Fertig: Gradient Axis AX-6 Center

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captain_carot
Inventar
#1 erstellt: 15. Apr 2012, 10:58
So, allmählich wird´s Zeit, dass ich mich mal etwas bewege.

Seit Februar sind meine AX-6 HR (fast) fertig und ich bin eigentlich rundum zufrieden damit. Anders als zwischenzeitlich geplant möchte ich aber doch gerne bei Mehrkanalton bleiben, also muss ein passender Center her. Die einfachste Variante ist eine umformatierte AX-6 HR, die aber recht groß wird. B/H/T: 66x18x40cm

Axis Center V2

Axis BAffle

Der Bafflestep sollte eigentlich hier vernachlässigbar sein. Die Aufstellung sorgt wahrscheinlich für größere Unterschiede.

Alternativ wäre vllt. ein ganz normaler Bassreflex-Center machbar, alleine das Portvolumen wäre dabei deutlich niedriger. Mit auf ca. 30-31L verringertem Nettovolumen und Abstimmung auf 45-50Hz wäre wahrscheinlich die Untergrenze des sinnvoll machbaren erreicht. Bei gleicher Höhe und Tiefe wäre ein 10cm schmalerer Center machbar oder eben auch ein deutlich weniger tief bauender.
Die Frage wäre, wie sehr sich in der Praxis der Pegelverlust, den ich mit normal dimensioniertem Resonator gegenüber HR haben dürfte bemerkbar macht.

Kleines Edit, der BR-Center sähe so aus:
Axis BR Center

Hatte ich vorhin vergessen.


[Beitrag von captain_carot am 15. Apr 2012, 13:35 bearbeitet]
captain_carot
Inventar
#2 erstellt: 17. Apr 2012, 15:45
So, es geht weiter in der Planung. Kleineres Volumen und kleinere Hornkehle passen laut HornResp ganz gut zusammen. So komm ich auf 180cm² "Mundfläche" in 31L. Das will nun erstmal neu gezeichnet werden.
captain_carot
Inventar
#3 erstellt: 17. Apr 2012, 22:52
Aktuelle Version mit dem kleineren Hornreflexport:
Axis Center V3

Am Baffle Step ändert sich fast nix, HornResp sagt, das sieht dann in etwa so aus:
aaaaaahr
Gar nicht weit vom Original entfernt, hörbar dürfte der Unterschied so nicht sein. Auch da wird die andere Aufstellung wohl am Ende mehr ausmachen.

Ich denke, der Protokerl wird bald gebaut.


[Beitrag von captain_carot am 17. Apr 2012, 22:53 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#4 erstellt: 17. Apr 2012, 23:24
Hallo captain carot,
ich lese interessiert mit. Das wär doch auch eine Vorstellung als Leserprojekt im Magazin wert So spare ich mir ganz uneigennützig die Erfindung des Centers

Gruß Udo

PS: Die Reflexbretter würde ich von hinten gegen die Front kleben.
captain_carot
Inventar
#5 erstellt: 18. Apr 2012, 07:59
Welch hoher Besuch!

Das mit den Reflexbrettern hat in meinem Fall einen Grund, die will ich (dieses Mal) vor dem Einbauen furnieren. Schlimmstenfalls verschwende ich da etwas Furnier. Den Plan könnte ich für die Allgemeinheit auch noch abändern.

Das mit dem Leserprojekt wäre denk ich machbar, Doku entsteht hier ja praktisch von Selbst.
herr_der_ringe
Inventar
#6 erstellt: 18. Apr 2012, 08:41
soll der center auf einer anrichte etc. aufgelegt werden? frontbündig?
dann stimmt deine darstellung im edge nicht so ganz...

[klugscheissermodus]
die schallwand "vergrössert sich" aufgrund des flächenzuwachses durch das möbel "nach unten"
[/klugscheissermodus]
captain_carot
Inventar
#7 erstellt: 18. Apr 2012, 09:21
Es wäre direkt unter dem Center offen. Daran hab ich auch schonmal gedacht, aber beim offenen Möbel sollte das denke ich keine Rolle spielen. Generell gibt es das Problem ja bei jedem Center, wenn die auf einem geschlossenen "Unterstand" stehen haben die meisten zu viel untenrum, passt man den Center darauf an hat er auf einem Ständer oder einem offenen TV-Rack untenrum zu wenig.

