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Siderack für Bandabnahme etc.

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DaRuLe2
Inventar
#1 erstellt: 14. Jun 2009, 21:44
Bisher habe ich mich mehr mit DJ Veranstaltungen etc. befasst...

Vor kurzem sind jedoch auch 3 Bands auf mich zugekommen die die Anlage gerne auch für VA´s haben möchten.

Um das Teil nicht gleich in Rauch aufgehen zu lassen und den Klang auch anpassen zu können überlege ich die Anschaffung eines Sideracks.

Nun die gloreiche Frage:

Was ist ein Muss im Siderack und was ist ein Kann?

Die Bands haben zwischen 4-5 Mann Besatzungen und davon sollte im schlimmsten Fall jeder mit Mik für Sprache ausgestattet sein und eben der Rest abgenommen werden übers Pult...sprich Bass, Gitarre, Drums evtl. Keyboard und die genannten Vocals.

Was könnt Ihr mir hier empfehlen? Ich schätze mal, dass z.B. Kompressoren sowie ein EQ auf jedenfall von nöten sein werden...was noch und welche Teile könnt Ihr empfehlen? (es soll am Anfang etwas brauchbares für den normalen Geldbeutel sein weil ich eben nicht weiß, ob es etwas langfristges mit den Jungs wird oder nicht).

Das ganze ist erstmal eine Überlegung, ich bin auch im gespräch mit einem gelernten Veranstaltungstechniker der Mischen etc macht und sein eigenes Siderack sowie Mischpult hat.

mfg

Patrik
chrime
Inventar
#2 erstellt: 14. Jun 2009, 22:37
Also mal so allgemein:

Kompressoren
Gates
Equalizer
evtl. Effekte

Das sind so ziemlich die Sachen, die du brauchst. Markenstandart ist eigentlich das dbx 166XL als Doppelkompressor, sowie Gates von Drawmer. Diese Teile sind halt (markenbedingt) teuer. Als EQ würde ich einen dbx 2231 für die FrontPA nehmen, sowie für jeweils 2 Monitorwege.
Multieffekte gibt's von Lexicon ein paar schöne, aus Erfahrung sind 1-2 davon nicht schlecht.

Zudem muss ich zum Aufbau sagen: Ich würde für jeden "Bereich" ein eigenes Rack aufbauen. Beispiel:
4x dbx 166XL in ein 4 HE Case. Label drauf "Insert 8x Comp."
2x Multieffekt in ein 2 HE Case. Label drauf "4x FX" (bei Doppeleffektgeräten)
1x dbx 2231 in ein 3 HE Case. Label drauf "2x31 EQ 2231"
3x dbx 231 in ein 6 HE Case. Label drauf "6x31 EQ 231"

Und schon ist das ganze, flexible Setup fertig. Dann kann man halt entscheiden, ob man jetzt FXe mitnimmt, oder nicht. Bei evtl. Livegesang zu Musik vom Band kannst du dann ein kleineres Pult und das Insert-Rack, kleine EQ-Rack und FX-Rack mitnehmen.

Ja, ich bin Markengeprägt, wenn du Geldtechnisch was anderes nehmen willst, nimm, ich werde nicht spotten


[Beitrag von chrime am 14. Jun 2009, 22:37 bearbeitet]
_Floh_
Inventar
#3 erstellt: 15. Jun 2009, 16:00

DaRuLe2 schrieb:
Bands ... die die Anlage gerne auch für VA´s haben möchten.
....
Um das Teil nicht gleich in Rauch aufgehen zu lassen...


Da bringt dir das SideRack im zweifelsfall auch nichts.

Wenn die richtigen Chaoten am Werk sind, hilft nur ein vernünftig eingestellter Limiter oder besser gleich ein Controller mit Passwort.

Für alles andere dann das SideRack.
cptnkuno
Inventar
#4 erstellt: 15. Jun 2009, 19:03
Wenn du ein gescheites Pult hast brauchst eigentlich nur noch einen Hall.
Fährst du als Techniker mit, dann kannst du die Sache mit den Kompressoren überlegen, Musiker kennen sich meist nicht genug aus, um so etwas vernünftig einsetzen zu können.
Eq s brauchst du eher auf den Monitorwegen, wenn die PA selbst halbwegs linear spielt, und du ein Pult mit 4Band EQ hast.
mix4munich
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jun 2009, 21:52
Das wichtigste scheint mir das Pult zu sein. Was hast Du denn da im Einsatz? Mit einem DJ-Mischer ist bei einer Liveband nix zu reissen.

Viele Grüße
Jo
DaRuLe2
Inventar
#6 erstellt: 15. Jun 2009, 22:04
Im Moment vorerst nur ein kleines Yamaha MG 16/4 Mischpult ohne Features etc...

Das dies für große Abnahmen zu klein ist ist mir klar.

Für den Anfang werde ich mir da auch etwas leihen, genau habe ich mich aber noch nicht umgeschaut was es in der Gegend gibt...vom kleinen Mischpult für 1000 Euro bis hin zur 30.000 Euro Liga gibts aber alles...

Evtl. macht das auch alles wie gesagt der Mischer...aber ich möchte mir trotzdem teilweise eigenes Equipment zulegen, weil teilweise Bands Mischer haben aber eben ohne Equipment (ja, sowas gibts...)

