Kenwood KA 1000 Fehlerquellen?

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earl-of-gaarden
Stammgast
#1 erstellt: 29. Aug 2007, 09:30
hallo...

kann für 50 euro einen defekten ka 1000 bekommen,in optisch neuwertigem zustand. allerdings kommt kein ton aus dem kerl, das netzteil liefert spannung, gerät geht an usw. wie ich gehört habe, sind die dinger schwer zu reparieren. kann mir jemand tipps geben, ob es sich lohnt,welche fehlerquellen es sein können usw.

mit dank im vorraus

oli
andisharp
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 29. Aug 2007, 09:39
Mit so einer genauen Fehlerbeschreibung, ist es wohl schwer Tipps zu geben, oder? Gehe mal davon aus, dass die Endstufen hinüber sind, das wäre der worst case. Schön ist die Kiste nicht, aber sehr selten. Wenn dir was daran liegt, lohnt auch eine Reparatur vom Fachmann.
armin777
Gesperrt
#3 erstellt: 29. Aug 2007, 15:26
@earl-of-garden

Bei den Sigma-Drive-Geräten ist allermeistens die (oder gleich beide!) Endstufe hin, weil die extrem anfällig gegen Eigenschwingen ist. Meist ist die Platine schon schwer in Mitleidenschaft gezogen, weil die Endstufen immer sehr warm werden (trotz Heat-Pipe-Kühlung). Zusätzlich sind häufig 47-Ohm -Widerstände auf der Lautsprecherausgangsplatte gerne hochohmig, wodurch die Eigenschwingungen aktiviert werden.

Anderer, sehr häufiger Fehler sind die beiden Lampen unter der großen Kunststofftaste (Fader). Die brennen im Lauf der Zeit die ganze Taste kaputt, was dann häufig nicht mehr reparabel ist und zudem häßlich ausschaut.

Insgesamt war das mal eine "abartige" Entwicklung von KENWOOD, wegen des SIGMA-Drive-Anschlußes zunächst hochgelobt, bereits kurze Zeit später wieder völlig vergessen. Die damit einhergehende "non-magnetic"-Bauweise (es wurde jede Menge Kunststoff statt Blech verwendet!) hat sich auch keineswegs durchgesetzt. Schon die direkten Nachfolger KA-5X, KA-7X und KA-9X hatten weder Sigma-Drive-Anschlüße noch Kunststoffgehäuse. Und ehrlich gesagt - ich würde bei der Wahl zwischen einem KA-907 (Vorgänger), dem KA-9X (Nachfolger) und dem KA-1000 mich zuletzt für den 1000er entscheiden.

Der KA-9X war eine überaus stabile und robuste Konstruktion mit sehr gutem Klang, der KA-907 ist Spitze, wenn er läuft (aber oft will er nicht so recht) - der KA-1000 ist ein Sonderling mit hervorragendem Klang - der leider meist überhaupt nicht läuft. Ein für KENWOOD eher nicht charakteristisches Phänomen - die meisten sind absolut zuverlässig.



Beste Grüße
Armin777

(der schon über 30 Jahre KENWOOD repariert!)


[Beitrag von armin777 am 29. Aug 2007, 15:27 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 29. Aug 2007, 17:32

armin777 schrieb:
Schon die direkten Nachfolger KA-5X, KA-7X und KA-9X hatten weder Sigma-Drive-Anschlüße noch Kunststoffgehäuse.


ein KA-7X in der Bucht mit Sigma-DriveAnschlüssen


armin777 schrieb:
der KA-1000 ist ein Sonderling mit hervorragendem Klang


Meiner läuft und sieht auch immer noch passabel aus trotz schnöden Plastik Gehäuse. Die Optik ist nicht 08/15: Glasabdeckung und separates Netzteil - Ein Gerät mit aussergewöhnlichen Design - damaliges Kenwood TOP Gerät - welches heute selten in guter Form zu finden ist und das macht den Reiz für den Sammler aus.

