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Dual 1249 Tonarm bewegt sich nicht

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Antitainment
Neuling
#1 erstellt: 21. Okt 2009, 20:10
Mein erster Post und gleich mal mein erstes Problem,
als (noch) stolzer und neuer Besitzer eines Dual 1249 tut sich bei mir folgendes Problem auf:
Der gute Tonarm weigert sich der Nadel zu folgen, sprich die Nadel folgt der Rille, der Tonarm aber nicht und somit springt die Nadel immer wieder zurück.
Woran kann das liegen?
(Zu allem Überfluss spinnt auch noch die Automatik, wobei das wahrscheinlich am Eigenbaupimpel liegt, der noch den letzten Feinschliff braucht und der Aufsetzpunkt ist auch viel zu weit außen und die dazu gehörige Schraube zum Einstellen bewegt sich keinen Millimeter in irgendeine Richtung)

Vielen Dank schon mal im Voraus und bitte vermeidet allzu herbes Dual-Kauderwelsch, da sich meine bisherigen Erfahrungen mit Plattenspielern auf An- und Ausmachen beschränken
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 22. Okt 2009, 12:48
Hallo,

willkommen im Forum!

Ein Problem nach dem anderen. Ich denke, die Tonarmbeweglichkeit beim Plattenabspielen ist vorerst das Wichtigste.


Zunächst solltest du kontrollieren, ob der Tonarm auch frei beweglich ist, wenn die Nadel auf der Schallplatte liegt.

Richte dein Augenmerk besonders hinten auf die Liftstange: Sie geht auf und ab, wenn der Lift betätigt wird, und hebt dadurch den Tonarm an.
Oft kommt es vor, dass die Stange samt ihrem Pimpel verstellt ist (zu hoch) und ständig am Tonarm schleift - er klemmt beim Abspielen.
Die Stange lässt sich an der schwarzen, geriffelten Mutter herunterstellen.

Prüfe das als erstes, dann sehen wir weiter.


Ich denke übrigens, dass du stolzer Besitzer des 1249 bleiben wirst.

P.S. Vielleicht verrätst du noch deinen Namen, damit man dich ansprechen kann.


Gruß
Benjamin
Antitainment
Neuling
#3 erstellt: 23. Okt 2009, 09:01
Im Zuge der Internetanonymisierung bin ich es gar nicht mehr gewohnt meinen Namen zu hinterlassen, aber der lautet Fabian

So danke erstmal für die ersten Tips:
Also die Liftstange hat einen ausreichenden Abstand und schleift definitiv nicht, wobei ich es mir nicht habe nehmen lassen an der Mutter verschiedene Einstellungen auszuprobieren, aber geholfen hat das leider nicht.

Der Plattenspieler läuft auch sauber an, sobald ich den Tonarm manuell Richtung Plattenteller bewege und hat auch einen spürbar geringen Widerstand und lässt sich ansonsten auch frei ohne Hakeln oder ähnliches bewegen.
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 23. Okt 2009, 09:38
Hallo Fabian,

wenn du den Tonarm mit der Hand führst, darf gar kein Widerstand spürbar sein. Außer der Moment, wo du den Plattenspieler mittels des Tonarmes einschaltest.

Der nächste Schritt wäre die Kontrolle der Tonarmlager horizontal und vertikal incl. des Antiskatings.

Horizontal:
- Stecker raus
- Nadelschutz auf die Nadel
- Auflagekraft auf null (Tonarm muss frei schweben, ansonsten nochmal auspendeln), Antiskating auf null
- Den Tonarm bis über den Plattenteller schwenken, auf alle Fälle so weit, dass der Einschalt-Widerstand überwunden ist
- jetzt den Tonarm vorne am Tonabnehmer seitlich leicht anblasen / anhauchen; der Tonarm sollte sich nun mit leichtem Blasen bis zur Mitte bewegen lassen, ohne irgendwo zu stocken

- dort sollte er verharren oder höchstens wieder ganz langsam nach außen driften
- ab Antiskating-Einstellung 0,2-0,5 muss sich der Tonarm wieder gleichmäßig nach außen bewegen
- je mehr du nun das Antiskating erhöhst, desto stärker und schneller muss der Tonarm nach außen gezogen werden.


Vertikal:
- Tonarm muss frei schweben (s.o.)
- ein kleines Papierschnipsel, ca. 1x1 cm, zusammenknüllen und aus geringer Höhe vorn auf die Headshell fallen lassen
- der Tonarm muss sichtbar nach vorne einnicken.


Führe bitte diese Tests durch und berichte deine Ergebnisse.


Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass dein Spring-Problem nicht von einer falsch eingestellten Auflage- / Antiskatingkraft oder vom viel zu langen Steuerpimpel (schleift am Haupthebel) herrührt.

Als nächsten Verdächtigen hätte ich dann den Mode-Selector (zweistufige Tonarm-Höhenverstellung) im Auge, aber erst mal sehen.



