Telefunken TR500

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starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 11. Aug 2008, 14:51
Hallo.
Ich habe in der Bucht einen Telefunken TR 500 ersteigert.
Laut Artikelbeschreibung sollen die Ausgänge leicht verzerren.
Ich hab das Gerät zwar noch nicht, aber vielleicht kann mir schonmal jemand vorab eine Fehlerdiagnose geben oder mir sagen, was man am besten unternimmt.
Ich hatte schonmal einen 500er. Geniales Teil.

Vielen Dank schonmal.

Gruß
starclass79


[Beitrag von starclass79 am 11. Aug 2008, 14:55 bearbeitet]
xxmichel
Stammgast
#2 erstellt: 11. Aug 2008, 17:59
moin,


der 500er vom ...gaertner, der wohl schon zig mal übern tisch ging?

schnelle recherche:

am 27.07 für den "hammer"preis von 100, bis heute keine gegenseitige bewertung

am 10.08 an dich als defekt, =kleiner mangel=, gleiche fotos, gleiches gerät, ich denke dieser mensch weiß was er verkauft.....

ansonsten sorry, kann ich nicht helfen, meine glaskugel ist gerade zur inspektion.....


grüsse


[Beitrag von xxmichel am 11. Aug 2008, 19:23 bearbeitet]
xxmichel
Stammgast
#3 erstellt: 18. Aug 2008, 06:07
moinsen,

und weiter gehts:

17.08. für 99 weg

17.08. wieder eingestellt, gleiche bilder, gleiche beschreibung......


irgendwie scheinen die sich da selbst zu vermehren




grüsse
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 18. Aug 2008, 14:05
Hallo.

Recherche hin oder her.
Der vom 17.08. kann nicht der von mir ersteigerte sein.
( 10.08.08 ersteigert, aber noch nicht da?!)

Aber das hilft mir noch nicht bei dem Problem...


Gruß

starclass
xxmichel
Stammgast
#5 erstellt: 18. Aug 2008, 15:24
moin,

orakeln kann ich nicht....

warte doch ab, bis du ihn hast und dann kannst du das wirkliche problem näher beschreiben oder vielleicht (nach) gemessen vortragen

ich denke damit kann dir besser geholfen werden, da es hier viele mit sachverstand gibt, die gerne helfen




grüsse
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 20. Aug 2008, 15:16
Hallo.

So. Der TR 500 ist endlich da. und auch mit dem beschriebenen Mängel, das beide Kanäle verzerren und im Hintergrund rauschen.

Man sagte mir, das die Endstufentransistoren eine Betriebsspannung von ca. 25V haben müssen. Gemessener Wert liegt bei 43V!? Kann das sein?

Dann habe ich mich nach den Treiber ICs erkundigt.
Ein Bekannter hat noch welche auf Lager, aber mit der Bezeichnung LM391N-60. Im TR sind LM391N-90.
Kann ich die Neuen problemlos mal einbauen? Die Originalen sind auch nicht mehr lieferbar.

Tipps, was ich noch machen könnte wären super.

Achja. Das Zerren ist auch auf dem Kopfhörer und auf allen Eingängen.

Wo bekomme ich einen Schaltplan (Kopie oder irgendwas).
Kann ich auch den Schaltplan vom 550er nehmen? Der ist gerade in der Bucht.


Gruß

starclass79


[Beitrag von starclass79 am 20. Aug 2008, 16:48 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#7 erstellt: 20. Aug 2008, 19:29
Hallo,

nun, ich bin nicht 100%ig sicher.
Aber es gibt einen LM391N-100, bei dem steht das 100 definitv für 100V. Der ist auch noch erhältlich.
Daher vermute ich, dass das 90 oder 60 ebenfalls für die Spannung steht.
-> -90 ist nicht durch -60 ersetzbar!

Gruß
Bernhard
Monsterle
Inventar
#8 erstellt: 20. Aug 2008, 21:35

starclass79 schrieb:

Man sagte mir, das die Endstufentransistoren eine Betriebsspannung von ca. 25V haben müssen. Gemessener Wert liegt bei 43V!? Kann das sein?

