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Musik zum "einspielen" der neuen Anlage

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Autor
Beitrag
Stereogigant
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Apr 2005, 10:05
Hallo!

Was nehmt ihr wenn ihr das erste mal auf eurer neuen Anlage Musik hört?
(Sollte viel Bass sein)
Danke im Voraus!
Stereogigant
uherby
Inventar
#2 erstellt: 12. Apr 2005, 10:13
Hallo Stereogigant,

das, was ich auch vorher an Musik auf meiner alten Anlage gehört habe.

uherby
Thono
Stammgast
#3 erstellt: 12. Apr 2005, 10:14
Hallo,


Was nehmt ihr wenn ihr das erste mal auf eurer neuen Anlage Musik hört?


das, was wir sonst auch immer hören.

Gruß
Thomas
Amerigo
Inventar
#4 erstellt: 12. Apr 2005, 10:24
Richtig Bass kann eine ganz neue Anlage selten, das dauert eine Weile.

Ich empfehle dir die "JMR Magic" CD von Jean-Marie Renaud, die ist speziell dafür gemacht, neue Komponenten einzuspielen. Von "Densen" gibt's auch noch was dafür.

Und sonst: einfach dudeln lassen, egal womit.
Stereogigant
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Apr 2005, 10:28
wieso kann eine neue Anlage noch nicht so viel Bass?
Towny
Inventar
#6 erstellt: 12. Apr 2005, 11:08

wieso kann eine neue Anlage noch nicht so viel Bass?


wer sagt denn, dass dies der Fall ist ich kenne dafür keine objektiven Gründe...
wenn eine neue Anlage wenig Bass hat, dann wird das mit der Zeit auch nicht mehr


[Beitrag von Towny am 12. Apr 2005, 11:10 bearbeitet]
Amerigo
Inventar
#7 erstellt: 12. Apr 2005, 11:14
<voodoo>
Die Elkos müssen sich erst formatieren.
</voodoo>

Habe am Marantz PM7200, am Vincent SV236 und nun am Emitter I HD erlebt, dass der Bass erst nach einer Woche einspielen da war.
Towny
Inventar
#8 erstellt: 12. Apr 2005, 11:18
@Amerigo: meinst du damit dass der Bass quantitativ mehr wurde oder dass der Bass konturierter,genauer (insgesamt besser ) wurde?

das Zweitere konnte ich ja auch bei mir nachvollziehen
Mister_Two
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 12. Apr 2005, 11:21
Das ist so nicht ganz richtig.
In den meisten Fällen ist das "einspielen" sowieso ein einspielen des Gehörs, bzw. des Kopfes

Das Gehör gewöhnt sich an dauerhafte "Berieselung" und stellt sich darauf ein!
Ein am Anfang als zu schwach empfundener Bass, kann u.U. durchaus nach einigen Wochen als normal, bzw. ausreichend empfunden werden - wenn man nur oft genug auf derselben Anlage hört.

Würde man nur 4 Wochen die Anlage im stillen Kämmerlein vor sich hin dudeln lassen -ohne zu hören- und käme dann nach 4 Wochen rein, wäre der Bass höchst wahrscheinlich genau derselbe.

Das macht aber eben niemand. Da wird über Nacht alles brummen gelassen, aber tagsüber trotzdem "normal" gehört.

Ist mir an der eigenen Anlage aufgefallen, als ich einige Monate, während ich auf die Subs wartete, nur mit den "normalen" LS hören konnte - und die haben reichlich wenig Bass....
Je länger die Wartezeit dauerte, desto mehr war ich am überlegen, ob ich die Subs überhaupt noch brauche.

Habe zufälligerweise letztes Wochenende nochmal ohne Subs angestöpselt gehabt - wäre für mich undenkbar, jetzt nochmal ohne zu hören.
So gewöhnt...äh brennt man sich die Anlage im Laufe der Zeit ein
Amerigo
Inventar
#10 erstellt: 12. Apr 2005, 11:21
Towny: Beides.
Beim Emitter war am Anfang der Bass zwar als Information über die Ohren hörbar, aber er kam nicht wirklich druckvoll bis auf den Körper. Jetzt, nach einer Woche, drückt es schön in die Magengegend. Und tiefer runter geht's jetzt auch, Bass-Saiten schnarren so richtig schön, das habe ich vor einer Woche noch nicht gehabt.

Beim Vincent war's ähnlich, aber der ist nach etwa 3 Tagens schon voll da gewesen.

Also: für mich ist die Frage nach dem Einspielen geklärt, das ist absolut wichtig, geschieht aber von selber und wer keine Geduld hat, nimmt die JMR Magic.

Gruss

Amerigo
Towny
Inventar
#11 erstellt: 12. Apr 2005, 11:24
JMR Magic?
Amerigo
Inventar
#12 erstellt: 12. Apr 2005, 12:28
UweM
Moderator
#14 erstellt: 12. Apr 2005, 13:02
Das Formieren (nicht Formatieren) der Elkos ist nur dann nötig, wenn die Geräte viele Monate nicht beutzt worden sind oder die Elkos vor dem Einbau sehr lange auf Lager gelegen haben.

Allerdings ist dieser Vorgang spätestens nach einer Nacht am Netz beendet, dazu muss noch nicht mal Musik laufen.

Grüße,

Uwe
Panther
Inventar
#15 erstellt: 12. Apr 2005, 13:25

Towny schrieb:

wieso kann eine neue Anlage noch nicht so viel Bass?


wer sagt denn, dass dies der Fall ist ich kenne dafür keine objektiven Gründe...

