User-Review: Samsung Galaxy Buds - Ist das Kabel wirklich obsolet?

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Marcel21
Inventar
#1 erstellt: 10. Mrz 2019, 22:00
Vorwort

2 Tage habe ich nun an diesem Text geschrieben. Ich hoffe dass ich damit einigen, die Interesse für die Galaxy Buds haben, davon überzeugen oder davon abbringen kann, diese Kopfhörer zu kaufen. S10-Käufer spreche ich ganz am Ende an. Entschuldigt falls sich noch ein paar Fehler eingeschlichen haben.

Ich versuche meine Meinung unabhängig zu halten und werde von niemandem bezahlt. Ich schreibe lediglich meine eigenen Erfahrungen und Bewertung nieder. Dies sind meine ersten kabellosen In-Ears überhaupt.
Der ganze Text ist jetzt etwas länger geworden als geplant, aber ich denke dafür habe ich viele Aspekte betrachtet, und auch welche, die in anderen Tests kaum vorkommen. Einige Punkte dürften auch für diejenigen interessant sein, die überhaupt erst darüber nachdenken, sich Kopfhörer dieser Art zuzulegen.


Einführung

Schon länger ist es ein Trend geworden, immer mehr Smartphones kommen ohne Klinkenbuchse auf den Markt. Im Flaggschiff-Bereich bieten aktuell nur noch sehr wenige Hersteller überhaupt Smartphones mit Klinkenbuchse an. Und auch bei diesen ist es absehbar, dass sich das bald ändern wird.
Ich bin starker Befürworter der Klinkenbuchse und boykottiere daher aktuell noch Smartphones ohne. Kopfhörer mit Kabel zu verwenden ist für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit und ich habe dieses Kabel nie angezweifelt. Nur dieses würde mir die maximale Flexibilität und beste Klangqualität geben. Aber ist das wirklich so?
Bluetooth benötigt Kompression, Kompression bringt immer einen Verlust an Klangqualität. Ist direkt hörbar? In der Regel nicht, durch Codecs wie apt-X HD oder LDAC soll sich die Lücke zwischen komprimiert und unkomprimiert zunehmende verkleinern. Ja, einen Unterschied gibt es - dieser ist im Alltag unter Normalbedingungen zu vernachlässigen.
Eine Einschränkung in der Flexibilität besteht zum Teil. Die meisten Bluetooth-Bügelkopfhörer lassen sich auch mit Kabel nutzen - Bluetooth-In-Ears in der Regel jedoch nicht. Verwenden kann man sie also nur an Geräten, die auch die Audioausgabe über Bluetooth unterstützen. Das sind längst nicht alle Geräte, z.B. Spielkonsolen, selbst die Nintendo Switch, können das nicht. Das Kabel hat seine Daseinsberechtigung, ein generelles verschwinden ist auch nicht absehbar, gerade im Hifi-Bereich ist das Kabel eigentlich unverzichtbar.

Bluetooth zur Audio-Übertragung zu nutzen begeistert mich schon seit langem. Meinen ersten, und bis heute einzigen, Bluetooth-Lautsprecher habe ich bereits vor über 10 Jahren gekauft, den Creative D200. Damals gab es nur wenige Modelle auf dem Markt, heute wird dieser überschwemmt. Zu der Zeit hatte ich nicht mal ein Smartphone - das war aber auch nicht notwendig, mein damaliges Sony Ericsson C702 konnte auch schon mit Bluetooth umgehen. Und das kann es auch heute noch - der Standard hat sich durchgesetzt, ist breit verfügbar und kompatibel. Und das meist auch außerhalb eines Herstellereigenen Ökosystems.

2019 trifft auf 2008 - ungewöhnlich, aber es funktioniert. Leider hatte ich keine bessere Musik drauf
Übrigens auch ohne Klinkenbuchse - War es seiner Zeit einfach voraus?
00 Retrospective

Lange Zeit habe ich mit mir gerungen, ob ich mir kabellose In-Ears kaufen soll. Mein Hauptargument für die Klinkenbuchse waren bisher immer In-Ears, denn was portable Over-Ears angeht bin ich aktuell glücklich mit den Sony WH-1000XM2. Bluetooth In-Ears hatten für mich immer ein paar Nachteile. Oftmals sehen diese aus, als würde man sich einen Champignon oder Zahnbürstenaufsatz ins Ohr stecken, dann sind die beiden Seiten oftmals mit einem Kabel verbunden und haben ein Kästchen für den Akku dran. Alles zusammen hat mich lange davon absehen lassen, über einen Kauf nachzudenken. Mittlerweile breit verfügbar sind sogenannte True Wireless In-Ears, die komplett ohne Kabel auskommen. Diese haben ein paar Nachteile: Schlechte Akkulaufzeit, potenzielle Verbindungsabbrüche, mittelmäßige Klangqualität. Auch das Design konnte mich in vielen Fälle nicht überzeugen, zu groß, dadurch schlechter halt - so mein Eindruck, als ich mich das erste mal umgeschaut habe.

Kürzlich hat Samsung die Galaxy Buds vorgestellt, diese haben mir irgendwie zugesagt. Optisch (und wahrscheinlich auch technisch) ähnlich zu den direkten Vorgängern, den Gear IconX (2018), jedoch insgesamt kompakter, ohne Fitness-Features - diese wären für mich überflüssig, da das Fitness-Tracking durch meine Smartwatch übernommen werden kann, einer Samsung Gear Sport. Die Galaxy Buds konzentrieren sie sich aufs wesentliche, der Audiowiedergabe. Durch die Gear Sport und mein Galaxy S9+ bin ich mittlerweile eh im Samsung-Ökosystem, warum also nicht auch Samsung-Kopfhörer kaufen?
Klanglich für mich ein Risiko, denn ich würde meine Ansprüche schon als gehoben bezeichnen und die "AKG"-In-Ears, die bei meinem S9+ dabei waren, sagen mir, im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen, klanglich überhaupt nicht zu. Dabei fand ich die In-Ears von meinem Galaxy S3 damals immer ganz passabel. Jedoch reden wir hier von einer ganz anderen Preisklasse, da erwarte ich schon etwas mehr von den Galaxy Buds.

Doch wie hoch ist der Preis? Samsung verlangt 149€ (UVP) für die Galaxy Buds. Bei Samsung ist es üblich, eine hohe UVP zu wählen, die recht schnell von Händlern unterboten wird. Da die Kopfhörer gerade erst auf den Markt kommen, ist das hier noch nicht der Fall.
Aktuell gibt es eine Werbeaktion für Käufer eines Galaxy S10 und S10+, diese bekommen die Galaxy Buds geschenkt.
Da ich mit meinem S9+ glücklich bin, und mir das S10 nicht zusagt, werde ich nicht wechseln - jedoch gibt es viele S10-Käufer, die ihre Galaxy Buds lieber zu Geld machen möchten. Bei eBay und Kleinanzeigenportalen werden diese aktuell für 90-110€ gehandelt, dort bin ich dann auch fündig geworden, gezahlt habe ich am Ende 100€ - ob sich das gelohnt hat, möchte ich im folgenden herausfinden.

Die Galaxy Buds gibt es in weiß, schwarz oder gelb. Aktuell wird nur die weiße Variante verteilt, obwohl schwarz meine Wunschfarbe gewesen wäre kann ich damit gut leben, dieses Modell sieht im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern nicht so aus als hätte man bei einem normalen In-Ear einfach das Kabel abgeschnitten.
Die anderen Farben, Quelle: Samsung
Bild Samsung

Im Test werde ich die Galaxy Buds einzeln und im Vergleich betrachten. Messen müssen sie sich mit zwei meiner kabelgebundenen In-Ears:
-RHA MA750i, ca. 90€
-Brainwavz M3, Import ca. 90€, damals bei Headsound noch ca. 60€
Außerdem auf den Bildern im Vergleich noch ein paar HyperX Cloud Earbuds, ca. 40€, out of competition.
Kommen wir nun zum eigentlichen Review.


Verpackung, Lieferumfang

Die Galaxy Buds kommen in einer kleinen Schachtel daher:
Galaxy Buds Review

Im Inneren findet man eine Schatulle die zur Aufbewahrung der Kopfhörer dient und eine kleinere Schachtel für weiteres Zubehör, rechts im Deckel finden sich außerdem noch eine Schnellstartanleitung und Garantieinformationen. Auf die Galaxy Buds gibt es 12 Monate Herstellergarantie.
Da mir auch kein besserer Begriff einfällt und die Schatulle auf der Rückseite Cradle genannt wird, werde ich diesen nutzen.
Galaxy Buds Review

Der Lieferumfang besteht neben den Buds und dem Cradle auch aus 3 verschiedenen Silikon-Ringen die für besseren halt im Ohr sorgen sollen und altbekannt 3 verschiedenen Silikon-Stöpseln. Standardmäßig ist in beiden Fällen die mittlere Größe installiert, auf den Bildern hier habe ich die größten Stöpsel und den kleinsten Ring installiert. Was da passend ist muss jeder selbst herausfinden.
Galaxy Buds Review
Es ist natürlich auch möglich andere Aufsätze zu verwenden, jedoch sollte man darauf achten, dass diese nicht zu groß sind. Beispielsweise mit meinen Schaumstoffaufsätzen von InAirs habe ich das Problem, dass die Kopfhörer nicht mehr richtig ins Cradle passen und sich dieses nicht schließt. Mit anderen Aufsätzen von Comply, die etwas kompakter sind, klappt es besser, aber immer noch nicht Ideal. Wer unbedingt Schaumstoffaufsätze nutzen will, sollte eher einen anderen Kopfhörer in Erwägung ziehen, hier ist die Verwendungsmöglichkeit nicht optimal. Ich habe testweise andere Silikonstöpsel von RHA ausprobiert, das klappte ganz gut.


