Onkyo vs. Astell&Kern

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bahnrat
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Jan 2019, 22:14
Hallo!

Ich überlege mir einen DP zu kaufen. Nun meint mein Fachhändler ich solle auf Onkyo und Pioneer verzichten. Er empfiehlt dagegen ein Gerät von Astell & Kern. Aber ist Astell & Kern wirklich so viel besser? Wenn ich mir die geringe Akkulaufzeit von gerade mal 4 Stunden bei Astell & Kern anschaue kommen mir Zweifel ob die Geräte wirklich so viel besser sind als Onkyo (DP-X1) oder Pioneer (XDR-300). Derzeit nutze ich noch einen Onkyo DAC-HA 200 mit einem iPod. Nur gibt es keine iPods mehr. Daher braucht es eine Alternative. Zudem gehört zu einem hochwertigen Kopfhörer (Technics EAH-T700) auch ein gutes Abspielgerät. Was sagen die Experten hier?

Danke!

Gruß, René


[Beitrag von bahnrat am 10. Jan 2019, 22:15 bearbeitet]
hanesbeef
Stammgast
#2 erstellt: 11. Jan 2019, 03:55
Mal so gefragt: Wie begründet denn Dein Fachhändler seine Meinung und was soll der DAP für Dich leisten? Und von welchem A&K-Gerät spricht er?

Meiner Meinung nach sind viele DAPs "overrated" , insbesondere in Bezug auf ihre Klangunterschiede.
Die bewegen sich in einem minimalen Bereich (auch im Vergleich zu aktuellen Smartphones), der eher in Richtung Geschmack als wirklich subjektiv "besser" oder "schlechter" geht. Ich würde auf so Dinge wie Akkulaufzeit, Portabilität, Verstärkerleistung (Du benutzt Kopf- und keine Ohrhörer) achten, aber letzten Endes ist es oft auch eine emotionale Entscheidung, die durch Design und Haptik beeinflusst wird.
Der DPX-1 ist in vielerlei Hinsicht ein schönes Gerät (ich habe ihn selbst länger besessen), er ist aber auch recht groß und kantig und hat ebenfalls eine vergleichsweise geringe Akkulaufzeit, insbesondere wenn Du WLAN anhast. Vom Klang geht er in Richtung präzise und analytisch. Den A&K DAPs sagt man eine tendeziell wärmere Signatur nach (wie gesagt, die Unterschiede sind m.E.n. minimal) und sie sind halt einfach sehr individuell und besonders was das Design angeht. Schau Dir auch ruhig mal Fiio und die Geräte von Hiby an!

Wie hörst Du denn Musik, nur auf SD-Karte oder streamst Du auch?
Ob Du`s glaubst oder nicht, ich war auch viele Jahre auf der Suche nach dem "perfekten" DAP, bis ich für mich festgestellt habe, dass ich mit meinem Smartphone und einer qualitativ hochwertigeren Bluetoothlösung, die man auch mal als externen DAC am Computer nutzen kann (besitze iFi Xdsd und Radsone Ear Studio), am glücklichsten bin - für meine Nutzung extrem flexibel einsetzbar.


[Beitrag von hanesbeef am 11. Jan 2019, 16:50 bearbeitet]
bahnrat
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 11. Jan 2019, 15:11
Ich höre nur direkt, also im Speicher. Streaming kommt für mich nicht in Frage.
MPosti
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 11. Jan 2019, 15:33
Ich finde die Antwort von hanesbeef sehr gut und kann mich da auch nur anschließen. Die AKs DAPs haben durchaus eine minimal wärmere, musikalischere Wiedergabe, als viele Konkurrenten (wie die Fiios, Onkyo und Ibasso). Doch der Unterschied ist so gering, dass es durchaus vernachlässigbar ist. Geschmackssache...

Ich besitze selber den AK-SR15 und kann ihn nur empfehlen. Er ist leicht, super verarbeitet, das Interface ist schnell und übersichtlich und das Design sagt mir extrem zu. Auch ist er nicht so verdammt teuer (und schwer), wie die anderen AKs.

Ich hatte bereits viele verschiedene DAPs und bis jetzt scheiterte es praktisch immer am Interface. Das ist mitlerweile das Kriterium, auf das ich das meiste Augenmerk lege.