@Munich...daran habe ich nicht mal einen Gedanken verschwendet gehabt :-)
*xD*
Moderator
#7 erstellt: 16. Jun 2009, 15:41
Hi

Das Mischpult steht ganz klar an erster Stelle. Wie weit zukunftssicher soll das ganze sein, von der Kanalzahl her? Mindestens 2000€ für ein 24- oder 32-Kanal Pult sollten drin sein.
Bühenausstattung darf man natürlich auch nicht vergessen. Standard ist natürlich Shure SM 58 für Gesang, SM 57 für Gitarre und Snare/Toms, SM 91 oder Beta 52 für Bass Drum und irgend ein Kondensatormikro für Hi-Hat und Overhead.
Für Bass und Keyboard eine DI-Box. Dann noch 200m Mikrofonkabel (keine No-Name-Stecker, langfristig taugen die nichts) und Stagebox + Multicore. Sind je nach Ausführung und Mikrofon-Alternativen gute 5000€ für die Bühnenausstattung.
Monitore dann noch zusätzlich.

Prinzipiell ein Muss:

-Kompressor für die Frontsänger
-Gate für die Toms
-31 Band-EQ für jeden Monitorweg oder Feedback-Eliminator
chrime
Inventar
#8 erstellt: 16. Jun 2009, 15:42

Mindestens 2000€ für ein 24- oder 32-Kanal Pult sollten drin sein

Naja, ich bezahl für meins 1700. Bericht folgt in Thread "24er Frame sinnvoll ?"
Schüler12345
Inventar
#9 erstellt: 17. Jun 2009, 20:32
Hi,

mach doch die ersten Veranstaltungen mit den bands auf einem gemieteten Siderack. Dann erkennst du, inwieweit die Zusammenarbeit Zukunft hat und ob sich die Investitionen in entsprechende Live Technik lohnen.

Jetzt einfach mal 5000-7000 Euro in Equipment stecken, um dann festzustellen, dass mit den bands schlecht zu arbeiten ist bringt nichts.
DaRuLe2
Inventar
#10 erstellt: 17. Jun 2009, 22:03

Schüler12345 schrieb:
Hi,

mach doch die ersten Veranstaltungen mit den bands auf einem gemieteten Siderack. Dann erkennst du, inwieweit die Zusammenarbeit Zukunft hat und ob sich die Investitionen in entsprechende Live Technik lohnen.

Jetzt einfach mal 5000-7000 Euro in Equipment stecken, um dann festzustellen, dass mit den bands schlecht zu arbeiten ist bringt nichts.


Im Vergleich zu dem, was ich bisher in dem Jahr investiert habe wäre es fast schon eine "Kleinigkeit".

Aber ich werde das wohl so in etwa machen...was darf man denn in etwa an Miete für ein Siderack und ein akzeptables Pult rechnen?

50, 100, 150 ???

mfg

Patrik
chrime
Inventar
#11 erstellt: 17. Jun 2009, 22:12
Sagen wir mal so:

Hier in der Gegend kann man sich ein Soundcraft GB8 40er Frame für 100 Euro leihen.

Siderack ist dann halt Zusammenstellungssache
DaRuLe2
Inventar
#12 erstellt: 17. Jun 2009, 22:43

chrime schrieb:
Sagen wir mal so:

Hier in der Gegend kann man sich ein Soundcraft GB8 40er Frame für 100 Euro leihen.

Siderack ist dann halt Zusammenstellungssache


Ich brauch dafür nun wirklich kein High End Gerät...es würde wohl eins mit 24 Kanäle reichen - die Bands sind ja auch nicht professionell sondern mehr Hobby Bands die mal eben etwas spielen möchten.
chrime
Inventar
#13 erstellt: 18. Jun 2009, 08:05
Es ging mir auch mehr darum auszudrücken, dass die Mietpreise wirklich nicht hoch sind
*xD*
Moderator
#14 erstellt: 18. Jun 2009, 11:09
Dann kannst du dir ja auch mal das A&H GL 24 anschauen, das bietet mit die meiste Ausstattung in dem Preisbereich.

Was ich für dieses Set ins Siderack packen würde:

2 2*31-Band Equalizer
1 Multieffektgerät

Bei den Kompressoren/Gates am besten 2-3 Geräte, die beides können, viele haben dann noch Zusatzfunktionen wie De-Esser. Somit hätte man 8-12 Geräte, die man wahlweise als Compressor oder als Gate verwenden kann. Für das durchschnittliche Schlagzeug benötigt man 3-4 Gates, wenn einer dann mehr Toms hat, werden es entsprechend mehr. Somit wäre man in dieser Situation flexibel.

Wenn die Geräte dann noch Markennamen wie dbx, Drawmer, BSS etc. tragen, sollten 200€ für den Frontplatz angemessen sein.
DaRuLe2
Inventar
#15 erstellt: 21. Jun 2009, 22:00
taugt das Allen & Heath GL2800-32 etwas?
Oder sollte ich lieber zu einem 32 Kanal von Soundcraft gehen?

Heute wurde es ernstm kurzfristig soll eine VA mit einer Band statt finden...also ist leihen angesagt.

Welche Gates empfehlt Ihr oder kann man da die DBX 166/266 XL problemlos auch für nehmen?

mfg

Patrik
Radiologe
Inventar
#16 erstellt: 22. Jun 2009, 18:00

DaRuLe2 schrieb:
taugt das Allen & Heath GL2800-32 etwas?
Oder sollte ich lieber zu einem 32 Kanal von Soundcraft gehen?

Heute wurde es ernstm kurzfristig soll eine VA mit einer Band statt finden...also ist leihen angesagt.

Welche Gates empfehlt Ihr oder kann man da die DBX 166/266 XL problemlos auch für nehmen?

mfg

Patrik


Hallo,
wir haben seit 2 Jahren bei uns in der Regie ein GL2400.Damit wurde schon alles Mögliche gemacht.Von einfachen Tagungen bis Bandabnahme incl. Monitoring.
An den GL Pulten gibt es nix auszusetzen.Sind sehr flexiebel und dazu noch Preiswert.Wenn das Geld da ist,von mir eine klare Kaufempfehlung.

