Sony STR-11L nach lägerem stehen defekt

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willem
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Okt 2007, 22:32
Hallo!
Wir haben bei uns im Keller noch einen etwas älteren Sony STR-11L stehen, den ich nach längerer Standzeit mal wieder zum leben erwecken wollte. Leider musste ich feststellen, dass er nicht mehr ganz so funktioniert wie er soll. Wenn man ihn einschaltet kommt aus den Boxen nur ein Brummen, egal welchen Eingang ich wähle. Wenn ich einen Sender suchen will, schlagen die Anzeigen für den Pegel und das "Tuning" überhaupt nicht aus, obwohl der Receiver am Kabelnetz angeschlossen ist.
Meine erste Vermutung war ein defekter Kondensator. Nun bin ich auf diesem Gebiet nicht so bewandert und habe auch nicht die Möglichkeiten einen elko zu prüfen. Aber als ich das gerät aufgemacht habe, sind mir gleich zwei große elkos direkt hinter dem trafo ins auge gesprungen. Nun wollte ich die einfach mal ersetzen, allerdings habe ich bei den Elektronik Versandhäusern noch keine elkos gefunden, die mit den verbauten übereinstimmen. in dem gerät sind 35V / 6800µF Kondensatoren verbaut. in den Katalogen ist das höchste was ich für 35V finde kann 4700µF. kann ich auch diese Kondensatoren verbauen? bin mir da nicht ganz sicher, da die normalen standart dinger zum bestellen von den abmessungen her doch eine ganze ecke kleiner sind...
ich habe auch ein mal ein paar bilder von dem gerät und den kondensatoren gemacht, wenn das weiter hilft. zu finden sind sie hier

sorry, wenn die fragen etwas doof klingen, aber ich bin wie gesagt nicht ganz so bewandert auf dem gebiet. es kann auch gut möglich sein, dass es gar nicht an den elkos liegt so wie ich es vermute....
also, ich wäre über tipps und ideen sehr dankbar!!
Gruß,
Jan
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 05. Okt 2007, 23:25
Hört sich nach einem Netzteilproblem größeren Ausmaßes an. Der Brumm könnte auf das Konto der dicken Elkos gehen (hier als Ersatz gleiche Kapazität bei mindestens gleicher Spannungsfestigkeit wählen - wenn z.B. ein 6800µ 63V noch mechanisch paßt, nimm halt den), aber da fehlt noch anderweitig mindestens eine Spannung. Mal die Sicherungen geprüft?

Nein, eine Hai-Ente ist das Teil nicht. Und dieser Drahtverhau, uiuiui. Bleibt zu hoffen, daß man von unten an das Innenleben rankommt.

Übrigens, lange Nichtbenutzung ist i.d.R. für Elkos weniger gut als gelegentlicher leichter Einsatz. Die müssen sich dann erst wieder neu formieren und geben beim Einschalten zunächst ganz passable Kurzschlüsse ab.
hf500
Moderator
#3 erstellt: 06. Okt 2007, 16:18
Moin,
bevor man herangeht und die Elkos tauscht, sollte man feststellen, was wirklich los ist.
Bei Geraeten diesen Alters (25-30 Jahre) hatte ich bislang selten Aerger mit defekten Elkos durch "Herumstehen".
Was einen Defekt allerdings auch nicht ausschliesst.

Es brummt und das Empfangsteil funktioniert nicht.
Gut moeglich, dass nicht das Endstufennetzteil mit den beiden grossen Elkos, sondern die Stromversorgung des Tuners und
Hauptverstaerkers (vulgo Vorverstaerker) defekt ist.
Die Pampe, die anscheinend aus den grossen Elkos laeuft, duerfte Kleber sein, der die Teile auf dem Fliessband sichern sollte.

