Kenwood KA-770 -Relais zieht nicht an-

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Zulu110
Inventar
#1 erstellt: 13. Jun 2018, 07:54
Hallo, ich habe ein Problem mit einem älteren Kenwood KA-770, den ich vor einiger Zeit über die Kleinanzeigen gekauft habe.
Das Gerät wurde an Bastler verkauft, da er nicht getestet werden konnte, da das Netzkabel nicht vorhanden war. Der VK klang recht
glaubwürdig, daher habe ich ihm das auch abgenommen und das Gerät für verhältnisnmäßig kleines Geld gekauft. Vor allem habe ich
den KA-770 in silber so noch nie gesehen und er hatte mein Interesse geweckt. Es ist der alte KA-770 ohne "D" oder andere Kürzel.

Nachdem das Gerät angekommen ist, habe ich mir erstmals ein Netzkabel besorgt und das Gerät eingeschaltet. Da tat sich nichts. Keine Lämpchen und kein Relaisklicken. Ich habe festgestellt, dass eine Sicherung durch war. Nachdem ich diese gewechselt habe, leuchteten zumindest die Lampebn wieder, durchgeschaltet wurde aber trotzdem nicht.
Seltsamerweise habe ich es zwei drei mal geschafft, dass das Relais durchschaltet, indem ich alle Schalter mal kreuz und quer durchgeschaltet habe. Dann zog es mal kurz an, fiel aber nach ein paar Sekunden wieder ab. In dem Zeitraum wo es angezogen hatte blieb aus den LS aber weiterhin alles stumm. Es war kein Rauschen oder Sonstiges zu hören, nur ein kurzes Kratzen wenn das Relais schaltet.
Ich habe dann mal das gemachtwas man eigentlich nicht machen sollte und das Relais von Hand geschaltet. Auch hier ist kein Ton zu vernehmen.
Was kann das wohl sein, klingt das mehr nach Vor- oder Endstufe. Die Hybride TA-2030/TA-2040 habe ich mir schon besorgt. Die waren ja nicht so teuer aus China, brauchen aber noch bis sie hier sind.
Was meint ihr, wie kann ich den Fehler finden

Gruß, Marcel
Uwe_1965
Inventar
#2 erstellt: 13. Jun 2018, 16:39
Hallo Marcel,

das mit den Kürzeln B D etc wurde hier schon mal behandelt, keine Angst ist ein kurzer Fred.

Das Manual gibt es hier . Jetzt bräuchtest Du noch mind. 1 Multimeter und solltest auch damit umgehen können.

Das mit dem händischen Öffnen des Relais würde ich aber nicht noch mal machen, das wird dann schon so seinen Grund haben.

Gruß Uwe

Edit: Vielleicht auch mal hier schauen und Bilder von Deiner Unterseite machen machen, nicht das da auch so was ist.


[Beitrag von Uwe_1965 am 13. Jun 2018, 16:53 bearbeitet]
Zulu110
Inventar
#3 erstellt: 13. Jun 2018, 20:11
Hallo Uwe,
Danke für deine Antwort. Den Unterschied zwischen den Modellen kenne ICH schon . Der Hinweis war nur für die Leser hier gedacht, damit mir nicht einer plötzlich falsche Tips gibt, da ich gesehen habe, dass es da manchmal auch in anderen Threads Verwirrung gab. Also nicht böse gemeint
Ein vernünftiges Multimeter habe ich. Die Frage ist nur: wie findet man den Fehler
Das mit der Unterseite ist schonmal ein guter Hinweis. Da hatte ich noch nicht nachgesehen. Das werde ich jetzt mal versuchen schnelstmöglich nachzuholen.
Uwe_1965
Inventar
#4 erstellt: 13. Jun 2018, 21:14
Das erste was benötigt wird ist eine in Reihe (Serie) geschaltete etwa 60W Glühbirne, die hat so manchem Halbleiter schon das Leben gerettet.
Glühbirne in Reihe
aber keine ESL oder LED.

Und dann erstmal viele Bilder vom Innenleben machen.

