Transmissionline nach Bailey 1972 - Ein kleiner Bericht

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JonasH
Stammgast
#1 erstellt: 08. Mrz 2014, 17:36
Hallo zusammen,

an dieser Stelle möchte ich meine Selbstbaulautsprecher vorstellen.

Bailey TML - 1

Es handelt sich um Transmissionline-Gehäuse nach einem Artikel von Bailey aus dem Jahr 1972. Besonderheit ist die dreieckförmige Line, die Resonanzen verhindert. Chassis sind als Hochtöner ein KEF T27, als Mitteltöner ein KEF B110 und als Bass ein KEF B139. Die Frequenzweiche wurde von KEF für diese Kombination entwickelt, es ist eine DN12.

Warum gerade diese Lautsprecher?

Ich hatte bisher immer Kompaktlautsprecher. Schlecht waren die nicht, allerdings geht natürlich im (Tief-) Bassbereich nicht so besonders viel, was sich des Öfteren auch bemerkbar machte. Einen Subwoofer wollte ich nicht, also musste etwas Neues her. Ein Blick auf die kommerziell gefertigten Lautsprecher brachte mich nicht weiter. Keine wesentliche Verbesserung gegenüber den vorhandenen Lautsprechern, oder zu teuer. Also Selbstbau. In der Vergangenheit habe ich auch schon Lautsprecher gebaut, allerdings mehr zum Vergnügen.

Von Transmissionline-Lautsprechern hatte ich zuvor schon gehört, der Bassbereich dieser Konstruktionen wurde als „besonders gut“ oder zumindest als „besonders“ angepriesen, deswegen konzentrierte ich mich von Anfang an auf dieses Bauprinzip. In der Recherche-Arbeit zeigte sich eher Enttäuschendes. Der allergrößte Teil der Konstruktionen nutzte den Vorteil des starken, ausgedehnten Bassbereichs einer Transmissionline nur dazu, einen viel zu kleinen und somit im Frequenzgang eingeschränkten Basslautsprecher zu unterstützen. Das wollte ich definitiv nicht, denn vom Frequenzgang her hätte ich da genauso gut meine Kompaktlautsprecher behalten können. Doch viel andere Auswahl hat man überraschender Weise nicht. Und so kam ich schließlich auf die uralten Pläne aus den 60er- und 70er-Jahren, die noch für den meiner Meinung nach hinreichend großen KEF B139 entwickelt wurden. Mein Anfänglicher Plan, die großen englischen IMF-Monitorlautsprecher nachzubauen, scheiterten daran, dass ich keine bemaßten Bauzeichnungen dafür finden konnte. Und so kam ich schließlich auf die Transmissionline nach A. R. Bailey. Hier ein Link zu dem Artikel, der 1972 zu diesen Lautsprechern veröffentlicht wurde:

LINK

Vorteile dieser Lautsprecher, schnell zusammengefasst, sind die Maße, relativ breit, dafür nicht besonders hoch, so dass sie auch unter die Schräge des Zimmers passen; und die Aussicht auf ein sehr ungewöhnliches Ergebnis. Bassreflex gibt’s ja schon millionenfach im Laden zu kaufen
Als Nachteil muss natürlich die enorme Größe stehen. Kompakt geht anders, aber das wollte ich ja sowieso nicht mehr.
Als nächstes Problem ergaben sich die Chassis und die Frequenzweiche. Zunächst dachte ich daran, moderne Chassis auszuwählen und mit geeigneter Frequenzweiche in das alte Gehäuse einzusetzen. Doch wegen mangelnder Fachkenntnis und akuter Unlust, mich in ein Simulationsprogramm einzuarbeiten, wurde daraus nichts. Interessant wäre aber bestimmt, was man da so an modernen Chassis einsetzen könnte und welche Ergebnisse sich damit erzielen ließen.
Zur Hilfe kam mir der Zufall. In einem von mir nur selten genutzten Paar KEF Coda Lautsprechern von 1971 entdeckte ich sowohl den KEF B110 (dort als Tiefmitteltöner eingesetzt) als auch den KEF T27. Damit waren die Hälfte der benötigten Komponenten bereits vorhanden, und das kostenlos Auf Ebay konnten zum akzeptablen Preis dann auch noch ein Paar B139 Tieftöner und die DN12 Frequenzweichen erworben werden. Dazu noch etwas vernünftiges Kabel, um die von KEF verbauten mickrigen Litzen zu ersetzen, ein paar Bananenbuchsen für die Anschlüsse aus der Bastelkiste, und die elektrischen Komponenten waren komplett.

