Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Gehe zu Seite: Erste 2 3 4 5 6 Letzte |nächste|

Kabelklang von Netzkabeln

+A -A
Autor
Beitrag
George_Lucas
Moderator
#1 erstellt: 07. Jun 2010, 14:02
Kabelklang von Netzkabeln
Alles nur Voodoo oder verbessert die Investition von mehreren 100 Euro pro Kabel den Klang tatsächlich?

Die Internetforen sind voll mit Berichten über den Einfluss unterschiedlicher Kabel auf den Klang der eigenen Musikanlage. Eine ganze Branche hat sich auf die Käuferschichten gestürzt, die das letzte Quäntchen Qualität aus ihren Lautsprechern, den Endstufen, der Vorstufe und dem Player herausquetschen wollen. Sogar Magazine (Print und Online) der Fachpresse berichtet immer wieder von hörbaren Unterschieden bei der Verwendung verschiedener Lautsprecherkabel, Netzkabel und Netzleisten. Es gibt sogar Workshops, die von Händlern, Herstellern und sogar Journalisten durchgeführt werden. Hier können sich (potentielle) Kunden und Kritiker ganz unverbindlich in den Verkaufsräumen der Händler oder auf Messen von den Unterschieden überzeugen.

Noch vor wenigen Jahren haben viele Besucher dieser Verkaufsveranstaltungen andächtig den Worten der Workshopleiter gelauscht, wenn diese ein fingerdickes Kabel auf beiden Händen dem Publikum präsentierten wie König Arthur sein Schwert und sagten, dass es die Spitze der machbaren Qualität darstellt und mehrere tausend Euro pro Meter kosten würde. Im anschließend stattfindenden Hörvergleich gegen eine Beipackstrippe waren für viele die Klangunterschiede deutlich zu hören. Meist wurden diese mit blumigen Worten umschrieben wie: „seidigere Höhen, Basswiedergabe mit weicherem und schnellen Ausklang, vollmundigere Stimmenwiedergabe.“ Manchmal hatten die Leser derartiger Artikel eher das Gefühl, einen Gourmet-Bericht eines Restaurantkritikers zu lesen, der gerade eine Weinprobe durchgeführt hat, als einen „objektiven“ Technikbericht über verschiedene Produkte deren Qualitäten sich eher in der Materialbeschaffen unterschieden.
Die Lager spalteten sich und bezeichneten sich gegenseitig gerne mal als „Voodoo-Gläubige“ und „Holzohren“.
Dank des Internets haben sich viele über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit diesen „Wunderkabeln“ ausgetauscht. Einigkeit bestand weitgehend darin, dass am Ende eines Kabels dasselbe herauskommen sollte was am Anfang hineingegangen ist. Diverse Messungen zeigten dabei immer wieder geringfügige Unterschiede auf. Die eine Seite begründete damit den Klangunterschied, den sie deutlich wahrnahmen. Die andere Seite erklärte, dass der Unterschied lt. Messung so gering ist, dass er für den Menschen überhaupt nicht wahrzunehmen ist.
Die Folge ist meist eine heftige Diskussion, an der sich oftmals auch die Hersteller dieser Produkte beteiligten. Nicht selten führte der aufkommende Streit und der daraus resultierende außerordentlich rüde Umgang miteinander dazu, dass ganze Threads gesprengt, geschlossen, moderiert oder User sogar gesperrt wurden. Eine sachliche Diskussion war meistens nicht möglich.
Da es in diesem Bereich um sehr viel Geld geht (immerhin hängt eine ganze Industrie daran), ist eine negative Berichterstattung eher unerwünscht von Seiten einiger hochpreisiger Kabelhersteller.

Nun wird sich kaum jemand davon freisprechen können, dass er nicht selbst schon mal eine bestimmte Marke (z.B. Auto, Kleidung, Parfüm, Sportgeräte, Audio) gekauft hat, weil ihm das Image gefällt oder das Produkt hochwertiger und stylischer erscheint. In diesem Bereich ist vieles halt Geschmacksache.

Im Falle der Kabel geht es sicherlich auch um Image, Styling und Wertempfinden. Hier kann/darf/soll jeder soviel Geld ausgeben wie er es für richtig empfindet. Das ist völlig in Ordnung. Mir gefällt es auch, wenn ein armdickes Kabel als Zuleitung für ein schickes Hornsystem verwendet wird oder damit kühlschrankgroße Endstufen mit Strom versorgt werden – doch verändert sich durch ein dickeres Netzkabel auch die Klangqualität? – Viele sagen JA, andere sagen BLÖDSINN!
Unbestritten ist sicherlich, dass der Widerstand in einem dünnen Kabel mit 1,5 mm² größer ist als in einem mit 2,5 mm². „Fachleute“ sagen, dass durch einen höheren Kabeldurchschnitt der Strom „besser“ fließen kann. Bei hoher Beanspruchung ist es durchaus wahrscheinlich, dass sich ein dünneres Kabel eher erwärmt als ein Kabel mit größerem Durchschnitt. Klangliche Auswirkungen soll das aber nicht haben.

Doch wie sieht das alles in der Praxis nun aus?
In einem Hörvergleich, der u.a. von der Firma Silent Wire auf den Hamburger Hifi-Tagen durchgeführt worden ist, hab ich tatsächlich einen Unterschied deutlich wahrnehmen können zwischen einer Beipackstrippe und diversen Kabeln für 150,- oder 800,- oder 3.000,- Euro. Dieser Unterschied war gering, aber für mich persönlich durchaus nachvollziehbar.
Die Kritiker, denen ich davon berichtet hatte, sagten sofort, dass das nicht möglich ist und ich mich da hab beeinflussen lassen durch die Präsentation. Es wurde sogar vermutet, dass an der Verkabelung manipuliert worden ist (wie auch immer). Ein Elektrotechniker vor Ort hätte eine Manipulation sehr schnell feststellen können.
Da ich vielen Dingen relativ kritisch gegenüber stehe, was nicht zwangsläufig bedeutet negativ, höre ich mir diese Dinge immer wieder gerne mal an und mach mir ein eigenes Bild davon. Dann entscheide ich, ob der qualitative Zugewinn im Verhältnis zum Preis steht, den ich dafür auszugeben bereit bin.

Zwei User aus dem Forum beisammen.de verglichen vor ein paar Wochen ihre Endstufen miteinander, dabei wurden auch verschiedene Netzkabel ausprobiert.
Das eine war eine typische Beipackstrippe, das beiden anderen waren (ich nenne sie mal) „höherwertige Kabel“. Beide User waren sich einig, dass sich die „höherwertigen Kabel“ klanglich von der Beipackstrippe abheben konnten. Das fand nicht nur ich erstaunlich (sondern auch einer der beiden User), weil nur der Player (und nicht die ganze Wiedergabekette) mit der Beipackstrippe (Netzkabel) ausgestattet wurde.
Letzten Mittwoch war einer der User bei mir zu Besuch und schleppte dasselbe „höherwertige Kabel“ mit an und sagte, dass ich das mal ausprobieren solle. Möglicherweise verbessert es bei mir die Klangqualität.
Genau das hab ich am letzten Freitag getan, als ich etwas Zeit hatte.

