Tape Problem Kenwood KX 880 HX läuft nicht

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Canon
Inventar
#1 erstellt: 16. Dez 2008, 11:09
Also ich habe ein Kennwood Tape Deck KX 880 HX, also der kleine Bruder des 1100 er.

Das Teil befindet (befand) sich in einem Top Zustand. Letztmals vor 3 Jahren habe ich einem Freund noch Kasetten digitalisiert.

Davor aber wars auch für Jahre nicht im Einsatz, nach der Digitalisierung auch nicht mehr.

Jetzt wollte ich auch wieder mal eine Kasette aufnehmen, aber es geht nicht.

Strom ist da, alle Lichter leuchten. Ich habe den Deckel weggemacht, eine Große Walze dreht sich. Diese treibt eine dünne Stange im Kasettenschacht an. Wenn ich eine Kasette einlege und auf play drücke passiert: nix !

Gibt es ggf. eine besondere Sicherung für die Elektronik ? Oder muss die Walze mehr antreiben als nur den dünnen Stift im Kasettenschacht.

Was ist zu tun ?

Hier mal von oben. Auf der rechten Seite ganz vorn sieht man das schwarze sich drehende Rad/Walze



Hier etwas genauer



Was könnte man tun ? Was ist zu prüfen.

Hilfe ist willkommen.
Danke dafür






[Beitrag von Canon am 16. Dez 2008, 11:10 bearbeitet]
HisVoice
Inventar
#2 erstellt: 16. Dez 2008, 18:28
Hallo @Canon

Wahrscheinlich hat es nun "Standschäden" ........... nicht ungewöhnlich, aber in diesem Alter nicht aus zu schließen

Sie dir mal die Riemen an,nicht das die einfach porös hart und/oder so dermaßen gedehnt sind das nun keinerlei Reibüberagung stattfindet (rutscht durch)

ggf neue Riemen besorgen und in diesem Zuge auch alle Lager penibelst reinigen und mit neuem Schmierstoffen versehen ....dann sollte er wieder spielen

Grüße Martin
Canon
Inventar
#3 erstellt: 16. Dez 2008, 18:43
Danke Martin,

also das Rädchen im Tapeschacht dreht sich ja, und wenn ich mit dem Finger dagegen gehe, dann hat das schon richtig Wiederstand, dreht also nicht durch oder stoppt.

Normal müsste doch aber wenn ich auf Play drücke die unterhalb obiger dünnen Edelstahlwelle liegenden schwarzen Rolle (die aus Gummi) doch nach oben gehen. Das passiert aber nicht.

Muss sich das Gummirädchen auch drehen ?

Ich kann doch nicht einfach Kontaktspray reinsprühen (wenn ja, wo ?)

Den Riemen kann ich gar nicht sehen. Muss ich dazu erst den ganzen Antrieb ausbauen ?

Fragen über Fragen ...
garlock
Stammgast
#4 erstellt: 16. Dez 2008, 22:46
Also nen Kapstanriemen wird du in deinem Deck vergeblich suchen die Schwungmasse wird direkt angetrieben !

Wie das mit der Laufwerkssteuerung ist kann ich nur raten habe selber noch kein KX 880 auf gehabt aber es dürfte ein Servomotor sein der über einen Riemen die Laufwerksfunktionen bedient !

Mach doch mal ein bild vom Laufwerk von hinten !

mfg


[Beitrag von garlock am 16. Dez 2008, 22:46 bearbeitet]
Canon
Inventar
#5 erstellt: 16. Dez 2008, 22:55
Danke garlock für das Interese und Deine Hilfe.

Ich werde mal gut Bilder machen - also das Laufwerk erstmal ausbauen ?
armin777
Gesperrt
#6 erstellt: 17. Dez 2008, 09:39
Hallo Canon,

die Ursache für das Nichtfunktionieren liegt hier im Assist-Motor (der dreht das Zahnrad mit den Nocken, die drei Schalter betätigen, hinten am Laufwerk), der nicht mehr anlaufen mag. Abhilfe: Motor ausbauen, mit Kontakt WL fluten, mit Labornetzteil in beide Richtungen mit Überspannung bis zu 30 Volt laufen lassen und anschließend mit Sinterlageröl leicht einölen. Dann wieder einbauen. Zur Kontrolle eine Woche stehen lassen (ausgeschaltet), wenn er dann beim ersten Versuch sofort anläuft, ist alles o.k.)

Beste Grüße
Armin
Jim_Beam
Stammgast
#7 erstellt: 18. Aug 2009, 09:41
Selbiges Tape Deck hab ich auch noch im Schrank stehen, mit den gleichen Symptomen. Spulen vor/ rückwärts funktioniert, nur bei der Wiedergabe klackert es ein paar mal und dann schaltet der Antrieb ab. Habe jetzt ein paar mal play/stop gedrückt und jetzt läuft es. Fragt sich nur, wie lange. Armin, welcher ist der Assist-Motor? Soweit ich das sehe, ist da nur ein Motor drin,oder?
armin777
Gesperrt
#8 erstellt: 18. Aug 2009, 12:52
Hallo Michael,

da sind drei Motore drin:
unten der Capstan-Motor (Direktantrieb), in der Mitte der Wickelmotor (wo SANKYO drauf steht) und weiter rechts (von vorne betrachtet) an der Seite der Assistmotor, der eine weiße Zahnradschnecke antreibt. Der letzte ist es. Das Öl, welches nach der oben beschriebenen Spezialbehandlung verwendet werden kann, ist Sinterlageröl. Bekommt man unter diesem Namen engentlich überall.

