Hifiman Edition XS - Versuch eines Reviews

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the_det
Inventar
#1 erstellt: 04. Mrz 2022, 23:44
Diesen Text habe ich im Prof-X-Forum geschrieben. Vielleicht findet er auch hier Interesse:

So, ihr Lieben! Nun kann ich ein bisschen was zu diesem Kopfhörer schreiben. Einen ersten Eindruck konnte ich bereits gewinnen. Ich habe den KH in China bei Hifigo bestellt, was vom Ablauf wirklich sehr einfach war. Ich habe mit Premium Shipping bestellt (+ $ 18,-) und alle Gebühren und Einfuhrumsatzsteuer wurden von Hifigo übernommen. Leider hat Premium Shipping nicht funktioniert. Hier soll innerhalb von 6-10 Tagen geliefert werden. Mein Exemplar war nach zweieinhalb Wochen bei mir. Hifigo erstattet mir die Premium Shipping-Gebühr zurück, so dass ich insgesamt $ 499,- bezahlt habe. Für diesen Kopfhörer ein toller Preis, wie ich finde.
Viel Erfolg beim Lesen, ich würde mich freuen, wenn sich der eine oder andere bis zum Ende durchquält

Tragekomfort
Ich bin ein Freund des neuen Kopfband-Designs (okay, das alte Design kenne ich nur von Bildern. Ich hatte nie z.B. einen Ananda auf dem Kopf), das finde ich auch schon beim Deva sehr angenehm. Durch die großen Cups lässt sich der Edition XS m.E. noch einmal besser tragen. Obwohl er schwerer ist (408g ohne Kabel) als mein Deva (360g), mein iBasso SR2 (398g) und mein AKG K701 (353g mit Kabel) ist er von all diesen KHs der bequemste. Das liegt sicher auch daran, dass der Anpressdruck nicht besonders stark ist und die Pads schön bequem sind. Es besteht schon die Gefahr, dass man ihn bei kräftigen Kopfbewegungen verliert. Aber ich sitze meistens beim Musikhören ruhig auf meinem Sessel und mache kein Headbanging ; das ist also kein Negativ-Kriterum für mich. Als Brillenträger schätze ich zusätzlich, dass er keinen so hohen Anpressdruck hat. Weil er so locker sitzt und die Cups wirklich riesig sind, kann ich ihn nach kurzer Zeit vergessen. Meine Ohren stoßen nirgendwo an und insgesamt habe ich einen wirklich sehr offenen Eindruck von diesem Design. Außerdem vermute ich, dass sich das auch positiv auf die Soundstage auswirkt. Eine so weite Bühne und eine luftige Darstellung kenne ich bislang nicht. Aber mehr dazu dann beim Klageindruck.
Beim iBasso beispielsweise habe ich aufgrund des höheren Anpressdrucks etwas mehr Schwierigkeiten mit den Brillen-Bügeln. Wenn ich ihn auf dem Kopf habe, nehme ich die Brille gerne ab. Auch stoßen meine Ohren an die Polster. Das ist nicht wirklich schlimm, und ich kann ihn auch längere Zeit tragen, aber dieses super komfortable Gefühl wie beim XS stellt sich nicht ein.
Einen Nachteil gibt es aber auch: Die Weitenverstellung des Kopfbandes ist zu leichtgängig. Denn ich den KH am Kopfband hochnehme, rutscht der linke Cup manchmal eine Raste nach unten.
Als Fazit kann ich also festhalten, dass der Edition XS für meinen Kopf der 100% richtige Kopfhörer ist. Er ist bequem, sitzt gut und stört überhaupt nicht, wie ein gut passender Handschuh. Die etwas labbrige Weiten-Einstellung trübt das Gesamtbild nur ein ganz kleines Bisschen.