Hi Towny,

wobei das ja nun auch wieder keine einleuchtende Argumentation dafür ist, dass dieser Effekt nicht existiert.

Bezüglich Lautsprechern: Die Sicken der neuen Töner - wenn es denn Konusmembrane sind - müssen erst weich werden. Damit ändern sich die TSP-Werte ein wenig, dementsprechend das Wiedergabeverhalten und folglich der Klang. Je nach Lautsprecher dürfte die Klangänderung durch das Einspielen unterschiedlich ausfallen. Und bitte immer bedenken, dass es klangliche Nuancen sind, von denen hier die Rede ist. Eine "Blechtröte" wird nach dem Einspielen kein HighEnd-Laustprecher und umgekehrt. Meine Canton RC-L waren von Beginn an recht "bassstark" und sind es nach wie vor.

Da Tieftöner den größten Hub leisten müssen, mag es sein, dass der Effekt hier am ehesten wahrnehmbar ist; das habe ich aber selbst nie ausprobiert.

Es gibt Edelhersteller wie z.B. Burmester, die diesen Einspieleffekt bereits im Werk vornehmen und die Lautsprecherchassis erst danach selektieren. Wie üblich muss man diesen Aufwand aber mit dem Kaufpreis bezahlen. Massenhersteller wie z.B. Nubert verzichten auf den Einspielvorgang wie man mir bei Nubert in Aalen persönlich gesagt hat.

Der genannte Sickeneffekt ist auch messtechnisch nachweisbar und entweder im Buch von D'Appolito oder Dickason (ich müsste es erst nachschlagen...) mit Messdiagrammen beschrieben. Also nix Voodoo sondern eben doch ganz einfache objktive da material- und konstruktionsbedingte Gründe.

Typischerweise spricht man von Einspielzeiten zwischen 20 und 50 Stunden, wobei das Anhaltswerte sind. Also nicht eine Stunde und auch nicht 10.000 Stunden. Bei meinen neuen Magnetostaten für den Hoch- und Mitteltonbereich (Bohlender-Graebener Neo3 bzw. Neo8) wird sogar von einer Einspielzeit von etwa 100 Stunden gesprochen. Angeblich klingen die Chassis in der Einspielphase noch etwas "harsch" und erst danach richtig "geschmeidig". Da ich die Chassis (immer) noch nicht verbaut habe, muss sich das allerdings noch weisen.

Besondere "Einspielaktionen" sind aber nicht nötig, denn das passiert im normalen Betrieb ganz automatisch. Es ist auch keine bestimmte Musik oder gar eine festgelegte Lautstärke nötig. "Bassarme" Musik drehst Du einfach etwas lauter, dann macht der Tieftöner wieder den gleichen Hub wie bei "basslastiger" Musik. Ob die Einpielzeit nun einen Tag länger dauert oder nicht, dürfte in der normalen Praxis wohl unerheblich sein.

Also einfach viel Spaß mit den fabrikneuen Lautsprechern und nach 20, 30, 50 oder 100 Stunden normalem Gebrauch dann noch viel mehr Vergnügen.

Grüße

Panther


P.S.: Oder ging es bei der Frage nach der "neuen Anlage" wirklich nur um die Elektronik??
sos4nt
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Apr 2005, 14:04
Aus dem Handbuch von Dynaudio:

Einspielen der Lautsprecher
Die beweglichen Teile eines Lautsprechers haben im Neuzustand trotz vorhergehender akustischer Qualitätskontrollen noch nicht ihre volle Bewegungsfreiheit und damit ihr mögliches Klangpotential erreicht.
Je besser die Qualität der Lautsprecherchassis, desto anspruchsvoller ist ein Lautsprecher bei der Einspielzeit. Ein neu gefertigter Dynaudio Lautsprecher benötigt daher, je nach Pegel und Nutzungsdauer, einige Wochen, um seine optimale Klangqualität zu erreichen. Danach reichen jeweils einige Minuten, um auf höchstem Niveau spielen zu können.
Panther
Inventar
#18 erstellt: 12. Apr 2005, 14:35

sos4nt schrieb:
Je besser die Qualität der Lautsprecherchassis, desto anspruchsvoller ist ein Lautsprecher bei der Einspielzeit.

Hi nochmal,

bedeutet das im Umkehrschluss einerseits etwa, dass man Lautsprecher à la Cat oder Eltax (man entschuldige meine Vorurteile ) überhaupt nicht einspielen muss und andererseits, dass "der absolute Superlautsprecher schlechthin" (was immer das sei) nie richtig eingespielt ist?

Also die generelle Aussage bezüglich der beweglichen Teile kann ich gemäß meines vorigen ausführlichen Beitrags nachvollziehen. Den Rest würde ich als Marketinggewäsch frei nach dem Motto "Katzen würden Whiskas kaufen" einstufen. Eigenlobhudelei von Dynaudio. Pfffffffffffft...

Grüße

Panther
Towny
Inventar
#19 erstellt: 12. Apr 2005, 16:36
aha, da es sich um LS handelt sehe ich natürlich ein, dass sich die Sicken einspielen müssen...sind ja bewegliche Teile

bei meiner Annahme (s.o.) bin ich von Elektronik ausgegangen
BenCologne
Inventar
#20 erstellt: 15. Apr 2005, 21:14
Hallo Hifi-Freunde,

also ich bestitze ja jetzt auch einen Emitter 1+ und ich muss sagen, dass ich die gleiche Erfahrung wie der Amerigo gemacht habe.