Ferner sich mit dem Schaltplan, mal so einbißchen vertraut machen, hier mal ein Beispiel:

Kenwoodka770 PS

und versuche mal die rotmarkierten Punkte im Inneren des Kenwood zufinden.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 13. Jun 2018, 21:22 bearbeitet]
Zulu110
Inventar
#5 erstellt: 13. Jun 2018, 21:28
D.h. die Glühbirne wird in Reihe z.B. in das Netzkabel bzw. die Zuleitung geschaltet? Das ist kein Problem, da kann ich mir was basteln.
Ich sehe zu, dass ich die Bilder spätestens am Wochenende mache und werde dann wieder berichten. Vielen Dank schon erst einmal bis dahin.
Uwe_1965
Inventar
#6 erstellt: 13. Jun 2018, 21:39
Yep, PE bleibt PE , N bleibt N. Phase auftrennen und Glühbirne einsetzen.

Ich gehe mal davon aus, das wenn Du Dir sowas basteln kannst, auch,( es fehlt noch eine Antwort auf die Frage ob Du auch damit umgehen kannst), auch den Unterschied zwischen AC und DC kennst

Gruß Uwe
Zulu110
Inventar
#7 erstellt: 14. Jun 2018, 05:24
Also ganz unbeholfen bin ich hier nicht. Ich habe schon Verdrahtungsarbeiten zu Hause bei der Instalation durchgeführt und die Lampen und Schalter leuchteten bzw. schalteten am Ende auch
Bewegungsmelder und so etwas habe ich auch angeschlossen und auch das lief. Wenn es allerdings um besondere Schaltungen geht oder halt in den Bereich der Hifi-Elektrik, da lege ich mir schnell die Karten.
Schalter Zerlegen, auslöten, reinigen und wieder einlöten, Ruhestrom einstellen und so einfache Dinge sind auch kein Problem. Bei der Fehlersuche ist dann aber auch Feierabend.


[Beitrag von Zulu110 am 14. Jun 2018, 05:25 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#8 erstellt: 14. Jun 2018, 13:40
Na, dann kann ja fast nichts mehr schief gehen ähm mit dem Karten legen natürlich

Bin mal auf die Bilder gespannt und wie zugänglich das Gerät ist.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 14. Jun 2018, 13:42 bearbeitet]
Broesel02
Inventar
#9 erstellt: 14. Jun 2018, 21:29
Auch bei diesem Kenwood sind alle Schalter fällig. Wenn du das Gerät ans spielen bringen möchtest könntest du, während du auf die Teile wartest, die ja alle schon auslöten, zerlegen, polieren, versiegeln, zusammenbauen und wieder einsetzen.
Wie Uwe sagt ist es sicher hilfreich mal nach den Spannungen zu schauen. Dieser DLD Verstärker hat zwei Rail- Spannungen,
+/- 66,4 V und
+/- 34,7 V
Diese Spannungen sollten schon mal da sein.
Die Quelle für die ICs könnte unglücklich sein. Versuch mal Dönberg Elektronik oder Dan Matthis (DRM), das ist sicherer. Aber erst mal muss sicher sein das die Dinger auch defekt sind. Sonst machest du am besten gar nichts dran
Für die Differenzverstärker gibt es Transistoren aus aktueller Produktion, das ist kein Problem.
Der C11/C12 220 uF/6,3 Volt ist ganz sicher auch nieder wie auch die Elkos in der Tone Regelung durch sein werden.
Naja, man kann dann auch noch gleich daraus einen Verstärker machen der richtig klingt . . . .
Aber erst mal muß er überhaupt wieder tönen

Richard
Zulu110
Inventar
#10 erstellt: 17. Jun 2018, 08:38
So, ich habe nun erst einmal ein paar Bilder gemacht, damit man sich mal einen Überblick verschaffen kann. Nachdem ich mir die Unterseite genauer angesehen habe, musste ich feststellen, dass auch hier ein Teil der Leiterbahn fehlte.

Kenwood KA-770 Platine

Kenwood KA-770 Platine

Kenwood KA-770 Innenansicht

DSC_0675

Kenwood KA-770 Innenansicht

Vorgefunden hatte ich das Gerät auch mit einer durchgebrannten 6,3A Sicherung.
Ich habe das fehlende Stück Leiterbahn nun mal ersetzt und erst einmal eine 3A Sicherung eingesetzt. Beim Einschalten brannte diese nun sofort durch. Als das Stück Leiterbahn noch nicht ersetzt wurde ist nichts passiert.
Ich habe die Sicherung dann auf 5A erhöht und nun brannte die danebenliegende 3,15A Sicherung durch.
Danach habe ich mir gedacht: Machste erstmal nix mehr
Was sollte ich nun als erstes überprüfen und wo sollte ich messen?

