Mein W-Dipol Subwoofer

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Nanobyte
Stammgast
#1 erstellt: 19. Jul 2010, 22:10
Hallo Gemeinde,

auf der Suche nach einem geeigneten Subwoofer für meine Needles deluxe stieß ich auf die Dipole nach Linkwitz und nach Ridthaler. Bei letzterem überzeugte mich das kompakte Gehäuse, daher wollte ich ihn gerne nachbauen. Doch wie? Welches Chassis, wie das Gehäuse konstruieren? Baupläne findet man im Netz nicht einfach so. Welche T&S-Parameter passen erschließt sich vermutlich niemandem einfach so, auch scheint die Gehäusedimensionierung ein sehr verwobenes Geheimnis zu sein. Irgendwie ein Bruchteil von Sd als Spalt vorne und ein x-faches hiervon zweimal hinten.

Auf diesem Board gibt es so einige Threads über "Ripole", aber eine so richtig knackige Bauanleitung gibt es nicht. Die Chassis bei Strassacker (super Laden an sich) irgendwie nicht lieferbar. Oder doch wieder?

Eine mögliche Alternative ergab sich durch den Bauvorschlag aus HobbyHifi: DiSub 12/2, bestückt mit Mivoc-Chassis der Sonderangebotsklasse: AW 3000. Was ich aus den Informationen, die ich über geeignete Chassis herauslesen konnte, sollte das doch eigentlich passen: Große Membranfläche, großer Magnet (mit hübscher Rückseite ;-)), langer Hub und...

Bestärkt hat mich diese Seite, wo sich jemand die Monovariante gebaut hat.

Axel Ridthaler hat hier mehrfach betont, daß dieses Chassis nicht für einen Ripol geeignet ist, aber ich dachte mir, das sind die einzigen Alternativ-Chassis, die schonmal dokumentiert dafür verwendet wurden und zudem billig sind. Außerdem gibt es einen Vorschlag für die Passivweiche, die wohl trotz aktiver Befeuerung ihre Berechtigung hat. Also habe ich mal 200 Kopeken bei Strassacker investiert (echt zu empfehlen der Laden!) und mir den Kit bestellt.

Ein Testgehäuse quick-and-dirty offenbarte mir im Hörtest einiges, sodaß ich weiter zur Tat schritt:

Ich habe mir zwei U-förmige Chassisträger gebaut. Die Stäbchen dienen nur der Versteifung beim Bau. Links daneben sieht man das Brett, das aus 2 U's ein W macht...

Die beiden Träger gefräst, geschliffen und teillackiert.

Die Kanten habe ich mit Silikon eingeschmiert und über Nacht trocknen lassen. Auch der Bereich, wo der Magnet anstößt, ist mit einer Schicht Silikon behandelt.

Die Dimensionierung geschah eher so nach Zufall. Da ich eh keine Ahnung hatte, wie groß die hintere Kammer denn nun werden sollte, habe ich es so dimensioniert, daß die Breite 36 cm wird. Beim zusammenprobieren ergab es sich so, daß nach der Fräsung des großen Kreises der Magnet stumpf an die Rückseite anstieß und nur der verchromte Teil mit Polbohrung herausschaute. Nundenn...

Der Aufbau erfolgte vom Deckel: Wie der Boden ein Buche Regalbrett 38 x 38, die Kanten entsprechend abgefräst. Eindrehmuttern nehmen Gewindestangen auf. Diese Muttern isn Holz zu bekommen, ist für einen Laien echt eine Herausforderung! Die senkrechten Bretter haben entsprechende Bohrungen für die Dübel.

Hier ist der Korpus montiert. Das Querbrett ist nicht geleimt, sondern auch nur mit Dübeln versehen und an den Kanten mit Silikon eingeschmiert. (vorher über Nacht trocknen lassen, sonst bekommt man es nicht wieder auseinander!) Alle Schrauben aus Messing wäre schöner gewesen.

Von der anderen Seite. Hinten wird das Ding von zwei kurzen Gewindestangen zusammengehalten.

Hier ist jetzt der Boden aufgesetzt und verschraubt. Hier zeigte sich, daß die Gewindestangen besser eine andere Position gehabt hätten (mehr zum Magneten hin), damit die Rollen mehr in die Ecken können. Dem geneigten Nachbauer sei es anempfohlen...

Zack - umgedreht - fertig! Der Anschluß erfolgt direkt am Chassis. Ich hätte natürlich noch die - vorhandenen - Schraubklemmen benutzen können. Unten links und rechts in die Mitte. Aber - och nöö - kein Bock.