Eine neue Wohnung für den Kram hab ich auch in Planung, wir sind uns nur noch nicht 100% einig über die Optik:
TV-RACK

Der Center käme dann obendrauf, andernfalls stände er viel zu tief. Sicher macht auch das etwas aus, das gilt aber auch wieder für jeden anderen Center. Sonderfälle wie die VIFantastisch mal außen vor gelassen.
captain_carot
Inventar
#8 erstellt: 07. Jun 2012, 10:20
So, falls weiter Interesse bestehen sollte, nachdem im Mai leider sehr viel anderes zu tun war geht es hier bald wieder weiter. Sobald ich die Seitenwände meiner Fronts furniert hab kommt der Zuschnitt für den Center, eigentlich sollte das Gehäuse dann bis Monatsende fertig sein, falls nicht schon wieder was dazwischen kommt.
captain_carot
Inventar
#9 erstellt: 26. Sep 2012, 17:23
Offensichtlich war mein Bald vom letzten Kommentar nicht so bald.

Allerdings, heute ist es tatsächlich endlich mal losgegangen. Die Innenseiten der beiden Hornkehlen sind schon teilweise furniert, erste Bilder gibt´s entweder heute Abend oder morgen.

Irgendwie war im Sommer keine Zeit und als ich neulich losbauen wollte musste ich feststellen, dass die Zuschnittsäge vom Baumarkt nicht unbedingt narrensicher in der Bedienung ist.
captain_carot
Inventar
#10 erstellt: 26. Sep 2012, 23:17
Der Monolog geht weiter.
SAM_0409

Die Seitenwände der kleinen Hornkehlchen.

SAM_0411

Rückwand und die kleine Versteifung an´s Bodenbrett gepappt, die Seitenteile stehen nur zur Anprobe da rum.

SAM_0412

Lustige Schnippelarbeit für Boden und Deckel von den Hornreflexen. Das obere Stück ist Verschnitt. Geht mit dem rostfreien Opinel zwar auch gut, die mit Karbonstahl bleiben aber länger scharf.
captain_carot
Inventar
#11 erstellt: 27. Sep 2012, 23:26
Nochmal bunte Bilder:

SAM_0413

SAM_0415
Wer sich das Leben einfach machen will sollte an der Stelle nur lackieren.

SAM_0416
Die andere Seite der Milimeterarbeit.

SAM_0417

SAM_0418

Das Ergebnis in Nahaufnahme.

Den eigentlich kinderleichten Zusammenbau hab ich mir damit erfolgreich schwer gemacht.

Sieht aber gut aus.
captain_carot
Inventar
#12 erstellt: 30. Sep 2012, 00:01
Nächste Bilderrunde
SAM_0419

SAM_0420

Beide Kanäle ganz brauchbar geworden, finde ich.

SAM_0421

Ja, die Außendurchmesserfräsung ist rund, nein, die innere für den Korbrand ist wirklich nicht rund. Ich hab keine Ahnung, wie das passiert ist.

Wird erst nachgebessert, wenn ich den Gradient hier liegen hab.

SAM_0422

Hinten stimmt´s. Leider war da anscheinend so viel Spannung im Furnier, dass es eingerissen ist. Netterweise ist das wenigstens auf der Rücksete passiert.

Morgen wird feingeschliffen und geölt.

Dummerweise ist das Geld diesen Monat recht knapp geworden, weil meine Frau ein PFerd gekauft hat. Ich weiß nicht, ob es diesen Monat mit dem fertigen Center noch was wird, also nicht sauer sein, wenn nochmal ein Baustopp eintritt.
captain_carot
Inventar
#13 erstellt: 03. Okt 2012, 12:08
So, mittlerweile steht fest, dass es erst Mitte bis Ende des Monats wieder weitergeht.

Für alle Interessenten trotzdem nochmal ein paar Bildchen, um meinen eigenen Thread beim Laden weiter auszubremsen.

SAM_0424
Nochmal die Risse auf der Rückseite. Werde die Tage noch farblich passenden Füller dafür holen. Sieht zwar nachher keiner, nervt aber.

SAM_0425
Größenvergleich Nummer eins und

SAM_0426
Nummer zwei. Klein ist definitiv anders. Den völlig versemmelten Lochausschnitt bau ich glaube ich vorsichtig nochmal auf.
otten.l
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Okt 2012, 15:28
Hi captain carot,

schaut sehr gut aus, bin schon auf das Ergebnis inklusive Klangbericht gespannt.

