Nachbau - Cobra-Horn aus HH 01/13

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king_pip
Inventar
#1 erstellt: 09. Dez 2013, 11:38
Hallo Leute,

nach langer "Reifephase" habe ich mich entschlossen die Cobra's nachzubauen. Die Lobestiraden in vielen Foren zusammen mit den schlüssigen Konzept und der wirklich sehr moderate Preis von 95€ pro Stück (ohne Holz) haben mich schließlich überzeugt.
Die Holzzuschnitte wie auch alle Bauteile sind bereits da und gestern habe ich mit den Weichen begonnen. Nicht schön, aber selten, wird sich ja eh irgendwann im Gehäuse verstecken. ;-) Aber seht selbst:
Cobra-Horn Weiche

Die Impedanzkorrektur habe ich zwar mit verbaut, da ich aber keine Röhrenstufe habe noch nicht angeschlossen. Für den Fall der Fälle ist das aber in 2 Minuten erledigt.

Als besonderes Schmankerl werden für die Breitbänder Stahlringe angefertigt, da der Blechkorb ja wirklich ziemlich labil ist. Diese sollen das Chassis dann flächig auf die MDF Platte drücken ohne das Sich der Korb verzieht. Hoffe mein Pfuscher der Wahl rückt bald rüber mit den Teilen. Der Bereich des Hornmundes wird natürlich auch mit einer Strebe versteift, da hab es ja auch immer wieder Probleme mit schwingenden Seitenwänden.
Außerdem werden die Hochtöner versteift und die Rückkammer mit Filz bedämpft und von außen mit Alubutyl ruhig gestellt.
Viele Anregungen zur Optimierung der Cobra kann man sich übrigens >>hier<< holen.

In kürze geht es weiter...
Pd-XIII
Inventar
#2 erstellt: 12. Dez 2013, 16:50
Na, da bleib ich aber auf jeden Fall dran. ich bin noch am Überlegen, ob ich das nächstes Jahr auch in Angriff nehme.
Durch die Forenbeiträge hab ich mich auch die letzten Wochen gewühlt. bin gespannt, was du zu berichten hast.Die Kosten sind ja mehr als überschaubar, alleine die Tiefe(50cm) stellt mich vor die Tatsache, dass ich noch einen geeigneten Platz finden muss.
BTW: Ich noch nicht viel Erfahrung mit Hörnern(praktisch gar keine). Wie kritisch ist die wandnahe Aufstellung bei so etwas? Oder verhält sich ein Horn da genauso wie "konventionelle" Lautsprecher auch?

Dir wünsch ich auf jeden Fall viel Spaß und vor allem Erfolg beim Bauen und Genießen der Cobras
king_pip
Inventar
#3 erstellt: 12. Dez 2013, 19:07
Hallo,
freut mich, wenn ich dir bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Was die Aufstellung angeht bin ich auch noch völlig ahnungslos, sind ebenfalls meine ersten Hörner. Das wird einfach probiert. =) Denke die Fertigstellung wird erst gegen Weihnachten. Der Typ der mir die Stahlringe anfertigen wollte meldet sich momentan nicht mehr...
Dennoch war ich nicht untätig. Hier der aktuell Stand:
02_Gehäuse-Anfang_1 02_Gehäuse-Anfang_2

De facto ist es ein ganzschöner Aufwand! Das sollte man nicht unterschätzen. Und etliche Schraubzwingen braucht man auch.

Ein Tip zum Aufbau: Es gibt immer wieder das Problem mit verrutschenden Teilen beim Kleben. Hatte ich auch bei den ersten Brettern. Der Leim bewirkt, dass auch bei geringen seitlichen Kräften ein unmerkliches abgleiten der Bretter stattfindet. Daher habe ich mir nach einigen Fluchanfällen 3,5er Spanplattenschrauben in 45mm Länge gekauft. Diese sind selbstschneidend, haben ein Gewinde mit großer Fläche und dünnem Schaft und gehen hervorragend!
Zunächst durch die Platten ein 3 mm Loch bohren, dann die Schrauben soweit hineindrehen, dass nur die Spitze leicht durch schaut, Leim auftragen und aufsetzen. Garantiert kein Verrutschen!
Ich habe auch normale 4er Holzschrauben versucht, aber da platzen einen die Platten an manchen stellen auf.
Am Ende entferne ich noch die Schrauben und setze 8er Holzdübel ein, dass ist dann Bombensicher.
Tucca
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 14. Dez 2013, 18:41
Tach zusammen,

Es gibt immer wieder das Problem mit verrutschenden Teilen beim Kleben.

Ich würde es mit kleinen Nägelchen versuchen, deren Länge etws größer ist als die Wandstärke.

Grüße,

Michael
king_pip
Inventar
#5 erstellt: 14. Dez 2013, 19:04
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass man die Spanplattenschrauben natürlich auch problemlos versenken kann, ohne das eine Platte platzt, daher kann man auch ganz auf Schraubzwingen verzichten. Die Schrauben ziehen problemlos an.
Aber klar, Nägel sind natürlich auch eine Idee, wenn man eh genug Schraubzwingen hat. =)
frico
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 14. Dez 2013, 19:06
Ponal Express hat sich bei mir bewährt.
Das kann man sogar 2-3 Minuten per Hand andrücken und es hält dann.
PokerXXL
Inventar
#7 erstellt: 15. Dez 2013, 01:13
Moin king pip

Einfach pro Brett 2-3 Drahtstifte ins Holz hämmern,wo geleimt werden soll und ca. 2-3 mm über dem Holz abknipsen.
Dann rutscht das Brett beim Verleimen und Andrücken nicht mehr.

Greets aus dem Valley

Stefan


[Beitrag von PokerXXL am 15. Dez 2013, 12:46 bearbeitet]
sayrum
Inventar
#8 erstellt: 15. Dez 2013, 09:20
Hey
Das mach ich auch bei MDF-Platten.

PokerXXL (Beitrag #7) schrieb:

Einfach pro Brett 2-3 Drahtstifte ins Holz hämmern,wo geliemt werden soll und ca. 2-3 mm über dem Holz abknipsen.
Dann rutscht das Brett beim Verleimen und Andrücken nicht mehr.


