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Mein Testbericht: Der KZ ZS10 Pro X – Viel Klang für wenig Geld?+A -A |
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| Autor |
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rat666
Inventar |
#51
erstellt: Gestern, 11:54
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Da hast du mich falsch verstanden, ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen aber er ist nicht umsetzbar. Du kannst nur maximal hören was und wie es auf der Aufnahme drauf ist, die ist bei der Wiedergabe nunmal deine Referenz. Kein Gerät oder Schallwandler der Welt bringt dir mehr als die Aufnahme hergibt. Deshalb kann das Ziel von Hifi nur sein, die Aufnahme so exakt wie möglich wiederzugeben. Wenn du wissen willst wie der Apfel schmeckt hilft es dir nicht das Bild davon (Aufnahme) durch verschiedene Brillen und mit verschiedensten Beleuchtungen zu betrachten, du musst dir einen echten Apfel (z.B. Konzertbesuch) nehmen und ihn essen. Deshalb geht dein Gedankengang zu weit (allgemein und nicht mir), du kannst den Apfel nicht essen wenn du nur ein Bild davon zur Verfügung hast. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#52
erstellt: Gestern, 13:02
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Da hast du natürlich recht: Das Bild wird nie zum echten Apfel, und die Aufnahme nie zum Live-Konzert. Da sind wir uns einig. Aber genau hier liegt der Punkt: Wenn ich schon nur das Bild (die Aufnahme) habe, dann möchte ich einen Wandler, der mir die Tiefe, die Farben und die Dreidimensionalität so wiedergibt, dass mein Gehirn den Geschmack fast vergisst. Ein Wandler, der nur die Pixel zählt, liefert mir zwar die exakten Daten, aber nicht das Gefühl des Augenblicks. Aber hey, wir wollten ja über den KZ ZS10 Pro X sprechen. Das Teil macht für seinen schmalen Kurs nämlich genau das: Er macht verdammt viel Spaß an der Musik, egal ob man nun Pixel zählt oder den Apfel sucht. In diesem Sinne – zurück zum Sound! |
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rat666
Inventar |
#53
erstellt: Gestern, 13:20
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Wenn ich die original Farben, den Tiefeneindruck und die Originalauflösung objektiv wie auf der Aufnahme haben möchte, dann bin ich mit dem "Pixelzähler" Wandler genau richtig. Im Tonstudio gibt es auch nur Pixelzähler Geräte und LS. Wenn es um subjektive Eindrücke wie "Musikalität, Spielfreude, Klangfarben oder weggezogene Vorhänge" geht, dann bin ich mit möglichst exotischem Highend Zeug am besten bedient, solange ich keinen Blindtest mache. Aber zurück zum IEM, die Dinger gibt es gerade mit Rabatt bei Amazon, bin am überlegen. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#54
erstellt: Gestern, 14:12
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Schön zu sehen, dass wir uns beim Thema Rabatte einig sind – da setzt bei uns allen wohl die Musikalität ein! 😉 Dein Punkt mit dem Tonstudio stimmt: Da wird seziert. Aber wenn ich abends entspannt Musik höre, will ich nicht im OP-Saal stehen und Fehler suchen, sondern das Ergebnis genießen. Ein Wandler wie der RU7 macht ja nichts ‚falsch‘, er lässt die Musik nur organischer fließen – eben weniger nach Pixel und mehr nach Instrument. Wenn du dir den ZS10 Pro X bei Amazon schnappst: Viel Spaß damit! Er ist kein neutrales Studiowerkzeug, aber er macht verdammt viel Laune. Vielleicht merkst du dann ja selbst, dass ein bisschen ‚Spielfreude‘ manchmal mehr wert ist als die reine Objektivität. |
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rat666
Inventar |
#55
erstellt: Gestern, 14:26
