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Marantz Verstärker PM710DC zerschossen!

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Uwe_1965
Inventar
#51 erstellt: 14. Dez 2020, 20:26
Hi Peter,

ich hatte mal in einem Thread, den ich selber nicht mehr finde, rechnerisch ermittelt, das eine Verdoppelung der WLP Schicht, einen etwa 15% schlechteren Wärmeübergang bewirkt, was ja auch durch die Verdoppelung der Glimmmerscheibe in etwa entspricht. Deswegen nur soviel WLP wie nötig und so wenig wie möglich. Viel hilft viel ist hier fehl am Platze.

Gruß Uwe
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#52 erstellt: 17. Dez 2020, 19:57
Ganz herzlichen Dank an das Team für die Tipps. Die Tipps sind so unheimlich hilfreich, weil sie so viel Vergessenes wieder ins Gedächtnis rufen. Nochmals herzlichen Dank dafür!
Gestern habe ich den Verstärker mit 60 Watt Birne unter Strom gesetzt. Es hat weder gekracht, noch geblitzt, noch gequalmt. Das Relais RL001, das vom Überlastschutz IC TA7317P angesteuert wird, zieht nicht an. Ich vermute eine fehlende Spannung. Die Power LED leuchtet und die Power LED Anzeigen leuchten beim Einschalten kurz auf. Allerdings hatte dieses Relais schon im früheren Leben nach dem Einschalten des Verstärkers kleine Probleme. Es dauerte mitunter bis zu 30 Sekunden, bis der Verstärker Krach machte. Die werde ich als nächstes gemäß Schaltplan messen.
Viele Grüße Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#53 erstellt: 17. Dez 2020, 20:02
Ganz herzlichen Dank an das Team für die Tipps. Die Tipps sind so unheimlich hilfreich, weil sie so viel Vergessenes wieder ins Gedächtnis rufen. Nochmals herzlichen Dank dafür!
Gestern habe ich den Verstärker mit 60 Watt Birne unter Strom gesetzt. Es hat weder gekracht, noch geblitzt, noch gequalmt. Das Relais RL001, das vom Überlastschutz IC TA7317P angesteuert wird, zieht nicht an. Ich vermute eine fehlende Spannung. Die Power LED leuchtet und die Power LED Anzeigen leuchten beim Einschalten kurz auf. Allerdings hatte dieses Relais schon im früheren Leben nach dem Einschalten des Verstärkers kleine Probleme. Es dauerte mitunter bis zu 30 Sekunden, bis der Verstärker Krach machte. Die werde ich als nächstes gemäß Schaltplan messen.
Viele Grüße Jürgen


[Beitrag von JürgenAretz am 17. Dez 2020, 20:03 bearbeitet]
hf500
Moderator
#54 erstellt: 17. Dez 2020, 20:15
Moin,
wenn das Lautsprecherschutzrelais nicht anzieht, gilt die erste Messung den Verstaerkerausgaengen _vor_ den Relaiskontakten. Hier darf keine nennenswerte Gleichspannung stehen, 50-100mV werden meist noch "erlaubt" (im Betrieb), die Abschaltschwelle liegt meist bei etwa 1V.

Sind die Verstaerkerausgaenge gleichspannungsfrei, dann erst die Versorgung der Schutzschaltung.

73
Peter
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#55 erstellt: 18. Dez 2020, 15:52
Guten Morgen an das Team,
zuerst mal meinen herzlichen Dank an euch für eure Hilfe. Merkwürdigerweise ist meine letzte Antwort nicht mehr auffindbar. Erst war sie doppelt, jetzt ist sie weg. Aber nochmals herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer. Ich hatte geschrieben, dass ich den Verstärker mit in Serie geschalteter 60 Watt Birne und FM-Tuner am Eingang in Betrieb genommen habe. Es war absolut still, kein Knall, kein Rauch, keine Musik, nichts. Das Schutzrelais zog nicht an. Ich habe die Versorgungsspannungen gemessen. Diese sind mit ca. 55 V vorhanden. Die Messungen wurden mit angeschlossen Lautsprecher durchgeführt. Dann habe ich den IC TA7317P, der für den Überlastungsschutz und das Relais zuständig ist, überprüft und die Spannungswerte gemessen. Dabei ergaben sich folgende Werte bzw. Abweichungen: Pin 1 = 0,8V statt 0,4V; PIN 2 = 0,2V statt 0V; Am Relaistreiberausgang Pin 6 = 55V statt 1,2V?? PIN 8 = 0,3V statt 1,2V. Alle anderen Werte stimmen. Sprechen die abweichenden Werte für einen defekten IC? Das Relais ist OK, das habe ich getestet. Im geschalteten Modus müsste am Relais ein Spannungsabfall von ca. 25V entstehen, tatsächlich findet kein Spannungsabfall statt. Leider stimmen die Schaltpläne nicht Was mich verunsichert, ist der Fakt, dass in meinen beiden Verstärkern die Diode QN18, die in den Plänen eingezeichnet ist, fehlt.
HG Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#56 erstellt: 18. Dez 2020, 16:31
Hallo Peter,
ich habe die Verstärkerausgänge vor den Relaiskontakten ohne angeschlossene Lautsprecher gemessen. Die Spannungen lagen an einem Ausgang bei 1,49 V und am anderen Ausgang bei -0,25 V. Also jenseits des zulässigen Wertes. Vermutlich kommen diese Spannungen aus den Endstufen, in denen ich einige Transistoren und andere Komponenten getauscht hatte. Der zu hohe Wert kommt aus der Endstufe mit den Transistoren Q730, Q726 und Q728. Da muss ich nochmal ran.
HG Jürgen
CarlM.
Inventar
#57 erstellt: 18. Dez 2020, 17:02
Hallo Jürgen,

ja, das wird die Ursache sein. Dann weisst Du jetzt, wo Du etwas verändern musst.
Denk' daran, dass Probleme dieser Art - vor allem, wenn die Endstufen nicht defekt zu sein scheinen - häufig in den ersten Stufen nach der Klangregelung ihre Ursache haben.

