rechter Kanal von Sony STR 6050 defekt

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diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 16. Aug 2007, 17:43
Hallo Leute,

ich habe einen schicken Sony STR 6050 Verstärker. Das Lautstärkepoti hat immer geknackt und geknistert. Teilweise war auch der Ton weg. Da wurde mir empfohlen mit Kontakt 60 die Potis durchzuspülen. Das hat auch wunderbar geklappt und der Ton war wie ne eins. Doch dann kam der große Fehler:

Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Entweder war zuviel Kontaktspray auf der Platine unter dem Poti und ich habe den Verstärker eingeschaltet. Oder ich habe bei eingeschaltetem Verstärker aus Versehen zwei Kontakte miteinander verbunden :/

Auf jeden Fall ist es jetzt so:
Wenn ich den Verstärker einschalte, brummt es gewaltig. Allerdings nur auf einem Kanal. Aber immer auf dem gleichen. Egal welche Lautstärke ich bei dem Lautstärkeregler einstelle. Auf dem anderen Kanal kommt weiterhin Musik.

Dann nach einiger Zeit, kommt eine Knacken. Danach Stille auf dem defekten Kanal und nach abzusehender Zeit kommt wieder das Knacken. Ich habe das Gehäuse geöffnet und gesehen, dass dort in so einem Gummischlauch ein Relais oder eine Röhre oder so hell aufleuchtet. Und zwar immer dann, wenn das Knacken kommt.

Hat da jemand eine Idee, wie ich das Ding wieder heile kriege?

1000 Dank im Voraus.
hf500
Moderator
#2 erstellt: 16. Aug 2007, 18:53
Moin,
willkommen im Forum.

Zunaechst muss ich aber eine kalte Dusche verabreichen, aber Du kannst kaum etwas dafuer.
Ich wusste es seinerzeit auch nicht besser, bis ich erfuhr, dass K60 aus dem Werkzeugsortiment der Postler verbannt wurde.

Kontakt 60 ist eim Mittel, dass man dann einsetzt, wenn es nicht mehr anders geht.
Das Zeug ist sauer und muss mit Kontakt WL wieder ausgewaschen werden,
sonst gibt es Gruenspan und andere Korrosionserscheinungen.
(Und stelle die Dose dorthin, wo sie keinen Schaden anrichten kann. Kaum benutzte Dosen
leiden nach einiger Zeit (so 1-2 Jahre) unter Selbstaufloesung ;-)

In den meisten Faellen genuegt Kontakt 61, um Potis und Schalter zu reinigen. Das ist chemisch harmlos.

Trotzdem kann auch K60 bei den Spannungen in Transistorgeraeten kaum Kurzschluesse verursachen.
Man soll zwar abwarten, bis das Loesungsmittel verdunstet ist, aber das kann es eigentlich nicht sein.
Wasche aber trotzdem mit Kontakt WL die betroffenen Teile aus.
(Platine senkrecht stellen, Papiertaschentuch unterlegen und abspruehen)

Wahrscheinlich hast Du unabsichlich irgendeinen Schluss erzeugt. Aus der Ferne ist aber schlecht zu sagen,
was da jetzt defekt ist. Starkes Brummen und die beschriebenen Erscheinungen deuten aber auf einen Fehler in einem Endverstaerker hin.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 16. Aug 2007, 18:59 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#3 erstellt: 16. Aug 2007, 20:52

Und stelle die Dose dorthin, wo sie keinen Schaden anrichten kann. Kaum benutzte Dosen
leiden nach einiger Zeit (so 1-2 Jahre) unter Selbstaufloesung ;-)


das kann ich bestätigen. hab mir auch schon zwei "standplätze" dadurch versaut ...
der untere falz wird undicht, und das aggressive zeug läuft heraus.

Gruß
Bernhard
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 17. Aug 2007, 08:36
Hallo Peter und Bernhard,

vielen Dank zunächst. Ich renn heute gleich mal los und besorg das Duschzeug zum Waschen.

Habt Ihr vielleicht eine Idee, wie ich den Fehler näher eingrenzen kann, wenn es nach dem Duschen nicht besser wird?

Cheers.
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 18. Aug 2007, 14:31
Hallo zusammen,

Also das mit dem Duschen hat leider nichts gebracht.

Ich habe mal das Bauteil ausgelötet, das kaputt zu sein scheint.

Aber was ist das, jetzt mal abgesehen von meiner Hand

Kennt jemand die Firma, die diese Bauteile herstellt, oder gar wo ich so ein Ding bekomme?

Auf dem Teil steht 30H2, was auch immer das heißen mag.

