Frage zu Endstufen Transistoren Reperatur ?

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Spartakus1982
Inventar
#1 erstellt: 10. Mrz 2008, 01:47
Hi,

ich habe eine Frage. Ist es theoretisch möglich bei Endstufen herauszufinden, welche Endtransistoren benutzt wurden, wenn die Bauteilbezeichnungen unkenntlich gemacht wurden ?
Wenn ja wie macht man das? Geht das durch nachmessen wenn man eine funktionierende Endstufe hat ?
ruesselschorf
Inventar
#2 erstellt: 10. Mrz 2008, 03:35
Für den Praktiker ist es kein allzu großes Problem auch ohne Schaltplan durch Nachmessen der Spannungen etwa, Abschätzung der Schaltungs-Topologie einen passenden Ersatz zu finden.
Nebenbei, wurden Typenbezeichnungen unkenntlich gemacht, wollte der Hersteller wohl verschleiern mit welchen Wald und Wiesen Bauteilen er arbeitet.......

Gruß, Helmut
Spartakus1982
Inventar
#3 erstellt: 10. Mrz 2008, 03:48
ja das stimmt. Du weisst ja Hai End. Da soll neimand wissen wie günstig die Bauteile eigentlich waren....^^

Gut zu wissen danke. Dann besteht ja eine Chance die Endstufen zu reparieren. ^^
WinfriedB
Inventar
#4 erstellt: 11. Mrz 2008, 08:08
In wenigen Fällen kann es sich um speziell für den Gerätehersteller gebaute Transistoren handeln. In den 60er Jahren gab es von RCA Transistoren mit Typenbezeichnungen wie 4xxxx, die waren alle aus kundenspez. Entwicklungen hervorgegangen.

Es kann auch sein, daß der Gerätehersteller die Transistoren selektiert hat. Wichtig bei Endstufen ist die Paarung, d.h. die Stromverstärkungswerte sollten nicht allzuweit auseinanderliegen. Die bekannteren Typen werden aber auch als Paare angeboten.

Ansonsten kann man es schon meist aus der Schaltung entnehmen, welche Daten der Transistor ungefähr haben sollte. Bei den üblichen stark gegengekoppelten Schaltungen spielen kleinere Werteabweichungen gegenüber dem Original keine große Rolle. Wichtig ist auch die Gehäuseausführung (da gibt es z.B. welche mit isolierter und nicht-isolierter Montagefläche) und die Pinbelegung.
Spartakus1982
Inventar
#5 erstellt: 11. Mrz 2008, 10:25
Danke für die Informationen ^^.

Es handelt sich um 2 Fidelity Sarder Monoblöcke von 1987. Bei einer sind jetzt leider 2 Endtransistoren kaputt und ich überlege mir deshalb ob ich sie kaufe oder nicht.

Die Bauteilbezeichnungen wurden bei dieser Firma unkenntlich gemacht.
Ich könnte die Stufe zwar beim ehemaligen Chef der Firma reparieren lassen aber mit dem Schaltplan will er nicht rausrücken und auch nicht welche Transistoren verwendet wurden. Deshalb überlege ich mir ob ich sie dann überhaupt nehme ^^
Sunny23
Gesperrt
#6 erstellt: 11. Mrz 2008, 13:42
Du brauchct kein Schaltplan oder Transistoren Bezeichnung.
Du musst nur wissen ob es Bipolare oder Mosfet transistoren sind und für welche Spannung der versärker ausgelegt ist.
Dann kannst du andere transistoren einsetzen die passend sind.
Spartakus1982
Inventar
#7 erstellt: 11. Mrz 2008, 17:12
Danke, naja ich kann das wohl eh nicht selbst machen, da ich keine Erfahrung habe...auch mit dem Einmessen.
Sunny23
Gesperrt
#8 erstellt: 11. Mrz 2008, 19:57
Es gibt auch eine andere Möglichkeit das zu erfahren.
Du kannst gucken für welche Spannung die grossen Kondensatoren ausgelegt sind.Das muss auf ihnen stehen.
Die meisten Verstärker laufen mit +50 -50Volt also steht dann auf den Kondensatoren 63Volt oder so.
Und die Transistoren müssen dann 140 Volt Kollektor- Emitter Spannung aushalten können.Wenn du aber sicher gehen wilst dann kannst du solch nehmen die 200Volt aushalten.
Zum Beispiel 2sa1302 2sc3281.

