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Mein Testbericht: Der KZ ZS10 Pro X – Viel Klang für wenig Geld?+A -A |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#1
erstellt: 07. Mrz 2026, 11:46
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Mein Testbericht: Der KZ ZS10 Pro X – Viel Klang für wenig Geld? Moin zusammen, ich bin auf dieses Modell aufmerksam geworden, weil hier für gerade mal 28 Euro insgesamt 5 Treiber pro Seite verbaut wurden (1DD+4BA-Hybrid). Da fragt man sich natürlich: Wie wird sowas klingen? Erster Eindruck & Haptik: Die beiden In-Ears kamen in einer Standardverpackung, etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel – da kennt jeder gleich die Abmaße. Das Ganze wirkt aber keinesfalls billig: Ein schlichter weißer Karton mit einem Bild der beiden „chinesischen Zuckerstücke“. Das Gehäuse aus transparentem Kunstharz mit der mattschwarzen Alu-Deckplatte ist sauber verschraubt und sieht richtig gut aus. Die Passform ist prima, sie drücken nicht und die M-Silikon-Tips haben bei mir auf Anhieb abgedichtet. Das originale Kabel wirkt etwas dünn, daher habe ich ihnen ein schönes lila Balanced-Kabel gegönnt – das haben sie sich optisch und technisch verdient. Höreindruck am Cayin RU7 und iFi xDSD: Ich habe die KZs an meinem iFi xDSD (1. Gen) und dem Cayin RU7 getestet. Am RU7 laufen sie im Low Gain absolut sauber und ohne Rauschen. Besonders spannend wurde es mit dem Balanced-Kabel am 4.4mm Ausgang des RU7: Die Bühne wirkt dadurch noch ein Stück weitläufiger und die Kanaltrennung ist messerscharf. Schiller – „Heimweh“: Beeindruckend! Der Bass ist auch bei diesem KZ der Wahnsinn. Es macht auf Anhieb Spaß zuzuhören und auch mal „volle Kanne“ aufzudrehen. Dominique Fils-Aimé – „Bird“: Stimmlich einfach klasse. Man hört jedes Einatmen der Künstlerin, und der warme Ton wird sehr gut wiedergegeben. Es klingt fast so, als würde die Sängerin direkt neben einem stehen. Für die Maxi-Fans: Ich bin ja großer Fan von Maxisingles. Beim Ultimate 12 Inch Extended Mix von Tears For Fears zeigt sich die gute Abstimmung der vielen Treiber: Alles wirkt klarer und aufgeweckter als beim bassstarken KZ Castor. Mein Fazit: „Euch soll es an nichts mangeln“ – das könnte man bei dem Preis fast meinen. Sie drücken nirgends, klingen für 28 Euro erstaunlich gut und sehen schick aus. Ich bin mit dem Kauf sehr zufrieden. Was meint ihr zu solchen Budget-Lösungen an hochwertigen DACs? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Warum kann ich hier nur keine Fotos einsetzen ? Ich habs schon oft probiert aber nie klappt es, es hängt sich irgendwie immer auf....schade [Beitrag von Michael_Gold am 07. Mrz 2026, 12:24 bearbeitet] |
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rat666
Inventar |
#2
erstellt: 07. Mrz 2026, 22:28
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Wo hast du die Dinger für 28€ gekauft? ich finde nur Preise knapp unter 50€. Ansonsten finde ich solche Budget Lösungen immer interessant. [Beitrag von rat666 am 07. Mrz 2026, 22:28 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#3
erstellt: 08. Mrz 2026, 09:59
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Hallo, ich habe ihn über Temu von irgend einem Händler für 28 Euro gekauft, ist schon zwei Monate her. Im Moment steht er so bei 58 Euro habe ich gesehen. Gruß Michael |
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djsepulnation
Stammgast |
#4
erstellt: 08. Mrz 2026, 13:20
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Die Frage ist wohl eher:Welche Erfahrungen man im allgemeinen hat? Ich würd den Cayin und den ifi nicht gerade als "hochwertige" Dacs bezeichnen.Aber schlecht ebenso nicht. Probier die Dinger mal an wirklich hochwertiger Elektronik aus dann werden die schnell an ihre Grenzen stossen. Interessantes Konzept aber nicht wirklich nachhaltig.Wenn da was kaputtgeht kannst das Ding in die Tonne kloppen. Von daher eigentlich vorproduzierter Müll, leider wie so vieles aus China..... [Beitrag von djsepulnation am 08. Mrz 2026, 13:23 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#5
erstellt: 08. Mrz 2026, 13:37
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„Interessanter Punkt, aber die Definition von ‚hochwertig‘ hat sich in den letzten Jahren massiv verschoben. Während viele westliche Traditionsmarken Standard-DAC-Chips von der Stange verbauen, liefert China aktuell die echte Innovation. Ein diskretes 1-Bit-Netzwerk im RU7 oder eine R2R-Widerstandsleiter im K11 sind technisch deutlich aufwendiger und ‚audiophiler‘ als das Delta-Sigma-Einerlei vieler teurer Desktop-Geräte. Dass man diese Technik heute im Hosentaschenformat oder für schmale Budgets bekommt, ist kein Zeichen von ‚Müll‘, sondern von fortschrittlichem Engineering. Wer Klang nur über das Preisschild definiert, verpasst die spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre.“ Zum Thema Nachhaltigkeit: Bei 25 € In-Ears wechsle ich einfach das Kabel oder den Hörer, wenn mal was ist. Das ist oft nachhaltiger, als ein 2.000 € Gerät nach der Garantiezeit zur teuren Spezialreparatur schicken zu müssen, weil ein proprietäres Teil defekt ist. Am Ende zählt, was im Ohr ankommt – und da ‚ballert‘ es gerade gewaltig.“ |