Gruß Markus
DaRuLe2
Inventar
#17 erstellt: 23. Jun 2009, 22:06
Würde für den Anfang evtl. auch ein Yamaha MG32/14FX gehen?

Evtl. kann man das später als Monitorpult nehmen und in ein professionelles FOH investieren wenn es fruchtet?

Bin auch schon auf Gebrauchtgeräte aus...aber da find ich auch nichts brauchbares.

Möchte halt schon gerne selbst ein Pult um evtl. auch mal selbst das Mischen üben zu können...band dazu wäre da...

Edit: Oder auch ein Soundcraft LX7 24 Kanal?


[Beitrag von DaRuLe2 am 23. Jun 2009, 22:12 bearbeitet]
zucker
Moderator
#18 erstellt: 24. Jun 2009, 05:16
Hallo,

das MG32/14 ist kein schlechtes Pult, jedoch nicht mit dem AH vergleichbar. Es fehlen bei diesem Yammi Pult ganz einfach das 2. Paar Semi-mitten. Somit bleibt die Klangbearbeitung zwischen 5Khz und knapp 10Khz unbeeinflußbar. Das geht zwar, ist aber etwas schwierig bei Stimmen.
Die Anzahl der Ausspielwege sind dafür sehr hoch, was auf jeden Fall 4 Monitorwege + 2 externe Effwege oder 2 interne Eff pro Zug zulässt.
DaRuLe2
Inventar
#19 erstellt: 24. Jun 2009, 05:40
Danke für die I Zucker.

Bei den kleinen A&H sollen dafür weniger AUX Wege vorhanden sein und das auch wieder zu einem Nachteil führen?

Evtl. kann man diesen Nachteil mit einem Doppel EQ für Vocals wett machen beim Yamaha Pult?

Habe ja bereits ein MG16/4 hier stehen und da bin ich von der Verarbeitung her etc. einfach überzeugt..außer, dass es für ne größere Band leider zu wenig Kanäle besitzt.
zucker
Moderator
#20 erstellt: 24. Jun 2009, 07:24
Ein PEQ im Kanalinsert für die Stimmen ist in dem Fall gut. Bei unkritischen Stimmen kann man mit einer Semimitte schon viel erreichen, besser sind natürlich 2 Bänder. Mit einem PEQ, 4 ... 5 Bänder Vollparametrik, ist man über jeden Problemfall erhaben, sollte aber mit dem Ding umgehen können.

Hast Du die benötigten Kanäle mal zusammengezählt? Ein o1V96 nimmt sofort 16 Monokanäle auf und kann mittels Interface weitere jeweils 2 x 8 Kanäle verarbeiten. Vorteil bei den Digi-Pulten ist - alles an Bord.
Ein Nachteil kann sich aus der Zuständigkeit eines Knopfes für alles ergeben, will heißen, eine Bearbeitung kann nuch seriell erfolgen, nicht parallel, also mit 2 Händen mal eben 2 Kanäle in der Klangregelung gleichzeitig bedienen geht nicht.
Zudem ist es für den Analogfreund zunächst ungewohnt aber die Teile können viel, sehr viel sogar und man gewöhnt sich sehr schnell an das Arbeiten damit.

Was die AUX wege betrifft:
Wenn es nur für die eine Band ist und da die Moniwege feststehen, dann kann man danach aussuchen. Soll es variabel werden, dann sollten wenigstens 4 (besser 6) AUX wege für den Moni (pre/post) zur Verfügung stehen + 2 AUX post für Effektgeräte.
Das schöne am 32 oder auch 24iger MG sind die 4 Stereokanäle. Dort kann man nun problemlos 2 Stereoeffekte wieder zurückholen und auch einen CD oder MD Spieler anklemmen. Weiterhin ist auch ein Key in Stereo, ohne gleich 2 Kanäle belegen zu müssen, machbar. Nachteil kann hier der unsymmetrische Eingang der Stereokanäle sein (Störgeräuschgefahr), muß aber nicht.
DaRuLe2
Inventar
#21 erstellt: 24. Jun 2009, 15:01
Ich wollte halt hauptsächlich erstmal ein Pult haben mit ausreichend Mik Kanälen + Anschluss aller sontiges Instrumente.

Wenn ich mal von 3-4 Vocals + Gitarre + Bass+ Drums + evtl. Keyboard ausgehe dann sollten schon einige vorhanden sein.

Ich will nicht gleich am Anfang 3000 Euro ausgeben um dann festzustellen, dass es keinen Zoff hat etc...

Die andere Seite ist auch die, dass ich kein Behringer 32 Kanal oder Omnitronic etc will für 450 Euro...

Es soll also irgendwas zwischen drin sein, analog!

Leihen würde schon gehen...nur wenn ich da mal eben für ne Woche was in ne Turnhalle zum testen stelle bin ich gleich mal 1200 Euro los mit allem drum und dran und das kann ich mit Sicherheit sinnvoller investieren.

Im Siderack etc soll ja brauchbares rein wie DBX 166XL/266XL etc...
zucker
Moderator
#22 erstellt: 25. Jun 2009, 01:44
Versuch Dir folgendes zu verbildlichen:

Das analog Pult ist zunächst sehr übersichtlich und hat einen Preis. Den Comp (166 um die 300.00€ oder so) + weitere Sachen kommen hinzu.
Ein o1V96 kostet um die 3200.00 Brutto, mit diversen Rabatten für Firmen usw. um die 1800.00 Netto und es hat pro Zug ein Gate, Comp, Vollparametrik an Bord. Zusätzlich hat es eingebaute Effekte. Es gibt dann auch manchmal Angebote von Yammi, wo man 4 Eff Sektionen haben kann und diverse andere Sachen wie Röhrenkompsimulation, welche sogar funktioniert. Das Interface für jeweils weitere 8 Kanäle hat natürlich auch seinen Preis.
Es ist halt wie so oft ein Abwägen nötig.