Gruß Lennart
captain_carot
Inventar
#15 erstellt: 05. Okt 2012, 20:07
Danke.

Ich hoffe, das geht jetzt einigermaßen fix. Irgendwie läuft mal wieder nix so wie geplant.
otten.l
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 08. Okt 2012, 21:35
Wer kennt das nicht...mein Symasym "wohnt" auch immer noch im Kabelkanal
captain_carot
Inventar
#17 erstellt: 11. Okt 2012, 18:05
So,

die Bestellung ist raus und Udo hat schon wieder verschickt, bevor ich zum Überweisen gekommen bin.

Das muss ich ganz dringend morgen früh machen.
captain_carot
Inventar
#18 erstellt: 12. Okt 2012, 15:13
Der Bausatz ist heute gekommen. Besser gesagt gleich ein Paar. Also musste ich vorhin erstmal kurz mit dem Gandalf des Lautsprecherbaus (Kommentar meines Cousins beim Erspähen von Udos Foto) korrespondieren. Seltsamerweise gab´s dieses Mal auch nur eine halbe Matte Polyesterwatte. Bei meinen beiden normalen AX6 HR hab ich gerade extra nochmal nachgeschaut.

Mit ein bisschen Glück komm ich heute Abend noch dazu, die "Weiche" zusammmenzubraten.
captain_carot
Inventar
#19 erstellt: 12. Okt 2012, 23:33
Ich habe fertig!

Momentan dudelt der Center sich ein wenig ein. Lustigerweise kann man im A/B Vergleich Mehrkanal/Stereo tatsächlich hören, wie der BB sich einspielt.

Wenn das Wetter morgen mitspielt muss ich den ganzen Kram nochmal abbauen und mein olles TV-Teil auf die Höhe einkürzen, die der Nachfolger bekommt. Momentan muss man definitiv zu weit nach oben schauen.

Außerdem werd ich natürlich mal Fotos machen. Größere Klangbeschreibungen gibt´s dagegen erst in ein paar Tagen, wenn der sich richtig eindudeln konnte.
captain_carot
Inventar
#20 erstellt: 13. Okt 2012, 16:11
SAM_0432

SAM_0433

Um es direkt vorweg zu nehmen, ja, der 32" ist zu klein und ja, der wird irgendwann in nächster Zeit ausgetauscht.

Das ganze spielt jetzt schon wirklich homogen. Hab die komplette halbe Matte Sonofil da reingepackt, bei der Bedämpfung lässt sich sicher noch was drehen, es passt bei mir aber irgendwie ziemlich genau.
captain_carot
Inventar
#21 erstellt: 14. Okt 2012, 12:04
So, mittlerweile hat das gute Stück schon ein paar Betriebsstunden drauf. Klangbeschreibung ohne EQ oder Einmessung:

Wirklich 100% gleich klingt es nicht. Das verhindert ohne Einmessung alleine schon die Aufstellung. Die größten Unterschiede gibt es da aber im Bass, der beim Center im Bereich um 60Hz einen Ticken kräftiger wirkt. Der etwas andere Baffle Step macht sich im Mittelton dagegen kaum bemerkbar, weswegen die Homogenität zwischen Center und Front-LS wirklich gut ist.
Im Hochton macht sich bestenfalls unterschiedlicher Winkel bemerkbar, was beim Abstrahlverhalten eines größeren Breitbänders aber eh zu erwarten ist.
Ansonsten bekommt man ziemlich genau das, was die AX6 HR als Standlautsprecher bietet.

Da ich durch den Raum auch gut auf 40Hz komme braucht es bei Mietwohnungskonformen Pegeln nicht unbedingt einen Subwoofer. Richtig interessant wird der erst, wenn man richtig Pegel machen will und kann (ohne sich Ärger mit den anderen Mit- oder dem Vermieter einzuhandeln ) oder wenn man unbedingt Tiefstbass haben will. Der wird meiner Meinung aber eh erst mit einem gewissen Pegel wirklich interessant.

Kommen wir zum klassischen kritischen Punkt zurück, dem Abstrahlverhalten. Für ein größeres Heimkino würde ich defnitiv auf eine andere Lösung setzen. Allerdings sind da aus meiner Sicht eh schwerere Geschütze und mindestens ein Sub Pflicht.
Im normalen Wohnzimmerkino sieht das wiederrum ganz anders aus. Mit frei Personen auf dem Sofa gibt es nicht nur keine Probleme, der Hochtonabfall unter leichten Winkeln macht sich auch viel weniger bemerkbar als die ganzen Mitteltonschweinereien vieler (Pseudo-) D'appos.
Probleme gibt das erst, wenn man wirklich weit außerhalb der Achse hört.