[Beitrag von MPosti am 11. Jan 2019, 15:35 bearbeitet]
RunWithOne
Stammgast
#5 erstellt: 11. Jan 2019, 20:31

bahnrat (Beitrag #1) schrieb:
... Aber ist Astell & Kern wirklich so viel besser? Wenn ich mir die geringe Akkulaufzeit von gerade mal 4 Stunden bei Astell & Kern anschaue kommen mir Zweifel ob die Geräte wirklich so viel besser sind als Onkyo (DP-X1) oder Pioneer (XDR-300),,,

Danke!

Gruß, René


Pioneer und Onkyo DAP kenne ich nicht, aber Geräte von FiiO, Shanling und A&K. Mir gefallen letztere aus verschiedenen Gründen besser als die anderen. Sie sind wirklich nicht gerade preiswert. Aber ich bereue die Ausgaben nicht. Inzwischen habe ich den 3. AK, keiner spielte nur 4 Stunden. Hast du dazu eine Quelle? Welchen AK hat dir dein Händler empfohlen?


Die bewegen sich in einem minimalen Bereich (auch im Vergleich zu aktuellen Smartphones),

Mein Note 8 kommt das nicht wirklich mit. Bei BT kein Thema, aber per Kabel empfehle ich wirklich einen guten DAP. Besser als mein smartphone waren eigentlich alle die ich bisher gehört habe.
bahnrat
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Jan 2019, 22:09
Einen hochwertigen Kopfhörer nur mit Smartphone hören ist so als würde man mit einem Porsche nur in der 30er-Zone fahren. Ich habe den Technics an meinem Note 4 probiert. Das ist klanglich kein Vergleich zur iPod-DAC-Kombination (diese Kombination bietet schon einen Klang der jedes Smartphone in den Schatten stellt).

Der Vorteil eines DAP liegt darin dass die hochwertigen Geräte einen symmetrischen Klinkenanschluß haben. Das soll den Klang nochmal verbessern (aufgrund der Massetrennung beider Kanäle). Nur müsste ich mir dafür ein passendes Kabel fertigen lassen (Kosten etwa 150,- Euro), da Technics keine anbietet. Aber die 150,- machen mich auch nicht mehr ärmer.

Ich tendiere eher zum "Astell &Kern AK100 II". Der wird derzeit für 699,- angeboten anstatt für 1200,-. Wenn der teurer ist/war müsste der doch besser sein? Nachteil bei AK ist dass die Geräte nur einen SD-Kartenslot für 128GB haben. Onkyo bietet zwei Slots für jeweils bis zu 200GB, also insgesamt 432GB (für DSD-Files schon besser).Obwohl man 192GB auch erstmal vollbekommen muss.

Was mich ein wenig stört ist dass es (für meinen Musikgeschmack) kaum DSD gibt. Das Meiste ist FLAC oder ALAC in CD-Qualität (zwar besser als MP3, aber noch Luft nach oben?).
MPosti
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 11. Jan 2019, 22:24
Solange du daran glaubst, dass der DAP besser klingt, wird er das auch.


Wenn der teurer ist/war müsste der doch besser sein?


Na klar, teurer ist immer besser... - Achtung, Ironie!
hanesbeef
Stammgast
#8 erstellt: 12. Jan 2019, 08:32
[quote]Einen hochwertigen Kopfhörer nur mit Smartphone hören ist so als würde man mit einem Porsche nur in der 30er-Zone fahren. [/quote]

Weißt Du, solche Sätze hört man sehr oft in der Hifi-Welt. Sie werden von Hifi-Enthusiast zu Hifi-Enthusiast weitergetragen, multiplizieren sich und machen für viele eine Faszination des Hobbies aus (das wir ja alle hier teilen und verstehen ). Ich habe meine Meinung bezüglich "Hifi" immer wieder verändert, aber ich kann für mich mit Sicherheit sagen, dass ich mit jedem Kopfhörer und DAP, den ich gehört habe (mittlerweile waren es so einige), immer mehr Abstand von solchen Redensarten genommen habe.