Dann habe ich mich nach den Treiber ICs erkundigt.
Ein Bekannter hat noch welche auf Lager, aber mit der Bezeichnung LM391N-60. Im TR sind LM391N-90.
Kann ich die Neuen problemlos mal einbauen? Die Originalen sind auch nicht mehr lieferbar.

Tipps, was ich noch machen könnte wären super.

Achja. Das Zerren ist auch auf dem Kopfhörer und auf allen Eingängen.

Wo bekomme ich einen Schaltplan (Kopie oder irgendwas).
Kann ich auch den Schaltplan vom 550er nehmen? Der ist gerade in der Bucht.


Hallo,

die +/- 43V sind plausibel. Im Schaltplan steht, wenn ich mich richtig erinnere, etwas von 41V. Aber inzwischen wurde z.B. auch die Netzspannung von 220V~ auf 230V~ erhöht und die Spannung an den Endtransistoren ist ungeregelt.

Der LM391-60 geht definitiv nicht, die -60 steht tatsächlich für die maximale Spannung. Der -90 als Original wurde also von TFK auch schon recht knapp bemessen und als Ersatz sollte man nichts anderes nehmen als den LM391-100, der +/-50V ab kann.

Das Verzerren macht sich natürlich auch im Kopfhörer bemerkbar, da dieser Ausgang ebenfalls von den Lautsprecherausgängen abgeleitet ist.

Den Schaltplan vom TR500 habe ich als PDF vorliegen.

Mein Rat wäre aber, mit Hilfe eines Sinusgenerators und eines Oszilloskops die Verzerrungen nachzuverfolgen. Möglich wäre nämlich auch, daß sie gar nicht von der End- sondern bereits von einer Vorstufe kommen. Deren Betriebsspannungen sollten außerdem kontrolliert werden.

Gruß Monsterle


[Beitrag von Monsterle am 21. Aug 2008, 06:08 bearbeitet]
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 21. Aug 2008, 12:07
Hallo Monsterle.

Den Schaltplan bekomme ich als Kopie zugeschickt.

Aber die IC´s machen mir Sorgen. Wo bekommt man denn die
ICßs mit der Bezeichnung LM391N-100?
Ist der noch lieferbar?


Gruß
starclass79
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 21. Aug 2008, 13:42
Hallo.
Ich bins wieder.

Habe nur mal kurz zum testen die 60er reingesteckt.
Hat auch soweit geklappt aber das Zerren ist immernoch
zu hören. Also kann ich die IC´s schonmal ausschließen.

Ich habe leider kein Oszi oder Sinusgenerator zur Hand.
Habe mir mal überlegt, die Endstufe mit einem anderen Signal als von der Endstufe anzusteuern. Wenns dann noch verzerrt ist es die End-, und nicht die Vorstufe.
Kann ich das mal probieren?

Was könnte denn an der Vorstufe defekt sein? Das ist doch, wenn ich richtig gesehen habe, die Platine neben der Relaisplatine.

Gruß
starclass79
Monsterle
Inventar
#11 erstellt: 21. Aug 2008, 13:45
Wir wollen nicht gleich den Gaul scheu machen. Jetzt laß die LM391 erst mal in Ruhe, von denen gehen die Verzerrungen eher nicht aus. Wenn nämlich die ausfallen, fällt der ganze komplett Kanal aus. Das ist aber nicht der Fall bei deinem Gerät.

Deshalb, wie bereits gesagt: Sämtliche Betriebsspannungen nachmessen - und mit Hilfe von Funktionsgenerator und Oszilloskop die Verzerrungen verfolgen. Im Schaltplan finden sich noch weitere Spannungsangaben. Auch diese solltest du nachmessen, es z.B. kann gut sein, daß irgendein Arbeitspunkt eines Transistors nicht mehr stimmt. Danach sehen wir weiter.

Gruß Monsterle
Monsterle
Inventar
#12 erstellt: 22. Aug 2008, 05:51
Hallo,

wir haben wohl zeitgleich an unseren Beiträgen geschrieben.