P.S.: Falls irgendwer meinen Monolog unterbrechen und einen Kommentar einwerfen möchte, bitte gerne.
otten.l
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 14. Okt 2012, 21:37
Hi captain_carrot,

das sieht doch nach einem gelungenen Leserprojekt aus

Optik und Klangbeschreibung wissen zu überzeugen.

Achja...der Fernseher ist wirklich zu klein

Gruß Lennart
captain_carot
Inventar
#23 erstellt: 14. Okt 2012, 22:22
Beim Fernseher kamen damals gleich zwei Probleme zusammen. Die 32" Grundig Breitbildröhre ist zu einem finanziell ungünstigen Zeitpunkt kaputt gegangen und meine Frau wollte auch keinen Riesen Fernseher.

Mittlerweile ist für nächstes Jahr was größeres angedacht, entweder 42 oder 46". Bei allem, was da drüber liegt sieht mir skaliertes SD Material zu mies aus, bei den ganz großen muss man auch für 720p Material weiter weg vom Fernseher sitzen, das wäre für mich höchstens was für ein reines Heimkino.
lampion
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 17. Nov 2012, 17:40
Moin!

Gefallen mir gut deine Lautsprecher! Ist das schon das endgültige Finish?
captain_carot
Inventar
#25 erstellt: 18. Nov 2012, 02:22
Jepp. Sieht auf den Fotos aber unscheinbarer aus als in Echt. Maserbirke und meine Digicam mögen sich nicht besonders.

Für´s nächste Frühjahr steht erstmal ein neues DIY TV-Rack an (siehe oben) und neue Regale. Da findet sich hoffentlich auch was fertiges.

Evtl. auch ein oder zwei kleine Subs. Der Peerless SLS W6 mit Detonation DT50 in 12-14L Bassreflex wär interessant, nachdem meine Frau sich nicht für einen Dipol erwärmen kann. Oder ein (zwei) passender 8" in CB. Mal schauen.
captain_carot
Inventar
#26 erstellt: 18. Nov 2012, 17:09
Zufall oder nicht?

Dieser kleine ADAM Sub sieht doch sehr verdächtig nach einem SLS W6 aus.

Was im Studiobereich gut ist muss zu Hause nicht schlecht sein. Werd mir das auf jeden Fall noch etwas durch den Kopf gehen lassen.
lampion
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 18. Nov 2012, 18:06
Aber wenn du schon ein DIY-Rack planst, könntest du doch die Subwoofer gleich selbstgebaut integrieren. Oder brauchst du mehr Flexibilität wegen nem schwierigen Zimmer?
captain_carot
Inventar
#28 erstellt: 18. Nov 2012, 19:03
Das Hauptproblem ist nicht das Zimmer sondern die Frau.

Das ließe sich nur als gut versteckter Bandpass integrieren. Da das Teil auch nicht so groß wird ginge kein übermäßig tief abgestimmter Bandpass. Mit zwei kleinen BR-Subs dürfte ich hier auch gleichzeitig auf ne bessere Bassverteilung kommen. Ursprünglich hatte ich gehofft, ich könnte in einen Tisch integrierte Dipole bauen. Das fällt aber flach, bis ich für den Kram irgendwann mal ein eigenes Zimmer mit eigenem Haus drumherum hab.
lampion
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 19. Nov 2012, 01:29

captain_carot schrieb:
Das Hauptproblem ist nicht das Zimmer sondern die Frau.

Immer wieder das alte Leid.
captain_carot
Inventar
#30 erstellt: 19. Nov 2012, 02:02
Dafür, dass das alles im Wohnzimmer steht ist sie schon ziemlich kulant.

Außer damals bei der TV-Größe.

Das hat sich demnächst aber auch erledigt, vorerst. Der nächste kommt in absehbarer Zeit und darf dann ne Ecke wachsen.
bampa
Stammgast
#31 erstellt: 18. Jan 2013, 16:44
Sieht doch richtig gut aus bisher!