Der Aufbau

Hier ein Plan aus dem Lautsprechergehäuse-Baubuch von Klinger, in dem die Maße des originalen Plans in Millimeter übertragen wurden:

TML-Plan

Da meine bisherigen Versuche, Lautsprechergehäuse mit Fuchsschwanz oder Stichsäge zurecht zu sägen, eher zweifelhafte Ergebnisse brachten, ließ ich das Holz direkt beim Kauf im Baumarkt zurechtsägen. Das hatte auch unbestreitbare Vorteile beim Transport nach Hause. Den Plan hatte ich zuvor für die Verwendung von 19 mm-Platten anstelle der im oberen Plan angegebenen 16 mm-Platten modifiziert.

TML-Plan 2

Leider hatte der Baumarkt MDF-Platten nicht in ausreichender Menge vorrätig, weswegen ich auf Spanplatte ausweichen musste. Rückblickend kann ich sagen, je dicker und massiver die Platten, desto besser. Bei meinen Lautsprechern ist bei gehobener Lautstärke leichte Vibration des Gehäuses fühlbar. Der Zuschnitt erfolgte millimetergenau zu meiner vollsten Zufriedenheit. Die 45°-Winkel der inneren Trennwände habe ich mit einer Stichsäge zurechtschnitzen können.
Im Folgenden ein paar Impressionen aus der Bauphase:

TML-Bau 1

Zur Anordnung der Chassis auf der Lautsprecherfront habe ich keine Informationen gefunden, abgesehen davon, dass die Lautsprecher selbstverständlich symmetrisch aufgebaut werden. Allerdings hat man auch keine große Wahl, da es im Gehäuse mit eingesetzten Trennwänden zu den Seiten hin relativ eng wird. Letztlich habe ich Hoch- und Mitteltöner so eingesetzt, wie sie zuvor in den KEF Coda-Gehäusen angeordnet waren. Der Tieftöner ist so eingesetzt, dass er zu dem oberen und dem seitlichen Rand der Schallwand den gleichen Abstand hat.

TML-Bau 2

TML-Bau 3

TML-Bau 4

TML-Bau 5

Im originalen Artikel wird eine komplette Befüllung der Line mit Schafwolle vorgeschlagen. Das war mir jedoch ziemlich wenig sympathisch, zum einen wird die Wolle über die Jahre zusammensacken, bis irgendwann alles am Boden liegt, sodass man die Lautsprecher alle paar Jahre wieder zerlegen darf. Zum anderen ist Wolle ein Naturprodukt, und wenn da Tiere (Motten usw.) reinkommen, hat man nur wenig Freude damit.
Daher habe ich mich, basierend auf einem Hinweis, den ich im Internet fand, dazu entschieden, das ganze Gehäuse mit 4 cm dickem Noppenschaum auszukleiden. Bestellt habe ich diesen über Ebay direkt von einer Schaumstoff-Fabrik, zu einem meiner Meinung nach recht günstigen Preis. Etwas weniger als 5 m² habe ich am Ende benötigt. Nach fehlgeschlagenen Versuchen mit doppelseitigem Klebeband habe ich alles (mehr als einmal meine Hände inklusive) mit Heißkleber festgeklebt. Das hält.

