HiFi-Kopfhörer bis max. 300 EUR

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flo1992
Stammgast
#1 erstellt: 03. Jul 2016, 12:48
Hallo,

ich suche einen Kopfhörer für den Heimgebrauch. Abschirmung ist daher unerheblich. Wichtig ist mir eine möglichst gute Klangqualität über einen möglichst breiten Frequenzbereich.

max. Budget:
- 300 bis 400 EUR

Verwendungszweck:
- ausschließlich Heimgebrauch (Abschirmung egal)
- hauptsächlich für die Musikwiedergabe (hin und wieder Filmwiedergabe)

(Brit-)Pop: 30 %
(z. B. Coldplay, The Fray, James Blunt, etc.)

Rock : 30 %
(z. B. Mark Forster, Revolverheld, etc.)

Rap, Hip Hop : 20 %
(z. B. Cro, Prinz Pi, Die Orsons, etc.)

Electric : 20 %
(z. B. Kalkbrenner, Robin Schulz, Armin van Buuren, etc.)

Hörgewohnheiten:
Kann ich schwer beurteilen. Ich denke, dass ich eine gute, klare Wiedergabe der Höhen sehr gerne mag. Eine breite Bühne und ein luftiger Klang wäre hier ebenfalls perfekt. Eine gute Tieftonwiedergabe ist mir auch wichtig - hier aber dann einen schnellen und "kickenden" Bass statt eines ständigen Wummerns. Es soll eben sehr fein aufgelöst werden und der Klang aus dem Kopfhörer sollte sich zu keinem Zeitpunkt "angestrengt" anhören.

Kompatibilität:
Anschluss an einem PC mit Focusrite Scarlett 18i8 Audio-Interface (3,5 Kopfhörerausgang, Wandler: 24 bit, 96 kHz) Ist hierfür ein zusätzlicher Kopfhörervorverstärker für den Betrieb hochohmiger Kopfhörer notwendig (z. B. 600 Ohm)?

EQ:
EQ kommt nicht zum Einsatz. Das Audiosignal wird direkt per WASAPI an das o. g. USB Audiointerface übertragen.

Vorhandenes Audioequipment:
- Audio Interface:
Focusrite Scarlett 18i8
- Aktive Nahfeldmonitore
2x KRK RoKit 8 G3

Vielen Dank für Eure Hilfe.

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 03. Jul 2016, 14:47 bearbeitet]
cyfer
Inventar
#2 erstellt: 03. Jul 2016, 14:11
Also die kleineren/günstigeren Focusrite (wie eigentlich alle Interfaces) sind sehr schwachbrüstig am Kopfhörerausgang. Aber man kann es ja mal probieren, vor allem da du das größere Modell hast. Einen KHV kann man immer nachkaufen.

Ich würde jetzt ganz klassisch die großen Drei empfehlen:

AKG K701/K702
Beyerdynamic DT 880
Sennheiser HD600/HD650

K701 und K701 sind eher hell und haben eine sehr große Bühne. Wenig Bass. Brauchen am meisten Power, auch wenn sie deutlich unter 100 Ohm liegen.

Der DT 880 ist noch etwas heller, hat aber auch etwas mehr Bass. Bühne kleiner. Nimm' die 250 Ohm Version. 32 Ohm klingt schon deutlich anders, während 600 Ohm nur geringfügig anders klingt, aber deutlich schwerer anzutreiben ist.

Der HD600 ist der wärmste von allen, aber immer noch nicht dunkel. Eher intime, aber sehr runde Bühne.
Der 650 ist noch ein Stück wärmer. Mir gefällt er am besten.
morettnik
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Jul 2016, 14:20
Hallo cyfer

Ich habe meinen HD650 ebenfalls an einem Scarlet (allerdings 2i2) betrieben und hatte keinerlei Schweirigkeiten!

Für Dein Anwendungsgebiet (in entwa das Selbe wie meins) würde ich Dir auch den HD650 empfehlen.
Er kann einfach Alles... und das sehr sehr gut meiner Meinung nach.

Wie gesagt besitze ich Ihn selbst. Ich hatte bisher noch keinen KH, welcher so angenehm sitzt und so gut klingt.