Woran kann es liegen, dass dieses Teil kaputt gegangen ist?

1000 Dank für Eure Hilfe!
Bertl100
Inventar
#6 erstellt: 18. Aug 2007, 18:13
interessant!
sieht eigentlich aus wie eine glimmlampe!
interessant! weiß jemand näheres, warum eine glimmlampe im verstärker ist?? oder ist das nur die einschalt-kontrolle?

wie kommst du drauf, dass die kaputt ist?

Gruß
Bernhard
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 18. Aug 2007, 19:37
Hej,

vielen Dank für den Tipp! Meinst Du das ist eine Glimmlampe?

Hmm.
Hier ist der Link zum Schaltplan, ich würde mich freuen, wenn Du da kurz mal draufsiehst:

http://www.norcalhosting.com/sony/amp.htm

Das Symbol für das defekte Teil ist oben rechts in der Ecke zu sehen. Es hat die Bezeichnung CB 701. Es ist 2 Mal vorhanden und ist im Schaltplan gespiegelt unten rechts in der Ecke wiederzufinden. Dort hat es die Bezeichnung CB751. Ich denke es gehört zur Endstufe dazu. Ich habe schon nach dem Symbol gesucht, aber nirgends etwas dazu gefunden. Was mir noch einfällt. Das Bauteil war in einen Gummischlauch gesteckt. Daher nehme ich an, dass es nicht für Beleuchtungszwecke dient.

Warum ich meine, dass das Teil defekt ist?
Das Bauteil ist schwarz angelaufen. In dem Glaskolben baumelt eine Art Glühwendel herum. Beim Betrieb kamen aus dem Bauteil Lichtblitze synchron mit dem Knistern im Lautsprecher.

Noch eine Idee?

Puh, ich geh erstmal ne Limo trinken, das ist ja was mit dem Verstärker.


[Beitrag von diehorsti am 18. Aug 2007, 19:58 bearbeitet]
hf500
Moderator
#8 erstellt: 18. Aug 2007, 19:57
Moin,
das Ding heisst CB, weil es ein Circuit-Breaker ist.
Eine selbstrueckstellende Sicherung auf Bimetallbasis.

Die Sicherung liegt in Serie zum Lautsprecherausgang.

Der Verstaerker wird also grob ueberlastet, so dass die Sicherung anspricht.
Die Gluehwendel liegt dabei parallel zum Kontakt und soll den Bimetallstreifen so lange beheizen,
bis die Ueberlast beseitigt ist.

(Irgendwie ist die Sache etwas albern, andere Hersteller hatten schon ziemlich frueh elektronische Sicherungen in der Endstufe.
Die sind vor allen Dingen nicht auf schwer ersetzbare Spezialbauteile angewiesen.)

Es muss also festgestellt werden, was der eigentliche Fehler in dem Verstaerker ist. Infrage kommt nur ein schwingender Verstaerker oder Gleichspannung am Ausgang.
Der Verstaerker hat keine Lautsprecherschutzschaltung mit Relais, das in diesem Fall die Lautsprecher abschalten wuerde.

73
Peter
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 18. Aug 2007, 20:17
Wow Peter!

vielen Dank! Noch nie von so einem Bauteil gehört.
Wo bekommt man so etwas?

Wegen der Sicherung: im Schaltplan heißen die Sicherungen F901 und F902. von denen ist eine durchgebrannt.

Hättest Du eine Idee, wie ich vorgehen muss, um den Fehler schwingender Verstärker oder Gleichspannung am Ausgang einzugrenzen?

Also ich tippe ja ein wenig auf schwingender Verstärker, da das Blitzen aus dem Circuit Breaker in zeitlich konstanter Wiederkehr auftrat. Ich hatte den Eindruck dass sich ein Kondensator auflädt und dann wieder entlädt. Aber welche Bauteile muss ich da genau zu untersuchen?

Wie wäre es, wenn ich den Schalter für die Separation von Preamp und Poweramp benutze, um zu sehen, ob der Preamp funktioniert. Ich würde dann das Signal von Preamp einfach auf den Eingang von meinem Computer legen und lauschen, ob etwas ankommt. Darf ich die Sicherung einfach wieder einbauen und den Verstärker in Betrieb nehmen, obwohl der Circuit Breaker und eventuell noch mehr an der Endstufe defekt sind? Oder welches wäre das richtige Vorgehen?

Mannomann, da muss wohl schnell die nächste Limo her.