Da wäre noch folgendes zu sagen:
Die bipolaren Transistoren gibt's PNP oder NPN.
Genauso wie bei Mosfets N-channel und P-channel gibt's.

Da musst du zuerst rausfinden wo bie dir welche stehen.


[Beitrag von Sunny23 am 11. Mrz 2008, 20:16 bearbeitet]
hf500
Moderator
#9 erstellt: 11. Mrz 2008, 20:14
Moin,
dazu sollte man wissen, welche Leistung der Verstaerker bringt und den Ausgangsstrom errechnen.
Die Endtransistoren sollten mindestens das 3-fache dieses Stromes aushalten koennen.
Spartakus1982
Inventar
#10 erstellt: 11. Mrz 2008, 20:29
Die Leistung wäre ja bekannt. Leider trau ich mir das irgendwie nicht zu.

Die Transistoren zu wechseln würden beim Fidelitychef wohl 250€ kosten laut Aussage des Verkäufers.
ruesselschorf
Inventar
#11 erstellt: 11. Mrz 2008, 21:00

Sunny23 schrieb:
Du brauchct kein Schaltplan oder Transistoren Bezeichnung.
Du musst nur wissen ob es Bipolare oder Mosfet transistoren sind und für welche Spannung der versärker ausgelegt ist.
Dann kannst du andere transistoren einsetzen die passend sind.

....ganz so einfach ist's nun doch nicht: bipolar oder Mosfet, vielleicht aber auch Darlingtons, quasikomplementär...Gehäusebauform der Transistoren ???
Ohne einen Blick ins offene Gerät und ein paar Messungen würde ich mich hier nicht festlegen.

Gruß, Helmut
ruesselschorf
Inventar
#12 erstellt: 11. Mrz 2008, 21:04

Spartakus1982 schrieb:
Die Leistung wäre ja bekannt. Leider trau ich mir das irgendwie nicht zu.

Die Transistoren zu wechseln würden beim Fidelitychef wohl 250€ kosten laut Aussage des Verkäufers.


Na, wenn der Chef persönlich die Typenbezeichnung abschleckt, Transistoren segnet und einbaut, sind 250€ nicht zuviel

Gruß, Helmut
Spartakus1982
Inventar
#13 erstellt: 11. Mrz 2008, 21:13

ruesselschorf schrieb:

Spartakus1982 schrieb:
Die Leistung wäre ja bekannt. Leider trau ich mir das irgendwie nicht zu.

Die Transistoren zu wechseln würden beim Fidelitychef wohl 250€ kosten laut Aussage des Verkäufers.


Na, wenn der Chef persönlich die Typenbezeichnung abschleckt, Transistoren segnet und einbaut, sind 250€ nicht zuviel

Gruß, Helmut



lach so traurig das ist aber was will ich machen :-) Ich bin leider (noch) kein Elektronik Crack. Ich kann aber mal Bilder hier reinstellen wenn ich sie habe :-)
Sunny23
Gesperrt
#14 erstellt: 11. Mrz 2008, 23:23

Es handelt sich um 2 Fidelity Sarder Monoblöcke von 1987. Bei einer sind jetzt leider 2 Endtransistoren kaputt und ich überlege mir deshalb ob ich sie kaufe oder nicht.


Woher weisst du denn dass Endtransistoren kaputt sind und nicht was anderes?

Wenn sie tatsächlich kapput sein sollten dann würden auch die Sicherungen schmelzen und du könntest dein Verstärker überhaupt nicht einschalten.


