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Yamaha Verstärker schaltet sich nicht ein.

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Madddin_1987
Stammgast
#1 erstellt: 19. Sep 2012, 20:05
Hallo liebes Forum,

Habe mir vor ein paar Tagen bei Ebay-Kleinanzeigen einen Yamaha RX 497 bestellt. Das gute Stück ist heute angekommen und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass er sich nicht einschalten lässt.

Das ganze ist jedoch nicht so einfach zu beschreiben. Ich werde ich trotzdem versuchen.

Beim ersten Drücken des Hauptschalters (Einrastschalter vorn am Bedienteil) passierte gar nichts. Dann hab ich es mit dem Taster für den Standbye-Betrieb probiert. Dort schaltete kurz das Relais ein, ging aber sofort wieder aus. Das ganze habe ich dann nochmal probiert und es passierte gar nichts mehr. Anschließend habe ich den Standbyetaster länger gehalten und das Relais schaltete dann nach 4 Sekunden wieder einmal kurz ein und dann sofort wieder aus. Nach einigem Rumspielen habe ich es dann kurz geschafft, dass das Relais eingeschaltet blieb. Habe dann Lautsprecher und Signalquelle angeschlossen und der Verstärker funktionierte so, wie er sollte. Dann noch dem Abschalten ließ er sich erneut nicht mehr einschalten und ich habe es auch nach 20 mal Probieren nicht wieder hinbekommen. Bei den meisten Versuchen schaltete das Relais nicht einmal mehr kurz ein.

Habe dann das Gerät einmal aufgeschraubt. Auf der Relaisplatine ist erstmal nichts zu erkennen gewesen. Die Geräteschutzsicherungen waren alle i.O. und es war auch nichts durchgeschmort oder ähnliches.

Was ich allerdings sagen muss, ist dass das ganze Gerät ein wenig nach Rauch stinkt. Es könnte sein, dass der Verkäufer Raucher war, oder dass er mein ein defektes Gerät geliefert hat.


Und nun euer Rat. Was kann ich tun???

Relais überbrücken? Oder Schalter und Taster austauschen??? Oder kennt einer das Problem und weiß woran es liegt.


[Beitrag von Madddin_1987 am 19. Sep 2012, 20:07 bearbeitet]
Madddin_1987
Stammgast
#2 erstellt: 20. Sep 2012, 16:01
Habe mir die Platine heute nochmal genau angeschaut. An der einen Stelle ist es ein bisschen schwarz und oben am Deckel habe ich auch ein bisschen Ruß entdeckt. Könnte sein, dass an der Stelle eine kalte Lötstelle vorliegt, oder dass das Bauelement defekt ist.

Hab nur leider nichts zum prüfen hier.

Hier mal ein paar Bilder. Leider macht mein Handy keine guten Nahaufnahmen. Krieg das Bild vom Nahen einfach nicht scharf. Aber man erkennt trotzdem oben den Ruß. Auf dem zweiten Bild sieht man vorne den betroffenen kleinen schwarzen Kondensator. (sieht zumindest nicht verkohlt aus)

2012-09-20-085

2012-09-20-086
Poetry2me
Inventar
#3 erstellt: 21. Sep 2012, 17:12
Die Verkohlungen sind denke ich harmlos und könnten beim Lötprozess entstanden sein. Falls Du Dir nicht sicher bist kannst Du ja an dem Kondensator rütteln. Kondensatoren werden normalerweise nicht heiß in diesen Anwendungen hier. Falls sich da wirklich etwas erwärmt haben sollte, dann kam es wo anders her.

Das Service Manual scheint man online zu finden, z.B. bei eserviceinfo

Das Problem liegt wohl irgendwo im Umfeld dieser Schaltungen auf dem Blockdiagramm.

Yamaha RX-497 block diagram detail power supply

Ich würde auch noch weiter nach Kontaktproblemen suchen, auch an Steckern und Kabeln. Wahrscheinlich reagiert die Fehlerstelle auf mechanische Anregung.