Als ich ihn hier frisch stehen hatte, merkte ich zwar schon, dass ein Bass vorhanden ist aber er drückte halt noch nicht so schön.

Ich habe ihn jetzt seit 2 Wochen und 4 Tagen im Betrieb und ich muss sagen, er ist jetzt richtig schön satt vorhanden.



Benjamin
Phil
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 16. Apr 2005, 10:35

Aus dem Handbuch von Dynaudio:

Einspielen der Lautsprecher
Die beweglichen Teile eines Lautsprechers haben im Neuzustand trotz vorhergehender akustischer Qualitätskontrollen noch nicht ihre volle Bewegungsfreiheit und damit ihr mögliches Klangpotential erreicht.
Je besser die Qualität der Lautsprecherchassis, desto anspruchsvoller ist ein Lautsprecher bei der Einspielzeit. Ein neu gefertigter Dynaudio Lautsprecher benötigt daher, je nach Pegel und Nutzungsdauer, einige Wochen, um seine optimale Klangqualität zu erreichen. Danach reichen jeweils einige Minuten, um auf höchstem Niveau spielen zu können.
...

...da will ich jetzt mal bösartig sein: Dieses Statement könnte natürlich auch bedeuten, die neuen Lautsprecher klingen nicht besser als die alten - sie klingen nur "anders" - und bis sich die Ohren auf den anderen Klang eingestellt haben, dauert es halt ein paar Wochen! So beugt man Enttäuschungen und Reklamationen vor - pfiffig!

bye
Phil
-scope-
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 16. Apr 2005, 12:43
Hallo,

beim "Einspielen" bzw. "Einbrennen" (Hilfe...Feuer!!!) der Geräte sollte man auf gar keinen Fall hektische oder "nervöse" Musik benutzen. Die Bauteile könnten durch die extremen Dynamiksprünge in den Signalen einen internen "thermalen Schock" erleiden, was die spätere Musikalität und Feinzeichnung, aber auch den Grundtonbereich nachhaltig schädigen dürfte.

Zum Einbrennen sollte daher ausschliesslich rosa Rauschen von der "Audio-burn-in-platinum" CD verwendet werden.

Weisses Rauschen erhöht übrigens den RDS der Elkos nachhaltig, und bringt somit irreparable Schäden mit sich....also Vorsicht!!

Bei blauem oder gar "buntem" Rauschen bin ich mir nicht sicher...Hat da jemand nähere Infos??


[Beitrag von -scope- am 16. Apr 2005, 12:45 bearbeitet]
op111
Moderator
#23 erstellt: 16. Apr 2005, 13:18
Hallo scope,

-scope- schrieb:
Bei blauem oder gar "buntem" Rauschen bin ich mir nicht sicher...Hat da jemand nähere Infos??


ich verwende grünlich-graues Rauschen mit einem leichten Rotstich so ins blaue gehend, im Ganzen aber eher rosa.

Das hält aufgrund des niedrigen mittleren kinetischen Energiegehalts und feinstofflicher Abstimmung vorsorglich die hochenergetischen Feinststaubemissionen in Grenzen - eine Feinstaub-Verordnung für High-End-Hifi nebst Sondersteuer ist ja bekanntlich in Arbeit.

Gruß
Franz
-scope-
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 16. Apr 2005, 13:28
Hallo Franz,


ich verwende grünlich-graues Rauschen mit einem leichten Rotstich so ins blaue gehend, im Ganzen aber eher rosa.


Ich glaube, dass du unss hier ganz schön verschaukeln möchtest. Das ist echt kein feiner Zug







op111
Moderator
#25 erstellt: 16. Apr 2005, 13:37

-scope- schrieb:
Ich glaube, dass du unss hier ganz schön verschaukeln möchtest.


Scope,
da muß ich aufs Schärfste widersprechen!
Die Farbe meines bevorzugten Einspielsignals wechselt ständig. Das ist ja der Kniff, bloß nichts Statisches!

Auch und gerade hochsensible HiFi-Ketten (nebst Racks und Kabeln) können durch langweiliges Programmmaterial abstumpfen. Das führt zu dem oft in der Fachpresse beschriebenen undynamischen, toten und flachen Klang.

Denk mal drüber nach - probier erst mal selbst!
Gruß
Franz
la_verdad
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 16. Apr 2005, 18:19
Mein Kollege drückte mir neulich eine "Einbrenn-CD" in die Hand, mit der meine Anlage (Kabel, Lautsprecher, einfach alles) nach seiner Aussage mindestens 20% mehr Musikalität erhalten sollte. Was immer das heißen mag.

Ich habe die Anlage nun fachgerecht "eingebrannt", was eine ziemliche Tortur ist, bei der man wegen der unangenehmen Töne besser vor die Tür geht. Das Ergebnis: Ich kann absolut keinen Unterschied hören.

Wenn die Geschichte mit dem Einbrennen tatsächlich stimmen würde, so frage ich mich, wie die Komponentenhersteller dann eine ordentliche Qualitätskontrolle machen können. Alles, was das Werk verlässt, wäre ja zunächst eine klangliche Katastrophe.

Dass es Unterschiede der Endprodukte gibt, die eine Selektion rechtfertigen (bei Edel-Herstellern), glaube ich selbstverständlich. Aber dass diese Unterschiede erst nach Tagen oder Wochen der Dauerbenutzung auftreten sollen, will mir nicht in den Kopf.