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Uwe_Mettmann
Inventar |
#6
erstellt: 08. Mrz 2026, 16:11
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Hallo Michael, hier ein paar Vergleichsmessungen verschiedener Geräte mit DAC und somit werden auch verschiedene Wandlertechnologien verglichen: ![]() ![]() Leider musst du dich dort anmelden um die Diagramme und Bilder sehen zu können. Ob es für dich interessant ist, kann ich dir nicht sagen, denn ich habe den Thread nur schnell durchgescrollt. Gruß Uwe |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#7
erstellt: 08. Mrz 2026, 16:55
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Hi, Danke, werde ich mir mal ansehen, bin gespannt..... Gruß Michael |
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rat666
Inventar |
#8
erstellt: 08. Mrz 2026, 20:58
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Auf "Messungen" aus dem Open End Forum würde ich gar nix geben, das ist die Hochburg der Goldohren. Da wird wahrscheinlich versucht die Messung an Day Hörempfinden anzupassen. |
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Uwe_Mettmann
Inventar |
#9
erstellt: 08. Mrz 2026, 21:19
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In diesem Fall nicht, denn sonst hätte ich den Thread hier auch nicht verlinkt. Gruß Uwe |
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djsepulnation
Stammgast |
#10
erstellt: 08. Mrz 2026, 21:35
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Naja die Chinesen verbauen selber Jahrzente lang Standard Chips von der Stange.Um diese Geräte wird immer ein Hype gemacht den ich bis heute nicht versteh. Spannende Innovation....dazu sei mal gesagt das die 1BIT DAC Technologie schon seit den 80ern existiert.Also per se nix neues ist. R2R ist jetzt auch nix neues und das die Chinesen billiger herstellen als wir ist auch nix neues. Der Werterhalt dieser Gerätschaften und Bleibedauer bei dem Kunden ist dementsprechend als gering einzustufen. Stöber mal in den Kleinanzeigen nach den bekannten Chi Fi Marken Hör dir mal 64Audio oder Campfire In Ears an.Da merkst schnell wie "innovativ" die Chi Fi Dinger sind |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#11
erstellt: 08. Mrz 2026, 22:44
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"Interessanter Punkt! Natürlich ist das Rad nicht neu erfunden worden, aber die Demokratisierung dieser 'alten' High-End-Technologien durch die aktuellen chinesischen Umsetzungen finde ich gerade das Spannende. Klar spielen 64 Audio oder Campfire in einer anderen Liga, aber wir reden hier auch über einen Preisunterschied vom Faktor 50 bis 100. Mein Ansatz ist da eher pragmatisch: Ich schaue, wie viel 'Heiligkeit' und Spielfreude ich aus einem Setup wie dem K11 R2R und optimierten Budget-IEMs herausholen kann. Werterhalt ist bei den Preisen für mich zweitrangig – der Spaß pro Euro steht im Vordergrund. Aber danke für den Tipp, Campfire hat definitiv schöne Gehäuse!" |
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XperiaV
Inventar |
#12
erstellt: 08. Mrz 2026, 23:14
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Das lustige an diesen XXX-fachen Treiber IEMs aus Fernost ist, dass sie selbst mit 8 BA Treibern wie beim AS16 Pro den ich hatte, schlechter auflösen als Single BA's führender Marken wie Knowles und Sonion. Selbst mein Westone ADV Alpha zaubert mehr Details heraus als diese China IEMs. Wobei vom Sounding her der AS 16 Pro schon okay war. Aber für ein 8BA per Side IEM dann halt nix weiter bietet außer entspannten Klang. Die Detailauflösung bleibt schlecht. Seit Tagen habe ich ein uralten Nuforce Primo 8 bei mir (gebraucht bei Kleinanzeigen) ... überhaupt kein Vergleich zu den China Dingern, von denen ich schon mehrere hatte. Viel Bass und viel Höhen. Es gibt durchaus auch ambitionierte chinesische Marken, und es werden immer mehr. KZ zähle ich nicht zu den besseren. Für den kleinen Geldbeutel okay, aber dann darf man auch nix weiter erwarten. Und ja, auch einige bekannte Weltmarken haben schon viel Mist gebaut und Modelle auf den Markt gebracht die echt furchtbar klingen. Trotzdem finde ich dass man KZ und ähnliche Fabrikate nicht so hypen sollte, weil sie es einfach nicht verdient haben. Mit audiophil hat das nicht viel zu tun. Trotzdem okay wenn man die gut findet ... ich kann jedem zu empfehlen auch auf dem Gebrauchtmarkt zu suchen, da findet man manchmal echte Schnapper. Und das Rad wurde natürlich nicht neu erfunden. Da kann man diversen Treibern oder Schaltungen usw. noch so schöne Fantasie-Namen geben. Das trifft auf China IE und auch traditionellen Markenhersteller zu. |
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rat666
Inventar |
#13
erstellt: 08. Mrz 2026, 23:17
