Mythen und Traditionen der High Fidelity

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ZeeeM
Inventar
#1 erstellt: 25. Aug 2017, 08:17
Immer gern auch von Fachblättern "festgestellt" ist die akustische Diode, die mech. Schall nur in eine Richtung durch lässt.
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 26. Aug 2017, 07:07
Hallo!


......die mech. Schall nur in eine Richtung durch lässt.............


So etwas wäre möglicherweise sogar konstruierbar aber ganz sicher nicht auf einer Drehbank.

Immerhin sind "Schwingungsdämpfer" und "Schwingungshemmer" neben dem "sauberen" Strom eines der wichtigsten Geschäftsbereiche im High-End, und außer in Extremfällen ein in der realen Welt genau so unwichtiges Thema.

MFG Günther
Passat
Moderator
#3 erstellt: 29. Aug 2017, 17:09
Eine akustische Diode ist technisch möglich:
https://www.elektormagazine.de/news/neuartig-akustische-diode

Grüße
Roman
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 29. Aug 2017, 17:28
Hallo!

Hmmm...ich denke mal so in 50-60 Jahren wird man eine solche Entwicklung auch mal im HiFi zur Kenntnis nehmen bis dahin kommen hier die "akustischen Dioden" weiterhin von der Drehbank.

MFG Günther
Passat
Moderator
#5 erstellt: 29. Aug 2017, 17:54
Die akustische Diode würde auch bei Körperschall effektiv sein.

Der akustischen Diode ist es doch egal, in welchem Medium (Luft, Flüssigkeit, Feststoff) der Schall auftritt.

Die in der HiFi-Scene propagierte Diodenwirkung von Spikes ist ein Märchen.

Es gibt sie schlicht nicht und die Richtung der Spikes (Spitze nach oben oder unten) ist auch völlig egal.

Einfacher Test, der beweist, das die Diodenwirkung von Spikes Unsinn ist:
1 Brett nehmen, darauf Spikes platzieren und auf die Spikes ein identisches Brett legen.
Jetzt an das untere Brett klopfen und danach an das obere Brett.
In beiden Fällen ist die Vibration im jeweils anderen Brett spür- und meßbar.

Hätten die Spikes eine Diodenwirkung, wäre das nicht der Fall.

Grüße
Roman
Buch
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 29. Aug 2017, 18:02
Hallo,

akustische Diode von der Drehbank:

Lautsprecher mit Parabolspiegel sendet Schallwellen über schalltote Strecke auf Mikrofon --> Schall kommt an.
Umgekehrt wird der Schall absorbiert, da er nicht gebündelt wird.

Geht doch, ist aber eher ein Richtkoppler, denn Halbwellen produziert die Anordnung nicht.
Don_Tomaso
Inventar
#7 erstellt: 31. Aug 2017, 13:21
"Spikes als akustische Diode" ist meines Meinung nach reine Synästhesie. Der kegelförmige Spike, der mit seiner Spitze auf der Lagerplatte zur Schonung des Parketts steht, sieht halt aus wie das Diodensymbol aus dem Schaltplan, drum wird ihm flugs eine gleichrichtende Wirkung angedichtet, die realiter nicht existiert.
Schwere Dinge, die nicht wackeln sollen, auf Spitzen zu stellen, ist ja gerade bei unebenem Boden nicht wirklich schlecht. Daher kommt das ganze ja auch. Ist vielleicht die Energieübertragung in den Boden bei sehr kleiner Kopplungsfläche und erhöhtem Flächendruck sogar geringer als bei Verwendung von Füssen mit größerer Fläche? Dann hätte das Ganze vielleicht sogar Sinn.
Passat
Moderator
#8 erstellt: 31. Aug 2017, 13:42

Don_Tomaso (Beitrag #7) schrieb:
Schwere Dinge, die nicht wackeln sollen, auf Spitzen zu stellen, ist ja gerade bei unebenem Boden nicht wirklich schlecht.