Leider ist bei mir genau die fehlende Abschirmung, was mich stört.
Das Problem ist für mich, wenn ich abends Musik hören möchte und meine Frau parallel dazu TV schaut

Ich suche wieder einen geschlossenen Kopfhörer mit ähnlichen Qualitäten.

Falls Du im übrigen Interesse hast, gerne per PM.
Ich gebe meinen nämlich definitv ab.

Grüssle
flo1992
Stammgast
#4 erstellt: 03. Jul 2016, 14:40
Danke schon einmal für die Hinweise.


cyfer (Beitrag #2) schrieb:
Also die kleineren/günstigeren Focusrite (wie eigentlich alle Interfaces) sind sehr schwachbrüstig am Kopfhörerausgang. Aber man kann es ja mal probieren, vor allem da du das größere Modell hast. Einen KHV kann man immer nachkaufen.


Das hatte ich befürchtet. Eventuell würde ein Kopfhörervorverstärker sowieso fällig werden, da ich zuhause einen Yamaha AV-Receiver habe, der zwar einen Kopfhörerausgang hat, allerdings keinen vorgeschalteten Kopfhörervorverstärker. Da funktionieren nur niederohmige Kopfhörer. Welchen Kopfhörervorverstärker könnte man da empfehlen?

Das hatte ich noch vergessen zu erwähnen - Sennheiser sagt mir irgendwie nicht zu. Habe damit bezüglich der Verarbeitung nur schlechte Erfahrungen gemacht. (gut - das war auch eine andere Preisklasse)

Beyerdynamik sagt mir am Besten zu. Kann jemand einen Vergleich zwischen DT 990 Pro (250 Ohm, offen), DT 880 (250 Ohm, halboffen) und T-90 (250 Ohm, offen) ziehen? Vor allem würde mich interessieren, ob der Aufpreis zwischen Beyerdynamic DT-880 Pro und Beyerdynamic DT-90 hinsichtlich Preis-/Leistung gerechtfertigt ist.

Preismäßig würde ich auch bis 400 EUR gehen (für den Kopfhörer).

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 03. Jul 2016, 14:49 bearbeitet]
Basstian85
Stammgast
#5 erstellt: 03. Jul 2016, 16:17
DT880/250 zu T90: Der T90 hat einen höheren Wirkungsgrad, spielt schonmal eine ganze Ecke lauter. Er klingt räumlicher, luftiger als DT880 und löst nochmal etwas besser auf. Ist allerdings auch spaßiger Abgestimmt als der 880. Einigen sind seine Höhen zu krass... Ob dir der Unterschied den doppelten Preis wert ist kannst nur du entscheiden...

Du schreibst, er sollte sich zu keinem Zeitpunkt "angestrengt" anhören. Da könntest du imho mit den Beyern evtl. Probleme bekommen... warum eigentlich der 880pro? ich würde definitiv den Edition nehmen, der ist günstiger, hat ein glattes Kabel, ein imho angenehmeres Kopfpolster und weniger Anpressdruck...

K701/702 sind zur Zeit sehr günstig zu haben... die haben auch einen schnellen, trockenen definierten Bass, große Bühne und nicht ganz so viel Hochton
Exploding_Head
Inventar
#6 erstellt: 03. Jul 2016, 17:01

flo1992 (Beitrag #1) schrieb:

Rock : 30 %
(z. B. Mark Forster, Revolverheld, etc.)

Interessante Einordnung. Ist das schon Rock?

Mein Tipp: Beyer DT880/250Ω oder AKG K612pro (nicht ganz so unrealistisch grosse Bühne für deine Genres und etwas mehr Bass als K701, der zudem einen mir unangenehmen Frequenzbereich im Hochton hat), obwohl der K612 aber trotz "nur" 120Ω auch nicht ganz einfach anzutreiben ist).
flo1992
Stammgast
#7 erstellt: 03. Jul 2016, 17:57

Basstian85 (Beitrag #5) schrieb:

Du schreibst, er sollte sich zu keinem Zeitpunkt "angestrengt" anhören. Da könntest du imho mit den Beyern evtl. Probleme bekommen...


Damit meine ich, dass er bei lauten Passagen nicht matschig klingen soll.


