Receiver kracht dauernd auf rechtem Kanal

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lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 23. Mai 2007, 22:02
Kurze Problembeschreibung:
Mein RX202 fängt nach einiger Zeit (ca.20min.) nach dem Einschalten, auf dem rechten Kanal mit krachen an.
Erst ein wenig, dann wirds ein Dauerkrachen.
Krachen auch über Kopfhörer.
Als ich ihn bekam krachte es nur manchmal beim ausmachen, aber auch nur rechts ?!
Krachen hört man auch noch etwas nach, wenn er ausgeschaltet wurde.

Hab schon gesucht : Vermute Elkos. Oder noch andere Meinungen ?

Wenn Elkos: kann man so alte Dinger durch neue ersetzen ?
Sollte man gleich alle tauschen ? Steht die Typenbezeichnung auf den Dingern drauf ?
Wenn ersetzbar, kann man irgendwo nachvollziehen wie die neueren Bezeichnet sind ?

Würde das Kerlchen ungern aufgeben, da mir sein Klang und Empfang gut gefällt.

manfred
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Mai 2007, 09:31
Nochwas neues:
Jetzt brauch ich nicht mehr zu warten. Das knacken ist sofort nach dem Einschalten da.
Unter einigen von den Elkos (das sind doch diese großen, zylindrigen Teile ?)scheint auch was ausgelaufen zu sein.
Auf jedenfall ist da was auf der platine, was wie eine pfütze aussieht, aber fest ist.

manfred
Bertl100
Inventar
#3 erstellt: 24. Mai 2007, 10:38
... das kann ausgelaufenes elektrolyt sein, muß aber nicht.
oft sind größere elkos auch vom werk aus angeklebt.

im zweifelsfall müßtest du ein foto reinstellen!

Gruß
Bernhard
armindercherusker
Inventar
#4 erstellt: 24. Mai 2007, 10:39

lahrgummikuh schrieb:
...Unter einigen von den Elkos (das sind doch diese großen, zylindrigen Teile ?)scheint auch was ausgelaufen zu sein.
Auf jedenfall ist da was auf der platine, was wie eine pfütze aussieht, aber fest ist...

...kann auch Silikon oder anderer Kleber sein, mit welchem die Elko´s gegen Vibrationen / Abreißen gesichert sind.

Oder ist ein Elko sichtbar aufgeplatzt ( "Haarriss" ) ?

Gruß
detegg
Inventar
#5 erstellt: 24. Mai 2007, 10:49
Moin,

defekte Elko´s in Standardnetzteilen wirken sich auf beide Stereokanäle aus.

@lahrgummikuh
Ist das ein ROTEL RX-202?

Gruß
Detlef
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 24. Mai 2007, 11:00
Oh sorry, ja ein Rotel.
Wenns angeklebt sein sol, dann wurde da aber massig kleber genommen......
Ich meine auch die Elkos die auf der Verstärkerplatine Sitzen. Und da gibts ja links und rechts.
Habe auch einen Serviceplan.
Bilder muss ich schauen, wenn ich am WE dazu komme

Manfred
armindercherusker
Inventar
#7 erstellt: 24. Mai 2007, 11:04

lahrgummikuh schrieb:
...Wenns angeklebt sein sol, dann wurde da aber massig kleber genommen......

ist "normal"
detegg
Inventar
#8 erstellt: 24. Mai 2007, 11:42
Kannst Du defekte/korridierte Quellenwahlschalter/Potis und/oder LS-Schutzrelais ausschliessen?

Gruß
Detlef
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 24. Mai 2007, 12:04
@detegg
hi, glaub du hast mir schonmal geholfen (mit der Plutimikation :-))))
Also: das krachen ist bei allen Quellen, balance ändern bringt nix, lautsprecherpaar Nr. 2 nutzen, kracht auch.
Lautstärke ändern, Bass oder Höhen ändern bringt auch nix.
Wie oben beschrieben fing es langsam an, und heute morgen war es schon sofort beim Einschalten da.
Dauerkrachen. Liegt nicht am LS, da getestet.
Aufmerksam wurde meine Frau, nachdem ich gestern morgen vergessen hatte den Kleinen auszuschalten und sie abends das Krachen hörte.
Wärmeentwicklung ?
Das Klebzeug war mir aufgefallen, als ich ihn wegen Lampenersatz und löten der gebrochenen Platinenwege
offen hatte. Habe aktuell noch nicht reinschauen können.
Manfred
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 24. Mai 2007, 12:06
LS-Schutzrelais : Hat der überhaupt sowas ?
detegg
Inventar
#11 erstellt: 24. Mai 2007, 12:14
Schönes Gerät!



