Hitachi HCA-8300, Wartung und Kondensatorentausch bei edlem Vorverstärker

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Poetry2me
Inventar
#1 erstellt: 15. Jun 2011, 00:10
Hallo Forumfreunde,

passend zu der Endstufe Hitachi HMA-8300, deren Restauration in diesem Thread beschrieben ist, habe ich auch einen entsprechenden Vorverstärker zur Wartung erhalten:

Hitachi HCA-8300

Ein wunderschönes Gerät, welches ca. 1977 entworfen wurde, um der 24kg schweren Endstufe (mit echten 2 x 200W Sinus an 8 Ohm) als würdiger Partner zur Seite zu stehen.

Hier ein paar Bilder:

HITACHI Stereo Control Amplifiert HCA-8300 (Front View)
Hitachi HCA-8300 Stereo Control Amplifier - Front View

HITACHI Stereo Control Amplifiert HCA-8300 (Read Top View)
Hitachi HCA-8300 Stereo Control Amplifier - Rear Top View

Die technischen Daten des Gerätes habe ich bei HiFi-Wiki eingetragen.

Das Gerät ist unverbastelt und in einem guten Gesamtzustand. Da das Design ca. von 1977 stammt, ist auch nicht verwunderlich, dass - bis auf den Kopfhörer-Verstärker - alles diskret und ohne OpAmp ICs aufgebaut ist. Die Versorgung der Schaltung erfolgt symmetrisch mit +/-31V. Einen Schaltplan bzw. ein ganzes Service Manual findet man, wenn man es sucht.

Eigentümer ist ein Freund, dem auch die oben erwähnte Endstufe gehört, welche seit einigen Tagen wieder läuft.

Leider ist es so, dass sich der Vorverstärker mittlerweile wieder auf dem Heimweg mit seinem Eigentümer befindet. Alles, was ich hier beschreibe, ist also schon so durchgeführt worden. Grund ist, dass ich das Gerät zwar schon ein paar Tage bei mir stehen hatte, aber nicht genut Zeit übrig hatte, neben der Endstufe auch dieses Gerät anzugehen. So war die Zeit bis zur Abreise des Freundes eben nur sehr kurz und eine Dokumentation geschieht nun nachträglich. Ich hoffe dennoch, dass die Beschreibung der vorgenommenen Modifikationen von Interesse ist und würde mich auch gerne darüber mit Euch auszutauschen.

Bei diesem Gerät waren folgende Wartungsarbeiten vorgesehen:

Step 1. Zahlreiche über 30 Jahre alte Elekrolytkondensatoren liegen im Signalweg und sollen möglichst gegen Folienkondensatoren und/oder geeignete neue Elkos ausgetauscht bzw. ergänzt werden. Ziel ist eine klangliche Verbesserung.

Step 2. Die Phono-Stufe liefert - obwohl separat regelbar - einen etwas niedrigen Pegel für den verwendeten MM Tonabnehmer. Das konnte ich mit einem anderen MM System nachvollziehen, sieht aber nach Absicht aus ("works as designed"). Es sollte - mit der nötigen Vorsicht - versucht werden, die Verstärkung der Phono-Stufe zu erhöhen.

Für Step 2. blieb leider nicht die Zeit, so dass ich über einen wenig erfolgreichen Versuch nicht hinauskam. Dies muss bei einer anderen Gelegenheit nochmals angepackt werden.


Step 1: Kondensatoraustausch beim HCA-8300
Step 1: Capacitor Replacement ReCap of HCA-8300

Nach Analyse des Schaltplans wurden folgende Elektrolyt-Kondensatoren identifiziert, die besonders kritisch für den Klang und gleichzeitig anfällig für Alterung sind:
Hitachi HCA-8300 Block Diagram with Replaced Capacitors

Ersatz für die Elektrolyt-Kondensatoren sollte entweder ein Folienkondensator (MKT, MKS, MKP, ...) sein oder eine Kombination aus bipolarem Elko und Folienkondensator.
Als Folienkondensatoren kamen der Typ WIMA MKS-2 zum EInsatz, welche sehr kleinen Formfaktor haben und immer in Rastermaß 5mm geliefert werden, was dem Ersatz von Elkos entgegenkommt.
Die bipolaren Elkos haben den Vorteil, dass bestimmte Verzerrungseffekte, wie dielektrische Absorption (DA), hier um eine Größenordnung günstiger verlaufen, also bei polarisierten Elkos.

