weil ich immer mit dem Koss hören kann und er "Spaß" macht.
Schlappen.
Inventar
#50 erstellt: 13. Feb 2019, 15:03

derSchallhoerer (Beitrag #49) schrieb:

Das stimmt. Das kann mein absolut abgenutzter Koss Porta Pro beweisen. Der bekommt im Vergleich zu meinen "technisch überlegenen" Kopfhörern (HD800, HE1000 usw) auch die meiste Spielzeit. Einfach weil ich immer mit dem Koss hören kann und er "Spaß" macht.

Ja, weil Du die Musik hören willst, und nicht den Kopfhörer.
derSchallhoerer
Stammgast
#51 erstellt: 13. Feb 2019, 16:49
Wobei ich das auch differenziert betrachten kann. Es gibt Abende da will ich einfach abschalten und dann greife ich zum Porta Pro. Der geht mir nie auf die Nerven. Dann gibt es aber auch Abende, wo ich gezielt Musik "studieren" will. Wie z.B. 4 Cities von Fazil Say und Nicolas Altstaedt. Da will ich dann jedes noch so kleine Detail wahrnehmen und aufsaugen, weshalb ich zum HD800 greifen muss. Und dann gibt es halt auch Abende wo ich mir stupide den Frontallappen mit dem Sony Z7M2 und elektronischer Musik massieren lassen will. Das macht doch gerade den Spaß an Kopfhörern aus. Ich kann mir das "Werkzeug" aussuchen, dass zu dem Anlass am besten passt. Und wenn ich da die Auswahl aus mehreren unterschiedlichen Hörern habe, ist das meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt.
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