Verarbeitung und Qualitätsanmutung
Ja, ist okay. Im Vergleich ist der iBasso ist sehr viel besser verarbeitet und fasst sich auch deutlich besser an. Aber ich persönlich finde es z.B. relativ egal, ob Bauteile aus Metall oder Kunststoff bestehen. Das alles muss für mein Empfinden hinter dem Klang zurückstehen. Es ist ja nicht so, dass einem der Kopfhörer auseinanderfällt, wenn man ihn anfasst. In diesem Punkt ist übrigens der AKG 701 auch nicht besser. Ich hatte eine Zeitlang den Beyerdynamic DT 1990 bei mir zu Gast. Das ist natürlich von der Verarbeitung eine ganz andere Qualitätsstufe. Aber wie gesagt - letztlich entscheidet der Klang. Das größte Manko für mich ist - wie erwähnt - die zu leichtgängige Kopfband-Verstellung. Das geht bei meinem Deva (mit demselben Design) besser. Zum Schluss muss ich noch erwähnen, dass ich den Edition XS (genau wie den Ananda) ausgesucht hässlich finde. Aber glücklicherweise muss ich ihn beim Hören ja nicht sehen.

Das Wichtigste: der Klang
Als Kopfhörerverstärker/DAC benutze ich einen Topping DX 3 +, der von einem alten Samsung-Smartphone (Galaxy S7) per Bluetooth (LDAC) gefüttert wird. Zum direkten Vergleich stehen mir (wie oben angedeutet) ein AKG K 701 mit Bassreflex-Mod, ein iBasso SR2 (mit Brainwavz-Pads) und ein Hifiman Deva BT zur Verfügung. Im Wesentlichen werde ich aber nur Quervergleiche zum iBasso ziehen, denn das ist der KH, den ich am besten kenne.
Zunächst fällt auf, dass der XS wirklich offen ist. Ich könnte mich beim Musikhören unterhalten. Ebenso geht der Klang recht deutlich nach draußen. Er ist also eher für ruhigere Umgebungen gemacht.
Der Bass geht schön tief, er hat richtigen Tiefbass zu bieten. So tief kommt der iBasso nicht runter. Auch ist der Bassbereich beim XS mehr punchy - schön trocken und gut konturiert. Bei basslastiger Musik (gerade läuft Daft Punk - Georgio by Moroder) steht der Bass im Vordergrund, ohne die anderen Frequenzbereiche zuzumatschen oder negativ zu beeinflussen. Der Übergang zu den unteren Mitten gelingt sehr gut. Ich habe nicht den Eindruck, dass es einen Bruch zwischen den Frequenzbereichen gibt.
Das Mittenband ist schön deutlich. Gesangsstimmen werden schön herausgearbeitet, ohne sie zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Hier ist der iBasso etwas vorlauter. Das kommt meistens ganz gut, aber es kann der Musik auch einen leicht "trötigen" Charakter verleihen. Die im Vergleich etwas zurückgenommenen Mitten des XS fügen sich besser in das Gesamtbild ein.
Obwohl die Frequenzdiagramme, die im Netz zu finden sind, etwas anderes behaupten, klingt der Präsenzbereich des XS etwas prominenter als beim iBasso. Das tut dem Imaging und dem Staging sehr gut. Hier wirkt nichts überbetont oder gar scharf. Auch die Sibilanten im Bereich darüber werden nie so scharf, dass sie wehtun. Dennoch verwöhnt der XS mit einem Detailreichtum, den ich so bisher nicht erlebt habe.
Überhaupt die Bühne: Sehr groß, aber dennoch nicht so riesig, dass man sich verläuft. Die Instrumente werden sehr realistisch im Raum dargestellt und haben sehr viel mehr Platz als beim halboffenen Design des iBasso.

Fazit
Resümierend kann ich für mich also sagen, dass der Hifiman Editions XS ein fantastisch klingender Kopfhörer ist, der glücklicherweise perfekt auf meinem Schädel sitzt und damit eine tolle Kombination von Klang und Komfort bietet. Über kleinere Verarbeitungsmängel kann ich bei diesem Preis hinwegsehen.
Vielen Dank für's Durchhalten. Zur Belohnung gibt es noch ein paar Bilder


Hifiman1
Hifiman3
Hifiman4
Hifiman5

Viele Grüße
Det
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#2 erstellt: 05. Mrz 2022, 00:17
Der XS ist mir auch schon ins Auge gestochen, netter Bericht, der Lust auf diesen Kopfhörer macht