Dabei bin ich sonst von Vodoo sehr angetan. Ich nenne selbst ein High-End Netzteil (X-PSU V3 von Musical Fidelity) mein Eigen. Da höre ich einen Unterschied zu den mitgelieferten Plastiknetzteilen der Einzelkomponenten. und dass, obwohl es hier nur um "sauberen" Strom geht. Aber die Einbrenn-Aktionen sind mir dann doch zu abenteuerlich.

Viele Grüße,
ElGreco (el verdadero)
-scope-
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 16. Apr 2005, 19:24
Hallo,


Ich nenne selbst ein High-End Netzteil (X-PSU V3 von Musical Fidelity) mein Eigen. Da höre ich einen Unterschied zu den mitgelieferten Plastiknetzteilen der Einzelkomponenten.


Gute Netzteile gehen imo über den Begriff "Voodoo" doch schon hinaus....weit! hinaus.
op111
Moderator
#28 erstellt: 16. Apr 2005, 19:34

la_verdad schrieb:
Wenn die Geschichte mit dem Einbrennen tatsächlich stimmen würde, so frage ich mich, wie die Komponentenhersteller dann eine ordentliche Qualitätskontrolle machen können. Alles, was das Werk verlässt, wäre ja zunächst eine klangliche Katastrophe.


Hallo la_verdad,
mit genau diesen "Katastrophen"-Komponenten und Therapien für deren Besitzer befasst sich dieser Teil des Forums,
nicht mit Maßnahmen, die reproduzierbare oder gar messbare Verbesserungen erbringen
denn (s.o.) es wird hier
"generell kein Anspruch auf die Richtigkeit der gemachten Aussagen erhoben".


Franz


[Beitrag von op111 am 16. Apr 2005, 19:54 bearbeitet]
Tom_Sawyer
Stammgast
#29 erstellt: 16. Apr 2005, 19:34
@-scope-

Gute Netzteile gehen imo über den Begriff "Voodoo" doch schon hinaus....weit! hinaus.


Was gibt es ausserhalb von "Voodoo" für physikalisch nicht erklärbare Erscheinungen?
-scope-
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 16. Apr 2005, 19:52
Hallo Tom,

ich verstehe die Frage nicht.
Tom_Sawyer
Stammgast
#31 erstellt: 16. Apr 2005, 19:57
Hallo Scope,

wie bezeichnet den Bereich der physikalisch nicht erklärbare Klangveränderungen, wenn Voodoo nicht das richtige Wort ist ?


Gute Netzteile gehen imo über den Begriff "Voodoo" doch schon hinaus....weit! hinaus.


Gruß

Tom
-scope-
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 16. Apr 2005, 22:59
Hallo,


wie bezeichnet den Bereich der physikalisch nicht erklärbare Klangveränderungen, wenn Voodoo nicht das richtige Wort ist ?


Ich versuche mal eine Neuformulierung:


wie bezeichnet MAN den Bereich der physikalisch nicht erklärbareN Klangveränderungen, wenn Voodoo nicht das richtige Wort ist ?

So in etwa?

Aber diese Formulierung gefällt mir nicht, da es demnach in der Tat existente Klangveränderungen geben würde, die physikalisch nicht erklärbar seien. Das sehe ich nämlich nicht so.

Ich habe aber den Verdacht, dass du den Satz:

"Gute Netzteile gehen imo über den Begriff "Voodoo" doch schon hinaus....weit! hinaus."

vielleicht falsch aufgenommen haben könntest?

Ich hätte vielleicht besser (und klarer) schreiben sollen:

"Gute Netzteile sind kein Voodoo."
la_verdad
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 17. Apr 2005, 16:42

-scope- schrieb:

"Gute Netzteile sind kein Voodoo."


Da ist nun auch wieder was wahres dran. Immerhin hat man Stromschwankungen und verschiedene Leistungsanforderungen der Einzelkomponenten. Wird dieses aufeinander abgestimmt, kann das schon zu einer Verbesserung des Klangs führen.

Um aber wieder zum Voodoo zurückzukehren: Was haltet ihr von diesen Kabeln?

http://cls.audiogon.com/cgi-bin/cls.pl?dgtlconv&1117381953

Die beim X-PSU mitgelieferten machen einen extrem billigen Eindruck. Nur frage ich mich, ob ein Stromkabel überhaupt einen klanglichen Unterschied machen kann. Und mein Händler weigert sich leider, die Teile einfach mal zu bestellen, so dass ich keine Chance habe, sie zu hören.

Viele Grüße,
El Greco (El verdadero)
-scope-
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 17. Apr 2005, 17:27
Hallo,

die abgebildete Strippe ist kosmetisch behandelt.

An den Enden gibt sich ein sehr...sehr...sehr!!! billiger Diodenstecker zu erkennen. Es scheint ohnehin in Mode zu kommen, billige und altbekannte Stecksysteme großzügig mit buntem Schrumpfschlauch zu beziehen um einen neuen, wertigeren "Look" zu erzielen...
Dazwischen wird dann vorher noch ein Stückchen Netz-oder Gewebeschlauch übergestülpt....Fertig.

