DT 990 Pro Beyerpeak quält.

+A -A
Autor
Beitrag
HappyMetal
Stammgast
#1 erstellt: 26. Jul 2018, 18:53
Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Problem. Auf der suche nach meinem neuen offenen KH habe ich schon einige Hörer probiert und irgendwie an allen etwas auszusetzen.

Bei AKG hat mir der Sitz und die Ohrmuscheln und das Kopfband nicht gefallen, außerdem haben meine Ohren das Polster vor den Treibern berührt.

Der Fidelio X2 hatte bisher das beste Klangbild (subjektiv!), war allerdings sehr schwer und das Kopfband mochte ich nicht leiden.

Seit ein paar Tagen habe ich den DT 990 Pro zuhause. Der ist was den Tragekomfort angeht das Beste was ich je auf den Ohren hatte. Der hat auch kein verstellbares Kopfband, sondern einen normalen Kopfbügel (nennt man das so?). Ich liebe und hasse den Hörer.

Ich höre hauptsächlich Rock und Metal. Also Musik bei der auch Hochtöne fabriziert werden (vermutlich sind es die Hi-Hats und Becken des Schlagzeugs, die mich am meisten stören). Für mich klingen die Subjektiv einfach zu laut. Bei anderen Stilrichtungen konnte ich den berüchtigten Beyerpeak noch nicht als störend wahrnehmen, was allerdings auch egal ist, da ich eigentlich nur Rock und Metal höre.

Jetzt habe ich schon viele Forenbeiträge gelesen, um das Problem zu lösen. Ich könnte einfach den EQ einstellen, will ich aber nicht, weil ich mehrere KH habe und nicht immer am EQ rumfummeln möchte.

Ich habe noch keinen DAC/KHV gekauft. Aber ich nehme an, davon werden die Höhen nicht wengier, oder?

Gibe es Alternativen (offen oder halboffen, wegen der heißen Ohren) zum DT 990 Pro, die eine ähnliche Klangsignatur aufweisen nur ohne die Pegelanhebung in den Hochtönen? Der Fidelio X2, der an der Stelle meisetens empfohlen wird ist schon raus, der AKG auch (weiß allerdings nicht welchen ich mal aufhatte, sah aber von der Form dem 712 ähnlich). Budget bis 250€.

Ist mir noch zu helfen? Oder muss ich ihm mehr Zeit geben, um mich an seinen Ton zu gewöhnen?


[Beitrag von HappyMetal am 26. Jul 2018, 20:21 bearbeitet]
Basstian85
Inventar
#2 erstellt: 27. Jul 2018, 06:34
DAC/KHV kannst du knicken, da müsste man schon was suchen was extrem gesoundet ist (selten). Und bei mehreren KHs - da passt das dann evtl zu dem Einen aber nicht so zu dem Anderen.

Mit einem EQ (zB Equalizer APO) kannst du gezielt Peaks ausbügeln ohne andere Frequenzbereiche in Mitleidenschaft zu ziehen. Man muss eigentlich auch nur einmal rumfummeln und ein Preset speichern. Blöd ist es halt wenn du mit verschiedenen Geräten Musik hörst wo du EQs entweder garnicht hast oder nur Rudimentäre. Wenn du ausschliesslich am PC hörst, wäre das eigentlich kein echtes Problem...

Ausser AKG und Philips fällt mir in der Preisklasse kaum was anderes Offenes ein. Es gibt ein paar Underdogs wie German Maestro oder Teufel, evtl noch ein Grado mit den grossen Polstern... Kenne ich alle nicht. Auch den DT990 nicht - nur 770 und 880. Den DT880 könntest du evtl versuchen, viele schreiben er hätte nicht ganz so krasse Höhen wie ein DT990Pro... Aber der hat auf jeden Fall auch einen BeyerPeak und ist insgesamt auch recht hell...
JackA$$
Inventar
#3 erstellt: 27. Jul 2018, 09:01
Hol dir den hier, das sollte genau das sein, was du sucht:
Avinity AHP-967
Das sind DT 990 Treiber im DT 880 Gehäuse, d.h. spaßig, aber nicht ganz so schneidende Höhen und als Kopfband und Velourpolster dienen die vom T90.
Den gibts nur noch gebraucht, weil die auf 500 Stück limitiert waren und dadurch dass die keiner kannte, wurden die für 80-100€ dann verschleudert. UVP war 350€. Ich habe selbst so einen und kann ihn nur empfehlen, auch wenn das Kabel etwas dick ist, kann man bei dem Preis aber dann modifizieren.
sohndesmars
Stammgast
#4 erstellt: 27. Jul 2018, 10:42
Hi Folks,