Exploding_Head (Beitrag #6) schrieb:

Mein Tipp: Beyer DT880/250Ω oder AKG K612pro (nicht ganz so unrealistisch grosse Bühne für deine Genres und etwas mehr Bass als K701, der zudem einen mir unangenehmen Frequenzbereich im Hochton hat), obwohl der K612 aber trotz "nur" 120Ω auch nicht ganz einfach anzutreiben ist).


Dann werde ich mir wohl den DT-880 Edition einmal anhören. Über den T-90 habe ich jetzt schon ein paar mal gelesen, dass die Höhen relativ überzogen dargestellt werden. Weshalb fällt eurer Meinung der offene DT-990 aus dem Raster? Den hatte ich anfangs auf dem Schirm.

Bezüglich des Kopfhörervorverstärkers:
Wird dieser dann an den Kopfhörerausgang des Scarlet Interfaces angeschlossen? Wäre da beispielsweise ein Presonus HP4 oder ein Behringer Amp 800 eine Möglichkeit?

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 03. Jul 2016, 18:00 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#8 erstellt: 03. Jul 2016, 18:13
konzentriere dich doch erstmal auf den KH!
wenn du zu den Leuten gehörst die sich tatsächlich die Mühe machen einen "optimalen" KH zu suchen und die Unterschiede hören, dann hörst du vermutlich auch nicht so laut, dass dir das Trommelfell platzt, bzw. musst noch nicht so laut aufdrehen, bis es bei "normalen" Menschen platzen würde...

Klanglich unterschieden sich die KHV in erster Linie nur durch die Ausgangsimpedanz und da muss man sehen, dass das das zu dem gewählten KH passt! Mit der "Verstärkung" erreichst du nur noch höhere Lautstärken, aber da ist die Frage ob das überhaupt notwendig ist?!?

Weiterhin lasse dich nicht durch "offen" und "halb-offen" irritieren und schon gar nicht durch Zahl im Namen!
DT880 und 990 arbeiten nach demselben Prinzip, egal was da zu offen steht, nur der 770 ist dann "wirklich" geschlossen.
Wenn es um "realistischen" Klang geht, dann ist der 880 auf jeden Fall dem 990 vorzuziehen!

Über den T90 habe ich nun oft genug hergezogen. Verschiedene Leute beurteilen den Höhen-Peak auch unterschiedlich, daher musst du dir das selber anhören. Ich halte den T90 für "grausam". Auch mit EQ wird der nicht besser und bleibt für mich(!) unbrauchbar. Dagegen habe ich mit den Höhenpeaks von T1 und HD800 die andere dort hören absolut gar kein Problem.

Genauso ist es mit dem Tragekomfort!
Für mich ist der K701 der bequemste KH den ich je auf dem Kopf hatte und kann den stundenlang trage und "vergesse", dass ich einen KH auf dem Schädel habe. Da kommt ein Beyer nichtmal ansatzweise heran.

Ich würde mir andienen Stelle anhören:
AKG K701/702 (vielleicht etwas zu schwacher Bass, aber das was kommt ist sauber und tief können die auch)
AKG K712 (mehr Bass, hat mir aber weniger gefallen als o.g. 701)
Beyer DT880 (leichte Badewanne, mir immer noch zu heftiger Beyer-Peak)
und wenn du die Chance hast vielleicht auch mal einen Beyer T1. Auch wenn der über Budget ist, wenn du noch günstig einen 1st Generation bekommst, dann brauchst du für den garantiert keinen zusätzlichen KHV und das gesparte Geld kannst du ja beim KH drauf schlagen.
Basstian85
Stammgast
#9 erstellt: 03. Jul 2016, 18:26
Zum DT990 hab ich nur nichts geschrieben, weil ich ihn nicht kenne. Er soll aber wieder mehr Bass und Höhen haben als 880.

Ein Kopfhörerverstärker kommt an die Line-Ausgänge auf der Rückseite. Aber probier es doch erstmal ohne. Der DT880 profitiert eh nicht wirklich von einem Amp (sein Impedanzverlauf ist sehr linear), es sei denn er wird dir nicht laut genug. Möglich wären die von dir genannten schon, von denen würde ich aber abraten, dürfte kaum Mehrwert bringen, die Ausgangsimpedanz wird auch nichtmal angegeben.


