marantz 2275 Netzteil Elkos tauschen

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rosi
Stammgast
#1 erstellt: 20. Aug 2007, 16:17
Hallo,

hab mal ein paar Fragen bezüglich der Netzteilelkos eines 2275.

Ich habe im Audiokaram.org Forum folgenden Beitrag gelesen:
http://www.audiokarma.org/forums/showthread.php?t=121754

Einer meiner Freunde möchte nun seine alten Elkos austauschen. (13000üF/55V)
Also:
1. Könnte man 15000üF/63V einbauen? Oder ist die sekundäre Last zu hoch. D.H. macht das der Trafo bzw der Gleichrichter mit? (Herr ruesselschorf empfielt diesen Typ für einen 2325)

2. Welche Elkos nimmt man? Elna, Vishay...? Und wo bekommt man sowas zu kaufen? Bei Conrad hab ich nix gefunden, war mir aber vorher klar...

3. Worauf sollte man generell achten? (Bipolar, Radial, Elektrolyt,...)

4. Es ist mir klar das so ein Umbau ein Fachmann machen sollte, jedoch müssten doch die alten Elkos vor dem Ausbau über einen Widerstand entladen werden. Richitg?

5. Hat einer von euch Erfahrungen mit dem Austausch der Netzteilelkos, man sagt ja größeren Elkos einen besseren Klag nach. Wenn ich da an ML-Monsterentstufen denke...mal so als extrem in die Runde geworfen...

So, jetzt fallen mir erstmal keine Fragen ein.

Ich würde mich auf Reaktionen sehr freuen, vielleicht kann mir geholfen werden, vielleicht meldet sich sogar Herr ruesselschorf himself...

Grüße euch und eine erfolgreiche Woche allen...


[Beitrag von rosi am 20. Aug 2007, 16:24 bearbeitet]
UweM
Moderator
#2 erstellt: 20. Aug 2007, 17:09
Hallo Rosi


1. Könnte man 15000üF/63V einbauen? Oder ist die sekundäre Last zu hoch. D.H. macht das der Trafo bzw der Gleichrichter mit? (Herr ruesselschorf empfielt diesen Typ für einen 2325)


Sollte kein Problem sein, das ist ohnehin ja noch im üblichen Toleranzbereich von Elkos


2. Welche Elkos nimmt man? Elna, Vishay...? Und wo bekommt man sowas zu kaufen? Bei Conrad hab ich nix gefunden, war mir aber vorher klar...


Elna, Epcos (deutsch!), Nichicon, Panasonic, Rubycon, da gibt es viele. Sieh mal bei Buerklin oder Schuro nach


3. Worauf sollte man generell achten? (Bipolar, Radial, Elektrolyt,...)


1. die Nennspannung darf nicht kleiner sein (63V also OK)
2. Wie ist der Kondensator befestigt (geschraubt, gelötet. Wenn gelötet: Rastermaß und Form der Anschlüsse)
3. Vorhandener Platz im Gerät - passt der Größere überhaupt rein?

Elkos (Elektrolyt) sind das sowieso. Bipolare benötigt man für Wechselspannungsanwendungen, also nicht im Netzteil. Radial kennzeichnet eine Bestimmte Anschluskonfiguration. Am besten mal den alten Typ fotografieren und hier reinstellen samt Abmessungen


4. Es ist mir klar das so ein Umbau ein Fachmann machen sollte, jedoch müssten doch die alten Elkos vor dem Ausbau über einen Widerstand entladen werden. Richitg?


Sicherheitshalber ja.


5. Hat einer von euch Erfahrungen mit dem Austausch der Netzteilelkos, man sagt ja größeren Elkos einen besseren Klag nach.


Letzteres kann man nicht verallgemeinern

Grüße,
Uwe
rosi
Stammgast
#3 erstellt: 20. Aug 2007, 17:50
Hallo Uwe,

besten Dank erstmal!
Das hört sich alles gar nicht so schlecht an.
Damit man sich mal ein Bild macht wie eng es in einem 2275 zugeht:



Da muss man die alten Elkos mal genau ausmessen ob was passt.

Auf der Vishay-Homapage habe ich diverse Cap´s gefunden.
- 156 PUM-SI
- EYZ
- EYV
- 162/163 PLL-PW
- EY
- 050/052 PED-PW
Damit bin ich aber total überfordert...

Auf der Elnaseite habe ich erst gar keine größeren als 10mF gefunden...