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Bin gespannt was das Teil kann. Spielfreude (subjektives Empfinden welches ein Gerät oder Schallwandler objektiv gar nicht leisten kann) und Neutralität (objektiv an Messwerten Festnachbar) schließen sich für mich nicht aus. Meine Studiomonitore erzeugen bei mir sehr viel Spielfreude, gerade weil sie jedes Detail zeigen. Für 50€ erwarte ich sowas aber auch gar nicht, wenn das Teil einen Tacken besser ist als die Anker BT InEars von meinem Junior, dann bin ich zufrieden. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#56
erstellt: Gestern, 15:02
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Da hast du recht, Neutralität und Details sind bei den Neumanns natürlich gesetzt. Ich bin echt gespannt, was du sagst, wenn du die KZs mal im Ohr hast. Ich glaube, die werden dich überraschen – die Distanz zu den Bluetooth-Ankern vom Junior ist oft größer, als man bei dem Preis denkt. Viel Spaß beim Testen, bin auf dein Urteil gespannt! |
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d*moll
Inventar |
#57
erstellt: Gestern, 18:12
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Hatte bereits die CCA CRA+ die mir sehr gut gefielen und hoffte mit den ZS10 PRO X ein Upgrade zu erhalten mit besserer Auflösung. Die Auflösung erscheint schon höher - aber die Musik wird damit sehr agressiv wieder gegeben. Die Töne kreischen schreddernd in den Kopf. Kein entspanntes Hören möglich. Absoluter Fehlkauf nichts für Feingeister. Bei mir triggern BA-Treiber wohl gewisse Ohrkanal-Resonanzen - nicht zum Aushalten ![]() Der einzige IEM aus den Rundreisen wo ich mitgemacht habe war der Truthear RED der richtig angenehm vom Klang war und mir auch gefiel. KiwiEars waren dagegen am bequemsten. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#58
erstellt: Gestern, 18:35
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Spannend, wie unterschiedlich wir den KZ ZS10 Pro X wahrnehmen! Ich kann deinen Frust mit dem ‚Schreddern‘ absolut verstehen, aber bei mir läuft das Teil seit etlichen Stunden – gestern und heute auch wieder – und ich bin wirklich seeeehr zufrieden. Ich glaube, das Geheimnis liegt bei mir in der Kette. Ich hab den KZ jetzt an all meinen Verstärkern durchgetestet: am Cayin RU7 (1-Bit Dongle), am iFi xDSD (1. Gen) und am FiiO K11 R2R. Was mir auffällt: Der KZ ist eine kleine ‚Zicke‘, was die Quelle angeht. An analytischen Standard-DACs kann er bestimmt aggressiv werden, aber meine Geräte (besonders die R2R- und Burr-Brown-Sachen) haben alle diesen eher analogen, warmen Grundcharakter. Das scheint die scharfen Höhen des KZ perfekt zu bändigen. Mein absolutes Sorglos-Paket ist dabei der FiiO K11 R2R. Das ist echt krass: Einstecken, läuft, klingt einfach. Da muss ich nicht mal am EQ schrauben. Der K11 macht gefühlt aus jedem IEM einen Erstliga-Hörer, weil er diese flüssige, musikalische Art hat, die den Stress aus den BA-Treibern nimmt. Bei den anderen beiden korrigiere ich manchmal minimal per EQ nach, aber am K11 R2R ist es einfach nur entspanntes Hören ohne jedes Kreischen. Vielleicht liegt dem KZ einfach diese ‚analoge‘ Power meiner Kette besonders gut. Schade, dass er bei dir so gar nicht zündet – für mich ist er in dieser Kombi ein echtes Highlight! Der Witz am Fiio K11 R2R ist das Widerstands-Netzwerk. Während normale DACs das Signal digital ‚zerhacken‘ und filtern (was bei BA-Treibern oft kreischt), baut der R2R das Signal quasi analog nach. Das nimmt dem KZ die Aggressivität und lässt ihn viel natürlicher klingen.“ [Beitrag von Michael_Gold am 10. Mrz 2026, 18:40 bearbeitet] |
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XperiaV
Inventar |
#59
erstellt: Gestern, 18:39
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Wer nur etwas Höhen-empfindlich ist, sollte einen Bogen um die meisten Chifi Teile machen. Oder man informiert sich vorher im Netz. Bei head-fi zB gibt es zu fast jedem neuen IEM Reviews. Eigentlich ist dieses aggressive Tuning selbst bei Chi-Fi Marken nicht mehr so angesagt. Dieses Vorgaukeln von Auflösung in den hohen Frequenzen hat noch nie so richtig funktioniert. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#60