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Sehe ich ähnlich aus China kommen inzwischen sauber gebaute Geräte mit teils extrem guten Messwerten und dementsprechend gutem Klang. Den klanglichern Unterschied bei DACs sehe ich eh maximal als sehr gering an. Die DA Wandlertechnologie sehe ich als zweitrangig an, wichtig ist das Ergebnis. Den klanglichen Vorteil von R2R DACs sehe ich nicht, nur die deutlich schlechteren Messwerte gegenüber den Delta-Sigma Wandlern. Trotzdem werde ich mir wohl zum Spaß mal nen K13 holen. Aber das Zeug kostet nicht viel und somit sind dem Spieltrieb fast keine Grenzen gesetzt Die Frage ist halt auch immer was man möchte, komprimisslos ganz oben oder den besten Bang for the Bug. 25€ für ein IEM, so schlecht kann das gar nicht sein. Zur not monitere ich ein Kabel mit MIcro dran und nehme es am Laptop für Videokonferenzen |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#14
erstellt: 08. Mrz 2026, 23:37
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"Da bin ich ganz bei dir! Der Spieltrieb ist doch genau das, was unser Hobby ausmacht. Schön zu hören, dass du dir den K13 anschauen willst – auch wenn du den Messwerten (Delta-Sigma vs. R2R) skeptisch gegenüberstehst, wirst du überrascht sein, wie 'musikalisch' das Ergebnis am Ende klingt. Manchmal ist das, was das Oszilloskop als 'schlechter' anzeigt, für das menschliche Ohr einfach das entspanntere Hören. Und was den 25 € IEM angeht: Probier ihn ruhig mal aus, bevor du ihn zum Headset degradierst! Es ist schon fast unverschämt, wie nah diese 'Budget-Kracher' heute an die kompromisslose Oberklasse herankommen. Vielleicht merkst du ja selbst: Die Hummel fliegt eben doch, auch wenn die Theorie dagegen spricht. Viel Spaß beim Testen des K13!" |
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rat666
Inventar |
#15
erstellt: 09. Mrz 2026, 00:05
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Ich hab´s gerne neutral und eher analytisch, Geräte oder LS mit "Klangsignatur" sind nicht mein Ding. Mein alter T+A CD Player hat auch einen R2R Dac und deshalb habe ich eine gewisse Vorstellung was mich erwartet. Mir gefällt der K13 optisch ganz gut und für den Preis kann man sich auch mal einen Exoten hinstellen. Den KZ ZS10 Pro X werde ich mir auf jeden Fall mal anhören, für den Preis kann ich nichts falsch machen.
Kannst du mal ein paar deiner Meinung nach gute IEMs nennen? Bisher hatte ich nur wenig Berührungspunkte mit IEMs. Hab eher Erfahrung mit Kopfhörern oder LS. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#16
erstellt: 09. Mrz 2026, 00:16
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Spannend, dass du auch R2R-Erfahrung durch den T+A hast – dann weißt du ja, dass diese Wandler eine ganz eigene, fließende Art haben, Musik zu präsentieren. Dass du dir den ZS10 Pro X ansiehst, finde ich klasse. Er ist für mich das perfekte Beispiel dafür, dass man keine Unsummen ausgeben muss, um dieses ‚teure‘ Gefühl im Ohr zu haben. Er ist vielleicht nicht so klinisch-analytisch wie manche High-End-Studiomonitore, aber er hat diese ehrliche Spielfreude. Berichte mal, wie er dir gefällt |
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deccatree
Stammgast |
#17
erstellt: 09. Mrz 2026, 01:50
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Diese Legendengenerierung um R2R-DACs amüsiert mich immer mehr. Besonders, wenn ich daran denke, das es in den ersten CD-Playern verwendet wurde. Da meinen manchen wieder die klingen so überaus kalt … |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#18
erstellt: 09. Mrz 2026, 09:26
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„Dass dich das amüsiert, liegt vielleicht daran, dass du das Prinzip R2R mit der mangelhaften Filtertechnik der 80er-Jahre-Player verwechselst. Die klangen nicht wegen der Leiter-Netzwerke ‚kalt‘, sondern wegen des massiven Jitters und der schlechten Ausgangsstufen von damals. Der Witz ist doch: Moderne Delta-Sigma-Wandler (wie sie wahrscheinlich in fast all deinen Geräten stecken) müssen das Signal erst durch massives Oversampling und Noise-Shaping jagen, um überhaupt ein sauberes Ergebnis zu bekommen. Das ist mathematische Hochrechnung. Ein moderner R2R wie im K13 wandelt das Bit direkt in Spannung um – ohne diesen ganzen digitalen Rechen-Voodoo dazwischen. Das Ergebnis ist ein Signal, das eben nicht künstlich ‚aufgehübscht‘ oder analytisch scharfgezeichnet wirkt, sondern natürlich fließt. Wenn du das für eine ‚Legende‘ hältst, frag dich mal, warum High-End-Schmieden heute fünfstellige Beträge für diskrete R2R-Wandler aufrufen. Sicher nicht, weil sie den Klang der ersten CD-Player kopieren wollen. Aber hör ihn dir erst mal an – vielleicht merkst du dann den Unterschied zwischen ‚messen‘ und ‚hören‘.“ |
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deccatree
Stammgast |
#19
erstellt: 09. Mrz 2026, 10:53
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Mein Exemplar eines zeitgenössischen R2R war hörbar schlechter (bei sehr kleinen Signalstärken) und sonst nicht anders als andere DACs. Nachdem die Unterschiede für mich grds. marginal sind, halte ich mich damit nicht mehr auf. Jeder Unterschied beim schwächsten Glied der Kette, dem Schallwandler ist um Potenzen größer. Da lohnt es sich viel mehr ins Feintuning zu gehen, als da im möglicherweise maximal Promille-Bereich zu tunen. Aber ja, goldene Ohren habe ich nicht (mehr). |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#20
erstellt: 09. Mrz 2026, 11:04