Der Sitz der Platt muss dann allerdings stimmem, verrücken bzw korrigieren geht dann nicht mehr!

Perfekten Sitz bekommt man meiner Erfahrung nach nur mit Holzdübeln hin.

Viel Spaßbeim bauen
rogerjulien
Stammgast
#9 erstellt: 17. Dez 2013, 00:47
Dielenschrauben sind auch gut geeignet, selbstschneidend und versenkend.
breitband-fan
Stammgast
#10 erstellt: 17. Dez 2013, 20:17
Hi tolles Projekt. Bin schon auf die Klangbeschreibung gespannt. Könntest du nicht ein paar Bilder vom Monacor Breitbänder reinstellen?

Cheers
Breitband-fan
king_pip
Inventar
#11 erstellt: 18. Dez 2013, 17:51
Morgen kommt ein Update mit vielen Bildern. Versprochen!
Soviel sei verraten: Die "Kisten" (wobei, "Schränke" würde diesen Konstrukten wohl noch eher gerecht) sind bereits zusammengesetzt. Morgen werden ich verschleifen und Holzsiegellack streichen. Auch die Hochtöner habe ich etwas modifiziert und bereits fertig lackiert. Nur sind immernoch die Stahlringe im Verzug, langsam nervt es. Wenn sich bald nix tut werd ich mir erstmal eine Übergangslösung einfallen lassen müssen. Denn die Hörner schreien danach angeraucht zu werden.

Wie ist eigentlich eure Meinung, Die BB einspielen oder nicht?


[Beitrag von king_pip am 18. Dez 2013, 17:53 bearbeitet]
Pd-XIII
Inventar
#12 erstellt: 19. Dez 2013, 10:22
Also ich hab bei meinen KBHs nichts einspielen lassen...allerdings nur, weil ich daran gar nicht gedacht hatte. Fand es aber interessant zu hören, wie sich der Klang von Stunde zu Stunde verändert. Ich denke, falls ich die Cobras nächstes Jahr in Angriff nehme, werde ich es mir ebenfalls nicht nehmen lassen, diesen "Reifeprozess" mit zu erleben.
king_pip
Inventar
#13 erstellt: 19. Dez 2013, 19:41
Hallo Leute,
es hat sich viel getan seit dem letzten Bereicht. Leider sind die Cobras trotzdem noch nicht fertig.
Der Typ mit den Stahlringen meldet sich leider auch nicht mehr, da muss ich mir nun etwas anderes einfallen lassen.
Hier nun der Stand der Dinge:
03_LS_2 03_LS_1
Die Hochtöner wurden mit Fliesenkleber und GFK verstärkt und beschwert. Da die Rückseite eh später mal keiner mehr sieht hab ich auf ein Finish verzichtet. Zusätzlich habe ich die Rückkammer mit Alubutyl beklebt. Den Mund habe ich gespachtelt und lackiert, damit das ganze etwas ansehnlicher wird.
03_Hörner
Hier die fast fertigen Hörner. Ich musste leider mit schleifen aufhören, weil bei beiden Zeigefinger blutig waren, auch mit Sprühpflaster war da nichts mehr zu richten. Wer hören will muss halt leiden.
Jetzt noch grundieren und dann geht es ans Aufbauen. Schätze das wird aber erst an den Weihnachtstagen. Für heute reicht's.


[Beitrag von king_pip am 19. Dez 2013, 19:44 bearbeitet]
pttltz
Stammgast
#14 erstellt: 21. Dez 2013, 21:17
Einspielen: Ja, da tut sich einiges. Die Tage bis zum Zusammenbau kannst Du dafür nutzen. Im Horn eingebaut dauert das Einspielen nämlich mangels Hub sehr, sehr lange...
king_pip
Inventar
#15 erstellt: 25. Jan 2014, 19:59
Hallo Leute, heute der längt überfällige Bericht! Die Hörnchen stehen übrigens schon seit ein paar Wochen, aber ich wollte eine gewisse Einspielzeit sowie die Stahlringe abwarten, die mir ein bekannter gedreht hat. Zunächst zum Setup: Das System besteht aus einem Yamaha AX 470 der von meinem Sansa Clip+ mit einem Signal versorgt wird. Den Player habe ich übrigens hier im Forum empfohlen bekommen, klanglich wirklich Sahne, dass kann ich nur bestätigen. Gegenhören kann ich mit den Canton LS 106, kein High-End, aber ungefähr die Preisklasse. Abgehört wird in einer noch nicht isolierten Dachgeschosshälfte mit ca. 45m². Daher gibt es nur 3 feste Wände, was den Cobras aber wohl recht gelegen kommt. Hatte sie zuvor in einem völlig unbedämpften Zimmer welches noch im Rohbau befindlich ist. Nunja, zunächst hatte die Die LS also in dem Rohbauzimmer und die BB's nur mit Schrauben und je 4 Unterlegscheiben fixiert. Der erste Eindruck war eher ernüchternd. Vor allem weil ich vornehmlich elektronische Musik (Jungle, D'n'B, Raggatek) höre. Irgendwie "muffig" und die Bühne scheint nicht so Breit zu stehen. Ich kanns schwer beschreiben. Denke aber das lag wohl an Raum, mangelnder Einspielzeit und unzureichender Fixierung der BB's. Und man muss sich wirklich erstmal an den äußerst direkten Hornsound gewöhnen glaub ich. Ich war schon im Kopf soweit das Ganze als Flop zu verbuchen... Hörner und Elektromusik? Vielleicht doch nicht die ideale Kombination? Doch an Ihrem Bestimmungsort und mit den Sahlringen versehen die Sonne auf! War gerade nochmal hören weil keiner Zuhause war und hab mal richtig Suppe gegeben. So sieht's jetzt aus:
Cobra-Horn 05_LS fertig
Echt abgefahren was die für Pegel schieben!!! Ich würde behaupten, wenn ich die LS noch mit dem Subsonic von Thel Audio unter 50Hz entlaste, kann ich in dem Raum locker Discopegel erreichen. Und damit meine ich abgef*** Elektroschuppen die einen Scheiß auf zulässige Pegel geben. Die Membran bewegt sich kaum und trotzdem spürt man die Bässe in der Lunge. Und JAAAAA endlich ist er da!! Dieser federnde, kickende Hornbass den ich so vermisst habe. Leider gehts halt, gerade für diese Art von Musik, nicht sooo Tief wie es für einige Titel müsste, weshalb perspektifisch unbedingt ein Hornsub (Eckhorn 18?) her muss. Dennoch, absolut der Hammer was man bei dem Geld bekommt. Die Canton kommen, obwohl noch kein Subsonic an den Cobras hängt, bei deutlich geringeren Pegeln in die Kompression. Auch klanglich sind die Cobras für meinen Geschmack wirklich ausgezeichnet. Hab eine Original CD von den Pixies als .wav gerippt und war sehr begeistert. Knackige Bässe, saubere Höhen und man hört auf jedenfall wahnsinnig viele Details aus der Musik heraus. Leider fehlen mir jedoch da die Referenzen zu wirklich hochwertigen LS. Noch kurz zum Thema Bündelung: Ich finde bei den LS ist das wirklich erträglich. Ich nutze die Dachkammer auch als Sportraum und höre dabei gern bei gehobener Zimmerlautstärke. Das geht soweit wunderbar. Klingt natürlich nicht wie wenn man im Stereo-Dreieck abhört, aber absolut in Ordnung. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit den LS und verneige mich ehrfürchtig vor Herrn Timmermanns.
Demnächst kommt ein Kumpel vorbei der ebenfalls Hifi-Verrückt ist und in einer Band spielt, bin auf sein Urteil gespannt. Im Frühjahr kommt denn der Lack und 2 seperate Gehäuse für die Hochtöner.