Optik, Haptik und Technik

Betrachten wir zuerst das Cradle von Außen, zu finden ein Samsung-Logo mit der Aufschrift Sound by AKG (gehört seit 2017 zu Samsung), vorne eine LED die beim Aufladen rot und wenn es voll ist grün leuchtet. Ebenfalls dient sie als Indikator des Ladestands, leuchtend in rot-gelb-grün. Auf der Rückseite befindet sich ein USB Typ C Anschluss, der zum Aufladen des Cradle genutzt werden kann. Das Cradle selbst hat einen Akku mit 252mAh Kapazität, damit können die In-Ears ca. 1,5 mal wiederaufgeladen werden, wenn sie komplett leer waren.
Galaxy Buds Review

Auf der Unterseite finden sich nur ein paar Standardinformationen. Nicht sichtbar hinter der Abdeckung verbirgt sich eine Kupferspule, denn wie viele Smartphones kann das Cradle auch induktiv mit einer Qi-Ladestation aufgeladen werden. Das funktionierte im Test mit einem Qi-Charger von Spigen, mit dem ich auch das S9+ lade, einwandfrei. Dank USB Typ C und Qi ist das Cradle mit modernen Schnittstellen ausgerüstet.
04_1 Schatulle Unten
Oben wie unten besteht es vollständig aus Kunststoff, in diesem Fall matt weiß. Die Beschriftung fällt sehr dezent aus, ist aus der Ferne nicht sichtbar. Bei der Verarbeitung ist mir nichts negativ aufgefallen. Der Klappmechanismus wird magnetisch zugehalten, wenn man die Magnetkraft überwunden hat ist es sehr leichtgängig, bei einer Öffnung von ca. 80° lässt es sich auf ca. 100° feststellen.

Die Kopfhörer selbst bieten jeweils einen 58mAh großen Akku, dieser soll laut Samsung bis zu 6 Stunden Musikgenuss am Stück ermöglichen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich diese Laufzeit durchaus bestätigen, nach insgesamt knapp 4 Stunden Musikhören und 4 Stunden Standby hatte der rechte Hörer noch 25%, der linke 35%. Am nächsten Tag war die Differenz genau anders herum - offenbar baut ein Ohrstück die Verbindung mit dem Smartphone auf, das andere nur mit der anderen Seite. Die Seite mit der Smartphone-Verbindung verbraucht etwas mehr Energie, dadurch lassen sich die Unterschiede erklären. Mal scheint es die linke, mal die rechte Seite zu sein, die als Master fungiert. Wie genau das funktioniert kann ich leider nur erahnen. Wichtig ist, dass es funktioniert - und das tut es. Mir ist es bisher nicht vorgekommen, dass die Wiedergabe von links und rechts asynchron war. Wenn alle 3 Teile vollständig aufgeladen sind, kann man von einer Spielzeit von, vorsichtig geschätzt, mindestens 12 Stunden ausgehen.
Galaxy Buds Review

Nachdem man das Cradle geöffnet hat schalten sich die Kopfhörer in den Pairing-Modus und können auch mit neuen Geräten verbunden werden. Eine andere Möglichkeit den Pairing-Modus zu aktivieren ist es, beide Seiten gleichzeitig für mindestens 3 Sekunden zu berühren.
Wer ein aktuelles Samsung-Smartphone besitzt sollte ein Popup bekommen welches zum Verbinden auffordert. Ansonsten findet man diese auch ganz normal als verfügbares Bluetooth-Gerät.
Im Inneren findet sich eine LED die anzeigt, ob der Kopfhörer gerade im Pairing-Modus ist (blau), aufgeladen wird (rot) oder voll geladen ist (grün). In den Schalen für die Earbuds befinden sich die Ladekontakte. Hier sollte man drauf achten dass diese auf beiden Seiten sauber sind. Auch das innere besteht aus Kunststoff, hier leicht grau. Das Gehäuse fühlt sich insgesamt stabil und, für Kunststoff, hochwertig an, beim Klappmechanismus sollte man selbstverständlich vorsichtig sein. Ein Gehäuse aus Metall wäre hier denkbar und würde die Wertigkeit steigern, dafür müsste man dann jedoch ein höheres Gewicht in Kauf nehmen und auf das kabellose Laden verzichten.
Galaxy Buds Review
Sofern sich die Kopfhörer nicht im Cradle befinden, sind diese quasi immer eingeschaltet und möchten eine Bluetooth-Verbindung aufbauen. Zu empfehlen ist hier diese Verbindung zuzulassen, so lange keine Wiedergabe stattfindet ist der Akkuverbrauch aufs Minimum reduzier. Eine BT-Verbindung kann auch bestehen während sich die Kopfhörer im Cradle befinden, wird beim zuklappen jedoch beendet.

Kommen wir zu den In-Ears an sich. Die Kopfhörer bestehen vollständig aus Kunststoff. Eine Wertigkeit wie sie z.B. die RHA MA750i besitzen, kann so nicht erreicht werden, die Vorteile liegen jedoch klar beim Gewicht. Die Kopfhörer fühlen sich ausreichend stabil an.
Auf der Außenseite der In-Ears findet man jeweils ein glänzendes Touchpad, das zur Bedienung genutzt wird (dazu später mehr), sowie jeweils ein Mikrofon. Im mittleren Bereich kann man einen der drei mitgelieferten Silikon-Ringe anbringen. Auf der Innenseite finden sich die zwei Ladekontakte und ein Sensor, der erkennt, ob der Kopfhörer gerade getragen wird. Das funktioniert bei mir nicht immer einhundertprozentig zuverlässig, falls es nicht korrekt erkannt werden sollte hat es jedoch nur zur Folge, dass man die Umgebungsgeräusche nicht aktivieren kann. In dem Fall hat es geholfen sie noch mal einzusetzen. Ich hoffe dass zukünftige Updates die Erkennung verbessern werden.
Galaxy Buds Review


Konnektivität

Die Kopfhörer besitzen Bluetooth 5.0 und unterstützen SBC, AAC sowie den Scalable Codec. Letzterer wurde von Samsung entwickelt und kann nur auf Samsung-Smartphones verwendet werden. Für alle anderen Geräte stehen AAC und SBC bereit.
Hier hätte ich mir noch die Unterstützung weiterer Codecs wie z.B. apt-X HD oder LDAC gewünscht. Andererseits sind diese Kopfhörer in erster Linie für das Samsung-Ökosystem konzipiert und dort leistet der Scalable Codec meinem Empfinden nach gute Dienste, vor allem was die Latenz und Stabilität angeht.
Um das volle Potenzial der Kopfhörer auszuschöpfen werden die Samsung Gear App sowie das Galaxy Buds Plugin benötigt. Voraussetzung für beides ist wohl Android 5.0 (laut Beschreibung 6.0). Die Apps sind für Android-Smartphones aller Hersteller verfügbar.
Mit iOS-Geräten lassen sich die Kopfhörer ebenfalls verbinden, jedoch muss man dort aktuell noch auf die App verzichten.
App

Ich habe die Kopfhörer mit 5 (wenn man das Sony-Ericsson C702 mitzählt, sogar 6) verschiedenen Geräten ausprobiert.

Galaxy S9+ (Android 9.0 Pie): Funktioniert einwandfrei. Verwendet wird der Scalable Codec.

LG G5 (Android 8.0 Oreo): Funktioniert, verwendet wird AAC (nicht wie erst erwartet SBC). Beim Klang höre ich keinen Unterschied, die Latenz scheint jedoch etwas höher zu sein. Die App läuft problemlos und es lässt sich genau so verwenden wie mit dem Samsung-Smartphone. Eine Sache: Die Lautstärke auf dem G5 war erheblich geringer, Maximallautstärke dort lag nur bei ca. 70% vom S9+. Den Grund habe ich schnell gefunden: Das S9+ synchronisiert die Lautstärkeanzeige mit dem Bluetooth-Gerät, das G5 nicht. Um die maximale Lautstärke nutzen zu können, muss man in der App die Lauter/Leiser-Geste einrichten, damit kann dann die Lautstärke der Kopfhörer an sich eingestellt werden. Dort lässt sich die Lautstärke auch über das Maximum der Smartphone-Anzeige hinaus erhöhen. Wenn einem der Kopfhörer zu leise vorkommt, dürfte hier das Problem liegen, denn zu geringe Lautstärke dürfte bei diesen Kopfhörern für mein Empfinden kein Problem sein.

PC (Windows 10, USB-BT 2.1-Adapter): Die Verbindung klappt, Die Wiedergabe leider nicht. Zumindest nicht in Stereo, der Handsfree-Codec funktioniert, ist jedoch keine Alternative. Ich konnte den Fehler bisher nicht finden. Ich habe es dann mit meinem Notebook ausprobiert, dort funktioniert die Stereo-Wiedergabe. Lautstärke auch kein Problem. Die Verbindungsqualität mit dem Notebook war eher schlecht und abgehackt, das ist aber ein mir bekanntes Problem mit dem Gerät. Mit Android-Geräten hatte ich solche Probleme nicht, nicht mal mit dem Sony-Ericsson. Auch auf die App-Features muss man dann verzichten.

Zwischenfazit:
Die Kopfhörer funktionieren sehr gut mit Android- und perfekt mit Samsung-Smartphones. Sollen sie damit betrieben werden, macht man nichts falsch. Die Verbindung zum PC klappt in der Theorie, in der Praxis eher so halb, ob es an den Galaxy Buds liegt, kann ich nicht sagen, nur, dass meine Sony-Kopfhörer da weniger Probleme machen. Möchte man die Galaxy Buds mit einem Nicht-Android Gerät verwenden, muss man (derzeit) auf die App verzichten. Damit kann man weder das volle Klangpotenzial ausschöpfen noch alle Funktionen nutzen. Spätestens wenn es die App auch für iOS gibt steht der Verwendung mit dem iPhone nichts im Wege.


