Behringer DCX-2496 XLR auf Cinch

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bukongahelas
Inventar
#1 erstellt: 14. Jun 2011, 23:34
Hi, die Behringer DCX-2496 Digitalweiche hat
2 (von mir benutzte) XLR Eingänge und 6 XLR Ausgänge.
Adaptiert man XLR symmetrisch auf Cinch asymmetrisch,
wird manchmal das -cold Signal bzw XLR-Stecker-Pin mit dem Massepin verbunden.
Am Eingang der DCX gibt das m.E. keine Probleme,
an den Ausgängen könnte es jedoch einen Kurzschluß geben,
je nachdem ob die Ausgänge symmetrisch, elektronisch
oder gar servo(kreuz)symmetriert sind.
Welche XLR-Ausgangsvariante die DCX benutzt, ist mir unbekannt.
Wie müssen die XLR auf Cinch Adapter an den XLR-Ein- und Ausgängen der DCX beschaltet werden ?
Gruß
bukongahelas
*xD*
Moderator
#2 erstellt: 15. Jun 2011, 11:11
Hi

Am Eingang kommt + vom Cinch an + (Pin 2) vom XLR, der Schirm kommt an Pin 1 und Pin 3 (Masse und -).

Die meisten Geräte haben servosymmetrische Ausgänge, denen macht das Kurzschließen von - nichts aus. Impedanzsymmetrisch kann man auch kurzschließen.

Um in allen Fällen auf Nummer sicher zu gehen, verbindest du am Ausgang Masse mit dem Schirm und + mit dem Signal, der - Pin bleibt einfach unbeschaltet.
Die andere Möglichkeit wäre - mit der Masse zu verbinden, das geht aber logischerweise nur bei Ausgängen, die nicht massebezogen sind (und das sind trafosymmetrische, was nur die wenigsten Geräte haben).

Daher wie gesagt - Pin 1 an Schirm und Pin 2 an Signal
bukongahelas
Inventar
#3 erstellt: 15. Jun 2011, 20:41
Danke.
An den Eingängen wird -cold also mit Masse verbunden,
Signaleinspeisung an +hot gegen Masse.
Am Ausgang nimmt man nur +hot und Masse zur Signalauskopplung.
-cold bleibt offen.
Genauso ists auch bei einer Albs UWE-25 Weiche, die hat
für +hot und -cold je einen eigenen Ausgangs-OP .
Für Cinch wird nur +hot und Masse benutzt.
(Will man das invertierte Signal auskoppeln , zB für
Ansteuerung normaler Stereoendstufen im Brückenbetrieb,
nimmt man eben -cold gegen Masse).
Man kann ja auch probieren was mit dem +hot Ausgangssignal
passiert, wenn man -cold über 1k Widerstand mit Masse verbindet.
Angeblich soll sich bei servosymmetrischen Ausgängen die Amplitude des +hot verdoppeln, wenn man -cold mit Masse verbindet. Ich teste das nicht "hart" sondern mit 1k , dann
470R, 10R , Null R (Drahtbrücke).
Einfache Frage, eindeutig direkte Antwort.
Gibts irgendwo ein Servicemanual oder Schaltplan der
DCX-2496 zum Download ?
Als Elektroniker könnte ich da manches erkennen.
Gruß
bukongahelas
*xD*
Moderator
#4 erstellt: 15. Jun 2011, 21:07
Ich habe die Ausgänge noch nicht gegen Masse gemessen, nur mal spontan das DMM drangehalten. Sie sind zumindest nicht impedanzsymmetrisch.

Ich würde auch mal auf servosymmetrisch tippen (mal geschwind kurzschließen zum messen sollte auch nicht schaden, zumal die meisten gängigen OPs ohnehin dauerkurzschlussfest sind).