[Beitrag von king_pip am 25. Jan 2014, 20:06 bearbeitet]
Pd-XIII
Inventar
#16 erstellt: 25. Feb 2014, 11:53
Hallo Könich,

du hast die Cobras jetzt ja schon einige Zeit in Verwendung, darum möchte ich noch einmal meine Frage anbringen: Auf deinen Bildern sieht es so aus, als stünden die beiden ziemlich nahe an der Wand. Sehe ich das richtig? Wie aufstellungskritisch sind die beiden Hörner? Ich bin immer noch am überlegen, müsste Sie allerdings eben direkt an die Wand stellen, da sonst meine Wohnzimmertür versperrt wird.

Gruß
Pd

Edit: Die Stahlringe machen sich übrigens echt gut


[Beitrag von Pd-XIII am 25. Feb 2014, 11:54 bearbeitet]
king_pip
Inventar
#17 erstellt: 25. Feb 2014, 13:29
Grüße dich,
Wenigstens einer der sich hierfür interessiert.
Ist mir zwar ein Rätsel, warum offenbar so viele den Aufwand scheuen, bei der Performance die man für die paar Kröten bekommt...
Zum Thema Aufstellungskritsch:
Ja, gewissermaßen sind Sie das schon. Ich hatte sie zuvor in einem Raum der im Rohbau war, da musste man mit der Lautstärke echt aufpassen, denn die Raummoden haben brutal auf die Membranen zurück geschlagen, das ich dachte, die Teile fliegen mir gleich auseinander. Aber das ist wohl ein Grenzfall, wer Stellt die Teile schon in einen komplett leeren Raum?!? Jetz laufen Sie auf dem Oberboden. Die Wand im Rücken mit lediglich 5cm Abstand. ich find es so optimal. Hab Sie auch schon mal vorgezogen, aber so viel tut sich da nicht. Daher würde ich behaupten, auch bei dir werden Sie gut direkt an der Wand laufen.

Ich hab auch noch ein Paar Canton LS 106 stehen, die ich momentan garnicht mehr nutze. Wenn man einmal diesen federnden, treibenden Bass der Hörner kennt und die anfänglich etwas merkwürdig anmutende Klangcharakterisik (weil sehr direkt) lieben lernt will man nix anderes mehr. Selbst meine Dynaudio Contour die ich mir vor kurzem zugelegt habe klingen, wenn auch etwas besser in der Räumlichkeit, total matschig! Richtig aufblühen tun die Hörner jedoch erst bei hoher Lautstärke. Das geht aber nur, wenn bei mir keiner im Haus ist... Ich hoffe du hast keine/taubstumme Nachbarn??
Ich habe jedenfalls keinen Cent bereut! Im kommenden Winter wird noch ein Eckhorn 18 zur Unterstützung hinzu kommen, dann geht richtig die Post ab.
Die Stahlringe haben übrigens auch einiges im Bassbereich gebracht, der Kickbass kommt jetzt noch straffer! Die LS sind so richtig fest verspannt. Von Natur aus sind die Blechkörbe der BB ziemlich labil. Daher meine absolute Empfehlung sich einen Dreher zu suchen, der einen paar Ringe zusammenpfuscht...
Pd-XIII
Inventar
#18 erstellt: 25. Feb 2014, 13:53

king_pip (Beitrag #17) schrieb:
Ich hoffe du hast keine/taubstumme Nachbarn??




Hach, schön wärs. Aber bisher hat sich nur selten jemand beschwert.Eigentlich nur einmal, als ich Erich Kunzels T-Rex erlaubt habe, in meinem Wohnzimmer zu dinieren(soll übrigens mit nem Eckhorn 18 richtig derbe sein).

Vielen Dank für die Erfahrungswerte. Ich denke, ich werde das dann auch mal demnächst in Angriff nehmen...sobald ich mal wieder etwas zeit habe.

Grüße
Pd
king_pip
Inventar
#19 erstellt: 08. Aug 2014, 09:12
Hat sich schon was getan bei dir?

Ich höre die Cobras übrigens immernoch sehr gern, meine Canton's hab ich seither nicht mehr benutzt. Die stehen nur da für den Fall eines Treibedefektes...
Auch nach einem 3/4 Jahr muss ich sagen: Würde mir die Cobras auf jedenfall wieder bauen!
Pd-XIII
Inventar
#20 erstellt: 08. Aug 2014, 12:10
Naja, getan schon, aber leider nichts Gutes:

nachdem ich meine bessere Hälfte davon überzeugt hatte(steter Tropfen höhlt den Stein ), konnten wir uns darauf einigen, dass ich die Dimensionen noch einmal überprüfe und dann kann ich loslegen. Also habe ich aus Karton ein Modell gebastelt, das genauso groß ist wie eine Cobra. Und damit musste ich feststellen, dass bei egal welcher Aufstellung, die rechte Cobra die Hälfte der Wohnzimmertür zustellt. Ja sicher, kann man sich einfach vorbei quetschen...aber am Ende siegte eben doch die Vernunft.

