Beyerdynamic 770 Pro - genial und trotzdem mist

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daedalus85
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Nov 2007, 23:31
Hallo erstmal!

Also ich hatte lange Zeit den Sony MDR-V700, war aber nie so ganz zufrieden damit, und als nun vor Kurzem die Gummiummantelung des Kabels riß, hab ich mich nach nem neuen KH umgeschaut, und bin dann schließlich beim 770 Pro (80 Ohm) gelandet, da er geschlossen ist (wichtig für mich) und einen sehr warmen Klang haben sollte, was ich als sehr angenehm empfinde.
Den sehr dynamischen nicht-linearen, bassbetonten Klang (hab erstmal alle Equalizereinstellungen an meiner Audigy2 abgeschaltet) gefiel mir auch sofort. Irgendwann fiel mir jedoch auf, dass bei basslastiger Musik besonders die Stimmen extrem verzerren, schon bei mittelhoher Lautstärke, bei hoher Lautstärke hören sich Stimmen (vor allem weibliche) irgendwie so an als würden sie gurgeln, extrem verzerrt halt. Die Verzerrungen treten auch bei CD's auf, nicht nur bei MP3 und auch an meinem Kenwood Receiver. Mit meinem alten Sony hatte ich sowas nicht, der lieferte allerdings auch nicht so einen beeindruckenden Tiefbass, selbst per Equalizer nicht. Ist der KH defekt oder einfach nur extrem pegelschwach? Benutze ihn wie gesagt an einer Audigy2 ohne Equalizer/EAX über einen KHV (Millenium HP1). Trotzdem gefällt mir die Klangcharakteristik sehr, weswegen ich mit dem Gedanken spiele mir den DT 770 (non Pro) 2005 (250 Ohm) zu holen, und den 770 Pro zurückzuschicken. Hab einen Test bei AreaDVD gelesen, in dem diesem KH ein ähnlicher Klang wie dem 770 Pro attestiert wurde, außerdem aber noch eine sehr hohe Pegelfestigkeit. Was meint ihr?
Vul_Kuolun
Inventar
#2 erstellt: 08. Nov 2007, 11:02
Weißt Du was Clipping ist? Also Verzerrungen bei schlecht (weil zu laut) aufgenommenen CD's?
Treten die Verzerrungen denn bei allen CD's auf? Werden sie um so schlimmer, je lauter Du machst? Wenn nicht, dann ist es auch nicht der Kopfhörer.
daedalus85
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 08. Nov 2007, 12:42
Ja, ich weiß was Clipping ist, dachte aber immer dass sich das mehr in knacksen bei den lauten Tönen äußert (also beim Beat z.B.) was ja nicht der Fall ist, der Bass bleibt völlig sauber. Und ja, je höher die Lautstärke, desto schlimmer die Verzerrungen. Und wenns wirklich an der schlechten Qualität der Tracks liegen würde, müsste ich das eigentlich auch mit meinem alten Sony hören können. Dort bleiben die Stimmen aber selbst bei extrem hoher Lautstärke und per Equalizer angehobenen Bässen klar und unverzerrt. Ich will aber immer noch ncht glauben dass der 770 Pro wirklich so pegelschwach ist, andererseits ist es glaub ich noch unwahrscheinlicher dass er defekt ist. Hab keine Ahnung woran das liegt.
Vul_Kuolun
Inventar
#4 erstellt: 08. Nov 2007, 13:01
Dann würd ich entweder drauf tippen, daß deine Amps schlapmachen, oder Du einfach zu laut hörst.

Ich kenn den 770 nicht, aber bei einem Defekt würde ich es für seeeeehr unwahrscheinlich halten, daß beide Hörerseiten denselben Fehler haben sollten. Ich würde die Ursache an allen anderen Stellen, aber nicht am Hörer in Form eines Defekts suchen.