Serviceunterlagen zum DCX sind mir nicht bekannt. Kannst ja höchstens mal anfragen, vermutlich tippen die aber ohnehin eher auf Wegwerfgesellschaft...
bukongahelas
Inventar
#5 erstellt: 24. Jun 2011, 13:32
Habe nun im ersten Schritt die DCX mit einem Laptop via
9pol seriell Datenkabel mit der Steuersoftware DCX Remote
Stand 1.16a verbunden. Funktioniert, alles sehr schön übersichtlich fernsteuerbar.
Am Eingang der DCX sind nun Adapter von Cinch nach XLR,
+Cinch an +XLR ; Masse Cinch an Masse XLR ; -XLR und Masse XLR im XLR Stecker verbunden, so wie empfohlen.
CinchSignal kommt von TapeRecOut eines Vollverstärkers mit
ca 1V Pegel.
Die Ledketten von DCX Eingang A und B (C und Sum sind gemutet) schlagen bis ca -6dB aus.
Gehe ich mit der Maus auf die Eingangspegelsteller (Schieber)
der Kanäle A oder B (stereo-link ist aktiviert), lassen sich
diese zwar von -15 bis +12dB verstellen, aber das hat
keinen Einfluß auf den Ausschlag der Input-Ledketten.
Probiert man dasselbe mit den Ausgangspegelstellern der
6 Out-Kanäle, funktionierts ; je "höher" der Schieber desto
mehr Pegel kommt raus und das zeigen die 6 Out-Ledketten auch an.
Behringer Service meint Hardware sei defekt, einschicken zur
Reparatur.
Bevor ich das tue frage ich aber hier nochmal nach,
obs nicht doch ein Bedienungsfehler, Softwarebug,
Adapterproblem etc sein könnte.
Werde im InputAdapter Cinch->XLR mal die Brücke zwischen
Masse und -cold entfernen.
In der DCX BDA steht, daß sich die DCX beim Anschluß
unsymmetrischer Quellen automatisch in der Eingangsempfindlichkeit anpaßt.
Vielleicht "blockiert" die Masse-Cold-Brücke die manuelle
software Einstellung der Eingangsempfindlichkeit.
Gruß
bukongahelas
bukongahelas
Inventar
#6 erstellt: 25. Jun 2011, 02:37
War ein Bedienungsproblem: Die Ledketten zeigen den
direkten Inputlevel VOR den Inputfadern an.
Nicht so wie bei analogen Tapes, wo die LK vom
Aufnahmepegelsteller abhängig sind.
Somit reagieren die LK nicht auf die InputFader.
Bei den 6 Ausgängen ist es umgekehrt: Erst kommen
im Signalpfad die OutFader, dann die OutLedKetten.
Somit reagieren die OutLK auf die OutFader ebenso wie auf die InFader. Seltsames Konzept.
Der Signalpfad ist also:
InLedKetten , InFader , AD-Wandler , DSP-Processor ,
DA-Wandler , OutFader , OutLedKetten.

Fragt sich nur wie man die InFader "optimal" (damit meine
ich volle AD-Wandlerauflösung) einstellt, wenn die InLK
nur den direkten InLevel anzeigen.
Momentan steuert ein ca 1V Cinchsignal den Eingang der
DCX nur bis ca -10 bis -6dB aus.
Damit die InLK bis 0dB ausschlagen, brauchts einen Vorverstärker.
Woher soll man wissen, ob die Eingangsempfindlichkeit
optimal an die Wandler angepaßt ist ?
Anders: Welcher Pegel denn nun hinter den InFadern anliegt.
Über den Pegel zwischen dem Ausgang der Infader und
dem Eingang der OutFader hat man keine Information.

Oder man stellt die OutFader auf 0dB (Verstärkung 1) ein.
Dann müßten die OutLK den internen Pegel der Wandler
korrekt anzeigen.
Also werden die InFader so eingestellt, daß die OutLK
max bis 0dB ausschlagen, wenn die OutFader auf 0dB stehen.

bukongahelas
TerminX
Stammgast
#7 erstellt: 25. Jun 2011, 08:03

Damit die InLK bis 0dB ausschlagen, brauchts einen Vorverstärker.


Dir ist klar, dass das dbfs sind?
bukongahelas
Inventar
#8 erstellt: 25. Jun 2011, 16:16
Ja, dB ist nicht gleich dB , abhängig vom Index.
Es gibt Spannungs- und Leistungs-dB , die darf man nicht verwechseln. In der Logaritmusformel steht vor dem
"log" eine 10 oder 20 . 20 ist für Spannung und 10 für Leistung (oder umgekehrt?).