Sagen wir mal Dein Porsche fährt 300 km/h, - ja, in der Tat, in einer 30er-Zone würdest Du dann nur 1/10 seines Geschwindigkeitspotentials nutzen. Aber ....mal abgesehen von der Frage, ob es bei einem Auto nur auf seine Geschwindigkeit ankommt - kann man Geschwindigkeit wirklich in jederlei Hinsicht mit Klangqualität vergleichen? Geschwindigkeit ist eindeutig messbar...."Klangqualität" ist ein Meer aus relativen Faktoren! Kann der DAC eines DAPs wirklich 10x "besser" klingen als der eines Smartphones? Sprich mal mit einem Tontechniker darüber, wie gering da die [i]entscheidenden[/i] technischen Unterschiede (zu Smartphone-DACs) hinter all dem Marketing-Gewäsch der Audiofirmen sind! Mich hat es überrascht! Und wo Du über Audio-Formate schreibst, lies mal eine von vielen wissenschaftlichen Abhandlung darüber, die empirisch belegen, dass tausende von sogenannten "audiophilen" Testpersonen in einem Blindtest definitiv NICHT zuverlässig zwischen High Res und AAC unterscheiden können. Dem sollte man sich auch als Audio-Liebhaber einfach bewusst werden.

Du hörst trotzdem Unterschiede? Ist doch super (keine Ironie)! Das tun wir hier alle und darum sind wir hier! Wir alle hören etwas Besonders in bestimmten Geräten, die wir lieben, weil sie uns unsere noch geliebtere Musik näher bringen. Wir alle hier lieben schöne Audio-Produkte, "solide und schwer, wie aus einem Block Metall, dicke Kabel, musikalische Mitten und kristallklare Höhen, Referenz-Signaturen, weite Bühnen"….aber sie sind und bleiben Präferenzen (und keine von Sound-Gurus in Stein gemeißelten absoluten Werte), die man letzten Endes für sich selbst herausfinden muss. Will heißen: Hol Dir Tipps ein und höre selbst, was Du nur irgendwie in die Finger bekommen kannst. Sei offen … auch günstigen Geräten gegenüber und dem Ändern und Hinterfragen Deiner persönlichen Eindrücke. Lies viel darüber. Und vergiss nicht, die Hifi-Welt hin- und wieder mit einer gesunden Portion Ironie und Abstand zu betrachten - dann hat man am meisten Freude damit!

[quote]Ich habe den Technics an meinem Note 4 probiert. Das ist klanglich kein Vergleich zur iPod-DAC-Kombination (diese Kombination bietet schon einen Klang der jedes Smartphone in den Schatten stellt).[/quote]

Was benutzt Du denn für einen DAC mit dem iPod? Ich nehme an, es ist eine DAC-[b]Amp[/b]-Kombination? Denkst Du nicht, dass bei Deinem Kopfhörer eher die Verstärkungsleistung eine wichtigere Rolle für das Ausnutzen seines Potenzials spielt als der DAC?

[quote]Der Vorteil eines DAP liegt darin dass die hochwertigen Geräte einen symmetrischen Klinkenanschluß haben. Das soll den Klang nochmal verbessern (aufgrund der Massetrennung beider Kanäle). Nur müsste ich mir dafür ein passendes Kabel fertigen lassen (Kosten etwa 150,- Euro), da Technics keine anbietet. Aber die 150,- machen mich auch nicht mehr ärmer. [/quote]

Na auch hier ist doch die höhere Verstärkungsleistung von einem Balanced-Output der entscheidendere Faktor. Das ist im Vergleich zum Smartphone für Deine Hörer in der Tat von Vorteil (zumal ja in der letzten Zeit eh leider kaum noch Kopfhörerausgänge in Smartphones verbaut werden). Aber Geräte wie der Chord Mojo beweisen, dass sie mit einem Single-Output mindestens genauso gut wie andere Geräte mit einem Balanced-Output klingen können.

[quote]Ich tendiere eher zum "Astell &Kern AK100 II". Der wird derzeit für 699,- angeboten anstatt für 1200,-. Wenn der teurer ist/war müsste der doch besser sein? Nachteil bei AK ist dass die Geräte nur einen SD-Kartenslot für 128GB haben. Onkyo bietet zwei Slots für jeweils bis zu 200GB, also insgesamt 432GB (für DSD-Files schon besser).Obwohl man 192GB auch erstmal vollbekommen muss. [/quote]

Der AK100 II ist ein bildhübscher „Klassiker“, mit dem Du als Abspielgerät sicher nicht viel falsch machen kannst. Der reduzierte Preis (wenn man ehrlich ist eigentlich immernoch nicht wenig) hat damit zu tun, dass das Gerät schon etwas älter ist und sich der Markt für solche Player in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, bzw. andere Firmen vergleichbare Player (sogar mit ähnlichem Design, z.B. Fiio oder Cayin) für unter 400 Euro anbieten. Deshalb meinte ich, dass Du Dir diese Firmen unbedingt mal angucken solltest!