Und im allgemeinen gilt ja: Ist der Hörer zu leise, bist Du zu taub.
Silent117
Inventar
#5 erstellt: 08. Nov 2007, 13:05
Hört sich wirklich danach an , als würdest du entweder EXTREM laut hören oder die KHV schlapp machen...
daedalus85
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 08. Nov 2007, 13:16
Also dieses Verzerren fängt ja schon bei für mein Empfinden mittelhohem Lautstärken an. Wenn ich den 770 Pro direkt an die Audigy2 anschließe, d.h. ohne KHV, fängt er schon bei ca 75%iger Stellung des Lautstärkeregler an zu Verzerren (die Stimmen halt, wenn gleichzeitig viel Bass da ist). Und der KHV der Audigy2 ist glaube ich nicht so extrem laut. Den Sony jucken solche oder noch höhere Lautstärken wie gesagt gar nicht.
Silent117
Inventar
#7 erstellt: 08. Nov 2007, 13:43
An der Audigy ist das klar , die kann einfach nicht genug strom liefern...

Aber wenn dein KHV dazwischen steckt , müsste das gehen...
daedalus85
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 08. Nov 2007, 13:57
Die Verzerrungen treten beim dirketen Anschluss an die Audigy2 genauso auf wie wenn ich die KH über den KHV verbunden habe.
knopfy
Stammgast
#9 erstellt: 08. Nov 2007, 13:58
hm,, sehr seltsam.
War der Hörer neu? evtl wirklich defekt.
Normalerweise zerrt der 770 nicht so wirklich schnell...
daedalus85
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 08. Nov 2007, 14:26
Ja er ist neu. Hab noch nicht probiert ob die Verzerrungen aus beiden Seiten kommen, wenn ja, dann ist es wohl ziemlich unwahrscheinlich, dass er kaputt ist. Werd ihn jetzt wohl zurückschicken, und mal den DT 770 Serie 2005 probieren. Der wird doch sicherlich ähnlich klingen oder? Bloß halt hoffentlich ohne Verzerrungen.
m00hk00h
Inventar
#11 erstellt: 08. Nov 2007, 15:01
Ja, die klingen ähnlich...

Hast du irgendwo einen anderen Kopfhörer? Vielleicht Verwandtschaft/Bekanntschaft, mit dem du es vorher probieren kannst?

m00h
daedalus85
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 08. Nov 2007, 18:47
Ne, leider nich.
daedalus85
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 09. Nov 2007, 23:26
Hatte jetzt übrigens mal die Möglichkeit die DT 700 Pro an einer X-Fi anstatt an meiner Audigy2 auszuprobieren, und siehe da: die Verzerrungen waren so gut wie weg.
Kami-H
Inventar
#14 erstellt: 10. Nov 2007, 14:08
Hat eine von den beiden Soundkarten ein Panel?
Der Eingebaute KHV der Creative Panel ist eigentlich ganz in ordnung, oder wurde bei beiden Soundkarten direkt hinten an die Karte gesteckt?
Nicht das direkt an der Audigy getestet wurde und bei der X-Fi über den KHV.
Sathim
Inventar
#15 erstellt: 10. Nov 2007, 14:12
Stell mal im Kontrollpanel der Audigy die Wave Lautstärke auf maximal 65 oder 70% runter.

Bei allem was darüber kommt, verzerrt es bei mir auch in den Höhen.
Ist mir aber auch erst mit dem neuen KH aufgefallen.

Die Systemlautstärke kann auf Max. bleiben.
daedalus85
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 10. Nov 2007, 15:38
Nein, die X-Fi hatte kein extra Panel, hatte ihn aber wie gesagt nicht direkt angeschlossen sondern über meinen externen KHV (und den halt direkt am Line-Out der Soundkarte). Das mit der Wave-Lautstärke hatte ich bei der Audigy2 schon probiert, hat aber nichts verändert. Hätte ich echt nicht gedacht, dass von der Audigy2 zur X-Fi so ein großer Sprung ist. Ist wirklich ne feine Karte die X-Fi, werde mal über die Anschaffung einer solchen nachdenken.
Sathim
Inventar
#17 erstellt: 10. Nov 2007, 17:05
Also das ist wirklich sehr seltsam, meine Audigy treibt meinen DT880 ganz ohne Probleme an, auch wenns mit KHV nat. besser ist.