HG
Carl
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#58 erstellt: 18. Dez 2020, 21:55
Hallo Carl,
ich habe noch ein paar Transistoren in dem betreffenden Verstärkerkanal ausgetauscht. Das hat bewirkt, dass sich die Spannung in dem betreffenden Kanal auf +0,66V verändert hat. Es hat aber nicht das Anziehen des Relais bewirkt. Hier muss ich noch weiter suchen.
HG Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#59 erstellt: 24. Dez 2020, 19:23
Ich wünsche allen, die mir so fleißig geholfen haben, ein gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und ein friedliches, glückliches Jahr 2021.
Herzlichen Dank und viele Grüße
Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#60 erstellt: 02. Jan 2021, 16:44
Hallo und alles Gute im neuen Jahr für das Team,

für den Marantz Verstärker PM 700DC suche ich einige Dioden, die als Originaltype leider nicht mehr lieferbar sind. Hat zufällig jemand im Forum eine Vergleichsliste, über die ich die Dioden aussuchen könnte?
Es handelt sich um folgende 4 Dioden:

1S2473
1S2471F
DS135D
S3V-20

Von der Diode 1N4148 habe ich reichlich verfügbar. Die soll als Ersatz für die 1S2473 geeignet sein. Ich bin allerdings sehr unsicher.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
VG Jürgen
CarlM.
Inventar
#61 erstellt: 02. Jan 2021, 17:19
Hallo Jürgen,
ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute für 2021!

Zu Deinem Anliegen:
Die beiden Dioden 1S2473 und 1S2471F finde ich auf demselben Datenblatt - einziger Unterschied 90V und 40V.
Wichtig ist bei beiden die Schaltzeit von <4ns.
Deshalb sollte man in beiden Fällen die 1N4148 nutzen können.

S3V-20
Hier stehen 200V und 3,5A im Vordergrund. Ich würde z.B. eine BYV28/200 nehmen. Vishay hat da auch noch eine schnelle Variante, falls dies erforderlich ist oder Vorteile haben sollte.

DS135G
200V 1A
Ich würde aber auf 2A gehen, weil die angebotenen 1A-Dioden häufig nur 30-35A Impulsfestigkeit haben anstelle von 50A des Originals.
Z.B. 1N5059

Am besten wartest Du, ob es noch andere Vorschläge gibt.
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#62 erstellt: 02. Jan 2021, 19:20
Hallo Carl,
nochmals alles Gute, Glück und Gesundheit im Jahr 2021. Es kann aus meiner Sicht nur besser werden!
Ganz herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe in meinen Bauteilebeständen aus der Zeit zwischen 1963 und 1973 noch jede Menge alte Transistoren und Dioden gefunden, darunter auch die 1N4148. Leider haben die Dioden, außer die 1N4148 keine Bezeichnung.
Die Bauteile von 1973 hatte ich damals gekauft, als ich einen Leistungsverstärker für meine Audioanlage gebaut habe. Allerdings kann ich mich leider nicht mehr erinnern, wo das Teil abgeblieben ist. Wenn also jemand noch etwas ältere Transistoren, z.B. Germanium, benötigt, hätte ich eventuell etwas abzugeben.
Viele Grüße Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#63 erstellt: 04. Jan 2021, 23:27
Hallo und alles Gute im neuen Jahr an das Team,

weiß jemand wofür zwei in Reihe geschaltete, unterschiedliche Dioden, deren Kathoden gegeneinander zeigen, sich zwischen dem Kollektor des Transistors Q717 und der Basis von Transistor Q729 befinden? Die Dioden sind nicht in den Schaltungsunterlagen enthalten!
Über einen Tipp würde ich mich freuen.
LG Jürgen


[Beitrag von JürgenAretz am 04. Jan 2021, 23:40 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#64 erstellt: 04. Jan 2021, 23:54
Hallo Jürgen,

so ganz nachvollziehen kann ich das nicht, weil der Kollektor von Q717 gleichzeitig die positive Railspannung von ca. 50V wäre.
Wie sind denn die Anoden und Kathoden der Dioden verbunden?

Ansonsten solltest Du auch das abgedruckte Platinenlayout mit ansehen, um zu vergleichen.

HG
Carl


[Beitrag von CarlM. am 04. Jan 2021, 23:55 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#65 erstellt: 05. Jan 2021, 01:08
Guten Abend Carl,

du bist auch noch aktiv!? Ich werde die genaue Verbindung nochmals genau überprüfen und melde mich morgen nochmal. Jetzt bin ich bettreif.
Viele Grüße und gute Nacht

Jürgen Aretz
CarlM.
Inventar
#66 erstellt: 05. Jan 2021, 01:12
Ja, ich bin noch aktiv und höre nebenbei WDR4 "Musik zum Träumen".
Bin nachwievor begeistert von der Tonqualität meines Digital-Radios (nicht DAB+, sondern digitales Kabel-Radio).

