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Wie gut sind Tonbandgeräte wirklich?

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Live-musikhörer
Inventar
#1 erstellt: 08. Sep 2009, 13:53
Hat jemand von Euch Erfahrung mit Profi-Tonbandgeräte?

Wie gut ist der Klang von solchen Geräten im Vergleich zu CD-Spieler oder zu sehr gute Plattenspieler?
Archibald
Inventar
#2 erstellt: 08. Sep 2009, 14:46
Hallo Live-musikhörer,

ich kann mich nur zu semi-professionellem Open Reels äußern. Die besten Exemplare sind in der Lage eine Aufnahme (A/B-Vergleich) ohne für mich hörbaren Verlust aufzunehmen und wiederzugeben. Auch wenn mich jedesmal der Spieltrieb packt, wenn ich so ein schönes Tape sehe, ich brauche keines und habe als Folge keines (mehr). Es kommt hinzu, dass es sich nicht gerade um ein billiges Spielzeug handelt. 26 cm-Bänder habe in den 80ern bereits 40 bis > 60 DM gekostet.

Gruß Archibald
MikeDo
Inventar
#3 erstellt: 08. Sep 2009, 17:03
Meine B77 MK II (Semi-Prof.) wurde damals von DiBenedetto aus der Schweiz revidiert. Sie ist eingemessen auf das Quantegy 456 Band. Ich kam vor Jahren schon in Dortmund relativ günstig an die Bänder auf Aluspule (25 Euro). Habe mich damit ordentlich eingedeckt.

Klanglich kann ich Archibald beipflichten. Sie klingt wirklich top und einen Unterschied - wie gefragt - ist - zumindest für mich - nicht vorhanden.

Allerdings ist es wirklich kein billiges Spielzeug.


Wolfgang_K.
Inventar
#4 erstellt: 08. Sep 2009, 17:27
Wenn ich meine ReVox (B77 MK 9,5/19 cm Halbspur (Einfachstausführung für den Betrieb zuhause) normal über meinen Verstärker laufen lasse, kann ich zur CD so gut wie keinen Unterschied hören. Es sei denn ich drehe den Verstärker auf. Es klingt einfach gut. Nur unter Kopfhöhrerbetrieb habe ich einen leichten Rauschschleier. Dieses Quellenrauschen schmälert die Wiedergabequalität allerdings nicht, das gehört für mich zur Analogtechnik einfach dazu, wirkt nicht störend. Und durch die Halbspurlage hört keine anderen Spuren durch (hatte das früher noch öfter mit meinen Viertelspurgeräten). Und es gibt keine Echos bei der Wiedergabe, wie das oft bei den Kassetten der Fall war.

Auch der direkte Hörvergleich mit Vinyl-Aufnahmen bringt keine signifikanten Unterschiede.

Fazit: Diese Halbspurtechnik kann es heute noch klanglich mühelos mit jeder CD aufnehmen, nur der Bedienkomfort das ist die CD klar im Vorteil.
MikeDo
Inventar
#5 erstellt: 08. Sep 2009, 17:40

Und durch die Halbspurlage hört keine anderen Spuren durch (hatte das früher noch öfter mit meinen Viertelspurgeräten). Und es gibt keine Echos bei der Wiedergabe


Habe damit auch keine Probleme. Meine 4-Spurmaschine hat diese Probleme nicht. Hängt sicherlich auch mit der Revision der Maschine durch DiBenedetto zusammen.

Ingor
Inventar
#6 erstellt: 08. Sep 2009, 17:41
Eine Schallplattenaufnahme ist deutlich schlechter als eine gute Tonbandaufnahme. Es gibt doch keine ernstzunehmende Anzahl Schallplatten, die ohne eine Tonbandaufnahme entstanden sind. Die Aufnahme der Musik erfolgte doch meistens erst auf Band, das wurde dann noch abgemischt und auf ein anderes Band kopiert. In einer Schallplatte stecken somit mehrere Bandaufnahmen. Aber auch ohne diesen Umstand ist ein gutes Tonbandgerät einer Schallplatte deutlich überlegen. Leider ist aber auch eine gute Soundkarte einem Tonbandgerät deutlich überlegen. Kurzum Tonbandgeräte sind otisch wunderbar, Musik darüber zu hören kann auch toll sein, aber eigentlich sind sie überholt. Wenn man eine Fledermaus ist, freut man sich aber an den z.T. sehr hohen Widergabefrequenzen jenseits der 20 kHz.
Plattenwechsler
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 08. Sep 2009, 18:23
Moin,