Zusätzlich ist mittlerweile meine kleine Tochter "geliefert" worden, und damit hab ich momentan ein anderes "Projekt". Allgemein muss ich mich in Sachen HiFi momentan etwas einschränken und überlege daher, vorübergehend in das Thema Kopfhörer einzutauchen. Aber nicht zu lange. Die Cobras sind immer noch im Kopf. Erst recht seit ich den Leserbrief in der HH gelesen habe, wo einer die Cobras mit zwei Eckhorn 18-ern kombiniert hat. Das reizt mich schon tierisch. Und sobald ein Raum frei wird möchte ich das auch wieder angehen. Ich hoffe nur, das dauert nicht allzu lange.

Freut mich für dich, dass du mit den Hörnern immer noch zufrieden bist...ich werde schon noch nachziehen
ippahc
Inventar
#21 erstellt: 08. Aug 2014, 12:19

Pd-XIII (Beitrag #20) schrieb:
Erst recht seit ich den Leserbrief in der HH gelesen habe, wo einer die Cobras mit zwei Eckhorn 18-ern kombiniert hat. Das reizt mich schon tierisch.


sicher,
Cobra zu Groß,
aber schon an Eckhörner Denken!

was soll das denn bringen?
die Spielen beide bis 50 Hz.

mit Kleinen Geschlossenen "Cobras" und Eckhörnern würde ein "Schuh" draus werden!
anders nicht!
eventuell noch mit 2 x Niwo-Eckhörnern,
welche bis knapp 30 Hz kommen sollen?!
dann musst die aber auch schon wieder bei 50 raus nehmen!

ich denke das Lohnt nicht!

Pd-XIII
Inventar
#22 erstellt: 08. Aug 2014, 13:04

ippahc (Beitrag #21) schrieb:


sicher,
Cobra zu Groß,
aber schon an Eckhörner Denken!


:*


Nunja, darum warte ich ja auf den "eigenen Raum"

Ansonsten gebe ich dir recht, ich hatte mir über die Zusammenstellung auch noch nicht wirklich viele Gedanken gemacht, sondern nur den Leserbrief gelesen. Da ein derartiges Unterfangen ja eh erst in ein paar Jahren angegangen werden kann, bin ich momentan eher dabei, mir ein bisschen Basiswissen anzulesen.
Dazu gehörte zum Beispiel in den letzten Wochen herauszufinden, wie man das am besten verschaltet. Aber wie gesagt, das ganze liegt in unkonkreter Zukunft.

Danke für den Hinweis mit dem Niwo. Hab ich schon öfter gesehen den Thread, jetzt hab ich ja einen Grund den mal anzugucken.

Wobei eine Trennung bei 50Hz ja auch unsinnig ist, oder?

Und zu den 50Hz untere Grenzfrequenz der Cobras: Bei wieviel dB minus? Ich hab den Artikel nicht hier, darum kann ich über die Diagramme keinerlei Aussage treffen.

Wie gesagt meine Vorstellung stützt sich nur auf die Aussage des Leserbrief-Autors
ippahc
Inventar
#23 erstellt: 08. Aug 2014, 13:42
hast recht ,

das Cobra hat die 50 Hz bei -8 db,
dann kann man die Eckh....oder besser Niwo ,
wohl mit dem AVR bis 80 Hz laufen lassen!

http://www.lautsprechershop.de/hifi/cobrahorn.htm



wegen der Treiberwahl im Niwo schreibe mich bitte wenn es so weit ist per PM an.
king_pip
Inventar
#24 erstellt: 08. Aug 2014, 13:42
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ja, die Cobras spielen schon bis 50 Hz runter, aber das schränkt den Maximalpegel schon ein. Immernoch so laut, dass es für ne Feier langt und man schon ordentlich die Stimme erheben muss um verstanden zu werden, aber halt nicht so laut wie sie könnten. Der Membranhub wird dann einfach zu groß. Außerdem, gerade bei elektronischer Musik, kommt es zu einer art aufschwingen, wenn man Sie ohne Subsonic betreibt. Kann es schwer beschreiben, die Membran schingt gerade bei einigen Goa-Titeln mit einer überlagerten Frequenz von vielleicht 5 Hz oder so...
Aber wie gesagt, das alles spielt sich weit jenseits von Zimmerlautstärke ab.

Allerdings: Wieso soll ein Eckhorn nur 50 Hz schaffen? Ich hab mich auch schon damit beschäftigt und laut meinen Recherchen sind damit 30Hz drin, was mehr als ausreichend für jede Art von Musik sein düfte.
Die Eckhörner (bzw. eines davon) preferiere ich übrigens auch als Spielpartner, kann kaum erwarten das es wieder Winter wird... Das geht sicher bösartigst ab!

@Pd-XIII: Wo finde ich denn den Artikel mit den Cobras und den zwei Eckhörnern? Das würde mich auch brennend interessieren!

Ich würde aber die Kobras für diesen Fall bei 80 Hz (vielleicht auch bei 100) rausnehmen, dann können die Pegeln ohne ende und der Kickbass dürfte mangel Tiefbassanteil, mit den Sie sich jetzt noch abquälen müssen, ziemlich brutal sein.
ippahc
Inventar
#25 erstellt: 08. Aug 2014, 13:48
klein Bisschen OT gefällig.....

ist eben sehr Raum abhängig!


ippahc (Beitrag #724) schrieb:
moin,

hat eigentlich noch keiner Simuliert?
na dann mach ich das mal




Mivok AWX 184 im Eckhorn 18

Mivok AWX 184 im Eckhorn 18

Kilomax pro 18 a im Eckhorn 18
immerhin schon 40 Hz

ist eben sehr sehr Raum Abhängig!