Hier also die Kandidaten einzeln:
HCA-8300 Replacement Capacitor C409 C603HCA-8300 Replacement Capacitor C605HCA-8300 Replacement Capacitor C608HCA-8300 Replacement Capacitor C618

Und jetzt der spannende Teil: Wie klappt das mit dem Einbau?
Antwort, nicht immer ganz einfach!

HCA-8300 ReCap PCB top view 1
HCA-8300 ReCap C409L&R _sideview
HCA-8300 ReCap C603L&R _topview
HCA-8300 ReCap PCB bottom view

Geschafft! Alles war gut gegangen, nur eine Leiterbahn musste mit Kupferdraht mechanisch verstärkt werden.

Nun kam ca. eine Stunde lang ein Hörtest. Dieser bestätigte, dass die Phono-Wiedergabe sich im Vergleich zum Referenz-Vorverstärker (Eigenbau auf OpAmp Basis) hervorragend schlagen konnte. Dies war vorher eindeutig nicht der Fall gewesen.
Es war gelungen !!
Bereits kurzes anspielen von LPs oder via CD zeigt ein deutlicheres Klangbild und bessere Auflösung. Eine Verbesserung der Hochtonwiedergabe ist sehr deutlich festzustellen. Feine Details in bekannten Musikstücken kommen auf einmal zum Vorschein, die man vorher nicht gehört hatte.
Auf weiteres Feedback vom Eigentümer hoffe ich natürlich noch

Leider waren keine längeren Hörsessions möglich, da wie gesagt der Freund mit seinem Gerät schon bald abreisen musste und die Entfernung ist groß.

Freue mich trotzdem über Feedback und Meinungen aus dem Forum


- Poetry2me
Poetry2me
Inventar
#2 erstellt: 16. Jun 2011, 23:08
Hallo,

ich habe gerade einen Anruf von dem Eigentümer des Vorverstärkers erhalten.

Er hat das Gerät heute mal zu Hause an seine Kette im Wohnzimmer angeschlossen. Alles andere ist so wie vorher. Einziger Unterschied war die Modifikation des Vorverstärkers.

Ergebnis:
Er ist hellauf begeistert!
Er sagt, es sei ein "riesiger Unterschied im Klang". Alles wäre nun viel "luftiger" und auch "räumlicher" !
Die Bässe seien nun ebenfalls "viel besser gezeichnet" und "deutlicher". Er schilderte mit noch, wie anders sich nun die Trompete auf einer seiner Aufnahmen anhört.

Kurzum: Ein durchschlagender Erfolg. Habe mich sehr gefreut.



Gruß Poetry2me
Mwf
Inventar
#3 erstellt: 17. Jun 2011, 00:06
Hi,

hast du bei den Hitachis keine Kontakt-Probs mit der Elektromechanik gehabt,
also Potis, Schalter, Relais, alles o.K.

Gruss,
Michael
AnthonyP
Inventar
#4 erstellt: 17. Jun 2011, 07:27
Hi,

das freut mich zu hören. Was wird er erstmal begeistert sein, wenn das eigentliche Herz im Kreislauf hängt. Da wäre ich ja gerne dabei. Aber das ist doch ein wenig weit weg

Glückwunsch!
Poetry2me
Inventar
#5 erstellt: 17. Jun 2011, 08:01
Danke!

Ja, wir haben natürlich auch viel darüber gesprochen, wie wir den schweren Endstufenboliden, der dazugehört, "über die Meere" transportieren lassen. Das will geplant sein.

Darauf freut er sich schon

Gruß Poetry2me
Poetry2me
Inventar
#6 erstellt: 18. Jun 2011, 18:21

Mwf schrieb:
hast du bei den Hitachis keine Kontakt-Probs mit der Elektromechanik gehabt,
also Potis, Schalter, Relais, alles o.K.


Ja, die Frage ist angesichts des Alters des Gerätes nicht abwegig. Der Eigentümer benutzt dieses Gerät aber seit vielen Jahren intensiv und hat wohl alle Regler und Schalter viel "bewegt".