- Poetry2me
Madddin_1987
Stammgast
#4 erstellt: 24. Sep 2012, 17:52
Hab jetzt mal überall dran gewackelt, aber nichts hat sich getan. Komischerweise habe ich ihn beim ersten Versuch wieder einmal einschalten können, danach aber nicht mehr. Und das auch, nachdem ich den Schalter lange gedrückt habe.

Ich glaube ich lasse mal einen Profi rüberschauen.
Sebastian1988
Stammgast
#5 erstellt: 12. Okt 2012, 18:27
Moin.

Ich hatte auch mal einen Yamaha (RX-V 1700) der nicht mehr an ging.
Es lag an einem Kondensator auf der Netzteilplatine.
Der sah so aus, wie auf deinem Bild ganz links außen.
Das Ersatzteil hat fast nichts gekostet und nach dem Einbau funktionierte alles wieder.

Gruß
buhauf
Stammgast
#6 erstellt: 13. Okt 2012, 20:50
Ich habe bei diesen Yamaha-Geräten die Erfahrung gemacht, daß die Masseverbindungen tw. über das Gehäuse gehen. Kontrolliere einfach mal alle Schrauben - mit ein bischen Glück....

Gruß Burkhard
Madddin_1987
Stammgast
#7 erstellt: 15. Okt 2012, 13:49
Danke Sebastian, das hört sich ziemlich plausibel an. Werde mal einen neuen einlöten und dann berichten, ob es wirklich daran gelegen hat.
Madddin_1987
Stammgast
#8 erstellt: 17. Okt 2012, 15:34
Juhuuu!!! Es hat tatsächlich an dem kleinen schwarzen Elko gelegen, bei dem die schwarze Stelle zu sehen war.

Hab ja ehrlich selbst nicht daran gedacht, dass das Problem so einfach zu beheben ist, aber desto mehr freue ich mich jetzt.
Poetry2me
Inventar
#9 erstellt: 17. Okt 2012, 16:03
Ist ja super, Problem gelöst

Könntest Du noch mal das Bauteil beschreiben oder auf einem Bild kennzeichnen?
Vielleicht steht eine Bezeichnung daneben auf der Platine?

Dank & Gruß
- Poetry2me
Madddin_1987
Stammgast
#10 erstellt: 17. Okt 2012, 18:31
2012-09-20-086

Das war der Übeltäter. Die Bezeichnung war glaube ich "C255". Will den Verstärker jetzt nicht extra nochmal aufschrauben. Der Elko hatte1 piko-Farad für 50 V.

War wie gesagt genau der, bei dem die Rußspuren zu erkennen waren.


[Beitrag von Madddin_1987 am 17. Okt 2012, 18:31 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#11 erstellt: 17. Okt 2012, 22:43
Danke

Das ist tatsächlich C255, ein Elko mit 1µF / 50V
Er erledigt die Siebung direkt aus der Netzspannung um die Detektor-Schaltung zu versorgen.

Dass dieser Elko nur 50V Spannungsfestigkeit hat ist möglicherweise nicht ausreichend dimensioniert. Besser wären hier 100V.

Yamaha RX 497 Schematic Detail Power(2) PCB With Damaged Capacitor


- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 17. Okt 2012, 22:44 bearbeitet]
AndréTour
Neuling
#12 erstellt: 11. Jan 2014, 16:48
Hi Madddin,

I hope you don't mind me responding in English as my German is not that good

Thank you very much for your writing, the discussion, photographs and solution of the problem you had with your Yamaha amplifier. I had exactly the same problem two days before Christmas. So I ordered a new elco and replaced it. For me though, this seems not to be the solution to the problem. The amplifier still won't start. Once in a while giving a tiny 'click'-sound only. But not coming to life...

So I'd like to ask you if you can possibly think of another solution before I buy a new set?

Thanks,
André
Poetry2me
Inventar
#13 erstellt: 12. Jan 2014, 01:01
Hi André,

glad to hear you find this helpful.

Yes, meanwhile we have found a number of similar (though not exactly the same) cases of power-on PCB defects which look almost systematic to me. Search the forum for RX-Vxxx type devices.