erstellt: Gestern, 18:42
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1. R2R statt "Standard-Chips" Die meisten modernen DACs nutzen Delta-Sigma-Chips (wie ESS oder AKM). Diese arbeiten mit extrem hohen Frequenzen und Filtern, was oft zu einem sehr scharfen, fast „zu sauberen“ Klang führt. Der K11 R2R nutzt ein Netzwerk aus präzisen Widerständen. Das Ergebnis ist eine stufenlose, natürliche Wellenform. Das nimmt den aggressiven BA-Treibern des KZ die digitale Härte. 2. Der NOS-Modus (Non-OverSampling) Falls du den K11 im NOS-Modus betreibst: Hier wird das Signal nicht künstlich hochgerechnet. Das sorgt für: Kein "Ringing": Digitale Filter erzeugen oft ein minimales Echo vor und nach einem Ton (Pre-Ringing), was wir als Schärfe oder "Digitalitis" in den Höhen wahrnehmen. Sanftere Höhen: Im NOS-Modus fallen die ganz hohen Frequenzen oft minimal und sehr sanft ab, was den „schreddernden“ Bereich des KZ perfekt entschärft. 3. Synergie durch Impedanz Der K11 R2R hat eine sehr stabile Ausgangsstufe. Da Multi-Treiber-IEMs wie der ZS10 Pro X je nach Frequenz ihre Impedanz ändern, brauchen sie eine Quelle, die davon unbeeindruckt bleibt. Der K11 hält den Frequenzverlauf sauberer als ein kleiner Dongle, der bei Belastung vielleicht in den Höhen einknickt oder verzerrt. |
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rat666
Inventar |
#61
erstellt: Gestern, 20:09
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Wenn du R2R DACs bei niedrigen Samplingfrequenzen (CD Qualität) ohne Oversampling (also Nos) laufen lässt, dann hast du ein analoges Treppenstufen Signal welches mit einer Sinuswelle kaum mehr etwas gemeinsam hat. Im schlimmsten Fall willst du die Treiber damit. Was da rauskommt sieht auf dem Oszi echt schlimm aus.
Die leider dennoch viel zu hohe Toleranzen haben, schau dir die Messwerte im ASR Forum Mal an, der K11 kommt nicht Mal auf 16Bit Auflösung wenn ich mich Recht erinnere, an 24 Bit ist nicht zu denken. Weniger analog als das was aus einem R2R NOS DAC kommt kann ein Signal kaum sein. Link zu den Messwerten Was den K11 R2R so "Musikalisch" macht sind vermutlich die heftigen harmonischen Verzerrungen. [Beitrag von rat666 am 10. Mrz 2026, 20:21 bearbeitet] |
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djsepulnation
Stammgast |
#62
erstellt: Gestern, 22:40
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Mein Reden:Die Chinesen schustern nur zusammen.Kein Sinn für Qualität ![]() Aber vergleicht mal so n Fiio mitn Chord.....da wird dann schnell klar was Sache ist |
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rat666
Inventar |
#63
erstellt: Heute, 06:42
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Mache es als Blindtest und du hast recht. Die schlechten Messwerte sind nicht unbedingt dem Hersteller sondern dem Prinzip R2R geschuldet, da gibt es andere für den zehnfachen Preis die es auch nicht nennenswert besser machen. [Beitrag von rat666 am 11. Mrz 2026, 07:12 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#64
erstellt: Heute, 07:32