Blindtest:
Hier geht es nicht um einen vollständigen Blindtest. Ich wollte für mich selbst herausfinden, ob ich einen klanglichen Unterschied zwischen verschiedenen Netzkabeln heraushöre. Dafür nutzte ich zwei verschiedene Testaufbauten.
1. Eine einfache, wild „zusammengeschusterte“ Kabelverbindung, wie sie in der Art sicherlich in zahlreichen Heimkinos anzufinden ist. An die Wandsteckdose (Doppelsteckdose) wurde eine Mehrfachsteckerleiste angeschlossen mit Ein/Ausschalter. Diese ist gut erreichbar und schaltet die komplette Soundanlage aus, wenn diese nicht genutzt wird. So spare ich einige Euro durch den nicht mehr vorhandenen Stand-by Betrieb, wenn ich das Kino nicht nutze. Von dieser Leiste führt ein 5 Meter langes Verlängerungskabel direkt hinter die Musikanlage zu einer weiteren preiswerten Steckerleiste. Hier sind alle Komponenten angeschlossen. Sprich 5 Stereoendstufen, 1 Vorstufe und 3 Player. Sämtliche Kabel haben einen Durchmesser von 0,75 bis maximal 1,5 mm².
2. Ein 20 Meter langes Industriekabel führte von derselben Wandsteckdose zur Leinwandbühne und diente bislang als Zuleitung für die Bühnenbeleuchtung. Hier hab ich direkt das „höherwertige Kabel“ angeschlossen. Die Kabel haben beide einen Durchmesser von 2,5 mm².


Für diesen 2. Aufbau hab ich mich entschieden, weil ich mir kaum vorstellen konnte, dass das „höherwertige Kabel“ einen deutlichen Mehrwert an den „billigen“ Zuleitungen herbeiführen wird. Wenn es also aufgrund des Netzkabels einen hörbaren klanglichen Unterschied geben sollte, waren die „optimalen“ Voraussetzungen dafür nun geschaffen.

In den Player legte ich den Soundtrack von A LOVE SONG FOR BOBBY LONG.
Das erste Stück “Somedays” von Los Lobos startete mit tiefen Drumms, ein paar Gitarrenriffs; die rauchige Stimme des Sängers und das Saxophon folgten. Der Klang des mir inzwischen sehr vertrauten Songs war wie gewohnt, hab ich das Stück doch bei nahezu allen Vergleichen diverser Vor/Endstufenkombis als Testmaterial verwendet.
Danach wurde das Netzkabel gewechselt. Die „Unterbrechung“ mit Kabelwechsel, Start- und Einlesezeit durch den Player dauerte rund 1 Minute. Sollte es einen Unterschied geben, müsste dieser nach 60 Sekunden noch nachvollziehbar sein. Wenn nicht, hat sich der Vergleich und ein angedachter Kabelkauf erledigt.
Mit dem „höherwertigen Kabel“ waren tatsächlich minimale Unterschiede zu hören. Zunächst einmal hatte ich das Gefühl, dass mehr „Energie“ im Raum war und sich alles ein wenig „richtiger“ anhörte. Nach gefühlten unzähligen Kabelwechseln war ich auch in der Lage, die subjektiven Unterschiede zu „beschreiben“. Die Stimme des Sängers klang klarer und mit etwas mehr Volumen, der Bass kam schneller und war präziser (so als ob mehr Abstufungen vorhanden waren) und der Hochtonbereich offenbarte eine minimal bessere Detailauflösung.
Die Unterschiede waren sehr, sehr gering.

Am Sonntag führte ich einen Blindtest durch in derselben Kombination.
Meine Freundin wechselte die Kabel (während ich mir die Augen und Ohren zuhielt, um die „Umsteckgeräusche“ nicht zu hören) und startete den Player.
Dieser Blindtest sollte offenbaren, ob die Unterschiede auch dann noch wahrnehmbar sind, wenn nicht klar ist, welches Netzkabel gerade an den Player angeschlossen ist.

Das Ergebnis war hochinteressant:
Die geringen Unterschiede aus dem unverblindet durchgeführten Test waren praktisch nicht mehr vorhanden. Irgendwie klang alles identisch. Ich musste raten. War da etwas mehr Hochton vorhanden? War die Stimme etwas kräftiger? War die Feinauflösung etwas besser?

Während ich mir das Ergebnis von 10 Durchgängen notierte (0 war die Ausgangsbasis mit der Beipackstrippe), protokollierte meine Freundin die Reihenfolge der eingestöpselten Kabel. Am Ende der „Hörsession“ werteten wir gemeinsam das Resultat aus.

Das Ergebnis (4 mal wurde das „höherwertige Kabel“ angeschlossen)
Erkannte Kabel: 4 von 10 Treffer
Erkanntes „Höherwertiges Kabel“: 1 von 4 Treffer

Anschließend wechselten wir die Positionen. Ich stöpselte um und meine Freundin lauschte nach Unterschieden. Nach 5 mal wechseln brach sie ab, weil sie bis dahin nur geraten hat:
Das Ergebnis (4 Mal wurde das „höherwertige Kabel“ angeschlossen):
Erkannte Kabel: 3 von 5 Treffer
Erkanntes „Höherwertiges Kabel“: 2 von 4 Treffer
Zugegeben, sie hat ein wenig besser geraten als ich…

Fazit des Blindtest:
Einen hörbaren Unterschied gab es praktisch nicht. Die Unterschiede, die unverblindet wahrgenommen wurden, waren ganz offensichtlich reine Einbildung ob des Wissens, welches Kabel aktuell verwendet worden ist. Damit werde ich mir zukünftig keine teuren (!) Netzkabel kaufen und das dafür angedachte Geld lieber in andere Dinge stecken.

Fortsetzung siehe hier!


[Beitrag von kptools am 10. Aug 2010, 10:42 bearbeitet]
Passat
Moderator
#2 erstellt: 07. Jun 2010, 14:34
Dazu einmal eine theoretische Überlegung:

Weshalb sollte ein 1,5 Meter langes Netzkabel etwas bringen?
Was ist mit den 20, 30, 50 Metern Netzkabel in der Wand zum Sicherungskasten, was mit den vielen Metern Netzkabel vom Sicherungskasten zum Hausanschluß, was mit den vielen Metern Kabeln zum nächsten Umspannwerk etc. etc.?