In many cases, the capacitor C254 seemed to be the problem. C254 feeds the whole "floating" part of the circuit with power directly from mains voltage. It's value depends on mains voltage and needs to be looked up in a table.
For 230V/240V~ devices it has 22nF / 630V (MKP type?)
For 110V/120V~ devices it has 47nF / 630V (MKP type?)

One case had a bad resistor R251 (2.2k 1W) which is in series with C254.

Hope this helps. Let us know.

- Poetry2me
AndréTour
Neuling
#14 erstellt: 12. Jan 2014, 10:07
Hi Poetry2me,

Thank you very much for responding!!

And again I find this very helpful. It encourages me to take a next step in getting the receiver alive. I will follow the options you stated and will certainly inform you about my findings.

Thanks, Vielen Dank,
André
Poetry2me
Inventar
#15 erstellt: 12. Jan 2014, 14:01
Great!

One Warning though:
It can be dangerous to do measurements on this "floating" part of the cicuit since you have full mains voltage on it, even if you are touching just the little flip-flop IC in there. Be safe and disconnect everything from mains before you work on it!

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 12. Jan 2014, 14:02 bearbeitet]
AndréTour
Neuling
#16 erstellt: 14. Jan 2014, 22:31
Hi Poetry2me!

Could it be that the resistor you mentioned the other day is R261 and not R251? I want to order both components, the capacitor and the resistor, in order to replace them at the same time.

And yes, thanks, mains is detached!

Vielen dank,
André
Poetry2me
Inventar
#17 erstellt: 15. Jan 2014, 00:11
Hi André,

no, I really meant R251. This resistor should have 2.2 kOhms. Maybe you find it's specifications also in the parts list of the service manual.
Color code would be "red-red-red-gold".

If in doubt, order another 1M resistor for R261 aswell.

- Poetry2me
AndréTour
Neuling
#18 erstellt: 23. Feb 2014, 21:35
Hi Poetry2me!

I would like to tell you the end of the story. Replaced capacitor C254 for a 22nF / 630V MKP, the bright yellow one on the top left of the picture. And the receiver is in full working order again!

New capacitor

This makes me very happy and I would like to thank you for your kind support!!!

Vielen vielen dank,
André
Poetry2me
Inventar
#19 erstellt: 24. Feb 2014, 19:37
____CONGRATULATIONS___ on you successful repair

And thank you for the feedback.

- Poetry2me
Vintage*71
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 06. Mrz 2016, 08:14
Bei mir ist es exakt genau so.
Gleicher Receiver und die gleichen Symptome.

Werde das Teil mal genauer unter die Lupe nehmen.
Vintage*71
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 06. Mrz 2016, 08:55
Gibt es hier jmd aus dem Großraum Gutersloh, Lippstadt, Bielefeld, der mir da helfen kann?
Madddin_1987
Stammgast
#22 erstellt: 07. Mrz 2016, 16:07
Hallo,

nochmal ein kleiner Nachtrag meinerseits. Ich bin damals nicht mehr dazu gekommen das Thema weiter zu erläutern. Bei mir trat das Problem nämlich nach kurzer Zeit erneut auf. Es lag dann bei mir ebenfalls an dem Kondensator C254.

Kondensator C254

Bei zwei weiteren Receivern, die ich danach repariert habe war es dann auch wieder der C254. Also an alle, bei denen das Problem auftritt: Zuerst diesen Kondensator tauschen!!! Dies funktioniert im übrigen sogar ohne Ausbau der Platine.
Poetry2me
Inventar
#23 erstellt: 08. Mrz 2016, 22:53
Danke für die Rückmeldung und Dokumentation !
Vintage*71
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 12. Mrz 2016, 18:14
Nochmals vielen lieben Dank für die ausführliche Beschreibung.
Ich habe den Kondensator bestellt und einlöten lassen.
Alles wieder gut!

Danke!
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 14. Jun 2016, 05:26
Hallo zusammen,
mein RX-497 ist auch mit einem Pfffft-Geräusch beim einschalten kaputt gegangen. Seither geht er an, aber nach 2 Sekunden (also im dem Moment, wo er früher dann richtig an ging) geht er wieder aus. In diesen ersten 2 Sekunden zeigt auch das Display kurz an.