Gruß, Marcel
PBienlein
Inventar
#11 erstellt: 17. Jun 2018, 09:38
Hallo zusammen,

ich möchte auch meinen bescheidenen Senf zum Thema abgeben...


Ich habe die Sicherung dann auf 5A erhöht und nun brannte die danebenliegende 3,15A Sicherung durch.


So etwas ist in meinen Augen ein absolutes No-Go! Auch mit vorgeschalteter Glühbirne macht man sowas nicht, es sei denn Du möchtest aus einem noch überschaubaren Schaden einen wirklich großen machen. Das selbe gilt im übrigen auch für das Schalten von Relais von Hand . Damit kann man sich nicht nur die angeschlossenen Lautsprecher bzw. den Kopfhörer grillen, sondern möglicherweise auch weiteren Schaden im Gerät anrichten. "Hängende" Relais sind äußerst selten und ein nicht schaltendes Schutzrelais hat seinen Grund, den es zunächst zu finden gilt.

Hier würde ich auf mindestens einen defekten Hybriden tippen. Es gilt also herauszufinden, welche Seite betroffen ist. Das kann man am besten durch Messen von DC (Gleichspannung) VOR dem Lautsprecher-Schutzrelais. Bei den KA 770 gehen auch unter Umständen Teile Schutzschaltung über die Wupper, wenn wie hier ordentlich Strom geflossen ist. Also alles schön kontrollieren, bevor da irgendwann wieder Spannung auf das Gerät gegeben wird.

Gruß
Harald
Broesel02
Inventar
#12 erstellt: 17. Jun 2018, 09:42
Hallo Zulu,
eine solche Leiterbahn brennt ja nicht plötzlich aus Spaß weg. Da muß schon ein erheblicher Strom fliessen. Leider hast du keine Glühbirne in Serie geschaltet, sonnst hätte man ja wenigstens etwas messen können ohne nur weitere Teile abzubrennen.
Wenn ich die schlechte Kopie des Schaltplanes richtig deute ist es die negative 66,4V Spannung vom Netzteil kommend die dir dort abbrennt. Da liegt wohl ein massiver Kurzschluss gegen Masse vor. Da kann sehr gut der Endstufen Hybrid sein, den solltest du also auslöten und nachmessen. Die Netzteilkondensatoren auslöten und prüfen, die können auch einen Kurzschluss haben.
Aktionismus hilft nicht so wirklich weiter, man sollte schon ein wenig nachdenken bevor man an den Lötkolben geht. Und ein wenig messen kann wirklich helfen!

Richard
Uwe_1965
Inventar
#13 erstellt: 17. Jun 2018, 09:55
Dann wird aus dem zweiten Satz im ersten Post jetzt auch ein Schuh draus


Das Gerät wurde an Bastler verkauft, da er nicht getestet werden konnte, da das Netzkabel nicht vorhanden war.


und warum das Netzkabel nicht dabei war.

Und ich glaube meinen beiden Vorschreiber haben auch schon alles gesagt und ohne Glühbirne wird es wohl eh nichts, denn wenn dauernd die Sicherungen fliegen, wird es auch nichts mit dem Messen.

Uwe
Zulu110
Inventar
#14 erstellt: 17. Jun 2018, 12:42

Broesel02 (Beitrag #12) schrieb:

Aktionismus hilft nicht so wirklich weiter, man sollte schon ein wenig nachdenken bevor man an den Lötkolben geht. Und ein wenig messen kann wirklich helfen!

Richard

Ihr habt natürlich alle recht. Ich werde mich nun dran halten.
D.h. wenn ich nun eine Birne vorbereite und die dazwischen klemme, dürften die Sicherungen im Gerät nicht mehr durchbrennen?
Denn sonst wird es ja mit dem Messen wirklich schwierig.
Dann müsste mir nurnoch jemand sagen wo genau ich am besten was messe. Die Punkte sind ja auf der Platine beschriftet.

Gruß, Marcel
Uwe_1965
Inventar
#15 erstellt: 17. Jun 2018, 15:40
Hallo Marcel,
es ist eigentlich schon alles in #11 und #12 geschrieben worden.
Gruß Uwe
Zulu110
Inventar
#16 erstellt: 17. Jun 2018, 15:48
Sorry, aber ich meine es ja nicht Böse
D.h, also Lampe zwischen schalten und dann am Relais messen? Wogegen messe ich denn, gegen das Gehäuse z.B. oder zwischen beiden kontakten? Das Gerät hat ja nur ein Relais für beide Kanäle.