Da kommen viele Kilometer Kabel zusammen und da soll der Austausch der letzten 1,5 Meter etwas bringen?

Im Übrigen: Was sollte es denn auch theoretisch bringen?
Im Netzteil des Geräts wird die Wechselspannung eh gleichgerichtet und gesiebt.

Die Zeitschrift Audio hat Netzkabel, Netzfilter etc. mal vor ca. 1 Jahr getestet.
Ergebnis: Kein hörbarer Effekt, kann man sich sparen.

Bei der Voodoo-Gazette Stereo dagegen kann man lt. deren Aussagen mit einem 300,- Euro-Netzkabel klanglich einen 500,- Euro-Verstärker in die 2000,- Euro-Klasse katapultieren. Wers glaubt, ist selbst schuld!

Grüsse
Roman
erddees
Inventar
#3 erstellt: 07. Jun 2010, 14:35
Kabel klingen nur, wenn man sie aus 1 Meter Höhe auf den Boden fallen lässt.


[Beitrag von erddees am 07. Jun 2010, 14:36 bearbeitet]
Passat
Moderator
#4 erstellt: 07. Jun 2010, 14:38

erddees schrieb:
Kabel klingen nur, wenn man sie aus 1 Meter Höhe auf den Boden fallen lässt.


Sie klingen auch bei jeder anderen Höhe.
Und je nach Höhe klingen die sogar unterschiedlich!

Grüsse
Roman
George_Lucas
Moderator
#5 erstellt: 07. Jun 2010, 14:43

Passat schrieb:
Bei der Voodoo-Gazette Stereo dagegen kann man lt. deren Aussagen mit einem 300,- Euro-Netzkabel klanglich einen 500,- Euro-Verstärker in die 2000,- Euro-Klasse katapultieren. Wers glaubt, ist selbst schuld!

Grüsse
Roman

Hallo Roman,

genau das ist das Problem. Es gibt sehr viele Menschen, die genau das glauben und dann in einem "Fachmagazin" auch noch die Bestätigung für ihren Glauben finden.

Leider vermisse ich in diversen Magazinen (Print und Online), die einen Kabelklang von Netzkabeln propagieren, eindeutige Messergebnisse, die diese Behauptung belegen.

Der VIDEO-Bericht über die (nicht) Klangbeeinflussenden Netzkabel stellt da eine lobenswerte Ausnahme dar.


[Beitrag von George_Lucas am 07. Jun 2010, 14:44 bearbeitet]
erddees
Inventar
#6 erstellt: 07. Jun 2010, 14:43

Passat schrieb:

Sie klingen auch bei jeder anderen Höhe.
Und je nach Höhe klingen die sogar unterschiedlich!

Grüsse
Roman

DAS muss ich ausprobieren!


EDIT: Tatsächlich! Donnerschlag, wenn ich das in meinem Club erzähle ... das glaubt mir kein Mensch!


[Beitrag von erddees am 07. Jun 2010, 14:45 bearbeitet]
MartinZwo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 07. Jun 2010, 14:44
... Kabel klingen auch wenn sie reißen. Klang ist je nach Querschnitt, Isolationsmaterial, Leitermaterial und Aufbau sehr unterschiedlich

LG, Martin (der beruflich täglich mit Kabeln zu tun hat )
UweM
Moderator
#8 erstellt: 07. Jun 2010, 16:10

George_Lucas schrieb:

Leider vermisse ich in diversen Magazinen (Print und Online), die einen Kabelklang von Netzkabeln propagieren, eindeutige Messergebnisse, die diese Behauptung belegen.


Hallo,

das wird nicht passieren, u.a. auch weil von Seiten der Zubehörindustrie und auch Teilen der Presse über Jahre hinweg den Kunden und Lesern erfolgreich eingetrichtert wurde, man könne eben NICHT alle klangbestimmenden Parameter messen.

Grüße,

Uwe
HiLogic
Inventar
#9 erstellt: 08. Jun 2010, 01:14

George_Lucas schrieb:
Einen hörbaren Unterschied gab es praktisch nicht. Die Unterschiede, die unverblindet wahrgenommen wurden, waren ganz offensichtlich reine Einbildung ob des Wissens, welches Kabel aktuell verwendet worden ist. Damit werde ich mir zukünftig keine teuren (!) Netzkabel kaufen und das dafür angedachte Geld lieber in andere Dinge stecken.

Mal ehrlich: Hast Du etwas anderes erwartet? Wenn ich eins in Jahren von Hifi und Semi-Professionellen PA-Events gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass der Mensch so gut wie gar nichts hört.
ZeeeM
Inventar
#10 erstellt: 08. Jun 2010, 06:00

HiLogic schrieb:

Mal ehrlich: Hast Du etwas anderes erwartet? Wenn ich eins in Jahren von Hifi und Semi-Professionellen PA-Events gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass der Mensch so gut wie gar nichts hört.


Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, das viele Tuningprodukte auf sichere Wirkungslosigkeit hin optimiert wurden, um sicherzustellen, das sie auf keinen Fall etwas verschlechtern.
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 08. Jun 2010, 07:59
Hallo!

@George_Lucas

Erstmal Hut ab, du hast offenbar in recht kurzer Zeit einige gewaltige Schritte hinter dich gebracht. Wennich deine Perspektive im Holzohren-Tread mit deiner Perspektive hier vergleiche kann ich nur staunen.


Leider vermisse ich in diversen Magazinen (Print und Online), die einen Kabelklang von Netzkabeln propagieren, eindeutige Messergebnisse, die diese Behauptung belegen.

Der VIDEO-Bericht über die (nicht) Klangbeeinflussenden Netzkabel stellt da eine lobenswerte Ausnahme dar.


Nun, da gibt es in der Tat nichts zu messen. Kabelklangunterschiede als objektives Faktum sind eines der zentralen High-End Dogmen. Hier stellt sich nicht die Frage der Nachweisbarkeit sondern die Glaubensfrage. Entweder man glaubt daran oder nicht. Pysikalische-technische Argumente haben da keine Relevanz.

MFG Günther
achim96
Inventar
#12 erstellt: 08. Jun 2010, 08:37
hallo,
ein klang wurde hier noch nicht erwähnt.
der klang der taler in der kasse des verkäufers der mal wieder ein troll geschlachtet hat.
djtechno
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 08. Jun 2010, 09:44
Na,ja, die Kunden,die keine Ahnung haben,werden in allen bereichen Verar...

Wenn einer,der keine Ahnung hat,einen Drucker kauft,behauptet der Verkäufer,er brauche dazu noch ein USB-Kabel. Daheim merkt der Kunde,daß schon eins Beilag. Aber deswegen zurücklatschen?