... ob der Rotel ein Relais hat, weiss ich nicht.

Du hast ja ein SM - würdest Du an die Elektrik selber ´ran gehen wollen? ... ähem, Plutimikation?! - wo war das?

Gruß
Detlef


[Beitrag von detegg am 24. Mai 2007, 12:20 bearbeitet]
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 24. Mai 2007, 12:56
Also , wenns nur drum geht die Elkos rauszulöten und zu ersetzen, dann würd ich mich schon trauen.
In einem älteren Thread, war so ein fehler auch beschrieben, und es wurde auf die Elkos getippt.

Wo die Plutimikatio war, weiss ich nun auch nimmer .

Manfred
detegg
Inventar
#13 erstellt: 24. Mai 2007, 13:21

lahrgummikuh schrieb:
In einem älteren Thread, war so ein fehler auch beschrieben, und es wurde auf die Elkos getippt.

... Elko´s kann schon sein, aber eher rund um die Treiber-Transistoren in der Endstufe.

Fehlersuche: im SM nach einer "Trennstelle" zw. Vor- und Endstufe suchen. Dort R/L vertauschen, wenn der Fehler mitwandert, ist es die Vorstufe, ansonsten eben die Endstufe.

Detlef
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 24. Mai 2007, 13:36
oha, wenns am wochenende wirklich schlechtes wetter gibt, werd ich mich mal dransetzen.
Aber vielleicht springt mir ja schon was beim öffnen ins Auge, danke erstmal.

Aber wenn noch jemand ideen hat. Werden gerne genommen

Manfred
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 24. Mai 2007, 16:29
Ihr machts euch ganzschön schwer
Schonmal an einer kalten Lötstelle gedacht
detegg
Inventar
#16 erstellt: 24. Mai 2007, 16:33

P.W.K._Fan schrieb:
Ihr machts euch ganzschön schwer
Schonmal an einer kalten Lötstelle gedacht ;)

... DAS wäre doch zu einfach!

Detlef
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 24. Mai 2007, 16:43
Vor allem wie erkenn ich eine kalte Lötstelle. ? Die Frage mag euch jetzt banal erscheinen.......
Hmm, vielleicht sind es aber auch die 6 Punkte an denen ich die gebrochene Platine "überlötet" habe.
Ich war ja schon froh, dass dieses lötmanöver schonmal dazu führte dass der Receiver plötzlich wieder spielte

Dann erhielt ich mal den Tipp die Risse lieber mit draht zu überbrücken, was ich auch machen werde.

Aber kalte lötstellen: würden die nicht eher zu einem Dauerausfall führen ?

manfred
armin777
Gesperrt
#18 erstellt: 24. Mai 2007, 18:31
@lahrgummikuh

Könnten durchaus kalte Lötstellen sein! habe gerade an andysharps Accuphase P-300 solch ein Krachen auf einem Kanal beseitigt. Habe auch alles mit Fotos dokumentiert - werde morgen eine kleine Foto-Reparaturgeschichte einstellen, dann kanst Du schauen, wie kalte Lötstellen aussehen.

Der Kleber, der da so großzügig verteilt wurde, hat mitunter sehr unangenehme Nebeneffekte: im Laufe der Zeit wird das Zeug nicht nur langsam braun und eklig, sondern auch etwas leitend und verursacht die unmöglichsten Fehler! Wir kratzen so etwas immer sofort ab und entfernen es restlos (obwohl das manchmal eine Heidenarbeit ist, so zäh wie ds Zeugs klebt).