Ich habe ihn trotzdem vorsichtshalber noch mal gefragt, und er hat mir geschrieben, dass er derzeit keinerlei Probleme mit Kratzen oder Ausfällen hat.

Was mir beim HCA-8300 aufgefallen ist: Das Gehäuse schließt ohne Luftschlitze hermetisch ab. Dadurch war das Innere völlig sauber und staubfrei. Sicher hat das dazu beigetragen, dass hier wenig oxydiert oder verstaubt ist.

Hattest Du mit einem solchen Gerät eine schlechte Erfahrung gemacht?

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 18. Jun 2011, 18:21 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#7 erstellt: 19. Jun 2011, 01:06

Poetry2me schrieb:
...Hattest Du mit einem solchen Gerät eine schlechte Erfahrung gemacht?

Nein, ich habe keine eigenen Erfahrungen mit Hitachi.

Kenne die Probleme von Rotel-Amps Ende der 70er Jahre, sowie div. OEM-Geräte der gleichen Zeit (allerdings aus Raucher-Haushalten).
Und hier im Forum gibts massig ähnlich leidige Erfahrungen .


[Beitrag von Mwf am 19. Jun 2011, 01:08 bearbeitet]
AnyChris
Stammgast
#8 erstellt: 19. Jun 2011, 03:29
hi, auch wenn eigentlich schon alles gesagt ist: Haste echt gut gemacht. Das sind wieder Momente, weo ich mir wünsche, Deine Kenntnisse zu haben ... Respekt.

Freut mich, dass der Besitzer dank Dir nun viel mehr Spaß mit dem Gerät hat
vollepulle
Stammgast
#9 erstellt: 23. Jun 2011, 15:16
Hallo Poetry2me,

erst einmal Glückwunsch zur geglückten Modifikation.

Ich habe den gleichen Vorverstärker und fand Deinen Bericht sehr gut und übersichtlich.

Nun überlege ich natürlich,ob ich die veränderungen auch durchführen soll,obwohl ich klanglich,speziell beim Phono-Ausgang nichts zu bemängeln habe.

Was aber nichts heissen muss,man gewöhnt sich ja an den Verstärker und kann es vielleicht erst hinterher hören.

Was sehr schön ist,sind deine Foto,wo die teile eingebaut sind,das erleichtert die Sache.

Mit dem verschlossenen Gehäuse kann ich Dir nur recht geben,innendrin gibt es keinen Staub und Schmutz.

Gruß

Michael
Poetry2me
Inventar
#10 erstellt: 23. Jun 2011, 21:36
Hallo Vollepulle,

erst mal danke für das Feedback. Freut mich sehr.

Wenn ich mir den ekstatischen Anruf des Besitzers wieder vergegewärtige, den ich erhalten habe nachdem er ihn zum ersten mal wieder angehört hat, kann ich nur sagen: Es wird sich lohnen

Du könntest es auch schrittweise angehen: Besonders viel bringen bei Phono die beiden dicken Dinger auf der oberen Platine (C409, mit Folien-C unten parallel) und bei der Line-Stufe die beiden dicken Dinger unten (C603, ebenfalls unten mit Folien parallel). Am Ende ist der Unterschied natürlich am größten, wenn man alle genannten C's auswechselt.
Die "dicken Dinger" sind vom Typ "bipolarer Elektrolytkondensator rauh" und habe ich bei Reichelt im Versand erworben.

Was man vielleicht an der Doku ablesen kann ist, dass ich vermieden habe, das Gerät zu zerlegen. Ich hatte lediglich Boden und Deckel abgeschraubt. Einige Stellen sind dann aber wirklich nur mit viel Gedult (dünne Spitze am Lötkolben) und Pinzette zum Festhalten der Kondensatoren zu bestücken. Ein Trick war die Verwendung von kleinen Stücken Doppelklebeband, um den Kondensator an der Pinzette kleben zu lassen, bis er drin sitzt.

Also nur Mut, es ist machbar.
Möchtest Du eine Version von Schaltplan und Platinenlayout, bei der die Kondensatoren markierten sind? Dann schicke eine PM mit e-mail Adresse.