- Kunde kauft ein Fischertechnik Baukasten für Sohnemann. Der Verkäufer meint,da braucht er noch einen batteriekasten und verkauft dem Kunden den teuersten ( Rot, vereckig mit befestigungen zum miteinbauen bei fahrzeugen,robiottern, mit ladebuchse und Kurzschlußsicherung. Daheim ausgepackt,zeigt sich,daß schon ein batteriehalter (die einfacvhe,offene ausführung ohne alles,die es aber auch getan hätte) dabei ist.

Das sind keine Ausnahmen,daß ist die Regel. Wenn ein verkäufer mal emrkt,daß der Kunde keine Ahnung hat,dann verkauft er dem Kunden alles doppelt und dreifach, bzw das teuerste
George_Lucas
Moderator
#14 erstellt: 08. Jun 2010, 09:48

Hörbert schrieb:
Erstmal Hut ab, du hast offenbar in recht kurzer Zeit einige gewaltige Schritte hinter dich gebracht. Wennich deine Perspektive im Holzohren-Tread mit deiner Perspektive hier vergleiche kann ich nur staunen.

Hallo Günther,

vielen Dank für das nette Kompliment. Dieser "Blindtest" ist nun wahrlich nicht der erste, den ich gemacht habe in den letzten Jahre. Von daher würde ich Höreindrücke nicht pauschal als falsch bezeichnen - zumal die Hörgewohnheiten, Hörerfahrungen und vor allem die Hörfähigkeiten doch von Mensch zu Mensch stark unterschiedlich sind.

Einen verbesserten Klang aufgrund eines anderen Netzkabels konnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Was nicht bedeutet, dass ich diesen ausgeschlossen habe, trotz der identischen Aussage mehrerer Elektrotechniker. Ich mache mir halt gerne selbst ein Bild. Da zahlreiche User Unterschiede wahrnehmen, hab ich mich halt selbst überzeugen wollen, ob da was dran ist. Immerhin hätte mich eine Neuverkabellung zwischen 400 und 800 Euro gekostet - nur für Netzkabel!

Das Ergebnis ist dann für mich persönlich eindeutig ausgefallen.
jottklas
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 08. Jun 2010, 09:53

George_Lucas schrieb:
Da zahlreiche User Unterschiede wahrnehmen, hab ich mich halt selbst überzeugen wollen, ob da was dran ist.


Tun sie das wirklich? Sie glauben höchstens, Unterschiede zu hören (und je fundierter die Gegenargumente vorgetragen werden, desto stärker müssen sie "glauben"...)

Gruß
Jürgen
visir
Inventar
#16 erstellt: 08. Jun 2010, 12:12

jottklas schrieb:

George_Lucas schrieb:
Da zahlreiche User Unterschiede wahrnehmen, hab ich mich halt selbst überzeugen wollen, ob da was dran ist.


Tun sie das wirklich? Sie glauben höchstens, Unterschiede zu hören (und je fundierter die Gegenargumente vorgetragen werden, desto stärker müssen sie "glauben"...)


Doch, sie nehmen Unterschiede wahr. Der Streitpunkt ist, ob diese Unterschiede real oder suggeriert sind, aber wahrnehmen tun sie sie.
Das ist ja der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit.
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 08. Jun 2010, 17:50
Hallo!

@visir

Vollste Zustimmung, genau das ist der Knackpunkt. Für einen High-Ender der Kabelklang vernimmt ist ebendieser Kabelklang eine unstrittige Realität.

Das Dogmatische Verhalten beginnt genau hier, er wird eher die gesamte Physik für ein Lügengebäude halten als seine Wahrnehmung als subjektives Ereigniss sehen.

Sobald er in der Lage ist seine eigene Wahrnehmung in Zweifel zu ziehen hat er den wichtigsten Schritt vollzogen, er kann seine bislang als absolut betrachteten Sinneseindrücke relativieren und somit das Dogma hinterfragen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 08. Jun 2010, 17:50 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#18 erstellt: 08. Jun 2010, 17:53

Sobald er in der Lage ist seine eigene Wahrnehmung in Zweifel zu ziehen hat er den wichtigsten Schritt vollzogen, er kann seine bislang als absolut betrachteten Sinneseindrücke relativieren und somit das Dogma hinterfragen


Muss er das denn ?
Nö, eigentlich nicht..


[Beitrag von _ES_ am 08. Jun 2010, 17:53 bearbeitet]
reuther
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 08. Jun 2010, 19:03
Hi also ich denke 50/50 über die ganze Sache.Einerseitz klar ist das am end irgendwo Geldmache aber es wird schon irgendwo irgendwas bringen.Ausserdem wer das als Hobby betreibt oder dafür Lebt und einfach alles schön haben will macht das meiner meinung nach richtig.Das sind einfach die Kleinigkeiten die eine High-Endanlage aussmachen.
hf500
Moderator
#20 erstellt: 08. Jun 2010, 20:17

reuther schrieb:
... irgendwo irgendwas bringen....


Moin,
Du sagst es, "irgendwas". Bloss in technischer Hinsicht bringt es nichts, solange der Vorgaenger des Wunderkabels keinen Defekt hatte.

73
Peter
visir
Inventar
#21 erstellt: 09. Jun 2010, 07:18

R-Type schrieb:

Muss er das denn ?
Nö, eigentlich nicht.. ;)


http://www.youtube.com/watch?v=vTsFUr105iw


reuther schrieb:

Hi also ich denke 50/50 über die ganze Sache.Einerseitz klar ist das am end irgendwo Geldmache aber es wird schon irgendwo irgendwas bringen.Ausserdem wer das als Hobby betreibt oder dafür Lebt und einfach alles schön haben will macht das meiner meinung nach richtig.Das sind einfach die Kleinigkeiten die eine High-Endanlage aussmachen.


Es bestreitet niemand, dass man einfach aus Freude am Schönen "bessere" Kabel an der teuren Anlage verwendet, das "irgendwo irgendwas" beschränkt sich aber genau darauf.
Ja, und die Freude an einer hochwertigen Anlage - von mir aus bis zum Kabel - bzw. die Freude, darüber Musik zu horchen, ist real und auch schon genug Erklärung, wieso es einem dann besser gefällt. Selbst wenn einem klar ist, dass es technisch nichts ändert.
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 09. Jun 2010, 08:30
Hallo!

@R-Type

Natürlich muß er das nicht, es handelt sich hier schließlich um ein Hobby.

In meinen Bekanntenkreis gibt es einige "Kabelklanghörer", die meinen Standpunkt ebensogut kennen wie ich ihren. Bei gemeinsamen Unternehmen wird das Thema einfach ausgeklammert.