Vermute mit dB(fs) ist Studiopegel gemeint.
Soweit ich weiß doppelt so hoch wie Consumer.
Die Angabe fs ist nett gemeint, nur fs kann alles mögliche
bedeuten , zB Resonanzfrequenz.
Wäre sinnvoll Indizes voll auszuschreiben, damit der
Unbedarfte was lernen kann und der Profi nichts verwechselt.
Was bedeutet "fs" ???

0dB Consumer sind 0,775 V . Demnach müßte 0dB Studio
doppelt soviel also 2x0,775V = 1,55 V sein.
Dann müßte eine 0dB Consumerquelle theoretisch -6dB leiser
sein als eine Studioquelle.
Man könnte auch sagen XLR hat 2 Phasen (hot+cold) mit je
0,775V , was sich im Differenzverstärker zu 1,55V addiert.

Theoretisch, weil Consumer CD-Player meist lauter als
0,775V = 0dB (DIN) sind.
Bei mir schafft es der CD-Player nicht, die DCX im Eingang
voll auszusteuern, ob Brücke 1+3 im XLR Stecker geschaltet ist oder nicht ist egal.
Ich hätte erwartet, daß die Eingangsempfindlichkeit mit Brücke 6dB mehr wäre.

Würde man die DCX digital (AES/EBU) ansteuern, müßte auch
ein Consumer CDP sie auf 0dB aussteuern können.
Dafür braucht man aber einen Opto-Toslink nach AES/EBU
Wandler/Pegelumsetzer. Sowas habe ich jedoch noch nie käuflich gesehen.

DCX: Habe die In und Out Adapter fertig.
Am Eingang sind 1+3 gebrückt, wie empfohlen.
Versuchsweises Entfernen der Brücke (nur 1Masse 2Hot Einspeisung) bringt keine Änderung.
Am Ausgang zunächst nur 1Masse und 2Hot angeschlossen.
Im laufenden Betrieb testweise 3Cold+1Masse gebrückt:
Der Ausgangspegel steigt, vermutlich um das doppelte = +6dB.
Das deutet auf einen elektronischen kreuzsymmetrischen
XLR Ausgang hin.
Eigentlich hätte ich diesen Effekt auch am Eingang vermutet.
Habe Ausgangsbrücke 3+1 belassen.

Fazit: Ein- und Ausgangs XLR-Cinch Adapter haben eine
Brücke zwischen 1Masse+3Cold im XLR Stecker.
Cinch Masse kommt an XLR1(+3). CinchSignal(Hot) an XLR2.

bukongahelas
bukongahelas
Inventar
#9 erstellt: 25. Jun 2011, 16:34
Ich habe 2 Stück DCX-2496 (war bisher uninteressant).
DCX#1 steuert 2 Dreiweg Boxen über 2 Stereoverstärker an.
2xIN und 2xBass 2xMid 2xHi Out.
DCX#2 soll 2 getrennte aktive SubWoofer ansteuern, OUT1+2.
OUT3+4 sollen verzögerte Rear-Kanäle erzeugen.
OUT5 einen Center und OUT6 einen Rear-Center.
Bei den Rears und Centers sehe ich bzgl Filterung/Delay
keine Probleme, wohl aber bei den beiden SW.
Die SW sind geschlossen (wegen des Impulsverhaltens) und
brauchen einen Frequenzgang, der oberhalb 60Hz steilflankig
abschneidet. Zu den tieferen Bässen hin brauchen sie einen
stetigen Pegelanstieg zur Kompensation des geschlossenen Prinzips.
Am unteren Ende bei ca 15Hz dann noch ein steilflankiges
Subsonicfilter.
Zusätzlich noch Gütekorrektur/Filtertyp und evtl Delay.
Die SW laufen zZt mit einem analogen speziell berechneten
Filter nach dem URPS (UnderResonancePrincipleSubwoofer),
Prinzip siehe die HP von A.Weidinger.
Dieses Filter nachzubilden wird hoffentlich mit der
DCX möglich sein, unter Einsatz entsprechender Filterflanken
und Equalizer.
Wer hat sowas schon mit einer DCX gemacht; DCX als Subwooferfilter ?
bukongahelas
TerminX
Stammgast
#10 erstellt: 25. Jun 2011, 23:04

Was bedeutet "fs" ???


dbfs ist ein offizieller name für decibel full scale und ist somit das digitale Pendant. 0 dbfs stellt somit das absolute Maximum dar.