die Frage, was besser klingt, Tonband, Schallplatte, CD oder MP3, darf man sich so gar nicht stellen. Es kommt immer hauptsächlich auf die Qualität des Verstärkers und der Lautsprecher an. Ansonsten klingt immer das gut, gefällt. In der heutigen Zeit klingt eine hochwertige Bandmaschine nicht (nur) deshalb gut, weil sie richtig eingemessen wurde, sondern weil sie ganz einfach schön ist und eine Aura besitzt, die ein CD-Spieler oder gar ein MP3-Player nicht bieten kann. Auch nicht, wenn er von Apple ist. Keine gut erhaltene und funktionierende Bandmaschine ist ein Fehlkauf, klangliche Vergleiche mit anderen Gerätetypen sind irrelevant. Es macht ganz einfach Spaß, im Jahr 2009 ein Band einzufädeln und den sich drehenden Spulen zuzuschauen.

Gruß
Marc
wiesodenn
Stammgast
#8 erstellt: 08. Sep 2009, 18:53

Live-musikhörer schrieb:

Wie gut ist der Klang von solchen Geräten im Vergleich zu CD-Spieler oder zu sehr gute Plattenspieler?


Dreh doch die Frage mal um: wie gut sind denn eigentlich CD-Player und Plattenspieler gegen gute Tonbandgeräte?

Ergo: dieser Thread wird genauso chaotisch enden, wie so einige andere Threads, weil die eigentliche Fragestellung sowieso subjektiv ist und letztlich gar nicht objektiviert werden kann.

Anstatt so eine Frage öffentlich zu stellen, solltest Du mal recherchieren, wer hier im Forum so zum Thema Tapes postet und den dann dezidiert und persönlich befragen, wird inhaltlich sicher mehr bringen. Was jetzt natürlich eine absolut subjektive Meinung ist.
Live-musikhörer
Inventar
#9 erstellt: 08. Sep 2009, 19:15
Konkret geht es um ein PR99 MKII, das ich sehr günstig bekommen kann. Es ist ein Gerät von einem Hifi-Entwickler, der vor einigen Monaten starb.Es sollte in sehr gutem Zustand sein. Ich kann es mit 30 aufgenommenen Bänder kaufen. Ich schätze meine Anlage sei gut genug, um viele Details präzis wiederzugeben. Da ich gewöhnt bin, auf einem für mich hohem klanglichem Niveau Musik zu hören, möchte ich zu Hause kein Gerät haben, das schlechter klingt als mein gewöhnliches Niveau.

Zusätzlich wenn jemand Erfahrungen mit dem PR99 hat, kann sie hier reinstellen.

Natürlich darf die Diskussion allgemein in Richtung Klangqualität von Tonbandgeräte laufen.


Plattenwechsler schrieb:
In der heutigen Zeit klingt eine hochwertige Bandmaschine nicht (nur) deshalb gut, weil sie richtig eingemessen wurde, sondern weil sie ganz einfach schön ist und eine Aura besitzt, die ein CD-Spieler oder gar ein MP3-Player nicht bieten kann.

Aura: das ist etwas das mir gar nichts sagt. Entweder klingt es hervorragend oder fliegt es aus dem Fenster, egal ob es Aura hat.

Gruss


[Beitrag von Live-musikhörer am 08. Sep 2009, 19:23 bearbeitet]
Live-musikhörer
Inventar
#10 erstellt: 08. Sep 2009, 19:19

wiesodenn schrieb:
Ergo: dieser Thread wird genauso chaotisch enden, wie so einige andere Threads, weil die eigentliche Fragestellung sowieso subjektiv ist und letztlich gar nicht objektiviert werden kann.