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Das ist ein interessanter Punkt. Natürlich macht der Schallwandler am Ende den größten mechanischen Unterschied – das bestreitet niemand. Aber Audio ist für mich keine reine Mathematikaufgabe, bei der man nur das 'schwächste Glied' optimiert. Es geht um die Kette als Ganzes. Ein R2R-Wandler liefert eine andere Textur und Räumlichkeit, die man vielleicht nicht in Promille-Werten messen kann, die man aber fühlt, wenn man sich darauf einlässt. Wenn du sagst, dass die Unterschiede für dich marginal sind, ist das völlig legitim. Aber nur weil man den Unterschied bei kleinen Signalstärken 'hörbar schlechter' findet (was oft nur die technische Messung widerspiegelt), heißt das nicht, dass die musikalische Kohärenz im Ganzen nicht besser sein kann. Vielleicht ist es gerade das 'Feintuning' am Anfang der Kette, das den Schallwandler am Ende erst richtig glänzen lässt. Wer nur nach Messwerten geht, hört am Ende oft nur das Gerät, aber nicht mehr die Musik. Ich genieße jedenfalls den 'Schmelz', den mir der R2R liefert – auch ohne goldene Ohren, einfach nur mit Spaß am Klang.“ |
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Fotoingo
Stammgast |
#21
erstellt: 09. Mrz 2026, 11:07
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Das gemeine ist doch, daß es akustisch so schwer ist, den DAC von den anderen Komponenten zu unterscheiden. Der gleiche DAC klingt völlig anders, wenn er an einem Röhre Verstärker betrieben wird (integriert oder nicht) als an einem THX AAA 78+ wie der Fiio KA17 zum Beispiel. Klamotten Unterschiede gehen vorher immer durch einen Verstärker, ansonsten helfen nur Messungen weiter. Klanglich fand ich zum Beispiel den iBasso Elite großartig, obwohl der lange nicht mit allem IEM gut klang. Ob das am ROHM-DAC liegt, weiß ich nicht. Ich muß dazu sagen, technisch gesehen habe ich nur einen R2R Verstärker gehört, den Fiio K11. Fand ich ziemlich gut, muss ich sagen. Insofern stimme ich dir zu, Michael, ich sehe gerade, du hast das auch schon so geschrieben ;). [Beitrag von Fotoingo am 09. Mrz 2026, 11:11 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#22
erstellt: 09. Mrz 2026, 11:14
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Da sprichst du einen ganz wichtigen Punkt an! Die Interaktion zwischen DAC und Verstärker ist oft entscheidender als ein einzelnes Bauteil. Ein analytischer THX-Amp wie im KA17 zeigt dir jedes Detail, kann aber in Kombination mit manchen DACs fast schon zu 'streng' wirken. Genau deshalb finde ich R2R so spannend: Es ist eine völlig andere Art der Wandlung, die von Natur aus eine Kohärenz mitbringt, die ich bei vielen Delta-Sigma-Chips (auch bei sehr guten wie dem ROHM im iBasso) oft vermisse. Der iBasso Elite ist ein tolles Beispiel – der klingt deshalb so gut, weil die gesamte Schaltung auf Musikalität getrimmt ist, nicht nur auf nackte Performance. Messungen helfen sicher, um grobe Fehler auszuschließen, aber am Ende entscheidet das Ohr, ob die 'Klamotten-Unterschiede', wie du sie nennst, eine Emotion auslösen oder nicht. Mein R2R-Setup macht genau das: Es lässt mich die Technik vergessen. Und wenn dann noch eine Röhre ins Spiel kommt... aber das ist ein Thema für einen anderen Tag. 😉 |
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djsepulnation
Stammgast |
#23
erstellt: 09. Mrz 2026, 14:26
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Aber hab mir mal auf Temu diese ominösen IEMs angesehn.Das ist ja geradezu überschwemmt von billigen IEMs. Denke, das nicht mal alle Treiber im ZS10 tatsächlich was von sich geben.Kann sich bei dem Preis nicht ausgehn.Mehr Marketing als sonst was.Aber auf Temu läuft sowas ja Schraub die Dinger mal auf.Ist da überhaupt ne Frequenzweiche drinnen? |
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Steven_Mc_Towelie
Inventar |
#24
erstellt: 09. Mrz 2026, 14:33
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Truthear Hexa wäre mMn ein guter Einstieg für "neutrale" IEMs. |
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XperiaV
Inventar |
#25
erstellt: 09. Mrz 2026, 14:34
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Gibt viele Multi BA IEM die keine Frequenzweiche haben, auch von bekannten westlichen Herstellern. Der "Skandal" vor Jahren als öffentlich wurde dass KZ zwar mehrere Treiber in ein Gehäuse pressten, aber nur der dynamische Treiber Töne von sich gab ... das war echt ein starkes Stück. Kann sich aber auch nur so eine Chi-Fi Marke ohne Support und Gewährleistung erlauben. Mittlerweile verwenden viele Chi-fi IEm Marken den Begriff „Custom-Driver“ in ihren Beschreibungen um nicht "Bellsing" schreiben zu müssen. Produkte mit diesen Treibern dürfen ja nicht in die USA eingeführt werden nachdem Knowles die Fälscher verklagte. Ich frage mich warum diese Bellsing Treiber aus China nicht besser klingen, ich meine die kopieren da schon seit mehr als 10 Jahren diverse Knowles Produkte ohne dass es hörbar besser wird. [Beitrag von XperiaV am 09. Mrz 2026, 14:42 bearbeitet] |
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djsepulnation
Stammgast |
#26
erstellt: 09. Mrz 2026, 14:43