Zugegebenermaßen - eine Band mische ich auch lieber auf einem Analogen, da der Eingriff schneller geht aber mit guter Übung und das setzt ein Digi-Pult voraus, ist auch das machbar.
Das analoge Pult macht sich oftmals bei Kaltstart besser, da man sofort ablesen kann was Sache ist und das zeitgleich bei allen Kanälen.
Hat man aber Zeit zum Soundcheck, vielleicht sogar ein Festival vor der Nase oder mehrere Gruppen von darstellenden Künstlern (Theater), dann kann das Digi-Pult seine volle Stärke ausfahren - man kann nämlich die einzelnen Einstellung speichern (außer dem Gain) und das hilft enorm. Hier muß aber zwingend vornweg der Soundcheck passen.

Es gibt natürlich auch noch andere Digi-Pulte als das o1V96 die in Frage kommen. Vonm einem rate ich aber ab - TT24.

Was die analogen Pulte angeht - das AH ist gut, Du kannst auch mal nach einem Midas Venice 32 ausschau halten. Im preislichen Rahmen liegen die gar nichtmal so weit auseinander. Zu beachten ist bei der ganzen Sache auch der Finanzrücklauf. Es sieht zwar auf den ersten Blick unverschämt aus, 2000.00€ mehr auszugeben, ist aber im Endeffekt doch billiger als einmal etwas günstigers gekauft zu haben, was in vielleicht 1...2 Jahren einer Erweiterung bedarf.

Zum 266:
Es gibt darüber viele negative Meinungen, pumpt, ist schlecht einstellbar, klingt komisch usw. Er ist nicht so ausgestattet wie ein 166 oder 1066, das ist ein Fakt. Dennoch tut er, mit etwas Gefühl, sogar für die Stimme. Aber auch hier steht wieder die Frage, wie lange lohnt sich dieser Kauf. Fürs Erste kann man ihn kaufen und bei nichtgefallen auch zB. ins Drumrack als Gate für die Toms verbannen, um sich dann die nächst höhere Stufe, hier der 166, zu holen.
Es wäre einfach zu vermessen hier auf ein Produkt gezielt zu raten - es muß jeder mit dem Zeug auskommen, auskommen wollen und vielleicht sogar einen noch so unsinnigen Rider erfüllen.

Hast Du denn eine Möglichkeit mal etwas zu borgen und auszuprobieren? Das wäre eine gute Sache, ehe Du Dich auf etwas einschießt.

Vielleicht mal ein kleiner Sachbericht:

Bis 21:00 hatte ich heute eine Konferenz zu betreuen. Am Start waren 10 Mic`s, eine Beta 87 Funke für das Publikum, 5 Shure Tischmic`s mit Taster für An und Aus, 2 Schoeps und 2 Neumann 184. Die Mikrofone sind so unterschiedlich, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten, die Sprecher um einiges mehr. Hier war das Digi-Pult Gold wert, da es eben klein ist und alles an Bord hat.
Ab 22:00 bis jetzt habe ich eine Bühne für ein Stadtfest aufgebaut, welches morgen beginnt und auf dem noch viel Arbeit zu verrichten ist, ehe es losgeht. Dort kommt ein analoges Pult hin, da ich nicht weiß was da so auf mich zukommt, die Umbauphasen sehr kurz sind und auch noch der eine oder andere Fremdtechniker seine Band mischen will.

Um hier dann blitzschnell grob eingreifen zu können, auch parallel bei mehreren Zügen, und um den Fremdmischer womöglich nicht zu überfahren, ist das Analoge am Start. Es setzt natürlich ein Siderack voraus, das vom Material rein preislich um ein vielfaches höher liegt und auch platzmäßig, verkabelungstechnisch, ja sogar gedanklich mehr Zeit und Raum in Anspruch nimmt.


Wenn ich mal von 3-4 Vocals + Gitarre + Bass+ Drums + evtl. Keyboard ausgehe dann sollten schon einige vorhanden sein.


4 x voc
1 x git
1 x bass
8 x drum
1 x key

Es werden also 16 Kanäle + Key fällig sein.
Analog ein AH 24 Kanaler oder Midas Venice 24, digital ein LS9 32 (24 gibt es glaub ich nicht). Da ist natütlich schon ein gravierender Unterschied im Anschaffungspreis, jedoch fressen die Siderackkomponenten diesen Unterschied ganz schnell weg.

Da Du, wie geschrieben, die Sache zunächst mal austesten willst, hinsichtlich der Weiterführung, ist ein borgen zumindest mal nicht ganz sinnfrei.


[Beitrag von zucker am 25. Jun 2009, 01:45 bearbeitet]
DaRuLe2
Inventar
#23 erstellt: 12. Jul 2009, 20:00
So, nun wirds langsam Aktuell!

Ich habe nun ein Yamaha GA 32/12 gefunden.

es hat insgesamt 32 Kanäle, 12 Aux Wege die Paarweise Post / Pre schaltbar sind und 2 semi parametrische Mitten etc...

Hat jemand Erfahrung damit?

Taugt es etwas?
zucker
Moderator
#24 erstellt: 12. Jul 2009, 20:01
Was willst Du wissen?
cptnkuno
Inventar
#25 erstellt: 12. Jul 2009, 20:09

DaRuLe2 schrieb:
So, nun wirds langsam Aktuell!

Ich habe nun ein Yamaha GA 32/12 gefunden.

es hat insgesamt 32 Kanäle, 12 Aux Wege die Paarweise Post / Pre schaltbar sind und 2 semi parametrische Mitten etc...

Hat jemand Erfahrung damit?

Taugt es etwas?