Was für ein Programm hast Du da benutzt um den LS zu planen?
Sind Frequenzweichen bei Dir auch ein Thema?
Erstellt Sie das Programm automatisch?
Sorry finde das richtig interessant!
captain_carot
Inventar
#32 erstellt: 18. Jan 2013, 17:03
Das Programm für die Abstimmung ist HornResp, um zu sehen, wie groß die Änderungen der Schallwandgeometrie gegenüber den Stand-Axis sich bemerkbar macht hab ich EDGE benutzt, beides Freeware.

Eine "Weiche" bzw. bei Breitbändern eher ein Filterwerk haben die, ist allerdings das gleiche wie bei den normalen Axis AX-6 HR. Da das ein Bausatz von Udo (lautsprecherbau.de) ist werde ich da keine Bauteilwerte veröffentlichen.

Damit ein Breitbänder ohne Filter richtig klingt muss wirklich schon alles genau passen, etwa wie bei den VIFAntastisch. Bei den Axis AX-6 könnte das mit einem ziemlich großen, hyperbloischen Horn vermutlich klappen, wobei wohl trotzdem ein Saugkreis in einem bestimmten Bereich sinnvoll wäre. Das Problem dabei ist, dass dieses Horn wirklich groß wäre. Rein für´s Horn würden da schon ca. 100L draufgehen, ohne den Platz, den die Hornkontur dann noch in Anspruch nimmt.
falseawake
Stammgast
#33 erstellt: 25. Mrz 2014, 12:34
Jaja, eine Bekannte hatte mal gesagt: "Früher hatte ich Zeit und Geld, heute habe ich Pferde"

Wie bist Du mit den AX-6 HR Heimkino nach längerer Zeit zufrieden und hörst Du auch Stereo darüber?
Hast Du einen Vergleich mit der AX-8?
captain_carot
Inventar
#34 erstellt: 25. Mrz 2014, 17:01
Nach längerem Zeitraum zufrieden generell schon, nur so als Selbstbauer...

Mit den "Billigpappen" bin ich tatsächlich immer noch sehr zufrieden, mit den systembedingten Einschränkungen kann ich bisher prima leben. Im Wohnzimmer ist das teilweise sogar ein gewaltiger Vorteil. Klingt erstmal komisch, aber da der Raum nicht besonders bedämpft ist passt der Hochton hier besser als mit LS, die weniger bündeln und da alles wandnah stehen muss passt es sonst auch ziemlich gut.

Stereo höre ich damit auch, Musik eigentlich nur in Stereo. Außer dem obligatorischen BB-Problem, dass ggf. bei höheren Lautstärken und ohne Bassentlastung Übersicht flöten gehen kann hab ich da auch nix zu meckern. Bin aber eh kein notorischer Lauthörer und bei Drei Parteien Miethaus mit Vermieter direkt auf der anderen Straßenseite hört man eh selten wirklich laut.

Zur Axis 8, einen direkten Vergleich hatte ich nicht. Da die aber unten etwas dicker aufträgt sollte da mehr Wandabstand gegeben sein und generell bündeln 8" BB´s noch etwas mehr.

Im Herbst hatte ich Gelegenheit, bei einem Forenmitglied den TB W8-1808 TQWT und die HSB Lal zu hören. Die Lal ist ein toller, sehr ausgewogener und neutraler LS, für einen Mehrweger auch gute Räumlichkeit, aber eben nicht so wie beim BB. Der TB macht nahezu alles nochmal besser wie die Axis, den Bass wegen unterschiedlicher Räume noch mal außen vor. Dewegen überleg ich derzeit, ob ich ggf. noch auf den W6-1916 upgrade. Alles andere an LS-Wechseln erscheint mir mehr oder weniger sinnfrei.

AX-6 vs. AX-8: Etwas mehr an Bass und Pegel vs. etwas besseres Abstrahlverhalten, generell haben die einen gewissen "Familiensound". Falls höhere Pegel gewünscht sind würde ich da eher Richtung FAST gehen als den AX-8 zu nehmen. Für mehr Breitbänder muss in beiden Fällen deutlich mehr Geld auf den Tisch gelegt werden.
falseawake
Stammgast
#35 erstellt: 25. Mrz 2014, 19:39
Danke fürs Feedback.


Nach längerem Zeitraum zufrieden generell schon, nur so als Selbstbauer...