Ich habe jetzt gesehen, dass NT-Global seit neuestem auch einige größere Modelle von Hifiman anbietet, die hatten ja bisher nur den HE400se und den 400i im Angebot und Sieveking hat bis dato die größeren Serien verkauft.

the_det
Inventar
#3 erstellt: 05. Mrz 2022, 12:36
Der XS wäre doch mal ein toller Kandidat für eine Rundreise, oder? Ich kann mir vorstellen, dass sich einige Kopfhörer-Freunde für ihn interessieren würden

Beste Grüße
Det
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#4 erstellt: 05. Mrz 2022, 14:07
Ich denke, da könnte jetzt was gehen, die andere Firma wollte uns die Hifiman-Kopfhörer nur für 14 Tage ausleihen, was natürlich nicht funktioniert hätte.

Werde auf alle Fälle mal Fragen, dass kostet ja bisher noch nix

Dir wünsche ich noch viel Spaß mit deinem neuen Spielzeug
punsch
Stammgast
#5 erstellt: 05. Mrz 2022, 17:24
Ja Rundreise.
Am meisten würde Sinn machen wenn gleich mehrere Kopfhörer in einem Paket wären.
Marcel21
Inventar
#6 erstellt: 07. Mrz 2022, 01:20
Danke für dein Review. Ich habe die Edition XS ja nun auch schon einige Wochen. Wollte auch was dazu schreiben, bin noch nicht dazu gekommen. Kann nur schon mal so viel vorwegnehmen: Mir gefallen sie auch außerordentlich gut. Ich habe nur ein Problem mit den Kopfhörern: Sie sind manchmal zu gut. Zu gut, für Musik, die ich doch ganz gerne höre, und auf dem Edition XS nicht so wirklich Spaß macht, weil dieser gnadenlos Mängel in der Produktion aufdeckt. Dafür macht wirklich gut produzierte Musik um so mehr Freude.

Ein richtiges Review werde ich vielleicht mal bei Zeiten nachschieben. Aber ich wollte auch erst mal das "new toy syndrome" überdauern. Mit der Zeit zeigen sich auch Kritikpunkte, die man am Anfang nicht so wirklich wahrnimmt oder wahrnehmen möchte.

Aber ich gehe mal auf ein paar Dinge aus deinem Review ein:


the_det (Beitrag #1) schrieb:

Ich bin ein Freund des neuen Kopfband-Designs (okay, das alte Design kenne ich nur von Bildern. Ich hatte nie z.B. einen Ananda auf dem Kopf), das finde ich auch schon beim Deva sehr angenehm. Durch die großen Cups lässt sich der Edition XS m.E. noch einmal besser tragen.

Volle Zustimmung. Ich kenne das Kopfband vom Ananda vom Sundara, den ich mal hatte. Ein großer Freund war ich davon nicht. Die Ohrmuscheln lassen sich nicht drehen, der Anpressdruck ist ziemlich hoch...neben dem Preis war das bisher einer der Gründe für mich, keinen Ananda zu kaufen.

Der XS ist bequem, bietet genug Platz für die Ohren. Ich mag auch, dass er wenig Anpressdruck hat...aber manchmal könnte er doch einen Tick sicherer sitzen. Ich habe einen recht großen Kopf und da passt das. Für kleinere Köpfe könnte es schwierig werden, auch weil die kleinste Einstellung immer noch relativ groß ist. So zum Vergleich, die Edition XS nutze ich gerade mal mit noch einem Rasterpunkt rausschauend. Bei Beyerdynamic, z.B. meinem DT 880 Edition, sind das schon 5 Punkte. Die Abstände der einzelnen Punkte sind relativ ähnlich. Einige Kopfhörer muss ich sogar bis aufs Maximum rausziehen und manchmal ist selbst das knapp (aber selten).


the_det (Beitrag #1) schrieb:

Einen Nachteil gibt es aber auch: Die Weitenverstellung des Kopfbandes ist zu leichtgängig. Denn ich den KH am Kopfband hochnehme, rutscht der linke Cup manchmal eine Raste nach unten.