Wenn du ohne Subgruppen auskommst ist es OK. Yamaha hat hier den Designfehler gemacht, daß wenn du auf Subgruppen schaltest, das Pan Poti nicht mehr wirkt.
chrime
Inventar
#26 erstellt: 12. Jul 2009, 21:24
Naja, ich mein ... mein Pan-Schalter "funktioniert" auch anders, wenn ich auf Subgruppen route ... dafür hab ich dann da die Einteilung in "Odd" oder "Even" mit dem Poti. Die Gruppe an sich hat bei mir dann noch einen extra Pan für den Weg auf LR
cptnkuno
Inventar
#27 erstellt: 12. Jul 2009, 21:38

chrime schrieb:
Naja, ich mein ... mein Pan-Schalter "funktioniert" auch anders, wenn ich auf Subgruppen route ... dafür hab ich dann da die Einteilung in "Odd" oder "Even" mit dem Poti. Die Gruppe an sich hat bei mir dann noch einen extra Pan für den Weg auf LR :D

Haben die das geändert. Bei meinem GA32/12 wirkt das Pan Poti nicht auf die Subgruppen, du kannst nur wählen obs auf Odd, Even oder beide gehen soll. Normalerweise kannst du mit dem Pan Poti zwischen Odd und Even hin und herblenden.
zucker
Moderator
#28 erstellt: 13. Jul 2009, 01:01
M1 bis M4 sind voll als Subgruppe nutzbar, einzeln auf Stereo routbar und auch mittels des Pan Pot im AUXweg platzierbar. Soll die Schießbude über M1 und M2 auf Stereo geroutet werden, dann kommt mittels PAN der Subwege M1 auf links, M2 auf rechts, die Fixtaste aktiviert, AUX 1 und 2 der (bspw.) Kanäle 1 bis 9 gedrückt, die jeweiligen Pan Pot der einzelnen Züge dahin, wo sie sein sollen und fertig.

12 AUXwege sind aber nicht, nur 10. Die 12 bezieht die Summe mit ein.

Manko des Pultes ist die fehlende Beleuchtung - bei Interesse kann ich Dir aber gerne einen Tip dazu geben.
cptnkuno
Inventar
#29 erstellt: 13. Jul 2009, 09:23

zucker schrieb:
M1 bis M4 sind voll als Subgruppe nutzbar,

Der Meinung bin ich nicht. Laut Blockschaltbild (und ich denke das sollte schon stimmen) liegt das Pan Poti der Eingangskanäle nur im Weg direkt zur Stereosumme. Das heißt du kannst auf den Subgruppen kein Stereopanorama mischen, und damit sind die als Subgruppen eben unbrauchbar. Wenn man damit leben kann, daß das so ist, dann ist das Pult von der Struktur her ziemlich OK.
zucker
Moderator
#30 erstellt: 13. Jul 2009, 16:15
Hallo Kuno,

hab gerade mal auf dem Schaltplan nachgesehen - ist erstaunlicherweise wirklich wie Du schreibst, Kanal Pan Pot wirkt nur auf St Summe. Das war mir bisher nicht aufgefallen. Demzufolge wäre wirklich nur OH beim Drum mittels M1 Aktivierung für L und M2 Aktivierung für R und die Einstellung Pan L M1 und Pan R M2 auf den Subgruppen M1/M2 möglich. Toms bleiben dann unberührt.

Na mir solls egal sein, nehm immer alles direkt auf die Summe.

cptnkuno
Inventar
#31 erstellt: 13. Jul 2009, 19:13

zucker schrieb:
Hallo Kuno,

hab gerade mal auf dem Schaltplan nachgesehen - ist erstaunlicherweise wirklich wie Du schreibst, Kanal Pan Pot wirkt nur auf St Summe. Das war mir bisher nicht aufgefallen. Demzufolge wäre wirklich nur OH beim Drum mittels M1 Aktivierung für L und M2 Aktivierung für R und die Einstellung Pan L M1 und Pan R M2 auf den Subgruppen M1/M2 möglich. Toms bleiben dann unberührt.

Na mir solls egal sein, nehm immer alles direkt auf die Summe.

:prost

Mir war es, bevor ich es gekauft habe eben auch nicht klar, deswegen hab ich es hier erwähnt. Ich kann damit eigentlich auch leben, aber wenn es jemandem wichtig ist, ist es schon ein Manko, das erwähnt werden sollte. Als ich es gekauft habe, war es vom Preis Leistungsverhältnis jedenfalls einzigartig.
DaRuLe2
Inventar
#32 erstellt: 14. Jul 2009, 00:53
Um mal Fakten auf den Tisch zu legen.

Ich suche ein Pult, was mir für den Anfang genügt eine Band mit 4x Vocals, 1x Drum komplett (Snare, Toms, Bassdrum), 1x Gitarre, 1x Bass abzunehmen.

Dann werden eben noch 5 Monitore gebraucht und ansonsten wären eben 2x parametrische Mitten nicht verkehrt sowie 2x Aux Wege für Effekte...

Alles andere ist denke ich für mich am Anfang ohne Bedeutung.

Ich gehe davon aus, dass das Signal voll auf Stereo gehen wird - sollte für den Anfang ausreichen denke ich!

Preislich würde ich es mit Case für 800 Euro Netto bekommen.

Wenns klar geht krieg ich auch noch ein Siderack mit DBX, drawmer etc Bestückung dazu - je nachdem was es eben kosten soll!