TML-Bau 6

Die Vorder- und Rückseiten der Gehäuse habe ich mit mattschwarzem Lack behandelt. Eine Schaumstoffrolle brachte gute, gleichmäßige Ergebnisse. Die Unterseiten der Gehäuse habe ich, sollte späterer Service notwendig werden, mit zahlreichen Schrauben nur verschraubt. Im Normalbetrieb lastet das gesamte Gewicht der Box auf dieser „Naht“, das sollte also kein großes Problem darstellen.

Die Chassis habe ich mit Schrauben eingesetzt, die ich passend zu den Chassis teilweise lackierte. Bei den B110 brach mir beim Einbau jeweils eines der äußerst billig ausgeführten Anschlussfähnchen ab. Ein paar billige Ghettoblaster-Lausprecherchassis lieferten zum Glück passenden Ersatz. Die Verkabelung wurde mit dicker Kupferlitze durchgeführt. Bei den T27 Hochtönern ist die dünne Litze durch die Frontplatte hindurch geführt und auf der Vorderseite mit den Anschlüssen der Schwingspule verlötet. Dort habe ich die originale Litze auf der Rückseite kurz abgeschnitten und die neue, dicke Litze angelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert. Die Weiche ist in den Noppenschaum gedrückt festgeschraubt. Die Bananenbuchsen sind mit Zweikomponentenkleber luftdicht in die Rückwand eingeklebt.

Zum Schluss wurden die Außenseiten der Gehäuse mit einer DC-Fix-Folie bezogen. Gewiss, das ist eine ziemlich billige Lösung, aber sie bietet den Vorteil, dass spätere Änderungen möglich bleiben. Höherwertiger und schöner, aber auch ungleich arbeitsintensiver wäre zweifellos ein Furnier.

Das Ergebnis

Mittlerweile sind die Transmissionline-Lautsprecher seit etwa einem halben Jahr Teil meiner meistgenutzten Stereoanlage. Allein schon dies beweist: Schlecht klingen sie nicht
Auch mit der abgeänderten Bedämpfung scheint der Frequenzgang das zu halten, was der Artikel versprach. Leider fehlt mir die Technik bzw. die Software, um Messungen durchzuführen. Einen Sweep habe ich durch die Lautsprecher abgespielt und angehört. Somit kann ich sagen, Frequenzen werden auf jeden Fall ab 15 Hz bis mindestens 18 kHz wiedergegeben. Über 18 kHz höre ich nichts mehr. Im Bassbereich fiel mir eine gewisse, hörbare Welligkeit auf, das kann an den Lautsprecherliegen, vielleicht aber auch am Raum.
Die Frequenzweichen weisen an ihren Eingängen eine Impedanz von ca. 8 Ohm auf, die maximale Leistung (RMS-Dauer) liegt bei relativ moderaten 50 W.
Typisch für Transmissionline-Systeme ist die schlechte Effizienz. Für leicht gehobene Zimmerlautstärke wird hier schnell eine Spitzenleistung von 20 W erforderlich. Kleine Röhren- und/oder Class-A-Verstärker wären mit diesen Lautsprechern also völlig überfordert. Ich selbst habe eine Sansui B-2101 / C-2101 Vor-Endverstärkerkombination. Die Ausgangsleistung ist mit 200 W RMS pro Kanal mehr als ausreichend.