Gegen diese Bauweise habe ich eigentlich keine Bedenken....Ich mache das oft genauso Wenn das Kabel um 20 € Verkauft wird, dann geht das absolut in Ordnung.
Tom_Sawyer
Stammgast
#35 erstellt: 18. Apr 2005, 21:56
Von der Optik her erstklassig, müsste allerdings in mehreren Farben angeboten werden. Meine Frau findet die Farbe als nicht passen dzu unserer Einrichtung.
hifiaktiv
Inventar
#36 erstellt: 24. Apr 2005, 19:06
@Mister Two schrieb:

In den meisten Fällen ist das "einspielen" sowieso ein einspielen des Gehörs, bzw. des Kopfes

Das kann ich nur unterstreichen! Denn das sage ich schon seit "ewig"! In Wirklichkeit ändert sich nämlich technisch gar nichts! Anders ist nur die Erwartungshaltung des Menschen, der seine "eingebauten Filter" aktiviert.

Das mit dem Formieren der Elkos ist absoluter Schwachsinn! Was hat denn das mit dem Klang einer HiFi Komponente zu tun? Solche (und ähnliche) Floskeln, die kein Laie überprüfen kann, sind verzweifelte Versuche einer Erklärung für etwas, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Und das ist bei allen Voodoo-Zubehör-Zeugs so! Im Gehirn machte es "Klick", wenn eine postive Erwartungshaltung stattfindet und schon ist alles "besser". Das funktioniert aber auch umgekehrt: wenn der Hörer beispielsweise sich selbst bestätigen will, dass er ein teures Zubehör (das er gerade testet) ohnehin nicht benötigt, wird er im Gehirn unbewusst nicht umschalten.
Damit ist auch klar, warum bei Blindtests absolut nicht mehr erkannt wird, was vorher "so eindeutig" zu hören war. Dadurch, dass der Probant nicht weiß was gerade läuft, ist er völlig hilflos. Sein "Relaise" im Gehirn ist dann sozusagen "stromlos".

Gruß
David


[Beitrag von hifiaktiv am 25. Apr 2005, 06:57 bearbeitet]
Joey911
Inventar
#37 erstellt: 24. Apr 2005, 19:21
Das ist so nicht richtig

Hier mal ein Vergleich einer uneingespielten Box mit einer eingespielten:

vorher:


nachher:




Gruß
Joey


[Beitrag von Joey911 am 24. Apr 2005, 19:24 bearbeitet]
-scope-
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 24. Apr 2005, 19:52
Hallo,


Das ist so nicht richtig


"Was" ist so nicht richtig?
Joey911
Inventar
#39 erstellt: 24. Apr 2005, 20:21

Hallo,



Das ist so nicht richtig



"Was" ist so nicht richtig?





@Mister Two schrieb:


In den meisten Fällen ist das "einspielen" sowieso ein einspielen des Gehörs, bzw. des Kopfes

Das kann ich nur unterstreichen! Denn das sage ich schon seit "ewig"! In Wirklichkeit ändert sich nämlich technisch gar nichts! Anders ist nur die Erwartungshaltung des Menschen, der seine "eingebauten Filter" aktiviert.


Gruß
Joey
muckie
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 24. Apr 2005, 20:30
Hallo Hifiaktiv,

Dein letzter Bericht schlägt wirklich alles.
Du sagst also, in Wirklichkeit ändert sich gar nichts.
Der Mensch aktiviert nur seine eingebauten Filter.
Meinst Du das wirklich allen Ernstes?
Also dann klingt ein Neugerät wie ein sagen wir mal "eingespieltes Gerät"? Ein neuer Lautsprecher wie ein "eingespielter Lautsprecher"? Ein neues Kabel wie ein "eingespieltes Kabel"? (sorry, Kabel klingen ja nicht)

Wenn Du wirklich dieser Überzeugung bist, habe ich keine weiteren Fragen mehr.

Gruß

muckie
hifiaktiv
Inventar
#41 erstellt: 24. Apr 2005, 21:34
Hallo muckie!
Ich habe noch vergessen hinzuzufügen, dass bei Boxen eine gewissen Einspielphase notwendig ist, damit sie ihre richtige Performance erreichen (das sage ich jetzt nicht nur so, es steht seit Jahren in meiner HP).

Ansonsten bin ich der Meinung, dass das Einspielen von Elektronikkomponenten absolut nichts verändert. Was ich vom Kabelunterschied an sich halte, steht in meiner HP - nämlich nichts! Da brauche ich auch über das Einspielen erst gar nicht nachzudenken.

Übrigens habe ich auch schon einen Blindtest (mehrere Testpersonen haben daran teilgenommen) mit einmal einem "jungfräulichen Accuphase DP-55V gegen einen 3 Jahre alten gemacht (beide an 2 Hochpegeleingänge eines Accuphase E-408, 2 gleiche CD's und absolute Synchrosation, dann A-B Umschaltung). Keiner hat einen Unterschied feststellen können! Vorher haben die Leute natürlich "eindeutige" Unterschiede gehört! Noch mehr Beweise???

Gruß
David
HiFi-Frank
Moderator
#42 erstellt: 24. Apr 2005, 21:41
Also ich bin bestimmt das Gegenteil eines Voodoo-Jüngers....aber LS verändern ihre Klangcharakteristik schon im Laufe der Zeit.

Das Ganze gilt allerdings in meinen Ohren nur für größere LS-Chassis, bevorzugt Sub´s.