So steht er im Wohnzimmer, von meinem Hörplatz aus gesehen. Der Sessel dazwischen steht nur zur Zierde in der Bibliothek.


Höreindruck:
Eines vorweg: Außer zwei guten Ohren und einem Bauch verfüge ich über keinerlei Meßequipment. Die Huptarbeit machen die beiden Needles deluxe mit dem MarkAudio CRH-70. Optisch finde ich das Purpurrot (RAL 3004) mit der güldenen Membran höchst gelungen! Und der sub dazu ist ein hübsches kleines Couchtischchen, oder?

Angetrieben wird das ganze über einen NAD 712-Receiver. Vor- und Endstufe aufgetrennt. Reckhorn S1-Aktivweiche. Thomann t-amp S150 Endstufe für den Sub. Signalquelle derzeit mein Notebook mit nuforce-uDAC D-A-Wandler an USB. Alternativ YAMAHA CDX 397 MkII.

Der Sub macht die perfekte Welle! Was ich alles im Vorfeld las über ""Absolute Perfektion" oder "Baß aus dem Nichts" finde ich absolut bestätigt. Der Baß ist einfach da, wie das selbstverständlichste auf der Welt. Ich hatte früher mal einen Bandpaß-Sub, dann einen CB. Der Dipol ist sicher nicht so pegelfest. Braucht er aber auch nicht. Er erfüllt seinen Zweck perfekt, wenn er auf den Hörplatz ausgerichtet wird. Die Breitbänder haben ja auch einen Sweet Spot.

Keine Spur von Dröhnen. Wenn er zu laut wird, wird es eh unangenehm. Aber: Das Ding ist in sich so stabil, daß man bei Partylautstärke darauf ein Täßchen Tee abstellen kann, das wackelt nicht mal!

Ich habe die Weiche mit der fetten Trafospule (sieht aus wie ein 12-V-Trafo für Halogenlampen) und dem Kondensator noch gar nicht ausprobiert. Ich denke aber, daß es dem ganzen Gebilde ein wenig die Obertöne nehmen wird.

So, ich hoffe, ich habe Euch ein wenig unterhalten.

Viele Grüße

Nanobyte
Pawl
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 21. Jul 2010, 17:42
Sehr schöner Bau!
Macht Lust zum nachbauen!
Con-Hoolio
Inventar
#3 erstellt: 21. Jul 2010, 20:55
Davon jetzt noch zwei Stück bauen, und je einen direkt neben die Needle stellen..
Pawl
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Jul 2010, 21:55
Noch ne Frage hintendran:

Wie siehts eigentlich mit Vibrationen bzw. Druck aus?
Also ich meine diesen Punch in der Magengrube, wie man ihn von so richtig starken Subs kennt - Fällt der komplett weg bei der Dipol Konstruktion oder ist er nur absolut nicht mehr ortbar?
Nanobyte
Stammgast
#5 erstellt: 23. Jul 2010, 14:27
Versuche mal beide Posts zu beantworten.

Also Pegel darf man bei so einem Sub nicht erwarten. Er hat wohl einen eher miserablen Wirkungsgrad. Also Kickbass für Hiphopfreunde ist nicht seine Stärke. Eher sehr präziser Tiefbass ist seine Domäne, die erledigt er absolut souverän. Er ist nicht ortbar, die Aufstellung ist aber nicht egal. Hinterm Sofa geht schonmal nicht, auch Zimmerecke ist nicht gut. Auch mit dem Schlitz auf den Hörplatz gerichtet ist wichtig. Aber einer davon reicht dann allemal! Durch seine Richtwirkung ist er auch gut zum Leisehören geeignet.

Den Sound würde ich so beschreiben: Eine Bassdrum macht "BAPP", ein CB-Subwoofer macht daraus "BABB", ein BR "BAMBB", ein BP "BAMBF". Ein Dipol bleibt beim "BAPP".