Der Klang

Nun, zunächst muss gesagt werden, diese Lautsprecher sind nichts für kleine Räume. Meine (von mir aber eigentlich nie genutzte) Hörposition ist ca. 3 m von den Lautsprechern entfernt. Bass hört man dort nicht. Erst weiter hinten im Raum, wo ich mich normalerweise aufhalte, geht es richtig los.
Ich will mich hier nicht in dem Geschwurbel verlieren, in dem sich die Test-Zeitschriften so gerne verlieren, deshalb kurz:
Im Hochtonbereich, in der Brillianz, sind die Lautsprecher sehr zurückhaltend. Manche werden sie vielleicht als etwas dumpf empfinden, mir kommt das allerdings sehr entgegen, da mich ein extrem brillianter, höhenbetonter Klang sehr schnell zu nerven beginnt. Die Auflösung ist gut, ich habe schon Besseres gehört, aber auch schon viel Schlechteres. Vielleicht macht sich hier auch das mittlerweile erhebliche Alter der Chassis bemerkbar.
Der Tieftonbereich rechtfertigt alle Mühen und Kosten. Wie oben bereits erwähnt, ein bei 15 Hz beginnender Test-Sweep war von Anfang an voll da. Und das macht sich bei Musik bemerkbar. Natürlich nicht bei Mainstream-Pop/Rock, aber zum beispiel bei New-Age-Musik, die ich sehr gerne höre. Bei Vangelis (z.B. Album „Voices“) kommen plötzlich im Bass Elemente hervor, die bei Wiedergabe mit meinen Kompaktlautsprechern schlicht nicht vorhanden waren.

Soweit also mein nicht ganz so kleiner Bericht. Ich fand es, neben dem sehr guten Ergebnis, auch sehr interessant, eine solch alte Kontruktion „noch mal zum Leben zu erwecken“.

Bailey TML 2
Doc_Tinnitus
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 08. Mrz 2014, 19:34
Hi!

Guter Bericht, sauber gebaut und Klangbeschreibung deckt sich in etwa mit meinen alten Kisten. Diese Boxen gehören in sehr große Räume, um ihre Stärken auszuspielen.

Aber Du hast auch Fehler gemacht (nun geht' Dir aber an den Kragen *g*).

1.
Der Bauplan im KLINGER ist von den Bemaßungen her, ehrlich gesagt, Mist. Einiges fehlt da resp. ist falsch angegeben, kann aber aus den vergrößerten Zeichnungen, weil maßstabsgerecht, herausgemassen werden, wie z.B. auch die LS-Platzierung.

2.
Bei Boxen, weil technisch interessant sind alleine INNEN-Maße der Gehäuse, Hörner, Kanäle entscheidend. Da hast Du also einen Fehler in Deinen Berechnungen. Ich denke aber, dass er-wenn überhaupt-nur marginal zum Tragen kommt. Hier hat eben KLINGER auch Schmarrn gemacht, er hätte die Innenmaße angeben müssen. Die also aus dem RPB311 rausrechnen, wenn man die Box nachbaut.

3.
Bedämpfung der Innenwände hier ist nicht die reine Lehre und damals von BAILEY nicht so gedacht und diese Möglichkeiten gab es zur Zeit der Konstruktion ja auch schon und wurde bei manchen TMLs auch eingesetzt. Hier aber definitiv NICHT. Hiermit veränderst Du das akustische Verhalten der TML durch Querschnittsverkleinerung nicht mehr zum Treiber passend mit entspr. Beschleunigung der Luftsäule. Das war nicht so gut.
Da gehört wirklich was wie Watte, Steinwolle, Holzwolle etc. rein

4.
Ein "Profi" stellt NIE - absolut NIE!!! was auf Boxen. Das ist gaaaaanz schlimm. Also runter mit dem Dampfradio und dem Gemüse. Grund (abgesehen von sieht eh scheiße aus): Das Zeug schwingt mit und kann zu ganz komischen Effekten führen.
Also - Blödsinn beiseite - bitte weg damit.

5.
Warst Du auch akustisch gesehen brav und hast die Wände schön gasdicht verklebt bzw. mit Silikon abgedichtet? Das ist auch bei solchen Sachen aus technischer Sicht wichtig.

7.
Kleiner Tipp für Deine Flossen in Zukunft: Weißer Holzleim (das synthtische Zeug von PONAL bzw. gibt es auch sogar einen besseren von UHU) mit Pinsel aufgetragen ist erste Güte für Flächenverklebungen. Der UHU ist da schon nach 30 min fest. Dabei ist das auch preislich unschlagbar, gerade im Vergleich zu dem mit Gold aufzuwiegenden Kleister aus der Spraydose. Und der Pinsel ist auch nicht hinüber, weil gleich nach dem Auftrag mit Wasser auswaschbar.
Und für Punkt 6. kann das Zeug auch sehr gut verwendet werden.