Ohne Schaltplan wirst du bei der Reparatur nicht weiterkommen, und blos mit einem Multimeter auch nur beschränkt. Vielleicht kennst Du jemanden, der ein Oszi und einen Funktionsgenerator hat.

Als Defekte kommen in Betracht:
- Einzelne Betriebsspannungen, z.B. für die Vorstufen stimmen nicht. Stabi-Spannungen nachmessen.
- Arbeitspunkte stimmen nicht mehr. Weitere Spannungsangaben im Schaltplan prüfen.
- Elkos in den Vorstufen sind nicht mehr gut. Beim Tausch unbedingt auf die richtige Polung achten (wie beim ausgebauten - der Aufdruck auf der Leiterplatte stimmt nicht immer!)
- Lötstellen prüfen. Matte oder brüchige Lötstellen (=kalte Lötstellen) mit frischem Elektronik-Lötzinn nachlöten.
- Steckverbindungen prüfen. Die könnten oxidiert sein. Mit Glasfaserradierer und/oder Kontakt 60/WL reinigen. Vorsicht: zum reinigen von Trimmern oder Potis ist K60 nicht geeignet, es greift die Graphitschicht an.

Zu prüfen wären:
BS 5317 - NF-Schalterplatte
BS 5318 - NF-Einstellerplatte (mit Klang- und Lautstärkepoti drauf)
BS 5328 - NF-Vorverstärker auf BS5319 - Drehschalterplatte

Gruß Monsterle
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 03. Nov 2008, 14:59
Hallo!

So. Nach langer Zeit des Bauteilewechseln ist das Verzerren weg. Dafür fing der 500er an, auf dem rechten Kanal leise zu bruzzeln. (wie Fett in der Pfanne)
Nach weiterem Austauschen von Bauteilen auf der Klangstellerplatine ist das Bruzzeln weg, aber dafür ist der Hochtonbereich tot.
Ich habe mir einen Schaltplan zuschicken lassen. Habe festgestellt, das der nicht 100%ig gleich ist mit der Platine.
Zumindest ein Bauteil taucht im Plan nicht auf (C338).
Und der C310 oder C320 ist anders eingelötet als im Plan.
Kann mir da jemand helfen? Ich werd sonst noch Banane mit dem 500er.

Vielleicht hat ja jemand noch ne einzelne Klangstellerplatine auf Lager.

Gruß
starclass79
Monsterle
Inventar
#14 erstellt: 03. Nov 2008, 17:55
Hallo,

welche Bauteile genau wurden denn ersetzt? Meinem Dafürhalten nach handelt es sich um einen Löt- oder Bestückungsfehler. Mein Eindruck ist auch, daß du blind drauflostauschst, ohne recht zu wissen, was Sache ist. So eine "Reparatur" ist - sorry - schlicht Murks.

Bei TFK habe ich es schon erlebt, daß z.B. der Bestückungsdruck für die Polarität von Elkos auf der Leiterplatte, oder sogar im Schaltplan nicht gestimmt hat. Da hilft nur eines: Mitdenken!

Auf meinem Plan vom TR500 ist C310 ein kleiner Keramikkondensator mit 330pF, der zwischen Basis und Emitter von T301 geschaltet ist. Er soll HF-Störungen unterdrücken.

C320 ist ein Elektrolytkondensator (Elko) mit 47µF vom Ausgang der Verstärkerstufe (=Emitter von T305) zum Balance-Poti.

C338 ist ein Keramikkondensator mit 82pF im Rückkopplungszweig zwischen dem Emitter von T305 und dem Emitter von T301, er liegt parallel zu R330 (100k Ohm).

Bei den Keramikkondensatoren macht ein Tausch in aller Regel überhaupt keinen Sinn.


Gruß Monsterle


[Beitrag von Monsterle am 03. Nov 2008, 19:22 bearbeitet]
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 03. Nov 2008, 19:26
Hi Monsterle.

Also ich hab nochmal alles durchgesehen. Bis auf ein falscher Wert am C320 stimmt meiner Meinung nach alles. Es ist zum Heulen.
Vielleicht liegt es garnicht an der Stellplatine!?

Gibt es jemanden, dem ich die Platine zur Rep. schicken kann?