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Genau das ist der Punkt. Wer R2R kauft, sucht keine klinische Perfektion im Messlabor, sondern Klangfarben und Textur. Dass selbst Geräte für den zehnfachen Preis mess-technisch 'schwächeln', zeigt doch nur, dass das Prinzip R2R eine ganz andere Philosophie verfolgt. Am Ende höre ich Musik und keine Sinustöne. Wenn die 'schlechten' Messwerte dazu führen, dass meine IEMs plötzlich wie ein echtes Instrument und nicht wie eine technische Datei klingen, dann nehme ich diese 'Fehler' mit Kusshand. Wer die perfekte Linie will, soll beim Delta-Sigma-Standard bleiben – ich bleibe bei der Gänsehaut. Man kann eine Stradivari auch vermessen und feststellen, dass sie technisch 'unsauberer' schwingt als eine lasergefräste Aluminium-Geige. Aber wer will schon Aluminium hören, wenn er Holz und Seele haben kann? Der K11 R2R macht genau das: Er verwandelt die Nullen und Einsen in Musik, die atmet. Wer lieber Kurven zählt als Gänsehaut zu zählen, hat das Hobby vielleicht einfach aus einer anderen Perspektive verstanden als ich. Viel Spaß beim Messen – ich geh wieder hören." [Beitrag von Michael_Gold am 11. Mrz 2026, 07:34 bearbeitet] |
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rat666
Inventar |
#65
erstellt: Heute, 07:40
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Das kann man sehen wie man will. Prinzipell macht der DAC nichts anderes als viele Röhrengeräte, er fügt harmonische Verzerrungen hinzu die vorher nicht auf der Aufnahme waren. Du nennst es "Klangfarben und Textur" aber eigentlich ist es ein Fehler des Gerätes in Fom von Verzerrungen im technischen Sinn. Für mich ist das Ganze vergleichbar mit einer Brille mit rosa Gläsern und leichtem Unschärfeeffekt, die Welt sieht damit vielleicht schöner aus aber eben nicht korrekt. Und mit Hifi im ursprünglichen Sinn hat es auch nichts zu tun. Witzig finde ich auch das Argument, dass Leute entweder messen oder hören, ich mache beides, wobei der Schwerpunkt beim Hören liegt. Weiterhin erzeugen auch Geräte und Schallwandler mit exzellenten Messwerten Emotionen und Gänsehaut, die kommen von der Musik und nicht von der Wiedergabekette. Anscheinend verfolgen wir einen komplett anderen Ansatz, ich will es so neutral und genau wie möglich bei der Wiedergabe und du bevorzugst die rosa Brille. [Beitrag von rat666 am 11. Mrz 2026, 07:44 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#66
erstellt: Heute, 07:40
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Leute, das Messwerte-Argument zieht hier nicht. Schaut euch Röhrenverstärker an: In jedem Labor fliegen die Dinger wegen 'katastrophaler' Werte (Klirr, Rauschen, Impedanz-Buckel) sofort durch die Prüfung. Und trotzdem stehen sie in den teuersten High-End-Systemen der Welt für 50.000 € aufwärts. Warum? Weil sie harmonische Verzerrungen hinzufügen, die unser Gehör als 'echt' und 'lebendig' empfindet. Mein K11 R2R macht am Ende genau das Gleiche: Er opfert die klinische Sterilität der perfekten Messkurve für ein Timbre, das atmet. Wer den R2R wegen der Messwerte ablehnt, müsste konsequenterweise auch jede Röhre auf den Schrottplatz werfen. Ich persönlich höre lieber die 'Messkatastrophe', die nach Musik klingt, als die 'Perfektion', die nach Excel-Tabelle schmeckt. |
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rat666
Inventar |
#67
erstellt: Heute, 07:46
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Für harmonische Verzerrungen brauche ich weder Röhren noch Highend, sowas kann jedes günstige Effektgerät. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#68
erstellt: Heute, 07:49
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Ein Effektgerät packt die Verzerrung oben drauf, nachdem das Signal schon durch die digitale Mühle gedreht wurde. Das ist wie ein Filter bei Instagram: Man kann ein schlechtes Foto bunt machen, aber es wird dadurch kein echtes Ölgemälde. Der K11 R2R (oder eine Röhre) generiert den Klang nicht künstlich im Nachhinein, sondern er lässt das Signal physikalisch anders entstehen. Es geht um die Art der Wandlung, die Rekonstruktion der Welle. Ein DSP-Effekt 'simuliert' nur, was beim R2R-Netzwerk eine natürliche Eigenschaft der Hardware ist. Wer den Unterschied zwischen einer Simulation und echter Physik nicht hören will (oder kann), spart natürlich viel Geld – verpasst aber eben auch die Gänsehaut, die entsteht, wenn Technik nicht nur rechnet, sondern klingt. [Beitrag von Michael_Gold am 11. Mrz 2026, 07:49 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#69