8.
Es gibt eine ganze Schule, welche eine asymmetrische Platzierung von Lautsprechern zu den Frontplatten- bzw. Gehäusekanten predigt. Grund: Frequenzen in der Wellenlänge bis zu der Frontplattenkante werden von ihr reflektirt, darüber hinaus fehlt dieser Effekt. Tritt das durch gleichmäßige Entfernung zu den Frontplattenenden schlagartig auf einmal auf, wäre dies hörbar. Durch Abstufungen in der Entfernung zu den Frontplattenkanten "schleicht" sich das hierdurch dann eher sanft aus. Ob's wirklich was bringt...??? Auf jeden Fall gab's da doch einige Boxen damit.

9.
TT nun innen oder außen?
Nach meinen Experimenten konnte man den Raumeindruck etwas verbreitern durch Platzierung der MT/HT außen. Nur als Tip bei enger Basis

Das war's aus meiner Sicht. Nicht, um Dich anzupinklen, sondern nur um ein paar Tips mitzugeben für das nächste Projekt bzw. den nächsten, der die Box nachbauen will. Hausptsache aber, die Karnickelställe klingen gut und Du hast Spaß.


[Beitrag von Doc_Tinnitus am 08. Mrz 2014, 19:36 bearbeitet]
JonasH
Stammgast
#3 erstellt: 08. Mrz 2014, 20:34
Hallo,

danke erstmal für's Feedback

zu 1. und 2.
Ich hatte die Maße vom Klinger mit denen aus dem Bailey-Artikel abgeglichen. Da gab es in der Tat Differenzen, wo, weiß ich leider nicht mehr. Klinger hatte ja für 16 mm angegeben, Bailey ging von 1/4 Zoll = 19 mm aus. Auf jeden Fall habe ich mich, abweichend vom Klinger, an den Stellen, wo die Abweichungen all zu groß wurden, an Bailey gehalten. Ein paar Millimeter sind da sicherlich an Abweichung vom Ideal, allein schon aufgrund der Umrechnung von Zoll in Meter, aber das sollte im allgemeinen Toleranzbereich untergehen.

zu 3.
Das ist wohl in der Tat das größte Wehwehchen, das die Lautsprecher haben. Aber, wie oben schon erwähnt, bei so einer großen Box kommt man mit der Langzeitstabilität etwas ins Trudeln, es soll locker gefüllt werden, aber jedes Material würde mit der Zeit zusammensacken und dann wäre das ganze Teil irgentwann verstopft. Zukünftig würde ich das aber anders machen
Wenn ich irgendwann mal Zeit und Lust habe, werde ich mal versuchen, da etwas Wolle-Ähnliches einzubringen. Aber weil es ja auch so schon funktioniert, hat das eher geringe Priorität.

zu 4.
Naja, ohne das Gerümpel oben drauf schaut das schon alles etwas traurig aus. Das Röhrenradio kommt früher oder später weg, aber ich höre eigentlich nie laut genug, als das da etwas schwingen könnte...

zu 5.
Ja, alles dick mit Fugenleim behandelt (Nähte, nicht die Flächen), dort, wo das nicht reichte, mit Holzspachtelmasse zugestopft. Hinter den Chassis sitzen Moosgummi-Ausschnitte als Dichtung.

zu 8.
Hmmmm... das alles "krumm und schief" einzubauen, fänd ich dann ja doch etwas doof. Ich habe viele dieser Lautsprecher auf Internet-Fotos gesehen, die Lautsprecher waren meistens ungefähr so eingebaut.

zu 9.
Guter Hinweis. Werde ich mal ausprobieren.
Doc_Tinnitus
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Mrz 2014, 21:00
Hi!