Cheers,
Florian


[Beitrag von diehorsti am 18. Aug 2007, 20:25 bearbeitet]
hf500
Moderator
#10 erstellt: 18. Aug 2007, 20:54
Moin,
ist denn die Gluehwendel des CBs im defekten Kanal noch in Ordnung?
Wenn nicht ist die Sache klar, die Sicherung wird aufgeheizt, schaltet ab, kuehlt sich wieder ab, schaltet ein, heizt sich.....

Gleichspannung am Verstaerkerausgang kann man messen, das sollte kein Problem darstellen.
Warum Gleichspannung auftritt, muss ermittelt werden, meist sind es defekte Transistoren.

Mit schwingenden Verstaerkern meine ich Schwingen im Ultraschallbereich. Man hoert es kaum, Nachweis mit Oszilloskop
(oder durch durchbrennende Hochtoener :-/).

F901/902 sind die Netzsicherungen des Netztrafos. Beide primaeren Teilwicklungen haben ihre eigene Sicherung.

73
Peter

73
Peter
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 18. Aug 2007, 21:06
Hi Peter,

erneut vielen Dank!
Ich werde mir mal ein Oszilloskop besorgen und dann den Gleichspannungsteil und das Schwingen messen. Na das wird was.

Der CB ist durchgeflogen. Die Wendel ist futscht. Kurz darauf ist die Sicherung F902 auch durchgebrannt. Ich sollte jetzt also den CB überbrücken und am Lautsprecherausgang ein Oszilloskop anschließen.

Parallel dazu werde ich mal versuchen die Transistoren zu checken.

Danke und Gruß!


Florian
hf500
Moderator
#12 erstellt: 18. Aug 2007, 21:22
Moin,
schalte anstelle der durchgebrannten Netzsicherung eine Gluehlampe 40 oder 60W in den Primaerkreis.
Die Lampe darf nur maessig hell leuchten. Mehr oder weniger volle Helligkeit zeigt einen Fehler an.
Waehrend der Fehlersuche die Lampe belassen, sie begrenzt den Strom im Netzteil und der Endstufe.

Unregelmaessigkeiten an den Transistoren kann man finden, indem man die Basis-Emitterspannung misst.
Normalwert ist 0,7V, wenn hoeher, ist der Transistor tot, wenn niediger, ist der Transistor gesperrt.
Wenn nahe Null, nachpruefen, ob ein Basis-Emitter Schluss vorliegt.

73
Peter
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 18. Aug 2007, 22:00
Hej,

1000 Danke für Dein Tipps

Ich habe zunächst alle Transistoren mit einem Durchgangsprüfer auf Schluss gemessen und festgestellt, dass das Q707 Biest in alle Richtungen Durchgang hat. Alle anderen scheinen auf Durchgang I.O. zu sein. Reicht so eine Überprüfung oder muss ich noch weitersuchen?

Eine Glühlampe habe ich gerade leider nicht zur Hand.

Danach habe ich den Lötkolben gezückt und sogleich den Q707 operativ entfernt.

Es ist ein Sony A706 D132.

Da stellt sich mir jetzt die Frage:
Wo bekomme ich folgende Bauteile:
- Transistor A706
- Circuit Breaker 30H2

Wo ich jetzt gerade dabei war, habe ich herausgefunden, dass der 2SA706 kaum noch zu kriegen ist. Eventuell jedoch hier, aber ganz schön teuer:

http://www.donberg.de/descript/2/2sa_706.htm

Hier habe ich eine Vergleichsdatenbank gefunden:
http://www.elektronik-kompendium.de/service/trsvgldb.php

Die spuckt mir folgende Alternativen zum 2SA706 aus:
2SB733

In anderen Foren habe ich noch folgende Empfehlungen gefunden:

BD518
BD526
BD530
MJE350
2SA1047
2SB649
2SB733
2SC1124
2SB631K


Irgendwie sind aber die Spezifikationen alle anders als beim 2SA706. Was kann ich tun

Darüberhinaus habe ich noch über die Ruhestromanpassung gelesen. Was ist das denn und wie macht man das?


Ich bin Euch richtig dankbar!

Der Kasten Limo ist jetzt leer.

Cheers,
Florian


[Beitrag von diehorsti am 18. Aug 2007, 23:56 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#14 erstellt: 19. Aug 2007, 13:40
da muß ich mich wohl entschuldigen für meine annahme, dass das eine glimmlampe ist!!

ich muß gestehen, dass ich so ein bauteil (circuit breaker) noch nie gesehen habe!

man lernt ja nie aus!

Gruß
Bernhard
hf500
Moderator
#15 erstellt: 19. Aug 2007, 19:03
Moin,
dieser Sinn hat sich mir auch erst aus dem Schaltbild erschlossen.

