AFC beim Saba 9240 Receiver (u. evtl. a.).

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Rillenohr
Inventar
#1 erstellt: 08. Mai 2008, 13:21
Ich habe folgende Frage(n) schon an anderer Stelle gestellt. Bisher kam leider kein Feedback. Vielleicht klappt es hier.

Bei meinem 9240 mache ich folgende Beobachtung:
Das Gerät läuft auf FM, AFC ist eingeschaltet. Wenn ich jetzt den Eingang wechsle (AUX, Phono...) und dann wieder zurück auf FM schalte, wird plötzlich der Nachbarsender eingefangen statt des ursprünglich eingestellten. Wenn ich die AFC ausschalte, höre ich wieder den ursprünglich eingestellten.

Wenn ich die Prozedur ohne AFC (=aus) wiederhole, rutscht kein Nachbarsender herein. Ich kann die Signalquellen wechseln, und der Sender bleibt derselbe.

Diese Erscheinung tritt nicht über die ganze Skala hinweg auf. Wahrscheinlich nur, wenn die Sender eng beieinander liegen.

Die Fragen sind nun: Sollte man die AFC nachjustieren, geht das, bringt das was? Wenn ja, wie geht man da vor? Was braucht man dazu?
Oder ist das u.U. "normal" bzw. durch die Senderlage bedingt?
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 08. Mai 2008, 13:42
Wenn Du AFC ausschaltest, hat dann der Receiver optimalen Empfang ? Sprich: Starker Ausschlag Signalstärke und der andere Zeiger steht in der Mitte ?

In der Anleitung zu einem älteren SABA steht, dass man erst normal den Sender einstellen soll und dann AFC dazuschaltet.

Vielleicht dein Problem ?!

Manfred
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 08. Mai 2008, 14:20
Ja, der Hinweis aus der BDA ist mir bekannt. Wobei, ganz logisch ist das nicht, da die AFC beim Einschalten automatisch aktiviert wird.

Ohne AFC lässt sich der Sender sauber einstellen, genauso wie mit AFC. Die Signalstärke ist stets gleich und auch ziemlich stark, die Mitteneinstellung ist auch ok.

Muss dazu sagen, ich höre UKW per Kabel.
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Mai 2008, 14:27
Hmm, leider bin ich auch kein Techniker, aber ich hab mal irgendwo gelesen, dass die älteren Receiver teilweise nicht Kabeltauglich sind. MAch doch mal den versuch mit einer Zimmerantenne. Wenn keine vorhanden, einfach 2 Meter Lautsprecherkabel in die beiden löcher für die Dipolantenne gesteckt (der hat die glaub ich noch oder ?)

Manfred
hf500
Moderator
#5 erstellt: 08. Mai 2008, 18:11
Moij,
wenn Tuner kabeltauglich sind, dann sind es die der Saba 92xx. Daran liegt es nicht.

Merkwuerdig ist es dennoch, denn die Spannung, die das Mitteninstument steuert, steuert auch die AFC.
Steht das Mitteninstrument bei ausgeschaltetem Geraet in der Mitte?

73
Peter
Rillenohr
Inventar
#6 erstellt: 08. Mai 2008, 18:19
Tut es, ebenso wenn eine andere Singnalquelle eingeschaltet ist.
hf500
Moderator
#7 erstellt: 08. Mai 2008, 21:31
Moin,
wenn eine andere Signalquelle geschaltet wird, ist der Empfangsteil abgeschaltet.
Das deutet darauf hin, dass beim Wiedereinschalten die Abstimmung weggelaufen ist und die AFC auf den naechsterreichbaren Sender zieht.
Mess mal die Groesse und Konstanz der Abstimmspannung nach.