Am besten beides kontrollieren.

Ob der RX-202 ein Relais hat, hört man etwa 3 Sekunden nach dem Einschalten, dann macht es "klick2 und ab da hört man Ton. Wenn es kein "klick" gibt, gibt's auch kein Relais!



Beste Grüße
Armin777
Joit
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 24. Mai 2007, 21:29
Hallo,

@lahrgummikuh Wie? Keinen Saba mehr ??
Also, wenn du Elkos tauschen willst, müssen nur die µF gleich sein, Voltzahl kann ruhig höher sein, aber nicht niedriger.

Die Werte findest du meist neben dem senkrechten Balken, der den Minuspol, manchmal auch den Pluspol markiert.

Allerdings hatte ich mal mit zu hohen Voltzahlen, so 100V mehr, Probleme, das kann aber auch an dem (gebrauchten neuen) Elko gelegen haben. Normalerweise aber hat man keine Probleme mit höhervoltigen Elkos.


Kalte Löststellen sind eigentlich meist nur Haarrisse, die um die Löstelle gehen, manche Bauteile werden auch sehr heiss, und löten sich selbst aus.
Aber meist reicht es, das du einen Wackelkontakt hast, oder eben ein rauschen, genau das hatte ich auch mit einem Transistor auf einer Endstufe.
Der Kanal fing an ziemlich zu verzerren.

Aber ich würde nochmal die geflickte Stelle genau unter die Lupe nehmen, und auch sonst noch die Platine unter die Lupe nehmen.
Alles nachlöten ist auch nicht immer das beste, da die alten Lötstellen sehr hilfreich bei Fehlersuche sein können.
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 25. Mai 2007, 09:29
@joit

doch, im großen Wohnzimmer :-)
Im Büro werkelt nun der Rotel (hoffentlich wieder)
Danke für die Tipps

manfred
lahrgummikuh
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 27. Mai 2007, 20:21
Fehler gefunden FREU!!!!!!!!!

Es war nur ein kleiner Poti für "DC balance adj;"
Serviceplan ist leider englisch :-(

Der weg dahin war aber witzig für mich als laie:
Elkos sahen alle gut aus, kalte Lötstellen auf den ersten Blick nicht sichtbar, den Platinenbruch hab ich nochmal mit kabel überbrückt. hmmmm, brummt weiter.

Dann an den Tipp erinnert die Verbindung Vor-Endstufe links-rechts zu tauschen ( leider keine gefunden, aber links/rechts war der Auslöser).
An der Endstufenplatine waren zwei doppelkabel, die links und rechts, sowie zusammen an einem mittleren Pin angelötet waren. Also: mal das Kabel rechts abgelötet, aha brummen wird sogar stärker. Keine Angst der Receiver war nur kurz an zum Testen, sofort alles aus. Kabel wieder ran und das vom linken kanal abgelötet. Und siehe da, jetzt brummt der linke kanal auch.......
Also den Signalweg verfolgt und der kam zu den beiden Strompotis. Also mal kurz mit dem Elektrikerschraubenzieher
etwas gedreht: Boah kratzt der Mist !

Beide Regler rausgelötet, mit WD40 eingesprüht, den Dreck abgekratzt, mehrmals hin und hergedreht, wieder eingelötet.
Und: Alles paletti ! Sauberer Ton.

Ach ja: Natürlich hab ich aus mangel an Testgeräten, vor dem Drehen, die Ausgangsstellung der Beiden eingeritzt !

Jetzt steht der kleine grad neben mir und erfreut mich mit seinem schönen Klang.

Bei der Aktion wurde auch gleich die klemmende Signalstärkeanzeige "repariert", eigentlich hatte nur scheinbar ein Vorbesitzer ein Schräubchen in der Anzeige zu fest angezogen, jetzt schlägt sie auf jeden Fall wieder aus.

Trotzdem Danke an alle für die Tipps, die ich glücklicherweise nicht brauchte.

Manfred
armindercherusker
Inventar
#22 erstellt: 28. Mai 2007, 12:27
Glückwunsch !

Und noch Viel Freude - am Receiver und am Forum
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