Broesel02 (Beitrag #12) schrieb:
Da kann sehr gut der Endstufen Hybrid sein, den solltest du also auslöten und nachmessen.

Das Auslöten ist kein Problem, dass kann ich morgen machen. Wenn dann müssen ja auch beide raus? Aber wo soll ich hier dann was messen?

Nehmt es mir nicht übel, aber ich brauche das etwas detailierter beschrieben


[Beitrag von Zulu110 am 17. Jun 2018, 15:49 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#17 erstellt: 17. Jun 2018, 16:54
Wir nehmen es Dir nicht übel, aber wir wissen ja nicht was Du noch so alles anstellst..

Ich spendiere mal den Plan. Eigentlich machst Du jetzt nichts anderes wie bei einem normalen Verstärker hinten an den LS Klemmen den DC Offset messen, bei einigen Verstärkern kann man diesen sogar einstellen, hier nicht, also nur messen.

Da das Relais nicht schaltet, mußt (rot markiert), jetzt vor dem Relais messen. der Minus könnte am Minus der LS Klemme dran bleiben.

Kennwood 770 Relais

Vielleicht noch ein Wort zu der Glühbirne. Im Normalfall leuchtet die Glühbirne beim Einschalten kurz auf (Vorsicht Erschreckungsmoment) und nach 1-2 sek glimmt der Faden nur noch leicht. Bei Dir kann es durchaus sein das sie weiter leuchtet, falls die 60 W zu klein ist kann sie sich auch zerlegen. Dann wäre eine 100 W besser.

Habe ich noch was vergessen. Ach ja das Ziel der Aktion wäre heraus zu finden welche Seite defekt ist und welche intakt, können natürlich auch beide defekt sein. Im Idealfall müßtest Du 0 V messen oder nur wenige mV im Defektfall mind. 66V also Voltmeter auf höchste Stufe stellen.


Gruß Uwe
seychellenmanus
Stammgast
#18 erstellt: 17. Jun 2018, 20:57
Zerlegen kann sich die Leuchte natürlich nicht denn sie kann max ihre nennspannung bekommen. Sorry
PBienlein
Inventar
#19 erstellt: 17. Jun 2018, 21:06
Einspruch:


... falls die 60 W zu klein ist kann sie sich auch zerlegen.


weder die Glühbirne, noch die Endstufe zerlegt sich. Es wird vielmehr der Strom unter Umständen zu stark begrenzt und die einzelnen Verstärkerstufen schalten nicht ordnungsgemäß durch. Bei "fetten" Endstufen, bzw. Geräten mit leistungsstarken Trafos muss man daher zu Glühbirnen mit 75, 100 Watt oder noch mehr Leistung greifen.

Gruß
Harald
Uwe_1965
Inventar
#20 erstellt: 17. Jun 2018, 21:27
Edit: Einspruch akzeptiert

Ok OK natürlich kann sie sich nicht zerlegen, aber so paar Minuten vor dem Spiel ist mir kein anderes Wort eingefallen. Und klar bekommt sie nur Ihre Nennspannung ab, aber bei 60 W kann man sich auch den Strom ausrechnen und da die Endstufe immerhin 100 W pro Kanal hat, war ich mir nicht sicher ob die 60W Glühbirne reicht bzw. nicht den Strom zu sehr begrenzt. .
Aber wenn es nur an dem "zerlegen" hing, dann bin ich aber trotzdem beruhigt, das der Rest so weit in Ordnung war

Gibt es noch was, was dem TE vielleicht hilfreich wäre.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 17. Jun 2018, 22:04 bearbeitet]
Broesel02
Inventar
#21 erstellt: 17. Jun 2018, 21:47
Bei großen Endstufen,- und bei MosFets, nehme ich eine 200 Watt Birne. Auch sind die Endstufen mit Einschaltrelais nicht immer über eine "Angst- Glühbirne" einzuschalten.
für Vorverstärker oder Tuner reicht dagegen oft ein 40 Watt Birne.
Und noch etwas (gerade wieder erlebt) Die Schutzschaltung schaltet unter Umständen zu schnell frei, bevor die Kondensatoren vom Netzteil wegen des höheren Widerstandes in der Leitung, ihre Betriebsspannung erreicht haben.
Die Alternative ist ein Trenntrafo, Amperemeter und eine schnelle Hand.
Class A- Endstufen gehen meist gar nicht mit Schutzbirne.
Naja, genug rumgeschwafelt: Der KA 770 sollte mit 100 Watt sicher starten. Und dieser hier wird die 100 Watt Birne im Moment nur zum hellen leuchten nötigen
Aber die Birne geht ganz sicher NICHT kaputt