Die Auswahlkriterien fuer Q707 sind:
Spannungs-, Strom,- und Verlustleistungsbelastbarkeit mindestens wie der Originaltyp, moeglichst gleiche oder aehnliche Bauform.
Der Transistor ist einigermassen unkritisch, man hat also Auswahl.

Etwas erschwerend ist, dass in dem Schaltbild saemtliche Spannungsangaben fehlen.

Ruhestrom:
Ausrechnen, welche Spannung zwischen den Emittern der Endtransistoren bei 30-50mA stehen muss und mit den Trimmpotis
in den Endverstaerkern diese Spannung einstellen. Es ist etwa 1mV/1mA (Summe der Emitterwiderstaende knapp 1 Ohm).

Hier sollte die Vorschaltlampe statt der Netzsicherung eingeschaltet werden. Alle Bauteile auf dem Endstufenkuehlkoerper muessen einwandfreien
thermischen Kontakt mit diesem haben. Bei Maengeln ist der Ruhestrom instabil und laeuft meist ungehemmt hoch. Deshalb die Lampe, die einen
ungehemmten Anstieg begrenzt und als Indikator dient. Bei frisch reparieren und eingestellten Verstaerkern sollte der Ruhestrom eine Weile
beobachtet werden.

73
Peter
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 19. Aug 2007, 20:28
Hi Ihr beiden!

Nun, da sage ich erstmal dankeschön!
Bezüglich der Auswahl des Transistors: Du schreibst "mindestens", heißt das, wenn ich einen Transistor finde, der 60V statt 40V verträgt und 2A statt 1A, 10W statt 7.95W und das gleiche Packaging hat und 120MHz verträgt, dann wäre das i.O. ? Na das ist doch mal was. Da fang ich gleich mal an zu suchen.

Die Rechnung mit dem Ruhestrom einstellen habe ich leider nicht verstanden. Könntest du mir das etwas näher erklären? Ansonsten lese ich auch gerne nach, wenn Du mir näher sagst wo oder wonach ich suchen soll.

Das Problem mit dem Transistor scheint sich zu lichten. Nur wo bekomme ich so einen Circuit Breaker her? Hm.

Also noch mal an Alle, die mir so viele Tipps gegeben haben und besonders an Peter: Vielen Dank! Ich weiß es wirklich zu schätzen!

Gruß,
Florian
hf500
Moderator
#17 erstellt: 19. Aug 2007, 21:06
Moin,
wenn du einen Transistor findest, wie du ihn angedeutet hast, dann wird der passen.

Ruhestrom:
zwischen die Emitter der beiden Endtransistoren einer endstufe wird ein, idealerweise Digitalvoltmeter geschaltet.

Man misst dann den Spannungsabfall ueber den beiden Emitterwiderstaenden (R718/719), er ist ein Mass fuer den Ruhestrom.
Hier haben die beiden Widerstaende zusammen einen Wert von knapp 1 Ohm, wenn du also 40mV mit R701 einstellt,
hast du einen Ruhestrom von etwas mehr als 40mA. Damit sollte die Endstufe gut eingestellt sein.

Man laesst das Geraet mit angeschlossenem Voltmeter eine Weile eingeschaltet stehen und beobachtet den Ruhestrom, ob er stabil bleibt.
Er darf sich durch Temperaturaenderungen geringfuegig aendern, darf aber nicht weglaufen. Die Temperaturstabilisierung wird wahrscheinlich durch
die am Kuehlkoerper befestigte Diode D901 erreicht, sie muss deshalb einen guten Waermekontakt zum Kuehlkoerper haben.

Ersatz fuer CB701 wird es in Originalform wohl nicht geben. Eine Polyswitch-Sicherung fuer ca. 3A sollte aber vorerst passen.

73
Peter
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 20. Aug 2007, 21:46
Hej Peter,

ich habe heute einen Traumladen entdeckt und dort den Transistor gefunden. Yes.

Gleich noch einen Polyswitch hinzu, ab nach Hause und die Teile eingelötet. Dann anstelle der Sicherung die 60W 230V Glühlampe angelötet, Verstärker eingeschaltet und...

... hm, kein Licht.

Messgerät ran: die 2te Sicherung hat ca. 70V und an der Lampe liegen 220V an. Hm, komisch.

Dann habe ich die Lampe ausgelötet und die neue 220V 2,5A Sicherung eingelötet, eingeschaltet. Peng, die andere Sicherung kaputt.

kaputte Sicherung ausgelötet und Lampe eingelötet, eingeschaltet, Lampe bleibt aus, nachgemessen:

neue Sicherung: 0,xxV Lampe 220V.