Die "Main 2" Hauptplatine die hier besprochen wurde hab ich ausgebaut vor mir liegen. An dem braunen Kondesator ganz links oben C254 schaut auch etwas silberne Folie heraus. Ich vermute daher, daß es an diesem liegt. "Brandspuren" kann ich jedoch keine erkennen.

Da ich die Ersatzteile wohl online bestellen muß, wird wohl das Porto teurer sein als die Teile.

Ich würde daher gerne auch die anderen möglichen Übeltäter gleich mitbestellen wollen. Kann mir jemand sagen, welche Ersatzteile ich bei Conrad bestellen muß, um folgende Kondesatoren auszutauschen:
C254
C255
C256
C261

Meine Elektronikkentnisse sind eher recht gering. Aber das aus- und einlöten von ein paar Kondensatoren traue ich mir doch noch zu.

Gruß und vielen Dank.

Niko

PS: Ich hoffe, daß ich den Receiver wieder zum Leben erwecken kann. Ist doch schade um die schöne "alte" Technik!
Poetry2me
Inventar
#26 erstellt: 14. Jun 2016, 14:35
Hallo Niko,

auch wenn Du ganz sicher gehen willst, brauchst Du realistisch nur C254 (22nF, 630V MKP Folienkondensator, zur Not auch MKT) und C255 (1µF 50V Elko, evtl. Low ESR) tauschen.

Beide sind relativ einfach zu bekommen, auch bei Conrad am Tresen.

Höhere Spannungsfestigkeiten sind jeweils denkbar und schaden nicht.

Bei ebay habe ich mittlerweile eine Flut von 22nF 630V Kondensator Angebote festgestellt

Man kann übrigens für C254 auch X2 Entstörkondensatoren mit 22nF nehmen. Diese sind für Netzspannung gedacht, aber bis 1500V mit Impulsen getestet.

- Johannes
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 14. Jun 2016, 15:35
Hallo Johannes,

danke für deine ausführliche Antwort. Ich werde mir beide besorgen und erst einmal den nur den C254 einlöten und testen ob es wieder geht. Falls es nichts geholfen hat, werde ich noch den C255 wechseln.

Danke auch für den ebay tip.

Ich melde mich, was daraus wurde.

Gruß, Niko
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 14. Jun 2016, 17:30
Hallo nochmal,

ich habe mein Elektronik-Reste-Sortiment im Keller durchgesehen und einen 0,022 / 630 WIMA MKS gefunden. Habe ich mit meinem Multimeter durchgemessen und es wurde 22nF angezeigt.

Dann habe ich den C254 auf der Platine ausgelötet und den oben genannten Kondensator eingelöstet. Beim ausgelöteten original C254 hat mein Multimeter ca. 13nF angezeigt. Ich hoffte somit dem Fehler gefunden zu haben.

Hab die Platine dann wieder eingebaut und das Gerät angesteckt. Fehler blieb aber unverändert: Geht ca. 1 Sekunde an und schaltet sich dann selbt ab, daher Display geht kurz mit Relaisklick an und dann mit einem zweiten Relaisklick wieder aus.

---------------

Nach erneutem Ausbau der Platine habe ich dann den C255 ausgelötet und gegen einen gebrauchten schwarzen 100V / 1uF Kondensator ersetzt, welchen ich vor dem Einbau auch mit meinem Multimeter gemessen habe. Platine wieder eingebaut und wieder getestet. Fehler blieb unverändert. Mein Multimeter zeigt beim ausgebauten C255 einen Wert von ca. 1uF an.

--------------

Was nun? Liegt der Defekt doch an etwas anderem? War es Unsinn, daß ich die oben genannten (gebrauchten) Kondesatoren eingelötet habe? Was könnte ich noch messen? War der verwendete WIMA MKS Kondesator als Ersatz für den C254 nicht der korrekte Typ? Ich denke, WIMA ist der Hersteller. Was MKS bedeutet weiß ich nicht.

Freue mich über weitere Tips!

Gruß aus dem Allgäu, Niko
Poetry2me
Inventar
#29 erstellt: 14. Jun 2016, 19:34
Alles gut erst mal!