Gruß
Benjamin
Antitainment
Neuling
#5 erstellt: 23. Okt 2009, 10:52
Also der Tonarm ist nach deinen Vorgaben kalibriert (war er davor zwar auch, aber doppelt hält besser) und in der vertikalen Ausrichtung tut er genau das was er eben tun soll.

Horizontal bewegt sich das gute Stück allerdings selbst mit gefühltem Orkanpusten kein Stück.
(Nach dem Einschaltwiderstand hat der Tonarm immer noch einen Widerstand, wenn auch einen sehr geringen)

Zur Sicherheit hab ich den Steuerpimpel komplett rausgeschmissen, so dass da gar nichts schleifen kann, wobei der auch nicht zu lang gewesen sein kann.
Antiskating war auch auf 0.

(Beim Modeselektor tut sich übrigens auch kein Unterschied auf, egal ob er auf Single oder Multi steht)

Danke für die Mühe bisher
Bepone
Inventar
#6 erstellt: 23. Okt 2009, 12:59
Hallo,

keine Ursache!

Prüfe zunächst noch, ob im Tonarmlager für beide Richtungen horizontal und vertikal) ein geringes Spiel spürbar ist.


Gruß
Benjamin
Antitainment
Neuling
#7 erstellt: 23. Okt 2009, 14:17
Jup Spiel ist da - Ich hab auch schon bevor ich hier gepostet habe erstmal eine Weile das Forum durchgeforstet und mir ein paar Grundlagen zu Gemüte geführt, damit ich nicht den 100sten Thread für bereits beantwortete Fragen aufmache.

Also alles an Basis-Einstellungen wie Lagerspiel, Tonarmausrichtung, Steuerpimpel, Antiskating und Konsorten hab ich ausprobiert, daran scheint es nicht zu liegen.
(Ich bin zwar nicht der geborene Handwerker aber ein Mindestmaß an Feinmotorik kann ich vorweisen, somit glaube ich nicht da etwas total verhunzt zu haben )
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 23. Okt 2009, 15:06
Hallo,

in Ordnung, also können wir davon ausgehen, dass der Tonarm nicht wegen zu geringem (bzw. keinem) Lagerspiel klemmt.

Ist der Hauptverdächtige nunmehr der Mode-Selector. Dazu musst du den Dual öffnen.

Ich hänge mal ein Bild an und verwende die dortigen Bezeichnungen.




Die Funktion ist folgende: Beim Betätigen des Modeselectors (Single oder Multi) wird der gesamte Tonarm angehoben / abgesenkt.
Die beiden Rastpositionen oben / unten werden durch die Stange vorgegeben. Sie gleitet in einer Buchse auf dem Segment und wird auf der oben- oder unten - Position mittels zweier Kugeln, die durch den Gummiring auf Spannung gehalten werden, festgehalten.

Das Segment verschiebt sich beim Umschaltvorgang dadurch auch ein wenig auf bzw. ab. Jedoch wird es von der Führungsschiene begrenzt.


Ich vermute jetzt bei dir folgendes:
Entweder ist der Gummiring porös oder gerissen und hält dadurch die Kugeln nicht mehr auf Spannung.

Oder die Führungsschiene ist verstellt, sodass das Segment immer an ihr schleift. Da das Segment direkt am Tonarm hängt, wird dieser dadurch in seiner horizontalen Bewegung gehemmt.

Möglich ist auch, dass das Fett lediglich verharzt ist und somit die Stange zu schwergängig ist, um sauber zu rasten.

In jedem Fall wird das Segment an der Führungsschiene schleifen.



Zunächst solltest du schauen, ob das Segment beim Umschalten zwischen Single und Multi immer definiert an der Endposition einrastet.



Falls nicht, je nach Fehlerbild Abhilfe schaffen:

Gummiring, wenn nötig, durch ein Stück Schrumpfschlauch o.ä ersetzen.

Führungsschiene auf korrekte Höhe stellen, damit das Segment weder oben noch unten daran schleift (in Stellung Single wie Multi).

Mechanik auseinandernehmen, reinigen und neu fetten.



Ich bin gespannt, was für Fehler bei dir vorliegt.



Gruß
Benjamin
Antitainment
Neuling
#9 erstellt: 23. Okt 2009, 15:51
So dann werde ich mal mein freies Wochenende verwenden um das gut Stück zu reinigen und die Mechanik mal ordentlich aufzupolieren. (Als Unterstützung hab ich mir mal nen Techniker aus dem Freundeskreis organisiert, damit da nix den Bach runter geht)

Vorab kann ich schon mal sagen, dass man ein leichtes Geräusch beim bewegen des Tonarmes vernehmen kann wenn er über den Schaltwiderstand hinausgeht und zudem scheint das verwendete Öl recht harzig zu sein zumindest der Teil, der sich bereits seinen Weg ins Freie gebahnt hat.