Gruß
starclass79
Monsterle
Inventar
#16 erstellt: 03. Nov 2008, 19:56
Also: Was ist denn nun definitiv der Zustand, was für Probleme macht das Gerät denn nun alle?

Wenn ich alles richtig verfolgt habe, hat der TR500 anfangs auf beiden Kanälen leicht verzerrt.

1. Die Verzerrungen hast du inzwischen behoben, indem du Teile (welche? wo?) getauscht hast.

2. Statt dessen ist es dann zu prasselnden Geräuschen gekommen, die du ebenfalls behoben hast. Du hast nochmal irgendwelche Teile (welche? Auf der Einstellerplatte?) ersetzt.

3. Jetzt werden aber keine Höhen mehr wiedergegeben.

Richtig?

Gruß Monsterle
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 03. Nov 2008, 20:21
Hallo.
Alles Richtig.

1.Also erstmal war auf der Vorverstärkerplatine ein Wiederstand defekt, Stöme stimmten nicht.

2.Auf der Klangregelung sind Transistoren und Elkos gewechselt worden.

3. Jetzt sind die Höhenauf dem rechten Kanal weg.

Gruß
starclass79
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 19. Feb 2009, 18:13
Hallo.

Nachdem ich die Klangstellerplatine reparieren lassen habe gibt es nur noch einen minimalen Fehler, einen Messwertunterschied zwischen linken und rechten Boxenausgang.
Lautstärke ist gleich, dafür habe ich festgestellt, das rechts mehr Bass ist als links. Daher wohl auch der Messunterschied.

Weiß jemand, was das für eine Ursache haben könnte?

Gruß
starclass79


[Beitrag von starclass79 am 19. Feb 2009, 18:15 bearbeitet]
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 18. Mrz 2009, 20:04
Hallo.
Legen wir doch mal den 500er bei Seite und widmen uns mal dem 550er, der heute gekommen ist.
Artikelbeschreibung in der Bucht: technisch funktionsfähig.
Pusstekuchen!
Der rechte Kanal sagt keinen Mucks. Und das bei allen Eingängen.
Die Endstufe habe ich mittels einem regelbaren Ausgang vom CDP
mal direkt angesteuert. Auch da is nichts zu hören.
Ich habe ja noch den 500er. Kann ich da die Bauteile wie Transistoren usw. tauschen?
Ich kriege zu viel. Ich will doch nur einen funktionierenden TR.

Gruß
starclass79
hifibastler2
Stammgast
#20 erstellt: 20. Mrz 2009, 22:53
Wenn ein Kanal geht oder der andere gar nicht, ist doch der Fehler leicht zu finden. Signalverfolger einschalten und beide Kanäle vergleichen. An einem bestimmten Punkt gehen wieder beide Kanäle, in der Gegend liegt der Fehler. Im übrigen immer das TreiberIC LM391 als Verdächtigen im Auge behalten.
Monsterle
Inventar
#21 erstellt: 21. Mrz 2009, 09:35
- Zieht denn das Relais der Einschaltverzögerung an? Etwa 3s nach dem einschalten des TR550 müßte das Klicken zu hören sein.
- Ist das der Fall, sollten die Sicherungen der Endstufen geprüft werden und ggf. durch gleich starke mit gleicher Auslösecharakteristik getauscht werden. Auf keinen Fall versuchen, die Klemmen provisorisch eine stärkere Sicherung einzusetzen oder gar die Klemmen zu überbrücken!
- War mindestens eine Sicherung defekt: --> auf der Endstufenplatte Fehler suchen.
- Funktioniert bislang noch alles, dann vor und hinter dem Relais messen, ob Signal anliegt. Ist dies nicht der Fall, käme das Relais in Betracht.
- Ist Signal nach dem Relais noch vorhanden (Im Kopfhörer sind beide Kanäle zu hören) --> evtl. defekte LS-Schalter oder Drahtbruch zu den Buchsen.
- Fehler auf der Endstufe: Zunächst nach sochen Dingen wie Drahtbruch oder Brandspuren suchen. Falls der LM391 abgeschossen wurde, dürften auch an dem Spuren zu erkennen sein.