[quote]Was mich ein wenig stört ist dass es (für meinen Musikgeschmack) kaum DSD gibt. Das Meiste ist FLAC oder ALAC in CD-Qualität (zwar besser als MP3, aber noch Luft nach oben?)[/quote]

siehe oben


[Beitrag von hanesbeef am 12. Jan 2019, 12:50 bearbeitet]
milio
Stammgast
#9 erstellt: 12. Jan 2019, 10:47

hanesbeef (Beitrag #8) schrieb:
Und vergiss nicht, die Hifi-Welt hin- und wieder mit einer gesunden Portion Ironie und Abstand zu betrachten - dann hat man am meisten Freude damit! :prost

Dieses Zitat nur stellvertretend für den ganzen wirklich guten Beitrag - Du sprichst mir aus der Seele.

50% des HiFi-, HiRes-, Hi-Irgendwas-Gelabers sind . . . -Gelaber.
Es wird viel zu viel über Dinge gesprochen, die irgendjemand mit massivem NTS irgendwann geschrieben hat und die aber kaum jemand blind hören würde. Aber so kann man zum 150 Euro Kopfhörer immerhin einen 3.000 Euro DAP mit 384/32 DAC verkaufen.
Und anschliessend dann dazu wieder einen 5.000 Euro Kopfhörer.
Und dazwischen kann man über die Unterschiede zwischen 192/24 und 384/32 philosophieren - da liegen manchen Audiophilen folgend "Welten" dazwischen.

bahnrat
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 12. Jan 2019, 13:56

hanesbeef (Beitrag #8) schrieb:

Was benutzt Du denn für einen DAC mit dem iPod?

Steht doch im Eingangspost. Den Onkyo DAC-HA200 (natürlich mit der zugehörigen App "Onkyo HF Player"). Und Du kannst mir jetzt glauben oder nicht. Es gibt einen hörbaren Unterschied zwischen DAC und Smartphone (letzteres hat garnicht die Kraft, lautstärkemäßig gesehen).
hanesbeef
Stammgast
#11 erstellt: 12. Jan 2019, 15:54

bahnrat (Beitrag #10) schrieb:

hanesbeef (Beitrag #8) schrieb:

Was benutzt Du denn für einen DAC mit dem iPod?

Steht doch im Eingangspost. Den Onkyo DAC-HA200 (natürlich mit der zugehörigen App "Onkyo HF Player"). Und Du kannst mir jetzt glauben oder nicht. Es gibt einen hörbaren Unterschied zwischen DAC und Smartphone (letzteres hat garnicht die Kraft, lautstärkemäßig gesehen).


Hallo Bahnrat!

Ich denke, Du hast mich missverstanden - ich bestreite überhaupt nicht, dass man mit Deinem Kopfhörer einen Unterschied zwischen Deinem HA200 und Deinem Smartphone hört!

Alles, was ich mit meinem Post sagen wollte, ist: Solche Unterschiede haben viele Gründe, die nicht zwangsweise an den Preis, die Marke oder Qualität eines Gerätes gekoppelt sind.

In Deinem Fall ist ziemlich offensichtlich, dass das Smartphone nicht ausreichend Verstärker-Power hat, um Deinen großen Kopfhörer anzutreiben! D.h. hier geht es garnicht um die Qualität des DAC (Digital Audio Converter, der das digitale in ein analoges Signal umwandelt und ausgibt), sondern schlichtweg um die technische Voraussetzung. Sprich: Der Kopfhörer kann ohne Verstärker auf dem Smartphone garnicht richtig klingen bzw. natürlich klingt der mit einem ausgewiesenen Kopfhörer-Verstärker, was der HA200 (sorry, hatte ich überlesen) ist, besser!

Die Hauptdiskussion drehte sich aber doch um die Unterschiede verschiedener DAPs. Die haben alle i.d.R. ausreichend Verstärkerleistung und bei denen sprach ich davon, dass es sich um Nuancen-Unterschiede handelt, die oft nicht im Verhältnis mit Preisunterschieden stehen. Außerdem dass es falsch ist, pauschal zu sagen, dass Smartphones schlechte Audio-Qualität haben. Betreibt man sie mit weniger leistungshungrigen Hörern (z.B. Inears), dann wirst Du kaum einen Unterschied zu einem DAP hören. Bei diesen Unterschieden sprach ich von "überbewertet"!