Richard
Zulu110
Inventar
#22 erstellt: 18. Jun 2018, 09:05
So, also ich habe mir nun mal so ein Glühbirnenkabel zusammengebastelt und die Birne in die Phase geschaltet. Ich hatte im Moment aber nur eine 40 Watt Lampe und muss mir heute mal eine stärkere besorgen.
Nachdem ich das Gerät einschalte leuchtet die Birne dauerhaft und das Gerät bleibt aus. Ich habe dann mal gemessen wieviel Spannung am Gerät angekommt. Das sind gerade noch 7,8V (gemessen an der Rückseite des Steckers im Gerät an dem das Stromkabel angeschlossen wird). Die Sicherungen im Gerät bleiben aber immerhin schon einmal ganz.

Kenwood KA-770 Innenansicht


[Beitrag von Zulu110 am 18. Jun 2018, 09:07 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#23 erstellt: 18. Jun 2018, 19:05
Ok, und wieviel hättest Du erwartet?

Gruß Uwe
Zulu110
Inventar
#24 erstellt: 18. Jun 2018, 19:12
Das weiß ich nicht, weil ich nicht weiß was ich erwarten soll.
Am Relais messe ich in dieser Konstellation auf beiden Seiten 0,3V.


[Beitrag von Zulu110 am 18. Jun 2018, 19:17 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#25 erstellt: 18. Jun 2018, 19:22
Vielleicht hilft das weiter.

Ich habe mal versucht zu zeichnen, was Du gemessen hast.

Bild mit Glühbirne

Ich bin jetzt nicht der Super Zeichner, aber vielleicht trifft es ja. Gemessen hast Du U2, also den Spannungsabfall über den Trafo und Du hast noch die 40 W Birne in Reihe dazu, da hast Du auch einen Spannungsabfall.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 18. Jun 2018, 19:24 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#26 erstellt: 18. Jun 2018, 19:27

Am Relais messe ich in dieser Konstellation auf beiden Seiten 0,3V.


Habe es zu spät gesehen.

Ist eigentlich schon zuviel, wären 300 mV, sollte im Normalen Zustand eigentlich unter 50 mV sein. Da würde ich sagen es sind beide Seiten defekt.

Gruß Uwe
Zulu110
Inventar
#27 erstellt: 18. Jun 2018, 19:48
Gemessen habe ich die Spannung am Relais an den beiden eingezeichneten Punkten. Für die Masse habe ich ein kurzes Stück LS-Kabel in eine der Klemmen gesteckt und dann am Kabel direkt gemessen.

Kenwood KA-770 Platine

Bzw. hier:

Unbenannt

Wie mache ich denn dann nun am besten weiter. Die beiden Hybride habe ich ja bestellt. Aber das wird wohl noch etwas dauern bis die eintreffen.
Aber noch eine andere Frage. Angenommen ich hätte die Lampe nicht zwischengeschaltet und die Sicherung würde nicht kaputt gehen. Würde ich dann an den Punkten am Relais auch entsprechend mehr messen. Die 0,3V messe ich ja bei den knapp 8V die am Gerät ankommen.


[Beitrag von Zulu110 am 18. Jun 2018, 19:53 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#28 erstellt: 18. Jun 2018, 20:03
Schaue Dir mal Beitrag #4 an, da habe ich schon mal die zu prüfenden Spannungen markiert, die 66V wären sozusagen das maximum. Die kannst Du ja mal jetzt prüfen.
Gruß Uwe
Edit:Du bist jetzt aber dann auf der DC Seite


[Beitrag von Uwe_1965 am 18. Jun 2018, 20:11 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#29 erstellt: 18. Jun 2018, 21:17
... and by the way, waren das ➕ 0,3 V DC oder ➖ 0,3 Vdc die Du gemessen hast.
Gruß Uwe
Broesel02
Inventar
#30 erstellt: 18. Jun 2018, 21:24
Man Man,
der Kenny hat eine Kurzschluss. Der muß nun erst mal behoben werden. Vorher braucht am Relais oder sonstwo auch nichts weiter gemessen werden. Kurzschluss finden und abstellen. Und dann neu mit Birne in Reihe einschalten.