Der Kondensator C254 war also definitiv kaputt

Du hast brauchbare Komponenten als Ersatz eingebaut. WIMA MKS sind Polyester Typen und recht brauchbar.

Mir fällt noch ein Bauteil ein, welches hier bei manchen der zahlreichen Yamaha-Einschalt-Problemfälle eine Rolle gespielt hat:
Der 2,2 kOhm Widerstand R261, welcher in Reihe mit C254 liegt!

EDIT: In einem Post weiter oben hatte ich R261 tatsächlich mit "R251" bezeichnet, weil sich die Zeichen "5" und "6" im Schaltplan so ähnlich sehen.

In mehreren Fällen hat auch dieser Widerstand gelitten, weil er einiges von den Spannungsimpulsen aus dem Stromnetz auch noch abbekommt.
Prüfe ihn mal.

Da lohnt sich dann eventuell auch ein 1 Watt oder sogar 2 Watt Typ, wenn er reinpasst als Ersatz.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 14. Jun 2016, 19:55 bearbeitet]
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 15. Jun 2016, 04:57
Danke! Ich werde nachsehen ob ich einen passenden Widerstand habe bzw. einen besorgen, austauschen und mich im Anschluss wieder melden. Kann nun aber ein paar Tage dauern.

Gruß, Niko
Poetry2me
Inventar
#31 erstellt: 15. Jun 2016, 17:52
Du kannst auch zwei 1k Widerstände in reihe schalten. So genau geht es da wahrscheinlich nicht.

- Johannes
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 16. Jun 2016, 17:29
Hallo,

ich war heute bei einem Elektronik-Laden 40km von mir entfernt (war beruflich eh dort) und hab mir folgendes besorgt und eingelötet:

22nF / 630V MKT (MKP war nicht vorrätig) für den C254
1uF / 100V für den C255
2,2 kOhm mit 2 Watt für den R261

Die beiden Kondensatoren hab ich ausgetauscht, weil meine alten eingelöteten ja gebraucht waren.
Den 2,2 kOhm Widerstand, da er ja direkt vor dem C254 liegt. Das 2 Watt-Monster ist ca. 20mal so groß wie der original Winzling. Ich konnte ihn jedoch stehend gut einbauen.

Der ausgebaute 2,2 kOhm Widerstand R261 hat laut meinem Meßgerät auch noch ca. 2,2 kOhm, scheint also nicht defekt gewesen zu sein.

Nach erneutem Einbau der Platine daher keine Überraschung: Fehler unverändert vorhanden. Ich habe allerdings das subjektive Gefühl, daß die Zeit, die vergeht, bis sich das Gerät wieder von selbst abschaltet, nun länger ist als vorher. Kann aber auch sein, daß ich mich hierbei täusche.

Was nun? Freu mich über weitere Tips, Niko

PS: Da der alte, orginale C254 keine +/- Markierung hatte, war ich mir nicht sicher, wie herum der neue 22nF eingelötet werden muß. Könnte es daran liegen?
Poetry2me
Inventar
#33 erstellt: 17. Jun 2016, 12:04
Seltsam, also bleibt der Defekt noch.

Folgendes fällt mir noch ein:

- die Zenerdiode D255 (Typ MTZJ10B mit 10V Durchbruchspannung, schätze mal die ist durch beliebige kleine Zenerdioden 10V ersetzbar) könnte ebenfalls gelitten haben.

- es gibt einzelne Fälle, wo auch das IC252 gewechselt werden musste.
Typ TC4013BP, ein normales mehrfach FlipFlop.


Kosten werden diese Komponenten nicht viel, unter drei EUR schätze ich. Hätte ich sie nur vorher schon mit aufgelistet, aber man steckt nicht drin.

Wenn auch das nichts bringt, müssen wir auf angrenzenden Platinen weiter suchen bzw. auch mal ein paar einfache Messungen machen.


- Johannes
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 17. Jun 2016, 15:21
Hallo Johnannes,

hab nach deinen Tips heute nochmal im Netz gegoogelt. Und u.A. auch hier wird das beschrieben, was du auch schreibst: Dass der IC252 oft die Problemursache ist.

http://forum.iwenzo....cht-ein--t51226.html

Ich werde also versuchen einen solchen IC zu besorgen, und zur Sicherheit auch die von dir erwähnte Zehnerdiode. Dass kann nun aber einige Tag dauern, da ich so schnell nicht wieder nach Kaufbeuren komme.