Bis morgen.
Carl


[Beitrag von CarlM. am 05. Jan 2021, 01:12 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#67 erstellt: 05. Jan 2021, 13:27
Guten Morgen Carl,
Vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem nebenbei Radiohören ist sicher vorteilhafter, als das Fernsehen nebenbei. Damit produziere ich grade nur Fehler, die ich Stück für Stück wieder reparieren muss. Durch einen Kurzschluss am Transistor Q721 hatte ich den Endstufentransistor Q725 und einige Widerstände gehimmelt. Das ist zwischenzeitlich bis auf 2 Widerstände, die ich bestellt habe, wieder behoben.
Aber nun zu deinem Hinweis. Durch nochmaliges hinsehen, habe ich gemerkt, dass ich die beiden Transistoren Q729 und Q730 falsch herum eingelötet habe. In dem Fall hattest du Recht. Die Dioden gehen tatsächlich von Basis Q717 nach Basis Q729. Gleiches gilt für die Dioden zwischen Q718 und Q730. Allerdings habe ich trotzdem keine Vorstellung davon, welche Funktion sie haben.
Sobald die bestellten Widerstände eingegangen und eingebaut sind, werde ich den Verstärker mit Birne in Betrieb nehmen. Ich werde über das Resultat berichten.
LG Jürgen
CarlM.
Inventar
#68 erstellt: 05. Jan 2021, 13:38
Hallo Jürgen,

haben die Dioden denn Nummern auf der Platine oder sind sie augenscheinlich nachträglich angebracht worden?
Solche Doppeldioden findet man normalerweise in der Ruhestromregelung (u.a. zur Temperaturkompensation) - die gibt es hier ja auch ---> Q743.

HG
Carl
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#69 erstellt: 05. Jan 2021, 14:01
Hallo Carl,

die Dioden haben keine Nummern auf der Platine. Sie sind nachträglich, mit Schutzschlauch überzogen, auf der Lötseite zwischen die Transistoren gelötet worden. Allerdings auch bei dem Baugleichen, den ich noch habe. Die eine Diode entspricht der Diode 1N4148, die andere Diode ist nicht identifizierbar. Sie hat die gleiche Bauform, ist aber mit einem gelben Rind an der Kathode gekennzeichnet.

LG Jürgen
CarlM.
Inventar
#70 erstellt: 05. Jan 2021, 15:07
Q729 und Q730 wirken ja gleichzeitig auf Q731. Sie gehören zur Schutzschaltung bzw. Steuerung des LS-Schutzrelais.
Jeweils zwischen Basis und Emitter der beiden erstgenannten Transistoren wird (abgeschwächt) der Ruhestrom erfasst.
An der Basis von Q717 liegen lt. Schaltplan 1,9V an.
Wenn also eine Diodenstrecke in der beschriebenen Weise eingelötet wird, würde ich davon ausgehen, dass Einfluss auf die Schutzschaltung genommen werden soll. Dies ist aber zunächst eine Vermutung. Man müsste dann noch genau ansehen, in welcher Richtung die Dioden Durchlass haben und ob ggf. eine der Dioden eine Zenerdiode ist, die z.B. diese Diodenstrecke nur in bestimmten Fällen wirksam werden lässt.

p.s.
Vielleicht gibt es ja Mitleser, die diese Doppeldioden auch bei anderen PM710DC schon gesehen haben. Es ist ja die Frage, ob es eine Nachbesserung im Rahmen der Serienfertigung war oder eine individuelle Veränderung.


[Beitrag von CarlM. am 05. Jan 2021, 15:10 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#71 erstellt: 05. Jan 2021, 16:53
Da wäre vielleicht in Foto von der ganzen Geschichte nicht schlecht

Gruß Uwe
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#72 erstellt: 05. Jan 2021, 21:50
Hallo Carl, hallo Uwe,

in den beiden baugleichen Geräten, die ich habe, befinden sich gleichermaßen die Dioden. Es scheint sich um eine Nachbesserung in der Serienfertigung gewesen zu sein. Ich mache morgen bei Tageslicht mal Fotos. Außerdem schau ich gleich nach, welche Diode an welcher Transistorbasis anliegt. Der Vergleich mit dem baugleichen Gerät ergab, dass 2 Dioden mit schwarzem Ring verbaut sind. Dabei hat die Diode die zum Q717 zeigt 517 Ohm und die, die zum Q729 zeigt, 672 Ohm hat. Diese Kombination ist in beiden Geräten 4 mal vorhanden. In dem zerschossenen Gerät hat die Diode, die zum Q729 zeigt, einen Totalschluss.
Anbei doch jetzt schon 2 Fotos. Ich tausch noch die defekt Diode. Morgen kommen eventuell die Widerstände. Mal sehen, was dann passiert.
LG Jürgen


IMG_20210105_183554[1]
IMG_20210105_183633[1]
hf500
Moderator
#73 erstellt: 07. Jan 2021, 23:14

JürgenAretz (Beitrag #72) schrieb:
Dabei hat die Diode die zum Q717 zeigt 517 Ohm und die, die zum Q729 zeigt, 672 Ohm hat.