erstellt: Heute, 07:51
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Ich verstehe deine technische Skepsis total. Rein mathematisch hast du recht: Delta-Sigma misst sich sauberer. Aber am Ende ist HiFi für mich ein emotionales Hobby, kein Ingenieurswettbewerb. Wenn mir die 'schlechten' Werte des R2R eine Bühne und ein Timbre liefern, bei dem ich die Augen schließe und vergesse, dass ich Kopfhörer trage, dann hat das Gerät für mich gewonnen. Wir suchen einfach unterschiedliche Dinge: Du die perfekte Kurve, ich die perfekte Gänsehaut. Beides ist okay. |
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rat666
Inventar |
#70
erstellt: Heute, 08:07
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Alles gut Die perfekte Kurve schließt Gänsehaut ja nicht aus. Das Effektgerät gibt es übrigens in digital oder analog, kann also vor oder nach dem DAC betrieben werden. Die Verzerrungen werden in beiden Fällen gleich sein und sich im Ergebnis auch nicht von R2R oder Röhre unterscheiden, weder mess- noch hörtechnisch. Morgen kommt übrigens der IEM, ich bin gespannt |
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Fotoingo
Stammgast |
#71
erstellt: Heute, 11:16
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Nochmal kurz zum IMR. Mit den Foam-Tips klingt er einfach offener, dynamischer und die Mitten und Höhen gewinnen deutlich, wärend die Bässe ihren Platz behalten. Nur finde ich die Tips ziemlich unbequem. Habe jetzt mal die Symbio M probiert, die sind so eine art Kompromiss zwischen Silikon- und Foam-Tips. Hat sie eine Nummer kleiner als üblich genommen und finde, das passt so ziemlich gut, auch klanglich. Um zum vorigen Thema zurückzukommen, ich betreibe den Elysium an einem Earmen CH-Amp Signature. Also einem der neutralsten Geräte, die ich bisher hören konnte. Und das passt klasse. Anders war er viel zu warm an dem iBasso Nunchaku, also einem Röhrengerät. Verzerrungen hin oder her, man sucht sich die Kopfhörer ja auch nach seinen klanglichen Vorlieben, ob es nun neutral oder spaßig sein soll. Und wenn er dann mit den heimischen Verstärkern nicht so zusammenarbeitet, wie man es sich erhofft hat, dann versucht man es doch auch erstmal mit den vorhandenen Geräten, ob da eines besser passt. Also spielt immer auch der persönliche Geschmack eine Rolle. Oder anders gesagt, da ich ja keine Live-Musik höre, sollten meine Geräte die Musik passend unterstützen, Blues zum Beispiel mit mehr Fundament in den Mitten oder Metal mit hoher Dynamik und eventuell reichlich Bass. Ich denke, zwischen Live Musik und dem Hörer sind einfach zu viele Stufen dazwischen, dazu zählt auch das Prinzip des Schallwandlers, als daß man wirklich von perfekter Reproduktion des Konzerts reden kann. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#72
erstellt: Heute, 11:26
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Da sagst du was Wahres! Ich sehe das ganz genau so: Am Ende müssen die Ohren entscheiden, nicht das Datenblatt. Was bringt mir die theoretisch 'perfekte Reproduktion', wenn der Funke nicht überspringt? Ich fahre gerade ein ähnliches Setup (R2R-Wandler auf NOS-Modus) und merke auch, dass diese 'analoge Wärme' bei Genres wie Trip-Hop oder Blues viel mehr Gänsehaut macht als ein klinisch reiner Verstärker. Musik ist eben Emotion und kein Labortest. Das mit den Symbio-Tips als Kompromiss ist ein guter Tipp – die schaue ich mir mal an. Danke für den ehrlichen Einblick, das bestätigt mich darin, einfach auf mein Bauchgefühl (und meine Ohren) zu hören! |