[Beitrag von Basstian85 am 03. Jul 2016, 18:28 bearbeitet]
flo1992
Stammgast
#10 erstellt: 03. Jul 2016, 19:20

Basstian85 (Beitrag #9) schrieb:

Ein Kopfhörerverstärker kommt an die Line-Ausgänge auf der Rückseite. Aber probier es doch erstmal ohne. Der DT880 profitiert eh nicht wirklich von einem Amp (sein Impedanzverlauf ist sehr linear), es sei denn er wird dir nicht laut genug. Möglich wären die von dir genannten schon, von denen würde ich aber abraten, dürfte kaum Mehrwert bringen, die Ausgangsimpedanz wird auch nichtmal angegeben.



Mickey_Mouse (Beitrag #8) schrieb:

Klanglich unterschieden sich die KHV in erster Linie nur durch die Ausgangsimpedanz und da muss man sehen, dass das das zu dem gewählten KH passt! Mit der "Verstärkung" erreichst du nur noch höhere Lautstärken, aber da ist die Frage ob das überhaupt notwendig ist?!?


Danke für die Erläuterungen. Das müsste ich dann tatsächlich einmal ausprobieren. Angenommen, ich würde mich für einen DT-880 Edition entscheiden - welcher Kopfhörervorverstärker wäre hierfür geeignet? Problematisch ist, dass die beiden Outputs des Focusrite 18i8 bereits wegen des Anschlusses der beiden Nahfeldmonitore belegt sind. Die neueren Scarlets haben nun einen stärkeren Vorverstärker verbaut bekommen. :O


Mickey_Mouse (Beitrag #8) schrieb:

Weiterhin lasse dich nicht durch "offen" und "halb-offen" irritieren und schon gar nicht durch Zahl im Namen!
DT880 und 990 arbeiten nach demselben Prinzip, egal was da zu offen steht, nur der 770 ist dann "wirklich" geschlossen.
Wenn es um "realistischen" Klang geht, dann ist der 880 auf jeden Fall dem 990 vorzuziehen!


Denke, dass ein geschlossener für mich nicht in Frage kommt.


Mickey_Mouse (Beitrag #8) schrieb:

Ich würde mir andienen Stelle anhören:
AKG K701/702 (vielleicht etwas zu schwacher Bass, aber das was kommt ist sauber und tief können die auch)
AKG K712 (mehr Bass, hat mir aber weniger gefallen als o.g. 701)
Beyer DT880 (leichte Badewanne, mir immer noch zu heftiger Beyer-Peak)
und wenn du die Chance hast vielleicht auch mal einen Beyer T1. Auch wenn der über Budget ist, wenn du noch günstig einen 1st Generation bekommst, dann brauchst du für den garantiert keinen zusätzlichen KHV und das gesparte Geld kannst du ja beim KH drauf schlagen.


Werde tatsächlich einmal versuchen, die folgenden Kopfhörer anhören zu können:
- AKG K702
- Beyerdynamic DT880 Edition
- Beyerdynamic T1

gruß,
flo
flo1992
Stammgast
#11 erstellt: 04. Jul 2016, 19:40

Basstian85 (Beitrag #5) schrieb:

Du schreibst, er sollte sich zu keinem Zeitpunkt "angestrengt" anhören. Da könntest du imho mit den Beyern evtl. Probleme bekommen...


Nochmals zum Thema "angestrengt".

Ich versuche es einmal anhand eines Beispiels zu beschreiben.
James Blunt - Same Mistake aus dem Album All The Lost Souls Deluxe Edition 2007

Ab 0:39 geht´s richtig los - enorm luftiger und voluminöser Klang. Das Klavier, der Gesang - richtig schön präsent und raumfüllend. Wirklich wahnsinnig gut. Hat schon wirklich einen Hauch von Live. Die später einsetzende Gitarre wird ebenfalls schön herausgearbeitet.
Dann aber - ab ca. 2:52 min, wirkt alles so überfordert und angestrengt. Die Fülle an Instrumenten werden nicht mehr so fein aufgelöst dargestellt und vermatschen und wirken komprimiert.