ja, viele Beyer haben den Beyerpeak (nicht alle), auch der DT880, egal welche Impedanz. Ich hab den Peak mal geliebt und hörte viel mit DT990 und DT770. Mittlerweile mehr mit AKG K702 und Sennheiser HD600. Warum wird der nicht genannt? Gibt es doch öfter als Massdrop oder B-Ware für unter 200,-Euro. Die Grados haben einen etwas eigenwilligen Klang (kann man lieben oder hassen), aber einen noch eigenwilligeren Tragekomfort (den hasse ich).
Bei Teufel waren die Real Z gut zu tragen und rockklangmäßig gut, aber nicht mehr im Portfolio. Da gibt es jetzt die neuen REAL pure bis REAL blue NC. Etwas basslastig, geschlossen und nicht mehr mit dem Tragekomfort des guten alten Aureol Real.

Übrigens mit Equalizern ausbügeln, was der Hörer verbockt, ist immer ungünstig, wenn man den Hörer auch an anderen Quellen nutzen möchte, bzw. auch andere Hörer hat.
Für den DT990 gibt's hier oder in einem anderem Forum irgendwo eine Bastelanleitung, wie man ihm den Peak abgewöhnt. Nur so als DIY-Tip.
BlueMöhre
Stammgast
#5 erstellt: 27. Mrz 2021, 17:10
Hallo ihr alle,

ich sitze gerade hier mit dem gleichen Thema wie Happy. Für mich gestaltet sich das bei den Beyerdynamic-Muscheln so:

DT990 Pro 250Ohm
- sehr tolle Bühne
- kaum Subbass
- nur dezenter aber klar kontuierter mittlerer Bassbereich
- die Höhen grundsätzlich total fein aufgelöst, um 10KHz sehr überbetont (Beyerpeak)
- bei klassischer & akustischer Musik, ungemastertem Material ein Träumchen an Details und kristalliner Klarheit
- bei Pop, EDM, zukomprimiertem / dynamisch reduziertem Material ist der Beyerpeak hart über der Schmerzgrenze

DT770 Pro 250Ohm
- sehr tolle Bühne
- etwas mehr Subbass als der DT990
- mittlerer Bass dezent überbetont
- dezent reduzierte Mitten (V-Shape / U-Boot)
- die Höhen grundsätzlich total fein aufgelöst, um 10KHz auch hier sehr überbetont (Beyerpeak)
- durch alle Genres deutlich zurückgenommene Stimmen
- bei klassischer & akustischer Musik, ungemastertem Material ein Träumchen an Details und kristalliner Klarheit
- bei Pop, EDM, zukomprimiertem / dynamisch reduziertem Material die 10KHz Höhen hart an der Schmerzgrenze; auch nervt die V-Shape

DT770 Pro 80Ohm
- medium-tolle Bühne (gefühlt halbiert zu den offenen Hörern)
- weniger Subbass als die 250Ohm Version, aber mehr als der DT990
- mittlerer Bass sehr dezent betont aber doch fein kontuiert
- leicht betonte Mitten sorgen hier für eine richtig tolle Auflösung mit vielen Details
- irgendwo zwischen oberen Mitten und unteren Höhen (4-7KHz) ein kleines Loch (fällt meistens nicht auf)
- die Höhen einfach toll und kristallklar, mit nur einem dezenten Beyerpeak
- bei klassischer & akustischer Musik fehlt es mir im direkten Vergleich deutlich an Bühne, nach 30min fühlt sich das aber okay an
- bei Pop, EDM klingt er durchgehend gut mit tatsächlich ein klein bisschen zu viel Dampf im Bass

Mein Fazit:
Steht ihr vor dem gleichen Problem mit dem Beyerpeak, versucht unbedingt mal den DT770 Pro 80Ohm.
Braucht ihr ein Arbeitsgerät für Akustikaufnahmen direkt am Instrument oder Mikrofonierung in Räumen/Säälen, dann ist der DT990 Pro 250Ohm euer bester Freund.
Braucht ihr ein Arbeitsgerät um Stimmen/Gesang zu beurteilen - dann wollt ihr ziemlich sicher den DT770 Pro 80Ohm.
Möchtet ihr einen Hörer der an allen möglichen Geräten funktioniert, wollt ihr den DT770 Pro 80Ohm.