Grüße Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 23. Jun 2011, 21:42 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#11 erstellt: 26. Jun 2011, 20:42
Hallo,

ich habe gerade bemerkt, dass sich nicht klar genug beschrieben habe, welche Kondensatoren wie ersetzt werden.

Erst noch mal ein paar Hinweis den Eigenschaften der verwendeten Ersatzkondensatoren:

Kapazitätswert:
In allen hier vorkommenden Fällen sollte der Kapazitätswert ungefähr (!) getroffen werden oder darf auch überschritten werden. Die Originalwerte sind von Hause aus großzügig dimensioniert gewesen und ein geringfügig kleinerer Wert ist deshalb ebenfalls tolerabel, z.B. 2 x 4,7µF statt 10µF oder 1,5µ statt 1µ. Allerdings sollten beide Kanäle des Stereogerätes hier unbedingt mit gleichen Kapazitätswerten bestückt werden.

Spannungswert:
Der Spannungswert sagt aus, mit wieviel Spannung das Bauteil maximal belastet werdne darf. Klanglich ist ein höherer Wert vorteilhafter. Daher habe ich hier 50V Typen bei den Folienkondensatoren und 100V Typen bei den Elkos verwendet. Noch höhere Spannungsfestigkeit sollte kein Problem sein.


C409L, C409R, C603L, C603R jeweils:
---> der Originalkondensator ("old") wird entfernt und durch eine Parallelschaltung ("new") aus bipolarem (=NP) Elko (1 of 2) und Folienkondensator (2 of 2) ersetzt. Aus Platzgründen wurde der Elko oben auf der Platine eingelötet und der Folienkondensator dann auf der Platinenunterseite an den selben Lötstellen parallel angelötet. Um den Elko in Lötpunkten des alten Elkos einzulöten, muss einer der axialen Anschlussdrähte des Elko verlängert werden durch einen isolierten Draht (Klingeldraht). Das folgende Bild zeigt den alten und die beiden neuen Kondensatoren:
HCA-8300 Replacement Capacitor C409 C603


C605L, C605R, C608L, C608R jeweils:
---> der Originalkondensator ("old") wird entfernt und durch einen im Wert passenden Folienkondensator ("new") ersetzt.
HCA-8300 Replacement Capacitor C605 . HCA-8300 Replacement Capacitor C608

C618L, C618R jeweils:
---> der Originalkondensator ("old") wird entfernt und durch zwei parallelgeschaltete Folienkondensatoren (1 of 2) und (2 of 2) ("new") ersetzt. Bei dem C618L (linker Kanal) ist es mir nicht gelungen, den einen der beiden neuen Kondensatoren auf der Platinenoberseite zu bestücken. Daher habe ich dort beide parallel auf der Platinenunterseite an die Lötpunkte angelötet. Bei C618R konnte ein Kondensator (1 of 2) auf der Pltinenoberseite und der zweite (2 of 2) auf der Platinenunterseite parallel angebracht werden.
HCA-8300 Replacement Capacitor C618

Nach Abschluss der Arbeiten sind folglich bei mir folgende 10 Kondensatoren übriggeblieben:
HCA-8300 All Replaced Capacitors
Die werde ich sicherlich nirgendwo mehr verwenden, da sie über 30 Jahre alt sind.

Hier noch mal Bilder der Platinen oben und unten, mit vervollständigter Bschriftung:
HCA-8300 ReCap C409L&R _sideview
HCA-8300 ReCap C603L&R _topview
HCA-8300 ReCap PCB bottom view

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 26. Jun 2011, 22:01 bearbeitet]
AnyChris
Stammgast
#12 erstellt: 27. Jun 2011, 00:57
Hi,
Klasse, dass Du das nochmal genauer erklärt hast. ICh verspreche Dir, wenn ich so ein Ding mal haben werde, werde ich es auch machen

Eine Frage habe ich aber: Ich bin darin nicht sehr geübt aber warum hast Du bei C409 und C603 jewals einen kleinen und einen so großen verwendet? und warum nur auf den 603er den großen?

Sicher ne blöde Frage :-O
Poetry2me
Inventar
#13 erstellt: 27. Jun 2011, 15:24
Hallo AnyChris,

danke.