Das habe ich tatsächlich nicht, die Einrastpunkte sind bei mir deutlich, rasten gut ein...viel besser gehts eigentlich nicht.


the_det (Beitrag #1) schrieb:
Zum Schluss muss ich noch erwähnen, dass ich den Edition XS (genau wie den Ananda) ausgesucht hässlich finde. Aber glücklicherweise muss ich ihn beim Hören ja nicht sehen.

Echt? Also hässlich finde ich sie jetzt nicht. Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie Schönheitswettbewerbe gewinnen, und es ist eher zweckmäßig, aber dafür doch ganz hübsch anzusehen.
Aber ja, wenn Tragekomfort und Klang stimmen, ist mir die Optik auch relativ egal.


the_det (Beitrag #1) schrieb:
Hier wirkt nichts überbetont oder gar scharf. Auch die Sibilanten im Bereich darüber werden nie so scharf, dass sie wehtun. Dennoch verwöhnt der XS mit einem Detailreichtum, den ich so bisher nicht erlebt habe.
Überhaupt die Bühne: Sehr groß, aber dennoch nicht so riesig, dass man sich verläuft. Die Instrumente werden sehr realistisch im Raum dargestellt und haben sehr viel mehr Platz als beim halboffenen Design des iBasso.

Stimme auch zu, sehr angenehme Abstimmung, wo eigentlich nichts zu viel oder zu wenig ist. Wobei doch, etwas zu viel manchmal vielleicht schon. Ich habe per EQ noch ein bisschen Pegel im Bereich 3-7KHz rausgenommen, damit klingen sie für mich entspannter, ohne dass ich auf Details verzichten muss (wirklich nicht viel, rund 2dB). Außerdem habe ich das "Loch" in den Mitten bei 1,8KHz etwas aufgefüllt. Wobei es kein wirkliches Loch ist, der Kopfhörer spielt hier linear weiter, beginnt nur den Harman-typischen Anstieg Richtung Hochton etwas später, als es das Target vorsieht. Das ist nicht unbedingt schlecht. Ich habe mich hier jedoch entschieden, den Kopfhörer mehr dem Target folgen zu lassen, wodurch Stimmen generell etwas direkter sind.
Da ich einen Qudelix 5K nutze kann ich EQ ja recht easy anwenden, und mit diesen Verbesserungen sind die Kopfhörer für mich noch mal eine Stufe höher angesiedelt.
Allerdings, wenn ich jetzt alle meine Kopfhörer ohne EQ vergleiche, sind es trotzdem die besten. Sie lassen sich auf jeden Fall auch hervorragend ohne EQ nutzen.

Was ich den den Edition XS auch besonders gut finde ist, dass der Bass so schön tief reicht. Die meisten offenen Kopfhörer, egal ob dynamisch oder planarmagnetisch, haben ja mit Tiefbassabfall zu kämpfen, auch wenn die meisten dennoch bis in den tiefsten Keller spielen (besser als die meisten Lautsprecher). Hier wird der Pegel recht lange gehalten, dadurch erhalten die Bässe einen schönen Körper und die Kopfhörer eigenen sich auch für basslastige Musik hervorragend. Weil sie da sehr linear sind und ich den Harman'schen bass shelf mag, habe ich habe noch etwas Bass hinzugefügt, +3dB low shelf. Das verkraften sie auch überaus gut und schieben damit, wenn gefordert, ordentlich an. Was mir jedoch manchmal fehlt ist ein gewisser Punch, den dynamische Treiber irgendwie besser drauf haben. Dafür sind diese im Bassbereich meist deutlich matschiger.


the_det (Beitrag #1) schrieb:

Resümierend kann ich für mich also sagen, dass der Hifiman Editions XS ein fantastisch klingender Kopfhörer ist, der glücklicherweise perfekt auf meinem Schädel sitzt und damit eine tolle Kombination von Klang und Komfort bietet. Über kleinere Verarbeitungsmängel kann ich bei diesem Preis hinwegsehen.