Moin,
wie gemessen? Widerstand oder Diodentestfunktion?
Die gemessenen Werte koennen naemlich auch aus der Diodentestfunktion stammen. Dabei wird die Flusspannung eines Halbleiterueberganges bei meist 1mA gemessen. Bei Siliziumhalbleitern bekommt man da Spannungen von typ. 0,6-0,7V, was dein Geraet da anzeigt, ist da durchaus noch im Rahmen.
Bei einer Widerstandsmessung liegt es hier nahe, dass da im 2k Ohm Messbereich die Spannung ueber dem Pruefling als sein Widerstand angegeben wird. Messtrom 1mA, Ergebnis 1mV/Ohm.

Die Werte zeigen, dass die Dioden in Ordnung sein duerften. Was es genau fuer Dioden sind (Z-Diode dabei?), kann nur eine weitergehende Untersuchung zeigen, indem in Sperrichtung mit etwa 5mA nach der Durchbruchspannung gesucht wird.

73
Peter
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#74 erstellt: 08. Jan 2021, 00:47
Hallo Peter,
vielen Dank für deine Antwort. Eine der Dioden war mechanisch defekt. Ich habe sie durch eine 1N4148, das entsprach der Originaldiode im parallelen Kanal. Die beiden Dioden sehen identisch aus. Gemessen habe ich die Dioden mit der Diodentestfunktion des Multimeters.
Ich habe noch einen alten Spannungskonstanter aus der Entwicklung. Damit müsste ich die Testmessung der Diode (Z) durchführen können.
Nochmals herzlichen Dank und Gute Nacht
HG Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#75 erstellt: 10. Jan 2021, 13:34
Guten Morgen an das Team,
heute möchte ich ein kurzes Update geben, wie es zur Zeit aussieht. Nachdem ich noch 2 weitere, defekte Widerstände gefunden und ausgewechselt habe, sehen die Spannungswerte in der Endstufe mit den Transistoren Q725 und Q727 in etwa normal aus. In der zweiten Endstufe weichen die Werte allerdings noch stark ab. Ausgewechselt habe ich die Widerstände R763, 766, 755, 759, 722,743. Außerdem, und das dürfte wohl entscheidend sein, dass das Relais noch nicht anzieht, ist eine fehlende Spannung an den Kollektoren von Q729 und Q730. Wodurch die fehlt, ist mir noch nicht klar. An den Relaiskontakten liegen 1,42V und 0,13V an.
Folgende Spannungen liegen an den Transistoren an:

Q729: B 0,79V, C 2,06V, E 0,82V
Q730: B 1,41V, C 2,05V, E 1,42V
Q731: B 53,6V, C 54,2V, E 54,3V

Q725: B 0,67V, C 54,1V, E 0,11V
Q727: B -0,5V, C -53,9V, E 0,07V
Q726: B 1,87V, C 53,6V, E 1,42V
Q728: B 1,84V, C 53,5V, E 1,42V

Was würdet ihr vermuten? Ich bin etwas ratlos.
HG Jürgen
CarlM.
Inventar
#76 erstellt: 10. Jan 2021, 16:10
Hallo Jürgen,

eine kurze Antwort auf die Schnelle, weil ich wenig Zeit haben:
bei den von Dir geposteten Werten liegen ja bestenfalls 3-4 in einem akzeptablen Bereich.
Wenn Du Dir die Differenzen zwischen B-E ansiehst, sollten hier ja um die 0,6 V vorhanden sein wie es z.B. bei Q731 der Fall ist.
Wenn die bei anderen Transistoren nicht der Fall ist, muss dies nicht bedeuten, dass dieser Transistor defekt ist. Es kann auch sein, dass er vom Transistor der vorgelagerten Stude bereits falsch angesteuert wird.
Du solltest deshalb eher von vorne (Vorstufen) anfangen und nicht am Ende (=Endstufe).

HG
Carl
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#77 erstellt: 10. Jan 2021, 19:44
Hallo Carl,

vielen Dank für dein Feedback und den Hinweis. Ich bin wieder zurück am Platz und werde mich auf die Vorstufe fokussieren. Bisher habe ich aber immer noch defekte Komponenten im Bereich der Endstufen gefunden. Auch Fehler, die ich mir selbst eingebaut hatte, musste ich noch beheben. Damit bin ich jetzt hoffentlich durch. Ich hatte bei den Messungen in den Vorstufen den Eindruck, dass diese funktionieren und Eingangssignale des angeschlossenen Tuners verstärken und weiterleiten. Allerdings weiß ich noch wie weit. Das versuche ich jetzt herauszufinden.
HG Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#78 erstellt: 11. Jan 2021, 20:58
Hallo an das Team,