Ich melde mich aber und werde wieder berichten!

Gruß und Danke, Niko

PS: Da meine Lötfähigkeiten eher rudimentär sind, habe ich mir das Löten an Widerständen und Kondesatoren schon noch zugetraut. Soweit ich mich jedoch erinnere, sind Transistoren und vor allem IC's doch sehr viel Hitzeempfindlicher. Ich Überlege daher den IC mit einem dazu passenden Sockel zu kaufen um dann nur den IC einlöten zu müssen und den IC dann nur noch einstecken. Was denkst du darüber?
Rabia_sorda
Inventar
#35 erstellt: 17. Jun 2016, 15:30

Ich Überlege daher den IC mit einem dazu passenden Sockel zu kaufen um dann nur den IC einlöten zu müssen und den IC dann nur noch einstecken.


Das ist eine sehr gute Idee, die ich auch bevorzuge. Der Grund ist bei mir aber ein anderer, da man sie bei einem erneuten Defekt wieder einfacher/schneller tauschen kann.

Tipp:
Der Sockel hat aussen eine Kerbe. Diese zeigt auch später auf die Markierung des IC´s, da er dann immer richtigherum eingesteckt wird.
Poetry2me
Inventar
#36 erstellt: 18. Jun 2016, 09:58
Ja, und man braucht eine Lötsaugpumpe für ein paar Euro.

- Johannes
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 21. Jun 2016, 07:06

Poetry2me (Beitrag #36) schrieb:
Ja, und man braucht eine Lötsaugpumpe für ein paar Euro.

- Johannes


Ja, ich weiß. Ich hab auch aus vergangen Jugendjahren so ein einfaches Exemplar. Aber schon damals waren meine Erfolge beim entlöten damit eher mäßig.

Ich werde sie sicher verwenden, aber bin mir andererseits auch sicher, daß der damit ausgelötete IC danach sicher hinüber ist.

Niko
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#38 erstellt: 21. Jun 2016, 22:01
Es sieht so aus, daß ich bis zum Wochenende die drei Teile habe (IC, Sockel, Diode). Mal sehen wie der Einbau klappt. Ich werde im Anschluss berichten.

Niko
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#39 erstellt: 23. Jun 2016, 10:52
So, hab als Ersatzteile (sollen lt. Verkäufer gleichwertig sein) nun folgendes verkauft bekommen:
IC: HEF4013BP von Philips (...)
Zehnerdiode: ZPD 10 Zehnerdiode 0,5 W BZX55C10
Sockel für IC

Ich hoffe diese Teile passen soweit. Werde versuchen diese am WE einzubauen und gebe dann wieder Bescheid.

Niko75
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 28. Jun 2016, 06:10
So, hab die Zenerdiode und den IC eingelötet. Fehler blieb danach unverändert der Gleiche.

Kurz danach hat sich das Problem dann aber endgültig erledigt. Ich wollte noch etwas überprüfen und hatte vergessen den Stecker zu ziehen. Und da auf dieser Platine Netzspannung anliegt hats einmal gezischt und der FI war draußen. Seither gibt der Receiver keinen Mucks mehr von sich.

Von daher: Yamaha RX-497 als Ersatzteilspender günstig abzugeben...

Nachdem ich - vor das Maleur passiert ist - eh alle in Frage kommenden Bauteile ersetzt hatte, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Von daher hat die Geschichte ein Ende mit einem klaren Punkt am Ende bekommen.

Jetzt brauche ich einen anderen Receiver. Eigentlich würde ich wieder den Gleichen kaufen. Aber soweit ich es verstanden habe, ist das ein Serienfehler bei den Yamaha-Geräten aus dieser Zeit. Also dann doch lieber ein anderes Gerät?!?

Gruß und vielen Dank für die Unterstützung.

Niko
Poetry2me
Inventar
#41 erstellt: 28. Jun 2016, 15:17
Tut mir Leid das zu hören.

