Beyerdynamic T51p vs. DT1350 Facelift - Review

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ctb12
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Okt 2013, 17:34
Guten Tag,

ich möchte ein paar Worte über die beiden Kopfhörer verlieren, habe beide ausführlich testen können. Ich habe diese direkt an einem aktuellen MacBook Air betrieben, bzw. an einem HTC One.

Haptik & Design
Der DT1350 Facelift ist etwas überarbeitet worden im Vergleich zum Vorgänger, dem DT1350. Er besitzt jetzt größere Ohr- und Kopfbandpolster und eine Gummiumrandung am Kopfband. Der T51p sieht dem DT1350 Facelift sehr ähnlich, jedoch gibt es ein paar wichtige Unterschiede: Die Ohrpolster sind gefühlt weicher, das Kabel verläuft beidseitig, das Kopfband lässt sich nicht verstellen und der Anschluss ist deutlich kleiner und flacher.

Tragekomfort
Der Vorgänger des DT1350 Facelift war dafür bekannt einen sehr hohen Anpressdruck zu haben, das ist meiner Meinung nach immer noch so. Durch die verbesserte Polsterung trägt er sich jedoch angenehmer, so richtig bequem ist er aber nur, solange die Bügel nicht ausgeklappt sind. Das Aufklappen der Bügel bewirkt nämlich einen noch höheren Anpressdruck.

Der T51p ist deutlich leichter, ungefähr 50g, und hat einen viel niedrigeren starken Anpressdruck. Ich persönlich verstehe Beyerdynamic jedoch nicht so wirklich, obwohl das Leder der Polster gefühlt weicher ist, fehlt es innen einfach an einem weichen und nachgiebigen Material. Ich bin schon etwas empfindlich, das muss ich zugeben, aber bereits nach 15 Minuten fühlt sich der T51p auf meinen Ohren unangenehm an.

Die Polster des DT1350 Facelift sind einfach dicker, das Außenmaterial ist etwas weniger weich, aber das stört so gar nicht. So richtig erträglich ist der DT1350 Facelift jedoch für mich nur wenn die Bügel nicht aufgeklappt sind, allerdings ist das absolut notwendig im Bezug auf eine starke Basswiedergabe.

Klang

Der T51p und der DT1350 Facelift klingen grundsätzlich schon ähnlich, gerade im Bezug auf die Bühne und die Dynamik. Der DT1350 Facelift ist lauter, jedoch ist der T51p ausreichend laut! Die Abschirmung ist beim DT1350 Facelift deutlich besser, jedenfalls bei ausgeklappten Bügeln.

Der DT1350 Facelift schafft es irgendwie die Instrumente besser zu separieren, bei Stücken mit vielen Spuren bzw. Instrumenten klingt das auf dem T51p etwas durcheinander, ich hatte Schwierigkeiten die Instrumente korrekt zu orten bzw. haben diese sich überlagert.

Höhen
Wo liegen nun die Unterschiede? Der T51p hat vergleichsweise viel Bass, teilweise wird dieser etwas überbetont, dadurch wirken die Höhen teilweise etwas zurückgesetzt. Ich glaube zu hören dass der DT1350 Facelift etwas mehr Höhen darstellt, z.B. hörbar bei Schlagzeugen, Hi-hats oder so elektronischen Effektspielereien. Das ein oder andere Mal ist mir beim DT1350 Facelift jedoch aufgefallen, das die Höhen etwas scharf waren, allerdings bin ich extrem empfindlich was das angeht! Für mich haben auch der T70 und T90 zu scharfe Höhen. So richtig störend war es jedoch nicht, es ist mir nur im Vergleich aufgefallen.

Bass
Der T51p wischt den DT1350 Facelift weg, was die die Bassquantität angeht, allerdings bin ich mir unsicher ob der DT1350 Facelift nicht präziser ist, was den Bass angeht. Kann es nicht genau benennen, jedoch ist der Bass beim T51p etwas heller?

Mitten
Die Stimmen klingen für mich marginal natürlicher und vordergründiger als auf dem T51p, im Vergleich. Allerdings kann es auch daran liegen, das der angehobene Bass den Stimmen die Show stehlt in manchen Stücken? Die Stimmenwiedergabe auf dem T51p ist grundsätzlich aber sehr gut!

Fazit
Was soll ich sagen? Der Tragekomfort ist beim T51p deutlich höher, weniger Druck und er ist leichter. Der Klang ist auf dem DT1350 Facelift etwas neutraler, aber macht auch etwas weniger Spaß. Allerdings ist der Bass beim T51p auch deutlich angehoben und und überlagert sich etwas bei Männerstimmen. Bei Bassintensiven Stücken ist der T51p jedoch der Sieger.