Kilomax pro 18 a im Eckhorn 18

Mivok AWX 184 im NiwoEckhorn
Niwo bitte noch mal auf Die Eingabemaske Schauen ob ich die Zeichnung richtig gedeutet habe?

Mivok AWX 184 im NivoEckhorn

Kilomax pro 18 A im NiwoEckhorn
in der Tat 30 hz

Kilomax pro 18 A im Nivo

und der Erwähnte BMS18N862 im Niwo

BMS 18N862 im Nivo

ChapProst klein
Pd-XIII
Inventar
#26 erstellt: 08. Aug 2014, 14:45
Ach verdammt,

was soll der Käse? Ich hab das ganze doch schon so weit in den Hinterkopf geschoben und jetzt knallt ihr mir das ganze Buffet wieder ins Gesicht
Toll jetzt seh ich mich schon wieder nen Pappkarton basteln und den in jedem Raum des Hauses rum schieben, bis ich endlich nen passenden Platz finde.

In solchen Fällen vermisse ich das Single-Leben, da musste ich auf keine zweite Meinung achten

Also wenn es soweit sei sollte, melde ich mich wegen dem Niwo. Aber wie gesagt, das kann noch dauern
ippahc
Inventar
#27 erstellt: 08. Aug 2014, 14:54
also........

ich habe meiner Letzten Lebens Abschnitts Gefährtin gesagt ,
das ich nur einziehe wenn ich ein eigenes Zimmer bekomme.

das ging echt 3 Jahre Gut

aber die "Beziehung " leidet schon ,
wenn du abends aus "Ihrem " Wohnzimmer ne SMS bekommst,
"Kommst du bitte Rüber und Le.... mich in Schlaf?"

ansonsten war es Fast Perfekt!

herr_der_ringe
Inventar
#28 erstellt: 09. Aug 2014, 16:12
@Pd-XIII: mach aus der cobra doch einfach ne CB (qts von 0,52 machts möglich) und pack nen sub drunter (z.b. ein niwo)
ippahc
Inventar
#29 erstellt: 09. Aug 2014, 17:36

herr_der_ringe (Beitrag #28) schrieb:
@Pd-XIII: mach aus der cobra doch einfach ne CB (qts von 0,52 machts möglich) und pack nen sub drunter (z.b. ein niwo) ;)



ippahc (Beitrag #21) schrieb:


mit Kleinen Geschlossenen "Cobras" und Eckhörnern würde ein "Schuh" draus werden!

:*


na Martin
2 Doofe ,ein Gedanke!


[Beitrag von ippahc am 09. Aug 2014, 17:37 bearbeitet]
king_pip
Inventar
#30 erstellt: 11. Aug 2014, 08:40
Manchmal ist es echt nervig ein Haus zu haben, weil es einfach immer viel zu tun gibt und ich ständig am bauen bin, was einer gesunden Beziehung auch nicht immer zuträglich ist...

Jedoch ist der große Vorteil an der Geschichte, dass ich einfach eine Dachbodenhälfte besetzen kann, in der jeglicher WAF ignoriert werden kann (und muss!).

Aber zurück zum Thema, gibt glaub ich auch einen Bauvorschlag mit den Visaton BG 20 die im Doppelpack ein geschlossenenes Gehäuse bewohnen. Das ganze war auch von einem Piezo unterstützt wenn ich mich nicht täusche... Das wird auch ordentlich Kickbass liefern, kostet nicht die Welt und braucht deutlich weniger Volumen.


[Beitrag von king_pip am 11. Aug 2014, 08:43 bearbeitet]
PokerXXL
Inventar
#31 erstellt: 11. Aug 2014, 12:48
Moin King pip


gibt glaub ich auch einen Bauvorschlag mit den Visaton BG 20 die im Doppelpack ein geschlossenenes Gehäuse bewohnen.


Den gibt es direkt bei Visaton und nennt sich MB 208.
MB 208
Allerdings sollte der Sub meiner Meinung nach bis ca.130 Hz hoch funktionieren,um den sauber an die Sats anbinden zu können.

Greets aus dem Valley

Stefan
king_pip
Inventar
#32 erstellt: 11. Aug 2014, 21:49
Jaaa, Danke, genau das Konstrukt hab ich gemeint!
Wenn ich mir den Frequenzverlauf so anschaue und in anbetracht der Tatsache, dass ein Sub, auch wenn er bei 100 Hz mit 12dB/okt getrennt wird bei 125Hz immernoch 75% Lautstärke bringt sollte da jeder Sub geeignet sein. Vorzugsweise natürlich ein Eckhorn....
Pd-XIII
Inventar
#33 erstellt: 24. Nov 2014, 10:19
Hehehehe ,

so ein Kind hat halt echt auch seine Vorteile . Wir hatten neulich Besuch von guten Freunden und deren Sohn. Dieser wiederum ist schon recht standhaft und läuft wie ne eins. Der bringt mir/uns momentan immer wieder bei, was wir in den den nächsten Monaten noch schleunigst kindersicher machen sollten. Tja was soll ich sagen, meine Lautsprecher eigenen sich aus seiner Sicht ganz hervorragend zum anstippen .
Da sagt meine Frau, ich solle mir da was einfallen lassen. Antworte ich: Klar, müssen halt neue her die standfester und schwerer sind ...und schon war der Papp-Dummy wieder im Wohnzimmer

Fazit: Anfang nächsten Jahres wird dann eben doch mit einem Jahr Verspätung mit dem Bau begonnen. Hab schon ganz schwitzige Finger voller Vorfreude
PokerXXL
Inventar
#34 erstellt: 24. Nov 2014, 15:33
Moin,moin

Na das nenne ich doch mal Schützenhilfe.
Vergeß aber die Einplanung einer Treiberabdeckung nicht,da die lieben Kleinen nicht nur Kalotten eindrücken.

Greets aus dem Valley

Stefan
Pd-XIII
Inventar
#35 erstellt: 24. Nov 2014, 16:00
Danke für den Hinweis. ich denke ich werde da etwas mit Neodym-Magneten oder so machen. mal schauen. hab ja noch ein paar Wochen Zeit mir Gedanken über Farbe und Ausführung zu machen. Außerdem suche ich noch nach jemandem für die Stahlringe, das hat mir schon sehr gut gefallen. Gibts da eigentlich so etwas wie eine Zeichnung oder so(@ King Pip)?
PokerXXL
Inventar
#36 erstellt: 24. Nov 2014, 16:02
Moin,moin

Das mit der Magnetbefestigung hat was.

