HK 680 Verstärker optimieren

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D7000
Neuling
#1 erstellt: 20. Apr 2017, 09:31
Hallo

Möchte mich mal hier kurz vorstellen: heiße Robert und bin neu hier.

Kurz zur Vorgeschichte meines "Problems": Nachdem mein alter HK 6500 eingegangen ist (hat auf einem Ausgang 4V Dauerspannung am Ausgang produziert und mir auch gleich den rechten Lautsprecher ruiniert) Habe ich mir einen gebrauchen HK 680 zugelegt und war wieder top zufrieden damit in Kombination mit meinen B&W Lautsprechern
Leider hat der jetzt nach ca 2 Jahren toller Spielzeit wahrscheinlich auf Grund von Arbeiten an der Elektroinstallation den geist aufgegeben. Ich habe ihn dann zur Reparatur gebarcht und wie ich dann daheim wieder in Betrieb genommen habe, kam die Ernüchterung. Er spielt zwar wieder, aber das Klangbild ist nicht mehr so, wie ich es bei Harman so schätze und er kommt mir alles in allem sehr schwachbrüstig vor. Der räumliche satte Klang, den der Versrärker vorher ausgezeichnet hat ist weg. Es wurden die Elkos getauscht wurde mir gesagt (105°C).
Ich habe mich jetzt schon ein wenig eingelesen (bin aber kein Elektroniker, abereite aber in der Firma mit welchen zusammen, die da jetzts schon ganz Feuer und Flamme sind, daran herumzuwerken )

Jetzt meine Frage, nachdem hier immer wieder darauf hingewiesen wird, dass die Elkos so wichtig sind, habe ich mir jetzt mal die hier bestellt:
http://www.hifitunin.../slit_foil/index.php

welche sind original verbaut ?
was soll ich eurer Meinung nach noch machen ?

da ich jetzt vor kurzem ein wirkliches Schnäppchen gemacht habe (HK 680+ Fernbedienung+ Phonomodul+ HK Tuner um 135 Euro) mußte ich zuschlagen und habe jetzt einen, mit dem ich hören kann Das heißt, am anderen kann ich mich austoben

Bin für alle Tipps dankbar !!!!


[Beitrag von D7000 am 20. Apr 2017, 09:56 bearbeitet]
busch63
Stammgast
#2 erstellt: 20. Apr 2017, 09:56
Mach doch mal die beiden HK680 auf und mach Fotos vom Innenleben (draufsicht). Dann kann man leichter erkennen welche Änderungen gemacht wurden. Bei den Elkos ist die Kapazität (z.b. 4700mF) wichtiger als die Wärmestabilität.
D7000
Neuling
#4 erstellt: 20. Apr 2017, 11:09
IMG_0877IMG_0879


links getauschter ELKO rechts: aus dem "neuen" Gerät


[Beitrag von D7000 am 20. Apr 2017, 12:56 bearbeitet]
pelowski
Inventar
#5 erstellt: 20. Apr 2017, 11:55

D7000 (Beitrag #1) schrieb:
... Bin für alle Tipps dankbar !!!!

Hallo,

du verstehst nach deiner eigenen Aussage nichts von Elektronik, willst aber trotzdem den Verstärker "besser" machen, als die Ingenieure von HK?
Merkst du nicht selbst, dass da etwas nicht ganz stimmen kann?

Was die Elkos betrifft, so haben diese - sofern intakt - keinerlei Einfluss au den Klang.

... habe ich mir jetzt mal die hier bestellt ...

Das bringt viel - für den Verkäufer.

Grüße - Manfred
D7000
Neuling
#6 erstellt: 20. Apr 2017, 12:53
Mir geht jetzt im ersten Schritt darum, ihn klangtechnisch wieder auf den Ursprungszustand zu bringe (vor der Reparatur)

Und nein, ich maße mir nicht an, besser zu sein als ein HK Ingenieur! Ich wollte das einfach als Anlass nehmen, hier nachzufragen, ob jemand einen Tipp hat, ob man sonst noch etwas optimieren kann. Dachte, der Informationsaustausch ist der Sinn eines Forums ......

Ich kann mit meinem bescheidenen Wissen auch nur so viel sagen, dass seit der Verstärker aus der Reparatur zurück ist, definitiv schlechter klingt. Also irgend einen Einfluss müssen die Elkos haben !
tinnitusede
Inventar
#7 erstellt: 20. Apr 2017, 13:10
vielleicht wurde, wider besserem Wissen, so was eingebaut.

https://circuit-boar...-Elko-im-Schafspelz/
pelowski
Inventar
#8 erstellt: 20. Apr 2017, 13:20

D7000 (Beitrag #6) schrieb:
... seit der Verstärker aus der Reparatur zurück ist, definitiv schlechter klingt. Also irgend einen Einfluss müssen die Elkos haben !

