Sony TA 1130 Wartung und Kondensatorentausch

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DonCosto
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 14. Apr 2009, 20:26
Hallo!

Nachdem ich im Winter meinen alten Sony Ta 1130 (Specs) gegen einen neumodischen Röhrenverstärker ausgetauscht hab, möchte ich das alte Schmuckstück (siehe Bild) zur Wartung bringen, vorallem aus dem Grund, da das Potentiometer krnistert beim leuter/leiser stellen.
Wie schaute es bezüglich den Kondensatoren aus? Sind die zu tauschen, wenn ja, was gibt es zu beachten (dem Servicemann vorzuschlagen)
Schätze mal das Ding hat gut 2 x 365 x 35 = 18250 Betriebsstunden hinter sich.
Danke im Vorraus




[Beitrag von DonCosto am 14. Apr 2009, 20:28 bearbeitet]
LS-1900
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 14. Apr 2009, 21:28
Moin Don.

Den kratzenden Poti würde ich austauschen lassen.

Im Netzteil befinden sich 2 Elektrolytkondensatoren, die irgendwann vertrocknet sind. Das hängt aber mehr vom Alter als von den Betriebsstunden ab.

Manchmal ist ein ELKO nach 5 Jahren platt, manchmal nach 20.
Die Teile sorgen für eine saubere Gleichspannung und dienen als Energiespeicher.

Eine Werkstatt kann die ELKO´s unter Last messen (Welligkeit)
und Dir sagen ob sie noch fit sind.
Solange Du unter hoher Last an den Boxen kein "Gekrächze" wahrnimmst, sind sie noch funktionsfähig.
DonCosto
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 14. Apr 2009, 22:25
Okay, Danke für die Antwort!
Kann man den abschätzen, was so ein Kondesnsatortausch kosten würde?
armin777
Gesperrt
#4 erstellt: 15. Apr 2009, 07:18
Hallo Doncosto,

kannst Du denn Verzerrungen im lauten Normalbetrieb, insbesondere im Bassbereich, hören? Falls nicht, lass die Kondensatoren dort, wo sie sind - bei 98% aller alten Geräte sind die Siebelekos völlig in Ordnung!

Niemals Teile auswechseln, die nicht defekt sind! Das ist leider weit verbreitete "Beutelschneiderei" von Reparateuren, die damit ihre überhöhten Rechnungen erklären.

Beste Grüße
Armin
LS-1900
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Apr 2009, 12:47
Niemals Teile auswechseln, die nicht defekt sind! Das ist leider weit verbreitete "Beutelschneiderei" von Reparateuren, die damit ihre überhöhten Rechnungen erklären.

Beste Grüße


Dem kann ich nur zustimmen. Ein Tausch würde mit ca. 100€ zu Buche schlagen.
cmoss
Inventar
#6 erstellt: 15. Apr 2009, 13:24

Niemals Teile auswechseln, die nicht defekt sind


Ist auch meine Meinung, solange ein Gerät läuft (und kein Poti o.ä. kratzt, braucht man es nicht anrühren. Und wenn mal was getauscht werden muß, dann nur das was wirklich defekt ist.
Prophylaktisch Elkos etc. zu wechseln und dann zu behaupten, jetzt klingt es besser, dynamischer, druckvoller ..... ist für mich alles Esotherik und meist durch nichts beweisbar. HiFi Geräte brauchen kein Modding.

Gruß
Claus
hf500
Moderator
#7 erstellt: 15. Apr 2009, 15:06
Moin,
und selbst den kratzenden Potis wuerde ich eine Chance durch Reinigung goennen.
Ersatz ist ohnehin nicht einfach, besonders wenn Spezialausfuehrungen benoetigt werden.

Bei hartnaeckig kratzenden Potis sollte man sie dann auf Gleichspannungsfreiheit ueberpruefen. Wenn gleichspannung vorhanden ist, die Koppelelkos an den Potis tauschen.

Ansonsten schliesse ich mich der Ansicht an, getauscht wurd nur etwas, das entweder defekt ist, oder wie einige bekannte Baureihen von Elkos gerne zu Ausfaellen neigen. Die ganz speziellen Kandidaten findet man aber so gut wie nie in japanischen Geraeten.

73
Peter
DonCosto
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 15. Apr 2009, 16:18
Okay, das problem ist nur, dass ich zwar theorethische ahnung habe (komme aus der Computerbranche mit ein wenig erfahunr in Elektrotechnik) aber ehen keine in der Wartung von HiFi Gertäten.
War heute schon beim Händler und er hat gesagt, er schaut es sich an und schlägt mir vor, was zu tun ist.
DonCosto
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 15. Apr 2009, 18:13
Update: Ich habe nochmal den Verstärker gereinigt (mit dem Staubsauger) und an mein neues Set angeschlossen (Cambridge Audio DAC Magic-->Sony TA 1130-->Triangle Altea EX). Was mir dabei aufgefallen ist, ist, dass das knacksen beim Lautsärke regeln besser geworden ist, das heißt ich bin eventuell auf dem richtigen Weg: Spricht irgendetwas gegen den Einsatz von Druckluft? Oder gibt es andere Möglichkeiten Staub etc zu entfernen ohne den Ausbau?