Dann sollte man aber konsequenterweise weg von 4 Füßen hin zu 3 Füßen.

Grüße
Roman
cr
Moderator
#9 erstellt: 31. Aug 2017, 14:52

Ist vielleicht die Energieübertragung in den Boden bei sehr kleiner Kopplungsfläche und erhöhtem Flächendruck sogar geringer als bei Verwendung von Füssen mit größerer Fläche? Dann hätte das Ganze vielleicht sogar Sinn.


Das hängt nur von der Elastizität des Materials ab. Daher würden eine federnde Aufhängung oder weiche Gummifüße mehr entkoppeln

--------------------------------------------

3 Füße sind zwar stabil, aber die Standfläche reduziert sich damit. Um dieselbe Standfläche wie beim Rechteck (Grundriß der Box) zu bekommen, braucht es ein sehr großes das Rechteck umschließendes Dreieck.
Don_Tomaso
Inventar
#10 erstellt: 31. Aug 2017, 20:37

Passat (Beitrag #8) schrieb:

Don_Tomaso (Beitrag #7) schrieb:
Schwere Dinge, die nicht wackeln sollen, auf Spitzen zu stellen, ist ja gerade bei unebenem Boden nicht wirklich schlecht.


Dann sollte man aber konsequenterweise weg von 4 Füßen hin zu 3 Füßen.

Grüße
Roman

Nicht nötig, man kann die Höhe der Füsse ja einzeln einstellen. Drei Beine sind zu kippelig.
rhf
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 31. Aug 2017, 23:38

Don_Tomaso (Beitrag #10) schrieb:
Nicht nötig, man kann die Höhe der Füsse ja einzeln einstellen. Drei Beine sind zu kippelig.

Da wäre die Lösung doch ein Lautsprecher mit dreieckiger Grundfläche.

rhf
cr
Moderator
#12 erstellt: 11. Sep 2017, 21:13
Damit verschenkt man 50% des Volumens im Vergleich zum entspr. Rechteck, hat also unter Volumensaspekten eine unnötig breite Box, was bei den heute gewünschten schlanken Formen nicht verkaufsfördernd ist.
visir
Inventar
#13 erstellt: 13. Sep 2017, 13:05
naja, entweder standfest oder schlank...
kinodehemm
Inventar
#14 erstellt: 13. Sep 2017, 18:09
..na, ihr habt ja originelle Themen..


Der Witz beim Haiender ist ja, das er sich tatsächlich und nachprüfbar funktionierenden Dingen meist kategorisch verweigert, der Wert und die Anbetung eines Tuning Produktes steigt mit der zunehmenden Entferung des 'Erfinders' von allen naturwissenschaftlichen Themen, also eine innere Ablehnung der unsensiblen Technokraten und ihrer seelenlosen Produkte.

So gibt der haiender für eine vibrationsfreie, schalldruckunempfindliche, nivellierbare Plattenspielerbasis mit justierbarer Eigenreso kleiner 10Hz , gerne 10000€ aus- aber bitte nix von der Stange Wäägetische odern andere, erprobte Geräte aus anderen Anwendungsbereichen sind einfach dem Anspruch von Schallplattenwiedergabe oder den Herausforderungen als Amp-Untersetzer nicht gewachsen..

Da bietet abgelagertes Holz aus dem Karnutenwald schon ein ganz anderes Potential..
ZeeeM
Inventar
#15 erstellt: 13. Sep 2017, 19:47

kinodehemm (Beitrag #14) schrieb:

Der Witz beim Haiender ist ja, das er sich tatsächlich und nachprüfbar funktionierenden Dingen meist kategorisch verweigert


Für einen richtigen Haiender ist das Hören der Maßstab dem sich auch die Technik unterordnen muss. Die Hörwahrnehmung ist über jeden Zweifel erhaben. Wenn Sicherungen unterschiedlich klingen, dann tun sie für ihn auch zweifelsfrei.
Car-Hifi
Inventar
#16 erstellt: 13. Sep 2017, 21:57
Neulich las ich:
Der Audiophile benutzt die Musik um seine Technik zu hören. Alle anderen benutzen ihre Technik, um Musik zu hören.