Größenvergleich

Ein wichtiger Punkt bei In-Ears ist für mich die Portabilität. Wenn ich mit Gepäck reisen kann, würde ich nach Möglichkeit immer meine großen Kopfhörer für unterwegs vorziehen. Manchmal passen sie aber nicht und dann kommen meine In-Ears ins Spiel. Ein anderer typischer Einsatzzweck ist für mich die Nutzung im Sommer, wenn es heiß wird neigt man mit den Bügelkopfhörern eher zum schwitzen als mit den In-Ears. Also lieber mal diese nutzen. Hier haben für mich klassische In-Ears immer gepunktet. Die wiegen nix, eben zusammengerollt und in ne Tasche gesteckt, fertig.

Vergleichen wir erst mal nur die Stöpsel an sich:
Galaxy Buds Review
Galaxy Buds Review
Ich denke was auffällt ist, dass sie kaum größer als herkömmliche In-Ears sind. Und das, obwohl sie neben dem Treiber auch einen Akku und die notwendige Technologie (BT, Antenne, Decoder, DAC, Amp, Mikrofon usw.) im Gehäuse unterbringen müssen. Da finde ich es echt erstaunlich wie kompakt man das mittlerweile bauen kann.
Das Design ist natürlich wie immer Geschmackssache. Ich finde sie sehen ganz gut aus. Was mir an den Galaxy Buds besonders gut gefällt ist, dass sie beim tragen zum Großteil im Ohr versinken und damit recht unauffällig sind. Gerade wenn man sich die True Wireless Earbuds anderer Hersteller anschaut, können die Galaxy Buds hier mit ihrer Kompaktheit punkten.

Da wir hier schon In-Ears einer höherwertigen Klasse haben, ist es mit zusammenrollen und in die Tasche gesteckt eigentlich nicht getan, wenn sie auch lange halten sollen. Die Kopfhörer möchten angemessen transportiert werden, dafür ist eine passende Tasche meistens mitgeliefert.
Auf den folgenden Bildern habe ich mal das Cradle der Galaxy Buds mal in den Vergleich gesetzt mit Taschen der anderen In-Ears, zusätzlich habe ich die Tasche meiner AKG K430 On-Ear Kopfhörer und der Sony WH-1000XM2 Over-Ears zugelegt. So sieht man sehr gut, welchen Größenunterschied die verschiedenen Bauweisen ausmachen.
Galaxy Buds Review
Jetzt das ganze auch noch mal geöffnet:
Galaxy Buds Review
Die Galaxy Buds spielen hier ihren Vorteil aus, dass sie kein Kabel benötigen. Das Cradle ist so klein, dass es sogar vollständig in jede andere Tasche passen würde. Die Tasche der Sony-Kopfhörer würde ich für einen Over-Ear als ziemlich kompakt bezeichnen, dennoch habe ich hier einen Platz gefunden, an dem die Galaxy Buds problemlos zusätzlich untergebracht werden können:
Galaxy Buds Review
Das wird mir in Zukunft sicherlich noch nützlich sein.

Zwischenfazit:
In Sachen Portabilität können die Galaxy Buds auf ganzer Linie überzeugen. Die Earbuds an sich sind nicht wesentlich größer als herkömmliche kabelgebundene, und auch das Cradle ist sehr kompakt. Es passt z.B. problemlos in diese kleine Zusatztasche an der rechten Hosentasche einer Jeans, sofern man Jeansträger/in ist lassen sie sich also jederzeit problemlos mitnehmen.
Das ganze hat natürlich einen Nachteil, der Akku des Cradle ist vergleichsweise klein bemessen, die Gesamtspielzeit ohne es nachzuladen würde ich vorsichtig auf ca. 12 Stunden schätzen. Ob das reicht, oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Es gibt definitiv In-Ears mit einem Behältnis welches einen größeren Akku bietet, das ist dann aber auch insgesamt größer. Dank wireless charging und USB Typ C sollte man für das Aufladen gut gerüstet sein. Wer z.B. ein Galaxy S10 oder Huawei Mate 20 Pro besitzt, kann mit reverse wireless charging sogar die Kopfhörer mit dem Smartphone wiederaufladen. Aus meiner Sicht eher ein Gimmick, aber immer noch besser als ein leerer Akku.
Wenn man die Kopfhörer z.B. auf dem Weg zur Arbeit nutzt und jeden Tag jeweils zwei mal eine Stunde Musik hört, kommt man mit der Akkuladung des Cradle ca. 6 Tage aus ohne dieses aufladen zu müssen.

Handhabung im Alltag und App

Die Nutzung der Kopfhörer im Alltag ist denkbar einfach - Cradle aufklappen, rausnehmen, ins Ohr einsetzen, fertig. Wenn man Bluetooth auf seinem Smartphone standardmäßig aktiv hat oder im Vorfeld aktiviert, sollte die Verbindung bereits bestehen wenn die Kopfhörer im Ohr sitzen. Das ganze dauert nur ein paar Sekunden.
Die Hauptsächliche Bedienung findet über das Smartphone statt. Auf die Schnelle kann man aber auch das Touchpad nutzen. Dieses ermöglicht folgendes:

  • Einmal tippen: Play/Pause
  • Zweimal tippen: Nächster Song, Anruf beantworten oder beenden
  • Dreimal tippen: Vorheriger Song
  • Berühren und halten: Anruf ablehnen, Zweitfunktion frei für rechts und links belegbar auf lauter/leiser, Sprachbefehl (Bixby, Google Assistant, Siri etc.) oder Umgebungsgeräusche

14 Touchpad
Das zwei- und dreimal tippen erfordert etwas Übung bis man die richtige Tippgeschwindigkeit raus hat. Das einmalige tippen oder tippen und halten funktioniert bisher immer zuverlässig.
Die Bedienung mit dem Touchpad wirkt am Anfang etwas hakelig, aber man gewöhnt sich dran und dann läuft es auch ganz gut. Ich weiß nicht ob das bei der Größe umsetzbar ist, aber hier könnte ich mir auch Wischgesten, wie ich sie vom Sony-Kopfhörer kenne, vorstellen. Allerdings kenne ich schon vom Mi Band 3 dass Wischgesten auf so kleinen Flächen auch alles andere als optimal sind. Durch die winzige Fläche muss man einen Kompromiss finden und ich denke mit dieser Lösung kann man leben. Etwas mehr Freiheit hätte ich mir bei der Konfiguration gewünscht, da man von den 4 Funktionen für Tippen und Halten immer nur 2 verschiedene nutzen kann.

Wenn man mit den Kopfhörern hantiert, z.B. den Aufsatz wechselt, kann es passieren dass man das Touchpad versehentlich berührt. Das lässt sich verhindern, indem man es in der App auch sperren kann, somit werden eingaben vom Touchpad ignoriert. Wer es gar nicht nutzen möchte kann es somit auch komplett abschalten.

15 Benachrichtigungen
Andere Funktionen der App ist die Einstellung, welche Apps Benachrichtigung über den Kopfhörer ausgeben dürfen, und eine Möglichkeit die Kopfhörer zu finden. Diese klingeln dann auf maximaler Lautstärke.

Als letztes haben wir die Umgebungsgeräusche. Genau so wie man es von ANC-Kopfhörern kennt gibt es hier die Möglichkeit, sich die Umgebungsgeräusche die das Mikrofon aufzeichnet über die Kopfhörer wiedergeben zu lassen. Die Lautstärke lässt sich dabei einstellen. Auf den höchsten Stufen hört man dadurch ein leichtes rauschen, welches bei Musikwiedergabe nahezu untergeht. Dies ist nützlich, wenn man z.B. eben eine Durchsage im Bahnhof hören möchte, oder mit jemandem sprechen will. Nachteil ist, dass man das immer mit einem Schalter in der App aktivieren muss, sofern man sich beim tippen und halten nicht für die Umgebungsgeräusche entscheidet. Falls doch, muss man nur den Finger ans Touchpad halten und hört nach 2 Sekunden alle Umgebungsgeräusche, so lange man den Finger am Touchpad lässt. Also ähnlich zur Handflächen-Geste beim Sony.
16 Umgebung

Falls man keine maximale Abschirmung möchte kann man diese Funktion auch dauerhaft in gewünschter Stärke aktivieren. Anders als z.B. die Apple Airpods dichten die Galaxy Buds vollständig passiv ab. Ob man Abschirmung benötigt oder nicht hängt von der Situation ab, für mich ist es im Alltag definitiv wichtiger eine vollständige Abschirmung zu haben als die Umgebung immer gut wahrnehmen zu können. Durch diese Funktion kann ich jetzt beides haben. Falls man sie im aktiven Straßenverkehr verwenden möchte (egal ob Fußgänger, Jogger, Radfahrer) würde ich die Verwendung dieser Funktion durchaus empfehlen, Sicherheit geht vor.

Die Qualität der Mikrofone ist ok, mehr aber auch nicht. In geschlossenen Räumen und leisten Umgebungen (am besten natürlich alleine) kann man sie problemlos zum telefonieren verwenden.


Klang

Kommen wir nun zum, meiner Meinung nach, für einen Kopfhörer immer noch wichtigsten Punkt - dem Klang. Leider ist dieser Aspekt auch insgesamt am schwierigsten zu bewerten, jeder nimmt den Klang etwas anders wahr. Die Galaxy Buds machen es hier einem auch nicht gerade leicht, denn sie klingen nicht schlecht, keinesfalls - sie klingen aber auch nicht großartig.