Zeichnung wofür denn?

Greets aus dem Valley

Stefan
ippahc
Inventar
#37 erstellt: 24. Nov 2014, 16:37

Pd-XIII (Beitrag #35) schrieb:
Danke für den Hinweis. ich denke ich werde da etwas mit Neodym-Magneten oder so machen. Außerdem suche ich noch nach jemandem für die Stahlringe,


moin,

wegen der Ringe hat mir @sir phil angeboten welche für die Vifantastisch zu machen ,wenn ich welche brauche.
frage ihn doch mal...
komischerweise geht der Link auf den #Post danach?
http://www.hifi-foru...183&postID=2487#2487

Magnete habe ich seinerzeit 1 cm 5 mm Dick für Subs Abdeckungen unterm Lack Versteckt!
geht sehr gut!

Pd-XIII
Inventar
#38 erstellt: 24. Nov 2014, 16:47
ich dachte mir, dass ich die Magnete von hinten in die Schallwand einlasse, von vorne ist dann nicht mal Kosmetik notwendig. Aber das muss ich erst mal an nem Dummy testen.

Wegen den Ringen will ich mal meinen Schwager fragen, der müsste auf Arbeit die Möglichkeiten dazu haben.
ippahc
Inventar
#39 erstellt: 24. Nov 2014, 16:56
also nur mit Lack haben die 5 mm Gehalten,
von hinten damit die Spitze vom Holzbohrer nicht durch kommt,
würde ich 1 cm Dicke nehmen,

und nicht die Pole verwechseln

Edit : und natürlich ein Tiefenanschlagring nicht vergessen!


[Beitrag von ippahc am 24. Nov 2014, 16:57 bearbeitet]
king_pip
Inventar
#40 erstellt: 16. Dez 2014, 11:58
Zeichnung zu den Ringen? Oh, ähhhh das ist schon eine Weile her. Hab ich glaub ich nicht mehr. War auch nur auf ein Stück Papier gezeichnet... so kompliziert ist die Geometrie ja nicht.
Pd-XIII
Inventar
#41 erstellt: 22. Apr 2016, 13:43
Nun, ich trau es mich ja schon fast nicht schreiben. Erst recht nicht, wenn ich mir den Thread noch mal durchlese, aber:


Hey, seit gestern kommen die ersten Töne aus meinem ersten Cobra Horn:
image20160421_214234415[1]

Das zweite wird dann wohl heute oder morgen so weit sein:
image20160421_214323414[1]

Dann müssen die beiden nur "nur noch" lackiert werden....ich hoffe es dauert dann nicht nochmal 16 Monate
Pd-XIII
Inventar
#42 erstellt: 22. Apr 2016, 13:58
Einzige Anforderung meiner Frau war ja die Standsicherheit. aus diesem Grund habe ich den Hohlraum mit Sand gefüllt und die Bodenplatte aufgedoppelt.
image20160420_195154726
Zweites hat vor allem den Hintergedanken, dass in der unteren Hälfte Einschlagmuttern verbaut wurden, welche durch die doppelte Wandung nicht sichtbar ist. über diese 4 Gewinde kann ich dann nachträglich(falls notwendig) eine erweiterndee Fußkonstruktion anschrauben.
image20160320_170833145

Den hinweis mit der Abdeckung habe ich auch dankend mit aufgenommen. Habe hierfür ein paar Versuche mit Neodymmagneten gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
Das beste Ergebnis bekam ich mit 15mm Neodymtabletten mit 3mm Stärke hin, da ich hiermit die stärke nach und nach steigern konnte.Also 4 Löcher in die Schallwand von hinten mit einem Forstnerbohrer ca.10mm reingebohrt. Tiefer habe ich nicht wirklich getraut, da auf dem Bohrer ja vorne diese Zentrierspitze drauf ist, welche gut 6mm hervorsteht und eventuell die Front durchbohren könnte. dann einen Tropfen Heißkleber auf je eine Magnettablette und einkleben. Dann nach und nach auffüllen bis der Rahmen hält, aber auch wieder abnehmbar bleibt.
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Der Rahmen selbst wurde aus Leisten mit 4mm Stärke gebastelt, in dem dann wieder mit dem Forstnerbohrer 3mm tief eingebohrt wurde, so dass eine Tablette komplett darin verschwindet.


Bei mir lief es auf je 3 Tabletten(9mm) oben und 4 (12mm) unten raus. Ich hätte zwar gerne auch oben 4 Stück verbaut, aber das kollidierte dann mit dem Deckel...hätte ich mal 2mm tiefer gebohrt. Egal, der Rahmen hält.