so, ich bin einen Schritt weiter! Der Verstärker macht wieder Geräusche und hört sich auf beiden Kanälen sehr gut an. Allerdings hat das Ding einen Haken. Der geht nur, wenn ich den Widerstand RN04 von 47kOhm von der Schutzschaltung, Pin 1 QN07, löse. Allerdings beträgt dann die Spannung am ersten Relaiskontakt 1,34V, was zu hoch ist und am zweiten Relaiskontakt 0,03V. Das würde mich eigentlich nicht stören, wenn die betreffenden Endstufentransistoren nicht zu heiß werden würden. Die Spannungen an diesen Transistoren liegen betragen wie folgt: Q726 B 1,99, C 52,4V, E 1,46V und Q728 B1,37V, C 53V, E 1,3V. Die Spannungen in der anderen Endstufe entsprechen denn Vorgaben. Im Endeffekt heißt dass, dass da noch ein Defekt (in der Endstufe?) vorliegt und ich weiter suchen muss. Hat jemand auf Grund meiner Angaben eine Idee, in welchem Bereich ich suchen sollte? Ich bin ein wenig ratlos.
HG Jürgen
CarlM.
Inventar
#79 erstellt: 11. Jan 2021, 21:55
Hallo Jürgen,

aus meiner Sicht solltest Du schon alle Transistoren der defekten Endstufe messen und protokollieren.
Die von Dir gemessenen Spannungen an den Basen sind ja auch zu hoch. Nur .... über die Feedback-Leitung, die vom Ausgang über R748 zurück zu Q702 führt, wirken sich Fehler immer quasi auf das Gesamtsystem aus.

Prüfen solltest Du auch die beiden 10 Ohm Widerstände R744 und R746.

Denke bei den Messungen und beim Protokollieren bitte an die Vorzeichen. Bei Deinen letzten Ergebnissen sollten die Werte für Q 728 ja ein negatives Vorzeichen haben.

HG
Carl
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#80 erstellt: 11. Jan 2021, 22:33
Guten Abend Carl,

nein die waren positiv, das ist ja das Problem. Die Werte waren wie folgt:
Q725: B 0,67V, C 54,1V, E 0,11V
Q727: B -0,5V, C -53,9V, E -0,07V
Q726: B 1,87V, C 53,6V, E 1,42V
Q728: B 1,84V, C 53,5V, E 1,42V
Das werde ich morgen früh aber nochmals prüfen und alle Werte der Endstufen mitteilen. Für heute bin ich nicht mehr fit genug aber überglücklich, weil da wieder etwas zu hören ist. .
Morgen werde ich mich wieder topfit des Problems annehmen und die weiteren Messungen durchführen.

Und guten Abend Peter, wenn du diese Antwort liest, du hattes wegen des Dioden Typs gefragt. Es handelt sich um eine 1S2473. Ich habe sie durch eine 1N4148 ersetzt.

Ganz herzlichen Dank für eure Geduld und große Hilfe, ohne die ich schon verzweifelt wäre.
Zwischenzeitlich fiel mir wieder ein, dass ich, als ich 1973 in der Richtfunkentwicklung gearbeitet habe, mir einen Leistungsverstärker für meine Stereoanlage gebaut habe einschließlich Leiterplatten Layout. Allerdings weiß ich nicht, was aus dem Teil geworden ist. Der ist irgendwann den vielen Umzügen zum Opfer gefallen. Ansonsten hatte ich mich auf die Hochfrequenztechnik spezialisiert gehabt und im Richtfunk im Bereich von 6,7 GHz bis 20 GHz und der Stripline Technologie und ab1976 im Bereich der Fiber Optic und Laser Technology gearbeitet.

So, ich melde mich morgen wieder.
LG Jürgen


[Beitrag von JürgenAretz am 11. Jan 2021, 22:35 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#81 erstellt: 11. Jan 2021, 22:48

JürgenAretz (Beitrag #80) schrieb:
Guten Abend Carl,

nein die waren positiv, das ist ja das Problem. Die Werte waren wie folgt:
Q725: B 0,67V, C 54,1V, E 0,11V
Q727: B -0,5V, C -53,9V, E -0,07V
Q726: B 1,87V, C 53,6V, E 1,42V
Q728: B 1,84V, C 53,5V, E 1,42V


Das ist in der Tat ein Problem, den die in Fett sollten negative Werte haben und wie schon Carl erwähnte viel zu hoch
Ruhestrom über R742 eingestellt

Gruß Uwe
CarlM.
Inventar
#82 erstellt: 11. Jan 2021, 23:29
Zumindest der Kollektor von Q728 muss negativ sein. Er ist ja direkt mit dem Kollektor von Q 727 verbunden.
Beide müssen denselben Wert haben.
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#83 erstellt: 12. Jan 2021, 13:26
Guten Morgen Carl, guten Morgen Uwe,

ihr habt recht, mein Fehler, ich habe das Minus vergessen.
Was ich mich frage ist, wo kommen die 54,2 V am Kollektor von Q731 her und wieso habe ich an den Kollektoren von Q729 und Q730 nur ca. 2V statt der 51V, die anliegen sollten. Die Werte ändern sich auch nur marginal, wenn ich die Schutzschaltung wieder aktiviere. Das trifft auch auf die zu hohen Werte an den Basen und Emittern von Q726 und Q728 zu.

Uwe, Wenn ich jetzt den Ruhestrom mit R742 verändern würde, und es gibt noch einen Fehler in der Vor- oder Endstufe, was würde oder könnte passieren?

Carl, die beiden Widerstände R744 und R746 habe ich getauscht. Statt der 10 Ohm Widerstände laut Schaltbild waren 390 Ohm Widerstände bestückt, die wegen der Toleranzen zwischen 430 bi45o Ohm hatten. Ich habe zwei Widerstände mit 392 Ohm eingesetzt. Hat aber keine Verbesserung gebracht.