Gruß Monsterle
hifibastler2
Stammgast
#22 erstellt: 21. Mrz 2009, 10:46
Die Einschaltverzögerung bei TR500 und seinem Bruder sind auch als Lautsprecherschutzschaltung konzipiert. Liegt Gleichspannung an, werden beide LS-Ausgänge mit dem nichtanziehenden Relais totgelegt, auch wenn nur ein Kanal defekt ist.
Monsterle
Inventar
#23 erstellt: 21. Mrz 2009, 14:24
Richtig. Das Relais wirkt auf beide Kanäle gleichzeitig. Der TR550 von Starclass scheint aber auf einem Kanal zu funktionieren. Folglich muß das Relais ja angezogen haben. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, daß eine oder gleich beide Sicherungen der einen Endstufe durch sind. Solange die Endtransistoren keine Spannung kriegen, kommt auch am Ausgang, an dem ja die Gleichspannung erkannt wird keine an. Folglich kann das Relais anziehen und der intakte Kanal wird wiedergegeben.

Die Schutzschaltung hat übrigens gleich drei Funktionen:
- Einschaltverzögerung
- Detektion von Gleichspannung am Ausgang
- Überlast

Außerdem wird sie aktiv, wenn der Klixon am Netztrafo aufgrund Überwärme schaltet.


[Beitrag von Monsterle am 21. Mrz 2009, 14:39 bearbeitet]
hifibastler2
Stammgast
#24 erstellt: 21. Mrz 2009, 14:58
Was ist ein Klixon?
Monsterle
Inventar
#25 erstellt: 21. Mrz 2009, 16:35
Ein Bimetallschalter.
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 21. Mrz 2009, 18:00
Hallo.
Vielen Dank für die zahlreichen Tips.
Ich habe einfach mal die Endstufe vom 500er in den 550er gepackt. Waren von den Bauteilen her identisch.
und siehe da! Er funktioniert einwandfrei. Ohne irgendwelche Mucken zu machen.
Ich gehe mal davon aus, das also die Enstufe des 550er ein Problem hat, zumal auch vor dem Tausch der Kopfhörer nur links ging. Ich werde mir die Stufe mal zu Gemüte führen.
Ansonsten habe ich jetzt zur Not reichlich Ersatzteile, falls mal was kaputt geht.

Gruß
Starclass
hifibastler2
Stammgast
#27 erstellt: 21. Mrz 2009, 19:09
Hat der 550er nicht eine höhere Endstufenspannung?
Dann könnte es langfristig Probleme geben.
Was für Buchstaben/Zahlen stehen auf den jeweiligen Treiberics nach den Ziffern LM391?
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 21. Mrz 2009, 21:26
Die Bezeichnung lautet LM391-90.
Also das habe ich vor dem Tausch verglichen.
Die ICs sind im 500er und 550er gleich.

Gruß
starclass
Monsterle
Inventar
#29 erstellt: 22. Mrz 2009, 02:11
Die Spannung an den Endstufen beträgt lt. Schaltplan sowohl beim TR550 als auch beim TR500 +/-41V.

Die Platinen scheinen auf den ersten Blick zwar die gleichen zu sein, aber bei genauerem Hinsehen zeigen sich Unterschiede in der Bestückung: Beispielsweise die Werte der Kollektorwiderstände der Endtransistoren, Beschaltung der elektronischen Sicherung. Die LM391-90 sind für max. +/-45V ausgelegt. Viel Reserve bleibt bei einer Speisespannung von +/-41V dabei nicht, zumal seit '79 /'80, als die Receiver gebaut wurden, die Netzspannung angehoben wurde und die Endstufen incl. IC ungeregelte Spannung erhalten. Falls also der LM391-90 tatsächlich defekt sein sollte, wäre man mit dem LM391-100 auf der sicheren Seite. Der ist für +/-50V ausgelegt.