Ansonsten seid Ihr soweit zufrieden mit den Pulten? Wenn ichs richtig gelesen habe sind hier ja sogar welche im Einsatz bei euch.
Gibt es irgendwelche Sachen auf die man achten sollte beim Kauf, sprich irgendwelche Schwächen oder so?
zucker
Moderator
#33 erstellt: 14. Jul 2009, 04:52
Wenn die Kanalschieber und Potis noch ok sind, steht dem Preis nichts im Wege, zumal noch ein Case bei ist. Selbst wenn da 1 oder 2 Schieber hakeln sollten - sie sind fix auswechselbar. Yammi ist da sehr reparaturfreundlich ausgelegt und das kannst Du auch selber tun. Die Platinen (3 Stück) sind sehr gut erreich-u. ausbaubar, alle Verbinder zum stecken, halten dennoch fest.

Und mit 32 Kanälen (13/14 15/16 sind Stereozüge mit symm Klinkeneingang) hat man genug Reserven.
Obwohl man zu zweit sein muß, um das Ding auf einen Tisch oder Bank zu bekommen - ich arbeite gern damit, es ist übersichtlich und hat viele Möglichkeiten.

Ein GL oder Venice wirst Du für den Preis nicht bekommen.

Mit den 32 Kanälen kannst Du dann auch etwas spielen, 9 x Drum, 1 x Bass, 1 x Gitarre und die Effekte bleiben links, wobei die Effekte, der vielen Ausgänge wegen, sogar echt in Stereo gefahren werden können. Rechts wäre dann Platz für die voc und da kannst Du sogar für alle 5 voc jeweils 2 Züge verwenden und den Frontmix vom Monitormix zu trennen. Das hat etwas.

Ein Manko bleibt aber wirklich bei dem Pult; die fehlende Beleuchtung. Meinem hab ich 3 Schwanhals LED Lämpli verpasst, gesockelt mit XLR oben auf dem Wulstblech. Es hat auch keine sichtbare Signalled, nur über PFL und die rechte LED Kette. Manch einer braucht sofort ablesbare Anzeigen, andere nicht.

Und was das Siderack an sich betrifft - mach Dich mal nicht verrückt, es geht auch erstmal ganz klein. 1 oder 2 Effteile für voc und diverse Instrumente, 2 comp für die Hauptstimmen, 2...4 Gates für BD und Toms genügen erstmal vollkommen.
DaRuLe2
Inventar
#34 erstellt: 14. Jul 2009, 05:58
Ich werde mir das Pult sowieso vor Ort ansehen - ich gehe auch mal davon aus, dass es 1/2 Jahr Gewährleistung auf Gebrauchtgeräte gibt wenn diese von einem Gewerbetreibenden verkauft werden.

Ansonsten kenne ich die Firma sogar halbwegs gut und ich glaube nicht, dass die irgend nen scheiß verkaufen wollen.

Sie stellen nur auf LS9 um und brauchen deswegen die Mischpulte mittlerweile nicht mehr.

mfg

Patrik
cptnkuno
Inventar
#35 erstellt: 14. Jul 2009, 06:35

DaRuLe2 schrieb:

Ansonsten seid Ihr soweit zufrieden mit den Pulten? Wenn ichs richtig gelesen habe sind hier ja sogar welche im Einsatz bei euch.

Für den von dir genannten Preis ist es, wenn es technisch in Ordnung ist sehr OK, und selbst wenn 2 oder 3 Kanäle nicht funktionieren, würde ich es noch immer nehmen. Es tut was es soll, vor allem der parametrische Dreiband EQ auf den AUX Out ist schon sehr fein. Phantompower ist nur in 4er Gruppen schaltbar, aber das ist für dich sicher kein Thema.
cptnkuno
Inventar
#36 erstellt: 14. Jul 2009, 06:36
versehentlich Doppelpost


[Beitrag von cptnkuno am 14. Jul 2009, 06:36 bearbeitet]
DaRuLe2
Inventar
#37 erstellt: 14. Jul 2009, 18:37
Anbei mal die Liste der Geräte die ich noch bekommen könnte.

Welche würdet Ihr empfehlen für ein Siderack am Anfang?

Soll brauchbar sein, nicht das günstigste und nicht das teuerste...irgendwo zwischen drin.

Wobei ich denke, dass ich mir mit der Firma schon einig werde :-)

mfg

Patrik

Liste:

BSS 966 Grafik EQ 2x31 Band, top Zustand

Lexicon MPX-1 Multieffekt

Lexicon LXP-1 (2x)

Dbx 166XL

Roland RSP 550 Multieffekt (Top Studiogerät)

Yamaha SPX 90

Roland SDE 1000 Delay

Drawmer MX-40 Gates

Behringer Composer

Behringer Autoquad uvm.
_Floh_
Inventar
#38 erstellt: 14. Jul 2009, 19:36
DBX 166XL ist eigentlich Standard, den findest du in beinahe jedem Verleiher Rack, einfach weil von allem etwas drin ist.
Gate und Expander sind zwar, genauso wie der Limiter, etwas primitiv, aber hey, das Zeug kann immerhin jeder Bedienen!

Der Behringer Composer ist auch was von dem Foramt, halt in billig, tut aber seine Arbeit auch, Akzeptanz ist halt mieß.

31 Band EQ wirst du wohl oder übel auch brauchen, zumindest für die Monitorwege geht´s nicht ohne.
Ob der BSS speziell was taugt kann ich dir nicht sagen...sollte aber, bei ´nem Neupreis von mehr als 500€!

Der Behringer Autoquad ist, genauso wie das Drawmer MX-40 ein 4 Kanal Gate.
Das MX-40 hat neulich mal wer für die Drums verwendet, klang nicht übel.

Zum Rest weiß ich nicht viel, einige Sachen sind recht alt, das Lexicon LXP-1 z.B.

Bei den Multieffekten würde ich aber auf Einfacheit achten, das soll nach 5 Minuten spielen am besten jeder beherschen,
besonders wenn das Zeug in der Verleih geht hat da keiner Bock, erstmal 4 Stunden die BDA zu lesen.