Beim DCX ist das verhältnis glaub ich 0dbfs = +17 dbu. Steht aber genau in der Bedienungsanleitung. Bin mir grad nicht sicher.
bukongahelas
Inventar
#11 erstellt: 26. Jun 2011, 01:52
Zitat aus BDA bzgl XLR:
Die DCX verfügt über elektronisch symmetrierte Ein- und Ausgänge.
Die automatische Servofunktion erkennt den Anschluß von unsymmetrischen Steckerbelegungen und stellt den Nominalpegel intern um, damit kein Pegelunterschied zwischen Ein- und Ausgangsssignal auftritt (6dB Korrektur).

Mit "Erkennung" ist vermutlich die Brücke 1-3 im XLR Stecker gemeint.

Decibel Full Scale: Bedeutet also digital 0dB.
Fragt sich nur wieviel Volt 0dB analog in und out sind,entsprechend 0dB(fs).
Wieviel Volt sind denn 0dB am XLR Studiopegel ?
Ich meine die Spannungen zwischen Hot+ bzw Cold- und Masse,
sowie die Spannung zwischen Hot+ und Cold- .

Inputlevelsteller A+B stehen jetzt auf +12dB ,
die Outputlevelsteller auf 0dB.
In dieser Einstellung steuert ein CD-Player die InputLedKetten bis ca -6dB aus, die OutLedKetten bis
ca -2dB.

bukongahelas
*xD*
Moderator
#12 erstellt: 26. Jun 2011, 18:50
Ich glaube du hast da noch ein paar Denkfehler

Ich erkläre nochmal kurz das, was mir so aufgefallen ist:

dbfs ist im Gegensatz zu dbU kein absoluter Pegel, sondern bezieht sich auf die maximale Aussteuerung.
Du weißt ja, 0dbU sind 0,775V. Bei 0dbfs sind der maximale Wert, der vom Wandler verarbeitet werden kann.
Beim DCX sind 0dbfs = +22dbU und demnach 0dbU = -22dbfs.

Dann zu der Sache mit den VU-Metern des DCX (an der Vermtung eines Hardwaredefekts kann man wohl deutlich die Kompetenz des Service erkennen ).
Bei genauer Überlegung ist das nicht komisch, sondern völlig logisch.
Was du hier falsch annimmst: Die Lautstärkeregelung ist bereits digital und nicht analog, daher kannst du damit nicht den Eingangspegel der Kanäle senken und die Eingangswandler vor Clipping bewahren. Deswegen zeigt dir die Kette auch den Eingangspegel unabhängig vom Pegelregler am Eingang an. Klar?
(Bei Ansteuerung über AES/EBU wäre es aber eigentlich unnötig, da hast du recht, da hier ja die Eingangswandler nicht übersteuert werden können, sondern nur die interne Clippingreserve, auf die der Regler natürlich eine Auswirkung hat).



Zu deinem Subwooferfilter: Um die Übertragungsfunktion des Filters nachbilden zu können, musst du die Auswirkung auf den Frequenzgang messen, bei analogen Sachen ist das leider nicht immer so ganz eindeutig, da gibts durchaus Unterschiede in Theorie und Praxis.

Beim Ausgang ist es natürlich anders, hier hat der Pegel eine Auswirkung auf den Wandler, wenn hier der Wert höher ist, wird auch der Wandler höher ausgesteuert, deswegen wird die Anzeige von der Reglerstellung beeinflusst.
bukongahelas
Inventar
#13 erstellt: 26. Jun 2011, 22:26
"Beim DCX sind 0dbfs = +22dbU und demnach 0dbU = -22dbfs."
--> also hat man +22dB Aussteuerungsreserve wenn die DCX
mit 0,775 V angesteuert wird ?
Oder: Mit 0,775 V ist die DCX -22dB "untersteuert" ,
was geringere Wandlerauflösung und Rauschen verursacht ?
Anders: ein 0 dBu (0,775 V) Signal müßte um +22 dB verstärkt
werden, um die Wandler voll auszusteuern ?
Dann wäre die DCX pegelmäßig gesehen für Cinch Anschluß
viel zu unempfindlich und könnte ihre maximale Qualität
nicht erreichen ?
Die InputLedKetten müssen ja bis 0dB aussteuern, nur dann
"klingt" die DCX optimal.
Das schafft der CD-Player nicht.