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Fotoingo
Stammgast |
#73
erstellt: Heute, 14:41
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Was mich immer etwas irritiert ist, daß bei soviel hochentwickelter Technik so etwas Simples wie Eartips dermaßen entscheidend für den Klang sind. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#74
erstellt: Heute, 14:51
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Leute, mal ganz ehrlich: Ihr könnt euch die Finger wund tippen über Klirrfaktor und Sinuskurven, aber hier ist die nackte Wahrheit: Die letzten 5 Millimeter entscheiden über den Sieg. Ihr habt da eure 2.000 € Setups und messt alles bis in die vierte Nachkommastelle, aber am Ende steckt ihr euch ein Stück Silikon für 5 € ins Ohr. Und genau DA bricht eure ganze Mess-Theorie zusammen. Warum? Weil kein Messgerät der Welt meinen Gehörgang hat. Kein Mess-Schrieb zeigt dir, ob der Seal bei mir perfekt sitzt oder ob die Resonanz zwischen Tip und Trommelfell die Bühne öffnet oder zuschmiert. Wenn ich meinen K11 R2R anschmeiße und die 12-Zoll-Maxis dudeln lasse, dann prüft das Gerät die Qualität der Aufnahme, aber die Eartips prüfen meine Anatomie. Das ist kein Voodoo, das ist Physik, die man nicht in Tabellen quetschen kann. Da hilft nur: Ohren auf, Schläfer-Modus aus und mal fühlen, was wirklich ankommt. Wer das nicht kapiert, hört eben weiter Messwerte statt Musik. |
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Steven_Mc_Towelie
Inventar |
#75
erstellt: Heute, 14:59
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@Fotoingo Das ist gar nicht so irritierend Die Eartips bestimmen, wo die IEMs sitzen und das ist eigentlich das Gleiche, als würde man seine Lautsprecher im Raum umherbewegen, da entscheiden ein paar Zentimeter und/oder Winkelveränderung in der Aufstellung auch was man hört. Es ist auch weniger das Material der Tips, sondern die Form und Länge entscheiden eben wo sie im Gehörgang sitzen und wie sie an der Stelle abdichten. [Beitrag von Steven_Mc_Towelie am 11. Mrz 2026, 14:59 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#76
erstellt: Heute, 15:11
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Netter Vergleich mit den Lautsprechern. Aber wer behauptet, das Material spiele kaum eine Rolle, der hat wohl noch nie den Unterschied zwischen Foam und medizinischem Silikon am eigenen Ohr gehört. Die Physik im Gehörgang ist eben komplexer als eine Box im Wohnzimmer zu verschieben. Aber schön, dass ihr jetzt auch merkt, dass die Technik vor dem Tip nicht alles ist! |
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Steven_Mc_Towelie
Inventar |
#77
erstellt: Heute, 15:23
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Wir sind hier leider alles nur Amateure, Danke das Du uns an Deinem Wissen teilhaben lässt. |
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ardina
Inventar |
#78
erstellt: Heute, 15:26
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Der war gut. Wer hoch fliegt, kann tief fallen. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#79
erstellt: Heute, 15:30
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Amateure sind wir hier am Ende alle – das Wort kommt schließlich von 'amare', also etwas lieben. Und wir lieben doch alle das gleiche Hobby, oder? Mir geht’s auch gar nicht um akademische Titel, sondern um das Ergebnis im Ohr. Wenn man durch R2R-Technik und die richtige Materialwahl bei den Tips plötzlich Nuancen hört, die vorher im 'Einheitsbrei' untergegangen sind, dann teile ich diese Begeisterung einfach gern. Probier den Unterschied zwischen medizinischem Silikon und Standard-Tips einfach mal unvoreingenommen aus – dein Gehör wird dir den Unterschied physikalisch bestätigen, ganz ohne Fachchinesisch. ;)“ |
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Ghoster52
