Technics Amp 8077 - kleine elektronische Unzulänglichkeiten

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cyrano_de_b.
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 30. Jan 2009, 11:14
Hallo,

ich habe aus dem Jahr 1980 einen Technics Verstärker 8077, der im Partykeller sein enorm vitales Rentnerdasein geniesst. Und manchmal sehr laut spielen muss.

Seit einiger Zeit schaltet sich manchmal einfach so der Ton ab. Der Grund war schnell gefunden: das Relais, das den Ton beim Einschalten ein paar Sekunden von den Boxen fernhält, löste gelegentlich (mal für ein paar Sekunden, mal länger, war manchmal auch mit aus-/einschalten nicht wieder zum schließen zu bewegen) die Verbindung.

Ein neues Relais brachte keinen Erfolg: offensichtlich wird manchmal aus unerfindlichen Gründen die Spulenspannung von 24 V unterbrochen, die das Relais zum Schließen veranlasst.

Kennt jemand das Problem (und wömöglich eine Lösung:-)?
Im Moment habe ich die Kontakte einfach überbrückt. Blubbt mächtig beim Einschlalten, aber das wäre soo dramatisch nicht.

Problem Nr. 2: ich habe an den Hauptausgängen mittlere Standboxen von Heco, nehmen wir mal an, die hätten 4 Ohm. An den Remoteausgängen habe ich einen Auto-Verstärker, daran einen mächtigen Subwoofer. Jetzt wird es, wie eingangs gesagt, manchmal ziemlich laut, auch über `ne Stunde, oder so. Wenn dann manchmal (nicht immer) rechts (nie links) die Schmelzsicherung durchbrennt, denke ich, es könnte die Mindestimpedanz unterschritten worden sein. Was weiß ich, welche Impedanz so ein Lautsprecher-Eingang des kleinen Amps hat, und die beiden Ausgänge sind sehrwahrscheinlich parallel geschaltet.

Hintereinanderschaltung ist Mist, weil Bass völlig unkontrolliert und bei mäßiger Lautstärke schon kurz vorm Clipping.

Chincheingänge des Subwoofer-Amps scheiden aus, weil ich die Lautstärke gemeinsam regeln möchte.

Hat einer eine hilfreiche Idee?


[Beitrag von cyrano_de_b. am 30. Jan 2009, 11:20 bearbeitet]
majaatdwf
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 30. Jan 2009, 13:08
Hmmmm... beste Methode, die Kiste und Deine Boxen zu killen. Daß das Protection-Relais ab und an raushaut, liegt garantiert nicht an der Stromversorgung des Relais. Vielmehr spricht zu 99.9% die Schutzschaltung an, weil Du zu viel Gleichspannung an einem (oder beiden) Ausgängen hast. Dazu passt dann auch der mächtige "Blubb", wenn die Boxen DC kriegen. Einfach die Relaiskontakte zu brücken, ist etwas kurzsichtig.

Häng mal einen Multimeter (200mV DC-Bereich) an einen Ausgang (ohne Signal!). Wenn da mehr als max. 50mV anstehen, hast Du das Problem gefunden.

Martin
cyrano_de_b.
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 30. Jan 2009, 17:26
Hi, Martin,

danke. Habe gemessen wie geraten: 3-5 mV.

Meine Gedanken dazu: diese Konfiguration habe ich seit über einem Jahr. Probleme damit erst ein paar Wochen.

Ist das Relais außer für die Einschaltverzögerung auch für Sicherheitsbelange? Ich dachte, dafür wären ausschließlich die Schmelzsicherungen an der Rückseite. Der abgeschaltete Ton hat auch nicht zwingend mit gerade extremer LS zu tun.

Und wenn die rechte Sicherung durchbrannte, war auch das Relais in keinster Weise inaktiv.

Bin weiter sehr aufmerksam.
hf500
Moderator
#4 erstellt: 30. Jan 2009, 17:40
Moin,
das Relais soll die Lautsprecher verzoegert ein und sofort beim Ausschalten abschalten, um Ein- und Ausschwinggeraeusche zu verhindern. Das ist der "Blubb".

Ausserdem muss es die Lautsprecher abschalten, sobald an den Verstaerkerausgaengen Gleichspannung auftritt.
Wenn sowas sporadisch auftritt, sollte man den Verstaerker auf kalte Loetstellen ueberpruefen.

73
Peter
cyrano_de_b.
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 30. Jan 2009, 18:56
Hi Peter,

danke! Also ist das Relais zusätzlich für die Sicherung der Ausgangstransistoren zuständig?

Wenn das Problem irgendwann entstand, und ich bisher ja nur die 8 Kontakte des Relais zwangsläufig mit neuen Lötstellen versehen habe: Hast du eine Idee, wo Gleichspannung auf dem von dir beschriebenen Weg entstehen kann?

Kann man als Laie überhaupt fündig werden?
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 31. Jan 2009, 21:47
Wenn der Amp gern abschaltet, wenn es laut zugeht: Emitterwiderstände der Ausgangsstufe prüfen. Direkt am Ausgang, 2x 0,22 Ohm bis 0,47 Ohm. Ist dort einer hochohmig geworden, verzieht's unter Last den DC-Offset. Kann auch ein Widerstand weiter vorn sein. (Prüfen kann man auch im eingebauten Zustand, denn was schon mit "Drumherum" zu hochohmig ist, ist es ohne sowieso.)
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