Gern würde ich die DCX digital ansteuern,
nur wie verbindet man das optische (Toslink) Signal des CDP mit dem digital-symmetrischen AES/EBU XLR-Eingang der DCX ?

Etwas einfacher: Wie sieht das Adapterkabel von Digital
Coaxial elektrisch (CinchOut des CD-Players) an
AES-EBU Digital in XLR der DCX aus ?
Soweit ich weiß stimmt das Datenformat überein (SPDIF),
nur der Pegel und die Art der Symmetrierung nicht.

Scheinbar lassen sich diese Pegelprobleme nur durch aktive
Konverter lösen.

bukongahelas
*xD*
Moderator
#14 erstellt: 26. Jun 2011, 23:07

"Beim DCX sind 0dbfs = +22dbU und demnach 0dbU = -22dbfs."
--> also hat man +22dB Aussteuerungsreserve wenn die DCX
mit 0,775 V angesteuert wird ?
Oder: Mit 0,775 V ist die DCX -22dB "untersteuert" ,


Richtig.



was geringere Wandlerauflösung und Rauschen verursacht ?


Das dagegen nicht und ist ein beliebtes Ammenmärchen. Der Wandler löst so genau auf wie immer, lediglich die Signale sind kleiner und dementsprechend hat man ein paar Abstufungen weniger zur Verfügung. Übernehm das aber mal in die Praxis, nehmen wir mal einen alten 16-Bit/48khz Wandler und Vollaussteuerung bei 10V. Das bedeutet es gibt 65536 Abstufungen, was einer Auflösung von 0,15mV entspricht. Selbst bei schwachem 100mV-Pegel gibt es schon 666 Abstufungen, was dicke zur Rekostruktion ausreicht, Ungenauigkeiten werden weniger Auswirkungen haben als ein Ganzzahl-PCM durch Rundungsfehler verursacht. Dazu reicht die Samplefrequenz sowieso nicht aus, um die Auflösung effektiv zu nutzen.
Der DCX löst aber mit 24 Bit, was also mehr als 16 Mrd. Abstufungen sind, die Abstufungen spielen sich hier im Nanovolt-Bereich ab. Irgendein Goldohr findest du immer, aber praktisch ist sowas Nonsens



Dann wäre die DCX pegelmäßig gesehen für Cinch Anschluß
viel zu unempfindlich und könnte ihre maximale Qualität
nicht erreichen ?
Die InputLedKetten müssen ja bis 0dB aussteuern, nur dann
"klingt" die DCX optimal.
Das schafft der CD-Player nicht.


Nicht zu unempfindlich, er verträgt mehr Headroom. Der Qualität tut das wie oben dargelegt keinen Abbruch. Bei einem Mischpult, das gut und gern mal +16dbU ausgibt, schadet die Reserve auch nicht.



Gern würde ich die DCX digital ansteuern,
nur wie verbindet man das optische (Toslink) Signal des CDP mit dem digital-symmetrischen AES/EBU XLR-Eingang der DCX ?


Gar nicht.



Etwas einfacher: Wie sieht das Adapterkabel von Digital
Coaxial elektrisch (CinchOut des CD-Players) an
AES-EBU Digital in XLR der DCX aus ?
Soweit ich weiß stimmt das Datenformat überein (SPDIF),
nur der Pegel und die Art der Symmetrierung nicht.


Wenn der CD-Player S/PDIF ausgibt, geht das, ja.
Der Pegel von AES/EBU ist höher, meines Wissens funktioniert der DCX aber auch mit dem niedrigern S/PDIF-Pegel und unsymmetrischer Ansteuerung.

Versuch mal Cinch + -> XLR Pin 2, Pin 3 und Pin 1 wieder auf Masse, das sollte funktionieren.
bukongahelas
Inventar
#15 erstellt: 26. Jun 2011, 23:51
"Versuch mal Cinch + -> XLR Pin 2, Pin 3 und Pin 1 wieder auf Masse, das sollte funktionieren."

Also dasselbe Adapterkabel wie für analog.
Muß es einen bestimmten Wellenwiderstand haben,zB 50 Ohm ?
Ich könnte (etwas steifes) RG-58 "CB-FunkerKabel" nehmen.
Oder reicht hochwertiges "Mikrofonkabel" ?