Richard
Rabia_sorda
Inventar
#31 erstellt: 19. Jun 2018, 17:46
Löte mal die TA2040 aus und schalte den Kenni über die Glühlampe ein. Wenn diese einen Kurzschluß hatten, leuchtet die Glühlampe nun nicht mehr. Wenn sie dennoch leuchtet, solltest du noch die TA2030 auslöten und nochmals probieren.
Die Siebelkos und die Dioden/Gleichrichter kann man auch fix im eingebauten Zustand auf Kurzschluß prüfen.
Vergesse bitte nicht die Emitterwiderstände. Diese sollten nicht durchgebrannt sein.

Wenn der Kenni soweit ohne den TA´s kurzschlußfrei ist, solltest du an ihnen nach Datasheet/Schaltplan zwischen den Pins der Spannungsversorgung (+/-) auf Kurzschluß prüfen. Auch mal an den TA2040 von den Spannungsversorgungspins zu den LS-Ausgängen messen. Somit hättest du den/die Übeltäter gefunden, wenn dort ein satter Durchgang zu messen ist.
Im Grunde lässt sich das aber auch eingebaut prüfen. Zumindest habe ich das häufiger so gemacht.
Zulu110
Inventar
#32 erstellt: 20. Jun 2018, 07:08
So, also ich habe die Punkte die Uwe unter #4 genannt hat mal gemessen:
Am Gleichrichter messe ich +200mV auf der positiven und -50mV auf der negativen Seite.
Bei den Dioden sind es +291mV auf der positiven und -25mV auf der negativen Seite.


Rabia_sorda (Beitrag #31) schrieb:

Vergesse bitte nicht die Emitterwiderstände. Diese sollten nicht durchgebrannt sein.


Du meinst die großen weißen rechteckigen direkt an den Hybriden? Die haben im eingebauten Zustand alle Durchgang an den 3? Pinnen.


Rabia_sorda (Beitrag #31) schrieb:
die Dioden/Gleichrichter kann man auch fix im eingebauten Zustand auf Kurzschluß prüfen.


Das MM scheint auch eine Diodentestfunktion zu haben. Ich habe nur noch nicht die Anleitung gefunden wie man die prüft.
Bei den Dioden an den Hybriden piept das Messgerät nur einmal kurz auf. Ich vermute das zeigt an, dass die Diode sperrt?
Die vier am Gleichrichter (D21-D24) scheinen Durchgang zu haben. Da piept es dauerhaft.

Die Endstufen auszubauen bin ich noch nicht zu gekommen.

Gruß, Marcel
Uwe_1965
Inventar
#33 erstellt: 20. Jun 2018, 08:11
Die Dioden im eingebauten Zustand prüfen, klappt meistens nicht, mindestens 1 Beinchen auslöten, selbiges gibt auch für den Emitterwiderstand, bitte den dann komplett rausmachen. Im eingebauten Zustand prüft Du die parallel dazu liegende Umgebung mit.
Diodenfunktion, die Diode mußt Du 2 x messen 1 x in Sperrichtung 1 x in Durchlass, da zeigt er Dir dann auch die mV ooder Volt an, meist zwischen 0,6+0,7 V.

Gruß Uwe

Edit: Rechtschreibfehler korrigiert


[Beitrag von Uwe_1965 am 20. Jun 2018, 18:11 bearbeitet]
Zulu110
Inventar
#34 erstellt: 20. Jun 2018, 08:37
Im ausgelöteteten Zustand ist das dann die Spannung die das Messgerät schickt die bei den Dioden angezeigt wird?
Uwe_1965
Inventar
#35 erstellt: 20. Jun 2018, 09:02
Großes Thema, am besten hier mal einlesen, Silziumdioden liegen, wie oben schon erwähnt, im Bereich 0,6-0,7 V. Das zeigt Dir auch das Messgerät an, in der anderen Richtung sperrt sie dann, wenn nicht = kaputt.

Gruß Uwe

Edit: Die 22,50 EUR für das Buch wären wirklich gut angelegtes Geld


[Beitrag von Uwe_1965 am 20. Jun 2018, 09:08 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#36 erstellt: 20. Jun 2018, 18:07

Die Dioden im eingebauten Zustand prüfen, klappt meistens nicht, mindestens 1 Beinchen auslöten, selbiges gibt auch für den Emitterwiderstand, bitte den dann komplett rausmachen.