Ich habe soeben noch herausgefunden, dass der Verstärker nur funktioniert, wenn die Taste "Equalizer Defeat" gedrückt ist. (Das war sie versehentlich)
Eine Funktion hat die Klangregelung/Equalizer allerdings nicht.
Carl, ich glaube du hast recht mit deiner Vermutung, dass neben dem bestehenden Problem in der Vor- und Endstufe auch noch ein Fehler in der Klangregelung besteht.
Ich suche mal weiter und melde mich.
LG aus Berlin Jürgen
CarlM.
Inventar
#84 erstellt: 12. Jan 2021, 14:41

JürgenAretz (Beitrag #83) schrieb:
Was ich mich frage ist, wo kommen die 54,2 V am Kollektor von Q731 her und wieso habe ich an den Kollektoren von Q729 und Q730 nur ca. 2V statt der 51V, die anliegen sollten.


Hallo Jürgen,

diese drei Transistoren sind ja Bestandteil der Schutzschaltung. Wenn in einer der beiden Endstufen ein Fehler vorliegt, bewirkt dies ggf. eine Spannungsdifferenz zwischen B_E von Q729 oder Q730 von >0,5 V. Ist dies der Fall wird die E-C-Strecke in dem betreffenden Transistor niederohmig.
In der Folge sinkt die Spannung am Kollektor von über 50V auf nahezu den Wert, der zwischen den Emittern von Q726 und Q728 anliegt.
Über R772 wird nun auch die Spannung an der Basis von Q731 geringer. In der Folge wird das Schutzrelais abgeschaltet.

Die Werte im Schaltplan gelten für den fehlerfreien Betrieb. Die gemessenen Werte belegen somit das Vorliegen eines Defekts.

HG
Carl

p.s.
Hast in Deinem anderen Gerät einmal nachgesehen, ob dort ebenfalls anstelle von 10 Ohm-Widerstände welche mit 330 Ohm verbaut wurden?
Die Differenz ist ja erheblich.


[Beitrag von CarlM. am 12. Jan 2021, 14:46 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#85 erstellt: 12. Jan 2021, 19:55
Hallo Carl,

das mit der Schutzschaltung habe ich mittlerweile verstanden. Allerdings habe ich noch mindestens zwei Fehler im System. Den einen in der Klang Regelung, den du vor einiger Zeit vermutet hast und einen in der Vorstufe oder in der Endstufe. Die Transistoren von Q716 bis Q730 sind neu..

Du hattest den Q717 angesprochen der gleiche Transistor im defekten Kanal ist der Q718. Die Spannungen, die hier anliegen weichen vom Schaltbild ab. Sie sind B 3,3V, C 53,5V, E 2,5V. An Q720 B 1,33V, C 53,5, E 1,36. An Q 126 B 0,9V, C 2,25V, E 0,48V. Es fehlen die alle negativen Spannungen an den Basen.
Zu deiner Frage bzgl. der Widerstandswerte. In dem anderen Gerät sind die gleichen Werte verbaut.
Ich schau mir als nächstes die Klangregelung des fehlerhaften Kanals an.

LG Jürgen
CarlM.
Inventar
#86 erstellt: 12. Jan 2021, 20:11
Die Klangregelung kann zwar einen Defekt haben. Dies darf aber keinen Einfluss auf die Platine P700 haben.
Die Elkos C701 bzw. C702 sollten ja Gleichspannung am Eingang von P700 verhindern. Wenn die betreffenden Elkos okay sind bzw. schon getauscht wurden (ggf. auch gegen Folienkondensatoren), dann kann sich die Fehlersuche des Endstufenproblems auf die Platine P700 konzentrieren.

Fehler in der Klangregelung sollten ebenfalls keine Auswirkung haben, wenn sie durch den Direct-Modus übersprungen wird.


[Beitrag von CarlM. am 12. Jan 2021, 20:12 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#87 erstellt: 12. Jan 2021, 23:55
Carl, danke für den Tipp,

vorsichtshalber habe ich die Elkos getauscht. Sie waren aber OK. Es hat keine Veränderung gegeben. Alle Transistoren von Q715bis Q731 und QX10 bis QX13 habe ich schon getauscht. Der Fehler sollte in dem Kanal der Endstufe Q726 und Q728 liegen. In diesem werde ich jedes weitere Bauteil untersuchen.

VG und gute Nacht Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#88 erstellt: 13. Jan 2021, 00:39
So, ich habe weiter gesucht und zwei dieser nachträglich eingelöteten und in reihe geschaltete Dioden gefunden, die niederohmig geworden sind. Nach den Tausch dieser Dioden stimmten die Spannungen an den Endstufen Transistoren und den anderen Dioden auf den ersten Blick mit den geforderten überein. Auch die Spannung an dem Relais stimmte. Genaue Messungen mache ich morgen. Nachdem ich allerdings den Widerstand RN04 wieder eingelötet hatte, Wurde das Relais nicht mehr aktiviert, obwohl die werte stimmen und mit 0,4V an PIN 1 auch stimmen. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass Q726 heißer geworden ist als die anderen Endstufen Transistoren. Ich werde morgen Fiber messen.