[Beitrag von Pd-XIII am 22. Apr 2016, 14:09 bearbeitet]
Pd-XIII
Inventar
#43 erstellt: 02. Jun 2016, 13:52
So, also: Seit zwei Wochen stehen die Cobras bei mir im Wohnzimmer:
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Hatte leider erst gestern mal zwei Stunde Zeit um mal ein bisschen rum zu probieren. Das war unerwarteter weise auch ziemlich nötig. Ich dachte ja eigentlich, dass sie von der Aufstellung her ziemlich unkritisch sind. Durch den ungünstigen Aufstellungsort war dies allerdings etwas tricky.
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Wie man sieht steht der rechte Lautsprecher sehr in der Ecke, während der linke mehr oder weniger in der Türe steht. Beide haben die Wand unmittelbar im Nacken(8cm). Ich hatte eigentlich erwartet, dass es eventuell zu starkem Dröhnen kommen würde. Wenn man vor den rießigen Kisten steht, erwartet man allgemein einen ziemlich heftigen Bass, was mich so auf den letzten Wochen immer etwas zwiefeln ließ. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Am Hörplatz war der Bass eher zurückhaltend, was mir sehr entgegenkam. Dafür donnerte es im angrenzenden Flur ziemlich heftig, so dass die ersten beiden Hörsessions abgebrochen werden mussten, weil beide male die Kinder aus dem Schlaf "gedrückt" wurden. Gestern habe ich mich dann doch dazu entschlossen, etwas mehr mit der Aufstellung zu spielen. Am Anfang standen beide Parallel, also nicht auf den Hörplatz ausgerichtet. Abstand zwischen den Lautsprechern ist ca. 1,70m, zum Hörplatz sind es ca. 2,80, also ein sehr spitzes Stereo Dreieck. Bei dieser Ausrichtung war die Räumlichkeit zwar vorhanden, aber die Bühne wirkte leicht zerrissen und mir kam der Klang eher so vor, als würde er ziemlich an den Lautsprechern kleben, was ja den bisherigen Eindrücken widerspricht. Der Bass war sehr zurückhaltend, im Flur und außerhalb des Hörplatzes aber sehr präsent. Im Flur eben so laut, dass der erste Hörversuch abgebrochen werden musste.
Danach habe ich die Lautsprecher direkt auf den Hörplatz eingewinkelt. Phantomschallquelle war jetzt perfekt mitten im Raum, aber eben sonst kaum wahrzunehmen, also fast keine Bühne. Dafür war im Flur alles im grünen Bereich. Darum habe ich wieder "ausgewinkelt" und die Lautsprecher zeigten nur noch tendenziell auf den Hörplatz. Damit wurde die Bühne schon wieder größer aber irgendetwas störte mich immer noch. Abgesehen davon wurde es im Flur auch wieder lauter, was zum Abbruch der zweiten Session führte.
Gestern hatte ich dann richtig Lust auf Musik hören und Lautsprecher anpassen. Noch dazu war meine Frau ihrem Hobby fröhnen und ich musste mir keine Kommentare bezüglich meiner Musik anhören und den Spaß vermiesen lassen. Als die Kinder dann wieder schliefen habe ich mir dann ein paar Alben geschnappt um erst einmal heraus zu finden, was mich den jetzt noch stört. Metronomys English Riviera rein und erstmal überrascht gewesen, wie richtig das doch eigentlich klingt. nach den üblichen 3 Tracks zum warm werden war der Störfaktor recht schnell ausgemacht: Zu wenig Bühne(gut, ich habe jetzt ein Jahr mit Open Baffle gehört) und vorallem alles sehr rechtslastig. Aber jetzt nicht so, dass die Phantomschallquelle "Mitte" jetzt stark nach rechts gerückt wurde, aber der rechte Lautsprecher war mir schon zu deutlich ortbar. Nun gut, der steht ja auch voll in der Ecke, da wird man nicht viel machen können. Dann erst mal um die Bühne kümmern und wieder parallel aufstellen. Komischerweise gefiel mir das plötzlich deutlich besser als beim ersten mal und das Bühnenbild wirkte auch nicht so zerrissen wie ich das in Erinnerung hatte. Der rechte Lautsprecher verschwamm akustisch und war nur dann zu orten, wenn ich mich wirklich darauf konzentriert hatte. Aber der Linke war jetzt etwas unterpräsent, was die ganze Bühne nach rechts verschob. Mist, was nun. Wieder den Kompromiss lassen? Ich beschloss, erst einmal etwas unkonventionelles zu probieren und winkelte nur das linke Cobra Horn leicht auf den Hörplatz ein(ca. 1/2 Winkel). Wieder auf die Couch und Play gedrückt. Und nun kam dieses wundervolle Gefühl, wenn man die richtige Aufstellung gefunden hat, so als würde es einfach einrasten. Die Bühne reicht jetzt etwas über die Raumgrenzen hinaus, steht mittig und wirkt näher an mir, soll heißen: Stimmen stehen vor den Lautsprechern. Der Sweet Spot ist ziemlich breit und reicht über die gesamte Couch von rechts nach links. Der Bass wrude am Hörplatz etwas präsenter ohne aufgedickt zu klingen. nach etwas Eingewöhnungszeit war das für mich auch in Ordnung. Netter Nebeneffekt ist, dass es nun auch im Flur sehr ruhig ist.

Ich gehe davon aus(ohne es testen zu können), dass ein eher Stumper Winkel(>60°) vorteilhaft für die Cobra Hörner wäre. Zu dieser Erkentniss komme ich, da die Räumlichkeit noch ein gutes Stück zunimmt, wenn ich den Hörplatz 1-1,5m nach vorne verlege. Dann wird allerdings der Bass wieder aufdringlicher, was ich in meinem Fall auf den geringen Wandabstand zurück führe. Vielleicht hat hier noch jemand Erfahrungen mit unterschiedlicher Aufstellung gesammelt und kann dies evtl. bestätigen oder dementieren.

So, nun zur generellen Einschätzung der Lautsprecher:
Ich kann definitiv nachvollziehen, warum hier viele sehr angetan von den Cobras sind. Es sind sehr ausgewogen und detailliert aufspielende Lautsprecher, die unglaublich räumlich wiedergeben. Dabei bauen Sie eine Bühne auf(nach gefundener Aufstellung), welche sich komplett vom Lautsprecher loslöst, die Raumgrenze leicht überschreiten und sogar in der Höhe(von Boden bis Decke) Details einfach so erscheinen lässt(Glockenspiel, Klatschen, Fingerschnippen). "Einfach so", das trifft allerdings auf alles zu, was man ihnen serviert. Sie spielen es "einfach so", mit einer Leichtigkeit, dass ich mir nicht sicher bin, ob sie mit irgendetwas zu überfordern wären. Dabei bin ich von Kunzels Orchester über Benjamin Clementine und Caribou bis hin zu Slipknot durch wirklich viele Genres gewechselt und es wurde alles, wirklich alles, sauber und aufgeräumt wieder gegeben. Somit kann ich es nur bestätigen, dass es sich bei den Cobras um Lautsprecher für jede Musik handelt: Prädikat Universallautsprecher. Es klingt einfach alles gut. Die einzigen, die Probleme mit der Charakteristik haben könnten, sind HipHop-Fans, da ich finde, dass die Stimmen hier etwas mehr in den Vordergrund rücken und der Beat etwas(!!!) weniger Beachtung erährt. Fand ich wiederum schon bei den CT269 gut, da ich die Texte in diesem Genre eigentlich wichtiger finde.