[Beitrag von hanesbeef am 12. Jan 2019, 16:08 bearbeitet]
bahnrat
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Jan 2019, 16:42
Einen Unterschied muss es schon geben. Zumindest zwischen den günstigen und den teuren. Es muss ja einen Grund geben weshalb die einen unter 800,- kosten und die anderen bis zu 5000,-. Irgendwas muss die höheren Preise rechtfertigen.


hanesbeef (Beitrag #11) schrieb:

Außerdem dass es falsch ist, pauschal zu sagen, dass Smartphones schlechte Audio-Qualität haben.

M.E. sind sie schlecht. Kann auch nicht anders sein, wenn man die Technik in einem Smartphone mit der eines DAC/DAP vergleicht.


[Beitrag von bahnrat am 12. Jan 2019, 16:45 bearbeitet]
milio
Stammgast
#13 erstellt: 12. Jan 2019, 16:51

bahnrat (Beitrag #12) schrieb:
M.E. sind sie schlecht. Kann auch nicht anders sein, wenn man die Technik in einem Smartphone mit der eines DAC/DAP vergleicht.

Am DAC wird es kaum je liegen, eher am Verstärkerteil.
arizo
Inventar
#14 erstellt: 12. Jan 2019, 16:54
Also ich habe einen Fiio X5 III und muss sagen, dass die Software teilweise sehr träge arbeitet.
So macht es manchmal nicht wirklich Spaß, sich durch die Menüs zu hangeln.
Astell&Kern nutzt ja (soweit ich weiß) eine eigene Software für ihre Player.
Die meisten anderen Player basieren auf Android.
Vielleicht läuft die Software des Astell&Kern ja flüssiger.
Das wäre für mich ein guter Grund, das teurere Gerät zu nehmen.
bahnrat
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 12. Jan 2019, 17:22
Leider gibt es keinen DAP wie ich ihn mir vorstelle.
arizo
Inventar
#16 erstellt: 12. Jan 2019, 17:28
Die Alternative ist, unterwegs gar keine Musik zu hören...
Da würde ich lieber beim Player Kompromisse eingehen.
Während die Musik spielt, ist es doch eigentlich egal, von welchen Player sie kommt.
bahnrat
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Jan 2019, 17:32

arizo (Beitrag #16) schrieb:

Während die Musik spielt, ist es doch eigentlich egal, von welchen Player sie kommt.

Bei moderner Musik, bei der ohnehin nur der Bass hämmert, magst Du recht haben. Aber für richtigen Musikgenuß, bei dem es auch auf ausreichende Höhen ankommt, ist es m.E. nicht egal. Es soll ja Leute geben die auch unterwegs in Ruhe Musik genießen möchten (z.B. beim Zelten). "Musik genießen" ist nicht das selbe wie "einfach nur hören".
arizo
Inventar
#18 erstellt: 12. Jan 2019, 17:41
Hatten die angesprochenen Player für dich klangliche Defizite?
Das habe ich anscheinend überlesen...
milio
Stammgast
#19 erstellt: 12. Jan 2019, 18:05
@bahnrat:
Du bist immer noch der Meinung, dass ziemlich grosse Unterschiede im Klang von verschiedenen DAP's existieren, und zwar so grosse Unterschiede, dass Du bei den meisten die Musik nicht geniessen könntest.
Ich habe im Lauf der letzten 10 Jahre mit etwa 20 verschiedenen Playern und ungefähr genau so vielen verschiedenen Kopfhörern (In-Ear, On-Ear, Over-Ear, verschiedene Techniken) Musik gehört. Wenn die erreichbare Lautstärke ausreichend war, waren die durch den DAP bedingten klanglichen Unterschiede zwar oft hörbar, aber nicht so besonders gross, schon gar nicht so gewaltig, dass es den Spaß am Musik-Hören vergällen würde. Die Unterschiede bei den Kopfhörern sind dagegen riesig.

Bei den aktuellen DAP's in der nicht gerade alleruntersten Preislage gibt es nur 2 Dinge, die den Klang signifikant beeinträchtigen können:
1) Der Ausgangswiderstand ist zu hoch für manche InEars mit BA-Treibern, eine Frequenzgang-Verbiegung ist die Folge, die bei manchen InEars tatsächlich unschön rüberkommt.
2) Die Leistung (des Verstärkers, nicht des DACs) ist zu gering für manche (meistens OverEar) Kopfhörer, um die notwendige Lautstärke zu erreichen.