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Denke die Chinesen "schrauben" einfach zusammen was gerade da ist. Wirklich was innovatives kommt von denen ja nicht.Ich hatte mal kurz das Vergnügen mit einem Fiio K15.Ein schönes nettes Gerätchen mit typischer Chinesicher Qualität.Klang typisch chinesisch langweilig und ohne Dynamik.Die Bedienung war halbwegs durchdacht. Nur diese unnötige Doppeldarstellung am Display und das gewisse Sachen (Equalizer) nur per APP einzustellen sind.Man braucht also zwingend einen Netzzugang mit dem Gerät.Datenklau?Ein Schelm wer nicht chinesisch denkt.... Keine Ahnung wer sich sowas ausdenkt aber das zeigt mir das dahinter kein eigentliches Konzept stehen kann, sondern einfach zusammengeschustert wird und die Europäer werdens schon kau(f)en. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#27
erstellt: 09. Mrz 2026, 14:54
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Interessanter Einwurf! Aber ich glaube, hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Der Fiio K15 ist eine ganz andere Baustelle. Dass du den Klang als 'langweilig' empfunden hast, ist schade, aber genau deshalb bin ich ja beim Cayin RU7 gelandet. Hier wird nichts 'zusammengeschustert'. Wer sich ein bisschen mit Schaltungslayouts auskennt, weiß, dass ein diskretes R2R-Widerstandsnetzwerk (wie im RU7) das genaue Gegenteil von Massenware ist. Das ist puristisches HiFi-Konzept, das ohne jede App auskommt. Da gibt es keinen EQ, keinen Datenklau und kein 'Chinesisch-Einerlei' – da gibt es nur ein analoges Signal, das so organisch klingt, dass man die Technik dahinter vergisst. Vielleicht ist es gerade das 'Innovatieve': Dass man High-End-Architektur in die Hosentasche bringt, für die man früher ein ganzes Rack brauchte. Aber hey, am Ende entscheiden die Ohren, nicht das Herkunftsland. Meins klingt jedenfalls eher nach Förde-Frische als nach Einheitsbrei. |
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djsepulnation
Stammgast |
#28
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:02
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Sry muss was zurücknehmen.Die Chinesen scheinen doch innovativ zu sein. Guckt euch mal die KZ Castor PRO 2DD an.Da findet sich tatsächlich n "Mäuseklavier" drauf um den "Klang" anzupassen.Interessant wäre welche Auswirkung das tatsächlich auf den Klang hat und wieviel Aufwand betrieben wurde um das ganze halbwegs stimmig zu machen.... |
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Fotoingo
Stammgast |
#29
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:07
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Ähn, nur kurz. Klamotten Unterschiede fand die Autokorrektur wohl gerade sehr lustig. Gemeint waren klangliche Unterschiede :L. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#30
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:09
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Freut mich, dass du die Kurve kriegst! Aber diese 'Innovation' ist bei KZ eigentlich schon alter Kaffee. Das 'Mäuseklavier' am Castor Pro ist ein passives Filter-Netzwerk, das direkt in die elektronische Frequenzweiche eingreift. Die zwei 10-mm-Treiber sind so getrennt, dass einer als reiner Sub-Woofer fungiert. Das ist genau das, was ich mit 'Konzept' meinte: Für 20 Euro kriegst du hier eine Technik, für die man früher im High-End-Bereich ein Vermögen bezahlt hat. Die Chinesen schrauben nicht nur zusammen – die optimieren die Massenfertigung von Präzisionstechnik. |
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XperiaV
Inventar |
#31
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:17
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Auch von solchen IEMs gibt es mittlerweile viele, gerade aus China. ich bezweifle den Sinn dahinter, vor allem bei 20 Dollar Modellen. Die technische Leistung wird eh mau sein, also Auflösung, Separation, Bühne usw. auf einem niedrigen Niveau. Auf die Spitze getrieben hat sowas glaube ich IMR Acoustics mit ihren unzähligen Filtern die man kombinieren konnte. Gibt es die Marke eigentlich noch? Bei Prof-x drüben gab es ja mal ein großen Hype, aber der ist wohl auch verschwunden. |
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djsepulnation
Stammgast |
#32
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:27
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Ich bezweifle die Sinnhaftigkeit dieser Einstellungen ebenso.Und bei Chi-Fi von High End zu sprechen ist auch weit hergeholt.Wenn sie schon kopieren dann sollen sie es anständig machen. Vergleich mal den Fiio K15 mit einem RME ADI 2.Der RME klingt jetzt auch nicht gerade spektakulär aber in Sachen Bedienung und Einstellmöglichkeiten doch eine andere (überlegtere,westliche) Welt Dieses Mäuseklavier erinnert mich an die Apex Module von 64Audio.Nur das es bei den IEMs von 64Audio mehr Sinn ergibt.Sind ja auch im Profibereich unterwegs.So probiert halt jeder sein Süppchen zu kochen. Aber hey Michael, wenn du von den Chinesen so überzeugt bist dann haben sie wenigstens etwas richtig gemacht |
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Fotoingo
Stammgast |
#33
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:32