Dürfte ich mir etwas wünschen, würde ich den Bass vom DT770 Pro 250Ohm nehmen, die Mitten vom DT990 Pro 250Ohm und die Höhen vom DT770 Pro 80Ohm. Dazu ein wechselbares Kabel, denn je nach Situation (Studio vs. Aufnahmeraum) hätte ich gerne die Wahl ein gerades oder Spiralkabel zu nehmen.
Nun am Ende werden wohl zwei Kopfhörer hier bleiben und je nach Musikrichtung eingesetzt =)


[Beitrag von BlueMöhre am 27. Mrz 2021, 17:12 bearbeitet]
sohndesmars
Stammgast
#6 erstellt: 30. Mrz 2021, 06:13
Den beyer-Peak bekommt man am einfachsten mit einem passiven Filter in den Griff. Wer löten kann ist klar im Vorteil. Beyer will diesen Peak aber offenbar beibehalten, pflegt ihn auch in Nachfolgemodelle. Dazu ein link:
https://diyaudioheav...nds-a-i/dt-1990-pro/

Solche Filter lassen sich ja relativ einfach berechnen, sollten aber immer im Kontext zum treibenden Verstärker und zur Kopfhörerimpedanz stehen. Für 250Ohm-Hörer funktioniert der im Link beschriebene Filter für den DT1990/DT1770 auch für den DT990/DT770, wenn der Verstärker niederohmig ist.
Ansonsten hat foobar2000 einen feinen Equilizer, mit dessen Hilfe der Peak auch zu bändigen ist.
Ich würde statt dem DT770 PRO, der bei mir mittlerweile in der Schublade verkümmert den AKG K371 nutzen. In fast jeder Beziehung "angenehmer" (für mich).
Capt._Z
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Apr 2021, 07:59
Manche Leute haben auch ein dreilagiges Blatt Toilettenpapier (sauber) vor den Treiber getan um den Beyerpeak etwas zu dämpfen.
Ghoster52
Inventar
#8 erstellt: 03. Apr 2021, 08:33
Unvorteilhaft....
Das Klopapier saugt sich voll (wenn man schwitzt).
Wenn man passiv filtern möchte, sind Filzscheiben besser.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Beyerdynamic DT 990 oder DT 990 Pro?
BlauesQ am 22.11.2008  –  Letzte Antwort am 11.07.2017  –  64 Beiträge
DT 990 oder DT 990 pro?
Vielniks am 02.03.2016  –  Letzte Antwort am 04.03.2016  –  21 Beiträge
Alternative DT 990 Pro
Christian_1990 am 16.04.2012  –  Letzte Antwort am 14.07.2012  –  83 Beiträge
DT-770 PRO oder DT-990 PRO?
mcmarv am 14.02.2009  –  Letzte Antwort am 18.02.2009  –  3 Beiträge
Sounblaster X7 + Beyerdynamic DT 990 PRO Upgrade?
bewohner am 04.02.2020  –  Letzte Antwort am 04.02.2020  –  2 Beiträge
Upgrade von DT 990
unixez am 02.09.2017  –  Letzte Antwort am 05.09.2017  –  15 Beiträge
Beyerdynamic dt-990 pro Kopfhörerverstärker
maximilian089 am 16.06.2013  –  Letzte Antwort am 17.06.2013  –  4 Beiträge
KHV für DT 990 Pro
urokai95 am 19.03.2014  –  Letzte Antwort am 22.03.2014  –  15 Beiträge
DT 990 Pro + Mixamp + Zalman
PokerD am 24.07.2014  –  Letzte Antwort am 26.07.2014  –  5 Beiträge
Beyerdynamic DT-770 Pro oder 990 Pro
Horst0r am 08.08.2010  –  Letzte Antwort am 29.01.2011  –  10 Beiträge

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder908.849 ( Heute: 2 )
  • Neuestes MitgliedPavlovsky
  • Gesamtzahl an Themen1.517.527
  • Gesamtzahl an Beiträgen20.863.170

Hersteller in diesem Thread Widget schließen