Lexicon MX200 sieht man bei den Verliehern in meiner Gegend recht oft, weil beinahe Idiotensicher
DaRuLe2
Inventar
#39 erstellt: 14. Jul 2009, 19:53
Den MPX 100 und MPX 500 hätte die Firma auch noch im Angebot!

Wäre das was?

Reichen 2 der 166XL oder sollten es mehr sein?


[Beitrag von DaRuLe2 am 14. Jul 2009, 19:54 bearbeitet]
*xD*
Moderator
#40 erstellt: 14. Jul 2009, 20:07
SPX 90 würde ich auf jeden Fall nehmen als Effektgerät.

Ist zwar uralt (Nachfolgegeräte in Reihenfolge: SPX 900, SPX 990, aktuell das SPX 2000), sollte aber nach wie vor ridertauglich sein, die Effekte werden ja nicht schlechter mit der Zeit


[Beitrag von *xD* am 14. Jul 2009, 20:08 bearbeitet]
_Floh_
Inventar
#41 erstellt: 14. Jul 2009, 20:33
Ich denke die Frage kannst du dir selbst beantworten. Wie weit kommst du denn mit 4 Kompressoren/Gates/etc.?
Das reicht notdürftig für´s Drumset. Wenn dann bräuchtest du dazu zumindest noch ein paar Gates.
Becken beim Drumset brauchen z.B. nicht unbedingt ´nen Kompressor, Gaten sollte man aber.
Sonst hat man einfach zu viel Müll auf den beiden Kanälen.
DaRuLe2
Inventar
#42 erstellt: 14. Jul 2009, 20:52

*xD* schrieb:
SPX 90 würde ich auf jeden Fall nehmen als Effektgerät.

Ist zwar uralt (Nachfolgegeräte in Reihenfolge: SPX 900, SPX 990, aktuell das SPX 2000), sollte aber nach wie vor ridertauglich sein, die Effekte werden ja nicht schlechter mit der Zeit ;)


Ist der SPX900 - die Jungs haben in Ihrer Mail so manche Zeichen etc vergessen...lt. Verkaufsliste haben die nur die SPX900.

Sind die DBX 266xl auch brauchbar? die sind auch noch im Angebot enthalten und eben von drawmer die MX40.

EQ wird ja für Monitor gebraucht - muss es da der teure BSS sein oder tuts da auch was einfacheres?

Für FOH Out würde ich schon den teuren nehmen...aber für die Monitore reicht doch einer wo seinen Dienst tut, oder?
_Floh_
Inventar
#43 erstellt: 14. Jul 2009, 20:57
Gerade für die Monitore braucht man ´nen vernünftigen EQ, der billige kommt im Zweifelsfall an die Front PA.
Die Monitore sind schließlich im Großteil der Fälle diejenigen, die Rückkopplungen verursachen.

DBX 266XL ist halt nochmal etwas abgespeckt, hier fehlt z.B. der Limiter, den der 166 hat.
Brauchen tut man den Limiter nicht unbedingt, ist aber teilweiße ganz praktisch.
Ansonsten tut der 266 seinen Dienst.
cptnkuno
Inventar
#44 erstellt: 14. Jul 2009, 21:20

DaRuLe2 schrieb:
EQ wird ja für Monitor gebraucht - muss es da der teure BSS sein oder tuts da auch was einfacheres?

du hast aber schon im Hinterkopf daß das Yamaha Pult einen Dreiband EQ mit parametrischen Mitten im Aux out hat?
mix4munich
Stammgast
#45 erstellt: 14. Jul 2009, 21:56
Ich würde aus der Liste folgendes nehmen:

BSS 966 Grafik EQ 2x31 Band
Lexicon MPX-1 Multieffekt
Lexicon LXP-1 (2x)
Dbx 166XL
Roland SDE 1000 Delay
Drawmer MX-40 Gates (evtl. dieses auch weglassen)

Damit hast Du erstmal alles, was Du so brauchst. Der BSS 966 ist ein tolles Gerät, eins für die Stereosumme und eines für je zwei Monitorwege brauchst Du allerdings. Spielt in derselben Liga wie dbx 2231 (und diese Teile liebe ich), evtl. sogar höherwertig.

MPX-1 als Haupthall, eine LXP-1 als Gated reverb für die Snare, eins als Chorus oder special effect (was auch immer gebraucht wird), das Roland SDE-1000 als Delay.

Alle Teile bis hierhin sind auch super easy zu bedienen, das hast Du (oder wer auch immer sie bedient) ganz schnell raus.

Die beiden dbx 166 sind Verleiherstandard, wenn Du eine Vorstellung hast, wie Du damit umgehen musst, dann nimm sie. Sie tun, was sie sollen, ohne Dir das Signal zu ruinieren.

Dasselbe gilt für das Gate von Drawmer - falls Du damit umgehen kannst, nimm es. Ansonsten Finger weg! Wobei ich persönlich meist ohne Gates mische, und ich kriege auch so einen tollen Drumsound hin. Ein gut gestimmtes Drumset, ein fähiger Drummer, gute Mikros und das Wissen, wie man ein Schlagzeug ordentlich mikrofoniert, sind dabei mehr wert als ein Rack voller Gates.

Die Behringer-Sachen, die ganzen anderen Roland-Effekte und das SPX-90 lass weg. Behringer hat einfach eine eher geringe Akzeptanz, weil sie sich mit einigen miesen Geräten den Ruf versaut haben. Die speziellen Roland-Teile kennt kein Mensch, und wer will sich schon in der Hitze eines Live-Mixes in ein neues Gerät einarbeiten? Das SPX-90 ist inzwischen ein Stück Altmetall (oder alt-Silizium) und klingt nach heutigen Maßstäben wirklich unterdurchschnittlich - blechern und wegen der schlechten Wandler "wie Plastik", und alle Frequenzen oberhalb 12kHz sind abgeschnitten.