73
Peter
willem
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Okt 2007, 22:32
Hallo!
Erst einmal vielen Dank für die Antworten und Tipps!
Die Sicherungen habe ich überprüft, sind beide OK.
Wenn es am Tuner liegen sollte, müsste das brummen dann nicht weg gehen, wenn ich auf den "Tape" oder "Phono" Eingang schalte? Da ist es leider auch zu hören, und von dem eigentlichen Signal ist nichts zu hören.
Nach weiterer Suche im Internet bin ich letztendlich auch auf einen Versandhandel gestoßen, der die passenden Elkos im Programm hat. Die werde ich einfach mal austauschen. Aber wenn ihr der Meinung seit, dass es eher nicht daran liegt, bin ich mit meinem Latein und meinen Messmethoden womöglich langsam am Ende. Alleine durch schauen kann ich leider auch keinen anderen defekten Kondensator erkennen. Zumal ich leider auch keinen Schaltplan für das gerät besitze.
Naja und wenn er halt nicht will, kommt der Receiver eben auf den Müll. Ich bin aber auch weiterhin offen für weitere Anregungen
Gruß,
Jan
willem
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Okt 2007, 20:07
Hallo!
Ich wollte hier einfach nochmal ein kleines Update zu meiner reparatur liefern....
also die neuen elkos habe ich eingebaut (habe auch genau die richtigen gefunden). allerdings funktioniert der receiver leider immer noch nicht. das brummen ist zwar deutlich weniger geworden, aber wie gesagt, hören kann ich immer noch nichts.
was ich sonst noch an dem gerät beobachtet habe:

Ton kommt wie gesagt weder bei tuner noch bei tape oder phono.
wenn ich das frequenzband durchdrehe, schlägt die "tuning" anzeige immer mal wieder aus. auch so wie sie soll denke ich mal. allerdings bewegt sich die "signal" anzeige kein stück. ganz anders sieht es komischerweise aus, wenn ich auf AM stelle. beim durchdrehen auf mittelwelle schlägt die signal anzeige manchmal aus....

am netzteil sind -so wie ich das sehe- drei ausgänge, davon müsste ein kabel masse sein, auf den anderen beiden ausgängen liegt auch jeweils die gleiche spannung an (ich meine irgendwas um die 20V). um jetzt weiter zu schauen, wo noch überall strom ankommt, bräuchte ich sicherlich einen schaltplan, den ich leider (noch) nicht besitze.
oder gibt es noch eine möglichkeit wo ich mal "reinmessen" könnte?

Vielen Dank und Gruß,
Jan
Denon_Fan_5
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 06. Jan 2008, 22:42
Hay @ willem,


Ich weis der Beitrag kommt spät und ich weis natürlich nicht ob dein Problem gelöst ist ,aber ich schreib trotzdem was du eventuell tun kannst ,bin reinzufällig auf diesen thread gestossen aber ich hatte deinen Sony auch mal und war sehr zufrieden bis seinerzeit ein Stromausfall den Receiver beschädigte.
Die Symptome waren die gleichen wie bei dir es liegt sicherlich nicht an denn Kondensatoren ,dass Problem was der Sony hat ist das GND Signal. Denn irgend ein Halbleiter wird dabei durchgebrannt sein. Wenn er in Betrieb war als der Strom ausfiel {vieleicht ungewollt Stecker ziehn oder ähnliches},
führt eine Überlastung zur Überhitzung und letztenlich zur zerstörung der Leiterbahn.
Dazu musst du das GND Signal überbrücken und alles ist wieder inordnung .
Bei mir war die Leiterbahn direkt unter denn Wahlschaltern durch