Dieses Phänomen haben sehr viele Aufnahmen. Die Frage: Liegt es an der Aufnahme, am komprimierten mp3-Format oder letzten Endes an meiner Anlage.

Selbst bei nicht komprimierten .flac Dateien tritt diese angestrengt klingende Kompression auf. Sowohl bei meiner Anlage aus Focusrite Scarlett 18i8 (24 bit / 96 khZ DAC via USB und WASAPI-Output) mit 2x KRK RoKit 8 G3 als auch beim Yamaha RX-V673 (24 bit / 192 khZ DAC via HDMI und WASAPI) mit 2x Klipsch RB-81 II (passive Regallautsprecher) und 1x Klipsch SW-115 Sub (aktiver Subwoofer). Trotz Stereodreieck, Einmessung usw. .

Auch diesen richtigen "Punch" bzw. Kick beispielsweise der Drum Base oder der Snare Drum bleibt oft auf der Strecke. Live auf großen PA´s gibts da immer nen dermaßen trockenen Schlag. Vor allem, wenn dann lautere bzw. aufwendigere Passagen in einer Aufnahme vorkommen.

Hab ich da zu hohe Ansprüche? Die Anlage sollte doch eigentlich gerade mit den großen Subwoofer und den relativ voluminösen Regallautsprechern nicht überfordert sein. Wäre das mit einem Kopfhörer einfach zu erreichen?

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 04. Jul 2016, 19:59 bearbeitet]
badera
Inventar
#12 erstellt: 05. Jul 2016, 09:55

flo1992 (Beitrag #10) schrieb:
Werde tatsächlich einmal versuchen, die folgenden Kopfhörer anhören zu können:
- AKG K702
- Beyerdynamic DT880 Edition
- Beyerdynamic T1

Wenn Du einen Laden findest, der die genannten KH hat, werden vermutlich auch DT990 und T90 vorhanden sein. M.E. solltest Du sie auch mal anhören.
Ein T1, auch gebraucht, liegt übrigens über Deinem Budget.
flo1992
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jul 2016, 18:29

badera (Beitrag #12) schrieb:

Wenn Du einen Laden findest, der die genannten KH hat, werden vermutlich auch DT990 und T90 vorhanden sein. M.E. solltest Du sie auch mal anhören.
Ein T1, auch gebraucht, liegt übrigens über Deinem Budget.

Werde bald die Gelegenheit haben, einen Beyerdynamic DT-880 Edition und einen DT-990 Pro testen zu können. Den T1 würde ich einfach nur gerne als "Referenz" testen wollen.

Fällt jemanden noch etwas zu meinem vorherigen Beitrag ein?

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 05. Jul 2016, 18:30 bearbeitet]
proglodyte
Inventar
#14 erstellt: 05. Jul 2016, 22:22

flo1992 (Beitrag #11) schrieb:
Die Fülle an Instrumenten werden nicht mehr so fein aufgelöst dargestellt und vermatschen und wirken komprimiert.

Dieses Phänomen haben sehr viele Aufnahmen. Die Frage: Liegt es an der Aufnahme, am komprimierten mp3-Format oder letzten Endes an meiner Anlage.


Die meisten modernen - vor allem Pop bzw. kommerziell orientierte Produktionen - sind von Hause aus dynamikkomprimiert. Die Datenkomprimierung ist nicht gleichbedeutend mit einer Dynamikkomprimierung, da solltest du dir in der Hinsicht keine Sorgen machen.


Auch diesen richtigen "Punch" bzw. Kick beispielsweise der Drum Base oder der Snare Drum bleibt oft auf der Strecke. Live auf großen PA´s gibts da immer nen dermaßen trockenen Schlag. Vor allem, wenn dann lautere bzw. aufwendigere Passagen in einer Aufnahme vorkommen.
Hab ich da zu hohe Ansprüche?