Einsortieren kann ich sie im Vergleich mit meinen oben aufgeführten Kopfhörern. Die Galaxy Buds klingen meistens etwas schlechter als die Brainwavz M3, aber ein ganzes Stück besser als die RHA MA750i. Damit steigen sie direkt auf den Zweitbesten Platz meiner In-Ears. Sie sind erheblich besser als die Beipack-Kopfhörer des Galaxy S9, meine anfängliche Sorge war also zum Glück unbegründet.

Um den besten Klang zu erhalten muss natürlich der Seal stimmen. Ich musste dafür die größten der mitgelieferten Aufsätze nutzen. Ohne den richtigen Seal fehlt die Abschirmung und der Bass fällt deutlich dünner aus.

Die App bietet einen Equalizer mit 6 Modi: Aus, Bass Boost, Weich, Dynamisch, Klar, Höhenanhebung. Feineinstellungen können hier nicht vorgenommen werden, jedoch kann man die Klang-Einstellungen des Smartphones nutzen, bei Samsung stehen dann der 9-Band-Equalizer, die Soundeffekte Röhrenverstärker-Pro und/oder Konzertsaal sowie Adapt Sound und Dolby Atmos zur Verfügung. Man hat also viele Möglichkeiten, Feineinstellungen vorzunehmen. Hier findet sich jedoch kein Allgemeinrezept, was denn nun am besten ist. Standardmäßig ist der EQ der App in der Einstellung Dynamisch aktiv. Diese stellt sich auch insgesamt als am geeignetsten für die Musikrichtungen Pop, Hiphop, Elektro heraus. Gegenüber dem ausgeschalteten EQ wird dann die klassische Badewannen-Abstimmung aktiv, also eine Bass- und Höhenbetonung. Allerdings trifft das hier nicht ganz zu, denn auch die Mitten werden dadurch präsenter.

Jetzt kommt der Punkt, wo es mir schwerfällt, zu entscheiden, wie ich den Kopfhörer bewerten soll. Komplett ohne EQ, wie ich es eigentlich tun würde? Das entspricht auch nicht wirklich der alltäglichen Nutzung und wird dem Kopfhörer nicht gerecht. Andererseits hat der ausgeschaltete EQ auch seine Vorzüge und ist manchmal der beste Klangmodus. Beispielsweise beim hören von Classic Rock. Hier konnte mich folgende Einstellung am meisten Überzeugen: EQ Aus, Dolby Atmos ein.
Wenn der EQ aus ist, legen die Kopfhörer ein neutrales Klangbild an den Tag. Nichts ist überbetont, nichts geht unter. Eine leichte Mittenbetonung höre ich dann heraus. Die Auflösung der Kopfhörer reicht nicht aus, um ein analytisches Klangbild zu erzeugen. Ob es hier an der Bluetooth-Übertragung oder an den Treibern an sich liegt kann ich nicht sagen. Aber analytisch wollen sie ja gar nicht sein - ich finde es jedoch erstaunlich dass so ein "Mainstream-Kopfhörer", auch noch kabellos, dazu in der Lage ist diesen Eindruck zu erzeugen. Für mich ein großes Plus. Bei Aktivierung der EQ-Einstellungen Dynamisch, Klar und Höhenanheben steigt die Auflösung gefühlt etwas, das dürfte aber einfach an der Betonung des Präsenzbereichs liegen. Die Einstellung Klar ist ideal z.B. für klassische Musik, diese lässt sich damit gut hören und auch die Instrumentenseparation ist dann akzeptabel.

Betrachten wir die Frequenzbereiche im einzelnen und fangen mit dem Bass an. Die Kopfhörer sind keine Bassbomber. Ohne EQ würde ich sagen der Bass ist für unterwegs einen Hauch zu schwach ist, jedoch auf einem ähnlichen Level wie z.B. bei meinen Brainwavz M3 und stärker als bei den DT-880. Bei Songs die nicht unter dem Loudness-War leiden und eine gute Bassmenge mit sich bringen reicht das sogar schon aus. Mit EQ gibt es keinesfalls mehr ein Eindruck, dass sie zu wenig Bass haben. Gerade Dynamisch schafft hier eine Bassmenge die Spaß macht, ohne dass die Mitten und Höhen darunter leiden müssen. Die Einstellungen Weich und Bass Boost legen da kaum etwas drauf, reduzieren jedoch höhere Frequenzen. Damit lässt sich die Gesamtlautstärke erhöhen ohne dass die Hochtöne unangenehm werden und sich somit eine größere Bassmenge erzielen. Der Tiefgang ist gut, einen Tiefbassabfall kann ich nicht festellen, ebenso keine Oberbassbetonung, was m.E. positiv ist. Bass können sie - wer Basshead ist, wird hier jedoch auf Dauer nicht glücklich werden. Im Vorfeld hab ich in einem Test gelesen dass sie keinen Bass hätten - da hatte die testende Person wohl keinen richtigen Seal, zumindest kann ich diesen Eindruck nicht bestätigen.

Als nächstes die Mitten. Die Stimmwiedergabe ist gut. Mitten klingen keinesfalls dumpf. Bei ruhiger Singer/Songwriter-Musik wirkt der EQ Dynamisch manchmal etwas übers Ziel hinausgeschossen, hier kann die Einstellung Klar eher überzeugen. Auch die Kombi EQ Aus - Atmos Ein macht sich hier wieder ganz gut. Im Mittenbereich machen die Kopfhörer nicht viel falsch. Ein schlechter Kopfhörer zeichnet sich für mich z.B. durch bedeckte Stimmen aus, das ist hier nicht der Fall. Männer- und Frauenstimmen kommen gleich gut rüber, da auch die umgebenden Frequenzbereiche gut aufgestellt sind. Wer Hörbücher oder Podcasts hören will, sollte hier keine Probleme haben. Je nach Geschmack lässt sich die Färbung mit dem EQ gut anpassen.

Einen großen Einfluss darauf ob das Klangbild dumpf oder klar ist haben natürlich auch die Höhen. Hier können die Galaxy Buds durchaus auftrumpfen. Die Höhen sind präsent, lösen gut, jedoch nicht perfekt auf. Sie sind der Bereich, in dem sich die jeweiligen EQ-Presets am stärksten Unterscheiden. In den Einstellungen Dynamisch und Höhenanhebung sind sie am stärksten betont (etwa ähnlich stark), in der Einstellung Klar tatsächlich etwas geringer. Deutlich reduziert werden sie dann in Weich und Bass Boost. Wem die Höhen gerade etwas zu stark sind, findet mit dem EQ Weich eine gute Flucht in ein ausgewogenes Klangbild mit zurückgenommenen Höhen, sehr entspannt ohne zu dumpf zu klingen.

Die Bühnendarstellung/Räumlichkeit ist ganz ok, für einen geschlossenen In-Ear dieser Preisklasse sogar gut. Sie kann nicht mit meinen großen Kopfhörern oder den Brainwavz M3 mithalten (die haben dort ihre Stärke), übertrumpfen die RHA aber deutlich. Auch die offenen HyperX Cloud Buds haben da keine Chance. Bei den S9 Beipack-In-Ears habe ich mich beim hören immer irgendwie eingeengt gefühlt, das ist hier gar nicht der Fall.

Insgesamt wissen die Kopfhörer im Klangtest durchaus zu überzeugen. Sie eignen sich ein bisschen für alles, machen nichts wirklich falsch, aber auch nichts wirklich richtig gut, dies wäre in der Preisklasse jedoch auch sehr überraschend. Klanglich entsprechen die ungefähr dem, was ich im Vorfeld erwartet hätte. Es gibt manchmal Songs, die auf den Kopfhörern, egal mit welcher EQ-Einstellung, nicht so richtig überzeugen wollen - und dann gibt es wieder Songs, die richtig gut klingen. Die Möglichkeiten die einem der EQ gibt sollte man defintiv nutzen. Gerade die Einstellungen Dynamisch, Klar, Weich und auch Aus können mal hier, mal da überzeugen. Dynamisch schafft es, die EQ-Einstellungen Bass Boost und Höhenanhebung (die ich im einzelnen in der Regel eher nicht empfehlen würde) so zu kombinieren, dass man starke Bässe und Höhen haben kann - und das ohne die Mitten untergehen zu lassen. Deshalb würde ich Dynamisch als insgesamt am besten Einstufen. Manchmal übertreibt es diese Einstellung jedoch und dann ist ein anderes Preset besser. Sofern verfügbar, kann man auch mal mit Dolby Atmos rumspielen. Es macht den Klang nicht immer besser, manchmal schlechter, aber manchmal auch deutlich besser. Bei der Verwendung von Dolby Atmos ist es oft besser den EQ auszuschalten, sonst wird für meinen Geschmack zu viel im Sound herumgewurschtelt. Wobei es manchmal auch gefühlt gar nichts ändert. Großartig an den Einstellungen herumspielen muss man jedoch auch nicht, wenn man das nicht möchte. Bei gleichem Genre eignen sich oft die gleichen Einstellungen, und mit der Standardeinstellung, EQ Dynamisch, sollte man spätestens nach kurzer Eingewöhnung mit allem zurecht kommen.


Isolation
Die Kopfhörer haben ein geschlossene Akustiksystem. Die Abschirmung der Earbuds an sich ist ganz gut. Das hat auch den Vorteil, dass sie kaum nach außen abstrahlen. Man kann hier problemlos auch mal lauter hören ohne die Sorge haben zu müssen, dass die ganze Umgebung mithört. Auf den höchsten Lautstärkestufen in einer leisen Umgebung kann man sie jedoch durchaus auch von außen wahrnehmen.