5.
Also guten Job gemacht!!

4.
Nein, wäre schade drum. Ich mag die alten Kisten sehr, haben Charme. Deswegen mache ich die immer heile von Freunden/Bekannten.

8.
Stimmt, was Du sagt, aber war nur ein Hinweis von mir. Ggf. wäre das mal eine Überlegung zu den Boxen auch wert. Also "exaktester" SItz ist da nicht ganz von Nöten.

10.
Was ist mit den Frequenzweichen? Diese DN12 von KEF? Da ist damals bei meinen ziemlicher Billigschund verbaut gewesen. Mit ein paar Euronen kannst Du da ordentlich klanglich was rausholen, wenn Du gute Kondensatoren verwendest (z.B. hochwertige Modelle von MUNDORF), die Schwingspulen von der Weiche (bruachts nicht extra noch kaufen, KANNST aber) und alles NICHT auf einer Platine sondern auf Holzbrettchen und gutem Silberdraht bzw. Silberkabel aufbaust. Befestigung der Teile mit Heißkleber (sorgfältig dabei die Flossen verkleben - aber kennst Du ja *g*) und Lötpunkte einfach mit ein paar eingeschlagenen Nägelchen machen. Da kommt dann auf jeden Fall was.
Kostet wohl pro Box so € 20.-
Meine DQ10 habe ich z.B so aufgemotzt. Bilder davon hier von mir im Forum als Anregung.
JonasH
Stammgast
#5 erstellt: 08. Mrz 2014, 22:05
Hallo,

ja, insgesamt habe ich wohl gut einen Monat mit dem Bau verbracht

Ups, nein, natürlich kommt das Röhrenradio (SABA Königsfeld 14) nicht in den Müll, sondern nur wo anders hin. Ich hab's auch selbst repariert, neue Kondensatoren, eine neue Diode und viel putzen

Die Weichen bieten in der Tat viel Verbesserungspotenzial, momentan sind sie noch 100% Originalzustand. Zumindest die Kondensatoren wollte ich bei Zeiten mal ersetzen, aber das ist ähnlich wie mit der Bedämpfung alles eine Frage der Zeit, und momentan gibt's hier noch so viele andere Baustellen...
rogerjulien
Stammgast
#6 erstellt: 09. Mrz 2014, 01:50
Glückwunsch zur Entscheidung, dem Mut und der Umsetzung.

Der B139 ist in TML schon was Feines.


[Beitrag von rogerjulien am 12. Mrz 2014, 01:11 bearbeitet]
JonasH
Stammgast
#7 erstellt: 09. Mrz 2014, 12:37
Danke
Tucca
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 10. Mrz 2014, 23:37
Nabend,

kleine Anmerkung am Rande:

Bedämpfung der Innenwände hier ist nicht die reine Lehre und damals von BAILEY nicht so gedacht und diese Möglichkeiten gab es zur Zeit der Konstruktion ja auch schon und wurde bei manchen TMLs auch eingesetzt. Hier aber definitiv NICHT. Hiermit veränderst Du das akustische Verhalten der TML durch Querschnittsverkleinerung nicht mehr zum Treiber passend mit entspr. Beschleunigung der Luftsäule. Das war nicht so gut.
Da gehört wirklich was wie Watte, Steinwolle, Holzwolle etc. rein

Nach meinem Kenntnisstand gab es nur zwei gute Varianten der Bedämpfung für TMLs, die damals diskutiert wurden:
1. Die von Dir gewählte mit akustisch durchbrochenem Noppenschaumstoff (nannte man früher "Pritex"), zu finden auch bei IMF- Lautsprechern.
2. Mit locker gezupfter Schurwolle, die im Kanal "schwebt". Es gab sogar Angaben zur Menge für definierte Volumina.
Was nun besser ist, sei der Beurteilung der Goldohren überlassen, aber IMF war mit Pritex sehr erfolgreich. Nebenbei bemerkt gibts auch so Viecher, die ham Wolle richtig zum Fressen gern...
Ich finde das Klasse, daß Du einen Klassiker wieder hast aufleben lassen, gerade in einer Zeit, wo fast nur noch Brüllwürfel gebaut werden.
Der B139 war und ist ein klasse Chassis, gerade in einer TML.