Falls Du etwas zu den Kompressoren lernen willst, guckst Du hier: http://www.mix4munich.de/kompressoren.htm

Viele Grüße
Jo
mix4munich
Stammgast
#46 erstellt: 14. Jul 2009, 22:03

_Floh_ schrieb:
...
Becken beim Drumset brauchen z.B. nicht unbedingt ´nen Kompressor, Gaten sollte man aber.
Sonst hat man einfach zu viel Müll auf den beiden Kanälen.


Kontra! Wenn Du die Overheads mit Gates versiehst, machen die entweder falsch auf oder bleiben zu, obwohl sie aufgehen sollen. Dynamik im Spiel des Drumemrs wäre hierbei tödlich.

Über die OH kommt das ganze Set mit rüber, und wenn Du diese Mikros "abhackst", bekommst Du einen merkwürdigen, sich ständig ändernden Klangcharakter im Drumset. Daher lieber die OH nicht gaten. Die Toms dann schon eher. Das geht aber nur dann einigermassen gut, wenn Du auch eine Frequenz bestimmen kannst, bei der die Gates öffnen. Die musst Du dann bei jedem Gate auf die zugehörige Trommel abstimmen, sonst hast Du ständig Cross-Trigger (Schlag auf grosses Tom öffnet nebenbei noch das Gate des kleinen Toms und umgekehrt), und dann kannst Du Dir die Sache schon wieder sparen.

Die Frage ist: Kannst Du mit Gates umgehen? Wenn nein, lass sie weg. Es gehört einiges an Erfahrung dazu, um mit Gates den Sound zu verbessern.

Viele Grüße
Jo


[Beitrag von mix4munich am 14. Jul 2009, 22:04 bearbeitet]
zucker
Moderator
#47 erstellt: 14. Jul 2009, 22:08
Seh ich exakt genauso,
an den OH`s hat kein Gate etwas verloren. An den Toms schon, jedoch geht das auch ohne Sidechain, EQ am Pult sollte genügen.
_Floh_
Inventar
#48 erstellt: 14. Jul 2009, 22:14

mix4munich schrieb:

_Floh_ schrieb:
...
Becken beim Drumset brauchen z.B. nicht unbedingt ´nen Kompressor, Gaten sollte man aber.
Sonst hat man einfach zu viel Müll auf den beiden Kanälen.


Kontra! Wenn Du die Overheads mit Gates versiehst, machen die entweder falsch auf oder bleiben zu, obwohl sie aufgehen sollen. Dynamik im Spiel des Drumemrs wäre hierbei tödlich.


Prinzipiell richtig.

Es ist immer ein Glücksspiel, die Overheads richtig zu gaten, hierfür braucht man recht viel Fingerspitzengefühl.
Ich bekomme das meistens auch nur irgendwie hin, nur das muss dann reichen.
Wenn man über die Overhead Mikrofone ´ne Menge Müll von der ganzen Bühne in den Mix bekommt, geht´s garnicht anders.
Daher würd ich die Dinger einfach mal einplanen, im Notfall retten die Dinger einem den Allerwertesten.
Ansosnten hat man 2 Gates dabei, die man für irgendwas anderes, kreatives, nutzen kann.

Wenn man damit überhaupt nicht umgehen kann, dann lässt man die Teile aber wirkich besser weg, da kommt sonst nur Müll raus.
Wenn das Zeug in den Verleih geht, sollte man auf jeden Fall was passendes da haben, kostet auch nicht die Welt.
DaRuLe2
Inventar
#49 erstellt: 14. Jul 2009, 22:21
Ich fasse mal kurz zusammen:

Auf jedenfall die DBX 166XL nehmen.
Einmal den BSS als Summen EQ
Für die Monitore würde evtl. auch ein Alesis DEQ 830 (hoffe ich habe das nun richtig geschrieben) gehen.

Delay - muss sein oder ein Kann?


Bei den Effekten haben die Jungs auch die Lexicon MPX 100 und MPX 500

Edit: bin auch nicht abgeneigt z.B. neue Lexicon MX Effekte zu nehmen, falls es was brauchbares gibt.


[Beitrag von DaRuLe2 am 15. Jul 2009, 05:47 bearbeitet]
zucker
Moderator
#50 erstellt: 14. Jul 2009, 22:43
Floh,

ich weiß ja nicht wer Dir den Floh ins Ohr gesetzt hat aber an den OH`s hat wirklich kein Gate etwas verloren. Mit den OH`s nimmt man alles im räumlichen Verhältnis zusätzlich ab, da da darf kein Gate etwas zumachen. Vielleicht hast Du die Miks zu niedrig angeordnet?




DEQ 830 heißt der Bursche
_Floh_
Inventar
#51 erstellt: 15. Jul 2009, 15:30

zucker schrieb:
Floh...ich weiß ja nicht wer Dir den Floh ins Ohr gesetzt hat


Mich schreibt man ohne h, steht auch in der Signatur

In´s Ohr gesetzt hat mir das Tierchen auch keiner, es ist ein Erfahrungswert, der aus der Not heraus entstanden ist.


zucker schrieb:
aber an den OH`s hat wirklich kein Gate etwas verloren. Mit den OH`s nimmt man alles im räumlichen Verhältnis zusätzlich ab, da da darf kein Gate etwas zumachen. Vielleicht hast Du die Miks zu niedrig angeordnet?


Lassen wir´s einfach gut sein...dann Gated man OHs eben nicht, wenn man es richtig machen will.

Das die beiden Mikros falsch hingen, schließe ich nicht aus, im Zweifelfall waren sie aber eher zu hoch, als zu niedrig, angebracht
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