Sicher werden die Antworten subjektiv. Das möchte ich auch und deswegen werde ich keine allgemeine bzw. emotionale Schlüsse daraus ziehen.
Archibald
Inventar
#11 erstellt: 09. Sep 2009, 05:05
Hallo Live-musikhörer,

mein Tipp ist : Wenn Dir an Aura und Spieltrieb nichts liegt, dann lasse die Finger von einer Bandmaschine, andernfalls verbrennst Du Geld !

Gruß Archibald
killnoizer
Inventar
#12 erstellt: 09. Sep 2009, 06:31
...vielleicht paßt eine "Bohrinsel" besser .

( wohnraumskulptur mit der Möglichkeit Platten abzuspielen , teuer ! )


Gerrit
Live-musikhörer
Inventar
#13 erstellt: 09. Sep 2009, 07:31

Archibald schrieb:
Hallo Live-musikhörer,

mein Tipp ist : Wenn Dir an Aura und Spieltrieb nichts liegt, dann lasse die Finger von einer Bandmaschine, andernfalls verbrennst Du Geld !

Du hast mich fast überzeugt aber das Geld für den Kauf ist nicht das Problem (ungefähr 300 € ?). Das Problem ist eher Platzmangel und ein Gerät zu haben, das ich nicht wegen des Klangs brauchen werde.
Wolfgang_K.
Inventar
#14 erstellt: 09. Sep 2009, 08:53
@Archibald!

Du hast vollkommen recht. Heute würde ich mir auch keine Bandmaschine mehr zulegen. Die neuen Bänder sind ja auch nicht gerade billig, abgesehen von den hohen Anschaffungskosten für so ein Gebrauchtgerät. Aber auf der anderen Seite - ich würde mein Tonbandgerät auch nicht mehr hergeben wollen. Das macht sich gut von der Optik im Wohnzimmer. Und ReVox war und ist eine Ausnahmeerscheinung bei den Bandgeräten. Wie dem auch sei Die Zeit der Analogmaschinen und Kassettendecks ist wohl endgültig vorüber, ich mußte dass auch erst akzeptieren. Das ist nur noch ein marginales Hobby und etwas für Liebhaber.
gambale
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 09. Sep 2009, 09:12

Wolfgang_K. schrieb:
@Archibald!

Du hast vollkommen recht. Heute würde ich mir auch keine Bandmaschine mehr zulegen. Die neuen Bänder sind ja auch nicht gerade billig, abgesehen von den hohen Anschaffungskosten für so ein Gebrauchtgerät. Aber auf der anderen Seite - ich würde mein Tonbandgerät auch nicht mehr hergeben wollen. Das macht sich gut von der Optik im Wohnzimmer. Und ReVox war und ist eine Ausnahmeerscheinung bei den Bandgeräten. Wie dem auch sei Die Zeit der Analogmaschinen und Kassettendecks ist wohl endgültig vorüber, ich mußte dass auch erst akzeptieren. Das ist nur noch ein marginales Hobby und etwas für Liebhaber.


es gab seinerzeit gute Hersteller von Tonbandgeräten (Revox, Braun,ASC,Ferrograph, Tandberg und die späten Serien von Akay,Sony und Technics..)
Schlimm waren die ersten Japaner von Teac,Akay und Co.
Vorne tolle Edelstahlblende und hinten Pressspan und innen Klappermechanik, miese Frequenzgänge, Rauschspannungsabstände und Bandführung zum Abgewöhnen.Diese Geräte waren Blender im wahrsten Sinne des Wortes.. Hatte damls selbst ne große Teac als Jugendsünde. Mich gruselt es jetzt noch, wenn ich an dieses Trümmerteil denke..

Da war z.B. die alte A77 im mechanischen Aufbau und im Hinblick auf die technischen Daten schon ein ganz anderes Kaliber..

Trotzdem auch die später total ausgreiften Maschinen können es technisch und klanglich nicht mal mit einem MD-Recorder aufnehmen.Als Willy Studer den ersten DAT Recorder von Sony in seinem Labor hatte und die phantastischen Messdaten ermittelte, war er fix und fertig, denn ihm wurde sofort klar, das dies das Ende der Bandmaschinenära bedeuten würde, auch wenn DAT sich dann danach letztendlich auch nicht durchgesetzt hat...