Vielleicht hat echt die Karte nen Defekt?
kani
Stammgast
#18 erstellt: 10. Nov 2007, 17:57
Ich kann mir das eigentlich nicht anders erklären, als dass deine Audigy nichtmehr zu 100% korrekt funktioniert.
Weder mein DT770Pro, noch mein DT880 verzerren. Da machen meine Ohren zuerst schlapp.
daedalus85
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Nov 2007, 22:16
Bin jetzt übrigens dazu gekommen, auch die DT 770 Edition 2005 (250 Ohm) zu testen, Ergebnis: Gleich wieder zurück! Das krasse Gegenteil des warmen DT 770 Pro-Sounds. Verglichen mit dem Pro (80 Ohm) kommt es mir so vor, als ob die Tiefen völlig fehlen. Die Höhen sind viel zu dominant, und neigen oft sogar zum Zischen. Dieses Dynamische und Mitreißende vom 770 Pro fehlt völlig. In der "Audio" wurde dem Dt 770 2005er ja "ein leicht dominanter Bass" bescheinigt. Ich frage mich echt was die dann als neutralen Bass bezeichnen. Soll man die niedrigen Frequenzen dann gar nicht mehr hören und spüren? Und ich bin kein so exzessiver Discogänger und irrer Ohrenzudröhner, dass ich mit Mitte zwanzig schon Basstaub bin. Glaube wohl die hier oft als hell beschriebenen AKGs wären überhaupt nichts für mich.
Silent117
Inventar
#20 erstellt: 14. Nov 2007, 14:13
Viele leute empfinden eine Bassanhebung als "normal". Das ist bei der heutigen Generation nunmal so (ich bin wahrscheinlich auch nich viel älter als du ^^). Aber neutral kommt bei den meisten Leute als "zu dünn" an
djs
Stammgast
#21 erstellt: 14. Nov 2007, 15:01
Nicht nur in der heutigen Generation, sonst wäre der Porta Pro nicht so erfolgreich. Früher fand sich an vielen Geräten nicht umbedingt ein Equalizer. Eine gute Bassabstimmung (muss keine Bassanhebung sein) kann wirklich für gute Laune sorgen. Sonst kann man in der Tat seine Ohren an einem Kopfhörer taub für anderes hören.

Ich habe den DT 770(2005) noch nicht gehört, doch die ältere Version spielt auf einige Ausnahmen nicht schlecht. Hast du den 250 Ohm am potenten Verstärker gehört?

Wenn ich mir gerade wieder meine renommierte Fachzeitschrift anschaue, wird mir vermittelt, ein HD555 ist High-End und so ziemlich alles von Beyer, bis auf den DTX30. Muss wohl was verpasst haben.

Gruss


[Beitrag von djs am 14. Nov 2007, 15:04 bearbeitet]
daedalus85
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 14. Nov 2007, 18:54
Hab den 250 Ohm DT 770 sowie auch den DT 770 Pro 80 Ohm an einem Millenium HP 1 (angeblich 350 mW) gehört. Was mich am 2005er DT 770 gestört hat war ja auch nicht, dass der Bass nicht laut genug war, ich empfand ihn einfach nicht so tief wie beim Pro. Der kriegt halt wirklich einen Subwoofer-ähnlichen Bass hin, der sich wirklich abgrundtief anhört und sich auch fühlen lässt. Ich finde ein guter Kopfhörer sollte alle Frequenzen rüberbringen können, auch die tiefen.
kani
Stammgast
#23 erstellt: 15. Nov 2007, 05:17

daedalus85 schrieb:
der sich wirklich abgrundtief anhört und sich auch fühlen lässt.
Hrm seltsam. Wenn bei einem Lied viel Bass ist, spüre ich den Bass mit nem DT770 Pro (80 Ohm) auch am iPod 5.5G. Einen subwooferartigen Bass zu erzielen ist einfach nicht das Ziel der emisten Konstrukteure.

HiFi hat halt als höchstes Gütesiegel im Prinzip die absolute Wiedergabetreue. Und da ist (fühlbarer) Monsterbasss meistens halt einfach nicht so direkt vorgesehen...
Silent117
Inventar
#24 erstellt: 15. Nov 2007, 10:50
Ein guter KH sollte alle Frequenten (wie auf der Aufnahme vorgesehen) wiedergeben können , auch die Tiefen.

Jetzt stimmts , das ist Hifi:
High Fidelity , hohe Klangtreue. Also nah am Original ^^

Trotzdem , sei Froh mit deiner Meinung und deinem KH , das passt schon so!
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