Bedenklich wird die Sache nur wenn es (auch da gibt es einige wenige Fälle) nicht mehr nur als Hobby gesehen wird und sich Leute wegen dieser Sache stark Verschulden oder die sozialen Kontakte darunter leiden. Dazu fällt mir immer wieder eine ganz bestimmte Person aus meinem Bekanntenkreis ein der inzwischen nicht nur seine Kredite nicht mehr abzahlen kann sondern auch ungern zu Festen eingeladen wird da er ausser HiFi, Kabelklang, Animatorklang und ähnliche Themen kein Gesprächsstoff mehr hat. Eigenartigerweise gibt es solche Effekte bei "Realos" aus dem Holzohrenlager nicht, jedenfalls ist mir da noch nie jemand begegnet.

MFG Günther
George_Lucas
Moderator
#23 erstellt: 09. Jun 2010, 08:58
Bislang hab ich das in meinem Bekanntenkreis für einen Einzelfall gehalten. Auch hier gibt es einen High-End-Jünger, der sein Wohnzimmer mit Klangschalen, verschiedenen CD-Klangsprays für unterschiedliche Musikrichtungen, Sicherungen im 100 Euro-Preisbereich verbaut hat und einen Geldbetrag in der Höhe eines Kleinwagens in Kabel gesteckt hat. Zwischen all diesen komponenten spielt dann eine Anlage bestehend aus Einsteigerreceiver und 5.1 Lautsprechersetz in der 1500 Euro Preisklasse. Von Raumakustischen Maßnahmen (Absorber, Diffusoren) ist nichts vorhanden. Ich finde das spannend und denke mir meinen Teil - soll doch jeder kaufen, was er möchte. Das ist immerhin ein Hobby. Doch nervt es mich, wenn diese Leute allen und jedenderzeit ungefragt ihren Freunden/Bekannten/mir die Soundanlage madig machen. "Ihr müsst die Kabel von ... kaufen - Die Netzleiste ist Schrott - Nur der Player von ... taugt was", und so weiter. Inzwischen hab nicht nur ich mich von diesem "Jünger" ein wenig distanziert.
Somit scheint das ja kein Einzelfall zu sein.

Wir sind uns doch alle darüber einig, dass ein Signal (ob analog oder digital) möglichst unverändert am anderen Ende der Leitung ankommen soll. Niemand wird ernsthaft etwas gegen eine gute (Mehrfach)-Abschirmung bestimmter AV-Kabel (HDMI, Netzkabel) einzuwenden haben. Gerade im Heimkinobereich bestehen Soundanlagen nicht selten aus mehreren Endstufen, mehreren Player, einer Vorstufe, SAT-Receiver usw. Da liegen dann schon mal verschiedene Kabeltypen hinter den Geräten bunt gemischt in einem Kabelsalat durcheinander. Um hier Störeinflüsse zu verringern, darf ein Kabel auch gerne mal etwas teurer sein. Vor allem HDMI-Kabel, die über längere Strecken verlegt werden, profitieren von einer besseren Verarbeitung sehr häufig, auch wenn durchaus mal ein preiswertes No-Name Kabel ein identisches Ergebnis zustande bringt.

Unbestritten ist sicherlich auch, dass die Quelle (Player) im Verhältnis zum Rest des Sound/Bildsystems gar nicht "perfekt" genug sein kann. Allerdings einen Player für 5000 Euro an ein Brüllwürfelset für 300 Euro anzuschließen ist nur wenig sinnvoll. In diesem Fall würde das Geld für neue Lautsprecher zu einem größeren klanglichen Schritt führen.
Wer aber schon ein System für rund 50.000 Euro installiert hat, kann durchaus von einem 5.000 Euro Player profitieren - auch wenn die Unterschiede im Bild/Ton zum Einstiegsplayer nur minimal sein sollten.
sm.ts
Inventar
#24 erstellt: 09. Jun 2010, 10:23

visir schrieb:

Es bestreitet niemand, dass man einfach aus Freude am Schönen "bessere" Kabel an der teuren Anlage verwendet, das "irgendwo irgendwas" beschränkt sich aber genau darauf.
Ja, und die Freude an einer hochwertigen Anlage - von mir aus bis zum Kabel - bzw. die Freude, darüber Musik zu horchen, ist real und auch schon genug Erklärung, wieso es einem dann besser gefällt. Selbst wenn einem klar ist, dass es technisch nichts ändert.


So in der Art sehe ich das auch, wenn ich jeden € den ich investiert habe irgendwie erklären muss geht die Sache langsam aber sicher am Hobby vorbei.
Auch wenn ich "dicke" LS Kabel verwende dann ist das für mich gut so und sieht auch noch toll aus. Jedem das Seine solange man die Kirche im Dorf lässt und sein Konto "am Leben" lässt.
visir
Inventar
#25 erstellt: 09. Jun 2010, 11:19

George_Lucas schrieb:
Unbestritten ist sicherlich auch, dass die Quelle (Player) im Verhältnis zum Rest des Sound/Bildsystems gar nicht "perfekt" genug sein kann.


Selbst da scheiden sich die Geister, ab welchem Niveau das erreicht ist. Ich würde das jedenfalls deutlich unter 5000 Öre sehen, eher eine Null weg. Aber das ist nur so ins Blaue gesprochen, reines Bauchgefühl.
ZeeeM
Inventar
#26 erstellt: 09. Jun 2010, 11:53

George_Lucas schrieb:


Unbestritten ist sicherlich auch, dass die Quelle (Player) im Verhältnis zum Rest des Sound/Bildsystems gar nicht "perfekt" genug sein kann.


Um die "Perfektion" der Quelle wird auch viel herumgeschwurbelt und ausserdem ist jede Kette nur so gut, wie ihr schwächstes Glied, was auch immer gern als Verkaufsargument genutzt wird, ohne irgend ein Wort darüber zu verlieren, wie schwach oder stark die Glieder der Kette nun wirklich sind.
Passat
Moderator
#27 erstellt: 09. Jun 2010, 12:00
Stimmt, was nützt die beste Quelle, wenn der Rest des Systems gar nicht in der Lage ist, das zu übertragen?

Es stimmt schon, eine Kette ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied.

Grüsse
Roman
George_Lucas
Moderator
#28 erstellt: 09. Jun 2010, 12:03

ZeeeM schrieb:
...ohne irgend ein Wort darüber zu verlieren, wie schwach oder stark die Glieder der Kette nun wirklich sind. ;)

Genau meine Meinung.

Auf den Hifi-Tagen in Hamburg stellte z.B. Silent Wire ihre Kabel an einer Stereokonfiguration vor. Diese kostete inkl. Kabel rund 20.000 Euro. Meine gesamte 13.3-Installation im Heimkino inkl. Vorstufe und 5 Stereo-Endstufen mit THX-Lizenzierung für große KINOS hat "nur" 6.500 Euro gekostet und klang erheblich besser.