Ich würde jetzt nicht soweit gehen und sagen, dass es enorme Unterschiede sind....aber sie sind auf jeden Fall hörbar
-scope-
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 24. Apr 2005, 22:12
Hallo,

wie oft hatten wir das Thema schon? Gewisse Veränderungen bei Lautsprechern und Tonabnehmern wurden etliche male erwähnt, und allgemein als (mehr oder weniger) existent anerkannt. Ich dachte, dass es jetzt um die Formierung der Elkos geht. ??

Frage an die Kenner aus der Voodoszene:
Welche Parameter ändern sich bei einem frisch gekauften Netzteil-Elko innerhalb der ersten 20 Stunden nach Inbetriebnahme, und (ganz ganz wichtig!!!) in welcher Größenordnung? (Nur ganz grob...in etwa)
Mal sehen, ob sich das mit meinen Messungen deckt, die ich jederzeit wiederholen kann.

"Ihr" solltet es doch wissen? Schon mal ausgetestet??

Die Antwort "Weiss ich nicht, aber ich hab da ganz klar was gehört" ist übrigens nicht angebracht, da ihr ja nicht wissen könnt, woran es überhaupt lag, bzw. ob es die Formierung war...(sofern es überhaut etwas war )


Eingespielvorgänge bei Kabeln sind hingegen etwas für "bewusstlose".
Im grossen und ganzen finden aber alle! Einspielvorgänge zu einem überwiegenden "Prozentsatz" im Kopf der Leute statt. Das sehe ich ebenso.


[Beitrag von -scope- am 24. Apr 2005, 22:14 bearbeitet]
hifiaktiv
Inventar
#44 erstellt: 25. Apr 2005, 07:16
Es ist immer wieder unglaublich, was den Werbefritzen so alles einfällt und - schlimmer noch - die unbedarften und nicht logisch denkenden HiFi Enthusiasten dann nicht nur glauben, sondern auch noch nachplappern und an andere Unbedarfte weitergeben.

So kommt es dann zum "Einspielen von Kabeln" und "Formieren von Elektrolytkondensatoren". Und weil man den HiFi Voodoo-Gläubigen alles aufschwatzen kann, ist es auch möglich, ihnen die teuersten (völlig wirkungslosen) Zubehörartikel zu verkaufen. Die HiFi Magazine unterstützen das natürlich tatkräftig, weil es ihre Auflagezahlen erhöht.

Jüngstes Besipiel aus einem anderen Thread in diesem Forum:

ich habe jetzt in einem Videomagazin gelesen, dass man bei hochwertigen Plasmas und weiteren Hifi-Geräten auf jeden Fall eine Steckdosenleiste mit Netzfilter verwenden soll, um Schäden zu vermeiden.Dabei sollte man auf die beleuchteten Ein-und Ausschalter verzichten, da dort Gase enthalten sind, die zu Schäden führen können.

Was soll man dazu noch sagen?

Gruß
David
US
Inventar
#45 erstellt: 25. Apr 2005, 10:06
Hallo,


Was soll man dazu noch sagen?

Am besten gar nix mehr

@Joey911:
Wann und wie wurden die Messungen durchgeführt?

Der einzige nachvollziehbare Effekt beim "Einspielen" betrifft die Aufhängung von LS-Chassis.
Bedeutsam ist dieser Effekt ohnehin nur im Bereich um die Resonanzfrequenz. Damit betriffts nur Tieftöner, da MT und HT immer deutlich über ihrer Resonanzfrequenz betrieben werden.

Die nach einiger Betriebszeit nachgiebiger werdende Sicke lässt fres absinken. Davon betroffen sind in bedeutsamen Maße auch nur Chassis mit getränkter Leinensicke. Bei den üblichen Gummisicken ist der Effekt kaum der Rede wert.

Zur Sicherheit kann man das Chassis 1min lang durchwobbeln.

Die Unterschiede, die ich gemessen habe, lag bei Treibern mit Gummisicke immer innerhalb der üblichen Toleranzen…

Warum man aber so ein Tamtam daraus macht, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich kann man sich als Händler und Hersteller so gut unzufriedene Kunden vom Hals halten. Nach dem Motto: „Die Anlage muß man sich erst schönhören, am besten mit unserer speziellen Einspiel-CD“ Kommt dann noch der unvermeidliche Auto-Vergleich („Auto fahren sie doch auch ein!“), lassen die Kunden wohl jede Vernunft fahren.

Gruß, Uwe
hifiaktiv
Inventar
#46 erstellt: 25. Apr 2005, 10:58
@HiFi-Frank schrieb:

Ich würde jetzt nicht soweit gehen und sagen, dass es enorme Unterschiede sind....aber sie sind auf jeden Fall hörbar

Der Mensch ist nicht einmal in der Lage, sich einige Sekunden einen Klangeindruck zu merken. Deshalb wird bei Blindtests eine unmittelbare A-B Umschaltung angestrebt und nicht einmal die reicht aus, weil die Musik ja fortläuft und nicht die gleichen Passagen verglichen werden.

Wie willst Du jetzt eine nicht eingespielte Box mit einer eingespielten vergleichen? Das geht wirklich bestenfalls messtechnisch und natürlich mit der selben Box bzw. unter haargenau den gleichen Messbedingungen.

Jede Behauptung in dieser Richtung, die nicht über Messtechnik oder Blindtests bestätigt wird, basiert nur auf glauben! Skepsis ist absolut gerechtfertigt, besonders dann, wenn es dazu nicht einmal eine technische bzw. logische Erklärung gibt.