Ich hoffe Du findest einen Abnehmer für das Gerät und ein passendes neues Gerät.
Die Anfälligkeit der Standby Schaltung ist leider verbreitet bei ganz vielen Serien RX-Vxxx oder RX-xxx oder DSP-xxx oder RX-Axxx oder RX-Exxx. Aber normalerweise ist das auch eine Chance, weil man diese Geräte dann manchmal günstig kaufen kann und weiß, wo man "hinfassen" muss.

Dass sich ein Gerät so dauerhaft weigert, repariert zu werden, ist nicht so häufig. Meistens klappt es

- Johannes
niko75
Schaut ab und zu mal vorbei
#42 erstellt: 28. Jun 2016, 19:15
Danke für deine Rückmeldung.

Ja, ich war auch guter Hoffnung, den RX 497 zu reparieren. Zum Glück hab ich für die Teile nicht viel gezahlt. Einen Versuch war es ja wert.

Ja, ich habe bei ebay auch schon defekte Geräte davon gesehen, die das Problem mit dem einschalten hatten. Aber für 50 € ist mir das Risiko, es dann wieder nicht repariert zu bekomme doch etwas hoch. Es heißt ja "aus Schaden lernen". Ich wäre also dumm, den gleichen nochmal zu kaufen und evtl das gleich Problem wieder nich gelöst zu bekommen.

Dazu sind meine elektronikkenntnisse wohl eindeutig zu gering.

Ich werde mich also nach einem anderen gebrauchten typ umsehen. Hab derzeit keine Eile.

Gruß und danke für deine Unterstützung.

Niko
muuchel
Neuling
#43 erstellt: 08. Aug 2016, 14:06
Schönen guten Tag!

Ich habe auch einen Rx-497 und wohl das selbe Problem:
Der Verstärker lässt sich nicht mehr einschalten.
Ich habe mich schon hier ein bisschen durch das Thema gewuselt und die folgenden Bauteile ausgetauscht (von einem Hauptberuflichen Löter, kalte Lötstellen o.Ä. würde ich erst einmal ausschließen):
- C254 -> Wima mkp 0,022 /630
- R261 -> 2,2K
- C255 -> 1µF/ 63V
- D255 -> Zener-Diode 0,5W 10V
- (Sockel unter das IC252)

Leider ohne Erfolg
Das gute Stück lässt sich nicht einschalten, sowohl bei Master, als auch Main Zone On/Off tut sich genau... nichts. Kein obligatorisches Klacken vom Relais, keine Anzeige im Display, nichts.

Irgendjemand eine Ahnung, woran das noch liegen kann?

Ich hab leider momentan nur ein Multimeter zur Hand, das große messen kann ich also nicht veranstalten

Danke schonmal für die Hilfe!

MfG
muuchel
Neuling
#44 erstellt: 10. Aug 2016, 12:13
leider kann ich meine Antwort nicht mehr bearbeiten

Folgende Situation ist jetz: das IC252 (4013) habe ich eben ausgetauscht, ohne dass sich damit was getan hat.

Es ist aber interessant: Solange ich die Netzplatine "isoliert" mit 230V versorge, liegen auch 230V an der Klemme für den Trafo an (im Plan: CB257, to Power Transformer).

Sobald ich die Netzplatine wieder komplett in den Verstärker setze und an Spannung lege, lassen sich diese 230V nichtmehr an CB257 messen .

Wenn ich mich recht entsinne, Liegt CB257 mit einem Pin direkt an CB252 (Versorgungsspannung) und mit dem anderen über C259/ RY251 & danach F252 auch direkt dran.

C259 Habe ich gemessen, die Kapazität stimmt, RY251 ist das Relais, im Plan sieht's wie'n Schließer aus.

Wenn die Platine Isoliert ist, sollte RY251 ja damit offen sein & die 230V für die CB257 werden über C259 gebracht.

Wenn die Platine im Gerät sitzt, zieht das Relais nicht an, das sollte doch aber nichts an der Situation ändern, oder irre ich mich da ?

An dem 4013 liegen knappe 8V an, versorgt wird das IC also...