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IMR gab es kurzzeitig wieder. Aber das Geschäftsmodell war wohl eher ein Schneeball-System. Da gibt es entsprechend böse Kommentare in dem Forum. Aber abgesehen davon, wenn die Chinesen die Abstimmung so gut hinbekommen mit den Filtern wie Bob von IRM, dann ist das wirklich etwas großes, was die da machen. Bei mir ist es ein IRM Elysium, zusammen mit den richtigen Eartips (da müssen es Schaum-Tips bei mir sein, das steigert ihn klanglich wirklich stark) mit einem neutralen Verstärker bringt der mittlerweile wirklich eine tolle Leistung. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#34
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:43
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Du kannst das gerne bezweifeln, aber ich hab die Hörer hier liegen und es funktioniert schlichtweg. Die Schalter greifen hörbar in die Frequenzweiche ein, genau wie sie sollen. Theorie ist das eine, die Praxis im Ohr das andere. Ich vertrau da lieber meinen Sinnen als Vorurteilen. Viel Spaß noch beim Philosophieren! |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#35
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:46
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Danke für den Einwurf! Der Vergleich mit IMR trifft es perfekt. Bob war ein Pionier bei den Filtern, und es ist faszinierend zu sehen, dass man diese klangliche Flexibilität heute durch die Skalierung in China für einen Bruchteil des Preises bekommt. Genau das ist mein Punkt: Es geht nicht um 'Billig-Kopien', sondern darum, dass diese Techniken (wie eben auch beim Castor Pro oder den Planars) mittlerweile so ausgereift sind, dass sie echtes High-End-Feeling für fast jeden zugänglich machen. Spannend, dass du den Elysium mit Foam Tips zähmst – das zeigt ja auch wieder: Das Setup und das Feintuning machen den Unterschied, nicht das Preisschild |
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rat666
Inventar |
#36
erstellt: 09. Mrz 2026, 21:54
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Also im Bereich IEMs kann ich dazu nix sagen aber sonst (DACs, Vorverstärker, Digitalquellen, etc.) schneiden die teils sehr gut ab (z.B. Topping) und stellen nicht selten die Referenz bei den Messwerten. Highend ist für mich eher Optik, Haptik, Name, Langlebigkeit aber nicht Klang. Die Cinesen habe lange kopiert, jetzt haben sie es zumindest im Bereich Hifi nicht mehr nötig. Die produzieren was der Markt abnimmt und meist auch recht gut, natürlich ist auch ne Menge Schrott unterwegs.
Danke, werde ich mir mal näher ansehen
Ich bin da eher skeptisch, selbst die besten (und teuersten) R2R Wandler liegen von den Messwerten her weit unter deutlich billigeren Delta Sigma Wandlern. Wenn sie dann auch noch ohne Oversampling betrieben werden kann schnell ein ganz fieses Signal für die Schallwandler rauskommen. Ob die Höreindrücke dann auch noch einem Blindtest standhalten ist auch zweifelhaft. Dennoch werde ich mir einen gebrauchten K13 irgendwann mal holen, für die Sammlung |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#37
erstellt: 10. Mrz 2026, 09:53
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Messwerte sind das eine, aber macht die Musik auch Spaß? Ein R2R wie der RU7 ist kein Messgerät, sondern ein Instrument. Wer nur Sinuskurven hören will, braucht keinen R2R – wer Musik erleben will, vielleicht schon. Der K13 wird dir mehr gefallen als du jetzt vielleicht noch denkst, glaub mir. Rein Messkurvenmäßig kann die Humel auch nicht fliegen und sie tut es doch. Wer die Hummel fliegen sieht, fragt nicht nach dem Windkanal-Zertifikat. [Beitrag von Michael_Gold am 10. Mrz 2026, 10:40 bearbeitet] |
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deccatree
Stammgast |
#38
erstellt: 10. Mrz 2026, 11:10
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So unterschiedlich sind die Meinungen! Fachlich gesehen gibt es die stillschweigende Übereinkunft, dass dem Ausgangssignal nichts hinzugefügt und nichts weggenommen werden soll. Je näher man dem Ideal kommt umso mehr entspricht die Wiedergabe dem Original. Können wir uns darauf einigen? Meine Wenigkeit möchte Musik möglichst nahe am Original geniessen und nicht die Färbung aus der Wiedergabekette. Dann suche ich mir ja sowieso noch raus, was meinen Gehörgängen am besten taugt oder in den Hörraum passt. Wie vorher schon gesagt sitzt hier die überaus große Varianz. Wie ein Vorredner schon sagte, ein Blindtest kann zur eigenen Bildung einiges beitragen. Kann ich auch aus eigenener Erfahrung sagen! Vergleiche mit Sinuskurven hören oder dem Flug der Hummel sind doch ziemlich arg strapazierte Beispiele die gar nicht passen. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#39
erstellt: 10. Mrz 2026, 11:23