Falls die CDP->DCX Digitalverbindung funktioniert, liegt
dann auch an den 6 Ausgängen Konstantpegel an.

Meistens werden DCX als 2x3 Weg Frequenzweichen benutzt
und mit variablem Analogpegel vom PreAmp versorgt.
Die Ausgänge folgen natürlich pegelvariabel und somit auch
die nachfolgenden Endstufen. So soll es sein.

Gibt die DCX nun Konstantpegel aus und man braucht trotzdem
MasterVolume Lautstärkeeinstellung, gibts 2 Möglichkeiten:
- Ein sechsfach (symmetrisches?) Mastervolumepoti zwischen
DCX Out und Endstufen In. Evtl auch aktiv (PGA-2311).
- Einen digitalen Lautstärkesteller zwischen PreOut(digital)
und DCX In (digital AES/EBU). Sowas habe ich noch nie gesehen, genausowenig wie besagten Konverter von Optisch Toslink SPDIF nach AES/EBU symmetrisch elektrisch.

Ersteres ist aufwändig aber technisch relativ einfach.
Letzteres halte ich für die "sauberere" Variante.

Ideal wäre also ein digitaler Lautstärkesteller mit
Ein- und Ausgängen Optisch Toslink , SPDIF elektrisch asymmetrisch (Coax Out) und AES/EBU symmetrisch elektrisch.
Kennt jemand so ein Gerät (und Anbieter) ?

Wie funktioniert überhaupt digitale Pegelstellung ?
Es wird 16bit 44kHz angenommen.
Wenn die 16bit=65536 Digitalstufen (real+-32768bit)
voll "da" sind, ists maximal laut (Hex FFFF).
Will man halb so leise , müßte man alle Samplewerte
durch 2 teilen, das ergäbe -6dBu .
Andere Lautstärkestufen erreicht man durch andere Teilerfaktoren.
Falls das prinzipiell korrekt ist, wäre ein digitaler
LS-Steller ja garnicht sooo kompliziert.
Aber: Je weniger bit desto geringere Auflösung ,
ein Argument gegen einen digitalen LS-Steller.

(jetzt würde mich noch interessieren, was ein DSP Processor
mit den bits/samples macht, wenn er ein einfaches 6dB Tiefpaßfilter berechnet)
These: Wenn sich die Amplitudenwerte von sample zu sample
langsam ändern, sinds wohl Bässe, also durchlassen.
Ändern sie sich schnell , sinds wohl Höhen , also unterdrücken.

bukongahelas
*xD*
Moderator
#16 erstellt: 27. Jun 2011, 08:53
Den Wellenwiderstand kannst du bei einem so kurzen Kabel (<5m) getrost vernachlässigen. AES/EBU hat eigentlich 110 Ohm Wellenwiderstand. Da reicht popeliges Mikrofonkabel.


Falls die CDP->DCX Digitalverbindung funktioniert, liegt
dann auch an den 6 Ausgängen Konstantpegel an.


Wie meinst du Konstantpegel?
Es funktioniert alles gleich, von der Bedienung her gibt es zwischen Analog und Digital keinen Unterschied.

Den Master Volume hat man eigentlich eher vor dem Controller, im PA-Einsatz das Mischpult. Wenn du direkt den CD-Player anschließen möchtest, ist das natürlich etwas blöd. Im Zweifel halt einen Hifi-Preamp benutzen und doch die AD-Wandlung in Kauf nehmen, ich habe zumindest mit einem hochwertigen Kopfhörer auch keine klanglichen Unterschiede feststellen können.

Fertige Lautstärkesteller für digital sind mir auch nicht bekannt, die wenn dann wohl auch sehr teuer sein dürften.



Wie funktioniert überhaupt digitale Pegelstellung ?
Es wird 16bit 44kHz angenommen.
Wenn die 16bit=65536 Digitalstufen (real+-32768bit)
voll "da" sind, ists maximal laut (Hex FFFF).
Will man halb so leise , müßte man alle Samplewerte
durch 2 teilen, das ergäbe -6dBu .
Andere Lautstärkestufen erreicht man durch andere Teilerfaktoren.
Falls das prinzipiell korrekt ist, wäre ein digitaler
LS-Steller ja garnicht sooo kompliziert.
Aber: Je weniger bit desto geringere Auflösung ,
ein Argument gegen einen digitalen LS-Steller.