Das mit den parallelgeschalteten Kapazitäten hat mit den Eigenschaften der Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren zu tun. Man kann durch das Parallelschalten manchmal einfach Kompromisse machen und vermeiden, z.B. faustgroße Folienkondensatoren einbauen zu müssen aber trotzdem die wichtigsten Verbesserungen in verschiedenen Frequenzbereichen erzielen. Klingt einfacher als es ist

Gruß Poetry2me
vollepulle
Stammgast
#14 erstellt: 26. Jul 2011, 10:42
Hallo Poetry2me und alle anderen,

ich habe nun einmal die Modifikation durchgeführt,die von Poetry2me empfohlen wurde.

Zusätzlich habe ich direkt alle Kondensatoren erneuert,auch die,die nicht im Signalweg lagen,da ich den Vorverstärker ja nun schon einmal geöffnet hatte.

Dann erst einaml vielen Dank an den Themenersteller für die sehr übersichtliche Beschreibung der durchzuführenden Arbeiten.

Vor allem noch einmal DANKE für die Hilfe auch ausserhalb des Forums.

Die Lötarbeiten sind leicht durchzuführen,es gibt nur 2 Kondensatoren,wo man etwas schlechter drankommt,was aber durch die Demontage der linken Seitenhälfte erleichtert wird.

Klanglich gab es eine kleine Verbesserung,die aber geringer ausfiel,als ich dachte,was aber wohl daran liegt,das der Verstärker schon einmal überholt wurde.

Beim Phonoteil war die Verbesserung allerdings sehr deutlich zu hören,das hat mich dann schon überrascht.

Die Kosten für das Material lag bei knapp 50.-€,also ein lächerlich geringer Betrag für eine Verbesserung,die sonst wesentlich teurer ist.
Die Arbeitszeit darf man natürlich nicht mit einrechnen,dafür ist das ja ein Hobby von uns.

Ich für meinen Teil kann den Austausch der Kondensatoren nur empfehlen,zumal es selbst repariert immer doppelt so schön klingt

Gruß

Michael
Poetry2me
Inventar
#15 erstellt: 26. Jul 2011, 14:51
______G R A T U L A T I O N______

zur gelungenen Modifikation und klanglichen Aufwertung Deines Klassikers!


Danke für die Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass Deine Arbeit so von Erfolg gekrönt ist.

Was Du über die Verbesserung schreibst, finde ich hochinteressant. Die Wirkung im Phono-Teil beruht ja auf dem Austausch nur eines einzigen Elektrolytkondensators !!!
Offensichtlich kommt es auf Einsatzbedingungen und evtl. auf individuelle Alterung von Bauteilen an.

Bei dem von mir modifizierten Gerät konnte ich leider nicht mehr länger testen, wie schon geschrieben.
Wenn also nach einiger Zeit bei Dir noch weitere Eindrücke oder Details auffallen, z.B. Art der Klangverbesserung, wäre ich gespannt es auch hier zu lesen.

Viel Spaß mit dem Gerät!

- Poetry2me
vollepulle
Stammgast
#16 erstellt: 27. Jul 2011, 06:40
Hallo,

die große Veränderung im Phonoteil hatte mich auch verwundert.
Diese war aber schon ohne genaues Hinhören erkennbar,bei den restlichen Ausgängen erst einmal nur bei bestimmten CD's/Passagen.

Bin auf jeden Fall sehr zufrieden und werde berichten,wenn es für mich eine weitere Änderung gegeben hat.

Gruß

Michael
Poetry2me
Inventar
#17 erstellt: 30. Jul 2011, 06:57
gerade wird in ebay wieder ein HCA-8300 angeboten. Er scheint aus einer Studioauflösung zu stammen. Den Bildern und der Beschreibunng nach ist der Zustand exquisit. Der Preis ist deswegen auch im oberen Bereich