Was ich ziemlich krass finde, ist die Erwartung die man an den Lautsprecher hat wenn er vor einem steht. Ich meine, die Dinger sind wirklich imposant und ähnliches erwartet man dann auch letztendlich davon. Also einen wuchtigen und massiven Klang, der einen mehr oder weniger in die Couch drückt. Die ersten Klänge stellen aber sofort klar, dass es hier um etwas gänzlich Anderes geht. Es ist das Feinzeichnen, das Detaillierte, Luftige, völlig Freistehende, was die Cobra Hörner ausmacht. Mit Feinzeichnend meine ich allerdings nicht sezierend im Sinne eines Studiomonitors oder K702, das sind sie nicht. Ohne etwas schönzufärben(wenn vorne Sch e eingelegt wird kommt hinten kein Gold raus) stellen sie Musik natürlich dar, verzeihen aber kleinere Fehler ohne diese großartig herauszustellen.

Vom subjektiven Frequenzgang würde ich sie ausgewogen beurteilen, mit(in meinem Wohnzimmer) einem etwas angehobenen Mitten- / unteren Höhen- Anteil und einem "leicht" betonten Oberbass. Die Höhen sind nicht schneidend oder aggressiv, sondern fallen eher rund ab, andere würden wohl von seidigen Höhen schreiben. S-Laute werden nur zum Problem, wenn sie entsprechend aufgenommen wurden, also kein Problem der Lautsprecher. Ich hatte bisher sogar fast den Eindruck, dass sie Lispeln etwas minimieren(kann aber auch von meiner Hörgewohnheit mit dem T90 kommen). Der Frequenzkeller geht schon ziemlich tief, davon hatte ich mir allerdings etwas mehr erwartet. Ja, ich weiß, der gemessene Frequenzgang zeigt ja auch, dass ab ca. 50HZ abwärts nicht mehr soo viel los ist. ich dachte, dass hier der geringe Wandabstand noch etwas nachhilft. Es geht aber trotzdem immer noch tief genug runter, ohne dass ich etwas vermisse.
In einem anderen Thread habe ich vor ein paar Wochen gelesen, dass dem Cobra Horn das Prädikat Spaß-Lautsprecher ausgesprochen wurde. Dem möchte ich widersprechen und behaupten, dass viele, die nach so etwas suchen mit dem Cobra Horn nicht glücklich werden würden und eher eine Enttäuschung zu erwarten haben. Dafür ist es einfach zu ausgewogen.

Als Abschluss noch etwas, was mir die Argumentation bei meiner Frau vereinfacht hat und auch im Artikel beschrieben wurde: Die Cobras eignen sich gut für Leisehörer. Das unterschreibe ich vom Fleck weg. Auch wenn die Qualitäten bestimmt eher auf der rechten Hälfte des Volumenkopfes zu finden sind, schon deutlich unter Zimmerlautstärke baut sich die Bühne auf und das volle Frequenzspektrum wird ausgeglichen dargestellt. Das ist für mich schwer zu beschreiben, aber sie klingen auch leise sehr Groß.
ippahc
Inventar
#44 erstellt: 02. Jun 2016, 21:10
@Pd-XIII ,

na dann Danke ich mal für dein Eindruck

Pd-XIII
Inventar
#45 erstellt: 03. Jun 2016, 20:15
Muss mir kurz selbst widersprechen:

Nach dem ich mir gerade Jesper Munks Claim anhöre und dabei über die beiden Tracks "Soldier of Words" und "
Clean" gestolpert bin, muss ich anmerken, dass mir in Sachen Tiefbass absolut nichts fehlt.
ippahc
Inventar
#46 erstellt: 03. Jun 2016, 21:35
na da greifen wohl nur deine Raummoden.
aber dann ja Positiv!

kingofpain84
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 20. Jul 2016, 10:55
@ Pd-XIII: Danke für deine Ausführliche Beschreibung.

Bei mir steht der Bau des Horns jetzt auch an. Kannst du schon etwas zur Einspielzeit sagen? Bei meinen kleinen Fostex-Hörnern war dieser Effekt ja extrem und ich finde gerade im tieferen Frequenzbereich hat sich da in den ersten Wochen einiges getan. Ich betreibe diese mit einer kleinen Bass-Anhebung und so mancher sucht da den kleinen Subwoofer in meinem Wohnzimmer
Pd-XIII
Inventar
#48 erstellt: 20. Jul 2016, 11:12
Da kann ich nicht wirklich viel darüber sagen. Nachdem ich den Einspielprozess bei den kleinen Bretterhaufen damals so krass fand, sollte ich nicht erste ewig warten, bis die Cobras sich eingespielt habe und habe die Breitbänder schon während der Bauphase immer mitlaufen lassen. Eine großartige Veränderung konnte ich nicht mehr feststellen.

PS.: Muss gerade feststellen, dass mir Jazz mit den Lautsprechern unheimlich gut gefällt. hatte da vorher immer ein Problem, dass Trompeten nervten. Jetzt ergibt sich ein rundes Klangbild.
Roschi
Schaut ab und zu mal vorbei
#49 erstellt: 08. Mai 2017, 18:58
@Pd-XIII
Sehr schöne Beschreibung, danke! Und danke für die PN. Jetzt bin ich richtig motiviert, die zu bauen. Mit Ringen, die drehe ich selber. Gerne für ein paar € auch für Andere.
Gruß Robert
Roschi
Schaut ab und zu mal vorbei
#50 erstellt: 09. Mai 2017, 13:29
Nachtrag:
Ich muß die Bausätze erst haben, dann kann ich Vorschläge zu den Ringen machen. Diese Woche bin ich dienstlich unterwegs, am Samstag wird wohl bestellt. Wer eine feste Vorstellung hat , her damit. Also Maße, Material, Fasen... Ich sag dann ab nächster Woche was dazu. Ich arbeite in einer Ausbildungswerkstatt mit Behinderten und könnte das in kleiner Stückzahl für den Materialpreis plus Porto machen, solange es an unserer konventionellen Drehbank zu machen ist.
Gruß Robert
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