So, jetzt mache ich Feierabend gute Nacht und viele Grüße Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#89 erstellt: 13. Jan 2021, 12:30
Guten Morgen an das Team,

heute ein kurzes Update. Bei der defekten Diode, deren Funktion und Type nicht geklärt war handelt es sich um eine A27 Cascadable Amplifier 10 bis 1500 MHz Diode CA27. Die ist in jedem Kanal 2 Mal verbaut. Die brauch ich jetzt. Wenn ich sie eingebaut habe melde ich mich wieder und sage, was sich geändert hat. Die Frage, die sich jetzt noch stellt ist um welche Diode handelt es sich bei der Diode mit dem gelben Ring? Die hat keine Bezeichnung. Die Werte mit Dioden Test Funktion gemessen zeigen einen Wert von 675 für die A27 Diode und 539 für die Diode mit dem gelben Ring ohne Bezeichnung. Falls jemand etwas darüber weiß, würde ich mich freuen.
Bis dahin vielen Dank für eure Hilfe und viele Grüße
Jürgen

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[Beitrag von JürgenAretz am 13. Jan 2021, 13:07 bearbeitet]
hf500
Moderator
#90 erstellt: 13. Jan 2021, 19:23
Moin,
die Diode mit dem gelben Ring duerfte eine 1N4148 (oder 1N4448) sein.
Wenn die Dioden mit ihrer Katode zusammengeschaltet werden, muss eine davon eine Z-Diode sein, anders ergibt es keinen Sinn, weil sonst eine Diode immer gesperrt ist.
Wegen der so prominent draufstehenden "7" halte ich diese Diode fuer eine 7V Z-Diode. Man muss dann noch herausfinden, wofuer das "A2" steht.

Genaugenommen sind die Dioden auch nicht in Reihe, sondern gegeneinandergeschaltet.

73
Peter
CarlM.
Inventar
#91 erstellt: 13. Jan 2021, 19:48
Es gibt ja Kennzeichnungen von Z-Dioden bei denen zunächst der grobe Bereich und dann eine Präzisierung erfolgt.

Beispiel

7 ...
A1 6.1 - 6.3 V
A2 6.4 - 6.7 V
A3
...
C3 7.5 - 7.9 V


Zur Funktion:
Wenn ich es aus den Photos korrekt abgeleitet habe, wird über die Dioden eine Verbindung zwischen dem Transistor der Protection (Q729 ?) und der vorletzten Treiberstufe hergestellt. Es könnte also sein, dass dort (Q717) im Fehlerfall die 0,6V-Differenz unterschritten wird, um die Leistungsendstufe zu schützen.
Das ist aber nur eine Vermuitung, weil man eine der Lötstellen nicht ganz genau zuordnen kann.


[Beitrag von CarlM. am 13. Jan 2021, 19:50 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#92 erstellt: 13. Jan 2021, 21:20
Hallo Peter, hallo Carl,

bei der A2 7 handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Zenerdiode. Ich hatte unter der Bezeichnung A27 eine Cascadable Amplifier Diode 10 bis 1500 MHz CA2 7 gefunden, was übersetzt kaskadierbare Verstärkerdiode heißen würde. In einer anderen Beschreibung wurde von einer Spannungsregulatordiode gesprochen, was mehr für eine Zenerdiode sprechen würde. Ich finde sonst leider nichts.

Carl, die betreffenden Dioden gehen von der Basis von Q718 (Anode A27) auf die Basis von Q730 (Anode unbekannte Diode). Die beiden Dioden sind über ihre jeweiligen Kathoden miteinander verbunden. An Stelle der unbekannten Diode hatte ich eine 1N4148 eingesetzt.

Ich suche jetzt seit Stunden erfolglos nach der Ersatztype. Vielleicht liest ja noch jemand mit und kennt den Ersatztyp.
Ich suche weiter.
Vielen Dank und viele Grüße
Jürgen
CarlM.
Inventar
#93 erstellt: 13. Jan 2021, 21:41
Wie schon oben dargestellt:
Z-Diode mit ca. 6.2V Zenerspannung.

z.B.
www.reichelt.de/zene...?&trstct=pol_0&nbc=1

Aus meiner Sicht sind diese Dioden nicht zwingend notwendig. Vermutlich hat man dies als spätere Optimierung hinzugefügt.
Das bedeutet dann ja auch, dass es grundsätzlich auch ohne funktionieren muss.

p.s.
Da die andere Seite okay ist, sollte man dort ja auch die Z-Diode ausmessen können.


[Beitrag von CarlM. am 13. Jan 2021, 21:43 bearbeitet]
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#94 erstellt: 14. Jan 2021, 14:48
Hallo Carl, hallo Peter,

herzlichen Dank für eure Tipps.
Ich habe doch noch etwas über die Diode herausgefunden. Es ist tatsächlich eine 7V Zenerdiode, die ich zwischenzeitlich bestellt habe. In meinem Fundus ist sie leider nicht vorhanden.
Ja, sobald ich die Schutzschaltung deaktiviere, funktioniert der Verstärker. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Endstufentransistoren Q726 und Q728 deutlich heißer werden als die Endstufentransistoren im anderen Kanal. Auch die Klangregelung ist dann außer Betrieb und der Verstärker funktioniert auch nur bei EG Defeat Taste gedrückt. Nur die Balance Regelung und Volumen sind OK.
Ich werde mal testen was passiert, wenn ich die 3 andern Dioden auch entferne. Ich habe keine Ahnung, ob die Schutzschaltung auf die Klangregelstufe rückkoppelt. Das wisst ihr sehr wahrscheinlich.
Ich mach also mal weiter.
Viele Grüße
Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#95 erstellt: 22. Jan 2021, 14:12
Guten Morgen Carl guten Morgen Peter, guten Morgen Uwe,