Die Isolation für den Hörer hängt somit zum Großteil von den Aufsätzen ab. Ich habe sie dazu als Beifahrer auf der Autobahn getestet, mit zusätzlich laufendem Radio. Wenn keine Musik läuft, hört man eigentlich noch alles relativ gut, gedämpft, aber man kann sich sogar noch unterhalten. Setzt die Musik ein, verschwindet die Umgebung zunehmen in den Hintergrund.
Ganz natürlich isolieren die Kopfhörer besser, je höher die abzuschirmende Frequenz wird. Das heißt Tieftöne wie Motorengeräusche werden eher schlecht Isoliert. Das hat zur Folge, dass die Bässe im Klangbild dazu tendieren, unterzugehen, weil sie einfach übertönt werden. Dies ist leider ein normales Phänomen worunter eigentlich alle Kopfhörer mit passiver Isolation leiden. Helfen kann hier nur aktive Geräuschunterdrückung, wie sie die Sony bieten. Die passive Isolation ist besser als bei den Sony, aber wenn man dort ANC einschaltet, ist das eine andere Welt, gerade diese tiefen Frequenzen werden besonders gut vom ANC weggefiltert. Dadurch kann man trotz lauter Umgebung noch in einer moderaten Lautstärke ohne Störungen seine Musik genießen - deshalb schätze ich die WH-1000XM2 so.

Aber wir schweifen ab, auf dieses Feature muss man bei den Galaxy Buds leider verzichten, somit gibt es nur ein Weg, dem Problem Herr zu werden: Lautstärke. Wenn es draußen laut ist, muss man auch die Kopfhörer aufdrehen - dann geht es wieder. Hier kommen die EQ-Presets Weich und Bass Boost ganz gut ins Spiel, durch die erhöhte Lautstärke und den abfallenden Bass kann man potenziell zu lauten Hochtönen entgegenwirken und das Bass-Hochton-Verhältnis wieder auf ein besseres Niveau bringen, welches man in leiseren Umgebungen auch mit ausgewogeneren Klangeinstellungen erreicht.

Wenn ich sie einsortiere würde ich sagen die Isolation ist besser als bei den Brainwavz M3, aber schlechter als bei den RHA MA750i, beide mit Schaumstoff-Aufsätzen (die bei den Galaxy Buds ja nicht optimal zu nutzen sind, diese würden die Isolation sicherlich verbessern). Insgesamt bewegen wir uns hier im oberen Mittelfeld und für die Fahrt in der S-Bahn ist die Isolation in der Regel mehr als ausreichend, im Bus kann es sein dass man mal etwas aufdrehen muss.


Komfort

Dieser Punkt dürfte noch individueller zu bewerten sein als der Klang. Wer mit In-Ears ähnlicher Größenordnung keine Probleme hat, wird sie auch hier nicht haben. Ich kann sie ohne größere Probleme ein paar Stunden am Stück tragen, ganz unbemerkt zeigen sie sich aber nicht. Von den Silikon-Ringen passt für mich die mittlere und die kleinste Variante, da probiere ich gerade noch was am besten ist. Die mittlere Variante bringt natürlich noch mehr halt, aber auch so fallen sie nicht von alleine raus. Dafür spürt man auf Dauer schon eher, dass da noch was ist.

Den größten Komfortgewinn bringt hier vor allem eines - das Kabel, welches nicht vorhanden ist. Keine Strippe, die am Reißverschluss der Jacke hängen bleibt, oder sich störrisch zeigt und von selbst verdreht. Bei den Brainwavz M3 kann ich da ein Lied von singen, so sehr ich diese Kopfhörer auch mag - das Kabel nervt. Wenn man sich erst mal an die kabellose Bewegungsfreiheit gewöhnt hat, merkt man erst, wie einschränkend so ein Kabel doch ist. Gegenüber den Sonys setzen die Galaxy Buds hier noch ne Schippe drauf, anfangs war es komplett ungewohnt Kopfhörer zu tragen die sich komplett im Ohr befinden und nicht mal ein Kabel haben.

In der Einführung hatte ich noch geschrieben, wie wichtig das Kabel doch ist. Für den stationären Einsatz und Dauereinsatz wird sich da nichts dran ändern, das Kabel ist unverzichtbar. Aber, für Kopfhörer wie diese, mobil, die man z.B. mal auf der Zugfahrt, beim Sport, auf dem Weg zur Arbeit/Schule/Uni oder sonst wo hin nutzt, hat das durchaus seine Vorteile. Übrigens an dieser Stelle mal vielen Dank an jeden, der sich den Text auch wirklich durchliest. Ich weiß es ist schon ne Menge. Über Feedback würde ich mich freuen. Ein Geschenkt weil du diesen Satz gefunden hast gibt es leider nicht. Zurück zum Thema. Durch die geringe Größe kann man sie z.B. auch tragen während der Kopf, auf einem Kissen liegt. Vorteilhaft für alle die auch gerne mal im Bett Musik/Podcasts hören. Falls man mit den Kopfhörern im Ohr einschlafen sollte wird das kein großes Problem sein, jedoch empfehle ich natürlich diese vorher abzulegen.
Für einen längeren Einsatz würde ich jederzeit meine Sony vorziehen. Der Klang ist besser, ANC schirmt mehr ab und der Akku hält ewig - das können die Galaxy Buds nicht leisten. Müssen sie aber auch nicht. Ich war noch nie Freund der Devise einer für alles...sonst hätte ich wohl kaum so viele Kopfhörer. Die Galaxy Buds sind sehr schnell einsatzbereit, eignen sich perfekt für das hören zwischendurch, Zuhause bei der Hausarbeit, im Bett, oder auch mal in der Pause. Im öffentlichen Nahverkehr, beim Sport - alles kein Problem. Für längere Reisen empfehle ich aber auf jeden Fall ein größeres Kaliber.


Fazit

Die Galaxy Buds können überzeugen. Der Klang ist gut (aus audiophiler Sicht noch ausreichend), wenn auch nicht perfekt, die Handhabung einfach und die Portabilität unschlagbar. Die Akkulaufzeit ist, angesichts der Kompaktheit, auch gut. Für meine Nutzung mehr als ausreichend.
Aber sie sind nicht für jeden was.
Das ideale Zusammenspiel hat man nur, wenn man auch Besitzer eines halbwegs aktuellen Samsung Galaxy-Smartphones ist (ab ca. 2016). Kaum Einbußen hat man mit jedem anderen aktuellen Android-Smartphone, hier muss lediglich auf den Scalable Codec verzichtet werden, was potenziell eine höhere Latenz zur Folge hat, wesentliche Unterschiede in der Klangqualität konnte ich da nicht feststellen.

Der größte Kritikpunkt für mich ist die Tatsache, dass man die Kopfhörer, Aufgrund der Bauart des Cradle, nicht ohne weiteres mit Schaumstoff-Aufsätzen betreiben kann. Diese bieten für mich besseren Komfort und mehr Isolation als Silikon, sind aber auch teurer und die Haltbarkeit ist deutlich geringer. Ich werde schauen ob ich da noch was passendes finde. Aber so wie ich es sehe klappt es, auch mit dem Sitz im Ohr, ideal nur mit den mitgelieferten Silikon-Aufsätzen.

Bedenken habe ich hinsichtlich der Haltbarkeit, vor allem der Akkus. Sie sind sehr klein und werden gerade bei den Earbuds sehr häufig geladen. Alltäglich sind dann Ladezyklen von z.B. 80% (nach einer Stunde hören) auf 100%. Optimal ist das für einen Lithium-Ionen-Akku nicht. Auf lange Sicht wird die Akkulaufzeit der Komponenten mit Verschleiß der Akkus immer geringer werden. Ohne weiteres austauschbar sind die Akkus nicht. Jedoch sind das Dinge, die man nicht auf die Schnelle herausfinden kann - da müssen sie sich auf lange Zeit bewähren. Ich habe auch die Absicht, hier im Thread ein Update zu geben, wenn ich irgendeine Änderung feststelle. Das ist jedoch ein Problem welches für alle Kopfhörer dieser Bauart gilt.

Eine Empfehlung kann ich aussprechen für jeden, der bereits Produkte im Samsung-Ökosystem besitzt und sich für kabelloses In-Ears interessiert. Auch wer kein Samsung-Smartphone besitzt macht mit den Galaxy Buds nichts falsch, nur Android sollte es schon sein. Im Laufe des Jahres kommen noch einige Konkurrenzprodukte auf den Markt, hier muss sich dann zeigen, ob sich die Galaxy Buds behaupten können.
Wenn sie erst mal breit verfügbar sind schätze ich den realistischen Marktpreis auf ca. 100-120€ und dafür stimmt das Gesamtpaket. Für 150€ würde ich mich auf jeden Fall umgucken ob es nicht doch was besseres gibt. Die Apple AirPods, die sich auch in diesem Preisbereich bewegen, sehe ich, mal abgesehen vom anderen Ökosystem, hinter den Galaxy Buds, rein subjektiv Aufgrund der Optik und der fehlenden Isolation. Klanglich kann ich dazu leider nichts sagen, jedoch finden sich im Internet genug Vergleiche zwischen den beiden - obwohl sie eigentlich doch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Wer sie zum S10 dazu kriegt und kein ebenbürtiges, ähnliches Produkt besitzt, dem kann ich nur raten die Galaxy Buds zu behalten und selbst zu nutzen. Vor allem wenn man noch keine wirklich guten In-Ears hatte werden sie auch klanglich überzeugen.