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Das ist ein schöner Gedanke mit dem ‚Original‘. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wer von uns saß denn beim Mastering im Studio neben dem Toningenieur und weiß wirklich, wie das Original klang? Die ‚stillschweigende Übereinkunft‘, von der du sprichst, ist eine technische Theorie. Aber Musik ist keine Theorie, sondern ein Erlebnis. Du sagst selbst, dass du dir am Ende aussuchst, was deinen ‚Gehörgängen taugt‘. Damit gibst du mir ja recht: Am Ende entscheidet das Gefühl, nicht der Messschrieb. Ob die ‚Färbung‘ nun durch deinen Raum, deine Kopfhörer oder meinen R2R-Wandler entsteht, ist doch Wortklauberei. Und was die Hummel angeht: Dass du das Beispiel ‚strapaziert‘ findest, verstehe ich – es ist nämlich verdammt schwer zu widerlegen. Es erinnert uns daran, dass die Natur (unser Gehör) oft viel komplexer ist als unsere aktuellen Modelle (die Messwerte). Ein Blindtest ist eine tolle Sache für das Ego, aber er misst nur die kurzfristige Unterscheidungsfähigkeit, nicht den langfristigen Musikgenuss. Ich möchte nicht ‚bestehen‘, ich möchte Musik fühlen. Mein R2R-Wandler mag technisch ‚unperfekt‘ sein, aber er transportiert die Emotion der Aufnahme für mich besser als jeder klinisch reine Chip. Vielleicht sollten wir uns auf eine andere Übereinkunft einigen: Das Ziel ist die Gänsehaut, nicht der gerade Strich auf dem Papier.“ |
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deccatree
Stammgast |
#40
erstellt: 10. Mrz 2026, 11:51
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Nö, der Blindtest ist nicht fürs Ego sondern dagegen - was Ego sich einbildet. Und nu bin ich raus. |
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djsepulnation
Stammgast |
#41
erstellt: 10. Mrz 2026, 12:04
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Genau.Messwerte sind das eine und das was man hört das andere.Ein Topping kann durchaus super Messwerte haben aber klanglich doch eher auf der China Seite.Und der D70 Pro OCTO mit seinen 8? Dac Kernen...sowas gabs früher auch schon von Sony Ich bleib dabei die schustern zusammen was der Markt hergibt. Oder kann mir wer eine sinnvolle Eigenentwicklung der Chinesen im Bereich Hifi nennen?Und kommt jetzt nicht mit Schaltungslayout weil sowas bekommt mittlerweile jede gut betuchte Firma mit KI Unterstützung hin |
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rat666
Inventar |
#42
erstellt: 10. Mrz 2026, 12:10
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Ich hatte bisher noch kein Gerät mit guten Messwerten welches schlecht geklungen hat. Insofern bin ich nicht der Meinung, dass messen und hören Auseinandergehen. Ich Versuche mit der Wiedergabe auch so nahe wie möglich an die Aufnahme zu kommen, Klangveränderungen durch die Wiedergabekette lehne ich ab. Blindtests halte ich für wichtig um Empfindung von Realität zu trennen. Das kann aber jeder halten wie er möchte |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#43
erstellt: 10. Mrz 2026, 12:30
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Das ist ein absolut legitimer Ansatz, wenn man die Wiedergabekette als neutrales Fenster betrachten möchte. Aber Hand aufs Herz: Wo fängt die ‚Originalaufnahme‘ eigentlich an? Schon im Studio wird die ‚Wahrheit‘ geformt. Die Wahl des Mikrofons (Röhre oder Kondensator?), die Platzierung im Raum, das Mischpult, die Kompression und am Ende das Mastering – das sind alles bewusste klangliche Entscheidungen. Es gibt kein ‚unverfälschtes‘ Original, sondern nur die Vision des Toningenieurs. Wenn ich also ein 1-Bit-Resistor-Netzwerk wie im RU7 oder ein R2R-Konzept bevorzuge, dann nicht, um ein perfektes Signal zu ‚verbiegen‘, sondern um der Musik die Textur und Wärme zurückzugeben, die oft beim sterilen Digital-Prozess verloren geht. Für mich ist HiFi kein Laborexperiment, um Messwerte zu bestätigen, sondern das Ziel, diese studiogemachte ‚Konserve‘ wieder so lebendig klingen zu lassen, dass ich eine Gänsehaut bekomme. Wer das ‚Einbildung‘ nennt, hat vielleicht die besseren Messgeräte, aber ich habe definitiv den größeren Spaß an der Musik. 😉🐝🎶“ |
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ardina
Inventar |
#44
erstellt: 10. Mrz 2026, 12:53
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Es ist doch wohl eher umgekehrt und der „sterile digitale Prozess“ gibt das Ursprungssignal 1 zu 1 weiter, da geht nichts verloren. Sounding, welcher Art auch immer, fügt ggf. den Ursprungssignalen was hinzu, was da nicht hingehört. Hier diskutieren ja gleich mehrere Leute mit die sich seit Jahrzehnten um eine „gute Musikwiedergabe“ bemühen und das teilweise auch mit hohem finanziellem Aufwand. Glaubst du wirklich die habe die mögliche Emotionalität von Musik noch nicht erkannt? Gänsehaut bekomme ich, wenn mich die Musik emotional berührt und wenn diese dann noch möglichst authentisch wiedergegeben wird, kann sich die Gänsehaut noch weiter aufstellen. Ich vermute du vermischt Fantasie zu sehr mit der Realität. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#45
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:04