73
Peter
majo3
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 09. Mai 2008, 07:02
Moin,
das Problem habe ich auch (9241). Bei FM wird das Gerät etwas wärmer, so das sich der eingestellte Sender verstellt. Er wird dann nur noch von der AFC gehalten. Stelle ich bei "warmen" Gerät einen Sender ein und wechsel auf eine andere Signalquelle, dann sinkt auch die Temperatur und ich habe das Problem mit dem Nachbarsender.
Mein anderer 9241 und mein 9240 haben das Problem nicht ganz so ausgeprägt. Auch dort ändert sich die Frequenz, aber nicht so extrem. Mein 9260 hat diese Probleme nicht. Ich habe auch schon mal die Abstimmspannungsmodule untereinander getauscht. Das brachte aber auch keine Besserung.
Schau dir auch mal diesen Beitrag an:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-1044.html
Ich hatte versucht mit dem Mitglied Kontakt aufzunehmen, aber er hat sich nicht gemeldet.

Gruß Martin
Rillenohr
Inventar
#9 erstellt: 09. Mai 2008, 07:39
Danke für den Hinweis. Das ist wohl ein ähnliches, aber vermutlich nicht ganz dasselbe Problem. Das Fangen des Nachbarsenders tritt bei meinem Gerät auch in kaltem Zustand auf, also kurz nach dem Einschalten, wenn ich sofort die Signalquelle wechsle und dann wieder zurück auf UKW gehe.
Es handelt sich bei mir definitiv nicht um eine temperaturbedingte Frequenzdrift. Was diese angeht, scheint mir mein Gerät relativ stabil zu sein.
Ich werde bei nächster Gelegenheit mal die Abstimmspannung checken.
V.Pinnau
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 09. Mai 2008, 09:44
Moin moin,
Ich habe vor einiegr Zeit einen 9241 restauriert,
das heist 2 Haende voll Elkos getauscht, die Elektrolytkondensatoren verlieren im laufe der Zeit an Kapazität , bei Erwärmung verringert sich das Problem.
Der Fehler mit der AFC wurde dabei zufällig mit erledigt.
Auch die Probleme mit der Digital anzeige verschwanden durch sorgfältiges gruendliches nachloeten des Anzeigebaustens,
ich selber besaß bis vor 2 Jahren ebenfalls so ein Geraet aber in Alu auch am Kabelanschluss mit den gleichen Problemen der AFC.
Sollten sich biem Einschalten immer wieder Funktionen selber acktivieren wie Kanalanzeige oder AfC oder Monobetrieb, dann einfach mal den Netzstecker umdrehen , oder auch einen Filter in die Antennenleitung zur Galvanischen Trennung der Masse zwischen Radio und Kabelanschluss einbringen.

Mfg V.Pinnau
Rillenohr
Inventar
#11 erstellt: 09. Mai 2008, 10:56
Jo, so ein paar Routinearbeiten hab ich auch noch vor. Es ist meine erste Saba-Restauration. Mit der Reinigung bin ich auch noch nicht ganz durch. Im Kopfhörer ist auch noch leichter Brumm zu hören.
Bevor ich ans Austauchen von Elkos gehe, wollte ich mal alle Modulkarten herausnehmen, auch alle Kontakte inkl. Massekontakte überprüfen.

Wollte auch noch fragen, ob es allseits bekannte, typische Brummverursacher (bestimmte Elkos, bestimmte Kontakte) gibt, die bei diesen Geräten häufig Probleme bereiten.
V.Pinnau
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 09. Mai 2008, 11:06
Ein nicht seltener Brumm Verursacher ist :""oder auch einen Filter in die Antennenleitung zur Galvanischen Trennung der Masse zwischen Radio und Kabelanschluss einbringen.""
norman0
Inventar
#13 erstellt: 09. Mai 2008, 11:24

Rillenohr schrieb:
Wollte auch noch fragen, ob es allseits bekannte, typische Brummverursacher (bestimmte Elkos, bestimmte Kontakte) gibt, die bei diesen Geräten häufig Probleme bereiten.

Hallo Rillenohr,

Du könntest eine Brummschleife durch einen schlecht geerdeten Kabelsnachluss haben. Da hilft, wie V.Pinnau schrieb, nur ein Trennglied. Brummt es noch wenn Du die Antennenleitung, CD-Player usw. absteckst? Wenn ja, hilft ein Austausch der Elkos der Netzteilplatine. Hierzu verwendest Du am besten 105° Typen. Um ganz sicher zu gehen, kannst Du Dir die Spannungen ja mal mit dem Oszi anschauen.
Rillenohr
Inventar
#14 erstellt: 09. Mai 2008, 12:05
Auch nach Abzug der Antenne und anderer Geräte hört man leichten Brumm.
Ich werde erstmal alles gründlichst reinigen und sämtliche Kontakte prüfen.
Wenn es dann noch brummt, was ich vermute, werde ich mir die Netzteilplatine vornehmen.