Zum Schluss noch eine kleine Pro/Kontra Liste:
Pro:

  • Gute Akkulaufzeit der Kopfhörer an sich
  • Hoher Tragekomfort, guter Halt
  • Die Ohrstücke sind sehr klein für True Wireless Earbuds
  • Der Klang kann angesichts der Technik und des Preises überzeugen
  • Kompakte Aufbewahrungsbox mit Akku, USB Typ C und Wireless Charging
  • Stabile Bluetooth-Verbindung mit Smartphones


Kontra

  • Akku der Aufbewahrungsbox könnte größer sein
  • Verwendung anderer Aufsätze, insbesondere aus Schaumstoff, eher schwierig
  • Bedienung des Touchpads manchmal schwierig (insbesondere dreifaches antippen)
  • Probleme mit der Bluetooth-Verbindung bei manchen Geräten
  • (Keine App für iOS verfügbar)


Das wars, vielen Dank fürs Lesen, für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Update 14.03.19
-Diverse Tippfehler behoben, ein paar Sätze umgestellt
-Kapitel Isolation hinzugefügt
-Pro/Kontra-Liste hinzugefügt


[Beitrag von Marcel21 am 14. Mrz 2019, 01:45 bearbeitet]
Dodoglitzer
Neuling
#2 erstellt: 11. Mrz 2019, 11:25
Vielen Dank für das super Review.

Hast du die Möglichkeit die Galaxy Buds mit IOS zu testen?

Falls ich es richtig verstanden habe, soll laut Samsung die Lautstärke mit den Buds doch nur mit dem Smartphone verändert werden können und nicht direkt an den Buds? Auf Deinen Fotos ist ja zu sehen, dass das in der App einstellbar ist.

Jetzt würde mich interessieren, was die Buds in Verbindung mit dem iPhone ohne App direkt können. z.B. Umgebungsgeräusche an/aus, Lautstärke etc.

Ich suche nämlich welche die ordentlich abdichten, z.B. beim Rasenmähen und lauterer Gartenarbeit. Da kann ich ja die Airpods nicht einsetzen. Und auch hauptsächlich für Hörbücher.

Habe auch schon zig andere getestet. Jabras 65 taten in den Ohren weh. Jabra Elite Sport passten gut, aber Seal war nur mit Silikonaufsätzen hinzubekommen, die länger als die original Aufsätze waren und dann passten sie nicht mehr in die Ladebox. Welche für meine Ohren sehr gut passen sind die Bragis, aber die The Headphones gingen schnell kaputt.

Du schreibst auch, dass für 2019 jede Menge True Wireless angekündigt sind. Welche sind das denn? Ausser JBL?

Also, was mich interessiert ist, ob du die Buds kurz mit einem iPhone ausprobieren könntest (Funktion)

Vielen Dank
Dodo
Marcel21
Inventar
#3 erstellt: 11. Mrz 2019, 21:13

Dodoglitzer (Beitrag #2) schrieb:
Hast du die Möglichkeit die Galaxy Buds mit IOS zu testen?

Ein Gerät mit iOS steht mir nicht zur Verfügung, sonst hab ich eigentlich alles da.


Dodoglitzer (Beitrag #2) schrieb:
Falls ich es richtig verstanden habe, soll laut Samsung die Lautstärke mit den Buds doch nur mit dem Smartphone verändert werden können und nicht direkt an den Buds?

Hier verhält es sich wie bei jedem anderen Bluetooth-Gerät, es gibt ein mal die Ausgabelautstärke vom Smartphone und die Lautstärke vom Bluetooth-Gerät selbst, die sich unabhängig voneinander steuern lassen.

Mittlerweile gibt es auch Geräte, die die Lautstärken miteinander synchronisieren, d.h. die Lautstärke auf dem Gerät und den Kopfhörern ist gleich. Auf meinem S9+ ist das der Fall, bei meinen älteren Geräten nicht. Ich weiß nicht, die Apple das hier handhabt. Wenn du am Bluetooth-Kopfhörer die Lautstärke veränderst und auch das System einer Veränderung der Lautstärke anzeigt, dann sollte es Synchronisiert sein und damit steht die volle Lautstärke zur Verfügung.

Man kann die Lautstärke der Kopfhörer selbst ändern, wenn man per App entsprechende Geste aktiviert. Wenn die Lautstärke synchronisiert ist, ändert sich damit auch die Systemlautstärke. Sonst die der Kopfhörer eigenständig.


Dodoglitzer (Beitrag #2) schrieb:
Jetzt würde mich interessieren, was die Buds in Verbindung mit dem iPhone ohne App direkt können. z.B. Umgebungsgeräusche an/aus, Lautstärke etc.

Hier dürfte es sich verhalten wie bei Android ohne Samsung-Apps.
Ich habe dazu noch mal mein Tablet als weiteres Gerät hinzugezogen (läuft mit Android 7.1.2) und keine App installiert.

Die Beeinflussung der Bedienung betrifft ja nur die tippen und halten Geste. Standardmäßig ist hier der Voice-Assistent (bei iOS Siri) hinterlegt, der sich in dem Fall aktiviert.
Das heißt ohne App hat man keinen Zugriff auf die Geräte-Lautstärke (falls diese nicht synchronisiert wird) und auch nicht auf die Umgebungsgeräusch-Funktion.
Play/Pause, Nächster Song, Vorheriger Song und Voice Assistant konnte ich erfolgreich testen. Auch wenn dreimaliges tippen leider wirklich oft als ein- oder zweimal erkannt wird.


Dodoglitzer (Beitrag #2) schrieb:

Du schreibst auch, dass für 2019 jede Menge True Wireless angekündigt sind. Welche sind das denn? Ausser JBL?

Unter anderem von Audio-Technica und Klipsch:
https://www.techrada...eadphones-from-vegas
Von dir erwähnte JBL, und auch aus chinesischer Richtung passiert da einiges denke ich.

Ob die Galaxy Buds fürs iPhone tauglich wären, müsste man vom jetzigen Zeitpunkt davon abhängig machen, ob iOS die Synchronisierung der Bluetooth-Lautstärke untersützt, oder nicht. Ausprobieren könnte ich es höchstens mal im Geschäft irgendwo. Denn standardmäßig sind die Galaxy Buds auf ca. 50% Lautstärke eingestellt und ohne Synchronisierung oder App ist das auch das Maximum. Etwas über Zimmerlautstärke würd ich sagen.
Ohne App kann man zwar nicht auf die Soundmodi zugreifen, das ist jedoch verkraftbar und für Hörbücher oder Podcasts ist der naturelle Klang auch keine schlechte Wahl.
ignos
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Mrz 2019, 13:07
Klasse Review und so ausführlich, danke dafür. Ich bin leider nicht so positiv gestimmt mit den Kopfhörern, hier mal mein Text aus einem anderem Forum. Besonders ärgert mich das kratzige übersteuern, besser erklären kann ich das nicht, bei den Hoch- bzw. Mitteltönen:

Also ich habe sie jetzt fast einer Woche in Benutzung, überwiegend beim Sport und insgesamt bin ich nicht wirklich zufrieden damit. Ich wundere mich schon die ganze Zeit, dass alle so positiv über die Tonqualität sprechen. Kann ich absolut nicht bestätigen. Ich habe bei verschiedensten Musikstücken, Hörbüchern und Filme schauen ein hochtöniges übersteuern, geht in Richtung kratzig, sowas kenne ich eigentlich nur von billig Kopfhörern. Dazu reicht es schon die Kopfhörer auf etwas mehr als mittlere Lautstärke zustellen. Und je nach Audiofile ist es mehr oder weniger und macht mir den ganzen hörspass kaputt, fast ständig. Je mehr man Richtung hohe Töne im Equalizer geht um so schlimmer wirds. Der Bass haut mich auch nicht vom Hocker, ist aber ok.
Ich weiß, für UVP von 149,- soll man keine wundere erwarten, aber was mich am meisten ärgert ist, dass ich vorher für den Sport den samsung level link mit den Kopfhörern vom S9 genutzt habe, sind auch keine wunder Dinger, aber diese Kombination kostet gerade mal 40-50 Euro und was soll ich sagen, sie macht fast alles besser als die 3-4 mal teureren Buds. Eigentlich habe ich mir erhofft, dass die Buds ein kompletter Ersatz werden und es mir mehr oder wenigsten genau so spass macht beim Sport damit zu hören, alleine schon weil mich die Kabel nerven beim Level Link. Aktuell ist dem leider ganz und gar nicht so.

Weiteres Problem: Sie sind nicht Multidevice fähig. Hallo, warum nicht. Bluetooth 5 ist doch an Board. Selbst das in die Jahre gekommenen Level Link kann das. Eigentlich wollte ich sie noch zusätzlich bei der Arbeit nutzen und zwischen Handy und PC als Quelle wechseln. Aber dafür muss ich ständig manuell die Kopfhörer switchen. Nach dem 5mal nervt das ganz schön.

2 Probleme habe ich noch, ich glaube das geht sogar schon Richtung defekt.
1. Links funktioniert die Umgebungsgeräusch Aktivierung nicht richtig. Man merkt sofort, dass der rechte fast alle Geräusche zulässt und links eher nicht. Also fast alles kommt rechts an, auch wenn der gegenüber links von mir sitzt.
2. Die Erkennung das der Höhrer getragen wird funktioniert rechts nicht immer. Ich muss immer wieder mal rausnehmen bis er den erkennt oder ein wenig warten bis er merkt das er eingesteckt ist.

Aber es gibt auch positives. Tragekomfort finde ich super. Halten bei mir bombenfest, egal was ich beim Sport mache, sie sind bis jetzt nicht raus gefallen. Design gefällt mir auch, aber ich hätte sie lieber in schwarz gehabt. Funktionalität gefällt mir ebenfalls, Konnektivität mit dem S9+ und S10 ist super, gibs gar nichts zu meckern bis auf eine Sache vielleicht. 3mal tippen für vorherigen Titel funktioniert leider nicht wirklich gut. Besser wäre es, 2mal rechts nächster, 2mal links vorheriger. Mal schauen vielleicht kommt das mit einem Update ja noch (eher nicht).