[Beitrag von gambale am 09. Sep 2009, 10:16 bearbeitet]
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 09. Sep 2009, 17:40
Moin,


Live-musikhörer schrieb:

Du hast mich fast überzeugt aber das Geld für den Kauf ist nicht das Problem (ungefähr 300 € ?). Das Problem ist eher Platzmangel und ein Gerät zu haben, das ich nicht wegen des Klangs brauchen werde. ;)


... wenn Du die PR-99 nicht nimmst, dann würde ich mich freuen, wenn Du sie mir zum genannten Preis vermitteln könntest ...
Cosimo_Wien
Stammgast
#17 erstellt: 09. Sep 2009, 20:44

Live-musikhörer schrieb:

Wie gut ist der Klang von solchen Geräten im Vergleich zu CD-Spieler oder zu sehr gute Plattenspieler?


Hier gibt´s nur eine Antwort: Der Klang dieser Geräte kann nicht besser sein, als der Klang der Quelle, mit der das Band aufgenommen wurde.

Abgesehen davon, die Haptik dieser Geräte ist unvergleichlich. Ich selbst "spiele" gerne mit meiner Akai GX 646.

Den klanglichen Vergleich zwischen der Akai und meinem Tape Deck Sony TC KA6ES mit Dolby S gewinnt jedoch um Längen das Sony.

Klanglich wahrscheinlich eine der besten Bandmaschinen ist die Teac X 2000 M (Halbspur mit dbx). Aber auch diese kann bestens "nur" das aufnehmen und wiedergeben, was die Quelle liefert.

Grüße, Thomas
Live-musikhörer
Inventar
#18 erstellt: 09. Sep 2009, 20:49

Cosimo_Wien schrieb:

Live-musikhörer schrieb:

Wie gut ist der Klang von solchen Geräten im Vergleich zu CD-Spieler oder zu sehr gute Plattenspieler?


Hier gibt´s nur eine Antwort: Der Klang dieser Geräte kann nicht besser sein, als der Klang der Quelle, mit der das Band aufgenommen wurde.

Sorry aber die Quelle wäre Bandaufnahmen von Live-Konzerten (Klassik).

Ich habe keine Absicht meine Cds oder LPs auf Band aufzunehmen!

Ich bin dran abzuklären, wie viel die Versandkosten sind.

Gruss


[Beitrag von Live-musikhörer am 09. Sep 2009, 20:51 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#19 erstellt: 09. Sep 2009, 21:33
Manche Studios fahren ja heute noch mit alten Studer- oder Telefunken-Bandmaschinen. Die Dinger sollen ausgezeichnet sein, aber leider auch sehr teuer. Für eine Telefunken M15 legt man schon mal bis zu 3000€ hin, und dann fehlt noch das VU-Meter Teil und was halt noch dazu gehört...

Diese Studios produzieren dann noch Platten draus....früher waren sie alle geil auf DDD, heute muss es AAA sein, und dann kommt man um so eine Maschine nicht herum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufnahmeverfahren_(CD)


[Beitrag von germi1982 am 09. Sep 2009, 21:35 bearbeitet]
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 09. Sep 2009, 22:28
Moin,


Cosimo_Wien schrieb:
... mit meiner Akai GX 646 ...


... das ist keine Studio- sondern eine Konsumermaschine ...

... und zu einer richtigen professionellen Studer, AEG/Telefunken, Otari ist noch ein sehr deutlicher Unterschied ...


germi1982 schrieb:
Manche Studios fahren ja heute noch mit alten Studer- oder Telefunken-Bandmaschinen. Die Dinger sollen ausgezeichnet sein, aber leider auch sehr teuer.


... das ist relativ ... eine M10 schlägt heute mit Preisen ab EUR 250 aufwärts zu Buche ... eine M15 gibt´s ab ca. EUR 650 aufwärts ... eine A820 gibt es normaler Weise nicht mehr unter EUR 1000 ...

Aber ... JA ... so eine Studer 810, 816 oder gar 820 spielt schon ganz ausgezeichnet ... man kann aber auch eine Otari BTR-5 nehmen und die steht in Sachen Bandzug der A816 und in Punkto Aufnahme- und Wiedergabequalität einer AEG/ Telefunken M20 ebenfalls in fast nichts nach ...

