Review: Feliks Audio Echo

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touri22
Stammgast
#1 erstellt: 28. Nov 2020, 02:25
So, hier mein versprochener Bericht zum Feliks Echo.

Vorn weg: Das hier ist ein unprofessioneller und subjektiver Review, entschuldigt also meine Wortwahl. Ich versuche meine Eindrücke so gut es geht zu beschreiben.

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Charakter

Der Feliks geht klar eher in die warme Richtung, pauschal sage ich einfach mal: Röhre! Das ist aber nur eine Richtung, denn generell würde ich ihn als neutral und sehr ausgewogen bezeichnen, ohne irgend etwas besonders zu betonen.

Räumlichkeit

Der Raum wird relativ breit dargestellt und vor allem tief. Hier muss ich sagen, dass ich hauptsächlich mit meinem Focal Elear gehört habe, der eine Bühne auch eher tief darstellt. Aus meiner Sicht eine sehr passende Kombi. (Wenn ich das richtig erinnere, nutzt Focal Feliks auch bei Präsentationen als Kombi)
Die Ortung der Instrumente und der Sänger ist hervorragend. Ich komme mir beim Hören vor, als würde ich vor der Bühne im Konzertsaal stehen.
Zum Vergleich, beim JDS Labs Atom kam ich mir plötzlich vor, als würde ich nicht direkt davor, sondern etwas neben dran stehen.
Besonders fiel mir das bei „Pretty Little Thing von Fink“ auf.

Bass

Der Echo hat ordentlich Druck und Tiefgang. Da hatte ich etwas Befürchtungen, dass er sich anhören könnte, als ginge ihm die Kraft aus. Denn der Elear hat eine Impedanz von 80 Ohm und der Echo wird ab 100 Ohm aufwärts empfohlen. Ich würde sagen, dass Feliks hier tief stapelt, denn da war noch viel Luft nach oben.
Besonders beeindruckt hat mich die Genauigkeit im Bassbereich und der Punch. Da wummert nichts, wird nichts „zu weich oder schwammig“. Tief und präzise, so soll es sein.
Für den Bass höre ich dann gerne mal in Yello rein. „Hipster‘s Delay“ oder „The Expert“. Der Echo gibt sich keine Blöße!

Mitten, Höhen - Stimmen

Der Echo arbeitet die Stimmen phantastisch heraus. Die Trennung zwischen Instrumenten und Stimmen ist sehr genau, ohne dass das große Ganze verloren geht. Da spielt alles so zusammen, wie ich das von einem hervorragenden Toningenieur erwarten würde. Es klingt irgendwie als wäre die Bandbreite größer, als ich das mit anderen KHV gehört habe.
Für mich hat er in den Stimmen einen wunderbaren „live-Charakter“.
Der Gesang sowohl bei Frauen- als auch bei Männerstimmen ist ohne jegliche Schärfe und für mich sehr intim.
„Kari Bremnes - Costal Trip“ und „Sara K. - Stars“: Da geschieht viel auf einmal und hier trennt der Echo wunderbar ohne dass „Matsch“ entsteht. Bei „Anna Ternheim - A Space for lost Time“ entsteht ein harmonisches Ganzes, was anspruchsvoll ist.

„Mike Oldfield - Sentinel auf der Tubular Bells II“ klingt hier toll und wird nicht nervig-langweilig. Wieder die Trennung der Instrumente und des Gesang: Bei „Tito & Tarantulla - It‘s alright“, super.
In der Kombi war auch „Metallica - Enter Sandman“ klasse, nicht gerade Musik, die ich persönlich gerne über KH höre. Aber der Echo kann auch rockig-hart.

Aber: Wenn wir beim großen Ganzen sind. Einzig „Gregory Porter - Take me to the Alley“, war mir einfach zu viel. Da hatte ich ein Störgefühl und mag den Song auf einem komplett neutralen und absolut ungefärbtem KHV lieber. Bei „Hey Laura“ war alles wieder ok.

Fazit

Ich hätte nicht gedacht, dass der Feliks Echo bleibt und mich dermaßen überzeugen wird. Ich kann mir nach einigen Wochen kaum vorstellen, was da noch nach oben gehen soll. Ehrlich, ich bin total geflasht von dem Echo!!!
Luftig, leicht, mit toller Bühne, unheimlich viel Potenzial und einem wunderbaren Charakter! Mich hat er mehr als überzeugt!

Gruß vom
touri

P.S. Meine Eindrücke wurden fast zu 100% von einem Freund genau so beschrieben, ohne dass er meine Einschätzung bis dahin kannte.

P.P.S. Getestet habe ich mit Focal Elear, Sennheiser HD650 und Philips Fidelio X1. Gegenspieler zum Vergleich waren: Musical Fidelity M1 HPA, JDS Labs Atom und Lake People G103 S

P.P.P.S. Dazu kommt, dass es ein wunderschönes Gerät ist in bester Verarbeitung!


[Beitrag von touri22 am 28. Nov 2020, 11:53 bearbeitet]
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