Teilweise gab es einfach Stücke, da habe ich kaum einen Unterschied gehört - von daher würde ich den T51p empfehlen wegen des höheren Komforts! Die Unterschiede sind eh sehr marginal beim täglichen Höhren, wenn Ihr Tontechniker seit und wirklich bis ins letzte Detail Neutralität braucht, dann nehmt den DT1350 Facelift.

Kabel
Vergleich
DT1350 Facelift
T51p


[Beitrag von ctb12 am 13. Okt 2013, 21:50 bearbeitet]
DonRivella
Neuling
#2 erstellt: 17. Okt 2013, 11:41
Besten Dank für diesen Bericht. Ich bin ein grosser Fan vom original DT1350 und ich habe eigentlich keine Probleme mit dem Komfort, aber eine bequemere Variante fände ich schon interessant, der Facelift scheint diesbezüglich nur marginal besser zu sein.
Unverständlicherweise hat es auf der Beyerdynamic Homepage kein Bild vom Stecker des T51p (einer meiner Hauptkritikpunkte am DT1350) - besonderen Dank noch dafür.


[Beitrag von DonRivella am 17. Okt 2013, 11:45 bearbeitet]
ctb12
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Okt 2013, 06:28
Nach gut einer Woche kann ich folgendes berichten: Der T51p hat definitiv mehr Bass als der DT1350, im direkten Vergleich klingt es für mich so als ob der DT1350 FL kaum Bass hat. Objektiv betrachtet ist der DT1350 FL einfach neutraler.

An den "Tragekomfort" kann des T51p kann ich mich langsam gewöhnen. Optimal ist es aber nicht, länger als 30 Minuten kann ich den einfach nicht tragen, wird unangenehm.
NoXter
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 19. Okt 2013, 10:51
Der DT1350 hat mich seinerzeit wirklich überzeugt! Durch und durch ein gelungener portabler. Ich hoffe man hat beim Facelift keine allzu gravierenden Einschnitte vorgenomen. Konntest du beide klanglich vergleichen?

Beim T50 musste man hingegen schon gravierend eingreifen. Der klang ja wirklich zum davonlaufen. Schön das Beyer letztlich dies genauso gesehen hat.
Hannichipsfrisch
Stammgast
#5 erstellt: 28. Nov 2013, 14:34
Mal als kleine Frage zu deinem review und deinem fazit sowie deinem Kommentar:

Du findest den Tragekomfort beim T51p gut bzw. besser, kannst ihn aber nicht länger als 50 minuten tragen?
War es beim DT1350 schlimmer oder wie kann man es verstehen?
Würde nämlich auch einen der beide gerne kaufen, testen tue ich selbstverständlich auch demnächst aber nur im laden, nicht zuhause.

Wie sieht es denn mit den aggresiven Höhen, beyperpeak, aus?
Ist der bei beiden Kopfhörern noch anwesend?

Der hat mich als einziges an meinen alten DT770 LE 32 ohm gestört, bin da auch sehr empfindlich da ich sehr viel Linkin park höre und bei Liedern wie z.B. Breaking the habit am anfang die höhen sehr hoch sind. das ging bei dem obengenannten dt770 gar nicht.

Ansonsten sehr schön zu lesendes review.
Danke dafür


MfG
ATMOSS
Inventar
#6 erstellt: 28. Mai 2014, 20:48
Mich würde einmal interessieren ob es vom T51p/i schon Messwerte auf irgendwelchen Seiten gibt und wie sehen diese zum 1350/Facelift aus?
ATMOSS
Inventar
#7 erstellt: 28. Mai 2014, 21:26
Review: The Amazing Beyerdynamic T51P

http://www.headfonia.com/amazing-beyerdynamic-t51p/
Silberlöwe
Stammgast
#8 erstellt: 16. Dez 2015, 21:18
Gibt es vielleicht mal ein Update nach über einem Jahr? Beide KH sind ja in derselben Preisklasse und scheinen ganz anständige Unterwegs-KH zu sein. Mich interessiert z.B., ob der Bass beim DT1350 zu wenig ist oder einfach nur neutral wiedergegeben wird. KOnnte ich oben nicht so recht herauslesen.
OberstHorst
Stammgast
#9 erstellt: 17. Dez 2015, 10:58
Der Bass des DT1350 ist neutraler als der T51. Er ist aber immernoch leicht angehoben. Ich persönlich nutze den T51 nur mit EQ, wodurch er deutlich an Bass / Muffigkeit verliert.