Oszi hab ich leider keinen, nur ein Multimeter. Ich bin schlichter Hobbyist, als solcher durchaus mit Lötkolben-Ambitionen, überdies Empfänger des dicken Conrad-Profikatalogs.
Rillenohr
Inventar
#15 erstellt: 20. Mai 2008, 06:27
Habe inzwischen eine ganze Reihe Elkos erneuert, z.B. alle auf der Netzteilplatine. Leider konnte ich das Brummen noch nicht abstellen.

Beim Sichten der Tonregelung ist mir aufgefallen, dass zwei 4.7uF Elkos verpolt eingelötet waren.
Kommt das bei Saba öfters vor? Leider hat auch der Austausch an dieser Stelle nichts gebracht.

Als nächstes wollte ich mir die Grundplatte vornehmen, um dort Schritt für Schritt die Elkos zu erneuern. Wenn das nichts bringt, Modul für Modul.
Sind die großen Netzteilelkos mit 3300uF eigentlich kritisch?

Auf der Netzteilplatine ist auch einer drauf, allerdings steht im Schaltplan 4700uF. Ich habe dort einen 4700er eingelötet, 3300er mit >=40V sind etwas schlecht zu bekommen und unter 40V (original) wollte ich nicht gehen.
norman0
Inventar
#16 erstellt: 20. Mai 2008, 06:49
Hallo Rillenohr,

gemach gemach. Du solltest als erstes mal die Ursache des Brummens finden und nicht einfach alles austauschen. mit einem Oszi ist das recht schnell erledigt.
Rillenohr
Inventar
#17 erstellt: 20. Mai 2008, 06:58
Das weiß ich, aber ich habe keinen Oszi.
V.Pinnau
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 20. Mai 2008, 07:21
mit 50 HZ verbrummte Spannungen kannst du auch mit deinem Multimeter sehen , (wenn es nicht gerade ein ganz billiges ist wird es auch noch bis 400 HZ anzeigen, sollte dein Instrument an einer Gleichspnnung (aber auf Wechselspannung gestellt)mehr als 100 mv anzeigen ist das verdaechtig, auserdem kannst du beiden Seiten Kanäle immer vergleichen .
Diese Methode ist etwas oberflächlich aber hilft dir vieleicht weiter.
PS .: Elkos in der nähen von Kühlblechen oder Bauteilen die sich stark erwärmen sind immer gute kandidaten.

Mfg V.Pinnau
norman0
Inventar
#19 erstellt: 20. Mai 2008, 08:30

V.Pinnau schrieb:
mit 50 HZ verbrummte Spannungen kannst du auch mit deinem Multimeter sehen

Kann ich mich nur anschließen
Rillenohr
Inventar
#20 erstellt: 22. Mai 2008, 15:52
Danke für den Tipp. Ich komm da leider auch nicht weiter.
Vielleicht liegt es auch an meinem schlichten analogen Multimeter. Der kleinste Messbereich für Wechselspannung ist 2.5V, was für Brummspannungen wahrscheinlich zu hoch liegt.
Ich hab auch mal versucht, mit einem Kondensator die Gleichspannung abzublocken. Nichts, kein Brummanteil sichtbar.

Langsam glaube ich nicht mehr an ein Bauteileproblem. Da ich das Brummen eigentlich nur im Kopfhörer wahrnehme, könnte es doch sein, dass die Kabelführung Ursache ist. Vielleicht gibt es Einstreuungen. Die Kabel kommen von hinten und werden direkt am Trafo entlang geführt.

Mir ist auch noch aufgefallen, dass das Brummen beträchtlich zunimmt, wenn man die Hand über die Tonregel-Platine hält. Die Masseverbindung an dieser Stelle scheint aber ok zu sein.



[Beitrag von Rillenohr am 22. Mai 2008, 15:56 bearbeitet]
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