Langsam bin ich überfragt

MfG
Poetry2me
Inventar
#45 erstellt: 10. Aug 2016, 18:00
Ja, ich kann Dir weitgehend folgen. Da muss irgendetwas grundsätzliches noch defekt sein.

Wenn Du sagst "Platine isoliert betreiben, meinst Du damit, dass auch alle Verbindungskabel abgesteckt bleiben? Oder heißt das nur, dass die Gehäusemasse nicht über Schrauben verbunden ist?

Ansonsten würde ich noch nach Sicherungen suchen.

- Johannes
muuchel
Neuling
#46 erstellt: 10. Aug 2016, 19:38
Isoliert betreiben heißt die Platine aus dem Verstärker rausnehmen und auf dem Tisch mit Netzkabel an 230V.

Gehäusemasse kann ich nicht ganz verstehen: wenn die Platine im Verstärker sitzt habe ich sie mit 2 Schrauben befestigt, damit sie nicht wackelt. der Deckel vom verstärker ist dabei dann aber nicht drauf, d.h. man kann reingucken.

Sicherungen sind schon überprüft, die gehen: sonst würde ich ja isoliert auch keine 230 messen an der Verbindung zum Trafo

cBrugge
Neuling
#47 erstellt: 09. Sep 2016, 20:25
Hallo liebe Profis,

als ich kürzlich aus dem Urlaub zurück kam und meinen Ymaha RX-797 einschalten wollte, klackte dieser mehrfach und schnell hintereinander bevor er ordnungsgemäß eingeschaltet war. Nach dem Ausschalten ging ließ er sich dann gar nicht mehr einschalten. Nachdem ich ihn dann vom Netz genommen habe, ging er wieder mit hektischem Klacken an. Nach mehreren Wiederholungen brauche ich inzwischen schon sehr viele Versuche, im ihn ins Leben zu holen.

Gibt's bei diesem Verhaltensmuster irgendwelche Ideen, welches Bauteil konkret betroffen sein könnte? Ansonsten würde ich jetzt mal C254 und C255 austauschen. Wenn das nichts hilft, wären die Kandidaten R261, IC252 und Q254 dran. Sehe ich das richtig?

Herzlichen Dank und Grüße!
Christoph
Poetry2me
Inventar
#48 erstellt: 10. Sep 2016, 07:29
Hallo Christoph,

meistens genügt C254 zu tauschen.
Typ MKP, 22nF, 630V

Am zweitwahrscheinlichsten ist der Widerstand R261.

- Johannes
ManiBo
Stammgast
#49 erstellt: 14. Sep 2016, 16:23
Hallo,

über eine Rückmeldung würde ich mich freuen, falls mein RX797
mal den gleichen Serienfehler bekommt.

Gruss Mani
schwimmär
Schaut ab und zu mal vorbei
#50 erstellt: 20. Feb 2018, 12:43
Hallo

ma ne Frage zu dem Thema

den c254 hatte ich schon wechseln müssen...gegen einen original Yamahaersatzteil ( ca 3* so gross)

leider hielt der auch nur 6 Monate.

R 261 ist auch gestorben, weil c254 leitend war

r261 hat ja wohl nur 1/16 watt, dachte auch mach ma nen 1w rein, der rauchte aber direkt ( da ich noch nicht wusste das c254 wieder defekt)

kann es sein das r261 extra nur 1/16w hat, damit er als "Sicherung" dient, wenn c254 leitend wird?

dann ist r261 als 1w ja nich so schlau..

bitte um Meinungen

gruß

schwimma
PeZett
Neuling
#51 erstellt: 03. Mrz 2018, 16:06
Hallo,

bei dem RX-797 meines Nachbarn war es ebenfalls der C254. Der hatte zwar noch etwa 5 nF aber das reicht offensichtlich nicht mehr, um den Schaltkreis am Leben zu erhalten.

Was den Widerstand angeht - ja, es ist durchaus denkbar, dass man sich diesen Wiederstand als eine Art Sicherung vorgestellt hat. Ich würde hier also keinen höher belastbaren Wiederstand einbauen.

Gruß
Peter
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