Erst der Austausch meiner Canton Lautsprecher gegen die B&W 802 und die Utopia Meastro würde mich klanglich weiter nach vorn bringen. Dann verfielfältigt sich der Preis meiner derzeitigen 13.3-Installation aber - und das bin ich aktuell nicht bereit auszugeben.
ZeeeM
Inventar
#29 erstellt: 09. Jun 2010, 12:04

Passat schrieb:
Es stimmt schon, eine Kette ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied.


Das resultiert darin, das der unbedarfte Anlagenkäufer Stromkabel und Steckdosen im Wert von 1/3 der Anlage aufgeschwatzt bekommt.

Auf die Frage, warum die letzten Meter von der Dose zu Anlage nicht vieleicht überbewertet werden, konterte die STEREO, das wären ja nicht die letzten Meter, sondern die ersten Meter und das wäre immens was anderes.


[Beitrag von kptools am 09. Jun 2010, 15:40 bearbeitet]
George_Lucas
Moderator
#30 erstellt: 09. Jun 2010, 12:12
Es macht durchaus Sinn, eine eigene Stromleitung vom Sicherungskasten hin ins eigene Heimkino zu legen, um Störeinflüsse durch anderen Geräte zu vermeiden.

Erst neulich hatte ich Besuch von einem User aus dem Forum, der darüber "verwundert" war, dass meine Lautsprecher nicht Rauschen und "Klacken" obwohl die Endstufen eingeschaltet waren. Dafür hing er mit den Ohren direkt an den Membranen der Fronts.

Ich selbst kenne mehrere Heimkinos, bei denen Speaker nicht Rauschen oder sonstige Störgeräusche wiedergeben werden, wenn im Kellerraum nebenan z.B. die Heizung anspringt.
Hier wurde penibel auf eine gute Stromzuleitung geachtet.
Das hat aber alles nichts mit Kabelklang zu tun, sondern minimiert äußere Störeinflüsse.
jottklas
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 09. Jun 2010, 12:13

ZeeeM schrieb:

Auf die Frage, warum die letzten Meter von der Dose zu Anlage nicht vieleicht überbewertet werden, konterte die STEREO, das wären ja nicht die letzten Meter, sondern die ersten Meter und das wäre immens was anderes.


Das heißt, nach Ansicht der STEREO liefert die Anlage den Strom an...?

Gruß
Jürgen
George_Lucas
Moderator
#32 erstellt: 09. Jun 2010, 12:14

ZeeeM schrieb:
Auf die Frage, warum die letzten Meter von der Dose zu Anlage nicht vieleicht überbewertet werden, konterte die STEREO, das wären ja nicht die letzten Meter, sondern die ersten Meter und das wäre immens was anderes.

Wann und in welcher Ausgabe hat die STEREO das geschrieben?
Passat
Moderator
#33 erstellt: 09. Jun 2010, 12:47

George_Lucas schrieb:
Ich selbst kenne mehrere Heimkinos, bei denen Speaker nicht Rauschen oder sonstige Störgeräusche wiedergeben werden, wenn im Kellerraum nebenan z.B. die Heizung anspringt.
Hier wurde penibel auf eine gute Stromzuleitung geachtet.


Ich habe auch kein Rauschen oder sonstige Störgeräusche in meiner Anlage.
An der Stromversorgung wurde rein gar nichts gemacht.
Einfach Master-Slave Steckdosenleiste in die Wandsteckdose und alle Geräte in die Steckdosenleiste eingestöpselt.

Grüsse
Roman
hf500
Moderator
#34 erstellt: 09. Jun 2010, 14:35
Moin,
wenn ich in meine Lautsprecher krieche und noch etwas Rauschen hoere, dann weiss ich, das ist Verstaerkerrauschen und daran kann kein Netzkabel und gesonderter Anschluss an der Hauptverteilung was dran aendern.

Endgueltig absurd wird die Netzverstriperung, wenn an der Super-Netzversorgung Geraete mit Schaltnetzteil haengen. Das duerfte besonders bei Heimkinoanlagen der Fall sein. Der TV und der DVD/Bluray haben auf jeden Fall sowas, bei den anderen Geraeten sind sie auf dem Vormarsch.

73
Peter
visir
Inventar
#35 erstellt: 09. Jun 2010, 14:38

George_Lucas schrieb:
Es macht durchaus Sinn, eine eigene Stromleitung vom Sicherungskasten hin ins eigene Heimkino zu legen, um Störeinflüsse durch anderen Geräte zu vermeiden.


Wenn man Störungen hat, dann sollte man was tun, ja. Ich hab keine, bei mir knackst und rauscht nichts.

Und ob dann eine eigene Leitung die sinnvollste Maßnahme ist, sollte man den Elektriker fragen. Vielleicht kann man ja auch die Störung selbst beheben.
George_Lucas
Moderator
#36 erstellt: 09. Jun 2010, 15:38

visir schrieb:


Wenn man Störungen hat, dann sollte man was tun, ja.

Und ob dann eine eigene Leitung die sinnvollste Maßnahme ist, sollte man den Elektriker fragen. Vielleicht kann man ja auch die Störung selbst beheben.

Klar, man schmeißt einfach die alte Heizungsanlage raus! - Im Heimkino wird es mit mehreren Leuten nach kurzer Zeit sowieso warm genug...
RoA
Inventar
#37 erstellt: 09. Jun 2010, 15:39

George_Lucas schrieb:
Es macht durchaus Sinn, eine eigene Stromleitung vom Sicherungskasten hin ins eigene Heimkino zu legen, um Störeinflüsse durch anderen Geräte zu vermeiden.


In 99,9% der Fälle macht es nur dann Sinn, wenn das Heimkino soviel Strom verheizt, daß eine eigene abgesicherte Stromleitung Pflicht wird. Dies dürfte aber nur in 0,000176% der deutschen Haushalte der Fall sein. Dann aber bitte mit Bild-Modul.
xutl
Inventar
#38 erstellt: 09. Jun 2010, 15:45

George_Lucas schrieb:

visir schrieb:


Wenn man Störungen hat, dann sollte man was tun, ja.

Und ob dann eine eigene Leitung die sinnvollste Maßnahme ist, sollte man den Elektriker fragen. Vielleicht kann man ja auch die Störung selbst beheben.

Klar, man schmeißt einfach die alte Heizungsanlage raus! - Im Heimkino wird es mit mehreren Leuten nach kurzer Zeit sowieso warm genug... :D

GENAU!

Und wenn wir wegen abgefahrener Reifen von der Straße zu fliegen drohen, dann kaufen wir keine neuen Socken (DAS wäre ja die vernünftige Lösung, die damit ausscheidet ), Nein, wir rauhen die Straße auf
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 10. Jun 2010, 08:15
Hallo!