... immer vorausgesetzt, daß die Maschine auf das verwendete Bandmaterial sorgfältig eingemessen wurde ...

... und ja, das Tonband war früher und ist heute wieder immer häufiger das Medium, auf welchem der Master für die Musikproduktionen zuerst aufgenommen und danach abgemischt wurde/ wird ... es ist also beim Abhören eines echten Masterbandes sozusagen die Quelle ... die CD oder die Schallplatte nur eine Kopie. Dementsprechend hochwertig ist die Wiedergabequalität und das Hörerlebnis dann auch.

Auf der anderen Seite ist die Beschaffung einer Studiomaschine kein technische Problem ... aber die Beschaffung von in adäquater Qualität bespielten Bändern sehr wohl ...

... die alten Kaufbänder sind meistens Viertelspurbänder ... die alten Masterbänder sind Halbspur ... und diese werden i.d.R. nicht verkauft sondern nur unter der Hand getauscht ... wenn man also nicht genug Personen kennt, dann wächst die Tonbandsammlung nur extrem langsam ...

... da macht dann u.U. die Anschaffung einer Maschine, die in Halbspur aufnehmen und sowohl in Halbspur als auch in Viertelspur wiedergeben kann, mehr Sinn ... dies eröffnet nämlich zusätzlich den Weg der alten Kaufbänder, die ebenfalls qualitativ ganz hervorragend klingen und damals i.d.R. direkt von den Masterbändern kopiert wurden ... sie haben halt nur die kleinen Einschränkungen der Viertelspurtechnik ...

... da würde sich dann z.B. eine Otari MX-5050 eher anbieten als eine PR-99 ...
Live-musikhörer
Inventar
#21 erstellt: 10. Sep 2009, 06:38

be.audiophil schrieb:
Auf der anderen Seite ist die Beschaffung einer Studiomaschine kein technische Problem ... aber die Beschaffung von in adäquater Qualität bespielten Bändern sehr wohl ...

Gibt es Adressen?


be.audiophil schrieb:
... da macht dann u.U. die Anschaffung einer Maschine, die in Halbspur aufnehmen und sowohl in Halbspur als auch in Viertelspur wiedergeben kann, mehr Sinn ... dies eröffnet nämlich zusätzlich den Weg der alten Kaufbänder, die ebenfalls qualitativ ganz hervorragend klingen und damals i.d.R. direkt von den Masterbändern kopiert wurden ... sie haben halt nur die kleinen Einschränkungen der Viertelspurtechnik ...

... da würde sich dann z.B. eine Otari MX-5050 eher anbieten als eine PR-99 ... :prost

Die PR-99 kann nicht Halbspur wiedergeben? Und die 820?
Passat
Moderator
#22 erstellt: 10. Sep 2009, 07:48
Um Masterbänder abspielen zu können braucht es aber eine Maschine, die die 38er Geschwindigkeit kann.
Viele Bandmaschinen gab es in verschiedenen Geschwindigkeitsausführungen, z.B. 9,5/19 cm/s oder 19/38 cm/s. Selbst Maschinen mit 76 cm/s gab es.

Grüsse
Roman
gambale
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 10. Sep 2009, 09:49

be.audiophil schrieb:


Auf der anderen Seite ist die Beschaffung einer Studiomaschine kein technische Problem ... aber die Beschaffung von in adäquater Qualität bespielten Bändern sehr wohl ...



die Beschaffung solcher Profi-Maschinen ist sicherlich immer noch möglich, trotzdem würde ich dem gemeinen Musikliebhaber davon abraten. Nicht selten ist so ein Kauf mit erhebliche Folgekosten im vierstelligen Bereich verbunden, wenn Köpfe verschlissen sind und die Maschine ganz allgemein einer Revision unterzogen werden muß.Das muß dann in professionelle Hände und das wird dann teuer, so toll diese Machinen auch vom Konzept her aus Heutiger Sicht noch sind. Insbesondere Telefunken..... Unter den ausgemusterten gibt es m.M. nicht wenige, die davon betroffen sein dürften...
Das von dir geschilderte Problem, überhaupt an entsprechendes Bänder aus Studio und Rundfunkarchiven ranzukommen, kommt dann noch on top obendrauf...
wiesodenn
Stammgast
#24 erstellt: 10. Sep 2009, 13:37

Live-musikhörer schrieb:

Die PR-99 kann nicht Halbspur wiedergeben? Und die 820?