Alles andere sind typischerweise kleine klangliche Unterschiede, oft Nuancen, die von einer ganzen Reihe von Aspekten überlagert werden können, die mit dem Player nichts zu tun haben.
- der Auslegung/Abstimmung des Kopfhörers selbst
- Umgebungsgeräusche, Kabelscheuern, Ohrpolster
- Aufnahmen/Produktionen, bei denen schon die Qualität nicht stimmt
- blöderweise unser Gehör, das meist nicht annähernd so gut funktioniert, wie wir glauben
- und dann noch unser Gehirn, das es ganz massiv an Objektivität fehlen lässt

Worin ich Dir aber zustimme: dass viele Player ein eher unschönes Bedienkonzept haben, dass manche Player (auch mit Android) ziemlich träge auf Eingaben reagieren, dass sie nicht gut in der Hand liegen, usw.
Das kann mir auch den Spaß verderben.

RunWithOne
Stammgast
#20 erstellt: 12. Jan 2019, 18:17
Die A&K SW basiert auch auf Android. Läuft aber alles sehr flüssig. Kommt daneben aber sicher auch auf die verwendeten CPUs an. Die teueren Geräte haben 8-Core-CPU, andere 4er oder 2er.
bahnrat
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 12. Jan 2019, 18:39

milio (Beitrag #19) schrieb:

Alles andere sind typischerweise kleine klangliche Unterschiede, oft Nuancen

Das ist doch nicht alles was einen Player und den Preis ausmacht. Irgendawss muss doch da drin sein was sie für die Hersteller "wertvoll" macht und den Preis rechtfertigt.


milio (Beitrag #19) schrieb:

Worin ich Dir aber zustimme: dass viele Player ein eher unschönes Bedienkonzept haben, dass manche Player (auch mit Android) ziemlich träge auf Eingaben reagieren, dass sie nicht gut in der Hand liegen, usw.

Diese Aussage stammt nicht von mir, die stammt von @arizo.
milio
Stammgast
#22 erstellt: 12. Jan 2019, 18:50

bahnrat (Beitrag #21) schrieb:

milio (Beitrag #19) schrieb:

Alles andere sind typischerweise kleine klangliche Unterschiede, oft Nuancen

Das ist doch nicht alles was einen Player und den Preis ausmacht. Irgendawss muss doch da drin sein was sie für die Hersteller "wertvoll" macht und den Preis rechtfertigt.

Doch, häufig schon.
Für die Hersteller ist "wertvoll" etwas Anderes als für die Konsumenten.
Wenn ein Hersteller einem Gehäuse um 10 Euro Herstellungskosten ein schöneres Material gibt, kann es sein dass das Gerät insgesamt für den Käufer um mehr als 1000 Euro teurer wird.
Das Gerät fühlt sich wirklich schöner an, aber Käufer wie Du (jedenfalls so, wie Du argumentierst, ich kenne Dich ja nicht), würden nicht glauben, dass sie um mindestens 900 Euro über den Tisch gezogen wurden, weil man ihnen auch noch erzählte, dass es nun auch besser klingt.
Das ist kein Witz, solche Dinge geschehen.
moon1883
Stammgast
#23 erstellt: 12. Jan 2019, 19:06
Milio hat meine Sicht der Dinge recht gut wiedergegeben:


milio (Beitrag #19) schrieb:
Bei den aktuellen DAP's in der nicht gerade alleruntersten Preislage gibt es nur 2 Dinge, die den Klang signifikant beeinträchtigen können:
1) Der Ausgangswiderstand ist zu hoch für manche InEars mit BA-Treibern, eine Frequenzgang-Verbiegung ist die Folge, die bei manchen InEars tatsächlich unschön rüberkommt.
2) Die Leistung (des Verstärkers, nicht des DACs) ist zu gering für manche (meistens OverEar) Kopfhörer, um die notwendige Lautstärke zu erreichen.


Ergänzend möchte ich hinzufügen:

3) Ist die Leistung ausreichend, um auch große Kopfhörer mit schlechtem Wirkungsgrad laut anzutreiben, KANN es im Betrieb mit hochempfindlichen BA-InEars schon mal zu Rauschen kommen.