Inventar |
#80
erstellt: Heute, 16:31
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OmG, zum drölfzigstem mal R2R usw. Ich dachte nach #52 wäre das Thema R2R endlich mal durch... Komisch finde ich nur, das der Fiio K11 R2R hier bei der Rundreise gar nicht so gut wegkam, naja waren bestimmt Amateure und Holzohren. Mit vernünftige KH braucht man nicht unbedingt R2R mMn. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#81
erstellt: Heute, 16:54
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Interessant, dass der K11 R2R hier so polarisiert. Man darf aber nicht vergessen: R2R ist nicht gleich R2R. Der Cayin RU7 zum Beispiel geht technisch einen ganz anderen Weg als der K11 – das 1-Bit-Resistor-Netzwerk dort ist extrem präzise. Dass man für 'vernünftige Kopfhörer' kein R2R braucht, ist sicher richtig – man 'braucht' auch keinen Porsche, um zur Arbeit zu fahren. Es geht um die Klangfarbe und die natürliche Wiedergabe, die viele Delta-Sigma-Chips trotz perfekter Messwerte oft vermissen lassen. Am Ende entscheiden die Ohren, nicht die Abneigung gegen Trends. 😉“ |
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Ghoster52
Inventar |
#82
erstellt: Heute, 17:21
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Mag sein, übertreiben kann man es trotzdem... Wir alle haben keine Demenz und wissen nun, das Du R2R verliebt bist. Der Mensch hat aber mehrere Sinne das Auge hört mit. Wenn analoge, dann nehme ich ein "Thermo-Mix" & richtige KH. ![]() oder das [Beitrag von Ghoster52 am 11. Mrz 2026, 17:24 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#83
erstellt: Heute, 17:35
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Respekt für dieses Setup! Ein SPL Phonitor xe zusammen mit einer Röhre ist natürlich ein absolutes Statement und die Champions League der stationären Wiedergabe – das muss man neidlos anerkennen. Danke fürs Zeigen, das ist wirklich ein beeindruckender Anblick. Auch wenn ich für mich persönlich gerade mit der Kombination aus dem RU7 und meinen IEMs mein Glück gefunden habe und die Freiheit dieses kompakten Setups genieße, kann ich die Leidenschaft für so ein massives System absolut verstehen. Am Ende führen viele Wege zum Ziel, und das Wichtigste ist doch, dass wir beide bei unserer Musik das Grinsen im Gesicht haben. Viel Freude mit diesem tollen Stack! |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#84
erstellt: Heute, 17:38
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Respekt für dieses Setup! Ein SPL Phonitor ist natürlich die absolute Referenz, aber das zweite Bild ist ja fast noch besser: Der Moondrop PARA am Röhren-Amp! Da sieht man mal wieder: Am Ende kommen wir alle an der exzellenten Technik aus Fernost nicht vorbei, egal ob bei den Kopfhörern oder der Röhre. Das ist eine richtig schicke Kombination aus europäischem High-End und modernem Planar-Sound. Danke fürs Zeigen der Bilder – das ist echtes 'Heavy Metal' im besten Sinne. Auch wenn ich gerade mit meinem mobilen R2R-Setup glücklich bin, macht so ein Anblick natürlich richtig Laune. Viel Spaß beim Hören mit den Paras! |
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rat666
Inventar |
#85
erstellt: Heute, 18:05
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Schönes Teil, die mit zwei mal GU32 gibt es imho nirgends mehr zu kaufen, was war das für ne Marke? In der Bucht gibt es nur noch Chinesen mit einer GU32 Röhre, kein Ahnung ob die was taugen, optisch gefalllen sie mir allemal. Bei mir werkelt unter anderem ein Little Dot MK III mit EH6H30Pi und russischen Röhren. Gefällt mir absolut gut das Teil und treibt meinen HD800 problemlos an, klanglich ist es ok. Allerdings kommt er (subjektiv, kein Blindtest) an den Musical Fidelity MX-HPA im symmetrischen Betrieb nicht ganz ran. |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#86