Das kann die PR, aber nicht 1/4-Spur, daher fehlt der Zugriff auf o.g. Kaufbänder.

Wesentlicher ist wirklich, was Du mit der Maschine machen willst. Wenn es um den Kauf von Master-Bändern geht, dürfte wirklich eine Profi-Maschine sinnvoller sein. Da hier das Thema Kosten gefühlsmäßig nicht im Vordergrund steht, dürfte dies ja kein abschreckendes Moment sein. Viel eher das Thema Optik womit wir dann langsam genau bei der Diskussion ankommen dürften, die ich "befürchtet" hatte.
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 10. Sep 2009, 18:11
Moin,


Live-musikhörer schrieb:

be.audiophil schrieb:

... da würde sich dann z.B. eine Otari MX-5050 eher anbieten als eine PR-99 ... :prost

Die PR-99 kann nicht Halbspur wiedergeben? Und die 820?


die PR-99 kann nur Halbspur ... A-810, A-816 und A-820 ebenfalls ... die genannte Otari MX-5050 ist ebenfalls eine Studiomastermacshine, wurde aber mehrheitlichfür den mobilen Einsatz (Ü-Wagen, Konzertsaal) genutzt und kann sowohl Viertelspurbänder wiedergeben als auch Halbspurbänder abspielen und in Halbspur aufnehmen ...


Passat schrieb:
Um Masterbänder abspielen zu können braucht es aber eine Maschine, die die 38er Geschwindigkeit kann.


... genau deshalb nannte ich ja die Otari MX-5050 ...


gambale schrieb:

Nicht selten ist so ein Kauf mit erhebliche Folgekosten im vierstelligen Bereich verbunden, wenn Köpfe verschlissen sind und die Maschine ganz allgemein einer Revision unterzogen werden muß ... Unter den ausgemusterten gibt es m.M. nicht wenige, die davon betroffen sein dürften ...


jein ... es gibt ein altes Sprichwort ... gutes Handwerkzeug kauft man sich einmal in seinem Leben ... und auch bei Studiotonbandmaschinen ist es wie bei jedem anderen HiFi-Klassiker auch ... wer am falschen Ende spart, muß das Gerät aufwändig und zu "ungewissen" Kosten revidieren ... aber gerade im Rundfunkbereich gab es Wartungspläne und die meisten der ausgemusterten Maschinen waren z.T. kurz vor der Verschrottung nochmals auf Kosten der GEZ-Zahler komplett gewartet ... damals wie heute tauchen also sehr viele frisch gewartete und eben nicht vergeigte Maschinen auf ...

... das ist im Konsumerbereich übrigens gänzlich anders ... dort tauchen deutlich häufiger verbastelte und ungepflgte aber aufgehübschte Maschinchen auf ... eine ganze Gilde lebt davon, die Dachbodenfunde notdürftig zum Laufen zu bringen und diese über die elktron. Bucht wieder zu verschnalzen ...

... fraqe doch mal bei verschiedenen Reparaturbetrieben nach, ob die Dir den Bandzug neu einstellen können ... nach Vorschrift und Einstellanleitung ... und welches Equipment dazu genutzt wird ... eben ... das macht man nach Gefühl ... also so, daß es irgendwie schon passen wird ... mehr zahlt doch eh keiner bei einem Konsumergerät ...


wiesodenn schrieb:
Viel eher das Thema Optik ;)


... womit die Antwort auch schon sozusagen gegeben ist ... bei den hübsch anzusehenden Konsumergeräten sind mehr teildefekte Geräte unterwegs, die mal so eben hingebogen werden, daß diese nach dem Versand ein, zwei Bänder halbwegs abspielen ... mehr Bandmaterial hat der Käufer ja eh nicht ...