Noch eine kleine Frage zum zu verwendenden Öl, bzw. zur Reinigung:
Als Reinigung hat der gute Techniker Ethanol angeboten, der ja eigentlich bei Metallteilen keine Nebenwirkungen haben sollte, oder täusche ich mich da?
Zudem hat er mir eine kleine Palette an Schmiermitteln angeboten, unter anderem mit speziellem Graphit und Teflon, dass er in diversen hochwertigen Bauteilen bei Maschinen einsetzt. Macht das Sinn, oder sollte ich da lieber bei konservativem Schmierzeug bleiben, bzw. gänzlich darauf verzichten?

Ich halte dich auf dem Laufenden was die Operation angeht, das einzige was mir noch fehlt ist ne OP-Schwester mit nem Wattetupfer

Edit: Der Gummiring scheint bei äußerer Betrachtung noch recht gut erhalten zu sein und ich würde den vorab mal nicht als Urheber betrachten; auch der Modeselektor rastet sauber ein, sofern ich das als Laie beurteilen kann.


[Beitrag von Antitainment am 23. Okt 2009, 15:52 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#10 erstellt: 23. Okt 2009, 16:30
Hallo,

beim Plattenspieler sind nicht nur Metallteile verwendet, sondern auch Kunststoff.
Wenn Ethanol das Zeug ist, was im Brennspiritus enthalten sind, passt es. Den verwende ich nämlich immer.

Ein Reinigen und neu Schmieren der gesamten Mechanik incl. des Motor- und Tellerlagers ist bei Plattenspielern diesen Alters jedenfalls kein Fehler.
Dabei auch gleich die Kontakte vom Netzschalter und in der Headshell des Tonarmes reinigen.

Ich verwende für Dual-Plattenspieler folgende Schmierstoffe:

- Wälzlagerfett (harz- und säurefrei, nicht zu zäh) für metallene Gleitflächen und das Teller-Kugellager
- techn. Vaseline für Gleitflächen aus Kunststoff (z.B. großes Kurvenrad)
- Motorenöl 15W40 für die Motorlager und den Teller-Lagerdorn
- Silikonöl Viskosität 300000, falls die Liftdämpfung nicht mehr funktioniert (Tonarm plumpst herunter).

Mehr Schmierstoffe werden eigentlich nicht benötigt, es sei denn dein Kollege kennt sich gut aus und weiß, an welcher Stelle welcher Schmierstoff evtl. besser sein könnte.

Wattestäbchen (statt Wattetupfer) ist übrigens sehr hilfreich! OP-Schwester natürlich auch, lenkt aber manchmal zu stark ab!


Nochmal zum Mode-Selector: Richte dein Augenmerk auf das Segment, ob es in beiden Positionen sichbar einschnappt!
Kontrolliere, ob es genug Luft zur Führungsschiene hat (Ober- wie Unterseite)!


Noch etwas.
Kontrolliere einmal, ob die Abstellschiene (Alu, bewegt sich Richtung Tellerlager, wenn der Tonarm einschwenkt) auf einer Kugel läuft.
Ansonsten fehlt diese Kugel und die Abstellschiene läuft zu schwer, was den Tonarm natürlich auch behindert.


Ansonsten viel Spaß und Erfolg bei der OP, ich bin natürlich am Verlauf interessiert bzw. stehe gern mit Rat zur Seite, wenn eine Frage auftreten sollte.
Einen 1249 habe ich übrigens selbst schon annähernd komplett zerlegt und gewartet.



Gruß
Benjamin
herba332
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 09. Nov 2009, 21:22
Hallihallo

ich habe genau dasselbe Problem mit demselben Spieler und hab schon alles mögliche ausprobiert und wollte jetz im Rahmen der möglichen Ursachen fragen ,ob nicht vielleicht auch das Kugellager, auf dem der Arm läuft, nicht mehr so glatt läuft. Ich habe auch schon alles gereinigt usw. und es hat sich eigentlich gar nichts verändert diesbezüglich...

Gibts denn schon Fortschritte vom "Problemkollegen"?

gruß
Hermann
Bepone
Inventar
#12 erstellt: 09. Nov 2009, 22:15
Hallo Hermann,

der Themensteller hat sich bislang leider nicht mehr gemeldet.


Der Tonarm des 1249 ist horizontal sowie vertikal in Spitzenlagern gelagert. Das sind feinpolierte Stahlspitzen, die in Kugeln laufen.

Damit die Lager ordentlich funktionieren, ist ein ganz geringes Spiel notwendig, minimal spürbar.
Zum Einstellen des Spieles am Tonarmlager muss die äußere Gegenmutter gelöst und der innere Gewindestift (der hat die Spitze vorn dran) verdreht werden.
Danach Gegenmutter wieder festziehen und Spiel nochmals kontrollieren (verringert sich beim Festziehen der Gegenmutter meist etwas).

Für das Spiel des Horizontallagers ist die obere Schraube am Tonarmlager Zuständig.


Bevor du aber an den Lagern fummelst: Hast du dir den Thread richtig durchgelesen? Fehlerkandidat Nr. 1 ist immer der Modeselector, wie von mir weiter oben beschrieben.


Normalerweise gibt's hier die Serviceanleitung, nur scheint die Seite gerade nicht zu funktionieren.



Gruß
Benjamin
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