Gruß
David


[Beitrag von hifiaktiv am 25. Apr 2005, 11:55 bearbeitet]
Tantris
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 25. Apr 2005, 11:41
Hallo Joey,

das erscheint mir nicht gerade wie ein Beweis dafür, daß da irgendetwas eingespielt worden ist - typischerweise ändern sich bei tatsächlichen Voralterungsprozessen von Baß-LS vor allem Resonanzfrequenz und Güte, es wäre also zu erwarten, daß im Baßbereich sich die Abstimmung breitbandig ändert.

Was war das für ein Lautsprecher? Im Hochtonbereich sieht es für mich so aus, als hätte das Meßmikrofon lediglich um wenige cm versetzt gestanden und als würde der LS hier Interferenzen aufweisen, wie z.B. bei einem Breitbänder, Folienhochtöner oder Hochton-Horn. Auffällig ist nämlich, daß sich im 2. Diagramm einige Peaks befinden, wo im 1. Dips sind, und umgekehrt, das sind typische Interferenzen, aber das hat mit einspielen nichts zu tun.

Daher meine Frage: Blieben Boxen und Meßmikrofon zwischen den 2 Messungen absolut an derselben Stelle?

Zum Thema an sich:

Es ist durchaus denkbar, daß es bei Baß-LS etc. Voralterungsprozesse gibt, etwa durch getränkte Gewebesicken oder -zentrierspinnen, bei denen die Tränke platzt o.ä. So etwas ist durchaus auch meßbar, besonders bei hart aufgehängten PA-Bässen größeren Kalibers (15" oder 18") auch recht deutlich.

Aber: Gerade bei Baßreflex- und Bandpaßkonstruktionen kann die Feinabstimmung des Gehäuses erst erfolgen, wenn die genauen Parameter des Chassis bekannt sind. D.h. der Hersteller muß die Chassis selbst "einspielen" und anschließend die Box abstimmen bzw. kalibrieren/paarselektieren. Ein Hersteller, der seine Boxen als "nicht eingespielt" verkauft, gibt damit zu, daß sie qualitativ minderwertig sind, weil sich beim Einspielprozeß noch Paarabweichungen bzw. kleinere Fehlabstimmungen ergeben können.

Gruß, T.
jakob
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 25. Apr 2005, 12:47
@ US,

"Bedeutsam ist dieser Effekt ohnehin nur im Bereich um die Resonanzfrequenz. Damit betriffts nur Tieftöner, da MT und HT immer deutlich über ihrer Resonanzfrequenz betrieben werden."

Wenn es die Resonanzfrequenz (und vermutlich auch die Güte) betrifft, wird es auch Auswirkungen bezüglich der Einschwingvorgänge geben, auch wenn der Einsatzbereich höher liegt.

@ hifiaktiv,

die Diskussion wäre einfacher, wenn Du nicht kategorisch argumentieren würdest. Ein Beispiel:

"Der Mensch ist nicht einmal in der Lage, sich einige Sekunden einen Klangeindruck zu merken."

Das ist selbst in der günstigsten Auslegung immer noch grober Unfug.
Auch wenn es eine weit verbreitete Ansicht ist, so doch trotzdem eine Fehldeutung des akustischen Gedächtnisses im Zusammenhang mit komplexen Signalstrukturen.

"Deshalb wird bei Blindtests eine unmittelbare A-B Umschaltung angestrebt und nicht einmal die reicht aus, weil die Musik ja fortläuft und nicht die gleichen Passagen verglichen werden."

Bitte versuche doch diesesmal, mir eine Antwort zu geben. Wenn der Hörer sich den Klangeindruck überhaupt nicht merken kann, weshalb ist irgendein so gewonnenes Ergebnis überhaupt von Bedeutung??
Der Hörer hätte doch jeweils nach kürzester Zeit vergessen, daß es auch besser ginge und wäre mit der schlechteren Wiedergabe wieder vollkommen zufrieden.

Gruß

P.S. Möglich ist allerdings, daß Hörer durch die A/B-Umschaltmöglichkeit zu hektischem Hin- und Herschalten neigen, was häufig vom "normalen" Hören ablenkt.
US
Inventar
#49 erstellt: 25. Apr 2005, 13:23

jakob schrieb:
@ US,

"Bedeutsam ist dieser Effekt ohnehin nur im Bereich um die Resonanzfrequenz. Damit betriffts nur Tieftöner, da MT und HT immer deutlich über ihrer Resonanzfrequenz betrieben werden."

Wenn es die Resonanzfrequenz (und vermutlich auch die Güte) betrifft, wird es auch Auswirkungen bezüglich der Einschwingvorgänge geben, auch wenn der Einsatzbereich höher liegt.


Hallo Jakob,

mal ganz abgesehen von der Frage inwiefern Group Delay aufgrund des sich ändernden Phasenganges hörbar ist (ich weiß, daß du da anderer Ansicht bist), existiert mind. eine Oktave über der Reso ein alles realtivierender Hochpaß, der das Zeitverhalten determiniert.

Gruß, Uwe
hifiaktiv
Inventar
#50 erstellt: 25. Apr 2005, 14:31
Hallo Jakob!
Warum wir schon seit langem mit unserer Blindtestdiskussion nicht weiterkommen ist die Tatsache, dass Du es nicht gelten lässt, wenn Jemand es nicht schafft, bei einem A/B-Vergleich Unterschiede zu hören.