Kann es sein, das die Sicherung falsch war, also dass es keine 220V Sicherung ist? ISt das auch der Grund, warum die andere Sicherung durchgeballert ist, weil der Widerstand der neuen Sicherung zu hoch war? Wie komme ich an den richtigen Wert ran? Im Schaltplan ist leider keien Voltangabe und auf der Sicherung steht nur SOC 2.5A, dann noch das Erdungszeichen das ungefähr so aussieht: (-|||>)

Naja, nicht wirklich.

Transistoren und Kapazitäten habe ich alle nachgemessen, alle i.O.

Danke und Gruß,
Florian
Bertl100
Inventar
#19 erstellt: 20. Aug 2007, 22:48
sehr komisch.
wenn an der lampe 220V anliegen, dann muß diese leuchten!

lampe kaputt??

alle "normalen" glasrohr-feinsicherungen 5x20mm sind für 250V maximale spannung ausgelegt. da sollte es also keinen unterschied geben!

wenn die neue sicherung geflogen ist, dann ist sicher noch etwas im argen im gerät!

Gruß
Bernhard
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 22. Aug 2007, 00:22
Hi Bernhard,

also mit dem Leuchten sehe ich das genauso wie Du. Deswegen habe ich leider feststellen müssen, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Kurzum die Lampe leuchtet jetzt und zwar hell wie die Sonne. Also ist wohl, wie Ihr gesagt habt, irgendwo noch etwas faul.

Tja und da geht es nun los.

Wo fange ich an?

Also Transistor Q707 und CB701 waren defekt. Wie kann ich weiter vorgehen?

Hm.

Danke und Gruß,
Florian
audiophilanthrop
Inventar
#21 erstellt: 22. Aug 2007, 17:42
Ich würde mir da nochmal die Endtransen des betreffenden Kanals vorknöpfen. Das hört sich doch nach einem ziemlich fetten Kurzschluß an.
diehorsti
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 22. Aug 2007, 20:04
Hello audiophilanthrop,

danke für den Tipp!
Nun gesacht getan, ich habe da mal nachgemessen und festellen getun getan, dass zwischen Kollektor und Basis bei allen LEistungstransistoren ca 0,4V abfallen, nur bei einem fällt 1,1V ab. Ist es also dieser,der defekt ist?
Kann ich den einfach auslöten und dann nochmal einschalten, ohne dass ich diesen sofort ersetzt habe?

Ich dachte mir, wenn dann die Glühlampe nicht mehr so hell leuchtet, dass ich dann einen neuen Transistor besorge und ihn anschließend einlöte.

Gibt es sonst einen Weg, den defekten Transistor zu finden?

Danke und Cheers,
Florian
HisVoice
Inventar
#23 erstellt: 22. Aug 2007, 20:35

diehorsti schrieb:


Gibt es sonst einen Weg, den defekten Transistor zu finden?

Danke und Cheers,
Florian



Hallo
Ausbauen und auf Durchgang prüfen Emitter Basis Collector

Grüße Martin
armin777
Gesperrt
#24 erstellt: 23. Aug 2007, 09:58
@diehorsti

Hallo Florian,

dann stammt die email-Anfrage also von Dir, die ich vor ein paar Tagen erhalten habe?

Da war die Rede von einem STR-7055, in diesem Thread geht es um den STR-6050 - wie das???

Die Transistoren habe ich Dir doch gemailt, daß man am besten 2SB647 und 2SD667 als Pärchen nehmen sollte und daß es den CB nicht mehr gibt. Du kannst eine stinknormale Glassicherung (ca. 2,5 A) dafür nehmen. Der Unterschied ist dann, daß diese nach dem Auslösen nicht wieder einschaltet.

Nach Deiner Beschreibung im ersten Beitrag, gehe ich davon aus, daß die Endstufen, evtl. zusätzlich noch die Treiber Kurzschluss haben. Die oben genannten Transistoren sind aber die Treiber, die Endstufen sitzen auf dem Kühlblech - und die sind bestimmt durch (haben Kurzschluss zwischen Emitter und Kollektor), was das Durchbrennen der Sicherung erklärt. An der Lampe kannst Du keine 220 Volt haben! Wie sollen die dahin kommen? Das beruht wahrscheinlich auf einem Meß (Denk)-Fehler!



Beste Grüße
Armin777


[Beitrag von armin777 am 23. Aug 2007, 09:59 bearbeitet]
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