Ich stimme zu. Wobei ich mich nicht mal über Verarbeitungsmängel beklagen kann. Doch, eine Sache vielleicht, als ich am Anfang mal durch Bewegung etwas zu viel Last auf den Stecker in einer Ohrmuschel gegeben habe, war der Ton kurz weg (nur während des Last), das ist auch reproduzierbar. Kommt im Alltag allerdings normalerweise nicht vor, wenn man sich nicht zu viel mit den Kopfhörern bewegt. Dazu sind sie tatsächlich nicht so optimal geeignet. Aber das müssen sie ja auch nicht sein.

Abschließend würde ich noch sagen:
Die Kopfhörer sind perfekt zum aktiven/bewussten Musikhören.
Wenn es ums passive Musikhören geht, dann sind sie vielleicht doch manchmal drüber. So lange man nicht zu viel nachdenken muss, geht es. Beim Verfassen solcher Texte hier höre ich dann ganz gerne auch Nebenbei mit den Edition XS. Musikhören alleine ohne was anderes dabei zu tun ist mir auch meist doch zu langweilig.
Aber, wenn man eher mal im Hintergrund hören möchte z.B. beim konzentrierten Arbeiten, da sagen mir z.B. meine HD600 (mit EQ) mehr zu als die Edition XS, die einen doch ziemlich direkt ins Geschehen setzen, so würde ich es am ehesten beschreiben. Wobei es auch drauf ankommt, was man gerade macht. Ich sage mal, die Wahrscheinlichkeit durch die Musik abgelenkt zu werden, ist mit diesen Kopfhörern höher. Wobei ich auch in der glücklichen Position bin, dieses Hobby auch während der Arbeit ausleben zu können. Bei welchem anderen Hobby kann man das schon?

Fazit für mich:
Die Edition XS sind auf jeden Fall eine lohnenswerte Ergänzung meines Portfolios. Damit bin ich auf jeden Fall auf die nächste Ebene aufgestiegen, und bereue nichts. Nachdem was ich bisher so zum Vergleich gehört habe, würde ich sagen, die Edition XS sind das klanglich beste, was man in diesem Preisbereich (und weit darüber hinaus) kaufen kann. Zumindest wenn man auf die Abstimmung neutral mit Bass steht.

Bedenken habe ich vielleicht noch wegen der Haltbarkeit, wie man immer mal wieder bei anderen Modellen von Treiberausfällen gelesen hat, oft auch kurz nach der Garantiezeit. Das wäre natürlich ärgerlich. Aber ich hoffe mal es geht alles gut. So lange versuche ich einfach die Zeit mit den Edition XS zu genießen. Eine wirkliche haltbare Alternative fällt mir auf Anhieb auch nicht ein, vielleicht die HD800S. Wobei die definitiv nicht diesen Bass können. Und deutlich teurer sind.


[Beitrag von Marcel21 am 07. Mrz 2022, 01:22 bearbeitet]
RobN
Inventar
#7 erstellt: 08. Mrz 2022, 12:48

the_det (Beitrag #3) schrieb:
Der XS wäre doch mal ein toller Kandidat für eine Rundreise, oder? Ich kann mir vorstellen, dass sich einige Kopfhörer-Freunde für ihn interessieren würden

Aber auf jeden Fall Danke für den Bericht!
the_det
Inventar
#8 erstellt: 08. Mrz 2022, 18:37

Marcel21 (Beitrag #6) schrieb:
Sie sind manchmal zu gut. Zu gut, für Musik, die ich doch ganz gerne höre, und auf dem Edition XS nicht so wirklich Spaß macht, weil dieser gnadenlos Mängel in der Produktion aufdeckt. Dafür macht wirklich gut produzierte Musik um so mehr Freude.

Ja, selbst bei so Klassikern wie Dark Side of the Moon fällt auf, dass da beim Mischen auch nicht alles glatt gegangen ist


Marcel21 (Beitrag #6) schrieb:
Abschließend würde ich noch sagen:
Die Kopfhörer sind perfekt zum aktiven/bewussten Musikhören.
Wenn es ums passive Musikhören geht, dann sind sie vielleicht doch manchmal drüber. So lange man nicht zu viel nachdenken muss, geht es. Beim Verfassen solcher Texte hier höre ich dann ganz gerne auch Nebenbei mit den Edition XS. Musikhören alleine ohne was anderes dabei zu tun ist mir auch meist doch zu langweilig.
Aber, wenn man eher mal im Hintergrund hören möchte z.B. beim konzentrierten Arbeiten, da sagen mir z.B. meine HD600 (mit EQ) mehr zu als die Edition XS, die einen doch ziemlich direkt ins Geschehen setzen, so würde ich es am ehesten beschreiben.