Fazit: Ich werde mich erstmal bei Samung melden und die Dinger austauschen lassen. Dann sehe ich weiter. Sollten die neuen ebenfalls die Probleme haben, werde ich mich nach anderen Höhrern umsehen. Schade eigentlich.
Dodoglitzer
Neuling
#5 erstellt: 12. Mrz 2019, 21:13
@Marcel21

wenn du das irgendwie testen könntest ob die Lautstärke bei iOS synchronisiert wird, wäre das super und ob die Umgebungsgeräusch Aktivierung möglich ist, was ja bei solchen True Wireless In Ears wichtig ist.
Die Bragi The Headphone machten das, ebenso die Jabras. Nur leider waren die Bragis nicht sehr haltbar und die Jabras für meine Ohren zu unbequem.

@ignos
hoffe, das die defekt sind.

Ich hatte die Samsung Galaxy Buds bei Amazon bestellt, nur kommen die wohl erst Ende März und jetzt kommen die ja verstärkt auf den Merkt rund 50Euro günstiger. Wenn niemand die Dinger mit iOs testen kann muss ich wohl warten und wenn es dann nicht vernünftig klappt, muss ich die dann wohl zurückgeben.

Bei Giga haben die heute ein Video hochgeladen, dass man die mit dem iPhone verbinden kann (was ja selbstverständlich ist), aber nicht ob Lautstärkeregelung etc. möglich ist. Verstehe gar nicht, dass bis jetzt noch keiner die mit nem iPhone getestet hat. Die meisten haben ja eh 1000 verschiedene Smartphones. Ich denke auch mal, dass sich viele iPhone Nutzer für die Galaxy Buds interessieren, weil die ja überhaupt nicht mit den Airpods zu vergleichen sind. Und die Galaxy Buds haben ja auch den Vorteil der langen Akkulaufzeit.
Marcel21
Inventar
#6 erstellt: 13. Mrz 2019, 19:10
@Dodoglitzer
Also wenn andere Ohrhörer dass auch machen, dann dürfte die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass es auch hier klappt. Ich wüsste auch nicht, warum Samsung per Design bei iOS nur 50% Lautstärke erlauben wollen würde. Vielleicht damit man sich ein Galaxy kauft

Die Galaxy Buds sind ja erheblich kleiner als die Bragi oder die Jabra (ich nehmen an Elite 65t?).
Hier sehe ich den größten Vorteil der Galaxy Buds, auch wenn man sich die neuen Modelle anguckt - eigentlich alle sind größer.

Wenn das nicht die richtigen sind wird es aber sicher noch weitere Alternativen geben, kannst dir ja auch mal z.B. die Zolo Liberty (+) angucken, die sind etwas günstiger als die Galaxy Buds, zwar auch größer aber eher Richtung Bragi, also vielleicht passt das beim Tragekomfort.


ignos (Beitrag #4) schrieb:
Ich habe bei verschiedensten Musikstücken, Hörbüchern und Filme schauen ein hochtöniges übersteuern, geht in Richtung kratzig, sowas kenne ich eigentlich nur von billig Kopfhörern. Dazu reicht es schon die Kopfhörer auf etwas mehr als mittlere Lautstärke zustellen. Und je nach Audiofile ist es mehr oder weniger und macht mir den ganzen hörspass kaputt, fast ständig. Je mehr man Richtung hohe Töne im Equalizer geht um so schlimmer wirds. Der Bass haut mich auch nicht vom Hocker, ist aber ok.

Ich hab mal versucht herauszufinden was du mit Übersteuern meinst und den Hochton weiter unter die Lupe genommen.

Ich kann hier definitiv nichts heraushören, was in Richtung Überstuern geht. Auch nicht bei hohen Lautstärken. Die Kopfhörer gehen, vor allem mit den rechten 3 EQ-Einstellungen, keinesfalls sparsam mit Höhen um, aber das was sie machen, machen sie eigentlich ganz gut. Auch eine besondere Neigung zu Sibilanten ist mir hier nicht aufgefallen. Sie können scharfe Hochtöne produzieren wenn die Quelle es fordert, die Hochtöne bleiben dabei aber durchaus sauber.
Es gibt, gerade bei Streaming-Diensten, leider immer wieder Titel wo es zum Clipping kommt, also ein Übersteuern, dann klingt es kratzig, das ist auch bei den Galaxy Buds so, aber das haben bei entsprechenden Titeln eigentlich alle Kopfhörer gleichermaßen.

Kann es sein dass du einfach recht empfindlich auf Hochtöne reagierst? Hier ist die Wahrnehmung ja durchaus unterschiedlich. Meine Hauptkopfhörer sind die DT-880 mit Beyer-Peak und das macht mir gar nix, vielleicht bin ich das einfach gewohnt.

Mit den beiden linken EQ-Settings sind die Hochtöne ja reduziert, ich empfehle das auszuprobieren. Wenn ich gerade mal empfindlicher auf Hochtöne reagiere stell ich den EQ auch auf Weich.


ignos (Beitrag #4) schrieb:
Ich weiß, für UVP von 149,- soll man keine wundere erwarten, aber was mich am meisten ärgert ist, dass ich vorher für den Sport den samsung level link mit den Kopfhörern vom S9 genutzt habe, sind auch keine wunder Dinger, aber diese Kombination kostet gerade mal 40-50 Euro und was soll ich sagen, sie macht fast alles besser als die 3-4 mal teureren Buds. Eigentlich habe ich mir erhofft, dass die Buds ein kompletter Ersatz werden und es mir mehr oder wenigsten genau so spass macht beim Sport damit zu hören, alleine schon weil mich die Kabel nerven beim Level Link. Aktuell ist dem leider ganz und gar nicht so.

Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, die In-Ears vom S9 habe ich ja auch, denen habe ich ne Chance gegeben und einer langen Hörsession unterzogen, wirklich warm geworden bin ich mit den Dingern nicht. Die Galaxy Buds machen hier eigentlich alles besser. Ich hab ja sogar im Review meine Befürchtung geäußert, dass sie genau so schlecht sein könnten, sind die zum Glück nicht, zumindest nicht für mein Empfinden.

Wie gesagt, Sound ist sehr individuell, angenommen unsere Exemplare klingen gleich, dann kann es durchaus sein dass du den Klang anders wahrnimmst und sie einfach "inkompatibel" zu deinem Gehör sind, da gibt es leider kein richtig oder falsch, das kann man eigentlich nur ausprobieren. Wenn es dir beim hören wegen den Hochtönen in den Ohren schmerzt ist das ja nicht im Sinne des Erfinders.


ignos (Beitrag #4) schrieb:
Weiteres Problem: Sie sind nicht Multidevice fähig. Hallo, warum nicht. Bluetooth 5 ist doch an Board. Selbst das in die Jahre gekommenen Level Link kann das. Eigentlich wollte ich sie noch zusätzlich bei der Arbeit nutzen und zwischen Handy und PC als Quelle wechseln. Aber dafür muss ich ständig manuell die Kopfhörer switchen. Nach dem 5mal nervt das ganz schön.

Ich glaube ich hatte bisher leider kein BT-Device was dazu in der Lage ist. Man kann sie auf jeden Fall mit mehreren Geräten koppeln, der automatische Verbindungsaufbau findet aber immer nur mit dem zuletzt verwendeten Gerät statt. Wechselt man es, muss man beim neuen Gerät in die Liste und sie auswählen, für mich jetzt kein großen Problem, weil ich nicht so oft wechsle, aber wer dieses Feature braucht, sollte darauf achten.
Können ja z.B. meine Sony WH-1000XM2 auch nicht, das Konkurrenzprodukt Bose QC35II hingegen schon soweit ich weiß, dafür haben die Sony wieder andere Vorzüge. Hier muss man immer abwägen.


ignos (Beitrag #4) schrieb:

1. Links funktioniert die Umgebungsgeräusch Aktivierung nicht richtig. Man merkt sofort, dass der rechte fast alle Geräusche zulässt und links eher nicht. Also fast alles kommt rechts an, auch wenn der gegenüber links von mir sitzt.

Ich habe es gerade mal ausprobiert.
Also tatsächlich ist es so, dass die Außengeräusche rechts bei mir etwas lauter durchkommen als links. Geräusche kommen jedoch definitiv von links und rechts und das unabhängig voneinander, also es funktionieren schon beide Seiten, nur rechts lauter.


ignos (Beitrag #4) schrieb:

2. Die Erkennung das der Höhrer getragen wird funktioniert rechts nicht immer. Ich muss immer wieder mal rausnehmen bis er den erkennt oder ein wenig warten bis er merkt das er eingesteckt ist.

Die Erkennung funktioniert nicht immer zuverlässig, kann ich bestätigen. Habe ich ja auch genannt.

Ich bin der Sache mittlerweile etwas auf den Grund gegangen. Also, die Erkennung funktioniert über einen Infrarot-Annäherungssensor (eigentlich genau so wie der, der beim telefonieren das Display ausschaltet wenn man das Smartphone ans Ohr hält). Und dieses Sensor funktioniert eigentlich einwandfrei. Man kann es ausprobieren, öffnet mal die App, nehmt einen Ohrhörer raus, dann deaktiviert sich die Möglichkeit Umgebungsgeräusche zu aktivieren.
Hält man jetzt den Sensor mit dem Finger zu, denkt der Kopfhörer, er wird getragen, also funktioniert es wieder. Das ganze kann man mit beiden Seiten beliebig oft ausprobieren, zumindest in meinen Versuchen hat das jedes mal einwandfrei geklappt.
Das heißt, das Problem liegt nicht beim Sensor an sich, sondern ich vermute irgendwie einen Zusammengang zwischen den Vorgängen Verbindungsaufbau und Einsetzen ins Ohr, also dass es immer dann nicht richtig funktioniert wenn man sie z.B. schon im Ohr hat bevor die Verbindung aufgebaut wurde.
Vielleicht eine Funktion, die programmiert wurde, damit der Kopfhörer beim Einsetzen ins Ohr nicht schon denkt, er wäre drin, obwohl der Sensor nur vom Finger beim einsetzen zugehalten wird. Da scheint dann was nicht zu stimmen mit der Abbruchbedingung, die Funktion läuft weiter und das Signal des Sensors wird deshalb ignoriert. Wenn ich das jetzt mal aus der Seite der Softwareentwicklung betrachte.