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Interessanter Einwurf. Du sprichst von ‚1 zu 1‘ und ‚authentisch‘. Aber Hand aufs Herz: Welches Signal meinst du genau? Das, was aus dem Mikrofon kam? Das, was der Tonmeister durch seine (klangverändernden) Preamps gejagt hat? Oder das, was beim Mastering auf die finale Lautheit getrimmt wurde? Es gibt kein ‚Ursprungssignal‘ in der Musikproduktion, das rein mathematisch ist. Musik ist im Studio eine Schöpfung aus Entscheidungen. Wenn ein Wandler wie der RU7 durch seine Architektur (R2R) den Fokus auf Textur und Körperlichkeit legt, dann ‚soundet‘ er nicht – er gibt dem Signal die natürliche Struktur zurück, die bei einer rein klinischen Wandlung oft wie ‚totgerechnet‘ wirkt. Zum finanziellen Aufwand: Hoher Einsatz garantiert leider keine Immunität gegen das Verlieren im Messwerte-Labyrinth. Emotionalität ist kein Luxusgut, das man mit Geld kauft, sondern das Ergebnis davon, wie unser Gehör Impulse verarbeitet. Und was die ‚Realität‘ angeht: Ich vermische da gar nichts. Ich habe ein sehr gesundes Gespür für die Realität – wahrscheinlich, weil ich ein echtes Leben mit Gezeiten und Gummistiefeln habe. Wenn ich nach einem Nachmittag im Schlick beim Wattwürmer-Buddeln nach Hause komme, brauche ich keine ‚1-zu-1-Kopie‘ einer digitalen Datei. Ich brauche eine Wiedergabe, die so unmittelbar ist wie der Wind an der Förde. Wer Gänsehaut nur bekommt, wenn die Messwerte stimmen, der hört vielleicht eher die Technik als die Musik. Ich genieße derweil lieber das Ergebnis. Aber keine Sorge – die Ebbe wartet nicht auf mathematische Beweise, und ich jetzt auch nicht mehr. 😉“ |
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ardina
Inventar |
#46
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:17
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Ursprungssignal bedeutet für mich, was der Tonträger ausgibt. Was im Studio „konstruiert“ wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Da haben Geräte mit guten Messwerten eine große Chance das auch so zu den Lautsprechern zu transportieren und die und der Raum entscheiden dann über gut oder schlecht, verfälscht oder möglichst authentisch, etc. Wir sprechen hier von elektrischen und digitalen Signalen, da legen Geräte keinen Fokus auf Texturen und Körperlichkeit, die verarbeiten die Signale. Da sind wir dann wohl doch wieder im Bereich der Fantasie und da ändert auch das Wattenmeer nichts dran. |
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rat666
Inventar |
#47
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:27
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Dein Gedankengang geht zu weit. Ziel ist es möglichst nahe an der Aufnahme zu sein, alles Andere ist eh nicht möglich. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#48
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:37
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Dass mein Gedankengang für dich ‚zu weit geht‘, ist schade, denn eigentlich ist es ganz einfach: Du verwechselst die Speisekarte mit dem Essen. Die Aufnahme ist nur die Speisekarte – eine Beschreibung dessen, was mal da war. Wenn du sagst, du willst ‚nahe an der Aufnahme‘ sein, dann willst du die Tinte auf dem Papier perfekt lesen können. Mir geht es aber um den Geschmack. Ein Wandler, der diskret mit echten Widerständen arbeitet, versucht nicht, die Liste der Nullen und Einsen möglichst perfekt vorzulesen. Er versucht, die physikalische Spannung wiederherzustellen, die das Mikrofon im Studio ursprünglich erzeugt hat. Deine Logik ist: ‚Das Foto vom Apfel ist perfekt scharf, also ist es der beste Apfel.‘ Meine Logik ist: ‚Ich will den Apfel essen.‘ Wenn du lieber die Pixel zählst, ist das dein gutes Recht. Aber behaupte bitte nicht, dass man durch Pixelzählen weiß, wie ein Apfel schmeckt. |
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XperiaV
Inventar |
#49
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:39
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Deswegen gelten HiFi-Enthusiasten wohl auch als Nerds? Vom ursprünglichen Thema "KZ ZS10 Pro X - Viel Klang" zu Messwerten, Körperlichkeit, was im Studio „konstruiert“ wurde, elektrischen und digitalen Signalen, ‚Ursprungssignal‘ in der Musikproduktion, Röhre oder Kondensator?, Highend ist für mich eher Optik, Haptik, Name, Langlebigkeit aber nicht Klang ... am Ende geht es nicht mehr um das eigentliche Gerät. |
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Michael_Gold
Hat sich gelöscht |
#50
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:44
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Da hast du vollkommen recht – wir sind Nerds und am Ende ist es ein herrlich verrücktes Hobby. Aber genau diese Leidenschaft für die Details ist es doch, die uns immer wieder antreibt, egal ob es um das Gerät oder das Erlebnis geht. In diesem Sinne: Viel Spaß uns allen beim Hören! |
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rat666
Inventar |
#51
erstellt: 10. Mrz 2026, 13:54
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Da hast du mich falsch verstanden, ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen aber er ist nicht umsetzbar. Du kannst nur maximal hören was und wie es auf der Aufnahme drauf ist, die ist bei der Wiedergabe nunmal deine Referenz. Kein Gerät oder Schallwandler der Welt bringt dir mehr als die Aufnahme hergibt. Deshalb kann das Ziel von Hifi nur sein, die Aufnahme so exakt wie möglich wiederzugeben. Wenn du wissen willst wie der Apfel schmeckt hilft es dir nicht das Bild davon (Aufnahme) durch verschiedene Brillen und mit verschiedensten Beleuchtungen zu betrachten, du musst dir einen echten Apfel (z.B. Konzertbesuch) nehmen und ihn essen. Deshalb geht dein Gedankengang zu weit (allgemein und nicht mir), du kannst den Apfel nicht essen wenn du nur ein Bild davon zur Verfügung hast. |
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