Richtig, die Samplewerte werden einfach mit einem bestimmten Faktor multipliziert. Da Multiplikation und Division komplexe Aufgaben sind, benötigt der Mikrocontroller eine Hardwareeinheit für die Berechnung, die hat aber heutzutage nahezu jeder µC, DSP-Typen sowieso (früher gab es extra dafür noch Coprozessoren).

Hier stimmt dann aber dein Argument mit der Auflösung: Wenn man hier mit 24 Bit weiterrechnet, würde man nennenswerte Signalabweichungen erhalten, da der DSP "nur" mit 6 Nachkommastellen rechnet. Darum arbeiten die meisten DSP bei der Berechnung mit 32 Bit, sodass auch hier Rundungsfehler auf einen nichtigen Wert reduziert werden, manche Geräte gar mit 40 Bit, daher gibt es dann bei der Umwandlung zurück zum analogen Signal nie eine höhere Verzerrung, da dieser ja nur in Ganzzahlen und mit mindestens 8 Bit niedrigerer Auflösung arbeitet.

Ein Lautstärkesteller ist ein sehr einfacher Algorithmus, wie du siehst.



(jetzt würde mich noch interessieren, was ein DSP Processor
mit den bits/samples macht, wenn er ein einfaches 6dB Tiefpaßfilter berechnet)
These: Wenn sich die Amplitudenwerte von sample zu sample
langsam ändern, sinds wohl Bässe, also durchlassen.
Ändern sie sich schnell , sinds wohl Höhen , also unterdrücken.


Um das zu verstehen, musst du erstmal prinzipiell wissen, wie sich die Signalformen aussehen, nimm z.B. mal ein Rechteckssignal. Ein solches besteht aus einer Sinunsgrundschwingung und besitzt nur unharmonische Verzerrungen. Die Grundschwingung erhältst du wieder durch einen Tiefpass, der die "Zacken" herausfiltert. Dabei kommen Kondensator und Spule ins Spiel, die hier die Flankensteilheit glätten, in dem Fall die Spule durch ihre "bremsende" Wirkung bei höheren Frequenzen, dadurch wird die Flanke geglättet und nähert sich wieder der Sinusform an.
Das ist die passive Realisierung. Natürlich geht das auch aktiv mit einem Differenzierer, der mit einem Differenzverstärker (OPAmp) durchgeführt wird. Hierbei wird über frequenzabhängige Bauteile (Kondensatoren in Kombination mit Widerständen) die Übertragungsfunktion erzeugt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Der DSP denkt hier nicht logisch wie du das meinst, sondern bildet die Übertragungsfunktion nach. Wie diese genau aussieht kann ich dir aus dem Stehgreif auch nicht sagen, damit muss man sich sehr eingehend beschäftigen, dazu solltest du zunächst mal die entsprechenden Wikipedia-Artikel durchlesen (und wenn du die verstanden hast, bist du schonmal ein gutes Stück weit ).
bukongahelas
Inventar
#17 erstellt: 27. Jun 2011, 19:06
Das ist wahrscheinlich das Thema/Formel mit Nennerpolynomen
und Koeffizienten. Mathematisch recht anspruchsvoll.
Zum Glück machts die DCX in ihrem DSP.

Konstantpegel: Gemeint ist das Ausgangssignal eines CD-Players.
Variabler Pegel: Kommt aus dem Ausgang eines PreAmp,
Signal durchläuft Volumepoti.

Kommt das Digitalsignal vom CDP, hats 0dB .
An den Ausgängen der DCX liegt also Konstantpegel an.
Der Mastervolumesteller muß nun 6kanalig sein und zwischen
DCX Out und Endstufen In liegen.

bukongahelas
*xD*
Moderator
#18 erstellt: 28. Jun 2011, 08:45
Ich würde dann lieber analog von CD zu DCX gehen und da ein einfaches Stereopoti reinsetzen. Die Wandler wirst du bei heutigen Geräten im praktischen Einsatz nicht hören, davor ist der Einfluss der LS um Faktoren größer
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