Ich dagegen sage: einen noch besseren Vergleich gibt es nicht mehr (weil unmittelbare Umschaltung ohne Zeitversatz) und wenn Jemand auch unter diesen günstigsten Bedingungen nichts hört, dann sind Unterschiede entweder gar nicht vorhanden oder so klein, dass sie vernachlässigbar sind.

Deshalb kann ich Dir auch beim besten Willen keine Fragen beantworten, denn wenn schon so keine Unterschiede auszumachen sind, sind die Aussagen eines Hörers - der seine Tests ohne A/B-Umschaltung, mit relativ großem Zeitversatz und höchstwahrscheinlich ohne Pegelausgleich gemacht hat - doch absolut nicht ernst zu nehmen!
Genau so "testen" aber (geschätzt) 99% der HiFi Enthusiasten. Und das "Ergebnis" wird dann vom Wunschdenken gesteuert.

Wieviele Beweise noch - siehe Faketests, sowie alle bisher fehlgeschlagenen Blindtests der "Goldohren"!

Gruß
David


[Beitrag von hifiaktiv am 25. Apr 2005, 15:10 bearbeitet]
Joey911
Inventar
#51 erstellt: 25. Apr 2005, 15:07
Hallo

Wie die Messung genau abgelaufen ist weiß ich nicht. Da müsst ihr mal Cyburgs fragen.
Aber ich meine gelsen zu haben, dass er alles genau gleich ausgerichtet hat.

Es ist der Breitbänder Beyma 8AG/N im Viech und man hört schon merkliche Unterschiede, besonders im Hochtonbereich.

Gruß
Joey
US
Inventar
#52 erstellt: 25. Apr 2005, 15:15

Joey911 schrieb:
Hallo

Wie die Messung genau abgelaufen ist weiß ich nicht. Da müsst ihr mal Cyburgs fragen.
Aber ich meine gelsen zu haben, dass er alles genau gleich ausgerichtet hat.

Es ist der Breitbänder Beyma 8AG/N im Viech und man hört schon merkliche Unterschiede, besonders im Hochtonbereich.

Gruß
Joey


Hallo Joey,

„gleich ausgerichtet“ hört sich nach neuem Messaufbau an.

Gerade interferenzanfällige Breitbänder (Reflexionen am Konustrichter führen zu schmalbandigen Drops und Dips) erfordern für Vergleichsmessungen absolut vergleichbare Bedingungen.
Für Hobbybastler, denen kein Messraum zur Verfügung steht, bedeutet dies, dass die Position des Lautsprechers und die des Mikros nicht geändert werden darf, Temperatur gleich bleiben muß, usw.
Die Messungen wären in der Praxis nur direkt hintereinander durchführbar ohne den Aufbau zu ändern.

Gruß, Uwe
-scope-
Hat sich gelöscht
#53 erstellt: 25. Apr 2005, 16:16
Hallo,


Das ist selbst in der günstigsten Auslegung immer noch grober Unfug.
Auch wenn es eine weit verbreitete Ansicht ist, so doch trotzdem eine Fehldeutung des akustischen Gedächtnisses im Zusammenhang mit komplexen Signalstrukturen.


Es ist ja alles immer so verdammt "relativ".
Für ein korrektes "speichern" und späteres aussagekräftiges vergleichen einer komplexen (akustischen)Signalstruktur ist es nicht ohne Bedeutung, in welchen Grössenordnungen die verglichenen Signale letztendlich abweichen.

So kann ich auch nach vielen Stunden die Signalstruktur einer Toilettenspülung von der einer Stichsäge klar und fehlerfrei voneinander trennen, und scheue keinen Test!!!

Bedeutend schwieriger wird die Angelegenheit, wenn man diverse (wieder sehr subjektiv) hochwertigere CD-Player bei Pegelgleichheit unterscheiden will. Bereits in dieser "Grobdisziplin" scheitern die Meisten.

Kommt man aber dann letztendlich in Bereiche, in denen "hoffnungslos bewusstlose" Personen die (praktisch nicht vorhandenen) Differenzen zwischen zwei verbauten Feinsicherungen heraushören wollen, sollte man den Dialog beenden.

Prinzipiell!! hat Jakob immer Recht...zweifellos....Ich kann es nur immer und immer wieder schreiben



Bitte versuche doch diesesmal, mir eine Antwort zu geben. Wenn der Hörer sich den Klangeindruck überhaupt nicht merken kann, weshalb ist irgendein so gewonnenes Ergebnis überhaupt von Bedeutung??
Der Hörer hätte doch jeweils nach kürzester Zeit vergessen, daß es auch besser ginge und wäre mit der schlechteren Wiedergabe wieder vollkommen zufrieden


Was der Mensch felsenfest zu vernehmen glaubt, hat in den hier besprochenen Grössenordnungen eigentlich nichts mehr mit den Tatsachen zu tun. Hier spielen ihnen die Emotionen und Sinne einen Streich.
Erst wenn man ihm (durch angeblich nicht durchführbare Tests) auf den Zahn fühlt, wird das Ausmaß der Illusionen deutlich.

Man kann als geübter Hörer unter Umständen schon eine ganze Menge "heraushören", was man allgemein auch prüfen kann.
Die hier angestrebten "Auflösungsbereiche" sind aber nicht selten grober Unfug (und somit wohl auch nicht durch irgendwelche "Prüfungen" zu kontrollieren).

@US

Warum man aber so ein Tamtam daraus macht, ist mir schleierhaft


DAS ist genau der Punkt.


[Beitrag von -scope- am 25. Apr 2005, 16:17 bearbeitet]
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