Einen Tod stirbt man immer

Selbst in der alleruntersten Preisklasse muß der Hersteller schon allerhand falsch machen, um einen wirklich schlechten DAP auf den Markt zu bringen. Mögen meine Sansa Clip Zips (~30 Euro damals neu) noch lange vom Akku-Detonationstod verschont bleiben!

Was zusätzlich den Spaß am DAP verderben kann (neben unschönen und/oder lahmen Bedienoberflächen) ist die versprochene, aber nicht real vorhandene Fähigkeit zur unterbrechungsfreien Wiedergabe (GAPLESS genannt) mit einigen oder mehreren Formaten.

Wozu ein popeliger Digital Audio Player heutzutage 2, 4 oder gar 8 Kerne in seiner CPU benötigt um halbwegs fluffig bedienbar zu sein, ist mir nicht ganz hirngängig. Wie hat damals eigentlich mein mit lächerlichen 166 MHz getakteter Single-CPU-Pentium-Windows95-Rechner die MP3- oder WAV-Wiedergabe störungsfrei geschafft, der mich "nebenbei" noch andere Dinge (wie Fraktale berechnen (langsaaaam), CDs rippen und (langsaaaaam) encoden) tun ließ?


[Beitrag von moon1883 am 12. Jan 2019, 19:08 bearbeitet]
MPosti
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 12. Jan 2019, 19:12

milio (Beitrag #22) schrieb:

bahnrat (Beitrag #21) schrieb:

milio (Beitrag #19) schrieb:

Alles andere sind typischerweise kleine klangliche Unterschiede, oft Nuancen

Das ist doch nicht alles was einen Player und den Preis ausmacht. Irgendawss muss doch da drin sein was sie für die Hersteller "wertvoll" macht und den Preis rechtfertigt.

Doch, häufig schon.
Für die Hersteller ist "wertvoll" etwas Anderes als für die Konsumenten.
Wenn ein Hersteller einem Gehäuse um 10 Euro Herstellungskosten ein schöneres Material gibt, kann es sein dass das Gerät insgesamt für den Käufer um mehr als 1000 Euro teurer wird.
Das Gerät fühlt sich wirklich schöner an, aber Käufer wie Du (jedenfalls so, wie Du argumentierst, ich kenne Dich ja nicht), würden nicht glauben, dass sie um mindestens 900 Euro über den Tisch gezogen wurden, weil man ihnen auch noch erzählte, dass es nun auch besser klingt.
Das ist kein Witz, solche Dinge geschehen.


Genau so ist es.
bahnrat
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 12. Jan 2019, 21:34

moon1883 (Beitrag #23) schrieb:

Wozu ein popeliger Digital Audio Player heutzutage 2, 4 oder gar 8 Kerne in seiner CPU benötigt um halbwegs fluffig bedienbar zu sein, ist mir nicht ganz hirngängig. Wie hat damals eigentlich mein mit lächerlichen 166 MHz getakteter Single-CPU-Pentium-Windows95-Rechner die MP3- oder WAV-Wiedergabe störungsfrei geschafft, der mich "nebenbei" noch andere Dinge (wie Fraktale berechnen (langsaaaam), CDs rippen und (langsaaaaam) encoden) tun ließ?

Ich frage mich sogar weshalb ein Player überhaupt Android haben muss. Früher genügte eine einfache Firmware, ein Dot-Matrix-Display und eine Kabelfernbedienung mit Display (die Sony-MD-Player hatten das. Habe ich sogar heute noch, und nutze ihn noch gelegentlich). Ich brauche kein WLAN im Player, per USB bespielt und gut. Ich brauche auch keine Coveranzeige.
milio
Stammgast
#26 erstellt: 12. Jan 2019, 22:25
Das bräuchte ich auch nicht.
Aber für viele Anwender ist die Anbindung an Streaming- bzw. Download-Dienste wichtig.
Und bevor die Hersteller das selbst programmieren, verwenden sie lieber, was mit Android quasi schon frei Haus mitkommt.

