Schlichter Linux-DLNA-Server für große Mediensammlungen

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Kermit22
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Mai 2014, 07:33
Hallo,

nachdem mir in einem Forum versichert wurde, dass der Marantz 1504 Netzwerkzugriffe über CIFS unterstützt, habe ich mir diesen AV-Receiver zugelegt. Leider scheint das eine Fehlinforumation gewesen zu sein. Nun bin ich auf diesen DLNA-Schrott wohl auch angewiesen

Ich suche einen schlichten DLNA-Server für Linux, der keine Inventar-Datenbank führt, sondern auf das Dateisystem direkt zugreift, so wie jeder Samba oder FTP-Server.
Mediatomb und miniDLNA brauchen eine Datenbank und sind deshalb absolut unbrauchbar für größere Sammlungen! Ich kann nicht eine halbe Stunde warten, bis diese Server von einer Mediensammlung von 10.000-100.000 Dateien eine Datenbank erstellt haben, wobei ich nur auf eine Datei jener externen HDD zugreifen möchte! Datei-Metainfos, Thumb-Previews, Transcodierungen und anderen Unsinn will und brauche ich nicht!
Synology-NAS sollen das wohl können und basieren auch auf Linux. Ich habe schon einen 6W-Linuxserver (auf IA32-Basis Singlecore Atom-Rechner) am Laufen und will mir nun sicher kein zusätzliches NAS zulegen.

Gibt es wirklich keinen kleinen Server für Linux, der das unterstützt?
real_Lucky
Stammgast
#2 erstellt: 11. Mai 2014, 07:47
Hi,
verstehe ich nicht.
Ober schreibst Du: "...Ich suche einen schlichten DLNA-Server für Linux,...". Ein paar Zeilen später heißt es "....und will mir nun sicher kein zusätzliches NAS zulegen...."

Brauchst Du ein HDD? Die meisten "kleinen" Dinger basieren auf Linux. Und heißen nunmal NAS. So ist die korrekte Bezeichnung für eine Festplatte die Daten mit eigenen Betriebssystem in's Netz schickt.

Wenn Du einen DLNA Server suchst wirst Du um eine NAS (oder um irgendeinen anderen Rechner) nicht rumkommen der irgend ein Betriebssystem hat.Da die "bezahlbaren" DLNA Server softwarebasieren sind.

Gruß
Lucky
ukle
Stammgast
#3 erstellt: 11. Mai 2014, 08:10
Der beste Mediaserver für so ziemlich alle Betriebssysteme und auch seit vielen Jahren auf vielen NAS vertreten, ist der Twonky-Server.

Twonky Server

Er versorgt UPNP-Clients genauso wie DLNA-Clients mit Audio, Video, Fotos und ist mir noch nie wirklich bzgl. der Systemlast aufgefallen.
Er bietet zwar sehr viel mehr, als Du möchtest aber man muss ja nicht alle Funktionen nutzen bzw. aktivieren.

Die Testversion kannst Du hier herunterladen und ausprobieren:
Testversion Twonky-Server

Wenn er Dir gefällt, kann er durch den Kauf eines Lizenzschlüssels für sehr angemessene 14,95 € aktiviert werden.

Gruß
Uwe
Kermit22
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 11. Mai 2014, 08:55
Ich habe Twonky gerade mal getestet (30Tage Trial). Auch Twonky scheint ZWINGEND eine Datenbank erstellen zu müssen und blockiert dabei meinen Server. Ich finde (zumindest in den Einstellungen über das Webinterface) nichts, wo ich die Datenbank ausschalten und Echtzeit-Scan einschalten kann

Wenn man den Datenbank-Müll abstellen könnte, wäre ich durchaus bereit 15EUR dafür zu zahlen.


[Beitrag von Kermit22 am 11. Mai 2014, 08:58 bearbeitet]
HiFiRalf
Stammgast
#5 erstellt: 11. Mai 2014, 11:11

Kermit22 (Beitrag #1) schrieb:
Ich suche einen schlichten DLNA-Server für Linux, der keine Inventar-Datenbank führt, sondern auf das Dateisystem direkt zugreift, so wie jeder Samba oder FTP-Server. (...)
Gibt es wirklich keinen kleinen Server für Linux, der das unterstützt?


Alle mir bekannten DLNA-(Software)-Server arbeiten mit Indizes oder Datenbanken.
Sinn dahinter ist es ja, mit den eingebetteten Metainformationen zu arbeiten, die Limitierung hierarchischer Dateisysteme mit evtl. kryptischen Dateinamen zu überwinden und schnelle Zugriffe sicherzustellen.
Außerdem unterstützen die Server ja in der Regel verschiedene Dateisystem und man muß sich dabei auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.
Das geht in der Regel schon schief, wenn Du irgendein Windows- plus ein Unix-Filesystem benutzt und in Dateinamen Sonderzeichen auftauchen.

Es gibt einige HiFi-Geräte mit DLNA-Funktionalität, die das für externe Medien (USB-Eingang) nicht machen.
Der Zugriff wird dadurch extrem langsam und es ist für große Mediensammlungen nicht nutzbar.

Auch die auf der Synology üblichen DLNA-Services, der Synology-Mediaserver und der Squeezebox-Server führen Indexe, allerdings im Delta-Verfahren.
Der Synology-Mediaserver überwacht bestimmte Ordner und wenn er eine Veränderung bemerkt, stößt er im Hintergrund eine Delta-Indizierung an.
Beim Squeezebox-Server muß das Delta manuell gestartet werden.
Wenn die Veränderungen nur gering sind, geht es sehr schnell und man bemerkt es fast nicht.

Deinen Usecase habe ich noch nicht richtig verstanden:
Willst Du verschiedene Festplatten abwechselnd an den Server anschließen?
Kermit22
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Mai 2014, 13:00

HiFiRalf (Beitrag #5) schrieb:


Deinen Usecase habe ich noch nicht richtig verstanden:
Willst Du verschiedene Festplatten abwechselnd an den Server anschließen?


Ja, u.a. möchte ich genau das, da oft Bekannte Ihre Medien-HDDs mitbringen, bzw. verleihen.
Die Vorteile der Indizierung sind mir bekannt. Da die Metadaten der meisten meiner Mediendateien eh nicht gepflegt sind, kann ich gut darauf verzichten. Dagegen habe ich meine persönliche Ordnerstrukturen gepflegt.
Der Nachteil der Indizierung ist für mich viel größer. I.d.R. ist ein kompletter Neuscan nötig, wenn ich nur eine Mediendatei hinzugefügt habe. Es gibt zwar Delta-Methoden (wie inotify), welche aber ressorcenverschwendend und zudem an bestimmte Dateisysteme gebunden sind.
Bin ich denn der einzige, der sich einen DLNA-Server mit On-the-Fly Scans der Verzeichnisse bei Aufruf wünscht? Wenn alle Hersteller neben DLNA wenigstens noch CIFS anbieten würden, hätte ich das Problem gar nicht. Stattdessen rationalisieren immer mehr Hersteller CIFS weg.
real_Lucky
Stammgast
#7 erstellt: 11. Mai 2014, 13:43
Hi,

@Kermit22
schon mal direkt auf der DLNA Webside versucht. Dort gibt es eine Suchfunktion. Vielleicht liefert die ausreichde Detailtiefe um Dir bei der Suche zu helfen.

Gruß
Lucky
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