Bei den Studiomaschinen bekommst Du auf jeden Fall deutlich mehr für Dein Geld ... und wenn man nciht nach dem billigsten Angebot schielt sondern nach dem Vernünftigsten, dann fährt man auch noch preiswerter als mit einer gehypten Wohnzimmeraufhübschungsattrappe mit 26,5 cm Aluspulen japan. Provenienz ...
amamcs
Stammgast
#26 erstellt: 10. Sep 2009, 18:41
Mal eine dumme Zwischenfrage: Produziert Otari heute immer noch ihre Bandlaufwerke?

Ich bin da durch Zufall drauf gestoßen und habe mich echt gewundert.

Aber seht selbst: Otari.com
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 10. Sep 2009, 18:52
Moin Amadeus,

ja Otari produziert z.B. die MX-5050 noch heute ... deshalb ist die Ersatzteilversorgung auch wirklich garantiert ...
amamcs
Stammgast
#28 erstellt: 10. Sep 2009, 19:13
Jupp,

Das sehe ich gerade. Das ist ja lustig. Kennst du vielleicht auch den Kaufpreis und einen Händler dieser Geräte? Das doofe ist nur, dass du es im Zusammenhang auch mit Halbzoll-Tapes gepostet hast. Kann auch sein, dass ich da etwas falsch verstanden habe. Auf der Page sehe ich alledings nichts bezgl. dessen. Komisch irgendwie...
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 10. Sep 2009, 20:34
Moin Amadeus,

[quote="amamcs"]Das doofe ist nur, dass du es im Zusammenhang auch mit Halbzoll-Tapes gepostet hast. Kann auch sein, dass ich da etwas falsch verstanden habe. Auf der Page sehe ich alledings nichts bezgl. dessen. Komisch irgendwie.../quote]

nein, 1/4-Zoll Bandmaterial ... Halbspur Aufnahme und Wiedergabe sowie in der mir bekannten Version auch Wiedergabe von Viertelspur ... immer 1/4 Zoll-Band ...

... dann gab es auch zwei unterschiedliche Geschwindigkeitspaarungen 9,5 und 19 oder 19 und 38 cm/s ...

Die deutsche Niderlassung von Otari wurde irgendwann letztes Jahr geschlossen, seither nur noch ein deutscher Vertrieb ...

Studio System Technik A. Mueller GmbH & Co. KG
Anzinger Str.8, 85586 Poing
Phone: +49-(0)8121-9784-0, Fax: +49-(0)8121-9784-29

Der aktuelle Neupreis ist mir nicht bekannt, dürfte aber deutlich über EUR 4k liegen ... aber wenn eine gebrauchte MX-5050 auftaucht, dann kostet diese in gutem Zustand und mit allen Dokumentationen selten mehr als EUR 450 ...
amamcs
Stammgast
#30 erstellt: 10. Sep 2009, 20:43
Rolf,

Vielen Dank für deine Hinweise. Ich bin sehr interessiert an einem Bandspieler. Aber das sollte schon etwas Mehrspuriges sein. Und 4k... Wow! Das ist für mein Budget ein wenig mehr als nur ein wenig zu viel. Kommt Zeit...

Aber wenn wir ja schon bei Profi-Geräten sind. Woher bekommt man denn so geniale, kurz vorher gewartete, aber dennoch aussotierte Ware von Studios, etc.? Hat da jemand vielleicht Kontakte? Dann bitte eine PM, ich sage es auch keinem weiter.
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 10. Sep 2009, 20:54
Moin Amadeus,

das flüstert sich die Bandmaschinenszene immer tages- und angebotsaktuell zu ...

... da gab es z.B. gerade eine M10 in Vollröhrenaustattung ...

Was meinst Du mit mehrspurig? 4-, 8, 16- oder 24 Spuren ... 1" oder 2" Bandmaterial?


[Beitrag von be.audiophil am 10. Sep 2009, 20:55 bearbeitet]
amamcs
Stammgast
#32 erstellt: 10. Sep 2009, 22:09
Rolf,

64!!!

Aber um mal auf den Teppich zu bleiben: Das Bandmaterial ist mir eigentlich recht egal und ich nenne alles das mehr als 4 Spuren aufnehmen kann mehrspurig. Man sollte schon ein Drumset auf einmal abnehmen können. Das wird bei nur 4 Spuren ziemlich schwierig.