T51
http://en.goldenears.net/26761

DT1350
http://en.goldenears.net/13268
Silberlöwe
Stammgast
#10 erstellt: 17. Dez 2015, 14:29
Danke für die Links, da kann man die Eigenarten gut ausmachen. Auch den sog. Beyer-Peak.
theVan
Stammgast
#11 erstellt: 17. Dez 2015, 16:36
Also ich habe nur den DT1350 MKI, allerdings sollen die sich ja vom Treiber meines Wissens nach nicht unterscheiden. In meiner Wahrnehmung hat der DT1350 absolut nicht zu wenig Bass. Ich empfehle allerdings, den FL mal mit den alten Ohrpolstern zu testen. Die sind zwar etwas weniger "couchig", aber dafür finde ich die Außengeräuschisolation mit diesen wesentlich besser, wodurch der Bass auch besser zur Geltung kommt.
Die Basswiedergabe des DT1350 überzeugt mich bis heute immer wieder. Er kommt überraschend weit runter und ist IMHO auch sehr schnell.

p.s.: Liegt das "normale" Beyerpeak nicht eigentlich bei 7kHz? Das 10kHz-Peak empfinde ich zumindest nicht als das typische Beyerpeak. Es gibt dem DT1350 dafür nochmal einen Schwung "Crisp". sodass die Auflösung subjektiv nochmal besser wird.


[Beitrag von theVan am 17. Dez 2015, 16:39 bearbeitet]
Silberlöwe
Stammgast
#12 erstellt: 17. Dez 2015, 16:49
Habe ihn bestellt und bin gespannt, wie er klingt. Wollte zuerst einen T51P oder den T50P erstehen, bis ich über den DT1350 gelesen hatte - also warum nicht für denselben Preis eine etwas besseren Klang (?) und eine bessere, weil flexible Kopfhalterung erhalten?
Benares
Inventar
#13 erstellt: 25. Jan 2016, 23:13

Silberlöwe (Beitrag #12) schrieb:
Habe ihn bestellt und bin gespannt, wie er klingt.



Würde mich interessieren, wie die Geschichte ausging. Bin gerade auf der Suche nach einem neuen DJ-Kopfhörer und der 1350 ist in der engeren Auswahl.
theVan
Stammgast
#14 erstellt: 26. Jan 2016, 00:27
Wenn er tatsächlich zum Auflegen gedacht sein soll, würde ich mich an Deiner Stelle eher Richtung HD25 orientieren. Der DT1350 ist zu dem Zweck meiner Ansicht nach zu "kompliziert", was den Seal betrifft und hat dann in lauter Umgebung wahrscheinlich nicht genug Bassdruck. Der HD25 ist da unkritischer, aber durchaus ein sehr guter KH. Wenn ich zum Zwecke des Musikhörens! den DT1350 auch bevorzuge(n würde). Der HD25 hat zudem den Vorteil, dass Du zum Auflegen die Kunstlederpolster aufziehen kannst, wodurch er mehr Bass bekommt und besser abdichtet. Zum Musikhören sind die Velours m.E. dann die bessere Wahl.

/OT Off

Benares
Inventar
#15 erstellt: 26. Jan 2016, 10:38
Der HD 25 wäre auch meine bevorzugte Alternative zum DT 1350. Den kenne ich auch schon seit Jahren sehr gut, den Beyerdynamic konnte ich allerdings noch nicht hören. Beim Auflegen kommt es mir v.a. auf drei Eigenschaften an: Pegelfestigkeit, Abschirmung und Präzision im Bass und den Mitten. Bassvolumen spielt für mich dagegen keine besondere Rolle, lieber wäre mir ein einigermaßen neutral abgestimmter Bass, da eine Anhebung meines Erachtens eher die Mitten kaschiert und die Präzision im Mittel- und Oberbass (wichtig bei Kickdrums) beeinträchtigt.

In Sachen Pegelfestigkeit und Abschirmung scheint der DT 1350 dem HD 25 nach allen mir bekannten Berichten überlegen zu sein. Dieselben Berichte bestätigen auch meist die neutralere Abstimmung und den schlankeren Bass gegenüber dem Sennheiser. Alles in allem scheinen sie momentan die besten geschlossenen DJ-Kopfhörer zu sein. Daher wäre ich stark ein Erfahrungen zu beiden KH interessiert.
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