Wenn der HK wirklich seitdem schlechter klingt (wie verifiziert?), dann haben sie in der Werkstatt etwas "verbockt"

Natürlich haben Elkos Einfluss (sonst würde man keine einbauen ), nur nicht auf den Klang.

Grüße - Manfred
D7000
Neuling
#9 erstellt: 20. Apr 2017, 13:55
was es alles gibt Werde einmal nachschauen, ich denke, man wird die dünne "Hülle" auch ertasten können. Danke für den Tipp!

Es fehlt an Leistung und an Kraft und Fülle. Das konnte ich raushören. Ich merke ja bei dem jetzigen auch, dass er so klingt, wie der alte vorher...
Ob sie es verbockt haben, kann ich mit meinem laienhaften Wissen nicht beurteilen. Es ist aber auffällig, dass auf dem neu gekauften Gerät auf diesen Elkos "for Audio" draufsteht und bei den getauschten nicht


[Beitrag von D7000 am 20. Apr 2017, 13:57 bearbeitet]
pelowski
Inventar
#10 erstellt: 21. Apr 2017, 15:45

D7000 (Beitrag #9) schrieb:
... Es ist aber auffällig, dass auf dem neu gekauften Gerät auf diesen Elkos "for Audio" draufsteht und bei den getauschten nicht

Das ist Marketing, sonst nichts!

Grüße - Manfred
eckibear
Stammgast
#11 erstellt: 21. Apr 2017, 17:44
Der Eindruck der Verschlechterung ist und bleibt ohne orientierende Messungen völlig subjektiv.
Weder wissen wir, was die Werkstatt en Detail gemacht hat noch wissen wir etwas über etwaige andere Veränderungen. Evtl. hat die Werkstatt außer den Elkos noch etwas an den Klangreglern "optimiert". In einem anderen Fred wurde unlängst ein Reparatur-Fall aus einer Fachwerkstatt publik, bei dem u.A. die Klangregler-Potis erneuert wurden. Allerdings gegen solche mit falscher Charakteristik, so dass die Mittenstellung für Bass/Höhen völlig vermurkst wurde. Der Kunde hatte sich auch erst über den "flachen" Klang gewundert, bis ich und andere ihn in dieser Richtung mal genauer nachschauen ließen. Leider bestätigten sich alle meine Befürchtungen.
D7000
Neuling
#12 erstellt: 22. Apr 2017, 09:20
Danke eckibear
Ich habe das Servicemanuel von dem Verstärker. Kannst du mir bitte eine Referenz nennen, wo der genau liegt und was die Originalen sind, damit ich das prüfen und ggf. Rücktauschen kann? Danke
eckibear
Stammgast
#13 erstellt: 22. Apr 2017, 12:01

D7000 (Beitrag #12) schrieb:
Kannst du mir bitte eine Referenz nennen, wo der genau liegt und was die Originalen sind, damit ich das prüfen und ggf. Rücktauschen kann?


Na, wo die beiden Potis liegen erschließt sich doch schon aufgrund des Names auf der Frontplatte...
Wenn Du nicht sicher bist, ob die Potis erneuert oder sonstwie verändert wurden, würde ich zuerst in die Rechnung sehen und auch noch einmal beim Händler/Reparateur nachfragen. Weil Du schon von "Rücktauschen" sprichst: Gab es denn vorher Probleme mit den beiden Reglern wie z.Bsp. Aussetzer oder Kratzen? Sind diese nun behoben? Um Dich gleich darauf vorzubereiten, ein passendes neues Teil zu bekommen ist heutezutage recht schwer geworden.

Man kann natürlich auch mal selber nachsehen, ob daran herumgelötet wurde und ob die Potis die richtige Charakteristik haben. In aller Regel wird ein Kennbuchstabe innerhalb der Typenbezeichnung aufgedruckt, meistens direkt hinter dem Widerstandswert. Hier sind für Höhen und Tiefen zwei verschiedene Widerstandswerte verbaut 100kOhm und 50kOhm. Beide dürfen nicht linear sein (das wäre ein "B" hinter dem 100k oder 50k), auch nicht normal logarithmisch ("A", das wäre die bekloppteste Variante aller denkbaren Verschlimmbesserungen) , sondern invers logarithmisch mit Kennzeichnung "E" (manchmal auch "C", nicht alle Hersteller halten sich an die gleichen Normen).
Schraub's halt mal auf und stell hier ein Foto rein. Ein Bild erklärt mehr als tausend Worte.


[Beitrag von eckibear am 22. Apr 2017, 12:02 bearbeitet]
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