Und japp! Genau diese Flüstertüten untereinander meine ich, die die "heiße Ware" untereinander tauschen. Da mag man manchmal einfach nur ein Stück vom Kuchen abbekommen.


[Beitrag von amamcs am 10. Sep 2009, 22:10 bearbeitet]
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 11. Sep 2009, 06:33
MOin Amadeus,

Du hast also Großes vor ...

Na ja ... die Szene ist klein und i.d.R. kennt man sich auch persönlich ... und die Szene hat ganz vorzügliche "Trüffelschweine" mit sehr guten Verbindungen zum Rundfunk und professionellen Aufnahmestudios ...

... und dann noch einen größeren Kreis von Liebhabern außenrum ...

... wenn Du aber genau definierst, was Du suchst, dann wird sich schon genau die Pretiose für Dich finden lassen ... ist halt nur eine Frage der Zeit ...
gambale
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 11. Sep 2009, 08:01

be.audiophil schrieb:
Moin,


gambale schrieb:

Nicht selten ist so ein Kauf mit erhebliche Folgekosten im vierstelligen Bereich verbunden, wenn Köpfe verschlissen sind und die Maschine ganz allgemein einer Revision unterzogen werden muß ... Unter den ausgemusterten gibt es m.M. nicht wenige, die davon betroffen sein dürften ...


jein ... es gibt ein altes Sprichwort ... gutes Handwerkzeug kauft man sich einmal in seinem Leben ... und auch bei Studiotonbandmaschinen ist es wie bei jedem anderen HiFi-Klassiker auch ... wer am falschen Ende spart, muß das Gerät aufwändig und zu "ungewissen" Kosten revidieren ... aber gerade im Rundfunkbereich gab es Wartungspläne und die meisten der ausgemusterten Maschinen waren z.T. kurz vor der Verschrottung nochmals auf Kosten der GEZ-Zahler komplett gewartet ... damals wie heute tauchen also sehr viele frisch gewartete und eben nicht vergeigte Maschinen auf ...

... das ist im Konsumerbereich übrigens gänzlich anders ... dort tauchen deutlich häufiger verbastelte und ungepflgte aber aufgehübschte Maschinchen auf ... eine ganze Gilde lebt davon, die Dachbodenfunde notdürftig zum Laufen zu bringen und diese über die elktron. Bucht wieder zu verschnalzen ...

... fraqe doch mal bei verschiedenen Reparaturbetrieben nach, ob die Dir den Bandzug neu einstellen können ... nach Vorschrift und Einstellanleitung ... und welches Equipment dazu genutzt wird ... eben ... das macht man nach Gefühl ... also so, daß es irgendwie schon passen wird ... mehr zahlt doch eh keiner bei einem Konsumergerät ...

... womit die Antwort auch schon sozusagen gegeben ist ... bei den hübsch anzusehenden Konsumergeräten sind mehr teildefekte Geräte unterwegs, die mal so eben hingebogen werden, daß diese nach dem Versand ein, zwei Bänder halbwegs abspielen ... mehr Bandmaterial hat der Käufer ja eh nicht ...

Bei den Studiomaschinen bekommst Du auf jeden Fall deutlich mehr für Dein Geld ... und wenn man nciht nach dem billigsten Angebot schielt sondern nach dem Vernünftigsten, dann fährt man auch noch preiswerter als mit einer gehypten Wohnzimmeraufhübschungsattrappe mit 26,5 cm Aluspulen japan. Provenienz ... :prost


du hast in allem Recht, natürlich bekommt man in der Studioszene immer viel viel um nicht zu sagen, extrem viel mehr für sein Geld .... habe selbst Studiomonitore und anderes Zeugs zuhause. Ging mir eher darum, das Musikkenner bzw Hififreaks, für die früher so was ein unerschwinglicher Traum war, denken, Maschine günstig gekauft und das wars.....

amamcs
Stammgast
#35 erstellt: 11. Sep 2009, 08:11
Moin,

Um mal auf die Frage zu antworten: Sowas finde ich schon recht nett. Allerdings auch nur ohne die Mängel. Tonköpfe sind sicherlich schwer zu erhalten, aber den Rest kann man ja richten.
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