ebay: Hitachi HCA-8300 Vorverstärker für 434 EUR

- Poetry2me
peiss
Neuling
#18 erstellt: 06. Apr 2013, 11:40
Hallo,
ich hätte da mal eine Frage.
Ich hab mir vor kurem auch einen Hitachi Verstärker HMA 8300 mit Vorverstärker HCA 8300 gebraucht gekauft.
Leider ist öftrs ein Kratzen zu hören, bei beiden Kanälen, auch fällt manchmal eine Seite der Lautsprecher aus.
Komischerweise geht der Fehler meist wieder weg wenn ich am Lautsprecherrad des Vorstärkers hin und herdrehe.
Der rechte Drehregler für den rechten Kanal bei dem Verstärker hat auch ein knacksen wenn man daran dreht.
Denk mal das sind alterserscheinungen, leider kann ich es mit meinem Laienwissen nicht besser beschreiben. Hoffe das es einigermaßen verständlich ist.
Betreibe damit 2 MB Quart 2200 Standboxen, die ich zusammen mit dem Verstärker gekauft habe.
Hab mir damit einen langgehegten Traum erfüllt und kann nun endlich wieder meine LP's so richtig genießen.
Komme aus Niederbayern und würde mich über Tipps freuen, auch wäre ich glücklich einen Spezialisten aus dieser Gegend genannt zu bekommen.
Vielen Dank
Markus Peißl
Poetry2me
Inventar
#19 erstellt: 06. Apr 2013, 12:56
Hallo Markus,

Wegen des Kratzens vermutest Du richtig. Das sind ziemlich sicher die üblichen Alterserscheinungen bei Potis und Schaltern.

Glücklicherweise ist der Vorverstärker recht gut gekapselt, hat also keine Luft-Konvektion mitten durch das Gerät, welche Staub reinbringen würde. Sonst wäre das Problem wahrscheinlich etwas schlimmer bzw. noch früher aufgetreten.

Wenn Du eine Werkstatt oder einen Spezialisten in Deiner Nähe aufsuchst, bitte ihn darum, die richtigen Kontaktsprays in der richtigen Reihenfolge anzuwenden. Das besonders wirksame Mittel ist "Kontakt 60", welches zwar kurzfristig schnell Effekte bringt, leider aber auf Dauer die Bauteile korrodiert, weil es säurehaltig ist. Was die meisten empfehlen ist, danach eine Reinigung mit "Kontakt WL" und dann eine Behandlung mit "Kontakt 61", welches eine Schutzwirkung haben soll. Auf keinen Fall sollten es die üblichen rostlösenden Kontaktsprays sein, sondern Elektronik-Sprays !!

Die ganz einfache Variante wäre: Nur Isopropylalkohol.
Einige wenden mit Erfolg die Methode "Fluten mit Sidol" an, mit anschließender gründlicher Reinigung durch Alkohol. In Sidol sind kleine Putzkörperchen, welche die Schmutzschichten durch Betätigen abschaben können.

Ob es wirklich die entsprechenden Regler sind, kannst Du selbst abschätzen, indem Du sie einfach mal ganz oft hin und her drehst. Hat sich das Fehlerbild dann verändert bzw. verbessert, dann war es der betreffende Regler.

Weitere Hilfestellungen gibt es im Thread:
http://www.hifi-foru...m_id=185&thread=5738

Ansonsten kann ich die Erneuerung aller Kondensatoren, zumindest der hier beschriebenen, empfehlen.

Hoffe das hilft schon mal.

- Poetry2me
peiss
Neuling
#20 erstellt: 06. Apr 2013, 13:39
Vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort.
Das mit den Kontaktsprays werde ich beachten bzw. dem Spezialisten (falls sich einer auftut) mitteilen.
Das mit den Spezialisten ist oft mal so eine Sache, wem soll man da trauen?
Ist immer schwierig da einen fähigen Mann mit Leidenschaft für sowas zu finden.
Bräuchte da einen fähigen Mann in meiner Gegend.
Wie gesagt, was die tiefere Electronik betrifft bin ich nicht sehr fit. (Bin mehr der Musikvolljunkie wie der Bastler).
So ungefähr weiß ich schon um was es geht, aber sobald es mit Löten beginnt beißt es bei mir aus.
Woher bekommt man so Kondensatoren?
Find den ganzen Beitrag super, werd mich mit den Beschreibungen mal an einen Kumpel wenden, der versteht von der Materie mehr als ich.
Prinzipiell bin ich super zufrieden mit dem Verstärker, hoffe die kleinen Schönheitsfehler bekomm ich noch in den Griff. Sowas feines bekommt man heute nicht mehr so leicht.

Grüße
Markus
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