[Beitrag von Sunny23 am 11. Mrz 2008, 23:27 bearbeitet]
Spartakus1982
Inventar
#15 erstellt: 11. Mrz 2008, 23:27
Der Verkäufer hatte sie schon dort weil er sie dann eigentlich verkaufen wollte allerdings hat er das dann nicht durchführen lassen wegen mir, weil ich erstmal klären wollte ob sie auch so zu reparieren sind ohne dass ich gleich 250€ drauflegen muss für 2 Transistoren
Sunny23
Gesperrt
#16 erstellt: 12. Mrz 2008, 13:33
250€ für 2 Transistoren ist auf jeden Fall zu viel.
Wenn du das selber nicht reparieren kannst dann lohnt es sich nicht.
Da kannst du gleich ein neues Verstärker kaufen.
ruesselschorf
Inventar
#17 erstellt: 12. Mrz 2008, 13:37
ach mal ein paar Bilder vom offenen amp, eventuell kann man Dir dann preiswerter helfen

Gruß, Helmut
Spartakus1982
Inventar
#18 erstellt: 12. Mrz 2008, 14:30
Ich habe sie leider (noch) nicht da.
Wären halt tolle klassische Amps ^^, aber die Frage ob sich das rentiert muss ich mir wohl wirklich stellen
Spartakus1982
Inventar
#19 erstellt: 13. Mrz 2008, 00:41
Ich glaube dass hast du etwas falsch verstanden. Der Verkäufer (privat) wollte sie dort reparieren lassen um sie anschließend weiterzuverkaufen. Bei dem Verkäufer habe ich auch meine Lautsprecher gekauft, der ist schon in Ordnung.

Je nachdem was für Transistoren verbaut sind kann das durch die Selektion natürlich schonmal etwas teurer werden. Aber ich denke auch dass dann trotzdem noch 200€ Arbeitszeit veranschlagt werden ;-)

Andererseits so trivial scheint das Thema mit den Transistoren auch wieder nicht zu sein. Nicht dass die mir dann laufend durchbruzzeln :-/
technikfrettchen
Stammgast
#20 erstellt: 13. Mrz 2008, 09:08
Hallo,
das mit dem ständigen durchbruzzeln kann dir passieren, wenn es nicht die richtigen sind.
Wenn ich an meinen Akai Amp denke, dort sind Endstufen von Sanken verbaut, die man als Nachbauten mit angeblich gleichen Daten bekommen kann.
Da kann ich nur lachen!
Auf das Innenleben eines Transistors kommt es nämlich an!
Die Dyefläche in dem Sanken Transistor ist fast doppelt so groß wie die in dem Nachbau.
Das heißt, der Nachbau wird mitnichten den Strom aushalten können den der Sanken kann!!
Dann kann es passieren, das bei hoher Leistung der Transistor das zeitliche segnet!
Die Entwicklungsingenieure haben sich also schon etwas dabei gedacht, als sie diesen Typ verwendet haben.
Und bei deinem Problem muß doch irgendwie herauszubekommen sein, was da verbaut ist.
Ansonsten andere nehmen, aber dann bitte auch die heile Endstufe damit bestücken, damit beide gleich sind.

Gruß
Heiko
Sunny23
Gesperrt
#21 erstellt: 13. Mrz 2008, 15:46
Ja, die original Sanken, Toshiba oder On semi Transistoren
sind natürlich besser aber die kosten auch was.
Ausserdem werden sie oft gefälscht und mann weiss nicht ob mann die echten gekauft hat.
emi
Inventar
#22 erstellt: 06. Apr 2008, 16:15
hätte auch mal schnell eine kurze frage. wollte dazu kein neues thema aufmachen. hoffe es stört nicht.


wollte in einer endstufe 2 tauschen. habe die richtigen hier, nur von verschiedenen firmen. meint ihr das geht gut?