Tatsächlich benutze ich die XS auch, um wirklich bewusst zu hören. Das kann ich allerdings auch stundenlang, ohne dass mir langweilig wird Und genau diesen Effekt, dass man mitten im Geschehen sitzt, liebe ich. Ob ich dem Schlagzeuger über die Schultern schauen möchte oder dem Bassisten auf die Finger (oderwasauchimmer) - es klappt.


Marcel21 (Beitrag #6) schrieb:
Fazit für mich:
Die Edition XS sind auf jeden Fall eine lohnenswerte Ergänzung meines Portfolios. Damit bin ich auf jeden Fall auf die nächste Ebene aufgestiegen, und bereue nichts. Nachdem was ich bisher so zum Vergleich gehört habe, würde ich sagen, die Edition XS sind das klanglich beste, was man in diesem Preisbereich (und weit darüber hinaus) kaufen kann. Zumindest wenn man auf die Abstimmung neutral mit Bass steht.




Marcel21 (Beitrag #6) schrieb:

Bedenken habe ich vielleicht noch wegen der Haltbarkeit, wie man immer mal wieder bei anderen Modellen von Treiberausfällen gelesen hat, oft auch kurz nach der Garantiezeit. Das wäre natürlich ärgerlich. Aber ich hoffe mal es geht alles gut. So lange versuche ich einfach die Zeit mit den Edition XS zu genießen. Eine wirkliche haltbare Alternative fällt mir auf Anhieb auch nicht ein, vielleicht die HD800S. Wobei die definitiv nicht diesen Bass können. Und deutlich teurer sind.

Hoffen wir das Beste!
Raun
Stammgast
#9 erstellt: 08. Mrz 2022, 21:16
Na mensch, und ich dachte mit dem Kauf und Genuss meines TH-610 bin ich "fertig".

Nun ist das Habenwollen wieder da - arghhhh.

Wenn ich für den XS ein Balanced Kabel haben will, welches brauche ich da theoretisch?

Auf 2.5 für den Qudelix.

Hintergrund, der offene KH wäre was für "Unterwegs" - also im Büro, wenn keiner daheim ist.
Marcel21
Inventar
#10 erstellt: 10. Mrz 2022, 01:28

the_det (Beitrag #8) schrieb:

Tatsächlich benutze ich die XS auch, um wirklich bewusst zu hören. Das kann ich allerdings auch stundenlang, ohne dass mir langweilig wird Und genau diesen Effekt, dass man mitten im Geschehen sitzt, liebe ich.

Ich auch
Könnte auch stundenlang hören, allerdings gönne ich meinem Gehör auch mal Pausen. Wenn ich mich strikt an 80-85dB Maximallautstärke halte, dann kommt bei der Musik absolut keine Freude auf. Ich lande rechnerisch eher so bei 95-100dB Lautstärke und das ist auf Dauer auch nicht optimal, aber die Lautstärke die ich brauche, damit die Musik ihre Wirkung entfalten kann, sonst fehlt da was.


Raun (Beitrag #9) schrieb:

Wenn ich für den XS ein Balanced Kabel haben will, welches brauche ich da theoretisch?

Habe mir das hier geholt:
http://www.hifi-foru...7&postID=24586#24586
Tut seinen Zweck.


Raun (Beitrag #9) schrieb:

Hintergrund, der offene KH wäre was für "Unterwegs" - also im Büro, wenn keiner daheim ist.