Jaja, Gitarristen sind auch ewig auf der Suche nach dem "PERFEKTEN" Sound. Immer diese Neugierde

Ich hab ein CerAl 4.2 Heimkino. Bis auf Stereo bin ich "eigentlich" zufrieden. Aber BB sind eben eine ganz andere Liga was diese Livehaftigkeit, Energie und Homogenität angeht. Da ich umziehe, überlege ich ernsthaft über ein Setup mit 5 großen BB nach. Wobei das WZ derart groß ist dass der größere Sweetspot der 6er sicher ein Vorteil ist.

BTW: Aktuell lassen mich meine Saba Greencones gründlich an meinem kleinen technischen Verständnis zweifeln.
captain_carot
Inventar
#36 erstellt: 25. Mrz 2014, 20:41
Warum?

Die Greencone Magie hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen, aber der ein oder andere wusste vor 50 Jahren auch schon, Lautsprecher zu bauen.
Nicht alles, was neu ist ist unbedingt gut und nicht alles alte unbedingt schlecht.
Und BB´s sind eigentlich sowieso ein halbgarer Kompromis, wenn man es von der technischen Seite betrachtet. In der Praxis sieht das dann wieder etwas anders aus.
falseawake
Stammgast
#37 erstellt: 25. Mrz 2014, 23:32
OT: Nun, einfach weil das was ich darüber höre in einer höheren Liga spielt. Die Greencones spielen meine anderen LS in einigen Bereich mühelos an die Wand (Auflösung, Detailreichtum, Dynamik, transportierte Energie, holographische Räumlichkeit, Homogenität...) Aktuell versuche ich das zu verstehen. ABER: Mit den Greencones erlebe ich persönlich gleich mehrere neue Konzepte auf einmal:

1. Open Back
2. 20er BB
3. Biegewellenwandler (der 10er Hochtöner)

Mir fehlt also der Vergleich zu aktuellen (konzeptionell vergleichbaren) LS. Deshalb kann ich noch keine Aussagen treffen, ob z.B. neue 20er noch einmal eine Schippe drauflegen oder zumindest gleichwertig spielen. Ob mich einfach Open Back mehr anspricht wie geschlossene Kisten, etc.

Es gibt dabei natürlich auch starke Einschränkungen: der Sweetspot des Greencone BB's ist sehr klein (nur eine Hörposition). Tiefbass unter 50 - 80Hz je nach Gehäuse können die nicht. Und die Aufstellung bei offener Schallwand sollte gut justiert werden. Obwohl, sch*** drauf, auf meinem Schreibtisch in Wandnähe geht schon die Sonne auf

Da werkeln ein paar Ingenieure ohne TSP Parameter und die Theorie dahinter zu kennen vor 50 Jahren in der Nachkriegszeit tief im Schwarzwald. Und bauen Lautsprecher die nach 50 Jahren IMMER NOCH ganz hervorragend funktionieren. Allein das ist schon bemerkenswert.


Und BB´s sind eigentlich sowieso ein halbgarer Kompromis, wenn man es von der technischen Seite betrachtet. In der Praxis sieht das dann wieder etwas anders aus.


Genau. Man liest/denkt/schreibt ziemlich viel über Lautsprecher - anstatt sie einfach zu hören
captain_carot
Inventar
#38 erstellt: 26. Mrz 2014, 13:39
Offene Kisten können prima funktionieren. Das Hauptproblem ist eben, ich kann die nicht irgendwo hinstellen und gut is.

Und die Theorie dahinter war Lautsprecherbauern auch anno dunnemals zu einem Großteil bekannt, quantitativ war vieles noch nicht erfasst, man musste ohne Simulation auskommen, der ein oder andere wusste aber sicher, was er tat. Das hat eben zu Voight Pipe (TQWT), Eckhörnern oder offenen Kisten geführt.
Da hat man es heute sicher um einiges einfacher. Das heißt aber nunmal nicht, dass man früher keine Ahnung hatte. Ein Konrad Zuse hat den ersten richtigen Computer auch "im Wohnzimmer" zusammengebaut.

Ich hab vor der Leistung vieler Pioniere großen Respekt, nur waren sie eben nicht ahnungslos, sie mussten ohne unsere modernen Hilfsmittel auskommen.

Zu den Open Baffle Konstruktionen zurück, das kann eine sehr feine Sache sein, jemand aus dem Forum hatte sich da mal mit dem 6er Axis in offener Schallwand und Dipolbässen beschäftigt. Solche Sachen sind aktuell für mich im normalen Wohnzimmer halt nicht praktikabel, wenn sich das Thema eigenes Haus mal erledigt haben sollte würd ich mich aber gerne noch mal damit beschäftigen.
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