grüße,
tim
-scope-
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 06. Apr 2008, 19:12
Das geht in der Regel schon gut.
Es ist aber in erster Linie die Frage danach, welchen Stellenwert das Gerät für dich hat, und wie es allgemein einzuordnen ist.
Bei einer seltenen 5000 € Endstufe würde ich davon u.U. absehen. da es eben nicht "original" ist.
emi
Inventar
#24 erstellt: 06. Apr 2008, 19:34
naja es ist eine 500€ endstufe fürs auto. hatte probleme mit masseschleifen und lima-pfeifen in den boxen. wollte nachschauen was defekt ist und habe dabei einen transistor kaputt gemacht. nun habe ich hier diese beiden transistoren gefunden. sie würden passen. der BD249C und der BD250C passen in diese endstufe. 2 stück habe ich schon ersetzt, jedoch sind diese beiden halt nicht von der gleichen firma.
man sagt ja, dass man gleich NL und PL tauschen sollte. nun sind die beiden aber von verschiedenen firmen. hier mal ein bild dazu:



nun ist halt die frage ob das gut geht

danke schonmal für die antwort.
emi
Inventar
#25 erstellt: 07. Apr 2008, 15:37
hab es heute geklärt. wen es interessiert: es geht angeblich. mir wurde gesagt, dass die streuung herstellerintern schon so groß sei, dass sich unter den herstellern auch nich mehr so viel tun sollte. zumindest bei den einfachen günstigen teilen.
sieht, zwar kacke aus, wenn durch die 2 verschiedenen transistoren die symetrien nich mehr passt, aber wir sind ja nicht monk

trotzdem danke an die leute die sich gedanken gemacht haben.


grüße,
tim
osterhase010203
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 03. Sep 2019, 08:53
Moin,

falls hier noch mitgelesen wird, anbei ein Foto vom Innenleben der "Sarder"

http://www.hifi-foru...onoblock_751284.html

Meine funktionieren einwandfrei, bloss benutze ich sie nicht mehr weil ich auf aktive T&A umgestiegen bin - falls jemand den den Monoblöcken interessiert sein sollte - PM an mich

bG
Hase
hf500
Moderator
#27 erstellt: 03. Sep 2019, 17:42
Moin,
ist ja sehr uebersichtlich. Da kann man ja muehelos das Schaltbild herauszeichnen. Ich vermisse da allerdings eine Batterie an Emitterwiderstaenden an den Endtransistoren.

73
Peter
Poetry2me
Inventar
#28 erstellt: 05. Sep 2019, 09:18
Könnten MOSFET Transistoren sein.
Dann hat man sich vielleicht die Source-Wiederstände (entsprechen Emitter-Widerständen bei bipolaren Transistoren) gespart.

Kann man machen, muss man aber nicht.

Wie mir scheint:
Vorne dran ein OpAmp, dann zwei BD139/BD140 Transistoren zur Großsignalaussteuerung. Dann die guten alten Lateral-MOSFESTs von Hitachi. Das wars.

- Johannes
Poetry2me
Inventar
#29 erstellt: 05. Sep 2019, 09:21
Die weinroten Roederstein Elektrolytkondensatoren im Plastikgehäuse sind - wie man heute weiß - nicht langzeitstabil.
CarlM.
Inventar
#30 erstellt: 05. Sep 2019, 09:26
[quote="Poetry2me (Beitrag #28)"] Dann die guten alten Lateral-MOSFESTs von Hitachi. Das wars.[/quote]

Hat ziemliche Ähnlichkeit mit diesem ...
http://www.albs.de/DAC_MOS%20II%20120_240_360.htm


[Beitrag von CarlM. am 05. Sep 2019, 09:33 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#31 erstellt: 05. Sep 2019, 15:22
Die MOS und die späteren DACMOS von albs waren im Vergleich mit der hier dargestellten Fidelity Sarder schon recht aufwändig gemacht.
Ich meine, eine Version der albs Endstufen hatte ebenfalls einen OpAmp drin.

Ich hatte diese Module verschiedentlich im Einsatz, als Aktivbox-Endstufen und als normale Stereoendstufen. Die waren solide und recht angenehm im Klang.

- Johannes
osterhase010203
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 12. Sep 2019, 16:46

Poetry2me (Beitrag #29) schrieb:
Die weinroten Roederstein Elektrolytkondensatoren im Plastikgehäuse sind - wie man heute weiß - nicht langzeitstabil.


Danke, sollte eigentlich eh gleich alle Elkos tauschen bevor ich die Teile auf den Markt werfe...
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