Also wenn´s dich noch Interessiert dann versuchs es wird die Antwort sein


Gruß




Marc
willem
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 06. Jan 2008, 23:18
Hi Marc!
Danke erstmal für deinen Tipp!
ich habe leider lange keine zeit gefunden mich um den receiver zu kümmern. doch jetzt nach weihnachten habe ich mich noch einmal dran gesetzt nachdem ich mir auch den schaltplan besort habe.
bei genauerer betrachtung ist mir aufgefallen, dass auf beiden lautsprecherausgängen eine gleichspannung von ca. 30V anlag. also habe ich erstmal in der endstufe geschaut und bin auch fündig geworden. ein widerstand hatte seinen geist aufgegeben. vermutlich auch bedingt durch einen kondensator, der sich neu formiert hat. super! mittel, lang und kurzwelle funktionierte schonmal und der tape eingang funktionierte auch. allerdings der ukw teil noch nicht. habe ich auch einfach mal blind die sicherungswiderstände durchgemssen. auch hier hat es einen zerschossen. ausgetauscht und ukw ging auch wieder. allerdings nur in mono. der fehler lag dann an einem poti im stereo dekoder. den poti getauscht und nun läuft der receiver wieder wie er soll.
naja fast.... mit dem klang bin ich überhaupt noch nicht zufrieden. der klang ist ziemlich verzerrt. merkt man besonders bei nachrichten wo nur gesprochen wird. desweiteren hört sich der linke kanal etwas schlapp an. hat nicht so viel "dynamik" wie der rechte... habe erst vermutet, dass die hochtöner in den lautsprechern kaputt sind. aber an meinen canton standboxen hört es sich auch so an... könnte das eventuell an defekten kondensatoren liegen? oder hat das auch etwas mit den endstufen zu tun?

Danke und Gruß,

Jan
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 06. Jan 2008, 23:51
Sind die Emitterwiderstände noch OK? Paßt der Ruhestrom?
Denon_Fan_5
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 07. Jan 2008, 13:19
Hi ,@ willem


Erstmal Glückwunsch das er wieder seinen Dienst tut
Mit den Elkos könnte es zusammenhängen. Du hattes ,dass ging aus deinen damaligen Bericht hervor die Kondensatoren getauscht Probier {Falls noch Vorhanden}die alten Elkos Wieder
einzubauen und Probiers erneut.
Achte beim Einbau UNBEDINGTauf die
Phasenrichtigkeit, an einer Seite des Kondensator ist ein dicker fabiger Strich der den MINUSpol darstellt.
Der Fehler Könnte auch darin liegen das du sie damals schon falsch herum eingebaut hast.

Schau es dir einfach nochmal an wenn es nicht der Fall ist, dann Wechsel sie mit denn alten aus.



Gruß



Marc
Denon_Fan_5
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 07. Jan 2008, 13:31
Hab da noch eine frage zu denn Elkos,


Du hattest ja am anfang Bilder vom Sony gemacht ,dabei ist mir aufgefallen das bei dir Schwarze Kondensatoren verbaut waren.
Bei meinen Sony waren damals Grau Elkos Verbaut.
Nun meine Frage sind die Bilder erstellt worden nachdem du sie getauscht hattest oder waren das die Originalen Elkos?

Denn Bei mir waren 63V/6800 mikrofarad Verbaut


Gruß

Marc
audiophilanthrop
Inventar
#11 erstellt: 07. Jan 2008, 13:54
Wenn, dann sind die 6800µ 35V original (sind zudem auch von Nippon Chemicon). Bei 63V-Typen würde ich von bereits erfolgtem Tausch ausgehen.
willem
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 07. Jan 2008, 15:49
die kondensatoren auf den bildern sind noch die alten originalen. ich habe jetzt kondenstaoren mit den gleichen werten verbaut und auch richtig gepolt eingelötet. ich glaube, wenn ich sie falsch herum eingelötet hätte, wären sie mir schon um die ohren geflogen.
aber können diese kondenstoren den klang negativ beeinflussen, da sie ja im netzteil verbaut sind?



audiophilanthrop schrieb:
Sind die Emitterwiderstände noch OK? Paßt der Ruhestrom?


da muss ich jetzt leider passen. was genau sind die emitterwiderstände und wie finde ich diese? mit dem begriff ruhestrom kann ich leider auch nicht so viel anfangen....
willem
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 12. Jan 2008, 00:18
so, jetzt nochmal ein update (hoffentlich das letzte )
nachdem ich mich noch einmal an den receiver gesetzt habe um alles durchzumessen, bin ich auf einer weitere hand voll widerstände gestoßen, die ihren dienst quittiert haben, oder nicht mehr die sollwerte hatten. nachdem ich alle getauscht habe, funktioniert der receiver jetzt wirklich wie er soll mit bestem klang!
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