Beste Grüße
Armin


[Beitrag von armin777 am 19. Aug 2009, 07:31 bearbeitet]
Jim_Beam
Stammgast
#9 erstellt: 18. Aug 2009, 22:05
Überall ist ja relativ. Ist denn jedes dieser sogenannnten Sinterlageröle gleich gut? Muss man beim Kauf was beachten? Beim grossen C hab ich beispielsweise nix gefunden. Hast Du eine Quelle für mich??
armin777
Gesperrt
#10 erstellt: 19. Aug 2009, 07:34
Leider nein, die Flasche, die ich vor Jahren mal gekauft habe ist noch halb voll, man benötigt ja immer nur einen Tropfen.
Die Quelle, wo ich es seinerzeit her hatte, hat es nicht mehr im Programm. Qualitätsunterschiede dürften kaum eine Rolle spielen, hier geht es um den Anwendungszweck - die Sinterbronze saugt das Öl auf. Am besten, Du gehst mal in einen Fahrradladen...

Beste Grüße
Armin
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 19. Aug 2009, 12:53

armin777 schrieb:
...Am besten, Du gehst mal in einen Fahrradladen...
...


Mahlzeit zusammen .
Armin, Du bist zu lange kein Rad mehr gefahren: Im Fahrradladen wird man kein Sinterlageröl bekommen - wo sind auch am Rad Sinterlager verbaut ; bin Biker und habe an meinen Drei noch kein Sinterlager entdecken können .

Hier wäre eine gute Anlaufstelle ->
http://www.molyduval.org/data/de/cat/oem.htm .
Ansonsten mal im Modelleisenbahnbaugeschäften fragen bzw. danach googeln, da wird´s regelmäßig gebraucht .

Bei einer Auswahl darauf achten nur synthetisches Öl zu ordern.

MfG

Andreas
Jim_Beam
Stammgast
#12 erstellt: 20. Okt 2009, 17:07
Ich muss den Fred mal wieder hochholen

die Ursache für das Nichtfunktionieren liegt hier im Assist-Motor
den hab ich gefunden....
Abhilfe: Motor ausbauen
das ist ja eigentlich unmöglich habe alles zerlegt, krieg den Motor nicht raus. Dazu müssen ja wohl diese beiden Schrauben gelöst werden, welche den Motor an dem Blech halten. Und eine dieser beiden Schrauben ist total unzugänglich, da ist das weisse Plastikritzel vor, da ist absolut kein drankommen. Nun ist mein Tape wahrscheinlich ein Fall für die Tonne, schade eigentlich. Hatte es mir einfacher vorgestellt. Nu hab ich viele Einzelteile, aber den Motor konnte ich nicht reinigen und neu ölen. Tja, so spielt das Leben. In Zukunft werde ich Dich, Armin, vorher fragen, wie was geht Ich weiss jetzt auch garnicht, was wo wieder hingehört. Hab gründlich zerlegt
Soviel dazu, das war mal wieder ein Satz mit X, nämlich nix.
armin777
Gesperrt
#13 erstellt: 20. Okt 2009, 17:11
Hallo Michael,

das Blech, auf dem der Motor ist (das geht so um die Ecke herum) muss abgebaut werden, dann geht der Rest ganz einfach.
Das lange Plastikritzel ist nur aufgesteckt und läßt sich relativ leicht abziehen.

Beste Grüße
Armin
Jim_Beam
Stammgast
#14 erstellt: 20. Okt 2009, 19:23
Tja, ich glaube, das hat sich jetzt erledigt. Das Blech geht garnicht runter, und das Plastikritzel lässt sich auch nicht lösen. Werd mich mal nach einem anderen Tape umsehen
blackbirddh13
Neuling
#15 erstellt: 06. Jun 2010, 13:46
Hallo Canon, hallo Armin777,

ich wollte mich nur schnell für den Post von Canon bedanken und für die gute Antwort von Armin.

Ich habe gestern beim Auspacken nach meinem Umzug die gute alte Kenwood Anlage aus der Teeny Zeit in der Kellerbar aufgebaut und wollte sie natürlich dann auch in Betrieb nehmen. Leider das gleiche Problem, wie bei Canon. Die Anzeige zeigt keinen Timecode an und weder spulen noch Playback ging.

Ich konnte mich noch erinnern, dass ich vor langer Zeit bei gleichem Problem das Gerät geöffnet und denn mit "Ruckeln" und Kriechöl das ganze wieder zu gange bekommen hatte, aber ich hatte nach der langen Standzeit nur wenig Hoffnung das da was geht. Ich habe dann schon auf Ebay nach einem 1:1 Ersatz Ausschau gehalten und mich hat auch noch gereizt, dass der ein oder andere sein KX1100 auf Ebay anbietet.