Kurzgesagt ja

Meine Empfehlung wäre der Audio Technica ATH-R70X, für meine Begriffe schafft der die Gratwanderung alles aus einer Aufnahme zu präsentieren ohne irgendeine nervige Form der Höhenbetonung. Trotz gewissem Plus an Bass sehr präzise, erprobt mit heftigstem Frickeldeathmetal. Ein Allrounder, der gerne mit dem Sennheiser 650 verglichen wird
flo1992
Stammgast
#15 erstellt: 15. Jul 2016, 17:36

proglodyte (Beitrag #14) schrieb:


Kurzgesagt ja


Das glaube ich leider auch.


proglodyte (Beitrag #14) schrieb:

Meine Empfehlung wäre der Audio Technica ATH-R70X, für meine Begriffe schafft der die Gratwanderung alles aus einer Aufnahme zu präsentieren ohne irgendeine nervige Form der Höhenbetonung. Trotz gewissem Plus an Bass sehr präzise, erprobt mit heftigstem Frickeldeathmetal. Ein Allrounder, der gerne mit dem Sennheiser 650 verglichen wird ;)


Also den DT-990 finde ich besser als den DT-880. Wobei diese Höhenbetonung bei lauteren Passagen tatsächlich nervend und anstrengend klingt. Vielleicht ist das auch noch etwas ungewohnt.

Den oben beschriebenen Punch, insbesondere in den Tiefen, gibt es leider nicht. Überhaupt hätte ich bezüglich der Auflösung und der Details größere Unterschiede zwischen meinen KRK Nahfehldmonitoren oder der Klipsch 2.1 Anlage erwartet. Das spricht aber vermutlich für die beiden Anlagen.

Mal sehen, ob ich einen AKG K701 oder K702 Hörer anhören kann - der oben genannte Audio Technica könnte aufrund der Klangbeschreibung auch eine Alternative sein.

gruß,
flo
flo1992
Stammgast
#16 erstellt: 16. Jul 2016, 19:00
Hab nochmal ein bisschen recherchiert.

Die beiden Beyerdynamic Hörer (DT-990 PRO und DT-880 Edition) sind mir beide in den Höhen etwas zu dominant. Ich weiß nicht, ob man sich mit diesem "Zischen" anfreunden kann. Der DT-990 PRO gefällt mir aber insgesamt besser als der DT-880, da er etwas dynamischer spielt. Beim DT-880 finde ich den Bass eher dünn.

Bin nun noch auf den Philips A5-PRO gestoßen - eigentlich ein DJ-Kopfhörer. Hab allerdings ein paar gute Erfahrungen gelesen - da er über ein großes Frequenzspektrum gut auflöst und ein relativ lineares Klangbild haben soll, soll er sich auch als HIFI Hörer gut eignen. Zudem sollen die Tiefen mit einem guten Druck dargestellt werden. Auch die Verarbeitung (Metall) macht einen besseren Eindruck auf mich - hier bin ich etwas von den Beyerdynamik Modellen enttäuscht.

Gibt es Erfahrungen mit dem Philips A5-PRO oder allgemein mit Philips Kopfhörern? (X1 oder X2) Sind die empfehlenswert und eine Alternative zu den oben genannten Beyerdynamik Modellen?

gruß,
flo
Basstian85
Stammgast
#17 erstellt: 16. Jul 2016, 19:45
Die Philipshörer sind nicht linear weder X1,X2 noch der A5pro. Der A5Pro ist übrigens auch geschlossen.
Aber anscheinend gefällt dir ein linearer Klang auch nicht -> Dein Vergleich der beiden Beyer

Hier der Frequenzgang vom A5pro zB... in dem Thread kannst du auch Erfahrungen zum Hörer lesen.

Der AKG K701/702 hätte zwar weniger Höhen als die beiden Beyer, hat allerdings auch nicht mehr Bass als 880...
flo1992
Stammgast
#18 erstellt: 17. Jul 2016, 02:07
Grundsätzlich gefällt mir der Beyerdynamik DT-990 Pro. Allerdings sind mir die Höhen zu stark ausgeprägt. Äußert sich zum Beispiel an einem teilweise sehr anstrengend klingenden Zischen. Ansonsten bin ich mit dem Klangcharakter sehr zufrieden. Sehr fein aufgelöst und auch im Tiefton (für einen Kopfhörer) nicht zu dünn. Allerdings empfinde ich einen Kopfhörer tatsächlich als Kompromisslösung zu einem 2.1 System - hier entsteht ein wesentlich schönerer Eindruck von Räumlichkeit und der Tieftonbereich wird wesentlich knackiger und voluminöser dargestellt.

