Selbsbau-LS knarzt

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RocknRollCowboy
Inventar
#1 erstellt: 20. Aug 2009, 18:15
Hallo Lautsprecherexperten.


Ich habe folgendes Problem:
Eine ca. 20 Jahre SB-Box mit RFT Baß knarzt während der Musikwiedergabe. Das hört sich so an, als ob ein Schalter am Verstärker verschmutzt wäre. Dieses Problem konnte aber durch einen Verstärkertausch ausgeschlossen werden.

Dann dachte ich die Schwingspule sei verzogen. Wenn ich aber die Membran bewege, spüre ich nicht, das diese irgendwo scheuern würde.

Nun das für mich Sonderbare:
Das Problem tritt nur auf, wenn der LS Strom bekommt.
Verstärker ein, Lautstärkeregler auf null, Membran manuell bewegt --> es knarzt.
Verstärker aus, Membran manuell bewegt --> kein knarzen.

Ein Weichenproblem?

Ich hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Schönen Dank schonmal.

Georg


[Beitrag von RocknRollCowboy am 20. Aug 2009, 18:19 bearbeitet]
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 21. Aug 2009, 11:41
Moin

probier mal nen anderen Verstärker an den LS- oder ein Paar andere LS an dem Verstärker.

Muss nix dolles sein, nur zum Austesten, welche Komponente denn spinnt.
Böötman
Inventar
#3 erstellt: 21. Aug 2009, 11:48
Was ist das für ein knarzen?

a: -ein scheuern mit fühlbaren Widerstand bei manueller Membranbetätigung
b: -eher ein klappern
c: -eher ein furzen

Von wo scheint das Geräusch zu kommen?
Bilder?
Wann genau tritt das auf?
Hast du die klebestellen und litzenführungen am chassis schonmal optisch geprüft?
RocknRollCowboy
Inventar
#4 erstellt: 21. Aug 2009, 12:10
Vielen Dank für Eure Rückmeldung.

Einen Verstärkertausch habe ich wie oben schon geschrieben bereits durchgeführt. Auch wandert das Problem mit dem LS wenn ich die Kanäle tausche.

Das Knarzen kommt definitiv aus dem Baßlautsprecher. Der Hochtöner ist davon nicht betroffen.

Bei manueller Membranbetätigung ist kein Scheuern oder Knarzen bemerkbar.

Das Knarzen tritt nur auf wenn die Membran des Lautsprechers am eingeschalteten Verstärker manuell bewegt wird. (auch wenn der Lautstärkeregler auf null steht) Dabei kann ich kein Scheuern der Schwingspule am Magneten feststellen.

Es ist eher so ein "elektrisches" Knarzen, wie es zum Beispiel bei einem verschmutzten Lautstärkepoti auftritt.

Bei ausgeschaltetem Verstärker und manueller Betätigung der Membran knarzt und scheuert nichts.

Litzenführung kann auch ausgeschlossen werden.


Schönen Dank und Gruß
Georg
Böötman
Inventar
#5 erstellt: 21. Aug 2009, 12:27
Teste den Bass doch freeair ob er dabei sauber schwingt... (ohne Weiche oder sonstigen davor)
RocknRollCowboy
Inventar
#6 erstellt: 21. Aug 2009, 13:49
Gute Idee, das werde ich dieses Wochenende in Angriff nehmen.
Wenn sie dann auseinandergebaut sind werde ich mal die Weiche auf kalte Lötstellen checken.
Das ist nämlich meine große Vermutung, da sich ja das Knarzen wie ein schlechter Kontakt anhört.

Schönen Gruß und schönes Wochenende
Georg
castorpollux
Inventar
#7 erstellt: 22. Aug 2009, 23:40
Hi,

Schau doch auch mal, ob die Kondensatoren noch "OK" aussehen - und um was für Typen es sich handelt - nach 20 jahren können beispielsweise Elkos auch schon mal ausgetrocknet sein.

Durch das manuelle Bewegen des Lautsprechers erzeugst du einen Strom in der Schwingspule, und der erzeugt nun bei eingeschaltetem Verstärker... irgendein Problem

Grüße,

alex
RocknRollCowboy
Inventar
#8 erstellt: 24. Aug 2009, 06:52
Hallo

Das Problem wurde behoben. Es war ein schlechter Kontakt an der flexiblen Kupferlitze die von der Lötfahne zur Membran und dann mit einem dünnen Draht weiter zur Schwingspule führt.
Etwas Lötzinn drauf und dann hats wieder funktioniert.

Danke an Alle die geholfen haben.

Schönen Gruß
Georg
Ralle14
Inventar
#9 erstellt: 24. Aug 2009, 23:10
Moin!

Kannst du ein paar Fotos von den Boxen machen und mir evtl sagen was verbaut ist? Gerne auch per PN.
RocknRollCowboy
Inventar
#10 erstellt: 29. Aug 2009, 21:21
Hallo Ralle.

Die Ls sind nichts besonderes. Die baute ich mal vor ca 20-25 Jahren um bei Open Air Partys die an einen Autoverstärker zu klemmen.
Da ich damals noch Lehrling war wurde günstig eingekauft.

Verbaut wurde ein 20 cm hart aufgehängter Baß von RFT und ein Kalottenhochtöner, ebenfalls von RFT (der hatte eine durchsichtige Kalotte mit einem Filzstückchen dahinter).Der HT starb aber bei einer Party den Heldentod an der zu clippen beginnenden Autoendstufe. Er wurde durch einen Kalottenhochtöner einer anderen Firma (Ich glaube Visaton) ersetzt. Die Weiche ist eine 12 dB Weiche. Übergangsfrequenz weiß ich leider nicht mehr.

Zur Geschichte:
Die Chassis hatte ich damals von Conrad gekauft. War noch vor der Wende.
Ich hatte von LS-Bau und Entwicklung keine Ahnung und so ging ich in die Biblithek um mir Grundwissen über Lautsprecherbau anzueignen. (I-Net gabs damals natürlich noch nicht.)
Am C-64 (den gabs damals schon) eine Frequenzweiche ausgerechnet und gebaut. Das Ergebnis war, na ja, zufriedenstellend. (Ich war halt damals mächtig stolz auf meine erste "Eigenentwicklung", da sah an über "kleinere" Schwächen am Klang hinweg.)

Als der RFT Hochtöner dann starb, ka ich durch Zufall an ein Elektronikbauteilegrab mit verschiedenen Spulen, Kondensatoren und Widerständen ran.
Dann ging die Sache richtig los.
Die neue Frequenzweiche wurde per Gehör abgestimmt. Ein LS wurde umgebaut, der andere so gelassen wie er war. Per Mono Schaltung wurde abgehört und was besser gefiel wurde auf den anderen LS übertragen. Das ging ca 2 Jahre (mit Unterbrechungen) so bis eine für mich passende Abstimmung gefunden wurde.
Ich war und bin noch recht zufrieden mit der Abstimmung. (Vor allem, wenn man bedenkt wie wenig die Teile damals gekostet haben.)
Optisch sehen die Teile sch... aus. Die wurden mit Korkplatten überzogen, die später dann unsere Katze als Kratzbaum mißbraucht hat.

Wenn du die genaue Bezeichnung der Chassis noch immer wissen willst, schau ich gerne im Urlaub mal nach.
Die Antwort kann dann aber wieder etwas dauern, da ich dann auf Heimaturlaub bin und dort kein I-Net habe.

Heute baue ich mir nur noch Bausätze, weil ich kein Meßsystem, und vor allem keine Zeit mehr für solche Frequenzweichenspielereien habe.

Schönen Gruß
Georg
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