Das ist richtig, nur messe ich Bauteile trotzdem erst im eingebauten Zustand. Klar ist, dass die umliegende(n) Schaltung(en) Fehlmessungen ergeben, aber einen satten Kurzschluß (z.B. an Dioden/Halbleitern) sollte man dort eingebaut schon sehen können.......mit etwas Messerfahrungen . Erst wenn sie unplausible Werte ergeben, löte ich sie aus und messe nochmals vernünftig.
Daher, für den TE, bitte vorher auslöten, da hat der Uwe recht. Wenn du das nicht häufig gemacht hast, dann verstehst du das Bauteil auch nicht.


Du meinst die großen weißen rechteckigen direkt an den Hybriden? Die haben im eingebauten Zustand alle Durchgang an den 3? Pinnen.


Ja die. Das sind 2 in Serie geschaltete Widerstände (Dual Resistor), mit Mittelanzapfung. Einen "Durchgang" ist da schonmal besser, als keinen Durchgang. Diese Widerstände sind meist sehr niederohmig (0,XX Ohm).


[Beitrag von Rabia_sorda am 20. Jun 2018, 18:20 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#37 erstellt: 20. Jun 2018, 18:15
Danke Karsten, für die Korrektur des Rechtschreibfehlers, das meinte ich auch damit, mit ein wenig Erfahrung kann man es auch grob im eingebauten Zustand durchckecken und im Zweifelsfalle auslöten.

Zu dem Emitterwiderstand, das sind 2 in Serie geschaltete Widerstände mit 3 Beinchen.

Gruß Uwe
Rabia_sorda
Inventar
#38 erstellt: 20. Jun 2018, 18:19
Ja, 3 Beinchen, nicht 3 Widerstände......man, man....die Hitze


Danke Karsten, für die Korrektur des Rechtschreibfehlers...


Rechtschreibfehler? Ich habe nichts korrigiert


[Beitrag von Rabia_sorda am 20. Jun 2018, 18:30 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#39 erstellt: 20. Jun 2018, 19:03
Viellleicht hat es auch Dein Browser selber gemacht, bei mir stand im Original "einbebauten" habe es selber korrigiert auf "eingebauten", is ja auch egal.
GrußUwe
Rabia_sorda
Inventar
#40 erstellt: 21. Jun 2018, 17:38
Ach so, ja Ich habe hier eine Autokorrektur im Hintergrund laufen, die aber leider nicht unbedingt alles richtig macht . Aber vmtl. dein Zitat repariert hat.
Zulu110
Inventar
#41 erstellt: 24. Jun 2018, 10:30
So, gestern hatte ich vor dem Spiel noch Zeit um die Bauteile auszulöten und zu testen.

Ich habe mir als erstes die beiden Widerstände vorgenommen. Ausgelötet, Gerät eingeschaltet und die Lampe blieb an. Die Widerstände habe ich durchgemessen und sind okay. Also wieder eingebaut und die Dioden D21-D24 ausgelötet. Bei diesen hat mir das Messgerät im eingebautet Zustand ja in eine Richtung Durchgang (Dauerpiepton) angezeigt. Im ausgebauten Zustand sind sie aber wohl okay. Das Messgerät piept in die eine Richtung nur einmal kurz auf und in die andere gar nicht. Die Lampe blieb mit ausgebauten Dioden aber auch hier weiterhin am Leuchten.

Also habe ich dann noch den großen Gleichrichter ausgelötet und das Gerät eingeschaltet. Und siehe da, die Lampe bleibt komplett aus und leuchtet auch nicht beim Einschalten kurz auf. Dafür leuchten aber wieder die Kontrolllämpchen am Gerät. Das Relais bleibt aber stumm.
Ich weiß allerdings nicht wie man den Gleichrichter überprüft.

Gruß, Marcel
Broesel02
Inventar
#42 erstellt: 24. Jun 2018, 12:01
Marcel,
der Gleichrichter ist sehr wahrscheinlich nicht defekt.

Du hast einen Schluss auf der negativen Versorgungsspannung -34,7 Volt.
Diese Spannung liegt nur am den Endstufen IC´s und am DLD Baustein an. Die gesamte davorliegende Spannungsverstärkung wird aus der höheren Railspannung, +/- 66,4V, gespeist.