Habe gelesen, dass der DT-990 Edition ähnliche Klangeigenschaften wie der DT-990 Pro bietet - hier sollen dann auch die Höhen weniger aufdringlich sein. Das ist im Endeffekt der einzige Mangel, den ich (neben den unschönen Design ) beim DT-990 Pro anführen kann.

Der Philips A5Pro spricht mich vor allem aufgrund seiner guten Verarbeitungsqualität an. Klanglich soll er einen schöne Tieftonwiedergabe haben und auch sonst einen gefälligen Klangcharakter haben.

Es ist wirklich schwierig - der Beyerdynamik DT-990 Pro gefällt mir grundsätzlich schon. Allerdings habe ich Bedenken, dass mir der Hochtonbereich doch etwas zu präsent und aufdringlich werden könnte. Andere Kopfhörer wie beispielsweise ein AKG K701 / K702 haben zwar weniger aggressiv klingendere Höhen, dafür aber eine relativ dünne Basswiedergabe. Der DT-880 ist im Bassbereich zu dünn und in den Höhen ebenfalls zu aufdringlich.

Die Hoffnung liegt nun auf den DT-990 Edition oder den vermutlich etwas weniger neutral abgestimmten Philips A5Pro.

gruß,
flo
Tom_Trader
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 17. Jul 2016, 06:53
Schau Dir mal den Beyerdynamic Custom Studio an. Ich bin mit dem absolut glücklich geworden. Total unanstregend in den Höhen, der Bass ist direkt am Kopfhörer durch die Slidertechnik einstellbar. Von fast keinem Bass, bis richtig viel Bass in vier Stufen. Etwas kleinere Bühne, weil geschlossene Bauart. Eventueller Nachteil, etwas fester Anpressdruck bei den Ohrmuscheln. Im Lieferumfang ist ein Spiralkabel dabei, welches schwer ist. Habe es gegen ein kurzes direkt von Beyer ersetzt. Hier Vorteil abnehmbares Kabel. Trotz 80 Ohm ist mir der Kopfhörer am Handy (Samsung, Iphone) zu leise und ich habe einen DAC/KHV dazwischengesteckt.

Die anderen Beyer kenne ich leider nicht, habe sonst Sennheiser Kopfhörer. Mein erster Beyer und gut, dass ich auch mal eine andere Marke probiert habe.

Gruss Tom


[Beitrag von Tom_Trader am 17. Jul 2016, 07:06 bearbeitet]
Basstian85
Stammgast
#20 erstellt: 17. Jul 2016, 08:50
Jau, wenn auch ein Geschlossener in Frage kommt, wäre der COS auch eine Option. Er hat weniger Höhen als DT880. Zwar immernoch leicht betont aber schon zahmer als 770/880... Die Mitten kommen mir auch etwas Vordergründiger vor als beim DT880, klingt nicht ganz so "kühl/dünn" wie der DT880, Auflösung ist imo Vergleichbar. Stufe 2 ist ein Ticken Bassschwächer als 880 und 3 etwas mehr...


[Beitrag von Basstian85 am 17. Jul 2016, 08:52 bearbeitet]
flo1992
Stammgast
#21 erstellt: 17. Jul 2016, 15:21
Danke für den Hinweis auf den Beyerdynamic Custom Studio - das hört sich schon einmal vielversprechend an. Kann man den Costum Studio als DT-990 Pro mit etwas kleinerer Bühne und weniger aggressiveren Höhen beschreiben? Sprich: Auflösung und die Tieftonanhebung sind in etwa vergleichbar mit dem DT-990 Pro?

Dann könnten eventuell der Beyerdynamic Custom Studio oder der Beyerdynamic DT-990 Edition die Kopfhörer sein, die mich zufriedenstellen könnten. Beim DT-990 Pro ist mir nur die aggressive Höhenanhebung ein Dorn im Auge.

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 17. Jul 2016, 15:25 bearbeitet]
flo1992
Stammgast
#22 erstellt: 02. Aug 2016, 21:28
Konnte nun einige Kopfhörer testen und habe mich letztendlich für den Beyerdynamic Costom Studio entschieden.