Werde mich mal durch die links arbeiten die du mir empfohlen hast.

Nochmals besten Dank

Grüße Rosi
ruesselschorf
Inventar
#4 erstellt: 20. Aug 2007, 22:15
2275, klanglich und optisch sicher einer der schönsten Marantz Klassiker...
Von den Abmessungen passende Elkos gibts z.B. bei www.schuro.de BC Elkos (aber in Blau) der Serie 101. Allerdings sieht der 2275 doch auf dem Foto noch gut aus, da sollte erst mal ein Fachmann den Zustand der Endstufenelkos messen. Ehrlich gesagt, kann ich die recapping Wut der Amis auf audiokarma nicht nachvollziehen, zumindest was die Endstufenelkos angeht. 2 neue Elkos in adäquater Qualität kosten 40-50 Oiro. Solange die nicht auslaufen, bringen Neue nur einen psychologischen Effekt beim Besitzer.
Ich meine, das Geld kann man sinnvoller in eine gezielte Überholung des Marantz 2275 investieren, dann klingt er nämlich wirklich hörbar und messbar besser.

Gruß, Helmut
rosi
Stammgast
#5 erstellt: 21. Aug 2007, 10:51
Hallo Helmut,

also erstens: Das Foto stammt von mir, bzw. sammle ich marantz-Bilder aus´m Netz.
Ich wollte nur mal zeigen woher die 17Kilo kommen...


ruesselschorf schrieb:

Ich meine, das Geld kann man sinnvoller in eine gezielte Überholung des Marantz 2275 investieren, dann klingt er nämlich wirklich hörbar und messbar besser.


Ja, das sehe ich genauso, weshalb mein Kumpel den Receiver bei einem Fachmann für ca. 100€ hat überholen lassen. Alle Potis wurden gereinigt, Lämpchen erneuert, FM-Tuner abgeglichen und diverse Ruheströme eingestellt usw.. Nur die Elkos wurden nicht erneuert. Ich denke das die funktionieren, glaube aber nicht das die ausgebaut und ne Lade-Entladekurve erstellt wurde. Nach meiner Erkenntnis nimmt jedoch die Kapazität der Elkos im Laufe von 30 Jahren ab. Da der marantz einwandfrei läuft, müssen die Elkos nicht sofort getauscht werden, aber mein Freund spielt mit dem Gedanken das zu tun.

Zum Thema große Elkos: Naja, wenn man liest wie die Fachpresse von großen Colabechern schwärmt, da wird man schon verrückt gemacht. Deshalb mein Beispiel mit Mark Levinson. Wenn ich da an eine No336 denke..totaler Gigantismus. Kling auch sehr potent...

Zurück zum 2275. So weit ich weiß sind im 2270 9000µF Elkos eingebaut. Da beide Receiver fast die gleiche Ausgangsleistung haben, denke ich das 13000µF für den 2275 ausreichen sein müssten.

Was mir aber seit Jahren nicht aus dem Kopf geht, ist das Verhältnis von Netzteil (Trafo + Gleichstromsiebung)und Ausgangsleistung.
Z.B. 2 x 200W RMS - >400VA Trafo - 2 x 20000µF Elkos.
Vielleicht gibt es da eine Faustformel oder so...

Güße und allen eine erfolgreiche Woche.
hf500
Moderator
#6 erstellt: 21. Aug 2007, 19:33
Moin,
ich habe mehr kleine und kleinste Elkos getauscht, als die grossen im Endstufennetzteil.
In der Regel sind diese Kondensatoren unauffaellig, von ein paar misslungenen Serien abgesehen.

Ein Bekannter hat spasseshalber einen 2x 50W Verstaerker mit 2x 2200µF (oder waren sie noch kleiner)
ausprobiert. Hat auch funktioniert ;-)

Solange die Elkos also nicht auslaufen oder sonstwie auffaellig sind, sollte man sie drinlassen.

Kurztest:
Den Verstaerker einigemassen belasten (2x 20W/1000Hz reichen aus) und die Brummspannung an den Elkos mit dem Scope messen.
Die Brummspannung sollte bei beiden Elkos einigermassen gleich sein. Der 1000Hz Anteil darf kaum sichbar sein
(Der Ausgangsstrom des Verstaerkers fliesst ueber die Netzteilelkos, sie bilden den Wechselstrominnenwiderstand des Netzteiles)

Die Brummspannung kann durchaus einige Vss betragen, das ist kein Zeichen fuer einen Mangel.

73
Peter
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