VG

NB
Nanobyte
Stammgast
#6 erstellt: 23. Jul 2010, 20:38
Ach ja,

@ Pawl

bzgl Vibrationen oder Druck: Es ist eher, als stünde dort ein Ventilator...
Con-Hoolio
Inventar
#7 erstellt: 24. Jul 2010, 02:49
Im Sommer sicher ein netter Nebeneffekt. Ich denke aber ein Paar ordentliche Vibrationen hätten den WAF wohl auch gesteigert
DYNABLASTER
Inventar
#8 erstellt: 28. Nov 2010, 09:38
habe zwei Fragen, warum hat Axel Ridtahler gesagt dass dieses Chassis ungeeignet ist- wenn die doch funzt, und was ist der Unterschied zwischen Ripol und W-Dipol?
Weil den W-Dipol hat Linkwitz herausgefunden, und den Ripol hat Ridtahler "patentiert"?! (ja es ist ein bischen verwirrend, weil es ueberhaupt kein wirklicher Patent von dem letzen ist, sondern nur eine Modifizierung- was sich aber viele "Erfinder" heutzutage aehnlich als Patent erlauben und abkupfern und das nervt mich ungeheuer weil ich schon als Kind immer mit wahren Erfinder umgekreist war und weiss gut wovon ich rede, wenn er es verbessert hat, dann ist das gut fuer ihn und fuer alle Leute, aber etwas patentieren dass es in Grundweise schon gibt ist ziemlich laecherlich, aber jedem das seine)


mir sieht deine Kiste nach Ripol aus, und nicht als W-Dipol, wenn ich mich nicht irre?


die Kiste hast du sehr schoen gemacht!


[Beitrag von DYNABLASTER am 28. Nov 2010, 10:09 bearbeitet]
Nanobyte
Stammgast
#9 erstellt: 28. Nov 2010, 19:20
Ich denke, der Unterschied ist grob der, daß bei Linkwitz die Magnete in die gleiche Richtung zeigen, bei Ridthaler beide nach außen. Ich fand Ridthaler schicker, also habe ich es so gebaut. Welche Feinheiten bei der Berechnung es noch gibt, kann ich nicht sagen, ich habe Pi mal Daumen plutimiziert und drauf los gebaut. Die Maße ergaben sich aus den Chassisabmessungen.

VG

Nano
elserful
Neuling
#10 erstellt: 09. Jan 2011, 15:31
Hallo Boxenbauer!
Ich bin neu hier, selbst Musiker und habe deshalb genaue Vorstellungen, wie ein Orchester klingen soll.

Für mein „Küchenradio“, einen Denon DRA345-Receiver, hatte ich noch nicht den richtigen Schallwandler, (optimaler Klang aus kleinster Box für wenig Geld), als ich im letzten Jahr den cheap trick 237 mit dem Tang Band W4-1320 als geeignet fand und zur Tat schritt. Strassacker lieferte prompt das Nötige.

Das Resultat begeistert mich, der Klang des W4-1320 ist äußerst sauber und musikalisch ausgeglichen, nur ein Quentchen mehr Präsens der Höhen durch 7,5Ohm an Stelle der 8,2Ohm-Hochtonbremse erscheint meinen Ohren in meiner Küche angemessen.
In der Tiefe läßt sich jedoch ein Mangel nicht überhören: Mehr als eine Oktave fehlt im Grundtonbereich, Kontrabässe, Pauken und tiefe Bass-drums kommen nicht zum Ausdruck.

Um diesen Mangel experimentell zu verbessern, baute ich zwei 20cm Tieftöner, die ich aus uralten (1960) HECO-Boxen gerettet hatte, in ein Dipol-Gehäuse nach Ridthaler (W-Form) ein. Die 4Ohm-Heco-Chassis hatten in geschlossensen Boxen gute Tiefen erzeugt und erschienen mir für das Experiment geeignet.
Damit nur die tiefsten Frequenzen übertragen werden, habe ich 8,2mh in Serie und 470 MF parallel geschaltet, nicht aus Berechnung, sondern weil das gerade die stärksten Werte in meiner Grabbelkiste waren. Sie lassen nur tiefes Brummen unter 100 Hz an die Schwingspule.