Das ganze herummessen ändert doch nichts daran.

Du kannst prüfen welcher Kanal betroffen ist wenn du die ICs geprüft hast. Dann kannst du das defekte IC auslöten und schauen ob der Rest funktioniert.
Und du solltest unbedingt die Sperrdioden D7 - D10 prüfen. Wenn die defekt sind fliegt alles gleich wieder in die Luft.

Richard
Uwe_1965
Inventar
#43 erstellt: 24. Jun 2018, 15:13
@Richard, kleiner Einspruch, die D21-D24 gehören zu der kleinen 34 V Rail und die scheint oK zu sein. Der D29 gehört zu der großen Rail und die defekte Leiterbahnen war auf der negativen 66V.
Den Großen Brücken Gleichrichter kannst Du wie die einzelnen Dioden prüfen. Jeder Pin untereinander ist jeweils eine Diode, man darf nur nicht beim messen durcheinander kommen. Die Zeichnung im Plan irritiert etwas der Plus /Minus liegt diagonal, meist ist nur eine ~ und + Markierung auf dem Gleichrichter, der Rest ergibt sich dann von selbst.
Gruß Uwe
Edit :
Gleichrichter


[Beitrag von Uwe_1965 am 24. Jun 2018, 16:19 bearbeitet]
Zulu110
Inventar
#44 erstellt: 25. Jun 2018, 07:34
OKay, dann scheint der auch okay zu sein. Ich werde es aber später noch einmal genau überprüfen und die Teile dann wieder einlöten.


Broesel02 (Beitrag #42) schrieb:

Du kannst prüfen welcher Kanal betroffen ist wenn du die ICs geprüft hast. Dann kannst du das defekte IC auslöten und schauen ob der Rest funktioniert.


Wie prüfe ich die denn? Bei den ganzen Pinnen steigt ja keiner mehr durch. Im Schaltplan ist zumindest für mich keine wirklichePinbelegung zu erkennen.
Broesel02
Inventar
#45 erstellt: 25. Jun 2018, 17:00
Im Schaltplan steht doch alles drin.
Negative Spannung, also Pin 7; 17; 9; 8

17, 9 & 8 dürfen keinen Durchgang auf 5, 6, 12, 15 haben und 7 keinen Durchgang auf 3 oder 4.
Erst bei späteren Geräten hat Kenwood die IC´s gar nicht mehr beschriftet. Hier ist doch noch alles einsehbar.

Richard
Zulu110
Inventar
#46 erstellt: 30. Jun 2018, 09:09
So, nachdem ich die letzten Tage wieder zu nix gekommen bin, werde ich mal zusehen, dass ich die Messungen jetzt am WE durchführen werde.
Die 4 IC's TA-2030/2040 sind mittlerweile übrigens auch angekommen.
Zulu110
Inventar
#47 erstellt: 25. Jul 2018, 06:34
So, sorry für die lange Sendepause.
Ich bin nun endlich wieder dazu gekommen mich wieder dem Verstärker zu widmen. Ich habe die aufgeführten Punkte an den Hybriden nachgemessen. Die waren alle okay . Ich habe dann auch die Bauteile rund um die Endstufe ausgelötet und durchgemessen. Dort war auch alles okay.
Da ich nun schon die neuen Hybriden da hatte, habe ich diese 4 Stk. eingebaut und es war immer noch keine Besserung in Sicht. Die Lampe leuchtete weiterhin fröhlich vor sich hin und ohne diese brannte die Sicherung sofort durch.
Ich habe das Gerät nun verschenkt und hoffe, dass dieser es vielleicht wieder hinbekommt.
Hier trotzdem noch einmal Danke für die Mühe und Geduld mit mir


[Beitrag von Zulu110 am 25. Jul 2018, 06:34 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#48 erstellt: 25. Jul 2018, 12:14
Ach, menno
Wahrscheinlich warst du dem Fehler schon so nahe.....


Hier trotzdem noch einmal Danke für die Mühe und Geduld mit mir


Keine Ursache! Ist ja unser Hobby und ICH mache sowas gerne

Uwe_1965
Inventar
#49 erstellt: 25. Jul 2018, 12:17
Jo, schade, aber es gibt ja ein neues Tuner Projekt
Zulu110
Inventar
#50 erstellt: 25. Jul 2018, 12:55
Genau, aber der läuft zumindest
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