Das ist ein Punkt, den man per Software-Update ausbessern könnte, denn an der Hardware liegt es ja nicht. Muss sich in Zukunft zeigen. Sollte das auftauchen, muss man bisher den Hörer noch mal neu einsetzen.


ignos (Beitrag #4) schrieb:
3mal tippen für vorherigen Titel funktioniert leider nicht wirklich gut. Besser wäre es, 2mal rechts nächster, 2mal links vorheriger. Mal schauen vielleicht kommt das mit einem Update ja noch (eher nicht).

Das dreimalige tippen funktioniert leider wirklich nicht gut, muss ich zustimmen.
Den Vorschlag find ich super, könnte man bestimmt einstellbar per App regeln, ähnlich zur Lautstärkeregelung, dann sicher auch mit wählbarer Zuordnung. Ich glaube auch nicht dass sowas kommt, aber wer weiß.


ignos (Beitrag #4) schrieb:
Fazit: Ich werde mich erstmal bei Samung melden und die Dinger austauschen lassen. Dann sehe ich weiter. Sollten die neuen ebenfalls die Probleme haben, werde ich mich nach anderen Höhrern umsehen. Schade eigentlich.

Das kannst du ausprobieren. Ich weiß ich ob es wirklich ein Defekt ist, gerade was den Klang angeht ist das oft auch Wahrnehmungssache.


[Beitrag von Marcel21 am 13. Mrz 2019, 19:15 bearbeitet]
Dodoglitzer
Neuling
#7 erstellt: 13. Mrz 2019, 20:51
@Marcel21

von der größe hatte ich mit den Jabras 65 nicht so die Probleme, sondern (liegt wahrscheinlich an meinem rechten oder linken Ohr - kann mich nicht mehr erinnern) die haben an einer Stelle gedrückt. Die Jabras Elite Sport waren für mich angenehm zu tragen, nur musste ich andere, längere Aufsätze anbringen um Seal zu haben und dann passten sie wieder nicht in das Ladekästchen. Die Bragis sitzen bei mir gut. Im Moment habe ich die Dash für unter 40 Euro von Amazon Warehouse Frankreich. Das war ne Aktion, 1. Lieferung ging nur der Rechte. Stundenlanges herumprobieren mit Hilfe des Bragi Supports half nicht um den linken zum Laufen zu bekommen. Dann habe ich ein 2. paar bestellt und da ging dann nur der Linke. Also aus 2 Paar - 1 Paar gemacht und die defekten muss ich noch zurück schicken. Nur leider Rauschen die.

Egal. Ich hab mir die Buds jetzt auch gekauft und werden mir morgen dann evtl. geliefert. Dann schreib ich mal, wie das Zusammenspiel mit dem iPhone ist.
Senderson
Stammgast
#8 erstellt: 15. Mrz 2019, 12:15
Auch auf die Gefahr hin jetzt Missgunst zu erregen, aber die Teile sind der absolute Müll. Und arg viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Um ein "ok" zu bekommen bezüglich der Klangqualität muss man wirklich Konsorte "hört ein weißes Samsung Galaxy beipack Headset im Bus" aufsuchen, aber oooops.... Das sind ja 95% der Leute. Dürfte nicht schwer fallen.....

Da kann man sich den billigsten soundmagic bei Amazon bestellen und kriegt gefühlt zehnmal mehr Klang.
Marcel21
Inventar
#9 erstellt: 15. Mrz 2019, 19:26

Senderson (Beitrag #8) schrieb:
aber die Teile sind der absolute Müll.

Hast du sie überhaupt jemals gehört?
Die Galaxy Buds klingen deutlich besser als meine RHA MA750i und das sind nun nicht gerade die schlechtesten Billighörer. Sie sortieren sich klanglich zwar nur in der 50€-Klasse ein, jedoch ist das der Tribut den die verbaute Technik zollt.

Ich hab zwar selbst gerade keine Soundmagic E10 zur Hand, aber nach meiner Erinnerung spielen die auf einem ähnlichen Level, evtl. etwas drüber, das könnte ich nur im Direktvergleich klären. Aber wenn man sich erst mal an solche True-Wireless-Earbuds gewöhnt hat sind Kabel-In-Ears in etwa so attraktiv wie ne Bustoilette.

Du kannst nicht herkommen und sagen "Oh, sie klingen schlechter als die Shure SE846...der letzte Müll!", das wäre vollkommen realitätsfern und am Thema vorbei. Natürlich klingen sie schlechter. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.
Senderson
Stammgast
#10 erstellt: 15. Mrz 2019, 20:35
Marcel, erstmal Hut ab für dein wirklich absolut ausführliches Review und deine Mühen die du hier offenherzig bezeugst, kann dich aber beruhigen, ich hab sie gehört , und ich bleib definitiv bei dem was ich gesagt habe. Und auf Soundmagic E10 Niveau spielen die nicht^^, wobei das nur ein aus dem Ärmel geschüttelter Vergleich (dennoch treffend) war. Wem die Teile gefallen, umso besser, dagegen hab ich nichts einzuwenden, wie gesagt sieht man die Herrschaften draußen in Bus, Bahn oder sonstwo auch zur Genüge mit alten weißen Samsung Headsets (s4,s5,s6,s7) rumlaufen und Gesicht verziehen tut da keiner, alle absolut glücklich^^.

Von daher kann ich schon auch nachvollziehen, dass auch die Galaxy Buds einschlagen wie eine Granate. . Die Besitzerin des Galaxy Buds (meine Schwester^^) hört im Übrigen nun mein altes HTC M9 Headset, was hinsichtlich der Tatsache dass ich für das Teil vermutlich nicht mal mehr 5€ bei kleinanzeigen bekomme wirklich sehr ordentlich spielt, auch mit Messung auf headflux verfügbar.


Aber nix für ungut, wer happy is darf happy sein.

Grüße
thewas
Inventar
#11 erstellt: 15. Mrz 2019, 21:38
Bei den Samsung Handy Teilen muss man aufpassen da gibt es unterschiedliche Versionen und auch Plagiate, z.B. manche S8 beinhalteten richtig gute AKG Inear Köpfhörer und mein Exemplar (von MM gekauft!) schrottige Samsung Earpods.
Schöne Grüße
Theo
Marcel21
Inventar
#12 erstellt: 16. Mrz 2019, 00:25

Senderson (Beitrag #10) schrieb:
mit alten weißen Samsung Headsets (s4,s5,s6,s7) rumlaufen und Gesicht verziehen tut da keiner, alle absolut glücklich^^.

Naja, die guten alten Samsung-Kopfhörer, die sind gar nicht so schlecht. Ich hab auch noch ein Exemplar, von meinem S3. Das ist kein Hifi-Wunder, aber sie klingen sehr gefällig und sind bequem. Ich kann das schon nachvollziehen. Und halt umsonst dabei.

Ich finde die Beipack-Inears die es heute gibt sind da deutlich schlechter, haben zwar optisch und haptisch massiv zugelegt (sogar Stoffummanteltes Kabel), aber den Klang finde ich echt schlecht, obwohl es ja auch gegenteilige Meinungen gibt.

Wer bisher nur sowas gehört hat wird mit den Galaxy Buds mehr als glücklich sein.
thewas
Inventar
#13 erstellt: 16. Mrz 2019, 07:27
Fand den KH von meinem S4 auch klanglich Welten besser als das Earbud von meinem S8 Exemplar, das ist wirklich so grottig dass ich sogar an einem Fake glaube.
ignos
Ist häufiger hier
#14 erstellt: Heute, 12:26
So, ich melde mich einmal zurück nach einer weiteren Woche testen. Ich bin jetzt eigentlich relativ glücklich mit den Buds. Passen immer noch super und halten bombenfest beim Training. Nach einigem rumexperimentieren habe ich jetzt endlich den Übeltäter für das Problem mit den hochtönern gefunden. Deezer App. Darüber laufen meine Streams und genau dort tritt das Problem zu Haufe auf. Gewechselt auf Spotify und ich bin jetzt äußerst zu frieden mit den kleinen Dingern, habe sie recht lieb gewonnen. Qualität ist natürlich Bluetooth sei dank immer noch nicht optimal, aber das liegt halt an der Technik.

Was gar nicht geht ist sie außerhalb von meinem Samsung Handy zu nutzen. Am Rechner ist die Qualität bescheiden und das Hochton Problem taucht wieder auf. Habe sie auch testweise an meinem Samsung TV angeschlossen, dass funktioniert überhaupt nicht, lags ohne Ende. D.h. für mich laufen sie ideal auf meinem Samsung Handy mit Spotify und youtube vanced. Mehr brauche ich nicht, reicht genau für meine Zwecke aus. Achso, da ich beim Cardio oft Netflix schaue, dort laufen sie mittlerweile auch gut, wenn ich bisschen am Equalizer rumspiele, ansonsten kommt es wieder zu leichtem übersteuern.
Aber wie gesagt, ich bin äußerst zufrieden mit den Dingern. Wenn irgendwann die Bedienung wie besprochen anpassbarer wird, dann sind das top Teile.
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