Da solltest du aber schon alleine im Büro sein. Die planar-magnetischen Kopfhörer arbeiten in beide Richtungen und geben entsprechend nach außen genau so viel Schall ab wie nach innen, also noch mal deutlich mehr als bei einem offenen dynamischen Kopfhörer.
Frarie
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Mrz 2022, 01:43
Das mag für viele Dynamiker stimmen, aber der K812 übertrifft alles, was ich kenne. Der ist nach außen gefühlt lauter als nach innen.
Quarzer
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 11. Mrz 2022, 12:50
Kurze Frage in die Runde. Würde mir gerne den XS zulegen. Reicht da mein FiiO E10K oder brauche ich was stärkeres?
the_det
Inventar
#13 erstellt: 11. Mrz 2022, 14:22
Dazu kann ich leider nichts beitragen. Ich betreibe den XS mit einem Topping DX3pro+, der deutlich kräftiger zu sein scheint (1800 mW zu 250 mW an 32 Ohm). Aber ich höre nie wirklich laut und bei Bedarf kann ich mir die Trommelfelle wegpusten. Ich denke, wenn Du eher normal/leise hörst, sollte der FiiO reichen.
Raun
Stammgast
#14 erstellt: 11. Mrz 2022, 15:28
32 Ohm sollte man doch auch mit einem Smartphone laut genug bekommen, dann sollte der FiiO das doch auch schaffen?
robidiniro
Stammgast
#15 erstellt: 11. Mrz 2022, 16:55
Hat der XS nicht 18Ohm?

Es geht ja nicht darum, ob aus dem KH genug Lautstärke heraus kommt. Der XS kann sicherlich etwas mehr Kraft der Verstärkung gut in Klang umsetzen.
HOT6BOY
Stammgast
#16 erstellt: 11. Mrz 2022, 16:58
habe glaube mal irgendwo gelesen das der xs schwer anzutreiben ist
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#17 erstellt: 11. Mrz 2022, 18:30
Am Quedelix geht er laut genug auch mit EQ, an meinem FiiO K5Pro muss ich bei Einsatz mit EQ(-5dB) bis Anschlag aufdrehen um eine gute Lautstärke zu erreichen.
Allerdings sind meine Flac Files auch alle mit Replay Gain schon auf 90dB eingestellt.


[Beitrag von Steven_Mc_Towelie am 11. Mrz 2022, 18:31 bearbeitet]
the_det
Inventar
#18 erstellt: 11. Mrz 2022, 20:53

robidiniro (Beitrag #15) schrieb:
Hat der XS nicht 18Ohm?


Die 32 Ohm habe ich nur als Bezugsgröße angegeben, damit man vergleichen kann. Wie bei "großen" Hifi-Verstärkern auch, wo man die Leistungsabgabe ja i.d.R. auch bei 4 und bei 8 Ohm benennt.
Raun
Stammgast
#19 erstellt: 12. Mrz 2022, 09:14

Steven_Mc_Towelie (Beitrag #17) schrieb:
Am Quedelix geht er laut genug auch mit EQ, an meinem FiiO K5Pro muss ich bei Einsatz mit EQ(-5dB) bis Anschlag aufdrehen um eine gute Lautstärke zu erreichen.
Allerdings sind meine Flac Files auch alle mit Replay Gain schon auf 90dB eingestellt.


Also ist der Qudelix stärker als der FiiO?

Basstian85
Inventar
#20 erstellt: 12. Mrz 2022, 10:07

Raun (Beitrag #19) schrieb:
Also ist der Qudelix stärker als der FiiO?

Auf dem Papier auf keinen Fall. Finde ich auch interesting...

Wäre jetzt interessant zu wissen, ob Steven den Qudelix balanced betreibt (selbst hier immernoch deutlich weniger Leistung als der Fiio) und welcher Gain beim Fiio eingestellt war. Möglicherweise hat der Fiio auch Probleme mit der geringen Impedanz von 18Ohm (?)...

Edit: Was für einen Wirkungsgrad hat der KH eigentlich? FInde da nix...
Edit2: Ok 92dB/mW, magnetostatentypisch schwach


[Beitrag von Basstian85 am 12. Mrz 2022, 10:10 bearbeitet]
Ghoster52
Inventar
#21 erstellt: 12. Mrz 2022, 10:36
*Räusper...*
Es gibt auch leicht(er) anzutreibende Planare
Basstian85
Inventar
#22 erstellt: 12. Mrz 2022, 10:59
Die Oppos (?)