Abgesehen davon lassen die Programmier-Qualitäten bei diesen Hardware-Herstellern oft sehr zu wünschen übrig.
Manchmal braucht man etwas Nerven, bis die 4. Firmware eines Players das fehlerfrei hinbekommt, was beim Vormodell schon 5 Firmware-Iterationen lang gedauert hat. Und wir fragen uns, warum der schon einmal behobene Fehler beim nächsten Modell überhaupt wieder aufgetreten ist.

bahnrat
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 12. Jan 2019, 22:34

milio (Beitrag #26) schrieb:

Und bevor die Hersteller das selbst programmieren, verwenden sie lieber, was mit Android quasi schon frei Haus mitkommt.

Inklusive Fehler und Sicherheitslücken.
arizo
Inventar
#28 erstellt: 12. Jan 2019, 22:43
Mit dem Ding surfst du ja nicht im Internet und personenbezogene Daten und Passwörter wirst du da auch nicht drauf haben.
Von daher sind die Sicherheitslücken ziemlich Banane.
MPosti
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 12. Jan 2019, 22:44


Abgesehen davon lassen die Programmier-Qualitäten bei diesen Hardware-Herstellern oft sehr zu wünschen übrig.
Manchmal braucht man etwas Nerven, bis die 4. Firmware eines Players das fehlerfrei hinbekommt, was beim Vormodell schon 5 Firmware-Iterationen lang gedauert hat. Und wir fragen uns, warum der schon einmal behobene Fehler beim nächsten Modell überhaupt wieder aufgetreten ist.


Da kommen dann, falls du noch immer einen willst, die AK Modelle wieder ins Spiel, da diese für ihr gutes und schnelles Interface bekannt sind. Auch die Verarbeitung ist erstklassig. Das rechtfertigt auch einen Aufpreis.

Allerdings sind die oberen AK Modelle maßlos überteuert.


Mit dem Ding surfst du ja nicht im Internet und personenbezogene Daten und Passwörter wirst du da auch nicht drauf haben.
Von daher sind die Sicherheitslücken ziemlich Banane.


Finde ich auch.


[Beitrag von MPosti am 12. Jan 2019, 22:46 bearbeitet]
bahnrat
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 12. Jan 2019, 23:32

arizo (Beitrag #28) schrieb:
Mit dem Ding surfst du ja nicht im Internet und personenbezogene Daten und Passwörter wirst du da auch nicht drauf haben.
Von daher sind die Sicherheitslücken ziemlich Banane. ;)

Wer Streaming-Dienste nutzt ist im Internet. Und somit ist eine kleine Gefahr immer dabei.
arizo
Inventar
#31 erstellt: 12. Jan 2019, 23:45
Aber was kann denn ein potentieller Angreifer auf dem Gerät abrufen?
Nur deine Musik.
Sonst ist da ja nichts drauf!
Und wenn du Streaming nutzt, ist ja noch nicht mal Musik drauf.
Ich halte die Gefahr durch eventuelle Sicherheitslücken doch für sehr überschaubar.
Abgesehen davon kommen die meisten Viren und Trojaner ja durch das Surfen auf Internetseiten oder infizierte Emails ins System und beides wirst du ja mit dem Gerät nicht nutzen, oder?
arizo
Inventar
#32 erstellt: 13. Jan 2019, 00:15
Abgesehen von den Sicherheitslücken...


bahnrat (Beitrag #25) schrieb:
Ich frage mich sogar weshalb ein Player überhaupt Android haben muss. Früher genügte eine einfache Firmware, ein Dot-Matrix-Display und eine Kabelfernbedienung mit Display (die Sony-MD-Player hatten das. Habe ich sogar heute noch, und nutze ihn noch gelegentlich). Ich brauche kein WLAN im Player, per USB bespielt und gut. Ich brauche auch keine Coveranzeige.


Kannst du mir mir mal bitte erklären, wie du ohne WLAN Streaming nutzen möchtest?


[Beitrag von arizo am 13. Jan 2019, 00:18 bearbeitet]
MPosti
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 13. Jan 2019, 00:43
Streaming wird tatsächlich mittlerweile von Vielen benutzt und somit werden die meisten DAPs mit WLan produziert.

Vielleicht wäre der Questyle QP1R/QP2R ja etwas für dich. Der Klang war der beste, den ich jemals aus einen DAP gehört habe (natürlich subjektiv und marginale Differenz). Er hat kein Android, kein WLan und ist auch sonst vollkommen OldSchool. Sogar ohne Touchscreen mit Scroolwheel. Leider ist das Interface nicht so toll.


[Beitrag von MPosti am 13. Jan 2019, 00:44 bearbeitet]
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