Durch diesen Artikel habe ich dann noch mal Mut geschöpft, dass ich das Gerät wieder gangbar bekomme und das hat dann letztendlich auch geklappt.

Ich habe allerdings etwas gerigfügig weniger Arbeit investiert, als Armin vorgeschlagen hat.

Was habe ich gemacht:
- Das Tape geöffnet
- Die Kabel für das Laufwerk entfernt
- Das Laufwerk ausgebaut
- Die Frontklappe entfernt
- Die Innenblende entfernt ( das Schwarze mit der grünen Leuchte drin )
- Den Bandantrieb ( der große schwarze Motor, der die Stahlrolle antreibt und auf den die Gummirolle gedrückt wird ) gelöst und ausgebaut. Dabei habe ich keine Kabel entfernt. Dieser Schritt ist leider notwendig um den nächsten Schritt zu machen.
- Durch den Schritt oben, kann man eine kleine Blechblende entfernen, die vermutlich zum halten des Tapes dient ( bisschen größer, als mein Daumen ).
- Dann konnte ich den Assistmotor ausbauen, denn unter der o.a. Blende befindet sich eine Schraube, die andere ist von hinten gut zu erkennen. Mit etwas Ruckeln, konnte ich die eingepresste Halterung lösen und den Motor herausziehen.
- Dadurch konnte ich das Schneckenrad auf dem Motor von dem Zahnrad entfernen, so das der Motor frei laufen kann.
- Dann habe ich ein Stück Küchenrolle unter den Motor gelegt, den Motor so platziert, dass die Achse nach etwas nach unten und die Rückwand nach obern zeigt
- Ich habe den Motor an eine externe Stromquelle angeschlossen. (9V und wenige mA)
- Mit der externen Stromquelle und etwas manueller Hilfe habe ich den Motor wieder in Bewegung gebracht. Man konnte hören, der Motor nicht geschmiert ist und schwergängig ist. Er lief nur mit manueller Hilfe an.
- Dann habe ich Nähmaschinenöl auf die Achse gegeben, ein wenig drehen lassen und dann sehr viel Öl auf die Rückwand gegeben. Dann habe ich den Motor laufen lassen, nach kurzer Zeit waren die Lager wieder geschmiert und der Motor lief besser. Dann habe ich den Motor einige Zeit laufen lassen und immer wieder neues Öl auf die Rückwand laufen lassen. Als dann der Motor wieder mit wenig Spannung anlief und wieder geringe Geräusche gemacht hat, habe ich das ganze wieder zusammengesetzt und mein KX880G tut wieder.

Also noch mal vielen Dank, fürs Frage stellen ( hat mich wieder dran erinnert, dass man das ganze manuell fixen kann und die Antworten. Die haben mich schneller ans Ziel gebracht. )

Vieleicht noch eine Frage. Nach dem Zusammenbauen ( aber vielleicht auch schon vorher ) dämpft der Dämpfer für das Cassettenfach nicht mehr (die Achse in die Tülle gesteckt habe ich, dass hat sich aber alles sehr lose angefühlt. Vielleicht feht da eine kleine Dichtung oder so was). Hat jemand eine Idee, was ich tun kann, damit der Dämpfer wieder seinen Job macht.

Viel Spaß noch ...

CU Blackbird
garlock
Stammgast
#16 erstellt: 06. Jun 2010, 15:40
Also normalerweise ist am Kolben eine Dichtung drann !

Falls die fehlt iss essig hast du das Teil etwa gereinigt ?

Alternativ das teil ausmessen oder ein Bild davon machen ich hab ne menge Teile von Kassettendecks !

mfg


[Beitrag von garlock am 06. Jun 2010, 15:41 bearbeitet]
Sankenpi
Gesperrt
#17 erstellt: 06. Jun 2010, 21:13
Das Nähmaschinenöl könnte ein wenig problematisch werden. Mit der Zeit kann es verharzen.
Daher auch der Tip von Armin, Synthetiköl zu nehmen.
Sankenpi
Gesperrt
#18 erstellt: 06. Jun 2010, 21:15
By the way, ein KX1100HX hätte ich abzugeben... Komplett überholt.
armin777
Gesperrt
#19 erstellt: 07. Jun 2010, 07:58
Hallo blackbird,

also meine Erfahrung mit den Dämpfern für die Kassettenfachklappen ist die, dass man selbige niemals auseinander ziehen sollte. Danach dämpfen sie einfach nicht mehr. Hat man es dennoch gemacht, kann diese Anleitung evtl. helfen:

Hinten am Ende des Zylinders befindet sich eine Schraube, die kann man komplett heraus drehen. Dann den Kolben einführen und bis zum Anschlag schieben. Dann die Schraube wieder eindrehen. Dadurch entsteht beim zurück ziehen des Kolbens ein Unterdruck im Zylinder und der dämpft. Sollte der Kolebenring nicht mehr absolut dicht sein, hilft etwas dickflüssiges Silikonöl (solches, wie man es für Plattenspieler-Liftdämpfung verwendet, Viskosität 500.000)

Beste Grüße
Armin
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