Weil der Denon-Receiver zwei Lautsprecherpaare betreiben kann, werden die beiden Tieftöner einfach aus dem zweiten Speakeranschluss befeuert. So kann der Subwoofer bei Musik zugeschaltet werden, bei Sprachsendungen ausgeschaltet bleiben (angenehm) .
Und nun das Ergebnis: Perfekt im Pegel angepaßt an die Tangbänder fügt das W-Dipol in der Tiefe die fehlende Oktave ein, das Fundament bekommt viel mehr Raum und Gestalt, kräftig ohne zu Dröhnen, trocken, pegelfest, bis unter 40Hz, mit gewaltigen Pauken, feingezeichneten Bässen, die ich so detailreich noch nicht gehört habe!!! Auch bei Orchester-Lautstärke voll dabei.
Die beste Stellung im Raum läßt sich experimentell finden, ein wenig Drehung kann schon viel bewirken, und dann ist dieser W-Dipol eine optimale Ergänzung für die Tang Band –Boxen, und das ohne aktive Bassverstärkung!!!!
Die ganze Kiste konnte ich aus MDF-Resten zusammenleimen, 19mm nur für die chassistragenden Teile, alle anderen mit 8mm, auf einer Grundfläche von 30x40cm. Das Ganze ist klein und relativ leicht, und durch die Impulskompensation sind keine Gehäusevibrationen im Betrieb zu tasten.
So leicht ein tadelloses Ergebnis auf Anhieb zu erhalten wunderte mich selbst, ich hatte mehr Probleme erwartet, aber nun genieße ich high end in der Küche mit vorzüglichem Bass, von der Alpensinfonie bis zu Pink Floyd großartig.
Die Qualität des Denon-Verstärkers ist an dem Gelingen des Experiments natürlich auch beteiligt.

Für aufgemotzte Partybässe oder Filmmusik mit Weltuntergängen ist der Dipol sicher nicht geeignet, aber meinem Musikgeschmack reicht er völlig, auch bei Jazz und Pop ist der Bass dezent, aber unglaublich musikalisch bis in tiefste Tiefen zu hören.
Weil das zweite Speakerpaar einfach am Verstärker zuschaltbar ist, läßt sich der Effekt des Bassdipols jederzeit demonstrieren. Bei entsprechender Musik ist das immer ein beeindruckender Gewinn, wie wenn ein flacher Raum sich öffnet und das tiefe Fundament hörbar wird.

Grüße aus der Küche
Steffen Rehm
Nanobyte
Stammgast
#11 erstellt: 10. Jan 2011, 23:35
Hallo Steffen, danke für den Bericht.

Ich möchte mein Teetischchen auch nicht mehr missen. Das ist wie die Standheizung in meinem Auto. Für Außenstehende überflüssig, aber wenn man sie einmal hatte - nie wieder ohne!

Aber in der Küche einen Dipol? Da ist der Hörwinkel doch extrem schmal. Das macht natürlich Sinn, wenn Du am Tisch sitzt und ein Brot mit Wurst und Ei mampfst, während Du Musik hörst. Aber bewegen darf man sich dann eigentlich nicht, beim kochen z.B.
Oder Deine Küche ist so klein, daß sie praktisch als Druckkammer fungiert, wie im Auto.

Ich habe in der Küche kleine Brüllwürfel (immerhin ganz ordentliche Treiberlein in einer Art MDF-Preßgehäuse) von so einem 5.1-DVD-Player-Bundle in den vier oberen Raumecken auf den Hängeschränken verteilt, den "Subwoofer" - mit einer Spule versehen und das Reflexrohr auf die richtige Länge gebracht - unten im Regal mit den Kochbüchern. Das ganze befeuert von einem Internetradio-Tuner und einem alten AKAI-Verstärker, für 12 Euro bei eBay geschossen.

Das ist eigentlich ideal, da ich einen Lautsprecher direkt neben dem Ohr habe und auch noch was höre (vorzugsweise Deutschlandfunk, WDR5, o.ä.), wenn ich am Herd stehe und die Abzugshaube läuft.

Aber das ist offtopic. Ein Küchenradiothread wäre auch mal was!

VG

Dominik
elserful
Neuling
#12 erstellt: 11. Jan 2011, 15:39
Dipol


Hallo Dominik,

Dein Teetisch ist ja nicht nur akustisch, sondern auch optisch gelungen.
Meine Kiste ist optisch primitiv, die Seitenteile noch nicht einmal geklebt, nur geschraubt, um die Chassis leichter zu montieren.
Viel Platz ist nicht in der Küche, und ich muß die Kiste auf den Küchenschrank stellen. Da oben hat sie aber einen guten background, nachdem ich ein bischen vor und zurück gerückt habe, ein paar Zentimeter sind schon hörbar.
Ein Tangband-Satellit steht auch da oben, nicht ideal, ich suche noch eine Wandbefestigung in Sitzhöhe.
Durch den hörbaren Erfolg angespornt spiele ich mit dem Gedanken, eine wohnzimmertaugliche Ausführung mit dem Mivoc AW 3000 zu bauen, so einen hübschen Teetisch wie du gebaut hast.
Als Satelliten stehen im Wohnzimmer auch zwei W4-1320 zusammen mit Bändchen-SuperHT (von Expolinear). Der Bändchen-HT ist mit 1,5 MF sehr hoch gekoppelt, er bringt nur ein „Sahnehäubchen“ ab ca. 10 000Hz, wo die Breitbänder von selbst abfallen. Die Verfeinerung des Klanges ist deutlich.