Hatte folgende vier Modelle getestet:

- Beyerdynamic DT-990 Pro 250 Ohm
Relativ schlichter Kopfhörer mit sinnvollem Spiralkabel und einem (für Kopfhörer) ausgeprägtem Tieftonfundament. Das klingt schon sehr fett und macht Spaß. Der Tiefton wird präzise und ohne Wummern knackig wiedergeben. Die Räumlichkeit ist sehr beeindruckend und schafft tatsächlich eine sehr breite Bühne (die bei manchem Genres teilweise etwas unrealistisch wirkt). Auch der Tragekomfort ist nicht zu beanstanden. Eigentlich der perfekte Kopfhörer - schlichtes Design, komfortabler Sitz, günstiger Preis und ein sehr guter Klang. Leider aber aufgrund der - für mein Empfinden - enormen Betonung der Höhen für mich zu aggressiv. Das Zischen der Höhen ist bereits von Beginn an ein relativ anstrengendes Hören. Auf Dauer für mich daher vermutlich keine gute Alternative. Schade.

- Beyerdynamic DT-990 Edition 250 Ohm
Im Endeffekt eine teurere Version des DT-990 Pro - allerdings mit einem "HiFi"-konformen Design und einem höchst unpraktischen und nicht enden wollenden (nicht abnehmbaren) Kabel. Ähnliche Abstimmung - allerdings gefühlt etwas weniger Punch in den Höhen. Irgendwie aber konnte ich mich aber nicht mit dem Preis und dem ellenlangen Kabel anfreunden. Zumal die Höhenbetonung immer noch deutlich oberhalb meiner Toleranzgrenze lag und mich ebenfalls bei Zischlauten erschaudern ließ. :O

- Beyerdynamic DT-880 Edition 250 Ohm
Wollte mir nicht gefallen. Sehr unspektakulär und langweilig - die Tieftonwiedergabe ist deutlich zurückhaltender als bei den obigen Hörern. Den Klang empfand ich zu "dünn". Vermutlich ist er aber der neutralste Kopfhörer der hier genannten Modelle. Mir gefällt das allerdings scheinbar nicht. Auch war der Anpressdruck relativ hoch und der Tragekomfort hier etwas schlechter als bei den anderen Modellen.

- Beyerdynamic Costom Studio 80 Ohm
Designmäßig könnte man den Costom Studio wohl eher in die Richtung "Spaß-Kopfhörer" einordnen - klangtechnisch bietet er mir aber eine gute und ausgewogene Mischung aus etwas betonter Tieftonwiedergabe, klaren Höhen und präsenten Mitten. Die Räumlichkeit ist etwas weniger ausgeprägt als das bei dem DT-990 Pro der Fall ist. Der Kopfhörer klingt "voll" und ähnelt dem DT-990 Pro - schafft es jedoch klare Höhen unangestrengt wiederzugeben. Sicher kein neutraler Hörer und eher mit Badewannenabstimmung - allerdings habe ich damit den Kopfhörer gefunden, der mir zusagt. Gut finde ich zudem das abnehmbare Spiralkabel und die gute Isolierung. Der Tragekomfort ist in etwa auf dem Niveau des DT-990 Pro wobei der Costom Pro wohl durch die geschlossene Bauform einen etwas höheren Anpressdruck erzeugt.

Betrieben habe ich die Kopfhörer an einem Focusrite 2i4 2.nd Generation USB-Audionterace - der Kofphörervorverstärker bietet auch für die 250 Ohm Modelle genügend Leistung. Bei den 250 Ohm Modellen stand der Regler meist auf 11 bis 13 Uhr. Bei dem 80 Ohm Modell kommt bereits auf 10-11 Uhr Stellung ein hoher Pegel.

Danke jedenfalls für die gute Beratung.

gruß,
flo


[Beitrag von flo1992 am 02. Aug 2016, 21:31 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#23 erstellt: 02. Aug 2016, 21:32
passta denn mit seinen 80 Ω an deinen Verstärker?

die Frage hat sich wohl erledigt, hab deinen letzten Absatz übersehen.


[Beitrag von tinnitusede am 02. Aug 2016, 21:39 bearbeitet]
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Frontbeschaller am 19.06.2015  –  Letzte Antwort am 29.08.2015  –  47 Beiträge
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