@George_Lucas

Gute Quellgeräte sind -zumindestens bei Digitalquellen-, heutzutage eigentlich kein wirkliches Thema mehr. Selbst der Unterschied zwischen einen potablen Sony Disc-Man von 1990 und einer hochwertigen Wandler-Laufwerks Kombination von 2005 ist dermaßen gering das in einem Blindtest kaum die Chance einer korrekten Zuordnung besteht.

Der Knackpunkt jeder Sterero-Mehrkanalanlage sind nach wie vor die Lautsprecher und die Umgebung in der sie betrieben werden. Hier veredienen allerdings noch die Endstufen einige Beachtung, sie sollten in der Lage sein die jeweiligen Lautsprecher auch zu "befeuern", eine Forderung die angesichts der mickrigen Eintakt-A-Röhren diverser High-Ender leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Bei Analogen Quellgeräten -soweit vorhanden-, sieht die Sache zumindestens beim Plattenspieler ein wenig anders aus, hier können Tonarm und Abtastsystem in der Tat gar nicht gut genug sein. Schallplatten sind halt technisch gesehen nicht so das tolle Medium und man muß schon erhebliche Klimmzüge machen das man zumindestens über Lautsprecher ein mehr als nur annehmbares Ergebniss zu erzielt.

MFG Günther
.halverhahn
Stammgast
#40 erstellt: 10. Jun 2010, 10:12
Nur kurz nebenbei gesagt:

Wer sich über die höhe des Preisschilds seiner Kabel und Komponenten definiert ist arm, in jeder hinsicht.
Hörbert
Moderator
#41 erstellt: 10. Jun 2010, 11:25
Hallo!

@halverhahn

Das ist zwar im Prinzip richtig aber hochwertige Lautsprecher z.B. bekommst du als Neuware nicht zum Schnäppchenpreis hinterhergeworfen. Somit kann der gestehungspreis zwar nicht zur Eigendefinition dienen aber als Richtwert für dein angestrebtes Qualitätsniveau sehr wohl.

Extrem-High-Ender definieren sich eigentlich nicht über den Preis, sondern eher über die Exclusivität ihres Geraffels und über aberwitzige Thesen bezüglich der Funktionalität desselben. Zuweilen habe ich den Eindruck das es nicht mal darauf ankommt ob sie den Schwulst auch glauben sondern darauf den Unfug möglichst lauthals zu verkünden.

MFG Günther
visir
Inventar
#42 erstellt: 10. Jun 2010, 11:42

Hörbert schrieb:

Das ist zwar im Prinzip richtig aber hochwertige Lautsprecher z.B. bekommst du als Neuware nicht zum Schnäppchenpreis hinterhergeworfen. Somit kann der gestehungspreis zwar nicht zur Eigendefinition dienen aber als Richtwert für dein angestrebtes Qualitätsniveau sehr wohl.


Lautsprecher sind das einzige, wo m.E. viel viel hilft - wenn auch im wirklich hohen Bereich selbst dort nicht teurer besser sein muss.



Extrem-High-Ender definieren sich eigentlich nicht über den Preis, sondern eher über die Exclusivität ihres Geraffels ...


naja, aber wenn's zu billig ist, dann kanns aber auch nichts sein... für den highender
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 10. Jun 2010, 12:52
Hallo!

@visir

Na ja, oft trifft man bei diesen Zeitgenossen den einen oder anderen billigen Stecker oder ein sonstiges billiges Gimmik an das ist dann der sogenannte "Geheimtipp aus erfahrenem Munde." In diesem Zusammenhang möchte ich nur mal an die Linn-Jünger vergangener Zeiten mit ihren Ikea-Tisch erinnern.

Ach ja, bei einem Analogen Plattenspieler bringt auch ein relativ teueres System einiges an Qualitätszuwachs, allerdings limitiert hier irgendwann der Tonträger selbst dermaßen das weitere Verbesserungen des Equipments nur noch geringe bis marginale Verbesserungen bringen können.

Klar, auch bei Lautsprechern gibt es sauteueren Tinneff der sein Geld nicht wert ist, so gibt es zum Beispiel Schallwände mit 13 Zentimerter-Breitbändern für einen Mondpreis zu Kaufen. Allerdings hatte ich solche Extreme nicht im Sinn. Für gewöhnlich kann man beim Gros der Lautsprecher m.E. auch davon ausgehen das man für sein Geld auch gute Ware bekommt.

MFG Günther

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 10. Jun 2010, 12:54 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#44 erstellt: 10. Jun 2010, 19:43

Hörbert schrieb:
Hallo!

@R-Type

Natürlich muß er das nicht, es handelt sich hier schließlich um ein Hobby.

In meinen Bekanntenkreis gibt es einige "Kabelklanghörer", die meinen Standpunkt ebensogut kennen wie ich ihren. Bei gemeinsamen Unternehmen wird das Thema einfach ausgeklammert.

Bedenklich wird die Sache nur wenn es (auch da gibt es einige wenige Fälle) nicht mehr nur als Hobby gesehen wird und sich Leute wegen dieser Sache stark Verschulden oder die sozialen Kontakte darunter leiden. Dazu fällt mir immer wieder eine ganz bestimmte Person aus meinem Bekanntenkreis ein der inzwischen nicht nur seine Kredite nicht mehr abzahlen kann sondern auch ungern zu Festen eingeladen wird da er ausser HiFi, Kabelklang, Animatorklang und ähnliche Themen kein Gesprächsstoff mehr hat. Eigenartigerweise gibt es solche Effekte bei "Realos" aus dem Holzohrenlager nicht, jedenfalls ist mir da noch nie jemand begegnet.

MFG Günther


Hi Günther,

Leute, die sich in ihr Hobby reinsteigern gibt es immer und überall.
Solche Leute haben grundsätzlich ein Problem, das hat mit Aufklärung und Wissen imho nichts zu tun.
Dein umschriebenenes Szenario jedoch wird immer mehr gerne als Begründung genommen, anderen Leuten in ihr Tun einzureden, wie ich z.Zt. feststellen muss (allgemein, hat jetzt nichts mit Dir zu tun).
Ich wünschte mir, man wäre um seinen Nächsten auch sonst so besorgt..

MfG

Martin
ZeeeM
Inventar
#45 erstellt: 11. Jun 2010, 06:17

George_Lucas schrieb:

ZeeeM schrieb:
Auf die Frage, warum die letzten Meter von der Dose zu Anlage nicht vieleicht überbewertet werden, konterte die STEREO, das wären ja nicht die letzten Meter, sondern die ersten Meter und das wäre immens was anderes.

Wann und in welcher Ausgabe hat die STEREO das geschrieben?