Auch dafür verwende ich einen Denon-Receiver DRA 345, den habe ich bei ebay geschossen, für ca.40E bekommt man dort hervorragende Technik.
Mir ist die einfache Möglichkeit wichtig, den Amp auch für den Dipol zu nutzen,für meine Ansprüche reicht das jedenfalls und es kommt mir sehr sauber vor. Den Tiefenregler habe ich in der Küche auf Null, kann damit den Bass also noch mächtig anheben, ist aber nicht nötig.
Viel Spaß mit Bass,
Steffen
Jo_LE
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 25. Jan 2011, 10:02
Hallo,

wie sieht es denn mit der Aufstellung aus? Kann man die relativ unkompliziert im Raum platzieren? Z.B. in einem Bereich , wo sie nicht stören oder allzu auffälig im Raum rumstehen?

Grüsse

Jo_LE
Nanobyte
Stammgast
#14 erstellt: 25. Jan 2011, 22:40
Nein, definitiv nicht.

So ein Subwoofer muß frei stehen und relativ genau auf den Hörplatz ausgerichtet sein.

VG
micha8a
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 24. Jun 2011, 21:40
mal ne Ansteuerfrage. Bewegen sich beide Membranen gleichzeitig aufeinander zu, oder phasenverschoben.

Kannst Du mal ne bissel mehr über die elektrische Verkabelung schreiben. Dein Sub hat so ein "Must-Have" Charakter :-)

Micha
Nanobyte
Stammgast
#16 erstellt: 25. Jun 2011, 10:20
Hallo,

nein Phasenverschoben sind die beiden Chassis nicht, die feuern gegeneinander. Durch die Impulskompensation vibriert das Gehäuse kein Stück.

Angesteuert wird das ganze über eine Reckhorn-S1-Aktivweiche und eine PA-Endstufe von Thomann. Dazwischen liegt noch ein passives Korrekturglied.

Ich habe Chassis und Weiche vom HobbyHifi Bauvorschlag "Disub 12-2" übernommen. Mal bei Strassacker schauen.

VG

nanonano
Grosser09
Inventar
#17 erstellt: 01. Jul 2011, 12:14
Mon moin,

@ Nanobyte

also einen sehr schoenen Teewagen hast du dir gebaut! Der gefaellt mir sehr gut, die Farbe ist auch Spitze. Auch die Buche oben und unten, schick schick schick!

Viel Spass beim hoeren!

Eine Messung waer auch mal interessant, aber wenn Bauch und Ohren gut sagen!
Tealc04
Stammgast
#18 erstellt: 01. Jul 2011, 20:26
Sehr schöne Arbeit...ich glaub sowas will ich auch haben. Kann mir jemand sagen, ob sich was beim Einsatz von 2 AWM 124 etwas am Gehäuse verändern würde? Sind diese eher weniger geeignet, als die AW 3000? ich hab nämlich 2 Mal den Sub AWM 124, da ich aber wohl bald umziehen werde, erscheint mir der Dipol besser geeignet, besonders, da er so schön als Couchtisch eingesetzt werden kann.

Danke
Nanobyte
Stammgast
#19 erstellt: 02. Jul 2011, 09:14
Laut HobbyHifi geht auch der AWM 124. Aber frag' mich bitte nicht nach Gehäsemaßen, da ich Pi mal Daumen gebaut habe. Die Außenmaße des roten Würfels sind 36x36x36 cm.

Der Bauvorschlag in HH ist auch deutlich offener gestaltet. Am besten mal bei Strassacker nach DiSub 12/2 schauen, die Direktverlinkung funktioniert nicht.
Klaus_N
Stammgast
#20 erstellt: 02. Jul 2011, 12:41
Hallo zusammen,

anhängend ein paar Bilder meines Dipols mit Visaton W300S-8. Aktiv entzerrt über Hifiakademie PowerAmp.

Bild 004
Bild 005
Bild 006

Eine dezente kleine Kiste, die in meinen 28m² für gehobene Lautstärke ausreicht.

Gruß, Klaus
Nanobyte
Stammgast
#21 erstellt: 02. Jul 2011, 18:46
Hallo Klaus,

danke für Deinen Beitrag.

Und Du wirst sicher bestätigen können, daß die sehr dekorativ (von der Frau?) uber die Blechlaterne drapierte Kette nicht rasselt!?