Gruß Monsterle
hifibastler2
Stammgast
#30 erstellt: 22. Mrz 2009, 14:38
Das ist erstaunlich, weil der 500er im Prospekt mit 70/120 Watt an 4Ohm und der 550er mit 90/130 Watt an 4Ohm steht. Da müßte man an sich eine höhere ungeregelte Endstufenspannung beim 550er erwarten. Ich habe aber nur den Schaltplan von 500er und kann daher selbst nichts Sicheres sagen. Ich habe mal günsig LM391/100 aus China bekommen, sie aber noch nicht verbaut. Gibt es Erfahrungen mit chinesischen 391ern? Die Dinger wurden früher afaik in Deutschland hergestellt und sind heute schweineteuer, wenn überhaupt noch als Orginal zu bekommen.
starclass79
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 22. Mrz 2009, 14:58
Ich war auch der Meinung, das die Sinusleistungen nicht identisch sind. Aber selbst die vier Endtransistoren sind gleich. (2x BD312/ 2x BD311). Schon sehr komisch.
Aber wie gesagt, der 550er läuft seid dem Tausch einwandfrei.
Monsterle
Inventar
#32 erstellt: 22. Mrz 2009, 23:01
Als Erklärung für die höhrere maximale Ausgangsleistung habe ich nur, daß beim TR500 die Elektronische Sicherung früher einsetzt als beim TR550.

Die Kollektorwiderstände, über denen der LM391 dazu den Spannungsabfall mißt, sind beim TR500 mit 0,33 Ohm und beim TR550 mit 0,22 Ohm bemessen. Das bedeutet, daß ein höherer Strom durch die Endtransistoren fließen muß, um den gleichen Spannungsabfall zu erreichen. Das bedeutet aber auch, daß dann beim TR550 eine höhere Ausgangsleistung anliegt, bevor eine Abregelung durch den LM391 stattfindet. Den Widerstandswert sieht man den Widerständen allerdings nicht auf den ersten Blick an, weil das in beiden Fällen nur Wickel aus Konstantandraht sind.

Den Endtransistoren (und den Treibern) ist das so ziemlich egal, solange nicht ihre Grenzdaten überschritten werden. Für den BD311 / BD312 ist ein maximaler Kollektorstrom von 10A im Datenblatt angegeben. Aber selbst bei maximaler Leistung von 130W fließen in den Endstufen des TR550 gerade mal etwas mehr als 3A. Es gab also keinen Anlaß, dort stärkere einzusetzen als z.B. im TR500.

Gruß Monsterle


[Beitrag von Monsterle am 22. Mrz 2009, 23:14 bearbeitet]
CHICKENMILK
Inventar
#33 erstellt: 13. Sep 2017, 08:01
Grabe das Thema nochmals aus:


Falls der LM391 abgeschossen wurde, dürften auch an dem Spuren zu erkennen sein.


Leider nicht.
Habe gerade einen TEC Sound 6003 repariert.
Rechter Kanal hatte Kurzschluss. Sämtliche Bauteile ok, somit viel der Verdacht dann auch noch auf den LM391-80. Zufällig hatte ich einen gleichen da.
Optischen defekt gab es nicht.
Der LM391-80 hat zwar einen Kühlkörper, läuft bei mir jedoch spannungsmäßig am Limit und die 100V Varianten sind schweineteuer.

Frage:
Habt ihr schon mal die LM391- aus China verbaut oder ein Vergleichsmodell gefunden?

LG,
Flo
-luckystrike-
Stammgast
#34 erstellt: 14. Sep 2017, 18:52
Der Tr 300 bis 500 haben doch eine Mutingschaltung im Quellenschalter die immer kaputt geht.


[Beitrag von -luckystrike- am 14. Sep 2017, 18:54 bearbeitet]
Monsterle
Inventar
#35 erstellt: 01. Feb 2018, 20:35
Nachtrag: Der Grund für die höhere Leistung des TR550 gegenüber dem Vorgänger TR500 dürfte im Netzteil liegen: Und zwar nicht, daß der 550 eine höhere Sekundärspannung hätte - es liegt an der Bauform des Transformators. Der 550er hat nämlich einen Ringkern-, der 500er einen konventionellen Schnittkerntrafo. Die Sekundärspannung des 500er wird bei Belastung eher "in die Knie" zu gehen, was natürlich auch etwas weniger Leistung zur Folge hat.
Monsterle
Inventar
#36 erstellt: 01. Feb 2018, 20:39
Hallo Luckystrike - wie äußert sich das Problem mit dem Muting im Signalquellenschalter des TR500 / 550?