erstellt: Heute, 18:42
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Der Verstärker auf dem Bild ist glaube ich ein Nobsound (wird oft auch unter Douk Audio vertrieben). Die Version mit den zwei GU32 Röhren ist in der Tat ein Klassiker der Budget-Röhren-Szene. Dass der Little Dot MK III am HD800 gegen den Musical Fidelity im symmetrischen Betrieb den Kürzeren zieht, wundert mich nicht – der HD800 braucht wahnsinnig viel Kontrolle, die ein Transistor oft sauberer liefert. Genau deshalb bin ich so gespannt auf meinen Cayin RU7. Der liefert durch das 1-Bit-Resistor-Netzwerk nämlich diesen analogen Schmelz, den man an der Röhre so liebt, behält aber die Präzision eines modernen DACs. Quasi das Beste aus beiden Welten, nur dass ich dafür kein ganzes Regal im Wohnzimmer brauche. |
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Ghoster52
Inventar |
#87
erstellt: Heute, 18:57
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Den Phonitor (2730) habe ich ehrlich gesagt vor Jahren verkauft, der war für meine planaren KH im Prinzip ungeeignet. Oft nehme ich nur noch mein alten DAP (xDuoo X3 II mit AK Chip & Rockbox FW) in die Hand und mein "optimierten" Sundara Closi, die Röhrendinger werden leider viel zu selten genutzt. Gerade jetzt wo der Winter fast vorbei ist.
Wundert mich jetzt auch nicht, das Teil (Nobsound FU32) hab ich jetzt 10 Jahre, der ist aus 2016. Die 2 FU32 wurden durch GUs getauscht, das ist richtig erkannt. Der schwarze Nobsound Röhri und Moondrop Para wurden 2024 angeschafft. Ich habe keine Abneigung auf CN & ChiFi, vieles bei mir kommt aus CN. Meine 2 Hifiman KH & Oppo PM3s kommen ja auch aus Fernost. Zusätzlich habe ich noch eine Schwäche für DIY & optimierte KH. zum Bleistift oder Teile des Sammelsuriums [Beitrag von Ghoster52 am 11. Mrz 2026, 18:58 bearbeitet] |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#88
erstellt: Heute, 19:02
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Spannend! Der xDuoo X3 II ist natürlich ein sympathischer Klassiker, besonders mit Rockbox. Das zeigt mal wieder, dass man nicht immer ein Rack voller Equipment braucht, um glücklich zu sein. Dass der Phonitor für deine Planaren nicht das Gelbe vom Ei war, kann ich mir vorstellen – Planar-Hörer (wie dein Sundara) brauchen oft eine ganz spezielle Art von Kontrolle und Stromlieferfähigkeit, da ist pure Spannung nicht alles. |
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Ghoster52
Inventar |
#89
erstellt: Heute, 19:12
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Eigentlich brauchen die nur ausreichend Saft. Die Planare hängen am Endstufenausgang, bei 2x 2,x Watt geht schon was. Beim urAudeze LCD2 (vor Frazor) stand auf der HP ungelogen maximal 130db @ 13 Watt, Hörschaden inklu |
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Michael_Gold
Ist häufiger hier |
#90
erstellt: Heute, 19:22
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13 Watt am LCD2? Das ist natürlich ein legendärer Wert, da fangen die Membranen wahrscheinlich an zu glühen, bevor sie reißen! 😂 Aber genau da liegt ja der Hund begraben: Saft (Watt) ist super für die Lautstärke, damit es ordentlich knallt. Aber die 'Kontrolle', die ich meinte, bezieht sich eher auf den Dämpfungsfaktor und wie stabil die Endstufe auf die Lastwechsel der Planare reagiert. Gerade bei den Sundaras merkt man oft, dass sie an massiven Endstufen zwar laut spielen können, aber manchmal die feine Räumlichkeit verlieren, wenn die Stromlieferfähigkeit nicht absolut präzise ist. Es ist eben der Unterschied zwischen 'laut' und 'kontrolliert'. Aber 2x 2 Watt sind natürlich schon mal ein Wort – da hat der Sundara zumindest genug Headroom zum Atmen! |
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