Zum Sound:
Eventuell hinkt der Vergleich: denn ich betreibe das beschriebene Setup normal mit einem Ayon Spirit (KT88 Röhrenverstärker, im Triodenbetrieb) an den ich mich mittlerweile (3h Musik täglich) gewöhnt habe meine ich. (Und ich habe andere LS Kabel verwendet )
Jedenfalls klingt der Sound auf 12h Lautstärke (etwa der Pegel einer Hausparty) schon recht "krächzend", aber eher in den Mitteltönen und Hochtönen, der Bass klingt eher dunkel und schwammig (aber wie gesagt, im Vergleich zum Spirit!)
Lässt sich mit diesen Symptomen etwas anfangen?

Weiters hätte ich eine Frage an die erfahrenen Bastler
Was mit gerade aufgefallen ist, ist, dass der Verstärker nur Klemmen für die LS Kabel hat und auch nur für sehr dünne (siehe Bild). Ließe sich das durch Bananenstecker taugliche Schraubklemmen (ich hoffe das heißt so...) ersetzen?
Selbes gilt für cinch Eingänge: Die sind schon ziemlich korrodiert. Ich kann zwar nicht sagen ob die eingänge einen Einfluss haben, jedenfalls sind hörbar Störgeräusche da, un schaden kanns ja nicht...

Danke im Vorraus für Antworten

LS-1900
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Apr 2009, 13:46
Moin Don.

Immer Stromlos arbeiten

Du bist dabei, eine Großbaustelle aufzumachen.
Warte doch mal die Meinung der Werkstatt ab.

Druckluft ist gut für eine Reinigung.
Ist aber wie Medizin - zuviel kann schädlich sein.

Bei einem Poti schleift ein Kohlestift auf auf einer Kohlebahn. Kratzen kann daher kommen, daß die Kohlebahn
löchrig geworden ist vom Elektronenfluß.
Ebenso können abgelagerte Staubpartikel dafür verantwortlich
sein (Oder beides).

Reinigung nach Druckluft:
Poti gut mit Lappen oder so einpacken damit das Spülmittel
nicht überall hinläuft.
Das Poti weist meißtens kleiner Öffnungen auf in die man das Spülmittel einbringen kann.

W40 eignet sich ganz gut dafür.
Mit Caramba habe ich auch gute Erfahrungen gemacht
(Regeneration Pioneer SX 950).

Meistens ist der Kratzeffekt danach vollständig behoben.
Kommt er nach geraumer Zeit wieder, ist das Poti verbraucht.


P.S.
Wie ist das mit dem Sound.
Krächzend und schwammig bei jeder Lautstärke?
Oder erst ab 12h?


[Beitrag von LS-1900 am 16. Apr 2009, 13:47 bearbeitet]
armin777
Gesperrt
#11 erstellt: 16. Apr 2009, 13:51
Hallo,

also WD40 oder Caramba für Potis ist kein guter (jedenfalls nicht langfristig) Tipp! Diese Sprays beseitigen zwar momentan den Fehler (Kratzen), fressen aber auf Dauer das Pertinax auf, auf der die Kohleleiterbahn aufgebracht ist. Besser und bewährter sind:

Kontakt WL
Kontakt Tuner 600
Kontakt 61
Kontakt 390
Teslanol Oszillin T6

Am besten geht von diesen allen Kontakt 61 für Potis.

Beste Grüße
Armin
hf500
Moderator
#12 erstellt: 16. Apr 2009, 13:58
Moin,
ich habe noch kein nicht-deutsches Geraet gesehen, das Potis mit Kohleschleifer hatte.

Kohlkeschleifer sind typisch fuer deutsche Potis bis etwa Anfang der 80er, danach entschied man, dass die sonst ueblichen "Drahtkratzer" billiger sind ;-)

In die Potis kommt auch kein WD40 oder Caramba (im wesentlichen Petroleum), sondern Kontakt 61.

Die Widerstandsbahn wird auch nicht durch den Stromfluss loecherich, sondern verschmutzt nur oder ist durch zu haeufiges Drehen an den Knoepfen verschlissen.
(Ich habe schon ein Poti gehabt, dessen Schleifer und Widerstandsbahn durchgeschliffen war.)

Also die Potis mit kontakt 61 reinigen, das genuegt in den meisten Faellen.

Mit Druckluft kann man das Geraet ausblasen, aber keine Potis reinigen. Alternativ geht auch ein Staubsauger, der den Staub einfaengt, den man mit einem weichen Pinsel herausfegt.

73
Peter
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