Der 907 ist allerdings auch mein Favorit...und so schlimm sind dessen Ausfälle nicht - es gibt hier einen User der ein halbes Dutzend sein eigen nennt - oder noch mehr Vielleicht wollte man mit dem KA-1000 Konzept die 80er Jahre einläuten und modern wirken?
andisharp
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Aug 2007, 18:38
Das Topgerät war doch wohl eher der L-02A, gefolgt vom L-01A, der KA-1000 war dann eher an Nummer 3 und ein Mittelklassegerät
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 29. Aug 2007, 22:13

andisharp schrieb:
Das Topgerät war doch wohl eher der L-02A, gefolgt vom L-01A, der KA-1000 war dann eher an Nummer 3 und ein Mittelklassegerät :prost

Nee, der L-02A war der Nachfolger des L-01A, der wiederum der "große Bruder" des KA-1000 und Nachfolger des KA-907 war. Damit wäre der KA-1000 an zweiter Stelle. Der KA-9X gehört vermutlich unter den KA-1100, wenn ich mal nach den Tunern gehe (der KT-9X ist etwas weniger aufwendig als KT-1000 und KT-1100 und zudem eine PLL-Kiste, mit ein paar getauschten Elkos aber bestimmt nicht übel).


[Beitrag von audiophilanthrop am 29. Aug 2007, 22:17 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 30. Aug 2007, 07:54

andisharp schrieb:
Das Topgerät war doch wohl eher der L-02A, ....der KA-1000 war dann eher an Nummer 3 und ein Mittelklassegerät :prost


Udo es geht nicht um die All Time Favorites.

Ich beziehe mich da auf den deutschen Kenwood Katalog von 1981 - da haben sie ihn als Titelbild und an die erste Stelle gesetzt. Aber was wissen die schon von ihrer eigenen Gerätepolitik - haben bestimmt ein Mittelklassegerät als Präsentationsgerät nach vorne geschoben.

Der L-02A kam erst 1982 auf den Markt und kann dann nicht das TOP Gerät 1981 sein.

Kenwood Katalog 1981

P.S. Der 82 Kenwood Katalog ist bei lulabu leider nicht verlinkt
armin777
Gesperrt
#8 erstellt: 30. Aug 2007, 08:45

rollo1 schrieb:

Ich beziehe mich da auf den deutschen Kenwood Katalog von 1981 - da haben sie ihn als Titelbild und an die erste Stelle gesetzt. Aber was wissen die schon von ihrer eigenen Gerätepolitik - haben bestimmt ein Mittelklassegerät als Präsentationsgerät nach vorne geschoben.


Hallo rollo,

die Reihenfolge der Darstellung in den Prospekten bei KENWOOD als Einstufung des Qualtätsanspruches anzuwenden ist ja mal ein interessanter, wenn auch nicht ganz richtiger Aspekt.

Die Reihenfolge bei den Amps (zuerst die Reihe KA-1000, KA-900 und Ka-800 und erst dann der L-01A und viel später auf einer hinteren Seite folgen dann L07/M07 (das sind die wirklichen Spitzengeräte des Jahres 1981!) ist von den Verkaufsleuten von KENWOOD bestimmt worden. In diesem Fall war das Wilhelm Küchler, der seinerzeit Verkaufsleiter von Kenwood Deutschland war. Der meistverkaufte Verstärker des Jahres aus diesem Katalog war der KA-405 gefolgt vom KA-60. Aber die Modelle KA-800 bis 1000 verkauften sich um viele tausend Prozent häufiger als der L-01A - und waren daher erheblich prestigeträchtiger. Mit den wirklichen Verkaufsrennern (siehe oben) konnte man aber nun wirklich keinen Staat machen - also nahm man den KA-1000 nach vorne. Der Erfolg gab ihnen Recht!



Bste Grüße
Armin777
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