Der Hiltiman hier scheint eher ein typischer Vertreter der breiten Masse zu sein...
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#23 erstellt: 12. Mrz 2022, 13:11
Ich betreibe den Qudelix ganz normal mit dem beigelegten Kabel des XS,
der FiiO K5Pro läuft in dem Fall auf höchster Gain Stufe.
Das gleiche hatte ich auch bei dem HE400SE etwas lauter per Qudelix als am FiiO.

Marcel21
Inventar
#24 erstellt: 12. Mrz 2022, 16:31
Der XS ist nicht sonderlich schwer anzutreiben, ich brauche quasi nie mehr als 1Vrms beim Qudelix 5K um auf angemessene Hörlautstärke zu kommen, und da sind schon - 5dB Preamp für den EQ drin. Für den XS bräuchte ich die 5dB eigentlich gar nicht, aber das hast sich so als Standardwert eingebürgert

Ist ja auch noch genug Luft.

Der Leistungsanspruchs ist ungefähr auf einem Level mit dem HD600 (300 Ohm) und DT 880 (250 Ohm), hat zwar nur 18 Ohm aber eben geringe Empfindlichkeit, doch nichts was man nicht angetrieben kriegt ohne Unsummen für einen KHV auszugeben.


[Beitrag von Marcel21 am 12. Mrz 2022, 16:33 bearbeitet]
robidiniro
Stammgast
#25 erstellt: 12. Mrz 2022, 16:42

Steven_Mc_Towelie (Beitrag #23) schrieb:
...
der FiiO K5Pro läuft in dem Fall auf höchster Gain Stufe.
Das gleiche hatte ich auch bei dem HE400SE etwas lauter per Qudelix als am FiiO.
:prost

Hast Du evtl. einen Tidal oder Qobuz-Zugang zum Testen?

Ich habe ebenfalls den K5 Pro und kann daher sagen, dass es sehr auf die Aufnahme ankommt. Bei den Streamingdiensten gibt es Aufnahmen, die relativ leise aufgenommen sind. Der Ananda allerdings mit seinen 103dB und 25 Ohm ist so laut, dass man im Bereich der unteren Unregelmäßigkeit des Potis ist und den Gain zurücknehmen muss. (Übrigens gut, dass der K5 Pro den Gain-Schalter vorne hat und nicht im Inneren, auf der Rückseite oder auf dem Unterboden, wie bei teilweise recht teuren Geräten).

Der Sennheiser HD 650 braucht mit seinen 300 Ohm fast die 3fache Leistung für die gleiche Lautstärke wie der Ananda. Trotzdem bin ich ganz selten über 12 Uhr.

Mein HE400i 2020 (95 dB/ 41 Ohm) ist am K5 Pro auch meist bei 12 Uhr schon an meiner Wohlfühlgrenze.

Fazit: Ich denke, der geringe Output liegt zum einen an Deiner vorgenommenen Begrenzung der Dynamik, wie Du ja selbst schreibst. Zum anderen kenne ich das Problem aber auch, wenn ich den EQ benutze und dort Vorlagen mit -5 bis teilweise -10 dB Gain habe. Bei -10 dB bin ich auch in der Nähe des Anschlags, da erreicht man dann einfach die Grenze des K5 Pro.
robidiniro
Stammgast
#26 erstellt: 12. Mrz 2022, 16:44

Raun (Beitrag #19) schrieb:

Steven_Mc_Towelie (Beitrag #17) schrieb:
Am Quedelix geht er laut genug auch mit EQ, an meinem FiiO K5Pro muss ich bei Einsatz mit EQ(-5dB) bis Anschlag aufdrehen um eine gute Lautstärke zu erreichen.
Allerdings sind meine Flac Files auch alle mit Replay Gain schon auf 90dB eingestellt.


Also ist der Qudelix stärker als der FiiO?

:?

Vielleicht muss man unterscheiden, ob ein KHV nur Spannung kann oder auch Strom?
HiFioldi
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 01. Apr 2022, 10:13
Am rme adi2 dac wird die eingestellte Lautstärke in dB angezeigt, da habe ich nur ca 3 dB Unterschied zwischen Ananda und XS, was elektrisch allerdings der doppelten Leistungsaufnahme ebtspricht.
Gruß Wolfgang
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