Mein 500er funktioniert zwar, aber es fällt auf, daß er einen Kanal ca. 1...2s früher aufschaltet, als den anderen. Mit dem Relais scheint dies nichts zu tun zu haben.
CHICKENMILK
Inventar
#37 erstellt: 23. Jul 2018, 13:55
Muss die Frage leider nochmals stellen.

Mein TEC/ Sound 6003 hat nun wieder einen original LM931N-80 verbaut.
So ganz trauen tu ich dem aber nicht mehr.

Sicherheitshalber habe ich mir mehrere LM931N-100 aus Hongkong bestellt, welche auch schon da sind.
Da diese aber sich optisch etwas unterscheiden, wage ich es noch nicht, diese einzubauen.

Hat jemand schon mal LM931 aus Asien verbaut?

LG,
Flo
Monsterle
Inventar
#38 erstellt: 29. Jul 2018, 15:37
Ich nehme an, es handelt sich um den Endstufentreiber LM391-xxx. Inwiefern unterscheiden sich denn die Teile aus Hongkong?
CHICKENMILK
Inventar
#39 erstellt: 29. Jul 2018, 19:12
Hi.

Es handelt sich um LM391N-100.

genau die hier

Was mich nun stutzig macht:
Alle Chips haben den gleichen Code: M9624AD, genau wie der Abgebildete.


Inwiefern unterscheiden sich denn die Teile aus Hongkong?

Ich weiß nicht, ob man denen trauen kann

Positiv ist aber, dass die Bezeichnung/der Aufdruck weder m Bremsenreiniger, noch mit Nitro-Verdünnung abgegangen ist.
Somit sollte man einen Überdruck des Chips ausschließen können.

EDIT:

da ich 10 Stück da habe, habe ich einen davon nun mal an der bedruckten Seite mit feinem Schleifpapier bearbeitet.
Darunter ist kein anderer Aufdruck zum Vorschein gekommen.
Ob die Dinger nun auf Grund dieser Tatsache Original sind, kann ich trotzdem nicht sagen.


[Beitrag von CHICKENMILK am 29. Jul 2018, 19:38 bearbeitet]
eckibear
Inventar
#40 erstellt: 30. Jul 2018, 09:58
Dieser Händler verkauft Unmengen an Plagiaten. Mal mehr, mal weniger gut getarnt. Shenzhen ist die Metropole der Fälscherbanden.
CHICKENMILK
Inventar
#41 erstellt: 30. Jul 2018, 10:01
Das ist mir schon klar.

Interessant wäre jedoch die Tatsache, ob es sich um einen "guten" Nachbau handelt!?
Denn umgelabelt scheint der Chip nicht zu sein.



Vielleicht ersteigere ich mir wieder mal so einen ollen Rosita 6500 Verstärker.
Da könnte ich die Teile ausprobieren.
eckibear
Inventar
#42 erstellt: 30. Jul 2018, 11:49

CHICKENMILK (Beitrag #41) schrieb:
Interessant wäre jedoch die Tatsache, ob es sich um einen "guten" Nachbau handelt!?

Glaube versetzt angeblich sogar Berge: Einfach einbauen und beten

Denn umgelabelt scheint der Chip nicht zu sein.

Zur Tarnung setzen sie dort auch gerne Schleifpapier ein.
CHICKENMILK
Inventar
#43 erstellt: 30. Jul 2018, 12:26
Naja, zumindest gibt es im Internet Berichte, dass LM391N-100 aus Hongkong auch wirklich funktionieren.
Zum testen suche ich mir aber lieber einen minderwertigen Verstärker wie den Rosita A6500, der auf Grund seiner einfachsten Schaltung unkompliziert zu reparieren ist.
Monsterle
Inventar
#44 erstellt: 31. Jul 2018, 14:34
Schleifpapier-Tarnung? Müssen die sich bei Burmester abgekupfert haben
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