VG

nanunana
Klaus_N
Stammgast
#22 erstellt: 02. Jul 2011, 20:41
Hallo,

dadurch, dass ein Ripol gerichtet abstrahlt, werden Raummoden seitlich des Subs kaum angeregt.

Überhöhungen in Längsrichtung des Raumes lassen sich aktiv über den DSP sehr gut in den Griff bekommen.

Dadurch entsteht ein sehr tiefer und sauberer Bass ohne Raumresonanzen, was mancher vielleicht als "schnellen" Bass bezeichnen würden.

Zwecks höherer möglicher Maximallautstärke habe ich einen Hochpass bei 25Hz gesetzt. Ohne dieses Filter habe ich am Hörplatz 18Hz gemessen.

Gruß, Klaus
Sambista
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 28. Jul 2011, 06:10

Nanobyte schrieb:
...Den Sound würde ich so beschreiben: Eine Bassdrum macht "BAPP", ein CB-Subwoofer macht daraus "BABB", ein BR "BAMBB", ein BP "BAMBF". Ein Dipol bleibt beim "BAPP".


Perfekte Beschreibung - alle Achtung

(bau mir bald nen DiSub12-2 entweder mit zwei HCM-12T oder Omnes Audio SW 12.01 AC)
Böötman
Inventar
#24 erstellt: 28. Jul 2011, 08:02
Also: Hier gibts Strassacker Grundlagen

Nach der von dir Verlinkten Bauanleitung erscheint es mir so das eine möglichst kleine Öffnungsfläche sowie eine mölichst kleine Schallwand (Befestigungsfläche des Chassis) des Dipols erwünscht ist.

Ripolfred 1
Ripolfred 2 mit AWX184
Spider13
Neuling
#25 erstellt: 28. Jan 2012, 02:33
Hallo Klaus,

danke für Deinen Beitrag.
Ich bin auf der Suche nach einem kleinem Gehäuse aber ausreichendem Tiefbass mit "Partytauglichkeit" auf den Ripol gestoßen. Der hat mich rein optisch erst einmal sehr stutzig gemacht da 1. Die letztliche Schallwand Öffnung nach vorn doch sehr klein ist. Die Chassis doch eigentlich gegeneinander arbeiten und 2. nach hinten gegenüber einem Bassreflex riesengroß ist. Hab das Prinzip denk ich verstanden. Von wegen Austrittsgegendruck nach vorn. Und die Chassis drücken zusammen zur Seite (vorne)

Da ich mich schon auf den W300s 8 Ohm festgelegt habe (hab schon einen) und auch zwei Chassis einbauen wollte passt dein Visaton W300S-8 Dipol wunderbar zu meinen wünschen.
würdest du uns bitte die Maße der Einzelzuschnitte mitteilen?, oder Zeichnung.

Noch eine Frage an alle, was fährt sich bei den Boxen eigentlich ein.
Weshalb hören sie sich nach einer Zeit im Betrieb besser an?

Gruß
Carlos


[Beitrag von Spider13 am 28. Jan 2012, 02:44 bearbeitet]
Nanobyte
Stammgast
#26 erstellt: 28. Jan 2012, 15:22
Hallo!

Ein Ripol ist aus zwei Gründen nicht partytauglich:

Erstens ist der mögliche Pegel arg begrenzt, zweitens strahlt er sehr gerichtet ab. Deswegen taugt er auch nicht fürs Heimkino, sondern nur für Hifi mit definiertem Hörplatz.
Seestern_0_12
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 22. Feb 2012, 19:26
@ Nanobyte

Dein Sub sieht echt klasse aus, mein Glückwunsch zu der gelungenen Kombi..

mfg
Rolf
Sambista
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 26. Mrz 2018, 21:14
Hallo Nanobyte,

so ein Ripol wollte ich mir auch schon lange mal bauen, am besten gleich mit 18" Chassis. Das scheiterte dann immer an den gesalzenen Preisen. Natürlich sind 195.- billig für ein mivoc AWX 184 MK II, das sind dann trotzdem eben gleich mal knapp 400.- nur für die Chassis und das tut erstmal weh, wenn man nicht wirklich weiß, was man erwarten darf - und dann die leichte Angst vor der eigenwilligen Aufstellung - vielleicht mitten im Wohnzimmer. Als Tisch geht das dann ja vielleicht.. Etwas später lese ich hier dann mal alles von Anfang an, um etwas zu erfahren.

Gruß aus Berlin,
Tom
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