STEREO 5/2010 Seite 51 / Titel: Audiophile Saftbar

Zitat:


Mancher Hifi-Fan fragt sich, was teure Stromkabel, Steckdosen und einer Klangmodul-Schmelzsicherung auf den letzten Metern bringen, wenn doch der Rest des Hauses mit simpelster 08/15-Installationskabeln ausgestattet ist. Genauer betrachtet haben wir es aber keineswegs mit den letzten, sondern vielmehr vom Gerät aus mit den ersten Metern zu tun - und damit mit den wichtigsten, wohlgemerkt. Von Voodoo kann hier keine Rede sein, selbst Musikstudios haben die Relevanz längst erkannt.


Das es Studios gibt, die erwähen sowas einzusetzen kann ich mir vorstellen, wenn sie denken, das sich der Absatz bei einem bestimmten Klientel sich dadurch verbesser.
George_Lucas
Moderator
#46 erstellt: 11. Jun 2010, 09:02
Danke dir, ZeeM.
Hörbert
Moderator
#47 erstellt: 11. Jun 2010, 09:40
Hallo!

@R-Type

Solange niemand versucht allen und jedem weiszumachen das gerade der Tinneff auf den er persönlich steht das einzig wahre wäre und das bei HiFi die etablierte Physik nicht mehr gilt kann sich meinetwegen jeder das Weltbild und die HiFi-Anlage zulegen die ihm gefällt. Wie ich schon geschrieben habe wird in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zwar über das Thema diskutiert aber mehr unter Gleichgesinnten. Wird es zu kontrovers klammern wir die Themen einfach aus.

Extreme gibt es auf allen Seiten und nach der zigsten Unterstellung man könnte nicht hören oder man hätte nix auser einigen Plasikschüsseln zum Musikhören zu Hause stehen kann einem der Kragen genauso gut platzen wie nach der zigsten Unterstellung man wäre ein verblödeter Kabelklanghörer der sich von Geldgeilen Betrügern den Schuh aufblasen läßt.

Natürlich gehört hier eine gewisse Kontroverse dazu, ohne hätten wir ausser sachlicher Hifestellung nicht allzuviel zu schreiben.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 11. Jun 2010, 09:41 bearbeitet]
Hearmaster
Gesperrt
#48 erstellt: 11. Jun 2010, 17:57

ZeeeM schrieb:


STEREO 5/2010 Seite 51 / Titel: Audiophile Saftbar

Zitat:


Mancher Hifi-Fan fragt sich, was teure Stromkabel, Steckdosen und einer Klangmodul-Schmelzsicherung auf den letzten Metern bringen, wenn doch der Rest des Hauses mit simpelster 08/15-Installationskabeln ausgestattet ist. Genauer betrachtet haben wir es aber keineswegs mit den letzten, sondern vielmehr vom Gerät aus mit den ersten Metern zu tun - und damit mit den wichtigsten, wohlgemerkt. Von Voodoo kann hier keine Rede sein, selbst Musikstudios haben die Relevanz längst erkannt.



Erstens erkläre mal, was daran falsch oder gar komisch sein soll und zweitens, hast du die Redaktion der Stereo auch um Erlaubnis gefragt, ob du hier den Text veröffentlichen darfst? Ich hoffe du hast und sie haben zugestimmt.
Der Vorfall wird auf jeden Fall gemeldet.
buschi_brown
Inventar
#51 erstellt: 11. Jun 2010, 18:14

Hearmaster schrieb:
Der Vorfall wird auf jeden Fall gemeldet.


Da möchte aber jemand auch mal wichtig sein!!!
trxhool
Inventar
#52 erstellt: 11. Jun 2010, 18:16

Hearmaster schrieb:

ZeeeM schrieb:


STEREO 5/2010 Seite 51 / Titel: Audiophile Saftbar

Zitat:


Mancher Hifi-Fan fragt sich, was teure Stromkabel, Steckdosen und einer Klangmodul-Schmelzsicherung auf den letzten Metern bringen, wenn doch der Rest des Hauses mit simpelster 08/15-Installationskabeln ausgestattet ist. Genauer betrachtet haben wir es aber keineswegs mit den letzten, sondern vielmehr vom Gerät aus mit den ersten Metern zu tun - und damit mit den wichtigsten, wohlgemerkt. Von Voodoo kann hier keine Rede sein, selbst Musikstudios haben die Relevanz längst erkannt.



Erstens erkläre mal, was daran falsch oder gar komisch sein soll und zweitens, hast du die Redaktion der Stereo auch um Erlaubnis gefragt, ob du hier den Text veröffentlichen darfst? Ich hoffe du hast und sie haben zugestimmt.
Der Vorfall wird auf jeden Fall gemeldet.


Was hast du den für ein Problem ??

Gruss TRXHooL
Dynacophil
Gesperrt
#53 erstellt: 11. Jun 2010, 18:17
mmmh, bei mir ging noch keine Vorfallsmeldung ein. Noch nichtmal das Formblatt wurde angefordert...
Suche:
Gehe zu Seite: Erste 2 3 4 5 6 Letzte |nächste|
Das könnte Dich auch interessieren:
Kabelklang von Netzkabeln - Der Selbstversuch!
George_Lucas am 01.06.2012  –  Letzte Antwort am 18.01.2015  –  914 Beiträge
Der Beweis von Kabelklang
Kobe8 am 25.08.2005  –  Letzte Antwort am 25.08.2005  –  5 Beiträge
Kabelklang
ehemals_hj am 02.10.2002  –  Letzte Antwort am 11.02.2011  –  594 Beiträge
Gibt es wirklich den Anschein von Kabelklang?
On am 13.03.2012  –  Letzte Antwort am 14.03.2012  –  31 Beiträge
Kabelklang - Der unumstößliche Versuchsaufbau?
Earl_Grey am 21.04.2006  –  Letzte Antwort am 04.05.2006  –  153 Beiträge
Die Wahrheit über Kabelklang
cyberhawk am 14.01.2007  –  Letzte Antwort am 23.02.2007  –  54 Beiträge
Kabelklang die 1000ste...
Flash am 11.09.2004  –  Letzte Antwort am 02.02.2005  –  317 Beiträge
HMS Steckdose verbessert Klang!
Tekunda am 18.05.2003  –  Letzte Antwort am 25.05.2003  –  38 Beiträge
Kabelklang / messtechnischer Nachweis?
Uwe_Mettmann am 01.04.2006  –  Letzte Antwort am 02.04.2006  –  17 Beiträge
Hochfrequenz Strahlung - Einfluss auf den Klang
George_Lucas am 04.09.2012  –  Letzte Antwort am 16.06.2015  –  68 Beiträge
Foren Archiv

Anzeige

Produkte in diesem Thread Widget schließen

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • beyerdynamic
  • SEG

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder807.750 ( Heute: 110 )
  • Neuestes Mitglied~Analogianer~
  • Gesamtzahl an Themen1.346.019
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.676.550