Grüße,

Michael
JonasH
Stammgast
#9 erstellt: 10. Mrz 2014, 23:42
Hallo,

ja, die IMF hatten den Noppenschaumstoff, weswegen ich auch ganz optimistisch war, dass ich da keinen totalen Blödsinn verzapfe. Für dieses Bailey-Gehäuse habe ich im Internet aber auch nur Bilder von Lautsprechern gefunden, die mit Schafwolle gefüllt waren. Aber dazu hatte ich ja auch schon geschrieben, eine Insektenzucht wollte ich bei mir nicht eröffnen
Joern_Carstens
Stammgast
#10 erstellt: 11. Mrz 2014, 17:20
Hi Jonas

danke für die Vorstellung Deines "historischen" Projektes !

Vor allem für den Mut, es in diesem "Mecker-Forum" vorzustellen

Was ich interessant finde:
Im Prinzip besteht die Line ja aus 3 "geraden" Stücken - mit konstantem Querschnitt - gab also auch schon in den frühen 70er ein bißchen "Fuzzy-TML" in den TML's !

Die Bedämpfung finde ich sehr angemessen - vor allem kannste davon ausgehen, dass der heutige Schaumstoff etwas beständiger ist, als das "fossile" Bröselzeugs .
Und wir wissen heute aus Messungen, dass das sehr ähnlich zu Wolle ist.....

Würd ich gern mal hören, so eine Historie !

Auch - oder gerade - in einem belebten Zimmer mit "Abstellfläche".


[Beitrag von Joern_Carstens am 11. Mrz 2014, 17:32 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#11 erstellt: 12. Mrz 2014, 01:56
hi jonas,
der b139 war mit eines meiner ersten verbauten chassis - von daher gratulation für den aufbau dieses oldies


ein optimieren der stereobasis würde ich dir ebenfalls anraten. letztlich ist es vom platzbedarf her jedoch egal, ob du den rechten LS weiter nach rechts ziehst, um eine breitere stereobasis zu erhalten, oder ob du die LS tauscht und insgesamt nach rechts rückst, damit MT/HT auch genügend abstand zu den angrenzenden wandflächen haben.


eines ist mir jedoch aufgefallen: ist der MT tatsächlich ohne eigenes rückwärtiges volumen?
Doc_Tinnitus
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Mrz 2014, 19:26
Ja, laut KLINGER und BAILEY ist da nichts vorgesehen, was aber nach den Spezfikationen von KEF für den 110 definitiv falsch ist. Ich habe die damals auch entspr. falsch aufgebaut, wobei bei höheren Lautstärken ein Mitschwingen der 110er Membran zu den Basslagen des B 139 deutlich zu beobachten und sicher nicht Sinn der Sache war.
Kann man nachträglich etwas fummelig aber machbar ändern.
JonasH
Stammgast
#13 erstellt: 19. Mrz 2014, 11:49
Hallo zusammen,

zum Verbreitern der Stereobasis kann ich die Lautsprecher nur tauschen, nicht weiter auseinander ziehen, weil in die freie Ecke die Zimmertür öffnet.

Ja, der B110 hat leider kein eigenes Volumen zur Verfügung und schwingt bei größeren Lautstärken mit dem Bass mit. Das ist das einzige Problem des Gehäuses. In meinem Fall kann ich da auch nicht viel machen, der Schaumstoff macht die Line so eng, dass ein in die Line hineinragendes Gehäuse das komplett verstopfen würde. Vielleicht könnte man noch einen Joghurtbecher o. ä. einsetzen, aber ich denke, dass das nicht wirklich irgendwas bringen würde. Viele haben deswegen ja für MT und HT noch ein separates Gehäuse zum oben drauf stellen gebaut.
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