Besser kann man es wahrscheinlich nicht zusammenfassen.
Passat
Moderator
#17 erstellt: 13. Sep 2017, 23:51
Ein echter audiophiler HighEnder hat nur ein halbes Dutzend Testplatten und sonst keinerlei Tonträger!

Grüße
Roman
cr
Moderator
#18 erstellt: 14. Sep 2017, 01:15
..... sowie eine Sarah K-CD (oder -LP)


[Beitrag von cr am 14. Sep 2017, 01:16 bearbeitet]
SR2245
Stammgast
#19 erstellt: 14. Sep 2017, 01:36
...und guten Wein.


[Beitrag von SR2245 am 14. Sep 2017, 01:37 bearbeitet]
Meyersen
Stammgast
#20 erstellt: 14. Sep 2017, 14:39

cr (Beitrag #18) schrieb:
..... sowie eine Sarah K-CD (oder -LP) ;)

Moin,

wenn Songs oder CDs bestimmter Künstler schon bei Jutjuub als "audiophile music" beschrieben werden...

Wann ist Musik audiophil? Für mich sollte Musik ein authentischer Ausdruck dessen sein, was uns ein Künstler beschert. Mir machen Konzerte mit unbekannten Bands, denen man die pure Spielfreude auf der Bühne ansieht, mehr Spaß, als jede perfekte, aber sterile Aufnahme.
Wenn dann auch noch der Sound passt - umso besser!

Technik ist für mich nur dazu da, mir das - möglichst gute - Musikhören möglich zu machen. Man darf sich natürlich gern an fetten Amps und feinen CDPs mit schweren, lautlos auf- und zugleitenden Schubladen erfreuen, aber für Klang sind nun mal andere Faktoren verantwortlich. Und die sind seit langem technisch beherrschbar und billig zu realisieren.

Wenn ich an meine frühen Jahre zurückdenke, und dann das heutige Angebot an guten und günstigen, modernen Hifi-Geräten und auch Lautsprechern ansehe, dann wünsche ich mir manchmal, dass das, was heute für wenig Geld klanglich machbar ist, früher für kleineres Geld verfügbar gewesen wäre. Da wäre mehr Geld für Schallplatten übrig geblieben...

Gruß von der Musikhörerfront!

Kai
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#21 erstellt: 14. Sep 2017, 14:44

SR2245 (Beitrag #19) schrieb:
...und guten Wein.

...und eine musikalische Frau in der Küche
Passat
Moderator
#22 erstellt: 14. Sep 2017, 15:28
Genau!

Wenn der geneigte High-Ender mal wieder Kabel getauscht hat, hört man das auch in der Küche.
Das hat nämlich die Frau dort sofort gehört und kommt deswegen aus der Küche gelaufen, um das kund zu tun!

Grüße
Roman


P.S.
Warum steht eigentlich die Frau in der Küche und nicht der Mann?
Und die Frau schraubt an der Anlage......
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 14. Sep 2017, 19:59
Hallo!


.........und guten Wein..........


Ach was, natürlich SCOTCH WIHSKY , damit geht es schneller halbbewusstlos im Sessel zu hängen .


......as hat nämlich die Frau dort sofort gehört und kommt deswegen aus der Küche gelaufen, um das kund zu tun!........


Möglicherweise kommt sie ja auch aus dem Schlafzimmer gelaufen und tut "es" in recht scharfen Worten kund weil der Liebhaber droht das es geht und nicht wiederkommt falls der mörderische Krach nicht bald aus ist.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 14. Sep 2017, 20:00 bearbeitet]
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