hiermit möchte ich ein kurzes Feedback über den aktuellen Status geben.
Die 7V Zenerdioden habe ich bekommen und zwei Stück im Verstärker ersetzt. .
Nach wie vor ist die Situation unverändert. Sobald ich die Schutzschaltung deaktiviere, funktioniert der Verstärker mit starken Einschränkungen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Endstufentransistoren Q726 und Q728 deutlich heißer werden als die Endstufentransistoren im anderen Kanal. Ich habe deshalb die Messungen nach relativ kurzer Zeit wieder abgebrochen, um weitere Schäden zu vermeiden.
Die gemessenen Temperaturen nach 2 Minuten Betrieb und Spannungen sind wie folgt:

Q725 Q727 Q728 Q726
B 0,634V -0,455V -0,222V 1,18V
C 52,6V -51,6V -51,6 52,6V
E 0,094V 0,065V 0,343V 0,58V

Temperatur 41,7°C 44°C 58,6°C 60°C

Die Spannungen an de Schutzrelaiskontakten:

0,09V 0,3V

Der Verstärker funktioniert nach wie vor nur mit deaktivierter Schutzschaltung. Die Klangregelung funktioniert nicht und der Verstärker funktioniert nur wenn die EG Defeat Taste gedrückt ist. Nur die Balance Regelung und Volumen sind OK.
Ich glaube, dass da noch ein Fehler in der Q726/Q728 Endstufe vorliegt. Außerdem ein Fehler in der Klangregelung, wie Carl schon vermutete.
Habt ihr einen Vorschlag, wo ich anfangen sollte, außer das Gerät in die Ecke zu stellen?
Viele Grüße
Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#96 erstellt: 24. Jan 2021, 13:36
Guten Morgen an das Team,

ganz langsam geht es vorwärts! Das Problem mit der starken Erwärmung hat sich erledigt. Dafür war die defekte Diode Q748 verantwortlich. Damit sind auch die Spannungen an den Endstufentransistoren wieder vergleichbar, was mir wieder Mut macht. Die anderen Punkte sind unverändert. Darum kümmere ich mich als nächstes.
HG Jürgen
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#97 erstellt: 12. Feb 2021, 04:51
Hallo Carl, Peter und Uwe,

es ist vollbracht! Der Verstärker läuft wieder. Das Ganze dauerte etwas länger, weil ich wegen Kurzschlüssen mit der Messspitze beim Messen noch einige Komponenten, auch auf dem baugleichen Verstärker, zerschossen habe. Die musste ich diese neu bestellen. Das dauerte. Das Problem mit dem defekten Equalizer wurde durch zwei defekte 100 Ohm Wiederstände RF10 und 13 auf der Leiterplatte PF00 verursacht. Das Problem, welches die Schutzschaltung aktivierte und das Anziehen des Relais verhinderte, wurde durch eine Defekte Diode auf P700 verursacht.
Ich war kurz davor aufzugeben. Bei dieser ganzen Übung habe ich gemerkt, dass mir jegliche Kenntnisse über Transistoren und Transistorschaltungen und die Funktionsweise von Transistoren fehlen. Durch dieses Problem konnte ich mich etwas einarbeiten. Allerdings hätte ich ohne eure selbstlose Hilfe und eure unendliche Geduld nie geschafft, das Ding wieder zum Laufen zu bringen. Dafür ganz, ganz herzlichen Dank.
Viele Grüße

Jürgen
Uwe_1965
Inventar
#98 erstellt: 12. Feb 2021, 11:22
Hallo Jürgen,

das freut mich, das alles wieder läuft.

Hat der Marantz eigentlich auch ein Gesicht, ich kenne das Teil nur aus dem Netz und das scheint ja ein ganz ordentlicher Brocken zu sein.

Gruß Uwe
CarlM.
Inventar
#99 erstellt: 12. Feb 2021, 12:29
Hallo Jürgen,
auch von meiner Seite einen "Herzlichen Glückwunsch!"



Ich war gestern nahe dran, Dir eine PN zu schicken, weil Du Dich solange nicht gemeldet hattest.
Mit Grüßen aus dem Nordwesten ...
Carl
JürgenAretz
Ist häufiger hier
#100 erstellt: 12. Feb 2021, 15:15
Hallo Uwe, hallo Carl,

vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin auch überglücklich. Jetzt habe ich zwei dieser Schätzchen und einen relativ neuen, preiswerten mit Fernbedienung von AUNA Multimedia in meinem Büro. Uwe, damit du dir ein Bild von dem Marantz Verstärker machen kannst hänge ich ein Foto des Verstärkers und einer Box an.
Nun wende ich mich wieder dem nächsten, defekten Gerät zu. Eventuell werden wir da ja wieder aufeinander treffen.
Nochmals ganz herzlichen Dank und viele Grüße

Jürgen

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